Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wofür vergebt ihr Göttliche Gnade?
JuergenBuschmeier
10.09.2001, 13:49
Nun ist ja schon ein wenig über GG diskutiert worden, vor allem wie man sie einsetzt.
Allerdings noch nicht wofür sie vergeben wird, oder wofür sie schon mal vergeben wurde.
Ich habe bisher nur selten GG verteilt. Ich verstehe sie auch eher als Göttliche Belohnung oder Anerkennung für etwas Geleistetes.
In Sturm über Mokattam wurden die Bösen aus einer alten Tempelanlage der Kebechet vertrieben. Da dies besonders gründlich geschah, beschloß ich die Gruppe zu belohnen, indem Kebechet ihnen in der Nacht, alle schliefen sämtliche Verletzungen zu heilen.
Als sie wieder erwachten, war das Heiligtum wieder im Urzustand, d.h. alle Einflüsse des Bösen waren beseitigt, die Spieler hatten das Gefühl etwas besonderes geleistet zu haben ohne das jetzt ständig wie die Flamme der Erleuchtung vor sich hertragen zu müssen oder zu wollen.
Der Träger des Mondschwertes, er hat sich wirklich sehr bemüht Rehotep gerecht zu werden, ohne etwas von ihm zu wissen, war so gut wie tot und bewußtlos, alle anderen ähnlich schlecht dran, so daß Rehotep seine schützende Hand über ihn hielt.
Der Charakter erhielt von mir den Gedanken beim Aufwachen eingegeben, er habe noch eine Aufgabe zu erfüllen. Er führte den Kampf, nun wieder frisch erholt, fort und beendete ihn siegreich.
Ich mußte gar nichts mehr als Spielleiter tun, denn er würfelte wie ein Gott, was mir sehr gelegen kam. Die Verteidigung der Gegner würfelte ich damals offen, wenn ich mich nicht irre, während er nicht mehr unter 18 würfelte, fielen bei mir nur noch Zahlen von 1-5.
Es gab keinen in der Runde, der nicht den Kopf schüttelte vor Verwunderung.
Das alles ist nun schon 2-3 Jahre her und bis jetzt war es nicht mehr nötig das "gottgefällige" Spiel dieser Gruppe zu belohnen.
Obwohl sie sich weiterhin sehr im Sinne der Götter verhalten, aber so kann ich immer schwierigere und riskantere Abenteuer spielen und habe noch eine Rettung in der Hinterhand, die auch erklärbar ist.
In einer anderen Gruppe habe ich nur einmal "göttlich" eingegriffen.
Die Bardin brachte es tatsächlich in "Die lange Nacht..." zu sterben, da es die Bardin und der Druiden waren, die zu Gunsten der Katzen gegen die Nachtmarder eingriff, retteten ihr die Katzen à la "Catwoman" das Leben. Dem Druiden wäre das wohl genauso passiert, es war allerdings nicht notwendig. Nun hat sie ein großes Problem, denn sie hat keine Ahnung, was da genau mit ihr geschieht oder geschehen ist.
Im Regenstein segnete sie mittlerweile zum zweiten Mal das Zeitliche und kam erneut von der Dornenheide und dem Feuersee zurück. Jedesmal erblickte sie beim umsehen diese merkwürdigen Katzenaugen...
To be continued...
Also ich unterscheide zwischen Göttlicher Gnade und Göttlicher Hilfe/Unterstützung etc.
Göttliche Hilfe können Abenteurer schon mal hin und wieder bekommen. Gerade wenn sie im Auftrag der Götter oder ihrer sterblichen Vertreter unterwegs sind. Mit Göttlicher Hilfe sind kleine Zufälle gemeint, die die Abenteurer leicht unterstützen. Wenn sie verletzt sind kommt zufällig ein Heiler oder Priester vorbei. Wenn sie bedrängt werden kommt Hilfe in letzter Sekunde. Wenn sie nicht mehr weiter wissen kommt ein Händler, der das richtige Buch verkauft. Manche würden das vielleicth einfach Glück nennen, aber die wahren Gläubigen wissen, wem sie das Glück (auch beim würfeln) zu verdanken haben.
Göttliche Gnade verteile ich nur äußerst selten. Die ist ja quasi ein Blankoscheck, ausgestellt von der Gottheit, mit dem der Spieler machen kann, was er will. So etwas gibt es nur, wenn derjenige eine aussergewöhnlich heroische Tat begangen hat, etwas, das sogar die Götter bemerken müssen.
Gute Jagd. Maddock.
Karsten Wurr
13.09.2001, 12:57
Als SL vergebe ich göttliche Gnade nur dann, wenn die SCs etwas Besonderes im Sinne ihrer Götter getan haben. Einfache Gläubige bzw. Anhänger fremder aber verbundener Götter erhalten die einfache Punktzahl, Priester etc. direkt betroffener Götter das Doppelte hiervon. Atheisten gehen hierbei natürlich leer aus.
Beispiele sind:
-einen Tempel zu Ehren seines Gottes erbauen oder Rettung eines bedeutenden Heiligtums (1-2/2-4 Punkte)
-einem Geist ewige Ruhe verschaffen oder eine Reliquie bergen (1/2 Punkte)
Auf diese Weise liegen die Charaktere der von mir geleitetn Gruppe zwischen 0 (atheistischer Magier) und 6 Punkten (Tempelbauender Ormut-Priester). In unseren anderen Gruppen spielt das Thema GG anscheinend eine deutlich geringere Rolle - aber vielleicht halten die Co-SLs das auch nur geheim.
Beim Regenstein lies sich die weiße Hexe (die Ormuth) der Gruppe am Ende des Abenteuers für ein Jahr entschuldigen und bekehrte fleißig drauf los. Am Ende hatte sie eine mehrere hundert Köpfe zählende Gemeinde. Nach der im Abenteuer angegebenen Formel waren das so ca. 100 GG, nach Rücksprache mit der Gruppe einigten wir uns dann auf 4 oder 5.
Die weiße Hexe starb zwei Abenteuer später einen unausweichlichen Tod in Verteidigung ihres Glaubens: Sie wollte DAS finstere Artefakt aus 'weißer Wolf und Seelenfresser' bannen. Der Besitzer desselben hat dann die Gruppe ausgelöscht.
Für solche Aktionen vergebe ich GG. Auch posthum.
Zwei Gruppen später tauchte die weiße Hexe wieder auf - als Heiligenstatue. Sie wird bei den Meketern jezt als Heilige verehrt und ist somit in die Lichten Scharen Otmuths eingegangen.
Nikolen.
Quote:
<span id='QUOTE'>Wofür vergebt ihr Göttliche Gnade? </span>
Das wüsste ich auch gerne. Ich kriege so selten welche...
Abd al Rahman
14.09.2001, 10:15
Ich habe auch wenig geleitet in der Vergangenheit Airlag http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif Ausserdem spielst zu doch meistens eh Atheisten http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif Die kriegen keine GG nicht :nono:
Aber ich vergebe GG meistens nach folgendem Schema: Immer dann wenn eich Charakter etwas aussergewöhnliches am Abend macht, das seiner Gottheit gefällt gibt es einen Strich an einem sechseck (das göttliche hexagramm sozusagen). Wenn an einem Spielabend das Teil voll ist, gibt es einen Punkt GG.
Viele Grüße
hj
Quote:
<span id='QUOTE'>Zitat von hjmaier am 10:15 am am Sep. 14, 2001
Ich habe auch wenig geleitet in der Vergangenheit Airlag http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif Ausserdem spielst zu doch meistens eh Atheisten http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif Die kriegen keine GG nicht :nono:
Aber ich vergebe GG meistens nach folgendem Schema: Immer dann wenn eich Charakter etwas aussergewöhnliches am Abend macht, das seiner Gottheit gefällt gibt es einen Strich an einem sechseck (das göttliche hexagramm sozusagen). Wenn an einem Spielabend das Teil voll ist, gibt es einen Punkt GG.
Viele Grüße
hj</span>
Hiho,
ich glaube nicht, dass Atheismus einen SC zuverlässig vor GGs schützen kann, obwohl Umstände natürlich ungleich ungünstiger sind.
es grüsst
Sayah el Atir al Azif ibn Mullah
Karsten Wurr
14.09.2001, 12:42
Also, im Sinne der Regeln sind Atheisten gründlich vor dem Einsatz von GG geschützt: 1. Sie bekommen keine und 2. Wenn sie welche hätten, könnten sie sie nicht einsetzen, da sie sich an keinen Gott wenden können/wollen.
Vor göttlichen "Zuwendungen" irgendwelcher Art sind sie natürlich nicht geschützt. ("Weiche Satan, denn ich bin Atheist! Urggggsssss")
Hornack Lingess
17.09.2001, 11:17
Was sind schon Atheisten? Ich hoffe mal, ihr zählt Anhänger schamanischen Glaubens nicht dazu. Die können sich nämlich schon mal GG verdienen.
Bei uns werden diese GG IMHO recht großzügig verteilt, d.h. manchmal bekommt man schon fürs Metzeln eines Dämons einen GG, obwohl man nicht mal einen PRI spielt. Finde ich etwas übertrieben. Dafür kann man sie auch als Atheist aufgedrückt bekommen. Nur nutzen sie einem da kaum was.
Ich persönlich bin da ja eher geizig - und ich glaube, die Götter sind das auch ;)
Hornack
Leif Johannson
16.10.2001, 08:16
Moin,
wofür braucht ein Atheist GG??
Er würde sich in schwierigen Situationen eh nicht an die Götter wenden http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/tounge.gif
Und dass ein Gott einem Atheisten ohne Aufruf hilft...hmm...nein...
Ein Elf kann sich durch seine Taten durchaus mal GG verdienen auch wenn seine Aktionen anders motiviert sind. Aber er würde doch nicht die Götter anflehen ihm in einer Notsituation zu helfen..
Grüße aus Waeland von Njord
Leif Johannson
Mamertus Alra Nero
16.10.2001, 09:30
Ich beschränke göttliche Gnade durchaus nicht auf Götter. Auch zB Erzdämonen oder Teufel oder Totemtiere können solche verteilen.
Und gerade die bösen Geister können auch mal GG aufnötigen :-) Einem meiner Spieler, der eh durchaus halbseiden war, verpaßte ich für sein Samielgefälliges Treiben 2 Punkte GG von Mestoffelyzh. Der Spieler verweigert sich zwar, aber wer weiß - wann er man von ner Klippe fällt :-)
Mamertus
Während meiner Zeit als SL hatte ich keine GG vergeben, die Notwendigkeit war irgendwie nicht da. Zum einem starb kaum jemand. Zum anderen hätten sie es auch nicht so richtig verdient.
Als Spieler hat mein Charakter erst kürzlich GG erfahren und es war nach bald acht oder neun Spieljahren meine erste. Bekommen hatte sie mein Barbärchen, als er von einem Steinwurm verdaut wurde. Ich versprach eine große Queste und bat um mein Leben. Es hatte geklappt. Bei meinem Würfelglück ist das echt enorm...
Die Quote ist zwar gering, aber GG sollte auf jeden Fall selten bleiben oder wirklich auch gerechtfertigt sein (siehe Beiträge oben).
Chualin
Prados Karwan
31.10.2001, 09:47
Quote from Chualin Thanosis, posted on Okt. 30 2001,23:33Quote:
<div id='QUOTE'>Als Spieler hat mein Charakter erst kürzlich GG erfahren und es war nach bald acht oder neun Spieljahren meine erste. Bekommen hatte sie mein Barbärchen, als er von einem Steinwurm verdaut wurde. Ich versprach eine große Queste und bat um mein Leben. Es hatte geklappt. Bei meinem Würfelglück ist das echt enorm...</div>
Und der Auftritt Asvargrs war ein Heidenspaß http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/cool.gif (schönes Wortspiel http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif ).
Doch zum Thema: Da ich für den Auftritt des Kriegsgottes verantwortlich war, wird schon deutlich, dass ich GG verteile. Das geht aber nur dann, wenn sich SL und Spieler irgendwann mal hingesetzt haben, um die Grundzüge des Glaubens zu besprechen. In diesem Fall war das nicht notwendig, da der Spieler Chualins das 'Göttliche Spiel' hinter sich gebracht hatte und daher informiert gewesen sein sollte. An den gemeinsam festgelegten Grundzügen kann man sich als SL dann im weiteren Spiel orientieren. Wann immer eine wirklich herausragende Leistung in dieser Richtung erbracht wird, ist ein GG-Punkt möglich. Das kommt aber wirklich nur alle Jubeljahre mal vor.
Übrigens beurteile ich PRI und OR bei der Vergabe der GG härter als normale Laien. Sie beginnen zwar mit einem Punkt GG ihre Laufbahn, müssen jedoch wesentlich kompromissloser den Grundsätzen ihres Glaubens folgen, um in den Genuss weiterer Zuwendungen zu kommen. Sie haben sich schließlich bewusst für diese Laufbahn entschieden und gewusst, was auf sie zukommt. Das bedeutet, dass ein OR für eine bestimmte Tat keine GG bekommt, für die ein Laie dann doch vom Gott beachtet wird.
Grüße
Prados
Bruder Buck
12.12.2003, 12:55
Zitat[/b] (hjmaier @ 14 Sep. 2001,10:15)]Aber ich vergebe GG meistens nach folgendem Schema: Immer dann wenn eich Charakter etwas aussergewöhnliches am Abend macht, das seiner Gottheit gefällt gibt es einen Strich an einem sechseck (das göttliche hexagramm sozusagen). Wenn an einem Spielabend das Teil voll ist, gibt es einen Punkt GG.
Viele Grüße
hj
@HJ: Warum muss ein solches Hexagramm eigentlich an einem Spielabend voll sein? Vergessen die Götter nach einem Abend Realzeit auf der Erde denn was ihr Günstling in der Welt Midgard gutes getan hat? http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/confused.gif
Fiel mir nur gerade beim Suchen zum Thema "Göttliche Gnade" auf....
Euer
Bruder Buck
Abd al Rahman
12.12.2003, 13:10
Götter sind in der Tat vergesslich was ihre Gunst angeht http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Im Ernst:
Die Regel war zu M3 Zeiten ganz gut zu gebrauchen. Sie ein Konstrukt um irgend eine Messlatte zu liefern. Sie befreite mich von der "gefühlsmäßigen" Entscheidung wann GG zu vergeben ist. Für Charaktere die keine Wundertaten vollbringen können handhabe ich das noch immer so.
Bei z.B. Priestern ist das mittlerweile anders. Wundertätige Charaktere lutschen, durch die neuen Regeln zu kritischen Zauberfehlern und Wunfertaten, Göttliche Gnade wie andere Eis am Stil. Dem trage ich Rechenschaft und vergebe GG an diese Charaktere wesentlich mehr GG wie früher. In etwa wäre das 1 oder 2 GG in 5-6 Spielabenden.
Meistens gibt es die GG erst am nächsten Spielabend weil ich mir nach jedem Spielabend die Handlungen der Charaktere durch den Kopf gehen lasse. Im Trubel des Leitens würde ich ansonsten zu oft GG vergessen.
Viele Grüße
hj
Die Regel der GG benutze ich auch, aber ebenso recht dosiert und selten. Es muss wirklich etwas wichtiges passieren und das Verhalten des Spielers muss ebenfalls passen. Bei Priestern, Ordenskriegern, Schamanen usw. setze ich dabei stets ein gerüttelt Maß und Grundwissen über ihren Glauben und entsprechendes Leben danach voraus.
Daher ist das Ganze recht selten in meinem Spielabenden, die derzeit leider viel zu selten stattfinden.... http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/cry.gif
TomKer
Jakob Richter
16.12.2003, 16:34
Hallo zusammen,
ich verteile GG eigentlich immer am Ende eines Abenteurs zusammen mit den EP. Die Vergabe dieser Punkt wird im wesentlichen durch das Abenteuer bestimmt. Da bekommt ein Gläubiger eines Herrschaftsgotts Punkte, wenn die örtliche Fürstendynastie gesichert wurde und ein Mönch, wenn ein Kloster seines Ordens gerettet wurde.
Im Verlauf des Abenteuers mache ich mir außerdem - ähnlich wie hj - eine Strichliste, wenn ich finde ein Charatkter handelt besonders gottgefällig. Das kommt aber selten vor, da ich davon ausgehe, dass Midgrad eine sehr viel religiösere Welt ist, als unsere säkularisierte Gegenwart. Damit jemand einen Strich bekommt, muss er sich schon tiefreligiös Verhalten. Dann gibt es aber auch ´mal den ein oder anderen nicht geplanten Zusatzpunkt an GG.
Außerdem gibt es bei mir bestimmte Devotionalien (um nicht den Begriff Reliquie zu verwenden), die für einen (!) Versuch die GG eines Abenteueres steigern. Z.B. hatte ein Mönch der TienTai Sekte einen Strohhalm aus dem Strohlager erworben, auf dem der erhabene Mönch vom TsaiChen, KiaSansKu früher geschlafen hat. Dieser Strohhalm steigerte seine GG einmalig um 2 und ist zu Staub zerfallen, als der Mönch in unserer vorletzten Spielesitzung seine göttliche Gnade zur Rettung vor einem kritischen Treffer / 100 einsetzte.
Gruß
Jakob
Hi Leute,
kann nur von meinen Gruppen berichten (einmal als SL, einmal als Spieler) - irgendwie
vergesse ich in letzter Zeit (>1Jahr) als Spielleiter die GG ... und mein Spielleiter tut das selbe mit uns ...
Gruß
Rovan (der über die göttliche Gnade nachdenkt...)
Als Spielleiter habe ich letzte Woche im Sturm über Mokattam einem Ormuth-Priester einen GG angedeien lassen, als er todesmutig im Versammlungsraum der Schattenbruderschaft in Kuschan einer Inkarnation Alamans (eigentlich der Dämon Armislar, aber das wusste weder der Spieler noch der Priester) gegenübertrat und Austreiben des Bösen anwandte. Die Sache hat der Priester nur sehr knapp überlebt, das war mir 1 GG wert.
Bei mir bekommt auch mal ein Atheist einen GG, wenn er diesen aber einsetzt sollte es das mit dem Atheismus gewesen sein.
CrionBarkos
19.09.2004, 12:08
Als Spielleiter habe ich letzte Woche im Sturm über Mokattam einem Ormuth-Priester einen GG angedeien lassen, als er todesmutig im Versammlungsraum der Schattenbruderschaft in Kuschan einer Inkarnation Alamans (eigentlich der Dämon Armislar, aber das wusste weder der Spieler noch der Priester) gegenübertrat und Austreiben des Bösen anwandte. Die Sache hat der Priester nur sehr knapp überlebt, das war mir 1 GG wert.
Bei mir bekommt auch mal ein Atheist einen GG, wenn er diesen aber einsetzt sollte es das mit dem Atheismus gewesen sein.
Coole Aktion :)
Zu der Sache mit dem "Atheisten", die ich hier immer wieder höre, allerdings: Ich würde "Atheismus" in einer mittelalterlichen Welt als *extrem* selten/sonderbar halten und eine absolute super-Ausnahme. Bei meiner Gruppe runzle ich ja schon die Stirn, wenn mal wieder jemand "gleichgültig" auf sein Charakter-Blatt schreibt. In meiner mittelalterlichen Welt glauben die Menschen an Götter, und von "gleichgültig" zum Gotteslästerer ist es IMHO da nicht weit. Zumindest die meisten Chars sollten gläubig sein, um den Realismus der Spielwelt zu bewahren. Ob das so ein sosolala-Glaube oder ein intensiver Glaube ist, steht auf nem anderen Papier, aber wenn der durchschnittliche Char gefragt wird, würde er sagen "ich glaube an xxx". Ein Atheist (so es ihn denn gibt) müsste seine Auffassung zumindest in vielen Ländern Midgards für sich behalten (okay, es gibt auch "aufgeklärtere" Regionen), da er sonst in Schwierigkeiten kommt.
Die einzige Ausnahme ist da vielleicht so was wie ein Beschwörer, der ja der Auffassung ist, "selbst mit den Mächten des Multiversums zu ringen".
Was göttliche Gnade angeht, kann IMHO ein Atheist keine GG erhalten. Von wem denn ? GG ist (zumindest IMHO) kein "allgemeiner Wert", sondern den erhält man von der Gottheit, die man anbetet, und wenn man keine anbetet, erhält man auch keine (auch wenn man eine dieser Gottheit gefällige Tat begeht). Sonst müsste man ja pro Midgard-Gottheit einen GG-Wert haben, wenn das anders wäre :) GG ist ja praktisch die Belohnung "für besonderen Glauben", steht ja sogar in den Regeln, daß nur Leute, die ihre Chars als "gläubig" spielen, welche kriegen können, wenn ich mich recht erinnere.
Steffen
Meuchlmörder
19.09.2004, 15:58
Ich denke wenn jemand "Gleichgültig" angibt sollte der SL genauer klären wie das gemeint ist...
Hat sich der Char nach vergeblichem flehen verbittert von seiner Gottheit abgewandt? Glaubt er an Glück oder Schicksal?
Und GG sollte nicht nur vom Glauben an eine Gottheit abhängen, sonder eher vom Handeln im Sinne einer Gottheit. Schließlich bekommt ein gläubiger einer Gottheit nicht für tägliches in die Kirche gehen, sondern für herausragende Taten...
Jürgen Buschmeier
19.09.2004, 18:24
1. Atheisten gibt es auf meinem Midgard nicht, weil die Macht der Götter immer wieder offen zu bewundern ist.
2. Ein Gott hat keine Gläubiger, umgekehrt wird ein Schuh daraus.
3. Gleichgültigkeit gegenüber den Göttern hieße für meine Figuren: "Die Götter gehen ihren, ich gehe meinen Weg. Wir versuchen uns gegenseitig nicht zu stören oder auf die Füße zu treten."
Und um zum Thema noch etwas zu schreiben:
Die GG für den Priester in Kuschan finde ich ok.
Raistlin
19.09.2004, 19:34
Übrigens gibt es Atheisten auch auf Midgard: rauchende Sandalen auf dem Marktplatz :D
GG für gleichgültige Figuren ist völlig ok. Gleichgültig bedeutet einfach nur, daß man keinem Gott huldigt, sondern die Götter als vorhandene, mächtige Wesen wahrnimmt, die mit mir auch nichts zu tun haben (so wie der König auch nichts persönliches mit mit zu tun hat). Wie man mit den Priestern umgeht, ist eine ganz andere Sache...
Aber warum sollte ein solches Wesen nicht auch auf mich aufmerksam werden, wenn ich etwas tue, was dem Wesen nun mal aufgefallen ist? Über das wie und warum bei Göttern müssen wir ja nicht sprechen.
Und wenn ich einmal weiß, ich habe da einen Stein im Brett bei den einen oder anderen Gott, warum, sollte ich den nicht auch einlösen? Ich bete in dem Moment nicht zu dem Gott, sondern rufe ihn an, und handle sozusagen einen Deal aus. Das kann auch jeder der allgemeinen Götterverehrng gleichgültig gegenüber stehende Mensch...
Odysseus
19.09.2004, 23:20
@Raistlin
Das ist jetzt aber recht schwammig. Ein gleichgültiger Charakter erwartet nichts von Göttern. Sie können ihm zwar GG verleihen, aber er wird selbige niemals nutzen. Sobald er dieses doch tut, verliert er seinen gleichgültigen Status und wird zu einem Gläubigen.
Zumindestens habe ich so immer die Linie zwischen diesen Haltungen gezogen...
Best,
der Listen-Reiche
Raistlin
20.09.2004, 07:46
Ich erwarte auch nichts von der Regierung, und wenn die dann auf mich aufmerksam wurde, und mir persönlich dann - warum auch immer - ein Geschenk macht, warum sollte ich es nicht annehmen? :?:
Genau so ist es mit den Göttern. Die GG ist ein Geschenk, weil der Gott halt mit den Taten des Charakters zufrieden war. Und dieses Geschenk kann man halt einlösen. :plain:
Ich muß nicht an die Götter (oder einen speziellen Gott) glauben, um diese GG nutzen zu können. Im Prinzip reicht es, daß ich aktzeptiere, daß es die Götter gibt, um im Notfall auch diese Wesen für meine Zwecke einzuspannen. Das hat absolut nichts mit dem "Glauben" zu tun.
Ich sehe das mit der Gleichgültigkeit gerne ähnlich, wie das Verhältnis von grauen Hexern zu ihren Mentoren. Da werden auch einfach nur Deals zwischen einem Menschen und einem höheren Wesen geschlossen. Warum sollte das auf graue Hexer beschränkt sein? Jeder Mensch, der die Gunst eines höheren Wesens erhalten hat, kann mit diesem Gefallen in der Tasche doch sich an dieses Wesen wenden, um eine Gegenleistung zu bekommen?
Sobald man also etwas speziell einen Gott auffallendes tut, kann man dafür auch GG von dem Gott erhalten. Und das hängt nicht von dem eigenen Glauben ab. Sonst könnte ja ein Nothuns-Gläubiger auch nie von einem anderen Gott GG erhalten, wenn er dessen Heiligtum vor der Entweihung schützt. :thumbs:
BTW: Wir spielen auch mit einer Haus-Zusatzregel, in der es auch Dämonische Gnade (DG) gibt, weil das einfach analog zu handhaben ist. ;)
KoschKosch
20.09.2004, 08:49
*stöhn* könntet ihr (besonders gleich der 1. Post) bitte Spoilertags setzen. Wir spielen demnächst Sturm über Mokkattam, und man bemerkt leider nicht früh genug, dass hier abenteuerspezifische Infos drinstehen.
Danke.
Gruß, Kosch
daraubasbua
20.09.2004, 10:15
Hoi
Ich konnte mich für die Originalverwendung der GG nach M3 nie erwärmen. Meines wissens wurden die GG in meinen Spielgruppen auch nie dazu verwendet, ein Gunst zu erflehen (vermutlich weil am Anfang, mit kaum GG niemand dazu geneigt ist, auf pures Würfelglück zu vertrauen und es später auch nicht mehr viel bringen würde). SG nach M4 wurden dagegen gern angenommen.
Ich interpretiere die GG a) als allgemeine Karmapunkte (sonst müsste ich ja Buch führen wieviele GG von Welchem Gott/Totemgeist etc. ich erhalten habe und b) als Maß der Verbundenheit mit dem Gott des Charakters. Bei minem Hauptcharakter ist dass dann die Meßlatte wie hoch die Stufensumme der Wundertaten ist, die er lernen kann.
Ich selber vergebe auch GG in diesem Sinn, aber z.B. keine für Bekehrungen.
@Raistlin: Wenn ich jemanden spiele, der gleichgültig ist und diese Figur tatsächlich GG kriegen würde, weil sie etwas getan hat, dass einem Gott positiv aufgefallen ist, würde ich diese GG nie einsetzen, denn dann müsste ich ja von der Gottheit etwas erflehen, was ich aber nich tun würde, da ich dann ja ihren Einfluss auf mich anerkennen müsste.
So nach dem Motto: Ich will nichts von dir, also kannst du auch nichts von mir verlangen.
Belchion
20.09.2004, 10:28
Hallo!
Also, laut dem Nahuatlan-Quellenbuch kann man GG nur in Gebieten erlangen, in denen die eigenen Götter auch Eingriffsmöglichkeiten haben. Daher vermute ich, daß Atheisten (welche es auf MIDGARD vermutlich nicht gibt, laut DFR erkennen auch gleichgültige Abenteurer die Götter als existent an) auf gar keinen Fall GG erhalten können - sie liegen sozusagen außerhalb des Einflußbereiches der Götter.
Gleichgültige Abenteurer sollten im Normalfall ebenfalls keine göttlich Gnade erhalten. Wenn ich mich recht entsinne, erhalten aber auch Abenteurer die einem Gläubigen beistehen GG, von daher sollte es möglich sein diese auch einzusetzen. Wie Raistlin sagte, man hat bei diesem Gott halt einen Stein im Brett - wie ein Verhältnis zwischen Hexer und Mentor würde ich das ganze allerdings nicht handhaben und auch Raistlins Beschreibung mit der Regierung finde ich daneben.
Eine gleichgültige SpF steht den Göttern gleichgültig gegenüber, laut DFR heißt das, dass sie jenen nicht auf die Füße tritt und dafür auch nicht auf die Füße getreten werden will. Mit dem Einsatz von GG tritt sie allerdings einer Gottheit auf die Füße (oder schreit ihr zumindest laut Hilfe ins Ohr), von daher kann eine gleichgültige SpF gar keine GG nutzen, weil die Nutzung von GG nun einmal das Gegenteil von gegenseitigem aus dem Weg gehen ist. Wenn ich GG einsetzen muss sehe ich zumindest ein gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis ein. Ein knallharter Anarchist der die Polizei um Hilfe bittet ist eben kein knallharter Anarchist mehr, um bei Raistlins Beschreibung mit einer Regierung zu bleiben.
Kurzform: Auch gleichgültige SpFs können GG erhalten, wenn sie diese einsetzen können sie aber ihre feste Überzeugung der Gleichgültigkeit nicht aufrechterhalten. (Wie auch Aisachos Chias schon schrieb, dies ist eine nette Möglichkeit bekehrt zu werden - wie man auch umgekehrt durch ständiges ausbleiben der göttlichen Unterstützung vom Glauben abfallen kann)
viele Grüße
Onno
KoschKosch
20.09.2004, 10:31
Aber das ist doch mal eine nette Möglichkeit, seinen Glauben zu entdecken. :)
Jürgen Buschmeier
20.09.2004, 10:34
@Raistlin: Wenn ich jemanden spiele, der gleichgültig ist und diese Figur tatsächlich GG kriegen würde, weil sie etwas getan hat, dass einem Gott positiv aufgefallen ist, würde ich diese GG nie einsetzen, denn dann müsste ich ja von der Gottheit etwas erflehen, was ich aber nich tun würde, da ich dann ja ihren Einfluss auf mich anerkennen müsste.
So nach dem Motto: Ich will nichts von dir, also kannst du auch nichts von mir verlangen.
Warum erkennt man den Einfluß dieser Gottheit auf einen selbst an?
Es ist doch eher umgekehrt.
Die Figur tut etwas und erhält GG, d.h. die Gottheit taucht kurz auf und sagt der Figur: "Mädel, Du hast einen bei mir gut, wenn ich gerade Zeit haben sollte!"
Da wäre eine Figur doch blöde, wenn sie diese letzte Hoffnung nicht nutzen würde.
Für mich bedeutet gleichgültig auch, daß man Hilfe von Leuten oder anderen Wesen durchaus akzeptieren kann, wenn damit keine Gegenleistung verbunden ist.
Und wenn eine Figur in Vorleistung, wenn auch unbewußt, getreten ist, dann ist es doch ok, wenn die Gottheit sich revanchiert.
Insofern kann ein Gott natürlich doch einen Gläubiger haben.
Ich habe übrigens tatsächlich mal eine äußerst gleichgültige Figur gespielt. Die war allerdings gegenüber jeglicher Autorität so eingestellt, wie ich es in meinem vorherigen Posting geschrieben habe. Sie hat sich von niemandem etwas sagen lassen, Götter, Fürsten und Könige eingeschlossen. Bis in den Grad 7 hat sie auch nicht einen einzigen Punkt göttliche Gnade gekriegt. Dann ist sie durch mehrere einschneidende Ereignisse eine fast schon fanatische Gläubige geworden und nutzt auch ihre GG, die sie mittlerweile erhalten hat.
Zum eigentlichen Thema des Strangs:
Ich selber vergebe GG auch an gleichgültige, wenn die etwas tun, was einer Gottheit postiv auffält. Dazu gehört z.B. brechen eines Fluches, selbstloses Handeln im größeren Rahmen (Rettung eines Dorfes inklusive des dortigen Schreins einer Heiligen, ohne eine Bezahlung zu verlangen). Und auch, wenn dabei Gläubige einer anderen Gottheit sind, kriegen die von mir Göttliche Gnade. Priester und Ordenskrieger kriegen allerdings mehr und häufiger GG.
@Raistlin: Wenn ich jemanden spiele, der gleichgültig ist und diese Figur tatsächlich GG kriegen würde, weil sie etwas getan hat, dass einem Gott positiv aufgefallen ist, würde ich diese GG nie einsetzen, denn dann müsste ich ja von der Gottheit etwas erflehen, was ich aber nich tun würde, da ich dann ja ihren Einfluss auf mich anerkennen müsste.
So nach dem Motto: Ich will nichts von dir, also kannst du auch nichts von mir verlangen.
Warum erkennt man den Einfluß dieser Gottheit auf einen selbst an?
Es ist doch eher umgekehrt.
Die Figur tut etwas und erhält GG, d.h. die Gottheit taucht kurz auf und sagt der Figur: "Mädel, Du hast einen bei mir gut, wenn ich gerade Zeit haben sollte!"
Da wäre eine Figur doch blöde, wenn sie diese letzte Hoffnung nicht nutzen würde.
Für mich bedeutet gleichgültig auch, daß man Hilfe von Leuten oder anderen Wesen durchaus akzeptieren kann, wenn damit keine Gegenleistung verbunden ist.
Und wenn eine Figur in Vorleistung, wenn auch unbewußt, getreten ist, dann ist es doch ok, wenn die Gottheit sich revanchiert.
Insofern kann ein Gott natürlich doch einen Gläubiger haben.Ich würde das nicht blöd sondern konsequent nennen.
Die Figur weiß ja nicht, dass sie dem Gott aufgefallen ist und einen Gefallen bei ihm gut hat. Also ruft sie ihn alleine auf Verdacht um Hilfe an. Das würde aber bedeuten, dass sie ihm Einflussnahme auf ihr Leben zugesteht. Das würde aber zumindest für mich nicht mehr Gleichgültigkeit bedeuten.
Aber ich glaube wir schweifen vom eigentlichen Thema ab.
Ich habe bis jetzt nur einmal GG verteilt und zwar an eine Priesterin des Wredelin.
Sie lag ziemlich kaputt auf einer Brücke und ein Gegner der Gruppe hatte sie in seiner Gewalt. Er stellte sie vor die Wahl: Entweder hilft sie ihm oder sie soll ihm nicht mehr in die Quere kommen.
Trotz das sie hätte getötet werden können, hat sie gesagt. Das sie ihre Gruppe unterstützen würde.
Diesen GG habe ich ihr aber auch wieder abgenommen, da sie in einer anderen Situation einen Diebstahl im weiteren Sinne begangen hat.
Neadred
Belchion
20.09.2004, 11:50
Hallo!
Ich habe gerade noch einmal im Arkanum (S. 71) nachgelesen, demnach erhalten nur Anhänger von Göttern oder Naturgeistern sowie schwarze und weiße Hexer göttlich Gnade, Druiden hingegen erhalten keine! "Außerdem sollten nur Spieler, die bewußt den treuen und ergebenen Anhänger einer Gottheit oder eines schamanistischen Glaubens spielen, mit der Gewährung göttlicher Gnade rechnen können." <- Ich denke dieses Zitat macht eindeutig was die MIDGARD-Macher unter GG verstehen, nämlich keinen "Stein im Brett" bei einer x-beliebigen, normalerweise ignorierten Gottheit.
Ich selbst werde allerdings bei der im Vorposting beschriebenen, etwas laxeren, Vergabe bleiben weil ich sie schöner finde.
viele Grüße
Onno
Raistlin
20.09.2004, 11:59
Ich habe bis jetzt nur einmal GG verteilt und zwar an eine Priesterin des Wredelin. [...]
Diesen GG habe ich ihr aber auch wieder abgenommen, da sie in einer anderen Situation einen Diebstahl im weiteren Sinne begangen hat.
BTW: Gerade die Weisheitsgötter sind diejenigen, die auch die Diebstähle, wenn sie gut durchgeführt werden, eher noch mit zusätzlicher GG belohnen. ;)
Also, laut dem Nahuatlan-Quellenbuch kann man GG nur in Gebieten erlangen, in denen die eigenen Götter auch Eingriffsmöglichkeiten haben.
Paßt nicht immer, wenn "Dein" Gott per Definition seines Pantheons überall Präsenz zeigt. Das ist bei einigen Götterrn (siehe Nahuatlan) glücklicherweise nicht der Fall :D
Wie Raistlin sagte, man hat bei diesem Gott halt einen Stein im Brett - wie ein Verhältnis zwischen Hexer und Mentor würde ich das ganze allerdings nicht handhaben und auch Raistlins Beschreibung mit der Regierung finde ich daneben.
[...]
Wenn ich GG einsetzen muss sehe ich zumindest ein gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis ein. Ein knallharter Anarchist der die Polizei um Hilfe bittet ist eben kein knallharter Anarchist mehr, um bei Raistlins Beschreibung mit einer Regierung zu bleiben.
Das mit dem Hexer/Mentor Verhältnis ist im allgemeinen sehr viel Enger, das stimmt. Aber es sollte ja auch nur als Beispiel einer gegenseiten Koexistenz ohne Anbetung dienen, bei denen entsprechde Deals ausgehandelt werden.
Was die Regierung betrifft dachte ich mehr an einen Freigeist ohne festen Wohnsitz und Einkommen. Er wird von der Regierung nicht belästigt, und fragt auch von sich aus da nicht nach. Aber wenn ein Polizist ihm Hilfe anbietet, warum sollte er sie ablehnen? Er lehnt ja die Staatsgewalt nicht ab (so wie ein gleichgültiger Charakter die Götter ja auch nicht ablehnt), sondern er läßt sie in ruhe, und umgekehrt. Sollte die Staatsgewalt (der Gott) trotzdem mal aktiv werden, und die entsprechende Person ehren, wird der sich eventuell bedanken, die Belohnung kassieren und weiter seines Weges ziehen. Und wenn er aus der Belohnung einmal etwas Profit schlagen kann, warum nicht?
Kurzform: Auch gleichgültige SpFs können GG erhalten, wenn sie diese einsetzen können sie aber ihre feste Überzeugung der Gleichgültigkeit nicht aufrechterhalten.
Oder aber, wenn der Charakter durch andauernde Taten den Gott so in Verlegenheit bringt, daß er ihn einfach belohnen muß, dann erkennt der Gott vielleicht einfach die Unabhängigkeit des Charakters an, und hilft ihm, wenn er einmal im Schlamassel sitzt? Regeltechnisch wäre das dann wie der unbewußte Einsatz von GG zu handhaben? ;)
In letzter Konsequenz heißt das wohl einfach: Wenn der Gott Dir helfen will, tut er es, ansonsten mißlingt der EW:GG :lol:
Raistlin
20.09.2004, 12:05
Ich habe gerade noch einmal im Arkanum (S. 71) nachgelesen, demnach erhalten nur Anhänger von Göttern oder Naturgeistern sowie schwarze und weiße Hexer göttlich Gnade, Druiden hingegen erhalten keine!
Leider habe ich gerade kein Regelwerk hier, so daß ich da nicht nachlesen kann. Aber, daß z.B. Druiden keine GG erhalten können ist, mit Verlaub, Unfug. Die Götter würden sich ja selbst schaden, wenn sie die Druiden ignorieren würden (und umgekehrt). :silly:
Sollte diese Regel so drin stehen, ist es mit eine der ersten Regeln, die durch eine Hausregel gestrichen wird. :angry:
Hallo Raistlin!
Warum schaden sich die Götter selbst, wenn sie die Druiden ignorieren? Und warum sollte das umgekehrt genauso sein?
Von welchem Gott sollten Deiner Meinung nach denn Druiden Göttliche Gnade erhalten?
In gespannter Erwartung einer Antwort, Fimolas!
CrionBarkos
20.09.2004, 12:25
Und GG sollte nicht nur vom Glauben an eine Gottheit abhängen, sonder eher vom Handeln im Sinne einer Gottheit. Schließlich bekommt ein gläubiger einer Gottheit nicht für tägliches in die Kirche gehen, sondern für herausragende Taten...
Da hast Du recht. Allerdings genügt IMHO das Handeln allein nicht, sondern es muß ein Handeln im Sinne der Gottheit DURCH einen gläubigen Charakter sein, beides zusammen ist nötig. Und es muß auch wirklich etwas "besonderes" sein, die besagte Tat.
Raistlin:
>GG für gleichgültige Figuren ist völlig ok. Gleichgültig bedeutet einfach nur, >daß man keinem Gott huldigt, sondern die Götter als vorhandene, mächtige >Wesen wahrnimmt, die mit mir auch nichts zu tun haben (so
Ich will nun gewiss nicht den Regelfuchs spielen, aber "Abenteurer, die Anhänger von Göttern oder Totengeistern sind und nach den Massstaeben ihrer Glaubensgemeinschaft einen untadeligen Lebenswandel führen, können göttliche Gnade sammeln ... Außerdem sollten nur Spieler, die bewußt den treuen und ergebenen Anhänger einer Gottheit oder eines schamanistischen Glaubens spielen, mit der Gewährung von göttlicher Gnade rechnen können". Ich halte mich sicher nicht immer 100% an die Regeln, weil ich manchmal eine Hausregel "besser" finde, aber in dem Fall finde ich die Regel sehr passend. Die Aufmerksamkeit einer Gottheit ist etwas absolut super-besonderes, und nur jemand der ein Gläubiger ist, kann damit rechnen (und auch nur dann durch aussergewöhnliche Taten).
>Glauben ab. Sonst könnte ja ein Nothuns-Gläubiger auch nie von einem >anderen Gott GG erhalten, wenn er dessen Heiligtum vor der Entweihung >schützt.
Kann er auch nicht ...
Steffen
Abd al Rahman
20.09.2004, 12:25
Leider habe ich gerade kein Regelwerk hier, so daß ich da nicht nachlesen kann. Aber, daß z.B. Druiden keine GG erhalten können ist, mit Verlaub, Unfug. Die Götter würden sich ja selbst schaden, wenn sie die Druiden ignorieren würden (und umgekehrt). :silly:
Sollte diese Regel so drin stehen, ist es mit eine der ersten Regeln, die durch eine Hausregel gestrichen wird. :angry:
Hmm, ich finde das interessant. Bei uns gibt es GG nur von den Göttern an welche die Abenteurer auch glauben.
Viele Grüße
hj
Hallo!
Ich sehe das so wie hjmaier. Im Arkanum steht auf Seite 71, dass der Abenteurer nach dem Ansammeln von Göttlicher Gnade darauf hoffen kann, dass sein "übernatürlicher Schutzherr" ihm in der Not beisteht. Dies bedeutet meines Erachtens, dass man auch lediglich von dem jeweils verehrten Gott Göttliche Gnade erhält. Schließlich dürfte auch ein Irindar-Anhänger sich Göttliche Gnade bei seinem Gott verdienen, wenn er ein Laran-Heiligtum vor der Schändung durch eine Horde von Dämonen bewahrt; wenn er stattdessen Göttliche Gnade von Laran erhalten würde, müsste man sich ja alle erhaltenen Gnadepunkte von diversen Göttern separat notieren und gegebenenfalls in einer Notsituation eine wahre Anrufungorgie durchfühen ("Ach, ich habe ja noch einen Punkt Göttliche Gnade von so einem komischen Totemgeist, welchem ich vor Jahren mal einen Dienst erwiese habe...").
Dies sollte auch innerhalb eines Pantheons so gehandhabt werden; schließlich ist es auch im Interesse Irindars und seiner Anhänger, wenn Vana einen größeren Einfluss in den Grenzregionen zu Clanngadarn durch etwa Klöster oder Schreine erhält und somit einer weiteren Bekehrung zu den anderen albischen Göttern den Weg bereitet.
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Raistlin
20.09.2004, 12:54
Also Druiden wissen, daß es Götter gibt, einigen von denen haben die Druiden selbst erst zu Anhängern und einem Kult verholfen. Warum sollten die Druiden die Götter oder die Götter die Druiden ignorieren? Scham?? :confused:
Ich denke halt, GG ist etwas, daß von einem Gott für außergewöhnliche Taten im Sinne dieses Gottes verliehen wird. Und wenn der Charakter nicht mal weiß, daß er die ganze Zeit im Sinne eines Gottes handelt, dabei aber in keinster Weise dem Kult angehört, oder dem Gott persönlich huldigt, dann kann der Gott trotzdem von sich aus kommen, und diese Bereitschaft mit GG honorieren! GG ist imho sowieso nur ein spieltechnisches Hilfskonstrukt und die Wege der Götter sind unergründlich.
Ich kann verstehen, daß ein gleichgültiger Charakter keine Questen, Pilgerfahren oder große Opfer versprechen wird, aber die "nackte" GG sollte auch bei so einem Charakter funktionieren, da der Gott dann halt "einfach so" eingreift, ohne daß er speziell angerufen wurde. Er hat einfach Interesse.
KoschKosch
20.09.2004, 13:05
Ggf. könnten sich ja bei einer Verwendung von GG auch die verschiedenen Götter, bei denen man GG gesammelt hat, gleichzeitig dem Anrufenden (dem Abenteurer) zuwenden und die Hilfewirkungen dieser würde sich addieren. Allerdings könnten die sich rein theoretisch auch gegenseitig behindern bei ihrem Eingreifen... ;)
Hallo Raistlin!
Unsere Meinungsverschiedenheiten beruhen nicht allein auf der Tatsache, dass ich die vorhandenen Regeln hier streng auslege, sondern auch darauf, dass die Druiden als Bewahrer der Mittelwelten weder den Göttern noch den finsteren Mächten nahe stehen, sondern das labile Gleichgewicht zu bewahren versuchen. Wieso ein Druide Deiner Aussage nach einem Gott zu Anhängern und einem Kult verhelfen sollte, ist mir in dieser Hinsicht äußerst schleierhaft und keinesfalls nachvollziehbar; dann könnte er ebensogut die Verbreitung von Dämonenkulten fördern, um der Macht der Lichtgötter ein Gegengewicht entgegenzusetzen.
Darüber hinaus habe ich in meinem letzten Beitrag deutlich gemacht, dass meines Erachtens man nur Göttliche Gnade von dem jeweils verehrten Wesen erhalten kann; da Druiden keine höheren Wesenheiten verehren, können sie demnach auch keine Göttliche Gnade erhalten.
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Raistlin
20.09.2004, 14:31
@Fimolas: Wie siehst Du es mit den Druiden in Erainn und Nathir? GG oder !GG?
Hallo Raistlin!
Zitat aus dem Arkanum, Seite 73: "Abenteurer aus Erainn hängen zwar einem druidischen Glauben an, genießen aber den besonderen Schutz Nathirs und können sich bei dieser übernatürlichen Macht göttliche Gnade erwerben." Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass die Weisen Frauen Erainns, obwohl sie Heilerinnen sind, bei dem Erwerb und dem Einsatz von Göttlicher Gnade Priestern gleichgestellt sind.
Vielleicht sollten wir die Diskussion fortführen, wenn Du die betreffenden Textstellen in den Regelwerken gelesen hast.
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Raistlin
20.09.2004, 16:16
Ja, nur wieso sollte ein erainnischer Druide, der ja deutlich dem druidischen Glauben anhängt, und somit in diese Klausel fällt, damit GG erhalten (oder nicht, dann aber warum die anderen Erainner?), während seine Kollegen aus Alba oder Clanngardan bei den Göttern nichts reißen können?
Du siehst das Problem?
Daher ist GG für mich nur ein spielerisches Hilfsmittel aber kein absoluter Wert. Jeder Gott darf jedem Charakter helfen, sogar Dämonen dürfen das mit denjenigen, denen sie sich verbunden sehen, und am Ende benutzt man halt den GG-Mechanismus, aber das Wie das so im Hintergrund abläuft, ist eine ganz andere Sache...
Darum: kein Charakter wird benachteiligt, sondern nur die besonders Gläubigen und besonders den Göttern oder übernatürlichen Wesen verbundenen Charaktere bekommen einen kleinen Vorteil in Form von mehr und häufigerer GG. Einfach oder? :D
Hallo Raistlin!
Druiden aus Erainn erhalten ebenfalls keine Göttliche Gnade, lediglich, wie beschrieben, die Weisen Frauen, da diese als Priesterinnen Nathirs agieren und es sich bei Nathir um die Personifikation einer sakralen Wesenheit handelt. Druiden verehren keine höheren Wesenheiten, demnach erhalten sie auch keine Göttliche Gnade.
Ich sehe sehr wohl Dein Problem, weshalb ich bereits geschrieben habe, dass sich bei uns zwei völlig unterschiedliche Weltanschauungen treffen: Während meine eng an dem Midgard-Regelwerk angelehnt ist, vertrittst Du eine eigenständige, welche Du in Deinem letzten Beitrag sehr schön darlegst. Von diesen zwei unterschiedlichen Standpunkten aus ist es nahezu unmöglich, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden.
Mit einer Hausregel ist es garkein Problem, die von Dir vertretene Ansicht ins Spiel zu übernehmen; auf die Midgard-Regeln kannst Du Dich dabei allerdings nicht berufen.
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Raistlin
21.09.2004, 00:13
Doch, natürlich kann ich mich da auf die Regeln berufen ;)
DFR S9, linke Spalte, 2. Absatz.
Der Gesunde Menschenverstand in diesem Beispiel ist doch wohl, daß Götter unberechenbar und zu allem fähig sind, selbst GG an Ungläubige zu verteilen! Sonst wären es doch keine Götter sondern einfach nur noch berechenbare Wesen...
Im Endeffekt kann der SL immer ein göttliches Wunder wirken lassen, wenn er denkt, daß ein Gott auf den Ungläubigen aufmerksam wurde, und ihm helfen will. Mit dem Mechanismus der GG kann man das Wirken der Götter halt einfacher und weniger willkürlich sondern eher zufällig darstellen.
Der eigentliche Unterschied ist hier wahrscheinlich, ob man die GG als absoluten Wert innerhalb der Regeln auffaßt, oder nur als ein Hilfsmittel, um das Eingreifen der Götter mit einem Mechanismus abzubilden. Ich denke, es ist den Spielern gegenüber fairer, wenn sie selbst den Mechanismus in die Hand bekommen, anstatt ausschließlich von eventueller SL-Gnade abhängig zu sein, aber das ist nur meine Meinung und höchstens noch Durch S9 gedeckt. :worried:
Belchion
21.09.2004, 07:21
Regeltechnisch wäre das dann wie der unbewußte Einsatz von GG zu handhaben? Es gibt keinen unbewußten Einsatz von GG - GG ist das bewußte anrufen des eigenen Gottes um Hilfe in einer Notsituation. Götter, Schicksal und der Spielleiter können natürlich auch in anderen Situationen und aus sonstigen Gründen eingreifen, das hat aber nichts mit GG gemäß MIDGARD-Regeln zu tun.
Anders als du sehe ich GG nicht als allgemeinen regeltechnischen Vorteile für heroisches Verhalten (welches die MIDGARD-Macher laut DFR ohnehin erwarten), sondern ein Ausgleich für die Nachteile die eine besonders gläubige SpF während des Spiels. Ein allgemeiner Heldenbonus wäre eher die Schicksalsgunst.
Oder aber, wenn der Charakter durch andauernde Taten den Gott so in Verlegenheit bringt, daß er ihn einfach belohnen muß, Ich bezweifle, dass ein Gott sich in irgendeinem dazu gezwungen sieht einem Menschen zu helfen, sie lassen sich gelegentlich dazu herab um zu zeigen, dass ihnen ihre Gläubigen am Herzen liegen. Es ist aber kein Anspruch.
Er wird von der Regierung nicht belästigt, und fragt auch von sich aus da nicht nach. Aber wenn ein Polizist ihm Hilfe anbietet, warum sollte er sie ablehnen? Ein Polizist ist nicht die Regierung. Übertragen auf MIDGARD und Götter wäre ein Polizist der Regierung mit einem Priester des Gottes zu vergleichen. Ein Polizist kann einem Obdachlosen eine Tüte Brötchen ausgeben, das tut er dann aber nicht im Auftrag der Regierung sondern weil er ein netter Mensch ist. Ein Priester kann einem Abenteurer Geld für eine Tat anbieten, das tut er dann aber weil die SpF eben gleichgültig ist und anstelle der Belohnung durch das höhere Wohlwollen des Gottes.
Wenn du dein Beispiel mit der Regierung auf göttliche Gnade anwenden wolltest, so müsste der Obdachlose sich schon direkt an den Petitionsausschuß (oder eine vergleichbare Institution) wenden um dort für sich ein einmaliges Ausnahmegesetz zu erwirken - denn genau das ist die Wirkung der göttlichen Gnade, durch göttliches Eingreifen wird eine Spielregel einmalig zugunsten und auf Wunsch der SpF außer Kraft gesetzt.
Leider habe ich gerade kein Regelwerk hier, so daß ich da nicht nachlesen kann. Aber, daß z.B. Druiden keine GG erhalten können ist, mit Verlaub, Unfug. Die Götter würden sich ja selbst schaden, wenn sie die Druiden ignorieren würden (und umgekehrt). Götter ignorieren Druiden ja nicht - sie sehen nur nicht ein warum sie Leuten helfen sollten von denen sie normalerweise auch keine Unterstützung bekommen und die nicht demütig darum bitten. Denn die Gläubigen sind ja bekanntlich das Lebenselixier eines Gottes, von daher ist durchaus verständlich warum die Götter diesen eine besondere Aufmerksamkeit widmen. Wenn die Götter hingegen jedem hülfen wäre es weniger attraktiv sie anzubeten - tausche Lobpreisung gegen Fürsorge, sozusagen.
viele Grüße
Onno
Isaldorin Marcallo
21.09.2004, 09:38
Regeltechnisch wäre das dann wie der unbewußte Einsatz von GG zu handhaben? Es gibt keinen unbewußten Einsatz von GG - GG ist das bewußte anrufen des eigenen Gottes um Hilfe in einer Notsituation. Götter, Schicksal und der Spielleiter können natürlich auch in anderen Situationen und aus sonstigen Gründen eingreifen, das hat aber nichts mit GG gemäß MIDGARD-Regeln zu tun.
Da ist doch schon der wichtige Punkt. Da ein Druide niemals Culsu um Hilfe anflehen würde, ist es doch gleich ob er GG hat oder nicht. Er kann sie niemals einsetzen......
Durch das Götter ungebundene Verhalten der Druiden werden sie auch ebenso oft in Situationen kommen, in denen man ihnen die verdienten Punkte wieder absprechen kann, also lasst es doch so wie es ist ;)
gruß Isaldorin
Kazzirah
21.09.2004, 10:39
Nun ja, das Regelwerk ist da durchaus recht eindeutig:
a) Prinzipiell gibt es nur GG für direkte Anhänger einer Schutzgottheit/geistes.
b) In Ausnahmefällen gibt es Abweichungen von der Regel.
(Die einschlägigen Stellen wurden hier ja schon mehrfach angeführt.)
In Bezug auf den genannten Anhänger eines druidischen Kultes, der nicht Nathir verehrt, heißt dass, dass er unter normalen Umständen gemäß der Regeln keine GG erhält. Unter bestimmten Ausnahmebedingungen jedoch durchaus erhalten darf.
Das Problem bliegt hier wohl eher darin, wie das Glaubenskonzept für Midgard bei den einzelnen Diskutanten ausgestaltet ist.
Ich sehe da die beiden Extrempole:
- Exklusiver Glaube - Wer an einen Gottheit glaubt, darf keiner anderen Gottheit huldigen. (Höchstens denen des gleichen Pantheons)
- Freier Glaube - Ein Einwohner Midgards kann sich situationsabhängig an eine "zuständige" Gottheit wenden, von der er sich am meisten Erfolgsaussichten verspricht.
Dazwischen gibt es durchaus verschiedene Abstufungen.
Ich persönlich neige eher zur zweiten Variante und vergebe dementsprechend GG nach verschiedenen Gottheiten. Für die Gottheit ist dabei vor allem entscheidend, ob die Handlung
a) in ihrem Wirkungsbereich stattfand und
b) diese den Zielen der Gottheit einen wichtigen Vorschub geleistet hat.
Uninteressant aus Sicht der Gottheit ist bei mir, ob der Empfänger der Gnade dies überhaupt haben will. Aber im großen Schachspiel der Götter wird auch mal ein "Ungläubiger" als Schachfigur eingesetzt. Und der kriegt dann auch eine Belohnung dafür, wenn er einen guten Zug gemacht hat.
Hallo Raistlin!
Wie willst Du denn mit "gesundem Menschenverstand" etwas erklären, was über den gesunden Menschenverstand hinausgeht?
Die von Dir zitierte Regelpassage soll dafür sorgen, dass offensichtlich unlogische und irrsinnige Situationen auf Grund von starrer Auslegung der Spielregeln von dem Spielleiter übergangen und geglättet werden können. Darüber hinaus gibt sie dem Spielleiter die Möglichkeit, nach seinen Vorstellungen lenkend in ein Spiel einzugreifen, indem er sich über die Spielregeln hinwegsetzt. Da allerdings das Wesen der Götter eine überaus subtile und persönliche Glaubenssache eines jeden Einzelnen von uns ist, verbitte ich mir solche Aussagen, wonach man mit dem "gesunden Menschenverstand" das Wesen von Göttern begreifen kann; dies ist meines Erachtens völlig vermessen und unangebracht.
Es liegt als Spielleiter in Deiner Hand, welchem Abenteurer Du von welchem Gott wieviel Göttliche Gnade zukommen lässt; selbiges trifft auf mich zu. Wir vertreten unterschiedliche Standpunkte und jeder von uns wird seine Auffassung der Regeln und des Wesens der Götter in seine Art der Spielleitung einfließen lassen. Ich berufe mich dabei auf die Spielregeln, Du auf Deinen gesunden Menschenverstand.
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Raistlin
21.09.2004, 22:30
Wie willst Du denn mit "gesundem Menschenverstand" etwas erklären, was über den gesunden Menschenverstand hinausgeht?
Wieso sollte es darüber hinaus gehen? Entweder ich kann mir als SL etwas darunter vorstellen, wie und warum ein Gott etwas tut oder läßt, oder es ist reine Willkür.. Oder aber es ist Zufall, und dann darf man sich ja auch eines (meiner Ansicht nach zu sehr eingeschränkten) funktionierenden Mechanismus bedienen, diesen darzustellen.
Die von Dir zitierte Regelpassage soll dafür sorgen, dass offensichtlich unlogische und irrsinnige Situationen auf Grund von starrer Auslegung der Spielregeln von dem Spielleiter übergangen und geglättet werden können. Darüber hinaus gibt sie dem Spielleiter die Möglichkeit, nach seinen Vorstellungen lenkend in ein Spiel einzugreifen, indem er sich über die Spielregeln hinwegsetzt.
Exakt meine Rede! Du hast mir die Worte da geradezu aus dem Mund oder der Tastatur genommen. Es ist halt ziemlich unlogisch, daß eine Figur von einem Gott ignoriert wird, nur weil sie den Gott nicht verehrt. Und die Form der Belohnung obliegt doch in diesem Fall dem Gott, oder?
Da allerdings das Wesen der Götter eine überaus subtile und persönliche Glaubenssache eines jeden Einzelnen von uns ist, verbitte ich mir solche Aussagen, wonach man mit dem "gesunden Menschenverstand" das Wesen von Göttern begreifen kann; dies ist meines Erachtens völlig vermessen und unangebracht.
Da ich mal stark davon ausgehen kann, daß hier jeder in der Lage ist, die fiktiven Midgard-Götter von einem realen Gottglauben zu trennen, würde ich sagen, ist es für den SL nicht nur angebracht sondern geradezu notwendig sich auch in einen Midgard-Gott hinein versetzen zu können. Das das schon einmal ein Schock für das persönliche Glaubensbild eines gläubigen Bewohners Midgards sein kann ist dabei durchaus kalkuliert. Hierzu empfehle ich auch mal die Lektüre von "Einfach Göttlich" von Terry Pratchett. ;)
Es liegt als Spielleiter in Deiner Hand, welchem Abenteurer Du von welchem Gott wieviel Göttliche Gnade zukommen lässt; selbiges trifft auf mich zu. Wir vertreten unterschiedliche Standpunkte und jeder von uns wird seine Auffassung der Regeln und des Wesens der Götter in seine Art der Spielleitung einfließen lassen. Ich berufe mich dabei auf die Spielregeln, Du auf Deinen gesunden Menschenverstand.
Es ist mir schon klar, daß wir da unterschiedliche Standpunkte vertreten. Beide sind aber, wie jetzt festgestellt, völlig regelgerecht und stellen nur verschiedene Arten der Auslegung dar, wie man Götter im Spiel handhaben sollte. Meine Götter auf Midgard tendieren ein wenig mehr zum menschlichen (wie in etwa die Griechischen oder Nordischen Götter, mit all ihren Fehlern und Albernheiten), und Deine Götter scheinen mir da starrer in Ihren Kulten und Riten eingebunden.
Da ich hierüber keine Wertung fällen möchte, denke ich können wir es dabei belassen, oder müssen wohl so langsam einen neuen Strang aufmachen, um das Wesen der Götter tiefer gehend zu erörtern.
Hallo!
Was haltet Ihr von der Idee, für Opfer und Spenden von Gläubigen an ihre Götter Göttliche Gnade zu verteilen?
Als Beispiel dient mir das Versprechen eines großen Opfers (mindestens 2000 GS) in einer Notsituation, um einen Punkt Göttliche Gnade zu erhalten (Midgard - Das Arkanum, Seite 73). Sind solche Opfer außerhalb einer Notsituation regeltechnisch gleichwertig und würden somit auch Göttliche Gnade einbringen?
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Ich würde keine feste Grenze ziehen (sonst wollen die Spieler GG wirklich nur kaufen), aber eine Prozentchance auf GG nach einem Opfer finde ich gut. Wenn 2000 GS als angemessen gelten, dann könnte man bei einer Spende von 1000 GS eine Chance von um die 50% einräumen, bei 2000 GS aber weniger als 100%. So eine Funktion ist zwar etwas komplizierter zu berechnen, aber meistens tut es eine einfache Näherung auch schon.
Solwac
Odysseus
14.02.2005, 18:15
Ich würde die Vergabe von GG gegen Spenden/Opfer immer von der finanziellen Situation der jeweiligen Person abhängig machen, also eher eine prozentuale Messung durchführen. Wer viel hat, muß auch viel spenden, um die Aufmerksamkeit/den Segen seines Gottes zu erhalten...
Best,
der Listen-Reiche
Hallo!
Was haltet Ihr von der Idee, für Opfer und Spenden von Gläubigen an ihre Götter Göttliche Gnade zu verteilen?
Als Beispiel dient mir das Versprechen eines großen Opfers (mindestens 2000 GS) in einer Notsituation, um einen Punkt Göttliche Gnade zu erhalten (Midgard - Das Arkanum, Seite 73). Sind solche Opfer außerhalb einer Notsituation regeltechnisch gleichwertig und würden somit auch Göttliche Gnade einbringen?
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!Duch das Versprechen bekommt ja eigentlich nicht einen Punkt GG, sondern einen Bonus auf den EW: (eingesetze GG).
Bei mir wäre das mit dem Opfer allerdings eher relativ zu den Möglichkeiten zu sehen. Wenn jemand zigtausend GS besitzt wären mir die 2000GS zu wenig. Das Opfer sollte für den Char ein wirkliches Opfer sein. Das soll aber nicht bedeuten, daß jemand der nur wenig hat auch nur wenig opfern muß. Was man nicht hat kann man ja noch besorgen...
Ja, die Idee finde ich gut. Wenn jemand, der auch sonst recht gottgefällig handelt, ordentlich spendet, könnte er dafür auch GG erhalten. Jemand, der allerdings sonst nicht besonders gottgefällig handelt, sollte sich nicht so leicht GG erkaufen können. Der muß dann eben besonders viel spenden...
Ich würde da aber keine feste Regel einführen. Der Spieler muß nicht wissen, was er genau tun muß um GG zu erhalten. Und Götter sind recht launisch. Mal vergeben sie was, mal nicht...
Gruß
Tony
lendenir
14.02.2005, 18:41
Ich würde die Vergabe von GG gegen Spenden/Opfer immer von der finanziellen Situation der jeweiligen Person abhängig machen, also eher eine prozentuale Messung durchführen. Wer viel hat, muß auch viel spenden, um die Aufmerksamkeit/den Segen seines Gottes zu erhalten...
Best,
der Listen-Reiche
Da wäre ich auch dafür.
Nur zum besseren Verständnis: Es muss nicht immer Gold sein, dass man dem Tempel spendet ;)
Solange es ein echtes Opfer ist (also in gewisser Weise "wehtut"), kann man evtl. Göttliche Gnade dafür bekommen.
lendenir
Die 2000GS als Opfer für ein +1 auf den EW:GG sehe ich ebenfalls nur als einen Anhaltspunkt. Auch da sollte ein "angemessenes" Opfer nötig sein.
Solwac
Isaldorin Marcallo
14.02.2005, 21:11
Also ich finde den Vorschlag nicht gut.
Das "kaufen" von Göttlicher Gnade erinnert mich an die Zeit der Ablaßbriefe und riecht verdammt nach einem Kuhhandel.
Ich fände es als einmalige Aktion ok, aber dabei sollte es auch bleiben.
Sofern der Char ein Gläubiger ist und über genügend große Geldmittel verfügt, gehe ich davon aus, dass er sowieso einen Teil an seinen Kult/Glaubensgemeinschaft spendet.........
GG kaufen, pah!
gruß Isaldorin
Hornack Lingess
14.02.2005, 22:32
Hallo!
Was haltet Ihr von der Idee, für Opfer und Spenden von Gläubigen an ihre Götter Göttliche Gnade zu verteilen?
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Nichts. Die Begründung hat Tony in seinem ersten Satz geliefert: ein großes Opfer gibt einen Bonus auf den EW. Mehr nicht. Man sollte nicht in guten Zeiten bereits GG kaufen können.
Hornack
Isaldorin Marcallo
14.02.2005, 23:21
Hallo!
Was haltet Ihr von der Idee, für Opfer und Spenden von Gläubigen an ihre Götter Göttliche Gnade zu verteilen?
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!
Nichts. Die Begründung hat Tony in seinem ersten Satz geliefert: ein großes Opfer gibt einen Bonus auf den EW. Mehr nicht. Man sollte nicht in guten Zeiten bereits GG kaufen können.
Hornack
:clap:
Meine absolute Zustimmung....
Bruder Buck
14.02.2005, 23:23
Hallo!
Was haltet Ihr von der Idee, für Opfer und Spenden von Gläubigen an ihre Götter Göttliche Gnade zu verteilen?
Als Beispiel dient mir das Versprechen eines großen Opfers (mindestens 2000 GS) in einer Notsituation, um einen Punkt Göttliche Gnade zu erhalten (Midgard - Das Arkanum, Seite 73). Sind solche Opfer außerhalb einer Notsituation regeltechnisch gleichwertig und würden somit auch Göttliche Gnade einbringen?
Mit freundlichen Grüßen, Fimolas!Duch das Versprechen bekommt ja eigentlich nicht einen Punkt GG, sondern einen Bonus auf den EW: (eingesetze GG).
Bei mir wäre das mit dem Opfer allerdings eher relativ zu den Möglichkeiten zu sehen. Wenn jemand zigtausend GS besitzt wären mir die 2000GS zu wenig. Das Opfer sollte für den Char ein wirkliches Opfer sein. Das soll aber nicht bedeuten, daß jemand der nur wenig hat auch nur wenig opfern muß. Was man nicht hat kann man ja noch besorgen...
Ja, die Idee finde ich gut. Wenn jemand, der auch sonst recht gottgefällig handelt, ordentlich spendet, könnte er dafür auch GG erhalten. Jemand, der allerdings sonst nicht besonders gottgefällig handelt, sollte sich nicht so leicht GG erkaufen können. Der muß dann eben besonders viel spenden...
Ich würde da aber keine feste Regel einführen. Der Spieler muß nicht wissen, was er genau tun muß um GG zu erhalten. Und Götter sind recht launisch. Mal vergeben sie was, mal nicht...
Gruß
Tony
Zusammen mit Tonys Ausführungen hier würde ich ein solches, echtes Opfer für GG zulassen. Wenn ein sehr gläubiger Charakter auf eine Menge Geld / Besitz verzichtet, für die er sonst lernen könnte (bitte nie vergessen: Das kostet in Midgard ja immer recht viel!), dann könnte ihm das seine Gottheit gewogener machen.
Allerdings, wie Tony auch schreibt, braucht es dafür eine sensible Spielleiterentscheidung, damit eben nicht die Anrüchigkeit der Ablassbriefe entsteht.
Euer
Bruder Buck
Es sollte auch immer so sein, dass zuerst das Opfer erfolgt und dann die Möglichkeit für GG besteht. Als SL würde ich einen Kauf von GG nicht zulassen. Wenn ein Spieler etwas opfert und auf GG spekuliert, dann sei ihm das unbenommen. Vielleicht klappt es ja.
Solwac
Bruder Buck
14.02.2005, 23:34
Es sollte auch immer so sein, dass zuerst das Opfer erfolgt und dann die Möglichkeit für GG besteht. Als SL würde ich einen Kauf von GG nicht zulassen. Wenn ein Spieler etwas opfert und auf GG spekuliert, dann sei ihm das unbenommen. Vielleicht klappt es ja.
Solwac
Ja, das ist die treffliche Kurzform von meinem Gebrabbel oben. ;)
Vielleicht etwas strikter in der Auslegung, aber sinngemäß.
Isaldorin Marcallo
15.02.2005, 17:58
Es sollte auch immer so sein, dass zuerst das Opfer erfolgt und dann die Möglichkeit für GG besteht. Als SL würde ich einen Kauf von GG nicht zulassen. Wenn ein Spieler etwas opfert und auf GG spekuliert, dann sei ihm das unbenommen. Vielleicht klappt es ja.
Solwac
Solwacs Ausführungen sind für mich auch nachvollziehbar. Somit entfällt ein wirkliches "kaufen".
gruß Isaldorin
CrionBarkos
15.02.2005, 18:08
Ich habe auch wenig geleitet in der Vergangenheit Airlag http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif Ausserdem spielst zu doch meistens eh Atheisten http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif Die kriegen keine GG nicht :nono:
Hmmm, allgemein finde ich, dass Atheisten in einer mittelalterlichen Welt extrem ungewöhnlich sind. Meistens in der Nähe brennender Scheiterhaufen anzutreffen, wenn überhaupt :-)
Was die eigentliche Frage angeht:
Die GG-Vergabe mach ich meist "spontan". Wobei ich da bisher eher geizig war. Aber prinzipiell sollte die Richtlinie schon sein (denk ich), dass
der Char a) etwas im Sinne seines Gottes tun, b) dabei etwas riskieren.
Wobei ich bei b) auch mal ein Auge zudrücke. Aber insgesamt hab ich vielleicht grad mal 4-5x GG vergeben bisher, wenn ich mich recht entsinne.
Steffen
Hallo!
Mittlerweile bin auch ich wieder von meiner Idee abgerückt. Es war dennoch schön, Eure Meinungen zu diesem Vorschlag zu lesen.
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
Shayleigh
23.10.2005, 12:21
Mae govannen!
Ich habe mir vor kurzem eine Naturhexe ausgewürfelt. Naturhexen/-hexer können druidischen oder schamanistischen Glaubens sein.
Nun stellt sich die Frage, ob ein NHx Göttliche Gnade erhalten kann.
Ich wäre sehr an Eurer Meinung zu diesem Thema interessiert...
Viele Grüße
Shayleigh
Isaldorin Marcallo
27.10.2005, 15:34
@Shayleigh
Da der Naturhexer Mentoren (Buluga QB Seite 37 ff) und keinen Götter oder Totemgeistern (Ark. Seite 71) anhängt kann er aus meiner Sicht keine Göttliche Gnade ansammeln.
Im Buluga QB wird ausdrücklich von Mentoren geredet, die das Arkanum nicht in seine Liste miteinschließt.
gruß Isaldorin
Hallo Yiska!
Man kann doch auch GG von anderen Göttern erhalten.. oder können Elfen keine GG bekommen??Streng genommen können Elfen keine GG erhalten, da sie dem druidischen Glauben anhängen. Dies gilt auch für druidisch glaubende Menschen (Ausnahme: Nathir in Erainn (Midgard - Das Arkanum, Seite 73)).
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
KoschKosch
27.10.2005, 16:51
Nicht von ihrem eigenen Gott - sie haben ja keinen - aber sehr wohl von anderen, denen sie im Laufe ihrer Abenteurerlaufbahn einen Dienst erwiesen haben.
So hab ich es immer verstanden/gemacht. Ist das falsch???
Gruß, Kosch
Nicht von ihrem eigenen Gott - sie haben ja keinen - aber sehr wohl von anderen, denen sie im Laufe ihrer Abenteurerlaufbahn einen Dienst erwiesen haben.
So hab ich es immer verstanden/gemacht. Ist das falsch???
Gruß, Kosch
Ja, ich befürchte, du machst es falsch. Nur Figuren, die an einen Gott glauben können mit göttlicher Gnade rechnen. GG ist eine Regel für gottesfürchtige SCs und keine Regel, die für alle SCs als Auffangnetz dient. Für letzteres gibt es die Schicksalsgunst.
lendenir
27.10.2005, 20:34
Themen zusammengeführt.
lendenir
Evil Batwolf
27.10.2005, 20:53
Nicht von ihrem eigenen Gott - sie haben ja keinen - aber sehr wohl von anderen, denen sie im Laufe ihrer Abenteurerlaufbahn einen Dienst erwiesen haben.
So hab ich es immer verstanden/gemacht. Ist das falsch???
Gruß, Kosch
Ja, ich befürchte, du machst es falsch. Nur Figuren, die an einen Gott glauben können mit göttlicher Gnade rechnen. GG ist eine Regel für gottesfürchtige SCs und keine Regel, die für alle SCs als Auffangnetz dient. Für letzteres gibt es die Schicksalsgunst.
Obwohl ich mir bei besonders großen Taten (=Elf rettet die Welt/den Gott vor dem Nirvana/die Tochter des Gottes vor einem finsteren Dämonenlord) durchaus vorstellen könnte, dass auch "Religionsfremde" ausnahmsweise Göttliche Gnade erhalten können. Gottesfürchtigen SC sollte dies aber deutlich leichter - wenn auch nicht leicht - fallen.
Gruß
EB
Ich vergebe einfach an alle die GG (wenn ich es nicht vergesse :lookaround: ), allerdings möchte ich vom Spieler einer nicht passend gläubigen Figur eine wirklich gute Begründung haben, warum er sie einsetzen möchte. Das macht es mir einfacher und zeigt dem Spieler, dass sich Sa spenden lohnt. ;)
Solwac
Gestern vergab ich an einem Ormutspriester mal wieder GG, aber erstmal ein Spoiler für Sturm über Mokattam
In "des Teufels Harem" war die Gruppe am Schluss zu geschwächt um noch gegen den Dämon der sich als Alaman ausgibt anzukommen. Er stellte sie vor die Wahl, Tod oder Treueschwur (mit Ring...). Da der Priester trotzdem Standhaft blieb (während der Rest lieber die Treue schwor..) beschloß ich als SL, das Ormut ihn schützte, außerdem bekam er 2 GG von mir (2 weil Priester). Den anderen hätte ich bei gleichem Verhalten 1 GG verpaßt.
Prados Karwan
27.10.2005, 21:22
@Shayleigh
Da der Naturhexer Mentoren (Buluga QB Seite 37 ff) und keinen Götter oder Totemgeistern (Ark. Seite 71) anhängt kann er aus meiner Sicht keine Göttliche Gnade ansammeln.
Im Buluga QB wird ausdrücklich von Mentoren geredet, die das Arkanum nicht in seine Liste miteinschließt.
gruß Isaldorin
Das Buluga-QB sagt ganz ausdrücklich, dass einer der Mentoren des Naturhexers ein Tiertotem sein muss (BUL, S. 38). Naturhexer sind also gläubige Anhänger eines Tiertotems und können dementsprechend göttliche Gnade sammeln. Allerdings werden sie dabei wie ein normaler Abenteurer und nicht wie ein Schamane behandelt. Nach gottgefälligen Taten erhalten sie lediglich einen Zuwachs von +1. Begründet ist dies in der schwächeren Bindung zwischen Naturhexer und Mentor, die sich beispielsweise in der Unfähigkeit des Naturhexers zeigt, Wundertaten zu zaubern.
Grüße
Prados
Hallo Prados!
Naturhexer sind also gläubige Anhänger eines Tiertotems und können dementsprechend göttliche Gnade sammeln.Du bist also der Meinung, dass dieser Aspekt höher gewichtet werden sollte als der druidische Glaube eines Elfen?
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
@Fimolas: Wenn es sich um eine Elfe handelt, dann sollte das Vorrang haben. Die von Prados zitierte Passage bezieht meiner Meinung nach sich auf den Normalfall (?) eines Menschen aus Buluga.
Solwac
Prados Karwan
27.10.2005, 21:53
Hallo Prados!
Naturhexer sind also gläubige Anhänger eines Tiertotems und können dementsprechend göttliche Gnade sammeln.Du bist also der Meinung, dass dieser Aspekt höher gewichtet werden sollte als der druidische Glaube eines Elfen?
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
Wie kommst du von meinem Beitrag auf Elfen, muss ich etwas dumm fragen? Habe ich etwas übersehen?
Grüße
Prados
Hallo Prados!
Wie kommst du von meinem Beitrag auf Elfen, muss ich etwas dumm fragen? Habe ich etwas übersehen?Isaldorin bezog sich auf den folgenden Beitrag von Shayleigh: Naturhexer und Göttliche Gnade? (http://www.midgard-forum.de/forum/showpost.php?p=658779&postcount=70)
Entschuldige bitte, ich habe etwas übersehen: Die Diskussion habe ich ursprünglich mit Shayleigh angestoßen, da sie eine elfische Naturhexe erstellt hat. Allerdings hat sie ihre obige Anfrage nicht spezifisch für Elfen gestellt. Dennoch interessiert mich genau dieser Fall.
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
Prados Karwan
27.10.2005, 22:09
Ah, nun ist der Punkt klarer. Allerdings mag ich darauf derzeit noch keine Antwort geben, jedenfalls keine fundierte. Persönlich würde ich deine Frage allerdings mit ja beantworten: Letztlich entscheidet der Gott oder das höhere Wesen darüber, wem es seine Gnade gewähren möchte. Dabei dürfte es ihm egal sein, ob die Anhängerin kurze oder spitze Ohren besitzt, 60 Jahre alt werden kann oder unsterblich ist. Die Gnade wird unabhängig davon gewährt, aber es ist die jeweilige Einstellung der Spielerfigur, die entscheidet, ob diese Gnade auch akzeptiert, sprich verwendet wird.
Grüße
Prados
Isaldorin Marcallo
28.10.2005, 00:10
Ah, nun ist der Punkt klarer. Allerdings mag ich darauf derzeit noch keine Antwort geben, jedenfalls keine fundierte. Persönlich würde ich deine Frage allerdings mit ja beantworten: Letztlich entscheidet der Gott oder das höhere Wesen darüber, wem es seine Gnade gewähren möchte. Dabei dürfte es ihm egal sein, ob die Anhängerin kurze oder spitze Ohren besitzt, 60 Jahre alt werden kann oder unsterblich ist. Die Gnade wird unabhängig davon gewährt, aber es ist die jeweilige Einstellung der Spielerfigur, die entscheidet, ob diese Gnade auch akzeptiert, sprich verwendet wird.
Grüße
Prados
Dann hat das ganze aber nix mehr mit der Klasse/Glaube des Chars zu tun, sondern hängt vom SL und dessen Bilder der Götter etc. ab......
Isaldorin Marcallo
28.10.2005, 00:20
Ein weiterer Punkt der gegen den Erwerb von Göttlicher Gnade spricht ist auf Seite 39 des Buluga QB zu finden
Im Gegensatz zu Schamanen kann ein Naturhexer keine Wunder wirken, da seine Mentoren aus der Geisterwelt zu schwach sind oder, im Fall von Totemgeistern, die Bindung zwischen Zauberer und Mentor nicht intensiv genug ist, dass der übernatürliche Helfer direkt magisch eingreifen kann.....
Sicherlich könnte man sagen, dass der Nhx durch gottgefälliges Handeln von anderen Göttern / Wesen GG ansammeln kann, aus meiner Sicht nicht von seinen tierischen Mentoren. Da würde ich ihn wie den grauen Hexer ansehen...
gruß Isaldorin
Prados Karwan
28.10.2005, 00:28
Ah, nun ist der Punkt klarer. Allerdings mag ich darauf derzeit noch keine Antwort geben, jedenfalls keine fundierte. Persönlich würde ich deine Frage allerdings mit ja beantworten: Letztlich entscheidet der Gott oder das höhere Wesen darüber, wem es seine Gnade gewähren möchte. Dabei dürfte es ihm egal sein, ob die Anhängerin kurze oder spitze Ohren besitzt, 60 Jahre alt werden kann oder unsterblich ist. Die Gnade wird unabhängig davon gewährt, aber es ist die jeweilige Einstellung der Spielerfigur, die entscheidet, ob diese Gnade auch akzeptiert, sprich verwendet wird.
Grüße
Prados
Dann hat das ganze aber nix mehr mit der Klasse/Glaube des Chars zu tun, sondern hängt vom SL und dessen Bilder der Götter etc. ab......
Es hängt immer noch entscheidend vom Glauben der Spielerfigur ab, denn aus dem Glauben ergeben sich gewisse Handlungsvorgaben. Werden diese über Gebühr erfüllt, kann der SL dafür göttliche Gnade verteilen. Diese göttliche Gnade wird verteilt, ob der Spieler dies für seine Figur will oder nicht. Der Spieler kann sich aber aufgrund der Einstellung seiner Figur entscheiden, ob er die göttliche Gnade anwenden will oder nicht.
Grüße
Prados
Prados Karwan
28.10.2005, 00:31
Ein weiterer Punkt der gegen den Erwerb von Göttlicher Gnade spricht ist auf Seite 39 des Buluga QB zu finden
Im Gegensatz zu Schamanen kann ein Naturhexer keine Wunder wirken, da seine Mentoren aus der Geisterwelt zu schwach sind oder, im Fall von Totemgeistern, die Bindung zwischen Zauberer und Mentor nicht intensiv genug ist, dass der übernatürliche Helfer direkt magisch eingreifen kann.....
Sicherlich könnte man sagen, dass der Nhx durch gottgefälliges Handeln von anderen Göttern / Wesen GG ansammeln kann, aus meiner Sicht nicht von seinen tierischen Mentoren. Da würde ich ihn wie den grauen Hexer ansehen...
gruß Isaldorin
Du scheinst zu übersehen, dass jede Person göttliche Gnade ansammeln kann, die an einen Gott oder ein vergleichbares Wesen glauben. Es müssen keine Priester oder Schamanen sein, sondern göttliche Gnade kann auch durch religiöse Spitzbuben oder Waldläufer erlangt werden. Und dass Naturhexer eben nicht wie Schamanen bei der Menge der erlangten Gnade zu behandeln sind, habe ich bereits oben geschrieben - übrigens mit dem gleichen, wie von dir hier verwendeten Argument.
Grüße
Prados
Hallo Prados!
Allerdings mag ich darauf derzeit noch keine Antwort geben, jedenfalls keine fundierte. Persönlich würde ich deine Frage allerdings mit ja beantworten: Letztlich entscheidet der Gott oder das höhere Wesen darüber, wem es seine Gnade gewähren möchte. Dabei dürfte es ihm egal sein, ob die Anhängerin kurze oder spitze Ohren besitzt, 60 Jahre alt werden kann oder unsterblich ist. Die Gnade wird unabhängig davon gewährt, aber es ist die jeweilige Einstellung der Spielerfigur, die entscheidet, ob diese Gnade auch akzeptiert, sprich verwendet wird.Ich kann Deine Argumente sehr gut nachvollziehen und würde die Vergabe von Göttlicher Gnade ohne Regelkenntnis vermutlich auch so handhaben, doch impliziert die Ausnahmeregelung für druidisch glaubende Nathir-Anhänger (Midgard - Das Arkanum, Seite 73) eine andere Regelauslegung. Auch die Definition von Göttlicher Gnade auf Seite 296 lässt da nur wenig Spielraum.
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
Isaldorin Marcallo
28.10.2005, 09:22
Ein weiterer Punkt der gegen den Erwerb von Göttlicher Gnade spricht ist auf Seite 39 des Buluga QB zu finden
Im Gegensatz zu Schamanen kann ein Naturhexer keine Wunder wirken, da seine Mentoren aus der Geisterwelt zu schwach sind oder, im Fall von Totemgeistern, die Bindung zwischen Zauberer und Mentor nicht intensiv genug ist, dass der übernatürliche Helfer direkt magisch eingreifen kann.....
Sicherlich könnte man sagen, dass der Nhx durch gottgefälliges Handeln von anderen Göttern / Wesen GG ansammeln kann, aus meiner Sicht nicht von seinen tierischen Mentoren. Da würde ich ihn wie den grauen Hexer ansehen...
gruß Isaldorin
Du scheinst zu übersehen, dass jede Person göttliche Gnade ansammeln kann, die an einen Gott oder ein vergleichbares Wesen glauben. Es müssen keine Priester oder Schamanen sein, sondern göttliche Gnade kann auch durch religiöse Spitzbuben oder Waldläufer erlangt werden. Und dass Naturhexer eben nicht wie Schamanen bei der Menge der erlangten Gnade zu behandeln sind, habe ich bereits oben geschrieben - übrigens mit dem gleichen, wie von dir hier verwendeten Argument.
Grüße
Prados
Im Arkanum auf Seite 71 ist ganz klar nur die Rede davon, dass Anhänger von Göttern oder Totemgeistern GG sammeln können. Hinzu kommen die beiden Ausnahmeregelungen die Fimolas bereits genannt hat, nämlich die Erainner die Nathir anhängen und die Weisen Frauen.Sollte ein Nhx druidisch gläubig (bei schamanistischem Glauben gebe ich dir Recht) sein, so passt er nicht in diese Regelvorgabe und der Erhalt und Einsatz von Göttlicher Gnade wäre eine Hausregel.
Gruß Isaldorin
Prados Karwan
28.10.2005, 11:40
Hallo Prados!
Allerdings mag ich darauf derzeit noch keine Antwort geben, jedenfalls keine fundierte. Persönlich würde ich deine Frage allerdings mit ja beantworten: Letztlich entscheidet der Gott oder das höhere Wesen darüber, wem es seine Gnade gewähren möchte. Dabei dürfte es ihm egal sein, ob die Anhängerin kurze oder spitze Ohren besitzt, 60 Jahre alt werden kann oder unsterblich ist. Die Gnade wird unabhängig davon gewährt, aber es ist die jeweilige Einstellung der Spielerfigur, die entscheidet, ob diese Gnade auch akzeptiert, sprich verwendet wird.Ich kann Deine Argumente sehr gut nachvollziehen und würde die Vergabe von Göttlicher Gnade ohne Regelkenntnis vermutlich auch so handhaben, doch impliziert die Ausnahmeregelung für druidisch glaubende Nathir-Anhänger (Midgard - Das Arkanum, Seite 73) eine andere Regelauslegung. Auch die Definition von Göttlicher Gnade auf Seite 296 lässt da nur wenig Spielraum.
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
Nun bin ich etwas verwirrt, denn ich weiß nicht, worin du mir widersprechen willst.
Die Regeln sagen zunächst einmal eindeutig, dass Anhänger eines druidischen Glaubens keine göttliche Gnade erlangen können. Gleichzeitig erklären die Regeln eine Ausnahme für Abenteurer aus Erainn, die neben dem druidischen Glauben auch noch den Schutz Nathirs genießen und aus dieser Quelle göttliche Gnade erlangen können. Damit ist nachgewiesen, dass Anhänger eines druidischen Glaubens unter bestimmten Voraussetzungen eben doch göttliche Gnade bekommen können.
Nun betrachten wir den elfischen Naturhexer. Es dürfte recht klar sein, dass ein elfischer Naturhexer natürlich dem druidischen Glauben anhängt, aus dieser Quelle also keine göttliche Gnader erlangen kann. Nun pflegt aber ein Naturhexer "engen spirituellen Umgang mit den übernatürlichen Kräften der Natur" (BUL, S. 36), sprich er hat Mentoren, von denen einer ein Totemgeist sein muss. Wir haben hier also eine ähnliche Situation wie bei den Abenteurern aus Erainn: einen druidischen Glauben mit gleichzeitiger Hinwendung an ein höheres Wesen, das göttliche Gnade verteilen kann. Also kann auch ein elfischer Naturhexer göttliche Gnade erlangen.
Grüße
Prados
Hallo Prados!
Die Regeln sagen zunächst einmal eindeutig, dass Anhänger eines druidischen Glaubens keine göttliche Gnade erlangen können. Gleichzeitig erklären die Regeln eine Ausnahme für Abenteurer aus Erainn, die neben dem druidischen Glauben auch noch den Schutz Nathirs genießen und aus dieser Quelle göttliche Gnade erlangen können. Damit ist nachgewiesen, dass Anhänger eines druidischen Glaubens unter bestimmten Voraussetzungen eben doch göttliche Gnade bekommen können.Ich sah das Beispiel der Erainner immer als einzige Ausnahme an. Allerdings kann man es auch als allgemeine Möglichkeit verstehen, unter bestimmten Umständen auch Abenteurern mit druidischen Glauben den Erwerb von Göttlicher Gnade zuzugestehen. Da das Buluga-Quellenbuch jünger als die Regeln des Arkanums sind, halte ich die letzte Möglichkeit sogar für wahrscheinlicher und stimmiger, weshalb ich derzeit doch dazu tendiere, einem elfischen Naturhexer Göttliche Gnade zu gewähren.
Gibt es noch weitere Argumente, die dafür oder dagegen sprechen?
Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!
AzubiMagie
28.10.2005, 12:42
Wenn du so fragst:
Die Götter sind auf Midgard real, für jeden erfahrbar und können, so sie wollen in ihrer Region aktiv ins Geschehen eingreifen. Dabei ist Glaube an die Götter nicht zwingend erforderlich.
Ergo kann der Gott seine Gnade so verteilen wie er lustig ist.
Was anderes ist es, wenn der Spieler oder eben die Figur die Gnade nicht haben will - dann wird er sie nicht einsetzen. Aber wenn der Gott (SL) sie ihm gibt, hat er sie.
Naturgeister können in meinen Augen auch Göttliche Gnade verteilen - ebenso an wen SIE wollen.
Das ist nur meine persönliche Meinung. Die Herausforderung ist dabei, wie denkt die entsprechende Gottheit. Wenn sie aber beschliesst, die Gnade zu verteilen, so kann sie das in meinen Augen immer.
Ich stimme Azubi zu. Diejenigen Mächte, die göttliche Gnade verteilen wollen, können dies tun und zwar an jeden. Es liegt dann an der Einstellung jedes einzelnen, ob er damit etwas anfangen will.
Der Regelmechanismus versucht dies so abzubilden, dass Priester und Co doppelte Punkte kriegen, und einige keine Punkte. Dabei sollte aber bedacht werden, dass die ganze GG-Vergabe eh eine kann-Bestimmung ist. Wenn also der Druide GG bekommen soll, dann ist das vom Arkanum gedeckt.
Solwac
Isaldorin Marcallo
28.10.2005, 13:57
Wenn du so fragst:
Die Götter sind auf Midgard real, für jeden erfahrbar und können, so sie wollen in ihrer Region aktiv ins Geschehen eingreifen. Dabei ist Glaube an die Götter nicht zwingend erforderlich.
Ergo kann der Gott seine Gnade so verteilen wie er lustig ist.
Was anderes ist es, wenn der Spieler oder eben die Figur die Gnade nicht haben will - dann wird er sie nicht einsetzen. Aber wenn der Gott (SL) sie ihm gibt, hat er sie.
Naturgeister können in meinen Augen auch Göttliche Gnade verteilen - ebenso an wen SIE wollen.
Das ist nur meine persönliche Meinung. Die Herausforderung ist dabei, wie denkt die entsprechende Gottheit. Wenn sie aber beschliesst, die Gnade zu verteilen, so kann sie das in meinen Augen immer.
Das ist unbestritten. Götter könnten sogar einem Finstermagier GG verleihen, nur bleibt die Frage, was der Char mit dieser GG machen soll?? Muss er sie denn nicht aktiv einsetzen d.h. erflehen?
@Prados Da im Buluga auch davon gesprochen wird, dass die Bindung an den Mentor nicht sonderlich stark ist, bin ich immer noch der Meinung, dass hier keine GG vergeben werden.
gruß Isaldorin
Prados Karwan
28.10.2005, 14:02
[...]
@Prados Da im Buluga auch davon gesprochen wird, dass die Bindung an den Mentor nicht sonderlich stark ist, bin ich immer noch der Meinung, dass hier keine GG vergeben werden.
gruß Isaldorin
Nein, dort steht, dass die Bindung nicht intensiv genug sei, als dass der Totemgeist für Wundertaten direkt eingreifen könne, weswegen der Naturhexer keine Wundertaten wirken könne. Nun sind Wundertaten, also ein sehr intensiver Kontakt zwischen Gott und Gläubigem, aber keine Voraussetzung für göttliche Gnade, da andernfalls ausschließlich Wundertuende göttliche Gnade bekommen könnten. Dies ist aber nicht der Fall, auch normale Gläubige, die keine Wundertaten vollbringen können, erhalten diese Gnade.
Grüße
Prados
Jürgen Buschmeier
28.10.2005, 14:09
Wenn du so fragst:
Was anderes ist es, wenn der Spieler oder eben die Figur die Gnade nicht haben will - dann wird er sie nicht einsetzen. Aber wenn der Gott (SL) sie ihm gibt, hat er sie.
Und wenn Göttin/Naturgeist etwas mit der Figur vorhat, dann kann sogar das höhere Wesen eingreifen, mit oder ohne GG.
Bruder Buck
28.10.2005, 14:38
Ah, nun ist der Punkt klarer. Allerdings mag ich darauf derzeit noch keine Antwort geben, jedenfalls keine fundierte. Persönlich würde ich deine Frage allerdings mit ja beantworten: Letztlich entscheidet der Gott oder das höhere Wesen darüber, wem es seine Gnade gewähren möchte. Dabei dürfte es ihm egal sein, ob die Anhängerin kurze oder spitze Ohren besitzt, 60 Jahre alt werden kann oder unsterblich ist. Die Gnade wird unabhängig davon gewährt, aber es ist die jeweilige Einstellung der Spielerfigur, die entscheidet, ob diese Gnade auch akzeptiert, sprich verwendet wird.
Prados hat doch hiermit schon alles gesagt: Es ist egal, ob es ein Elf oder Mensch ist, der Glaube ist entscheidend!
Wer Elfen so spielen, will, dass sie IMMER druidischen Glaubens sind, auch wenn sie in einem ganz anderen Kulturkreis aufgewachsen sind, der soll dies tun. Das hat aber mit der Frage nach GG so nichts zu tun, denn die hängt vom Glauben ab.
Gruß
Bruder Buck
Wenn ich Prados richtig verstanden habe sind zwei Komponenten erforderlich.
1. Die gottgefällige Tat, also eine Tat, die einer höheren Macht, die GG verteilt (also nicht druidisch) gefallen bereitet.
2. Ist erforderlich, dass derjenige, der den Gefallen des Gottes gefunden hat, auch an ihn glaubt.
Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?
Also jetzt wurde mir in diesem Thread vorgeworfen ich würde Atheisten spielen und dass solche keine GG verdienen wurde auch mehrmals geschrieben.
1) ich spiele keine Atheisten, ich spiele oft Charaktere die mit den Göttern nicht allzu nahen Kontakt suchen weil das ungesund ist!. Die letzten paar Jahre spiele ich einen Schamanen der die Götter in sein Weltbild integriert hat und in ihnen "Menschentotems" sieht.
2) gerade hochgradige Spieler glauben nicht nur sondern wissen oft aus erster Hand daß Götter existieren. Unsere Gruppe is schon mehreren begegnet, wenn auch in einer Situation, die ich eher als Traumsequenz oder Geisterlauf bezeichnen möchte.
3) Auch Charaktere die den Göttern aus dem Weg gehen können GG erlangen, weil sie etwas tun was eine Gottheit sehr erfreut. Das muss der Char auch gar nicht so genau wissen. Es bedeutet lediglich, dass diese Gottheit den Gefallen bei Gelegenheit zurückzahlen wird.
KageMurai
11.02.2010, 12:15
Wann, in welchen Situationen vergebt ihr GG? Vor allem bei Priestern ist es sehr wichtig, regelmäßig GG zu vergeben (in Betracht dafür muss man ziehen, dass ein Priester für die Erschaffung eines Thaumagrals eine ganze Menge an GG benötigt wird). Ich bin also auf der Suche nach ein paar Tipps, wie ich die Vergabe von GG handhaben kann, ohne 1. zu viel (z.B. wenn die SF in jeder Situation sich vollens auf ihre GG verlassen) bzw. 2. zu wenig (ein Priester keinen Thaumagral haben möchte, da er dafür sämtliche GG - Punkte verliert) zu vergeben.
er verliert sämtliche GG? Waren es nicht nur 2-3 oder so? Außerdem kann ein Priester sich doch durch Erschaffung eines Schreins für 5000Gs sich GG "kaufen".
KageMurai
11.02.2010, 13:09
er verliert sämtliche GG? Waren es nicht nur 2-3 oder so? Außerdem kann ein Priester sich doch durch Erschaffung eines Schreins für 5000Gs sich GG "kaufen".
Ja, man muss 3GG bezahlen, um den Thaumagral "haben" zu können, +1 bis 3GG pro darauf geprägtem Zauber +1GG für den Fall, dass man den Thaumagral aufladen kann.
Als Vergleich: mein Halblingsheiler Baldorin hat auf Grad 10 ohne jemals GG eingesetzt zu haben 9GG und ist damit Spitzenreiter. Wenn man also davon ausgeht, dass die meisten Spielerfiguren so ab Grad 5 über einen eigenen Thaumagral nachdenken, sind 3GG so ziemlich alles was sie besitzen (wenn überhaupt)
Das mit dem Schrein ist eine gute Idee, doch mag ich es lieber, wenn man GG in Abenteuern vergibt und es nicht frei auf dem Markt handelt (5000Gs=1GG)
Leachlain ay Almhuin
11.02.2010, 13:15
er verliert sämtliche GG? Waren es nicht nur 2-3 oder so? Außerdem kann ein Priester sich doch durch Erschaffung eines Schreins für 5000Gs sich GG "kaufen".
Na das wird dann aber im Vergleich zu den Kosten, die andere Zauberer aufwenden müssen, ziemlich teuer. Dann doch lieber häufiger die Möglichkeit zu einer "Gottgefälligen" Tat. Vampire töten, Rettung einer Reliquie o.ä.
In unserer Runde sind das die Hauptbereiche, in denen GG vergeben wird, einen Schrein will keiner stiften.
KageMurai
11.02.2010, 13:20
Wie ist es zum Beispiel damit, dass ein Spieler eines Priesters mehrmals pro Abenteuer seinen Got huldigt, etc. fällt das unter AEP - Vergabe, oder kann man dafür (in Maßen) GG verteilen?
Leachlain ay Almhuin
11.02.2010, 13:24
Ich für meinen Teil betrachte das als einen Teil des Rollenspiels und somit AEP. Habe aber auch schon erlebt, dass in bestimmten Ausnahmesituationen (Pri betet zunächst, ggf. bringt ein entsprechendes Opfer, und stürzt sich anschließend in den Kampf gegen Untote ...) hierfür GG vergben wird. Muß dann allerdings irgendwas herausragendes gewesen sein.
er verliert sämtliche GG? Waren es nicht nur 2-3 oder so? Außerdem kann ein Priester sich doch durch Erschaffung eines Schreins für 5000Gs sich GG "kaufen".
Man kann keine GG kaufen. Man kann lediglich beim Einsatz von GG einen Bonus erhalten, wenn man gelobt einen großes Opfer zu bringen, eine Pilgerfahrt zu machen oder auf eine gefährliche Queste zu gehen.
Ich vergebe GG für gute Taten, egal ob sie wegen der monetären Belohnung oder aus ethischen Gründen begangen wurden, die eine gewisse Außenwirkung haben und die "Ordnung" auf Midgard vergrößern. Dazu zählt z.B. auch das "Töten" eines Geistes der einen Ort terrorisiert.
Ich vergebe im Vergleich zu anderen Spielleitern relativ viele GG, da ich das Problem als Spieler kenne. Ich spiele mehrere Priester und erst eine hat ein Thaumagral, weil bei den anderen die GG knapp sind. Deswegen frage ich nach einem gelösten Abenteuer auch schon mal nach, ob es dafür evtl. GG gibt, weil viele Spielleiter einfach nicht daran denken, welche zu vergeben.
nun ja, "kaufen" ganz bewusst in "Gänsefüßchen", hat bei uns auch noch nie einer gemacht und würde ich auch nicht zulassen, wenns nur ums GG bekommen geht, um dann einen Thaumagral zu erwerben.
Hallo,
also ich vergebe GG, wenn die Lösung des Abenteuers explizit im Sinne irgendeiner Gottheit war, nicht nur derjenigen, die von den SC angebetet wird.
Z.B.:
- Eine Horde Orcs schnezeln gibt keine GG, aber wenn die ein göttliches Artefakt hatten, das dabei geborgen wurde, dann schon.
- Einen Brief von Priester A nach Abtei B bringen gibt keine GG, es sei denn, es ist wichtiger Bestandteil eines großen göttlichen Plans.
Für regelmäßiges Beten vergebe ich keine GG (höchstens Rollenspiel-EP). Für Nachlässigkeit in den priesterlichen Pflichten hagelt es höchstens Pech. ;) [Bei meiner Ordenskriegerin passiert das im Übrigen ohne SL-Zutun. Wenn ich mal vergesse, ihr Sonnenaufgangsgebet zu erwähnen, ist die 1 beim nächsten EW:Zaubern vorprogrammiert. :disturbed:]
Eventuell könnte es auch GG geben, wenn eine Abenteuerlösung gezielt in Richtung des eigenen Glaubens gesteuert wurde, auch wenn es anders vielleicht einfacher oder logischer oder sonstwie gewesen wäre. Also wenn die Orcs kein göttliches sondern ein anderes mächtiges Artefakt hatten und dieses im Zuge der Abenteuerlösung dem eigenen Tempel zugespielt wird, dann könnte es bei mir vielleicht einen GG geben.
Cheers,
Y_sea
Bei Priestern kann man mit GG schon etwas großzügiger sein. GG vergebe ich als SL, wenn der Priester eine selbstlose Tat begeht oder er mit seinen Taten die Spielwelt entscheidend verändert (z.B. Austreibung eines Geistes, Vernichten von Untoten, Zerschlagen eines schwarzen Hexenzirkels).
Auf keinen Fall vergebe ich aber mehr als 1-2 GG pro Abenteuer pro Charakter.
Gruß
Shadow
P.S.: Für sein Thaumagral benötigt ein Priester zwar GG, die GG kann aber auch durch Gold (500 GS pro GG wenn ich mich richtig erinnere) ersetzt werden. Lest mal im Arkanum nach, genaue Seite weiß ich gerade nicht.
Nikomedes
11.02.2010, 16:12
1. Möglichkeit: spontane Vergabe, weil Heldentat
Wir hatten zum Beispiel ein offizielles Abenteuer gespielt in dem vom Skript her keine GG-Vergabe vorgesehen war, aber nachdem der Hj (Grad 5) sein Leben riskiert hat und den Dämonen (Grad 12) ausgetrieben hat, gab es für ihn GG. Es wäre auch die Flucht eine akzeptable Lösung gewesen und wenn die Austreibung nicht funkioniert hätte, hätte der Hj kaum überlebt (siehe ARK Austreibung des Bösen). Für so eine Heldentat die das Gleichgewicht Midgards wieder gerade rückt gibt es in jedem Fall GG, auch wenn es nicht vorgesehen war und auch wenn der Hj seiner Gottheit jetzt keinen speziellen Gefallen getan hätte. Wenn ein oder alle Abenteurer also unter Einsatz ihres Lebens etwas Herausragendes getan haben um die guten Kräfte (ich geh mal davon aus, dass alle mehr oder weniger gute Charaktere sind und entsprechend auch die guten Götter verehren) zu vertreten, dann gibt es GG.
2. Möglichkeit: geplante Vergabe, weil besonderer Aufwand
Anderes Abenteuer in dem eine Nebenhandlung dazu geführt haben könnte, dass ein Geist ausgetrieben wurde. An sich keine GG-würdige Handlung, aber in dem Fall hat es so eine traurige Hintergrundgeschichte gegeben, dass vor dem Abenteuerbeginn schon feststand, dass die Götter offenbar diesem armen Geist sein Schicksal nicht wünschen und daher die Austreibung GG gebracht hat. Wozu man sagen muss, dass in diesem Fall ein einfaches Austreibung des Bösen nichts gebracht hätte, weil der Geist nach 24h wiedergekommen wäre, man hätte sich schon mit der Geschichte vertraut machen müssen und dann die richtigen Handlungen setzen.
P.S. die Spielfiguren in der Runde die ich leite sind auf Grad 4-6 und haben 1-5 GG.
P.P.S. ich nehme aber die GG bei Fehlverhalten, aber auch wieder weg! Ist schon zweimal passiert.
Powered by vBulletin® Version 4.2.0 Copyright ©2013 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.