Jump to content

Recommended Posts

übersetzt "Das unüberwindliche Buch" oder auch "Schutzbuch" wurde von Magiern und Thaumaturgen entwickelt um eine der Hauptschwachstellen der Thaumagralzauberei zu begegnen: Die Wehrlosigkeit eines Zauberers bei einem Angriff mit seinem Thaumagral.

Aufgrund vielfacher Nachfrage von ängstlichen Abenteuermagiern, ob es denn nicht doch irgendwie möglich wäre, bei einem Zauberangriff mit dem Thaumagral einen Schild zu verwenden entwickelte die Forschungsabteilung für experimentelle Thaumaturgie des magischen Convents in den Küstenstaaten dieses Buch.

Im Prinzip ist das Buch als Erweiterung des Thaumagrals konzipiert. Es muss speziell auf den Hauptthaumagral abgestimmt werden und damit natürlich auch auf seinen endgültigen Träger. Dieser Träger verliert dauerhaft 1 AP, ähnlich wie beim Thaumagral.

 

Nur in Kombination mit dem Thaumagral (man muss, allerdings nicht damit zaubern!) wirkt das liber inexpugnabilis wie ein magisches kleines Schild und wird wie selbiger geführt (man muss also kleines Schild beherrschen).

Neben der klassichen Form des Buches gibt es auch andere Formen die anderen Verteidigungswaffen entsprechen, wie etwa ein Szepter (Parierdolch), einen Folianten (großes Schild) oder dem Schädel eines geeigneten Wesens (Buckler).

Der Zauberer kann diese Gegenstände nun wie die entsprechenden Verteidigungswaffen verwenden, auch während er einen Thaumagralzauber verwendet. Er ist darüber hinaus auch nicht mehr komplett wehrlos beim zaubern, sondern darf zumindest einen Angriff mit dem Erfolgswert seiner Verteidigungswaffe abwehren.

Es ist darüber hinaus noch möglich bestimmte defensive Zauber auf den Nebenthaumagral einzuprägen. Erwähnt sei insbesondere eine modifizierte Form der Zauberschmiede, die der "Verteidigungswaffe" einen magischen Bonus verleiht (Erfolgswert und AP/LP Reduktion).

Auf die Szeptervariante ist es zudem möglich offensive Zauber wie etwa Schmerzen oder Blitzeschleudern usw. zu binden.

 

Neben den positiven Seiten hat so ein Nebenthaumagral natürlich auch einige negative Seiten.

Zum einen erleidet der Zauberer natürlich bei Zerstörung einen Schock, ähnlich wie bei seinem Hauptthaumagral nur mit halbierter Wirkungsdauer. Dafür ist der Hauptthaumagral für die volle Wirkungsdauer nicht einsetzbar! Es ist sogar leichter den Nebenthaumagral zu zerstören, da er nicht wie eine (+3/+3) Waffe zählt, sondern nur wie eine (+2/+2)!

Ähnliches passiert beim Ausbrennen der Thaumagrale. Die ABW's werden zwar getrennt geführt, allerdings beeinflussen sich die beiden jeweils.

Für alle 3 Punkte ABW auf einen Thaumagral erhält der andere einen zusätzlichen Punkt. Brennt der Nebenthaumagral aus, so ist der Hauptthaumagral für 1W6+1 Tage nutzlos - sprich, es können die darauf eingebrannten Zauber nicht verwendet werden. Brennt der Hauptthaumagral aus sind alle Zauber auf dem Nebenthaumagral nicht verwendbar, bis der Hauptthaumagral wieder hergestellt ist.

 

 

So, was haltet ihr davon?

  • Like 3
Link to post

Welche Zauberer können das Artefakt nutzen?

 

Hat ein Zauberer dann wirklich ein Buch in der Hand und nicht einen Schild am Arm? :silly:

 

Welche Kosten (EP, GS und FP) werden fällig?

 

Wenn nur ein AP investiert wird und kein weiterer Zauber auf das Artefakt gelegt wird, hat dann der Zauberer eine kleine Abwehrmöglichkeit ohne Auswirkungen auf die ABW des Thaumgrals?

 

Irgendwie sind da noch sehr viele offene Fragen und ich weiß nicht, ob das Gleichgewicht nicht zu sehr gestört wird wenn ein hochgradiger Zauberer im Zweifelsfall eine Abwehr +6 oder sogar noch höher hat, obwohl in der Runde gezaubert wurde.

 

Solwac

Link to post
Welche Zauberer können das Artefakt nutzen?

Prinzipiell alle Zauberer die auch sonst "zivilisierte" Thaumagrale erstehen können. Also prinzipiell auch Druiden (nur verabscheuen die ja geschriebenes Wissen ;) ).

 

 

Hat ein Zauberer dann wirklich ein Buch in der Hand und nicht einen Schild am Arm? :silly:

Ja. Es ist ein magisches Buch :P (mit einer modifizierten Version eines Schildzaubers)

 

Welche Kosten (EP, GS und FP) werden fällig?

Die hatte ich ganz vergessen. Die Kosten sind gleich hoch wie auch die eines normalen Thaumagrals. Und es muss vom selben Hersteller gemacht sein. Momentan sind nur die besseren Thaumaturgen in den Küstenstaaten dazu in der Lage. Es gibt aber sicher auch 1-2 in Chryseia oder Valian.

Wenn nur ein AP investiert wird und kein weiterer Zauber auf das Artefakt gelegt wird, hat dann der Zauberer eine kleine Abwehrmöglichkeit ohne Auswirkungen auf die ABW des Thaumgrals?

Ja, nur nach den ersten 3 Punkten ABW des Nebenthaumagrals wird der ABW der Hauptwaffe erhöht. Allerdings kann es sein, dass der Nebenthaumagral bereits einen ABW hat, bevor er überhaupt einen Zauber darin gebunden hat.

Irgendwie sind da noch sehr viele offene Fragen und ich weiß nicht, ob das Gleichgewicht nicht zu sehr gestört wird wenn ein hochgradiger Zauberer im Zweifelsfall eine Abwehr +6 oder sogar noch höher hat, obwohl in der Runde gezaubert wurde.

 

Ja, das liebe Gleichgewicht ist immer so eine Sache...

Du musst aber bedenken, dass zuviel Firlefanz den Zauberer auch sehr effektiv lahmlegen kann. Prinzipiell steigt ja der ABW ziemlich an und auch die Chance durch Verlust eines Thaumagrals geschockt zu werden wird mehr als verdoppelt. Man könnte noch überlegen ob bei jeder Abwehr während man Zaubert nicht noch ein ABW-Wurf fällig wird. Das könnte man damit lösen, dass eine permanente Form von Zauberschild (?) gebunden wurde, die sozusagen dem recht trivialen Buch die Fähigkeit gibt wie ein Schild verwendet zu werden.

 

 

 

Ah, was ich noch einbauen wollte:

Es sollte zudem die Möglichkeit bestehen das Buch als "Speicher" für magische Schriftrollen zu verwenden. Durch ein einfaches Schlüsselwort wird eine Spruchrollen die in das Buch gelegt wurde in selbiges eingebunden. Benutzen kann die Spruchrolle nur noch der Besitzer des Thaumagrals oder jemand mit Kenntnis des Schlüsselworts.

Benutzen bedeutet in diesem Fall, man kann sie aus dem Buch lernen oder mit dem Buch einen Spruchrollenzauber ausführen.

Wird der Thaumagral zerstört sind natürlich auch die Spruchrollen futsch.

Natürlich kann das Buch vom Besitzer auch wie ein ganz normales Buch beschrieben werden. Durch ein Schlüsselwort können Seiten auch wieder gelöst werden.

Link to post
Prinzipiell alle Zauberer die auch sonst "zivilisierte" Thaumagrale erstehen können. Also prinzipiell auch Druiden (nur verabscheuen die ja geschriebenes Wissen ).
Müssen Schamanen auch so ein lächerliches Buch im Kampf in der Hand halten oder reicht ein zweites Beutelchen um den Hals? ;)

 

Ja, nur nach den ersten 3 Punkten ABW des Nebenthaumagrals wird der ABW der Hauptwaffe erhöht. Allerdings kann es sein, dass der Nebenthaumagral bereits einen ABW hat, bevor er überhaupt einen Zauber darin gebunden hat.
Wobei der ABW durch das Thaumagral ja noch keine Rolle spielt.

 

Prinzipiell steigt ja der ABW ziemlich an und auch die Chance durch Verlust eines Thaumagrals geschockt zu werden wird mehr als verdoppelt. Man könnte noch überlegen ob bei jeder Abwehr während man Zaubert nicht noch ein ABW-Wurf fällig wird. Das könnte man damit lösen, dass eine permanente Form von Zauberschild (?) gebunden wurde, die sozusagen dem recht trivialen Buch die Fähigkeit gibt wie ein Schild verwendet zu werden.
Wenn es ein Art von Zauberschild ist, wie passt das dann mit dem Erfolgswert für die Verteidigungswaffe zusammen?

 

Ah, was ich noch einbauen wollte:

Es sollte zudem die Möglichkeit bestehen das Buch als "Speicher" für magische Schriftrollen zu verwenden. Durch ein einfaches Schlüsselwort wird eine Spruchrollen die in das Buch gelegt wurde in selbiges eingebunden. Benutzen kann die Spruchrolle nur noch der Besitzer des Thaumagrals oder jemand mit Kenntnis des Schlüsselworts.

Benutzen bedeutet in diesem Fall, man kann sie aus dem Buch lernen oder mit dem Buch einen Spruchrollenzauber ausführen.

Wird der Thaumagral zerstört sind natürlich auch die Spruchrollen futsch.

Natürlich kann das Buch vom Besitzer auch wie ein ganz normales Buch beschrieben werden. Durch ein Schlüsselwort können Seiten auch wieder gelöst werden.

Spätestens jetzt wird es aber viel zu kompliziert. Erstens sehe ich den Vorteil einer so gespeicherten Spruchrolle nicht und zweitens sollte das in ein separates Artefakt gepackt werden.

 

Solwac

Link to post

Das Zauberschild wirkt sozusagen um das Buch. So ein Buch hält ja sonst nicht besonders viel aus ;)

Es sollte klar sein, dass das ganze nur sehr grob an den entsprechenden Zauber angelehnt ist.

Man könnte dadurch allerdings motivieren, dass man einen Malus von 1 auf seinen EW:kleines Schild bekommt, da das ganze eben nicht wirklich ein kleines Schild ist.

 

Schamanen können doch sowieso keine Waffenthaumagrale besitzen oder habe ich da was falsch in Erinnerung?

 

Der Vorteil einer so gespeicherten Spruchrolle wäre, dass sie vor Wasser geschützt wird und direkt von Hand gesprochen werden kann. Kein lästiges Rumkramen im Rucksack, keine sperrigen Aufbewahrungsrollen für Spruchrollen mehr.

Aber du hast Recht. Das sollte ein eigenes Artefakt werden.

Link to post
Schamanen können doch sowieso keine Waffenthaumagrale besitzen oder habe ich da was falsch in Erinnerung?
Richtig, aber genau deshalb finde ich es so komisch, dass ein Buch plötzlich eine Verteidigungswaffe sein soll. ;)

 

Und im Umkehrschluss haben gerade die eher kampfgeübten Schamanen und Druiden (da eher rollenspielerisch, Du hast ja schon drauf hingewiesen) hier einen Nachteil, während die eh schon starken Priester gegenüber Magiern und Co. immerhin schon die Verteidigungswaffe im Lernschema haben...

 

Solwac

Link to post

Die Idee als solche gefällt mir zwar, aber ich fürchte, daß dies tatsächlich das Gleichgewicht deutlich durcheinander bringt.

 

Da man bei Gestenzaubern beide Hände frei oder aber sein Thaumagral in der Hand halten muss, wäre es wohl nicht möglich, noch einen zweiten Gegenstand in der Hand zu halten.

 

Außerdem finde ich einen Thaumagral genug, da muss nicht noch ein zweiter Gegenstand dazu.

Ich sehe allerdings auch, daß die Erhöhung der ABW ein gewisses Risiko beinhaltet.

 

Also wenn das Teil zugelassen wird, dann sollte man vielleicht die ABW beider Gegenstände addieren.

Außerdem mit dem AP-Verlust wie bei den ABW verfahren, also bei einem Thaumagral AP-Max. -1 bei dem doppelten Thaumagral AP-Max. -3.

Link to post

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
  • Recently Browsing   0 members

    No registered users viewing this page.

  • Similar Content

    • By Brandon Thorne
      Gumols Sammlung (Der Bart der Familie)
       
      1568 n.L.
      Die Stadt würde nicht zu halten sein. Schon jetzt war die Mehrzahl der Bewohner geflohen, suchte Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten in den anderen Städten des Atross'. Wären nicht hin und wieder die schweren Schritte von patrouillierenden Soldaten zu hören, könnte man glauben, Nifilgar sei bereits ausgestorben.
      „Aber noch sind Zwerge in dieser Stadt“, dachte Garm und ein grimmiger Zug vertrieb für kurze Zeit seine wehmütigen Gesichtszüge. „Noch sind unsere Äxte scharf.“
      Garm stand in der Eingangshalle seines Hauses, ein prächtiges Anwesen, das er von seinem Vater geerbt hatte. Alles Leben, das dessen Räume einst gefüllt hatte war gegangen. War ihm genommen worden.
      „Elende Orks!“
      Die steinernen Augen seines Urahns schienen ihn mahnend anzublicken: Die Büste Gumols war der einzige Gegenstand der die Empfangshalle noch schmückte. Außer Gumols Sammlung natürlich. Der prächtige Schmuck hing über den Schultern der Steinreliquie.
      „Ich hätte sie doch Uldrim mitgeben sollen“, überlegte Garm. Der Sohn seines Bruders hatte nichts dergleichen verlautbart, doch Garm war sich über dessen Gedanken im Klaren: Nifilgar war nicht mehr sicher genug für den Schatz seiner Familie. Und Uldrim hatte selbstverständlich recht. Doch Garm schien es seltsam falsch die Kette aus dieser Stadt, aus diesem Haus, von dieser Büste zu entfernen. Er seufzte. Er würde selbst dafür Sorge tragen, dass das wertvolle Erbstück ein sicheres Zuhause finden würde.
      Nachdenklich strich Garm über die einzelnen Kettenglieder des ungewöhnlichen Schmuckes. Über die Generationen seit Gumol war die Kette beständig gewachsen. Jedes Mitglied der Familie war mit der Volljährigkeit berechtigt ein Kettenglied hinzuzufügen und somit war im Laufe der Jahrhunderte Glied um Glied dazugekommen und der Bart der Familie, wie das Schmuckstück oft scherzhaft und doch ehrfürchtig genannt wurde, immer weiter gewachsen. Seine Finger verharrten an einzelnen Goldplättchen: Dem seiner Frau, gestorben im Kindbett. Dem seines Bruders, erschlagen von Orks. Dem seines Sohnes, der den Leichnam des Onkels vor den verwünschten Klauen der vermaledeiten Orks zu bewahren versuchte. Ach...
      Und hier sein eigenes kleines Werk in Mitten der zahlreichen anderen. Und alle ihre Urheber waren tot. Sein Neffe und er waren die einzigen, die von der einst großen und mächtigen Sippe übrig geblieben waren. Das Schicksal hatte es in den letzten Jahrzehnten nicht gut gemeint mit seiner Familie.
      Uldrim hatte dem Bart noch nichts hinzugefügt. Zwar hatte er er sein Goldplättchen bereits fertiggestellt, doch war sein Geburtstag in diesem Jahr noch nicht gekommen, der traditionelle Zeitpunkt für den alten Brauch. Nun war sein Brudersohn unterwegs nach Gimil-dum, seinen Beitrag für den Bart mit sich führend.
      Garm blickte in die steinernen Augen seines Ahn. Auch sie schienen keinen Rat zu wissen.
      „Verzeih Gumol“, sage Garm, „ ich habe versagt.“ Dann nahm er Gumols Sammlung von der Büste. Es raschelte leise als die Kettenglieder sanft aneinanderrieben.
      Garm verneigte sich vor der Büste, dann verließ er mit dem Familienerbstück den Raum.
       
       
       
      Heute
      Über den derzeitigen Verbleib von Gumols Sammlung ist nichts bekannt. Sie gilt gemeinsam mit dem letzten Besitzer als verschollen. Die Umstände des Verschwindens blieben bisher im Dunkeln.
       
       
       
      Aussehen
      Gumols Sammlung ist eine schwere Goldkette, die vorne und später aus Gleichgewichtsgründen auch hinten mit kleinen quadratischen Goldplättchen von etwa zwei cm² Fläche verlängert wurde. Die Plättchen sind miteinander und mit der eigentlichen Kette durch Silberdraht miteinander verbunden. Zusammengefügt erhält der vordere Teil der Kette die Gestalt eines prächtigen Bartes, der hintere entspricht langem Haar. Die große Anzahl der einzelnen Glieder und wohl auch der künstlerische Anspruch machte es notwendig bereits mehrere Schickten an Plättchen übereinander zu legen. Etwas, das dem „Bart“ einen „fülligeren Ausdruck“ verleiht.
      Wenn der Schmuck getragen wird, ist es durchaus üblich, dass das natürlich Haupt- und Gesichtshaar mit jenem überdeckt wird.
      Die einzelnen Goldplättchen zeigen auf der einen Seite das Zeichen der Familie, die andere Seite steht dem jeweiligen Mitglied der Familie zur Gestaltung frei. So wie die Launen und die Talente der einzelnen Künstler, so sind auch die Plättchen in ihrer Gestaltung sehr vielfältig. Ein Abbild dieser Seite wird in der Familienchronik mitsamt des Namens des Urhebers vermerkt.
       
       
       
      (Vermutlich unnötige) Hinweise für den Spielleiter
      Warum sollte sich jemand auf die Suche nach Gumols Sammlung begeben?
      Es gab einen Überlebenden, der die Geschichte des Erbstückes weitererzählen konnte. Dieser hat einen physischen Hinweis auf das Äußere des Bartes mit sich genommen. Dieses Goldplättchen könnte die Zeiten überdauert haben, ebenso die Familienchronik. Somit ist es sowohl möglich, dass eventuelle Nachfahren Gumols Interesse an einer Auffindung der Kette entwickeln können, als auch diverse Gelehrte oder Schatzjäger. Vielleicht wurden auch Teile des Bartes bei einer Horde Orks entdeckt?
      Möglicherweise waren unter den Herstellern der Goldplättchen auch einige Runenmeister oder sonstwie magisch begabte Zwerge dabei: Einzelne Goldplättchen könnten somit auch die eine oder andere Zaubermöglichkeit in sich verbergen.
      Das genaue Äußere der Kette bleibt der Fantasie des Spielleiters überlassen, die Anhänge sollen nur ein Anhalt sein.

      View full artikel
    • By Brandon Thorne
      Gumols Sammlung (Der Bart der Familie)
       
      1568 n.L.
      Die Stadt würde nicht zu halten sein. Schon jetzt war die Mehrzahl der Bewohner geflohen, suchte Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten in den anderen Städten des Atross'. Wären nicht hin und wieder die schweren Schritte von patrouillierenden Soldaten zu hören, könnte man glauben, Nifilgar sei bereits ausgestorben.
      „Aber noch sind Zwerge in dieser Stadt“, dachte Garm und ein grimmiger Zug vertrieb für kurze Zeit seine wehmütigen Gesichtszüge. „Noch sind unsere Äxte scharf.“
      Garm stand in der Eingangshalle seines Hauses, ein prächtiges Anwesen, das er von seinem Vater geerbt hatte. Alles Leben, das dessen Räume einst gefüllt hatte war gegangen. War ihm genommen worden.
      „Elende Orks!“
      Die steinernen Augen seines Urahns schienen ihn mahnend anzublicken: Die Büste Gumols war der einzige Gegenstand der die Empfangshalle noch schmückte. Außer Gumols Sammlung natürlich. Der prächtige Schmuck hing über den Schultern der Steinreliquie.
      „Ich hätte sie doch Uldrim mitgeben sollen“, überlegte Garm. Der Sohn seines Bruders hatte nichts dergleichen verlautbart, doch Garm war sich über dessen Gedanken im Klaren: Nifilgar war nicht mehr sicher genug für den Schatz seiner Familie. Und Uldrim hatte selbstverständlich recht. Doch Garm schien es seltsam falsch die Kette aus dieser Stadt, aus diesem Haus, von dieser Büste zu entfernen. Er seufzte. Er würde selbst dafür Sorge tragen, dass das wertvolle Erbstück ein sicheres Zuhause finden würde.
      Nachdenklich strich Garm über die einzelnen Kettenglieder des ungewöhnlichen Schmuckes. Über die Generationen seit Gumol war die Kette beständig gewachsen. Jedes Mitglied der Familie war mit der Volljährigkeit berechtigt ein Kettenglied hinzuzufügen und somit war im Laufe der Jahrhunderte Glied um Glied dazugekommen und der Bart der Familie, wie das Schmuckstück oft scherzhaft und doch ehrfürchtig genannt wurde, immer weiter gewachsen. Seine Finger verharrten an einzelnen Goldplättchen: Dem seiner Frau, gestorben im Kindbett. Dem seines Bruders, erschlagen von Orks. Dem seines Sohnes, der den Leichnam des Onkels vor den verwünschten Klauen der vermaledeiten Orks zu bewahren versuchte. Ach...
      Und hier sein eigenes kleines Werk in Mitten der zahlreichen anderen. Und alle ihre Urheber waren tot. Sein Neffe und er waren die einzigen, die von der einst großen und mächtigen Sippe übrig geblieben waren. Das Schicksal hatte es in den letzten Jahrzehnten nicht gut gemeint mit seiner Familie.
      Uldrim hatte dem Bart noch nichts hinzugefügt. Zwar hatte er er sein Goldplättchen bereits fertiggestellt, doch war sein Geburtstag in diesem Jahr noch nicht gekommen, der traditionelle Zeitpunkt für den alten Brauch. Nun war sein Brudersohn unterwegs nach Gimil-dum, seinen Beitrag für den Bart mit sich führend.
      Garm blickte in die steinernen Augen seines Ahn. Auch sie schienen keinen Rat zu wissen.
      „Verzeih Gumol“, sage Garm, „ ich habe versagt.“ Dann nahm er Gumols Sammlung von der Büste. Es raschelte leise als die Kettenglieder sanft aneinanderrieben.
      Garm verneigte sich vor der Büste, dann verließ er mit dem Familienerbstück den Raum.
       
       
       
      Heute
      Über den derzeitigen Verbleib von Gumols Sammlung ist nichts bekannt. Sie gilt gemeinsam mit dem letzten Besitzer als verschollen. Die Umstände des Verschwindens blieben bisher im Dunkeln.
       
       
       
      Aussehen
      Gumols Sammlung ist eine schwere Goldkette, die vorne und später aus Gleichgewichtsgründen auch hinten mit kleinen quadratischen Goldplättchen von etwa zwei cm² Fläche verlängert wurde. Die Plättchen sind miteinander und mit der eigentlichen Kette durch Silberdraht miteinander verbunden. Zusammengefügt erhält der vordere Teil der Kette die Gestalt eines prächtigen Bartes, der hintere entspricht langem Haar. Die große Anzahl der einzelnen Glieder und wohl auch der künstlerische Anspruch machte es notwendig bereits mehrere Schickten an Plättchen übereinander zu legen. Etwas, das dem „Bart“ einen „fülligeren Ausdruck“ verleiht.
      Wenn der Schmuck getragen wird, ist es durchaus üblich, dass das natürlich Haupt- und Gesichtshaar mit jenem überdeckt wird.
      Die einzelnen Goldplättchen zeigen auf der einen Seite das Zeichen der Familie, die andere Seite steht dem jeweiligen Mitglied der Familie zur Gestaltung frei. So wie die Launen und die Talente der einzelnen Künstler, so sind auch die Plättchen in ihrer Gestaltung sehr vielfältig. Ein Abbild dieser Seite wird in der Familienchronik mitsamt des Namens des Urhebers vermerkt.
       
       
       
      (Vermutlich unnötige) Hinweise für den Spielleiter
      Warum sollte sich jemand auf die Suche nach Gumols Sammlung begeben?
      Es gab einen Überlebenden, der die Geschichte des Erbstückes weitererzählen konnte. Dieser hat einen physischen Hinweis auf das Äußere des Bartes mit sich genommen. Dieses Goldplättchen könnte die Zeiten überdauert haben, ebenso die Familienchronik. Somit ist es sowohl möglich, dass eventuelle Nachfahren Gumols Interesse an einer Auffindung der Kette entwickeln können, als auch diverse Gelehrte oder Schatzjäger. Vielleicht wurden auch Teile des Bartes bei einer Horde Orks entdeckt?
      Möglicherweise waren unter den Herstellern der Goldplättchen auch einige Runenmeister oder sonstwie magisch begabte Zwerge dabei: Einzelne Goldplättchen könnten somit auch die eine oder andere Zaubermöglichkeit in sich verbergen.
      Das genaue Äußere der Kette bleibt der Fantasie des Spielleiters überlassen, die Anhänge sollen nur ein Anhalt sein.
    • By oisin
      Hallo,
      hab eine Regelfrage:
      DFR S.230 "Zweihändige Hiebwaffen"
      Zählt der Malus von -2 auch, wenn die Waffe einhändig (Anderthalbhänder, Katana, Schlachtbeil, ect.)geführt wird?
       
      Gleiche Waffe, aber ich würde vermuten, ein anderer Bewegungsablauf.
       
      Gruß
      Oisin
       
      Moderation :
      Ich (Fimolas) habe den Titel des Themenstranges etwas aussagekräftiger gestaltet (alter Titel: "Abwehr bei Anderthalbhänder, einhändig").  
      Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen
    • By Azmodan
      Moin!
       
      Ich hab nochmal eine kleine "Regelspitzfindigkeit"...
      In den Regeln (M3) steht, daß ein Charakter, der eine 2 händige Hiebwaffe führt aufgrund der größe der Waffe und der Öffnung der Deckung beim ausholen WM-2 auf die Abwehr bekommt.
       
      Wie steht es nun, wenn Dieser Charakter ( in diesem Fall jemand, der 2 Schlachtbeile und beidhändigen Kampf bevorzugt ) mit 2 zweihändigen Hiebwaffen angreift?
       
      Bekommt er auch diese WM-2, oder bekommt er sie nicht, da seine Körperhaltung im Kampf ja ganz anders ist....
       

    • By Issi
      Hallo und herzlich willkommen zum Magischen Kreuz.
      Es hilft Magiern in Not.
      Hast Du auch ein magisches Artefakt zuviel, dann kannst du es hier spenden.
      Es dient garantiert einem guten Zweck.
      Die Ausbildung zum Magier ist oft sehr kostenintensiv. Das Magische Kreuz unterstützt notleidende Magier und Azubis, die sich teure magische Artefakte garantiert nie leisten können.
      Auch eine Patenschaft ist möglich
       
      Spende noch heute!
×
×
  • Create New...