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stefanie

Spielbarkeit von hohen Graden

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Und wer entscheidet das? Angenommenes Beispiel: Meine Figur hat vor vier Jahren den Erzabt von Prioresse einen Gefallen getan. Lebt er noch? Wenn ja, will er mir helfen? Wenn ja, wie groß ist seine Dankbarkeit?
Die letztendliche Entscheidung über die Situation und Reaktion verbleibt sicher beim SL, aber ein paar Sätze zum bisherigen Verhältnis geben einen Anhaltspunkt. Ich töte die Figuren sehr selten, aber wer sagt denn, daß der Abt nicht gerade auf einer Pilgerreise ist, wenn diese Figur nun so gar nicht in den Plot paßt (was auch eher selten ist)?

 

Als SL habe ich jetzt plötzlich über einen Erzabt zu entscheiden, etwas woran ich im Vorfeld nicht denken konnte. Und treffe ich die falschen Entscheidungen, dann passt es eventuell nicht mit der Vorgeschichte der Figur und dessen damaligen SL zusammen.
Das ist die Gefahr, die der Spieler tragen muß, wenn er sich an so einen Kontakt wendet. Er ist ja nicht gezwungen, jeden Kontakt auszureizen, und jeden Gefallen einzufordern, aber warum sollte der Heimat-SL nicht eine Episode mit dem NSC in die Geschichte einbauen können? Sollte der NSC so ganz anders gewesen sein, war es vielleicht ein Doppelgänger? Neues Abenteuer, ik hör Dir trappsen! ;)

 

Erlaube ich alles, dann werden die Figuren zum einen höchstwahrscheinlich nicht gleich behandelt und zweitens bestimmen dann die Spieler über z.T. sehr wichtige und einflußreiche NSCs.
Nein, die Spieler geben einen groben Rahmen vor, mehr nicht. Und ja, in jedem Abenteuer werden die Figuren teilweise erheblich ungleich behandelt. Ein Waldläufer in einem Stadtabenteuer ist sicher anders zu behandeln als der versierte Barde dort. Oder der scharidische Magier wird in Waeland sicher anders behandelt als sein Freund, der albische Söldner. Genau so haben hochgradige Figuren auch situationen, in denen Kontakte mehr oder weniger greifen und ihnen helfen können. Genauso würde ich als SL auch gerne hören, wenn der Charakter eventuell noch interessante Feinde hat, die sich für den aktuellen Plot interessieren könnten. So hatte ich einmal einen Charakter, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt war, was in dem Plot sehr zu einer gewissen Paranoia bei getragen hatte, da in der Stadt ein Kopfgeldjäger unterwegs war. Und das Kopfgeld war tod oder lebendig fällig. :devil:

 

Und was passiert, wenn sich die Vorgeschichten zweier Spieler widersprechen? Wer bekommt Vorrang? So etwas möchte ich nur ungern mitten im Abenteuer beantworten müssen.
Das wird notfalls ad hoc entschieden. Wenn Du dann eine Gruppe hast, in der 3 Syres ap Alasdell mit 2 weiteren Syres ap Westertor spielen, ja und? Das sind dann jeweils Syres mit eigenem Land und Clan im Hintergrund. Solange das Abenteuer nicht direkt auf deren Landgut spielt, kann jeder als unabhängiger Syre seine Clansleute ansprechen.

Kommt es zu Konflikten kann man die auch kurz out-of-play ansprechen und eine Entscheidung treffen, und schon geht es weiter. Das ist sowieso zu 98% ein reines Con-Problem und weniger ein Problem hoher Grade (obwohl es schon häufiger zu Diskrepanzen im Hintergrund von hochgradigen Charakteren aus verschiedenen Gruppen kommen kann).

 

 

@Raistlin:

Offen gestanden, all das sind Situationen, die ich grauenhaft finde und die ich als SpL - nicht nur bei hochgradigen Figuren - unbedingt vermeiden möchte. So gängelt man aus meiner Sicht seine Spieler oder erlaubt einfach alles. Beides finde ich furchtbar.

 

An Abenteuer für hochgradige Charaktere stelle ich definitv die Anforderung, dass Plot und Charakter aufeinander abgestimmt sein müssen. Ich gönne meinen Spielern nämlich den Spass ein Abteuer so spielen zu können, dass es genau passend für ihre hochgradigen Charaktere ist und das es zu ihren Vorstellungen über ihren liebgewonnen Charaktere passt. Was Du beschreibst ist in meinen Augen Stückwerk. Für solche Abenteuer muss niemand seinen Charakter über Jahre in den 10. Grad gespielt haben. Das kann ich auch im 1. Grad haben.

 

By the way: Auf Cons erwarte ich eine besondere Qualität von Abenteuern, die sich von denen zu Hause unterscheidet. Das heißt mehr nicht weniger Beschäftigung des SpL mit den Figuren vor dem Con. Ich spiele aus diesem Grund auf Cons nur mit Figuren, die ich als SpL selber mit Hintergrund erschaffe habe oder die ich vorher kenne (klappt gut per Mail). Auch Du bist herzlich eingeladen, auf dem Westcon "Alba gu brath" zu spielen...

 

Gruß

 

Jakob

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Irgendwie verstehe ich diese Diskussion um spezielle Abenteuer für Hochgradige Figuren nicht. Meiner Meinung und Erfahrung nach kann man mit hochgradigen alles spielen. Hochgradige Figuren können viel aber auch das nicht alles gleichzeitig.

 

Ich hatte mit meinem 10-Grader schon sehr viel Spass mit wesentlich niedriggradigeren Gruppen und Abenteuern. Das mag vielleicht daran liegen das ich neben Fertigkeitenanwenden auch ganz gerne Rollen spiele. Ausserdem können auch Grad-3 Piraten eine Gefahr darstellen, gell Sirana:schweiss: .

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Hochgradige SCs sind bei mir kein Problem. Unsere Gruppe besteht aus 2x Grad 7, Grad 8 und 2x Grad9.´Um dahin zu kommen, haben wir aber auch über drei Jahre regelmäßigen Spielens gebraucht.

 

Als SL spiele ich mit der Gruppe auch schon mal Abenteuer für Grad 3 - 5. Dann sind da halt nicht 10 Orks, sondern 30. Außerdem muss man hochgradigen Figuren andere Herausforderungen stellen als kämpfen. Ich hatte so ab Grad 3 der SCs eine Kampagne geplant, wo ein Dämonenfürst nach Midgard verbannt wird und versucht die Welt nach seinen (chaotischen und destruktiven) Wünschen umzuformen.

 

Da der Dämonenfürst zuerst noch sehr geschwächt ist, muss er sich langsam wieder aufbauen. Deshalb schickt er zuerst einige Dämonen los, die Orkstämme, Oger, Kobolde, etc. um sich scharen und Dörfer überfallen. Im Laufe der Zeit wird die Gruppe immer mehr in diese Geschichte involviert. So im Grad 6 habe ich Ihnen dann einen "Ordenskrieger" (in Wirklichkeit ein göttlicher Abgesandter) geschickt, der ihnen einige Hintergrundinfos und Ansatzpunkte gegeben hat. So waren Aufträge seit Grad 6 nicht mehr nötig.

 

Außerdem ist es wichtig, dass die Handlungen oder "Nicht-Handlungen" der Charaktere Einfluß auf ihre Welt haben. Z.B. haben Sie eine Notiz gefunden, dass ihre Heimatstadt von einem bösen Drachen vernichtet werden soll. Wenn sich die Gruppe entschließt die Stadt zu warnen, kann sie (oder zumindest die Bewohner) gerettet werden. Wenn nicht: Stadt = Rauch & Trümmer und viele Tote. Das muss den Spielern klar sein und schon sind sie motiviert.

 

Kurz gesagt: Wenn ich als SL mit hochgradigen Figuren spielen will, muss ich VIEL Zeit und Gehirnschmalz in die Vorbereitung stecken und langfristig planen. Auf Cons sieht das ganz anders aus. Da kann der Hintergrund der Figur nur bedingt berücksichtigt werden, was aber in der Natur der Sache liegt und jedem Spieler klar sein muss.

 

Gruß :wave:

Shadow

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Also ich sehe auch überhaupt kein Problem mit hochstufigen Characteren. Als SL muss man immer auf die Aktionen seiner Charactere vorbereitet sein, bzw. improvisieren. Wichtig ist nur, das die SC jeder zeit wissen, das Ihr handeln Konsequenzen hat!

 

Fehlt dieser Moralische Rahmen, sind SC egal welchen Grades unspielbar!!

 

Eine Abenteuer Gruppe in Hauch von Heiligkeit, haben doch tatsächlich geglaubt, mit den Dorf bewohnern wie mit Lakeien umspringen zu können.

So nach dem Motto, wir brauchen ein Boot, wo ist der nächste Fischer.

Da es früh am Morgen war, wo alle Fischer mit Ihren Booten am fischen sind, war halt nur der rotzfreche Fischerjunge da, der sich von dem Grossen bösen Waeländern überhaupt nicht fürchtete, und entsprechen freche Antworten gab.

 

Was blieb den Spielern anders übrig, als unverrichteter Dinge wieder abzuziehen.

 

Als sie dann selber versuchten auf die Insel zu rudern, und wegen der gefährlichen Strömungen ein EW: Rudern angesagt war, war auch noch das schallende Gelächter der Fischer Kinder zu hören, die den Spielern den Rest gab.

 

Wenn immer sie auf mächtige Feinde trafen hiess es nur, der ist doch nichts im Vergleich mit den chryseischen Fischerjungen.

 

Ich habe den Fischerjungen aber nicht grundlos so gespielt, sondern die Spieler haben angefangen die NSC immer respektloser zu behandeln. Darauf musste ich reagieren, und der Fischerjunge war das geeignete Mittel, da Kinder kein Blatt vor den Mund nehmen, und manchmal auch wirklich so Rotz frech sind.

 

im Prinzip steht einem nur die eigene Kreativität im Wege, um tolle anspruchsvolle Abenteuer zu machen. So wie man man das erste mal SL macht, und sich total überfordert fühlt. Sobald man die ersten Takte hintersich hat, läuft es doch meist wie geschmiert.

 

Man sollte halt bei Höherstufigen Characteren stärker wie bei niedrig stufigen auf Verbrauchsmaterialien achten. Gerade wenn ein Magier mit Feuerbällen nur so um sich wirft, und immer neue Zauberkomponenten braucht, wird das ganze seltener, und somit auch teurer. Gerade sehr starke Sprüche sind ja auch Komponenten gebunden! (Deshlab gibt es bei mir Lernen nur Ohne Geld, um die Inflation etwas aufzuheben, dan tuen x GS für eine Feuerkugel auch weh)

 

Auch halte ich nicht viel von über mächtigen Artefakten, sondern ich liebe Magische Spielereien, mit begrenzter Ladung (Hoher ABW). Die auch nach hinten losgehen Können:

 

Wie z.b. Der Insekten Mantel. (ABW 20)

Verwandelt den Träger, und seine ausrüstung in einen Insekten schwarm. Erneute Anwendung verwandelt ihn zurück.

Was passiert wen der Gegenstand nach der Verwandlung in einen Schwarm ausbrennt ? (Das Schlüsselwort "BUGS" für die verwandlung habe ich grosszügiger weise den Spielern gegeben. Das Wort für die Rückverwandlung nicht ;) )

 

Gerade solche Mängel in Magischen Artefakten, erlauben ein schönes Spiel, denn die Charactere werden diesen Mantel nur anwenden wenn es nicht anders geht, und nicht wegen jedem kleinen Pups.

 

Auf Cons, sehe ich hier mit freien Characteren eher Einschränkungen, was aber nicht mit dem Grad, sondern eher mit den Kontakten und der Ausrüstung verbunden ist. (Horn der Zerstöruing, vernichtet alle Feinde im Umkreis von 10 km, ABW1, WW: Resistenz -10) oder sowas,

SL: "Ihr müsst der Diebesgilde erst beweissen, das Ihr vertrauenswürdig sind" SC: "Ich kenne doch den Chef der Diebesgilde, ich plaudere mal mit ihm"

 

Für mich sind deshalb CON Charactere und Kampagnen Charactere 2 Paar Stiefel, die ich meistens nicht vermische. Wird halt mal ein CON Character auf Grad 4 erschaffen, damit ich in einem Abenteuer mit spielen kann. Der Grad 4 Kampagnen Character bleibt zu Hause!

 

Wobei es ja nicht auf die GFP ankommt die man im CON kriegt, sondern a), das vorzeitige Ableben, bzw b) Magische od. besondere Gegenstände.

 

Bye

 

Zagluk

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Da es früh am Morgen war, wo alle Fischer mit Ihren Booten am fischen sind, war halt nur der rotzfreche Fischerjunge da, der sich von dem Grossen bösen Waeländern überhaupt nicht fürchtete, und entsprechen freche Antworten gab.

 

Was blieb den Spielern anders übrig, als unverrichteter Dinge wieder abzuziehen.

 

Hmm, wie wäre es mit körperlicher Züchtigung? Oder Bestechung? Oder einem Grad 9 Hexer der mit Zaubern +21 entspannt Beeinflussen auf den Jungen wirkt? :sly: In meiner Spielrunde wäre so ein Fischerjunge sicherlich kein nennenswertes Problem gewesen. Und das vollkommen zu recht. Schließlich verlangen erfahrene Abenteurer nicht von ungefähr einen gewissen Respekt.

 

Man stelle sich die Situation vor, wenn eine Gruppe von fünf oder sechs hochgradigen Abenteurern in ein Fischerdorf kommen. Der breitschultrige, waffenstarrende Krieger, der weltmännisch im Sattel seines Schlachtrosses sitzt. Der in prächtige Roben gehüllte Zauberkundige, den eine unbestimmbare Aura der Macht umgibt. Der finster dreinblickende Spitzbube, dessen kalte Augen die armseligen Fischer mit gleichgültigem Blick mustern usw. Vermutlich wird jeder Bauer, jeder Fischer und jeder kleine Gauner wissen, dass er es hier nicht mit irgendwelchen dahergelaufenen Lumpen zu tun hat und er wird - selbst wenn es nur zum Selbstschutz ist - vermeiden, einen der Abenteurer zu reizen.

 

Man darf auch nicht vergessen, dass die normale Bevölkerung eben nicht mit Langschwert und Bidenhänder kämpfen, geschweige denn zaubern kann. Deshalb versuche ich immer, mich in den jeweiligen Nsc hineinzuversetzen und mir vorzustellen, welchen Eindruck die SC wohl auf ihn machen.

 

Meiner Meinung nach sollten hochgradige Figuren deshalb durchaus auf einen gewissen Respekt vertrauen können, den aber gewisse Nsc (z.B. der königliche Waffenmeister, der Erzmagus der Akademie von Lin'Corish etc.) auch von ihnen erwarten dürfen. Dieses Gleichgewicht stellt sich aber nur ein, wenn sich die Spieler bewusst machen, dass auch ein hochgradiger Charakter Schwächen haben muss. Hier ist also Selbstkontrolle der Spieler das Stichwort. Wenn mein Magier vom Grad 8 zwar die Zauber Himmelsleiter und Auflösung beherrscht, aber als besten Angriffswert Dolch +7 beherrscht, dann ist die Spielwelt meines Erachtens in Ordnung.

 

Letzten Endes machen die Schwächen und nicht die Stärken einer Figur den Charakter liebenswert.

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Da es früh am Morgen war, wo alle Fischer mit Ihren Booten am fischen sind, war halt nur der rotzfreche Fischerjunge da, der sich von dem Grossen bösen Waeländern überhaupt nicht fürchtete, und entsprechen freche Antworten gab.

 

Was blieb den Spielern anders übrig, als unverrichteter Dinge wieder abzuziehen.

 

Hmm, wie wäre es mit körperlicher Züchtigung? Oder Bestechung? Oder einem Grad 9 Hexer der mit Zaubern +21 entspannt Beeinflussen auf den Jungen wirkt? :sly: In meiner Spielrunde wäre so ein Fischerjunge sicherlich kein nennenswertes Problem gewesen. Und das vollkommen zu recht. Schließlich verlangen erfahrene Abenteurer nicht von ungefähr einen gewissen Respekt.

Was hätte das denn genutzt, wenn kein Boot vorhanden ist?

 

Viele Grüße

Harry

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Was hätte das denn genutzt, wenn kein Boot vorhanden ist?

 

Viele Grüße

Harry

Gut beobachtet: Alle Boote sind auf dem Wasser. Nur ein defektes ist noch da und rotzfreche Gören.

 

Was haben die Abenteuerer davon, auch wenn sie "Helden" sind, wenn sie kleine Kinder prügeln?

 

Und ein Boot, das dann erst mal voll Wasser läuft und nicht dicht zu kriegen ist, ist auch nicht das reinste Vergnügen.

 

Die Tücke des Objekts trifft auch und gerade die "Grossen".

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Wie meine Charaktere mit einem frechen Fischerjungen umgehen, hängt eindeutig nicht von ihrem Grad ab. :cool:

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Hmm, wie wäre es mit körperlicher Züchtigung? Oder Bestechung? Oder einem Grad 9 Hexer der mit Zaubern +21 entspannt Beeinflussen auf den Jungen wirkt? :sly: In meiner Spielrunde wäre so ein Fischerjunge sicherlich kein nennenswertes Problem gewesen. Und das vollkommen zu recht. Schließlich verlangen erfahrene Abenteurer nicht von ungefähr einen gewissen Respekt. [...]
In meinen Runden wäre es den Abenteurern nicht gut geraten unnötige bzw. übertriebene Greuel dem einfachen Volk gegenüber anzutun.

 

Ansonsten wären Deine achsotollen oberheftigen Helden einem Mob von 100+ Leuten gegenüber gestanden. Viel Spass.

 

Ich mag Midgard gerade besonders deswegen, weil man eben auch als Grad 9 Krieger nicht darauf vertrauen darf, das man unbesiegbar ist -- auch nicht gegenüber "einfachen" NSC's.

 

Meine hochgradigen Figuren verfügen in der Regel über eine entsprechende Menge an Selbstbewußtsein, der einfach mit der Erfahrung und ihren Fähigkeiten einhergeht, aber sie würden nie aufgrund ihres Grades Respekt von jederman erwarten.

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Hmm, wie wäre es mit körperlicher Züchtigung? Oder Bestechung? Oder einem Grad 9 Hexer der mit Zaubern +21 entspannt Beeinflussen auf den Jungen wirkt? :sly: In meiner Spielrunde wäre so ein Fischerjunge sicherlich kein nennenswertes Problem gewesen. Und das vollkommen zu recht. Schließlich verlangen erfahrene Abenteurer nicht von ungefähr einen gewissen Respekt. [...]
In meinen Runden wäre es den Abenteurern nicht gut geraten unnötige bzw. übertriebene Greuel dem einfachen Volk gegenüber anzutun.

 

Ansonsten wären Deine achsotollen oberheftigen Helden einem Mob von 100+ Leuten gegenüber gestanden. Viel Spass.

 

Ich mag Midgard gerade besonders deswegen, weil man eben auch als Grad 9 Krieger nicht darauf vertrauen darf, das man unbesiegbar ist -- auch nicht gegenüber "einfachen" NSC's.

 

Meine hochgradigen Figuren verfügen in der Regel über eine entsprechende Menge an Selbstbewußtsein, der einfach mit der Erfahrung und ihren Fähigkeiten einhergeht, aber sie würden nie aufgrund ihres Grades Respekt von jederman erwarten.

 

Jetzt habt ihr mich, glaube ich, falsch verstanden. Mir ging es darum, dass sich eine Gruppe erfahrener Helden in einer archaischen Welt nicht von einem dahergelaufenen Rotzlöffel an der Nase herumführen lassen wird, weil (das ist meine persönliche Meinung) die Bewohner Midgards nicht nach den ethischen und moralischen Vorstellungen des 21. Jahrhunderts leben, sondern sich alltäglich den Wundern der Magie und den Schrecken der Gewalt ausgesetzt sehen und deswegen genau wissen, wie gefährlich es sein kann, bewaffnete Fremde zu reizen. Und gerade weil es ein alltägliches Phänomen ist, kennen auch Kinder diese Gefahr.

 

Das hat aber nichts mit unnötiger Gewalt zu tun, Woolf. Ich bin selbst kein Freund von sinnloser Gewalt in Rollenspielen. Ich gehe einfach davon aus, dass z.B. Menschen im Mittelalter leider anders über eine Tracht Prügel (mit "körperlicher Züchtigung" meinte ich nicht Köpfen, Vierteilen oder Teeren und Federn) dachten, als wir das als aufgeklärte Menschen heute tun.

 

Deswegen glaube ich auch, dass sich nur wegen einer saftigen Ohrfeige kein Mob von 100 Leuten zusammenraufen wird. Wenn das natürlich passieren sollte, dann bin ich vollkommen deiner Ansicht, dass die SC gegen so ein Aufgebot keine Chance haben sollten und (in meiner Gruppe) auch nicht haben würden. Wie gesagt, ich ermutige die Spieler immer dazu, ihren Figuren auch Schwächen zu geben. Nichts ist schließlich langweiliger, als einen Superhelden zu spielen.

 

Was nun das Beispiel mit dem Boot angeht, bin ich der festen Überzeugung, dass eine hochgradige Abenteuergruppe keine Probleme damit haben wid, ein Leck geschlagenes Boot mit den richtigen Hilfsmitteln zu reparieren. Ich gehe mal davon aus, dass der Fischerjunge den SC (ggf. gegen ein paar Silberstücke) zeigen wird, wo die entsprechende Ausrüstung lagert. Falls nicht, dann kann bestimmt irgendein Zauberer das Loch mit einem Stück Leder und dem Zauber Befestigen reparieren oder sie flicken das Boot mit dem Pech der Fackeln.

 

Soweit du darauf hinweist, dass das Selbstbewusstsein der SC in deiner Gruppe aus den Fähigkeiten und nicht dem Grad herrührt, wollte ich nur anmerken, dass es sich dabei um exakt das gleiche handelt, weil der Grad unmittelbar aus der Summe der angehäuften GFP folgt und deswegen automatisch und unmittelbar ein Maß für das Können des Charakters darstellt. Natürlich kennt der SC seinen Grad nicht, weil es sich dabei um regeltechnische Größe handelt. Der SC weiß naturgemäß nur, wie gut er bestimmte Fertigkeiten beherrscht. Da wir aber hier doch auf Spielerebene diskutieren, verstehe ich deine Unterscheidung nicht so richtig. :confused:

 

Norgel

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Ich weiß gar nicht was ihr alle habt -- unser Drache hatte im Abenteuer letztins gerade mal 6 LP verloren (von 75) und die Gruppe war fast ausgemerzt. Die Gruppe bestand aus mindestens zwei Grad 7 Characteren und die restlichen 8 waren zwischen Grad 4 und 6.

 

Und mein Krieger Grad 8 hatte auch noch keinen Gegner, bei dem er nicht um sein Leben gebangt hat.

 

Wer der Meinung ist, ein Character ab Grad 7 oder höher sei unspielbar, weil unbesiegbar, kann sich gerne auf einem Con bei Khun, Detritus oder mir melden...

 

Meine Meinung!

mein höchststufiger Held, Wüstengänger (Grad 7), Träger des Sichelschwertes des Konthis-Re (also in Mokkatam eine bekannte Person) ist alles andere als ein Überheld und wird es ganz sicher auch nicht in den nächsten 3 Graden.

So ab Stufe 5 fängts doch gerade erst an richtig Spaß zu machen, weil die entsprechenden Spezialisierungen der Fertigkeiten eine Form annehmen (in Fall des Wüstengängers: Schleichen, Spurenlesen, Laufen usw)

Und Zauberer sind erst so ab Stufe 6 interessant zu Spielen. Wir dürfen nicht vergessen daß das Helden sind die wir darstellen wollen. Es macht doch keinen Spaß aufzuhören wenns gerade anfängt SPASS zu machen.

Außerdem warum soll sich jemand, der 12 Jahre lang ein Abenteurerleben geführt hat plötzlich mit 32 das interesse haben sich häuslich niederzulassen.

Dann hätt ich gleich daheim bleiben können!

Ist klar, daß ein Hochstufiger Held nicht einfach so in der Gegend herumzieht und verzweifelt nach einem Abenteuer sucht....das Abenteuer findet Ihn, eben weil er bekannt ist und bestimmte Fähigkeiten hat, die nicht jederbeliebige Jungspund hat.

Mein Wüstengänger (33) ist gerade in KhanThaiPan (ohne Sichelschwert, das ist beim Nasser zurückgeblieben....wäre ein Verlust für Eschar, wenn es samt Träger in den Fluten versinken würde) und ist dort keineswegs unterfordert....

 

Es ist klar, daß je höher der Grad des Abenteurers, desto mehr sollte sich der SL einfallen lassen um den Helden (der bereits wahrscheinlich ein hohes Amt bekleidet, oder sich zurückgezogen hat um in der Einsamkeit die hohe Magie zu studieren) in ein Abenteuer zu verwickeln.

Ich würde sagen Grad 15 entspricht einem Alter zwischen 50 und 60. Auch ein(e) Held(in) im 12 Grad der sich bereits häuslich niedergelassen hat und Frau/Mann und Kinder hat könnte um Hilfe gebeten werden....weil Gefahr im Verzug ist.

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[...] mein höchststufiger Held, Wüstengänger (Grad 7), Träger des Sichelschwertes des Konthis-Re (also in Mokkatam eine bekannte Person) ist alles andere als ein Überheld [...].

 

Wo wir schon beim Thema "Grad des Helden" sind. Ist euch schonmal aufgefallen, dass der Vergleich unterschiedlicher Figuren anhand ihres Grades ausgesprochen schwierig ist?

 

Einerseits kommt es natürlich darauf an, was und wie eine Figur gelernt hat. Natürlich ist ein Spitzbube, der nur Bewegungs- und Abenteuerfertigkeiten gelernt hat, bei gleicher GFP-Zahl deutlich mächtiger als eine Figur, die Trinken, Kampftaktik und Athletik auf höchster Stufe beherrscht. Obwohl die Regeln diese Unterscheidung nicht treffen. 1 GFP ist und bleibt 1 GFP, unabhängig davon, wofür er angefallen ist.

 

Ein zweites Problem liegt darin, dass der eine SC vom Grad 7 theoretisch 7001 GFP haben könnte, während ein anderer Charakter vom 7. Grad 14999 GFP haben kann. Soll heißen, der eine SC hat doppelt so viel gelernt, wie der andere und beide sind trotzdem Grad 7. Deshalb nochmal die Frage: Wann ist eine Figur eigentlich hochgradig? Meine persönliche Grenze liegt so etwa bei 12.000 GFP. Wie seht ihr das? Oder hatten wir die Frage schon und ich hab's übersehen.

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Wann ist eine Figur eigentlich hochgradig? Meine persönliche Grenze liegt so etwa bei 12.000 GFP. Wie seht ihr das?
Ich betrachte Charaktere normalerweise so ab Anfang Grad 10 als hochgradig. Mittlere Grade sind für mich so von Anfang Grad 7 bis Ende Grad 9.

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Was ein hoher Grad, da wird es wohl kaum Einigekeit geben können. Für mich ist eine Figur hochgradig, wenn sie neben einigen Spezialisierungen mit den Fertigkeiten in die Breite geht. Dies ist meist ab Grad 7 der Fall.

 

Solwac

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Hi

 

Ich hatte die Frage mal irgendwo gepostet und selbst beantwortet ;)

 

Meine Vermutung war, wenn ich mich recht entsinne:

Niedrig 1-3

Mittel 4-6 (7)

Hoch ab 7

 

Olafsdottir hatte mir damals recht gegeben, soweit ich mich richtig erinnere.

 

Finde aber den Thread nicht mehr, daher kann ich beides nicht nachschauen :blush:

 

Gruß

Bernd

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Ich freue mich auf jeden Fall, wenn meine Gruppe mal Grad 11 oder 12 ist. Eventuell kann ich sie dann mal auf einen Drachen oder ähnliches loslassen.

 

Ähh, öhh, okay, Grad 11 oder 12 also. Wie lange spielst du schon? Ich habe es in 18 Jahren gerade mal auf Grad 10 gebracht. :oh:

 

Was den Drachen angeht, könntest du's ja versuchsweise mal mit einem jungen Exemplar probieren. Die sind mit etwas Mühe, Schweiß und Blutvergießen schon auf Grad 6 bis 7 zu erledigen. :after:

 

Edit @ Jürgen: Nö, wir sind absolut in-topic, weil wir gerade versuchen, zuerst mal eine Definition für "hoher Grad" zu finden.

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Ok, wenn die Diskussion, was ist hochgradig das selbe ist wie, Spielbarkeit hoher Grade, dann hast Du Recht.

 

In etwa 10 Jahren Rollenspiel habe ich es bisher zu einer Grad 9 und einer Grad 8 Figur gebracht.

Nachsehen hilft!

Der Söldner (Grad 9, 2 Jahre intensiv gespielt) ist jetzt gerade über die 25000-Marke gehüpft und der Hexer ( Grad 8, etwa 1,5 Jahre) schafft das bald.

 

Es gibt da noch so vieles, was fehlt, als daß ich bei den beiden von hochgradigen Figuren sprechen würde.

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@Norgel

 

Wenn es bei uns in der Gruppe rund geht (und das passiert alle paar Wochen einmal), dann gibt es für die Kämpfer im Schnitt um die 500 KEP (teilweise mehr) und für die Zauberer eine ähnliche Anzahl von ZEP. Dazu kommen noch AEP für allgemeine Fertigkeiten und mit dem Einsatz dieser, kommt auch eine ansehnliche Anzahl von PP dazu.

 

Ich vergebe alles in allem die Punkte gemäß Regelwerk. Meine Spieler können glaube ich bestätigen, dass ich es ihnen auch nicht leicht mache.

 

Viele Grüße

hj

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Nachdem in unseren Hausgruppen die Grade 8 (einmal sogar 9) das höchste war, was mir dort jemals begegnete, waren für mich alle Charaktere ab Grad 7 hochgradig. Zweistellige Werte hielt ich bestenfalls für theoretisch möglich.

 

Midgard-Cons und das Forum hier haben mich dann eines besseren belehrt. Trotzdem empfinde ich immer noch alles oberhalb von Grad 7 hochgradig, selbst wenn ich inzwischen schon Charaktere auf Grad 11 geleitet habe.

 

Selbst habe ich nach wie vor nur einen auf Grad 8, einen auf Grad 7 und der Rest ist "kleiner".

 

 

Und ja, ich halte sowohl Con-Abenteuer als auch Kampagnen für Charaktere bis Grad 15 für mehr oder weniger problemlos möglich. Es hängt halt auch davon ab, wie die Spieler damit umgehen wollen.

 

Grüße...

Der alte Rosendorn

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Was hätte das denn genutzt, wenn kein Boot vorhanden ist?

 

Viele Grüße

Harry

Gut beobachtet: Alle Boote sind auf dem Wasser. Nur ein defektes ist noch da und rotzfreche Gören. Was haben die Abenteuerer davon, auch wenn sie "Helden" sind, wenn sie kleine Kinder prügeln?

Und ein Boot, das dann erst mal voll Wasser läuft und nicht dicht zu kriegen ist, ist auch nicht das reinste Vergnügen.

Die Tücke des Objekts trifft auch und gerade die "Grossen".

 

 

Die Gradangaben sagen meiner Meinung nach nicht wirklich etwas über die Macht und Stärke eines Charakters aus. Ich spiele seit gut 15 Jahren Midgard und meine höchsten Charaktere sind eine Grad 10 Söldnerin und ein Grad 9 grauer Hexer (Erschaffen am 07.08.1991). Beide Charaktere habe ich recht häufig gespielt. Vergleiche ich beide miteinander (Die GFP liegen nah beieinander) würde ich die Söldnerin für viele Abenteuer als zu hochgradig ansehen, den Hexer als angemessen. Das liegt größtenteils daran, dass ich heute mehr in die Breite lerne (Nebenfertigkeiten: Spinett spielen, sticken, töpfern usw.) und mich früher hauptsächlich auf bestimmte klassentypische Fähigkeiten versteift habe.

 

Ob ein Charakter in ein Abenteuer passt, entscheiden unsere Spielleiter individuell. Wir lassen uns selten vom Grad des Charakters "blenden". Gerade bei Buchabenteuern, die nicht auf die Eigenheiten und Vorlieben einer bestimmten Spielgruppen eingehen können, ist diese individuelle Prüfung m.E. die beste Lösung. Viele Buchabenteuer setzen voraus, dass die Charaktere eher fremdbestimmt (auf Weisung) handeln. Hierbei sind dann wohl eher unerfahrene niedriggradige Charaktere bis etwa Grad 5 geeignet. Ab Grad 6 oder 7 sollte man einem Charakter (und damit auch dem Spieler) schon zugestehen, dass er nicht jeden Auftrag ("Holt bitte meine Nähnadel aus dem nächsten Dorf. Ich zahle Euch auch 2 Silberne) erfüllen wird.:rolleyes::sleep: Da muss dann schon ein höherer Anreiz geschaffen werden!

 

Zu den obigen Ausführungen von Harry und AzubieMagie möchte ich folgendes sagen: Es ist natürlich durchaus Charakter abhängig, ob ein hochgradiger Charakter sich bieten lässt, dass ein paar Fischerburschen ihn auslachen. (Meine Halblingsmagierin würde vermutlich mitlachen und allen einen Lebkuchen zum Knabbern anbieten) aber mein Hexer hätte überhaupt keine moralischen Bedenken, den Bengel am Ohr zu packen und ihn persönlich den Auftrag zu erteilen, dass letzte verbleibende, leckgeschlagene Boot zu reparieren und zwar bevor dessen Kleidung anfängt Feuer zu fangen. Nee, mal ehrlich!

 

Ich bin gegen jede Form von physischer und psychischer Gewalt im wahren Leben, aber in einer archaischen Rollenspielwelt reden wir doch nicht über moralische Empfindlichkeiten (was Krieger, Hexer, Söldner, Assassinen usw.) angeht, oder? Ich kann mir nur schwer vorstellen wie eine Gruppe sehr eindrucksvoller Helden von einer Gruppe Halbwüchsiger und Kinder in die Flucht getrieben wird.:motz: Und wenn kein Ruder da ist, dann wird halt einem Knecht befohlen eins zu schnitzen oder notfalls rudern die kleinen Lümmel eben mit den Armen das Boot voran..... Und wenn Wasser in das Boot sprudelt, dann haben hochgradige Charaktere sicherlich irgendwelche (und wenn nur intellektuellen) Fähigkeiten, das Problem ggf. auch noch auf dem Wasser zu lösen.

 

BadKarma

 

editiert: offensichtliche Rechtschreibefehler :)

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Ich bin mir nicht so sicher, ob die Verhältnisse auf Midgard identisch zu denen unseres Mittelalters sind -- bzw. sein müssen --, schließlich gibt es auf Midgard Magie & viele mysthische Wesen.

 

Und gerade hochgradige (erfahrene) Figuren sollten doch mehr auf dem Kasten haben, als ein Kind mit einer Ohrfeige oder Magie zur Zusammenarbeit zu bringen.

 

Ich sehe nach wie vor keine Notwendigkeit für Gewalt (ob physischer, psychischer oder magischer Art) gegenüber der "neutralen", einfachen Bevölkerung -- zumindest von den SC's.

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Es gibt da einen Film mit Arnold Schwarzenegger, wo sich der Held mit Kindergartenkindern rumschlagen muss und ziemlich gefordert wird. Solche Themen wurden schon oft verbraten und bringen meist witzige Ergebnisse. (Mehr oder weniger).

 

Natürlich kann sich der SC auf den Standpunkt stellen, ich lass mir von denen nicht auf der Nase rumtanzen und die Sache eskalieren lassen.

 

Das könnte aber auch zu gewaltigen Spannungen in der Gruppe führen (wenn da Gutmenschen mitlaufen). Und im RL habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Kindern niemals mit Dingen drohen sollte, die man nachher nicht bereit ist auch durchzuziehen.

 

Ist aber auch eine Frage des Weltbildes. Aber ehrlich, eine mittelalterliche Welt, in der Kinder nur Ware sind und von jedem Helden einfach so verprügelt werden können, weil der es für richtig hält, gefällt mir nicht.

 

Kinder haben Rechte.

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Aber ehrlich, eine mittelalterliche Welt, in der Kinder nur Ware sind und von jedem Helden einfach so verprügelt werden können, weil der es für richtig hält, gefällt mir nicht.

 

Kinder haben Rechte.

Jetzt hast du mich abgehängt. Worauf willst du denn mit deinem sonderbaren Hinweis auf Kinderrechte hinaus? :?: Menschen haben Rechte. Kinder sind Menschen. Folglich haben Kinder Rechte. So what?

 

Wir sind uns vollkommen, absolut und in jeder erdenklichen Art und Weise darin einig, dass Kinder im Deutschland des 21. Jahrhunderts Rechte haben. Aber leben die Spielfiguren nun auf Midgard oder auf dem Planeten Erde? Nur weil wir heute bestimmten schwächeren Gesellschaftsschichten eigene Rechte einräumen, heißt das nicht, dass die Bewohner Midgards das gleiche tun würden. Im Gegenteil. Das würde nämlich bestimmte Sozialstrukturen voraussetzen, die es auf Midgard m.E. nicht gibt. Außerdem glaube ich nicht, dass der Geist der Aufklärung in einer von Magie geprägten Welt sonderlich weit gedeihen könnte, da Magie naturgemäß unerklärlich ist uns sich einem logischen Erklärungsansatz entzieht. Wenn ich unter dieser Prämisse davon ausgehe, dass Midgard eher mit dem Mittelalter als mit der Neuzeit zu vergleichen ist, dann empfinde ich das als einen zulässigen Rückschluss.

 

Davon ausgehend bleibe ich dabei, dass das (moderate) Schlagen eines Kindes in der Welt von Midgard weder zu einer Eskalation der Situation noch zu einer ernstlichen Missbilligung des von dir angeführten "Gutmenschen" führen würde. Natürlich gebe ich dir insofern Recht, als das entscheidend vom Spielstil und der Vorstellung der Spieler von der Spielwelt abhängt.

 

@ Woolf: Natürlich haben Spielfiguren mehr auf dem Kasten, als Kinder zu schlagen. Aber ich glaube, dass BadKarma nur darauf hinweisen wollte, dass das Ohrfeigen eines Kindes auf Midgard durchaus alltäglich und somit sozialadäquat ist.

 

Norgel

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    • By Solwac
      Die meisten von Euch werden die Empfehlungen des Kompendiums für außergewöhnliche Personen ab Grad 4 kennen (KOM S.74ff). Damit werden relativ schnell Figuren erstellt, die in ihren Möglichkeiten denen von Spielerfiguren entsprechen, meist nur nicht über deren Breite der Fertigkeiten. Dies ist aber insofern kein Problem, als solche NSC meist für ein Abenteuer und dessen Umfeld erschaffen werden.
       
      Mich interessiert nun, wie weit Eure Figuren mit den Vorschlägen für Waffen-, allgemeine Fertigkeiten und Zauber beschreibbar sind.
       
      Bitte bei der Umfrage beachten, dass nicht alle Kombinationen von Antworten Sinn machen, Mehrfachantworten aber durchaus gewünscht sind.
       
      Solwac
    • By Stephan_W
      Hallo,
      gibt es in M5 eine Faustformel, wie ich ein Abenteuer auf die Grad / Gruppenstärke meiner Abenteurergruppe umschreibe?
      Ich möchte zumindest versuchen zu vermeiden das ich mitten in der Kampfhandlung Dinge ändern muss weil die NSC wie die Fliegen fallen, oder die Abenteurer keine Chance haben.
      Bin für jeden Tip dankbar.
      Gruß Kashoggi
    • By Thrass
      Ich habe das zweite mal midgard gespielt (das erste mal war vor 2 Jahren und bei einem anderem Meister und viel Erinnern kann ich mich nicht)
       
       
      Nach einem (vorgefertigten Anfangsabenteuer vlt. sogar DAS Anfangsabenteuer? es ging um ein Vana Artefakt) Abenteuer, das wir zu zweit (beide grad 1) bestritten haben (obwohl es für 4 ausgelegt ist wofür wir pauschal doppelte KEP bekommen haben wegen übermacht) und einer Schatztruhe die mit der Auftragsbelohnung zusammen ~1500 GS pro Person abgab habe ich in dem Fortgeschrittenem Erfahrungssystem (weißer Hexer Vana bzw. generell Fruchtbarkeitsgötter nach dem einzigen weißen Mentor im Arkanum) von meinem Spielleiter eine Belohnung meines Mentors bekommen welcher mir den Zauberspruch Handauflegen ohne Entgelt lehrt... (=333 gratis FP, wichtige Reliquie zurückgehohlt rechtzeitig zum Pilgerfest)
      Dazu kommen 3 benutzte PP (=120 FP) (aus kritischen erfolgen weil wir das mit den PP aus Fehlschlägen nicht kapiert haben gab es die erstmal nur für kritische Erfolge)
      260 KEP (=260FP) (130 echte im Kampf erworbene *2)
      80ZEP (=80FP) (größtenteils Angst zauber, einmal Anziehen, 2 mal Binden des Vertrauten zum ausspähen)
      120AEP (=120FP) (Rollenspiel, gute Ideen, etc.)
       
      Da wir genug Zeit bekommen um zu lernen und ähnliches kann ich nun Porblemlos 1000 Gold in 100FP umwandeln
      und habe >=1000FP und erreiche Grad 4
       
      die 40 EP für Ausdauer steigern hab ich dann auch noch umgeschichtet und Quasi mit Geld bezahlt und bin jetzt grad 4 mit (gut gewürfelt, 3 Boni) 27AP
       
      Ist das so gewollt?
      Selbst wenn man die 333 "gratis" FP weglässt bedeutet das Grad 3 nach dem ersten Abenteuer (2 lange Abende insgesamt vermutlich ~10 Spielstunden)
      machen wir irgendetwas grundlegend Falsch?
       
       
      nächste Frage: kann ich so ohne weiteres Magierstab auf +10 steigern? (finde keine explizite maximal Stufe +x Angabe wie bei Zaubern, Abwehr, Resistenz)
       
       
      Ansonsten sind wir nach langen lese Eskapaden langsam zuversichtlich, dass wir die Regeln richtig verstehen und anwenden
       
      schon mal vielen Dank für eure Anregungen,
      Thrass
    • By Ma Kai
      Im KOD5, S. 148, ist eine Skala für Erfahrungspunkte für Meilensteine (zusätzlich zu den 5 EP/Zeitstunde, die für alle gleich sind) angegeben. Diese differenziert nach Grad. Was macht Ihr, wenn die Gruppe sich deutlich im Grad unterscheidet?
       
      In einer Gruppe aus Grad 8, 13 und 17 müßten z.B. 200, 300 und 600 EP pro 10 Stunden vergeben werden. Was soll es sein?
      Hätte einer noch Grad 21, wären für den 1,500 EP angemessen, mehr als für die anderen zusammen.
       
      Eine individuell-pauschale () Vergabe könnte leicht als ungerecht empfunden werden und zementiert das Gradungleichgewicht (gäbe es keines, gäbe es keine Frage). Eine gänzlich pauschale Vergabe ballert die niedrigeren Grade mit EP voll (den meisten Spielern macht das so viel nicht aus), während die Hochgrader nicht recht weiter kommen (dies ist erfahrungsgemäß ein größeres Problem).
       
      Ich tendiere dazu, mich an der Mitte/Masse der Gruppe (Median oder Durchschnitt der Grade? Ersteres hätte den Vorteil, daß es die EP der anderen nicht herunter zieht, wenn sie einen Grad 1er neu aufnehmen) zu orientieren. So haben wir es auch in der Bonner Runde zur allgemeinen Zufriedenheit gespielt.
       
      Wahrscheinlich ist aber auch das ein Punkt für den Gruppenvertrag.
    • By Berengar Drexel
      Nach Prados' Beitrag ist der Strang zu Abwehr in Tiergestalt http://www.midgard-forum.de/forum/index.php?/topic/32290-welche-abwehr-hat-ein-zauberer-in-tiergestalt/ eigentlich abgefrühstückt.
       
      Da aber jetzt eine Diskussion über Hausregeln dazu einsetzt, die mich interessiert, mache ich dazu mal diesen neuen Strang auf.
       
       
      Mir gefällt dabei folgende Idee für eine Hausregel:
       
      Ein Zauberer hat Grad Z, seine Tiergestalt Grad T. Die Erhöhungen seiner Abwehrfertigkeit nach Kodex Seite 166, die er in Grad T+1 bis Z einschließlich erwirbt, addiert man auch zur Abwehr seiner Tiergestalt hinzu.
       
      Der Block von gradabhängigen Eigenschaften (AP, Abwehr, Resistenzen, Zaubern), um die herum ein Spielleiter oder Abenteuerautor oft die Gegner baut, bleibt damit auch in Tiergestalt intakt. Ob man das will, oder ob einem die Lücke in den gradabhängigen Eigenschaften gerade als angemessener Preis für die Tiergestalt erscheint, lasse ich mal dahingestellt.
       
      Jedenfalls braucht mit dieser Hausregel nicht jeder höhergradige Zauberer einen Glücksbringer-2 gegen Blitzzauber, um sich in Tiergestalt zu bewegen.
       
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