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Akeem al Harun

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  1. Ich denke, es ist sinnvoller, hier zu antworten, weil das so langsam die Regelfrage verlässt. Ich bin nicht sicher, was genau du mit "niederen Motiven" meinst, mir persönlich klingt das zu dramatisch. Ich will die Gründe, warum jemand eine Regel zum Nachteil der Spieler auslegt, gar nicht bewerten. Vielleicht hat der Spielleiter nur einen schlechten Tag. Da sehe ich kein "niederes Motiv", sondern nur eine gewisse Müdigkeit. Wenn eine Regel oder eine Kombination aus Regeln, die beim Lesen nicht ganz eindeutig erscheinen, vom Spielleiter zum Nachteil der Spieler ausgelegt werden - und genauso empfinde ich den Vorschlag, Austreibung des Bösen auf Riesenwesen nicht zuzulassen - dann ist das erst mal "kleinhalten" von Spielern. Warum "kleinhalten"? Weil es eine Handlungsoption nimmt. Dein Argument, man nehme die Option ja nicht den Spielern sondern der Spielwelt, halte ich aus den bereits genannten Gründen für nicht stichhaltig. Die Abenteuer, die Spieler bzw. deren Figuren erleben, beinhalten es ja genau, Bedrohungen für (Teile der) Spielwelt zu bekämpfen und zu beseitigen. Der Zauber Austreibung des Bösen ist für genau den Fall gemacht. Den Vergleich mit Versteinern halte ich für unpassend. Die Zauberformel von Versteinern ist Verändern => Erde => Erde. Das heißt, der Körper des Opfers des Zaubers soll verändert werden. Entsprechend ist das im Bestiarium angeführte Argument mit der Körpermasse bei Riesenwesen gut begründet. Die Zauberformel von Austreibung des Bösen ist Bewegen => Magan => Feuer, in der Zauberbeschreibung steht außerdem, dass sich die Magie gegen den Astralleib richtet. Masse und Ausdehnung des physischen Körpers sind schlicht egal. Die Argumentation mit der Ausdehnung der Kugel in der physischen Welt spielt keine Rolle und das Zerquetschen des Zauberers in dieser Kugel, wenn er sich den Raum mit einem Riesenwesen teilt kleinlich und an den Haaren herbeigezogen. Austreibung des Bösen birgt durch die Möglichkeit, dass das Opfer einen Freischlag erhält, wenn die Resistenz gelingt, ausreichend Risiken, dass der Zauber nicht als die "billige Allzweckwaffe" dient, wie es im Thema kolportiert wurde. Es nicht zuzulassen, den Zauber gegen Riesenwesen anzuwenden, weil der Spielleiter eine andere Idee eines dramatischen Showdowns hatte oder weil er gerade mit der Fragestellung überfordert ist oder was auch immer der Grund sein mag, ist nichts anderes, als Spieler kleinzuhalten. Gönnt den Spielern ihren Erfolg. Auch wenn es mit vermeintlich billigen Zaubern oder Fertigkeiten passiert. Ein Beispiel, das ich selbst erlebt habe: Auf einer Schifffahrt wurde die Gruppe von einem Riesenkraken (Grad 50) angegriffen. Zähmen ist hier praktisch ausgeschlossen, außer in (sehr) hohen Graden. 52 AP sind eine Menge Holz. Außer.... man ist Heiler und hat Zähmen auf seinem Heilerstab aufgeprägt. Dann kostet die Anwendung des Zaubers 1 AP, unabhängig vom Grad des zu verzaubernden Wesens. Das hat der Situation ein bisschen von der Dramatik genommen, aber als Spieler war das sehr befriedigend, die Situation mit dieser nie zuvor genutzten Möglichkeit entschärfen zu können.
  2. @Eleazar Da du dich anscheinend an dem Begriff "Spieler kleinhalten" störst: @Läufer s Umsetzung ist auch kein "nein", wie es von manchen hier angeregt wurden, sondern ein "ja, aber". Das ist auch total in Ordnung. Ganz besonders dann, wenn solche Ideen von den Spielern kommen.
  3. Leider kann ich noch nicht reinschauen, da ich die Aufforderung zum Bezahlen noch nicht und entsprechend auch das Regelwerk noch nicht bekommen habe. 😥
  4. Um es wirklich beurteilen zu können, müsste ich es erst einmal ausprobieren. Klassenlos finde ich nicht per se schlecht, es kommt darauf an, wie es umgesetzt ist. Cool fände ich es, wenn man sich Lernvergünstigungen erspielen könnte, vergleichbar dem Lernen als Belohnung bei Midgard 4/5.
  5. "Ich nehme die Option aus der Spielwelt und nicht den Spielern" ist meines Erachtens Kleinkrämerei. Wer, außer den Spielerfiguren setzt denn solche Zauber in nennenswertem Umfang ein? ...und das sind doch in der Regel diejenigen, die sich mit genau solchen Problemen herumschlagen müssen. Ich verstehe dein Argument, "Spieler kleinhalten" sei ein Totschlagargument. Im Allgemeinen magst du recht haben. In diesem speziellen Fall sehe ich das anders.
  6. So etwas würde ich nicht pauschal sagen. Es mag Situationen geben, in denen ein gewitztes Wort an der richtigen Stelle durchaus für eine Wendung im Kampf sorgen kann. Man beachte dazu auch die Kampfverse aus dem Ars Amorum, auch wenn sie natürlich eine magische Komponente enthalten.
  7. Eventuell mit Claude Design oder ChatGPT Work mit Astra. Aber ich würde eher sagen, dass das nicht die Stärke von Large Language Modellen ist. Auf jeden Fall nicht mit den freien Modellen.
  8. In diesem Fall ja. Es gibt für beide Seiten gute Argumente. Aus den Regeln lässt sich meines Erachtens nicht eindeutig herleiten, ob nun das eine oder andere gültig sein soll. Das bedeutet automatisch, dass eine Entscheidung, dass der Zauber gegen Riesenwesen nicht wirkt, eine Entscheidung gegen die Spieler ist, weil sie ihnen eine Handlungsoption nimmt.
  9. Ich denke, es gibt zwei Ebenen: Die des neutralen Betrachters von außen. Die aus der Sicht der Bewohner der (Spiel-)Welt Ich halte es auch für wichtig, diese beiden Ebenen nicht zu vermischen. Aus der Sicht des neutralen Beobachters sind die Orcs eben eine kulturschaffende Rasse, die ihre Kinder liebt und schützt. Aus Sicht des Dorfbewohners in der Nähe der Orcsiedlung sind sie aber trotzdem schlimme Monster, die am liebsten das Blut der Kleinkinder trinken. Davon ab gibt es auf Welten wie Midgard ja tatsächlich böse Wesen, wie Nachtmahre und andere Untote sowie Dämonen aus den ferneren Chaoswelten.
  10. Auf keinen einzelnen, ansonsten hätte ich den zitiert. Die letzten paar Beiträge haben meiner Meinung nach mehrheitlich den Tenor, den Zauber gegen Riesenwesen nicht zuzulassen.
  11. Wie schnell alle dabei sind, eine solche Entscheidung anhand von Parametern des Zaubers gegen die Spieler zu treffen. Das erinnert mich mal wieder an das typische Kleinhalten von Spielern. So kann ich als SL auch ganz einfach dafür sorgen, dass die Spieler ein besessenes, aber an sich vielleicht unschuldiges Wesen kleinhacken müssen, um eine Gefahr zu beseitigen, anstatt es zuzulassen, dass der Böse Geist einfach vertrieben wird. Austreibung des Bösen ist mit der Gefahr, dass der Gegner einen Freischlag erhält, wenn die Resistenz gelingt, schon gefährlich genug. Da brauche ich keine zusätzlichen Hürden einzubauen.
  12. Vielleicht solltest du noch mal genau hinschauen. Zum Spruch Versteinern steht, dass der Spruch nicht wirkt, wegen zu großer Körpermasse (= kg oder t), nicht wegen der Körpermaße (= m). Darüber hinaus halte ich deine Interpretation für fehlgeleitet. In der Spruchbeschreibung von Austreibung des Bösen steht, dass das Wesen in die Kugel hineingezogen und alles andere außer dem Zauber hinausgedrängt wird. Darüber hinaus haben wir die Info aus dem Bestiarium, dass die AP Kosten sich bei großen oder riesigen Wesen verdoppelt oder vervierfachen. An keiner Stelle finden wir die Information, dass die Körpermaße des zu verzaubernden Wesens für Austreibung des Bösen eine Rolle spielen. Beispiel: Ein Kentaur ist laut Bestiarium weder groß noch riesig. Er kann also mit normalem AP Aufwand verzaubert werden. Ein durchschnittlicher Mensch und ein durchschnittlicher Kentaur sind in einer 3m durchmessenden Kugel schon recht beengt. Gehen wir einen Schritt weiter. Bei Kentauren gibt es auch Priester (PS). Würde man eurer Argumentation mit der Größe der Kugel und den Körpermaßen der beteiligten Wesen rechnen, wäre es einem Kentaurenpriester nicht möglich, einen besessenen Kentauren von seinem Zustand zu befreien, weil sie nicht zusammen in die Kugel passen. Ich halte das aus spiellogischer Sicht für nicht sinnvoll. In diesem Sinne würde ich auf Solwacs Vorschlag verweisen und es so handhaben, dass im Inneren der Kugel immer ausreichend Platz für zwei Wesen ist, unabhängig von der Größe ihrer Körper. Nur die Anmerkungen zum AP-Verbrauch im BEST5, S. 19f. sind zu beachten.
  13. @Bruder Buck Da du dich explizit auf den Kodex beziehst. Da steht beim Widerstandswurf: Mit dem Widerstandswurf kannst du die Folgen abschwächen (z.B. "leichter Schaden") oder ganz abwenden (z.B. Kritischer Erfolg bei der Resistenz). Das steht aber nicht, dass die Aktion des anderen dadurch als "nicht erfolgreich" gewertet wird.
  14. Thema von jul wurde von Akeem al Harun beantwortet in Midgard Cons
    Auf jeden Fall erst mal schön, dass du kommst und Teil der Community wirst. Alles andere ergibt sich dann schon. Schade nur, dass ich dann nicht dabei bin, denn Rinderfilet in Portwein-Pfeffer-Soße mit Beilagen würde mir gefallen.

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