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Monster zu schwach?


Gefährlichkeit immer angemessen?  

102 members have voted

  1. 1. Gefährlichkeit immer angemessen?

    • Grad und Gefährlichkeit stimmen m.e. oft nicht überein
    • Grad ist meist der Gefährlichkeit angemessen


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Ah, verstehe. Die Frage lautet aber: müssen die Regeln das hergeben? Ich würde hier unterscheiden zwischen dramaturgischen ggf. epischen Erlebnissen und Aktionen durch die Abenteurer.
Das Problem liegt darin, dass vor allem Anfänger oder generell Abenteurer (Spieler), die mit einem bislang unbekannten "Monster" konfrontiert werden, dadurch eine Gefährlichkeit vorgespielt bekommen, die die Regeln einfach nicht hergeben.

Nach Bestiarium, S. 202 haben Grad 0 Menschen 3W6+1 LP, ein Grad 1 Mensch 3W6+2. Ein Mörderpinguin (Waeland, S. 102) richtet 1W6+2 Schaden an. Wenn ich die möglichen LP für Menschen und den möglichen Schaden für den Mörderpinguin betrachte, sehe ich da genug Überschneidungen, dass ein Mörderpinguin in zwei Runden zwei ungerüstete Menschen um die Ecke bringen kann.

 

Nur weil die meisten Spieler die Wichtigkeit der Ko kennen und entsprechend mit hohen Werten von mindestens 60 belegen, heißt das noch lange nicht, dass alle Einwohner Midgards eine entsprechend hohe Ko und entsprechend hohe LP haben. Rein rechnerisch kann auch ein von einem Spieler geführten Abenteurer mit 5 LP auf Abenteuer ausziehen, auch wenn das eher selten der Fall sein wird.

 

Viele Grüße

Harry

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Ein menschlicher Abenteurer schafft 5 LP aber nur bei einer Ko kleiner 10. ;)

 

Die Überwindung eines Menschen mit nur einem Angriff würde ich nicht über die LP rechtfertigen und stattdessen einen gezielten Hieb annehmen.

 

Solwac

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Hallo Harry!

 

Wenn ich die möglichen LP für Menschen und den möglichen Schaden für den Mörderpinguin betrachte, sehe ich da genug Überschneidungen, dass ein Mörderpinguin in zwei Runden zwei ungerüstete Menschen um die Ecke bringen kann.
Klar, irgendwie kann man sich das schon hindrehen; notfalls springt die berühmte 20/100 ein. Aber die Häufigkeit solcher Beschreibungen steht nicht im Verhältnis zu ihrer Wahrscheinlichkeit.

 

Liebe Grüße, :turn: , Fimolas!

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Ein menschlicher Abenteurer schafft 5 LP aber nur bei einer Ko kleiner 10. ;)

Ich habe nichts anderes gesagt, oder? :dunno:

 

Die Überwindung eines Menschen mit nur einem Angriff würde ich nicht über die LP rechtfertigen und stattdessen einen gezielten Hieb annehmen.

Ich denke man kann eine Kombination aus beidem annehmen. Denn dass ein gezielter tödlicher Hieb mit einem Angriffswert von +10 gelingt, ist doch höchst selten.

 

Viele Grüße

Harry

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Was ich noch ergänzen wollte zu meinem letzten Beitrag und was eventuell auch ein wenig Fimolas Problem erklärt:

 

Bei Midgard werden körperliche Schmerzen und die Angst vor einem Kampf von Abenteurern normalerweise komplett ignoriert. Kein Bauer wird allerdings noch zu kämpfen versuchen, wenn ihm ein Bär gegenübersteht - er wird davonlaufen bzw. beim ersten Treffer vor Schmerzen wimmernd zusammenbrechen anstatt weiter zu kämpfen. Leider scheinen Abenteurer immun gegen Schmerz und Angst vor Schmerzen und Verwundungen zu sein.

 

Hornack

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Hallo Fimolas,

 

Wenn ich die möglichen LP für Menschen und den möglichen Schaden für den Mörderpinguin betrachte, sehe ich da genug Überschneidungen, dass ein Mörderpinguin in zwei Runden zwei ungerüstete Menschen um die Ecke bringen kann.

Klar, irgendwie kann man sich das schon hindrehen; notfalls springt die berühmte 20/100 ein. Aber die Häufigkeit solcher Beschreibungen steht nicht im Verhältnis zu ihrer Wahrscheinlichkeit.

Mir persönlich ist eine solche Situation erst ein einziges mal begegnet, nämlich just das von dir genannte Beispiel.

 

Jedenfalls wollte ich nur darlegen, dass solche Situationen grundsätzlich möglich sind und nicht nur der unwahrscheinlichste Fall - nämlich die 20/100 - dafür herhalten muss. Es gibt hinreichend weitere Erklärungsmöglichkeiten. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit für eine solche Situation.

 

Natürlich sollte man dieses Stilmittel (Kreatur erschlägt NSC mit einem Schlag und wendet sich dann den Abenteurer zu...) nicht zu oft verwenden, sonst nutzt es sich ab. Aber ich persönlich sehe diese Gefahr nicht.

 

Viele Grüße

Harry

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Was ich noch ergänzen wollte zu meinem letzten Beitrag und was eventuell auch ein wenig Fimolas Problem erklärt:

 

Bei Midgard werden körperliche Schmerzen und die Angst vor einem Kampf von Abenteurern normalerweise komplett ignoriert. Kein Bauer wird allerdings noch zu kämpfen versuchen, wenn ihm ein Bär gegenübersteht - er wird davonlaufen bzw. beim ersten Treffer vor Schmerzen wimmernd zusammenbrechen anstatt weiter zu kämpfen. Leider scheinen Abenteurer immun gegen Schmerz und Angst vor Schmerzen und Verwundungen zu sein.

 

Hornack

Leider wahr. Spieler, die dennoch versuchen, das rollenspieltechnisch anzuwenden, werden meist auch noch mit sehr hochgezogenen Augenbrauen angesehen...

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Ich habe auch dafür gestimmt, dass Monster auf Midgard zu schwach sind. Das Argument mit der mangelnden Angst vor einem Bärenangriff oder dergleichen hängt eben mit der Tatsache zusammen, dass die meisten Spieler die Midgard-Tier(chen) recht gut einschätzen können. Wenn wir wüssten, dass uns ein Regenwurm spielend erdrosseln könnte, würden wir auch Angst haben, aber sogar wir "Grad 0er" müssen uns da weniger Sorgen drum machen. Genauso läuft es bei der berühmten "mittelgradigen" Gruppe von zwei-drei Leuten auch, wenn sie einem Bären gegenübersteht. Jeder weiß, dass im "Normalfall" (ohne krits,etc.) der Bär das Nachsehen hat und zwar recht eindeutig.

 

Daher (ja ich weiß, es geht hier nicht um Lösungen, trotzdem!:) mein Vorschlag: Bei Tieren, die eindrücklich zu wenig im Kampf hergeben, die Werte (Angr.,Schaden,Abwehr,LP und/oder AP) entsprechend umsichtig erhöhen. Es ist IMHO durchaus möglich, einem Wolf einen Angriff von, sagen wir +12 zu geben. Wölfe trainieren ihre Kampfreflexe ja nicht bloß während ihrer "Sozialisation" im Rudel, sondern nutzen sie zum täglichen "Broterwerb". Also wenn ein Mensch sein Leben lang jeden Tag Stunden damit verbringen würde, auf diese Weise (nicht planmäßig) bestimmte Fähigkeiten so zu trainieren, wäre er (so er nicht kein Talent besäße) doch verdammt gut darin, oder nicht?!

 

Die Folgen wären ja auch recht brauchbar:

Für Niedriggradige ändert sich so gut wie nichts an der Situation: Tiere bleiben gefährlich/tödlich; Aber für Mittel- und Hochgradige wird's halt deutlich unberechenbarer, einen Kampf (ohne krits und unendliches pech) ohne weiteres für sich zu entscheiden.

 

Es grüßt,

Baldor :bogen:

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Ich habe auch dafür gestimmt, dass Monster auf Midgard zu schwach sind. Das Argument mit der mangelnden Angst vor einem Bärenangriff oder dergleichen hängt eben mit der Tatsache zusammen, dass die meisten Spieler die Midgard-Tier(chen) recht gut einschätzen können. Wenn wir wüssten, dass uns ein Regenwurm spielend erdrosseln könnte, würden wir auch Angst haben, aber sogar wir "Grad 0er" müssen uns da weniger Sorgen drum machen. Genauso läuft es bei der berühmten "mittelgradigen" Gruppe von zwei-drei Leuten auch, wenn sie einem Bären gegenübersteht. Jeder weiß, dass im "Normalfall" (ohne krits,etc.) der Bär das Nachsehen hat und zwar recht eindeutig.

 

Irrelevant. Die SpFen müssen mit den Tieren fertigwerden, nicht die Spieler! Hier ist wieder die berühmte Wissenstrennung erforderlich.

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Volle Zustimmung mit Bro's gesamten Beiträgen und denen, die in dieselbe Richtung gehen:

Wenn Figuren über eine gewisse Gradzahl hinausgehen, ihre "natürlichen" Gegner demnach schwächer werden, sollten sie die Größe besitzen, sie nicht zu töten, sondern nur zu besiegen.

 

Jeder SL sollte wissen, daß ab höheren Graden die Begegnung mit z.B. Bären völlig irrelevant ist, es sei denn, sie gehört zum Abenteuer.

 

Ich halte gar nichts davon, Encounter zu tunen, ich erinnere nur an das angebetete Spielgleichgewicht:

werden wilde Tiere "gepusht", wird garantiert bald der Ruf nach stärkeren Waffen laut, und überhaupt:

Ist die AP-Regel gerecht?

Haben wir nicht alle viel zu wenig LP?

Warum steigen die nicht?

Wir wollen mehr Artefakte!

 

Nichtsdestotrotz (geiles Wort!) sind anscheinend einige Bestien einfach zu hoch bewertet.

 

Die Lösung kann aber nicht sein, Gegner in der Höhe anzugleichen,

sondern sie auf ein erträgliches Maß herunterzustufen.

 

Ab bestimmten Graden sind Bären einfach keine Gegner mehr, ist halt so.

 

Grüße

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Habe jetzt ne Großteil eurer Ausführungen gelesen, und kann mich des Ergebnisses der Überbewertung von machen eigentlich nur anschließen.

 

Was sich zum berühmten Bärenbeispiel noch hinzufügen möchte, ist die Tatsache, daß man bedenken sollte daß Großkatzen / Bärenartige ja eigentlich nicht stehenbleiben und sich so niederdreschen lassen wie es in manchen Abenteuergruppen passiert, sondern eigentlich intelligenter handeln als so mancher SC.

Situation:

- SCs kommen auf eine Lichtung und überraschen eine Bärin (z.B. Grizzly Grad5) mit Jungen.

- als erstes machen die Jungen ne Biege und die Bärin auch außer sie ist in die Ecke gedrängt, dann Drohgebärde, richtet sich aus.

- nach Runden: bis die SCs ihre Waffen gezogen haben steht die Bärin.

- Sollten die SCs sich nicht verdrücken, stürzt sich die Bärin auf sie, was heißt, innerhalb einer Runde macht sie nen Sturmangriff auf SC. SCs zu Pferd werden erstmal Probleme haben mit Ihren Pferden, EW:Reiten (Malos!), ohne Pferd ist es da besser.

- Nach dem ersten Treffer geht die Bärin ins Handgemenge und da helfen die besten Waffen nix (mehrere Angriffe pro Runde), (bis der erlaubte Dolch gezogen ist kostet das auch ne Runde, und Schläge auf nen Grizzly... jedenfalls wenn die anderen SCs helfen wollen, können ist immer die chance den Kollegen zu treffen dabei....

Das kann man jetzt noch weiterbeschreiben, jedoch sobald die Kleinen in Sicherheit sind, trollt sich auch die Alte, deswegen auch wenn die Gruppe ziemlich hochgradig ist, kann es durchaus sein daß einer bis zu diesem Zeitpunkt ins Gras beißt.

Da braucht man auch keine 20/100 dazu. Und für mich aus sicht der Spieler, finde ich wenn ich einen Kameraden verloren habe, gilt das schon als "Mission gescheitert". Und beim nächsten Mal, würde ich ziemlich schnell das Weite suchen egal wie mächtig ich bin.

 

Deswegen meine Aussage, sinnvoll und nicht als FP-Quellen gespielt sind jedenfalls die Tiere eigentlich Grad mäßig in Ordnung, bei höheren Wesen läßt sich darüber streiten. (vgl. Strang über Mächtigkeit von Drachen: ca. Zitat HJs: "... ja das nenn ich nen Drachen..." oder so ähnlich.

 

Gruß Toda

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@Drachenmann:Kann ich nicht nachvollziehen. Unter der Prämisse, dass (beispielsweise) Midgard-Bären den irdischen Bären gleichen, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese selbst von einem einigermaßen erfahrenen Abenteurer im Nahkampf ohne Weiteres niedergestreckt werden. Daher doch die ganze Diskussion. Eine angemessene Anhebung der Werte würde die Tiere auf Midgard einfach nur stärker machen. Weitere, ausufernde Diskussionen um andere Sachverhalte sind da eher deplatziert. Ich schließe mich der Meinung von Einskaldir an.

 

Ich denke, dass bei Änderungsdiskussionen grundsätzlich eine Angst besteht, dass man durch eben Änderungen das "Spielgleichgewicht" beeinträchtigt. Diese Bedenken sind ja auch wichtig, weil es tatsächlich unnütze/negative Änderungen gibt. Aber dabei direkt alle Änderungen abzulehnen mit dem Hinweis auf Folgewirkungen, die so nicht abschätzbar sind, halte ich doch für zu vorsichtig. Manche Veränderungen sind einfach treffend. Midgard ist nämlich kein perfektes System (so wie jedes andere System auch).

 

@Bro: Du hast Recht und Unrecht. Recht insofern, weil Du beschreibst, wie man idealerweise spielen sollte. Unrecht, weil so einfach nicht bis ins letzte Detail gespielt wird. Jeder ist lässt immer ein wenig von seiner Erfahrung in Einschätzung von Gefährlichkeit einfließen. Ich denke, man muss das Ganze differenzierter sehen.

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Wertet man die Monster auf, ändert man das Spielgleichgewicht zwischen Monstern und Abenteurer. Dies ist klar, banal und selbstverständlich. Die Mehrheit scheint dies zu wünschen und doch ist die Diskussion hierüber in etwa so zielführend, wie eine Diskussion über den Schaden von Waffen. Die Regelautoren haben sich eben dafür entschieden die Monster so stark zu machen wie sie sind.

 

Um es den SL einfacher zu machen, die von den Regeln her vorgesehnen Stärken der Monster voll auszuspielen, könnte man vielleicht einen Strang aufmachen, in dem beschrieben wird wie man Monster im Kampf spielen sollte, um die Spieler ins schwitzen zu bringen. In diesen Strang könnte dann jeder SL, der sich berufen fühlt, seine Kampfweise für ein bestimmtes Monster beschreiben.

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Bei der Diskussion sollte man vielleicht zwischen den verschiedenen Monstern trennen: Tiere sollten in Relation zu einem Kämpfer Grad 1-3 in etwa den irdischen Gegebenheiten entsprechen. Da sehe ich im Bestiarium eigentlich auch alles ganz gut wiedergegeben.

 

Dann gibt es Fabelwesen wie Hippogriff, Mantichora usw. Hier sind die Angaben für Grad, Angriff usw. natürlich Geschmackssache, da willkürlich festgelegt wird, ob ein Hippogriff oder ein Mantichora gefährlicher, stärker, ausdauernder usw. ist.

Hier kann man natürlich etwas ändern, aber man sollte sich bewußt sein, dass Änderungen Abenteurer verschiedener Grade auch verschieden treffen.

 

Und als letzte Gruppe die Monster mit menschlicher Intelligenz und/oder Zauberfertigkeiten. Natürlich kann ein Elementarmeister oder Dämonenfürst im direkten Nahkampf nichts gegen eine ganze Gruppe höhergradiger Abenteurer ausrichten. Aber abgesehen von der richtigen Feststellung, dass es da stärkere und schwächere gibt, sollen sie es denn können müssen?

 

Gerade bei der Anzahl der LP merkt man natürlich, dass dieses System auf Menschen ausgerichtet ist. Dies gilt ja auch für die Strukturpunkte von Gegenständen. Irgendwo wird dieses System immer an seine Grenzen kommen, was natürlich sinnvolle Verbesserungsvorschläge nicht ausschließt.

 

Solwac

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Tiere sollten in Relation zu einem Kämpfer Grad 1-3 in etwa den irdischen Gegebenheiten entsprechen.

Ich denke genau das ist ein Streitpunkt.

 

Viele Grüße

Harry

Warum?

 

Wenn wir den Regelmechanismus ansehen, so ist er ja seit geraumer Zeit in der "Erprobung". Bis auf die geänderte Ermittlung des Schadensbonus und die niedrigere Hürde für den Angriffsbonus beim Umstieg von M3 auf M4 kann ja Midgard 1880 als gutes Beispiel dienen. Da werden Menschen als Figuren von Grad 3 (was die körperlichen Eigenschaften angeht) dargestellt. Nur für die haben wir aber eine ungefähre Vorstellung. Wir wissen aus dem Alltag nicht, wie gut eine Figur von Grad 7 im Verhältnis zu Otto Normalmensch aussieht.

 

Solwac

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Tiere sollten in Relation zu einem Kämpfer Grad 1-3 in etwa den irdischen Gegebenheiten entsprechen.

Ich denke genau das ist ein Streitpunkt.

 

Viele Grüße

Harry

Warum?

Weil es weniger darum geht, dass ein Kämpfer Grad 1-3 zum Beispiel einem jungen Polizisten auf der Erde entspricht. Das Gradsystem lässt sich überhaupt nur schwierig auf echte Menschen übertragen.

 

Ich denke alle sind sich einig, dass Bruce Lee ein einzigartiger Kämpfer war. Würde man ihn in Midgard Begriffe übertragen, hätte er vielleicht einen Grad von 10 oder 12. Auf der Erde hätte ein unbewaffneter Bruce Lee kaum eine Chance, einen Nahkampf mit einem Grizzlybären zu überstehen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

 

- die meisten Tiere haben erheblich schnellere Reflexe als Menschen

- die meisten Tiere sind erheblich stärker als Menschen

- die meisten Tiere sind erheblich widerstandsfähiger als Menschen

 

Auch wenn Midgard als Spielsystem sich mehr oder weniger realistisch anfühlt, sind speziell die Kräfteverhältnisse zu Tieren alles andere als realistisch.

 

Das liegt zum großen Teil auch daran, dass die Basiswerte festgemeißelt und nahezu Gradunabhängig sind.

 

Natürlich kann ein Mensch bei entsprechendem Training sehr stark werden und sehr viel Stärker sein als ein durchschnittlicher Mensch. Allerdings wird kein Mensch, egal wie stark er sein mag, jemals stärker sein als ein Silberrücken oder ein Braunbär. Das Midgard Regelwerk sieht das aber anders. Hier klafft eine Lücke zwischen Realität und Regelwerk, die sich nur mit dem Spielspaß übersetzen lässt.

 

Ich halte es für eine Tatsache, dass die Midgard Tiere im Vergleich zu Menschen viel zu schwach sind. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es anders haben möchte. Denn schließlich möchte ich als Grad 5 Kämpfer durchaus eine realistische Chance gegen einen Bären haben. Selbst wenn ich ihm allein gegenüber stehe.

 

Viele Grüße

Harry

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Das Gradsystem lässt sich überhaupt nur schwierig auf echte Menschen übertragen.
Deswegen der Verweis auf Midgard 1880. ;)

 

Und ich kenne nur wenige Figuren, die unbewaffnet (und ohne Zauber) gegen einen Bären gute Chancen haben. Viele können mithalten und viele ständen auf verlorenem Posten.

 

Mit Waffe sieht es dann schon wieder anders aus, aber das wußten schon unsere Vorfahren in der Steinzeit.

 

Solwac

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Ich habe nicht den Eindruck, dass du verstehst, was ich meine.

 

Mir gehts gar nicht so sehr um Bären und Tiger, sondern um die Werte von Grad 12 Dämonen und Werwölfen und so weiter.

Mir ist auch klar, dass ich sie stärker machen kann. Ich bin schließlich nicht doof.

Nichtsdestotrotz finde ich die Grundwerte einfach zu niedrig. Ich glaube, ich habe auch nirgendwo in diesem Strang nach einer "Lösung" zu einem "Problem" gefragt, sondern lediglich um einen Eindruck in der Midgardgemeinde gebeten.

 

Wenn ihr euch so gerne wiederholt, tue ich es auch nochmal...

 

Mir ist sehr wohl bewusst, dass das System bei Bären und ähnlichem unrealistisch ist. Ich akzeptiere den Knüppel gegen den Grizzly als Spielelement, auch wenns Blödsinn ist. Spiel ist eben Spiel.

 

Mir gehts um andere Wesen. Ihr werdet lachen, aber ich habe den Begriff "Monster" sehr bewusst gewählt.

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  • 2 months later...
Mir gehts gar nicht so sehr um Bären und Tiger, sondern um die Werte von Grad 12 Dämonen und Werwölfen und so weiter.

Mir ist auch klar, dass ich sie stärker machen kann. Ich bin schließlich nicht doof.

Nichtsdestotrotz finde ich die Grundwerte einfach zu niedrig. Ich glaube, ich habe auch nirgendwo in diesem Strang nach einer "Lösung" zu einem "Problem" gefragt, sondern lediglich um einen Eindruck in der Midgardgemeinde gebeten.

 

Wenn ihr euch so gerne wiederholt, tue ich es auch nochmal...

 

Mir ist sehr wohl bewusst, dass das System bei Bären und ähnlichem unrealistisch ist. Ich akzeptiere den Knüppel gegen den Grizzly als Spielelement, auch wenns Blödsinn ist. Spiel ist eben Spiel.

 

Mir gehts um andere Wesen. Ihr werdet lachen, aber ich habe den Begriff "Monster" sehr bewusst gewählt.

Echt, Du wolltest eine konkrete Antwort auf ein konkrete Frage? ;)

Sorry, ich hab's mir noch mal durchgelesen:

 

Mir gehts um die Bestiariumswerte so vieler hochgradiger Monster. Dieser Gedanke wurde gerade erneut durch die Diskussion zum wilden König angeheizt.
Ich habe zum wilden König zwei Rückmeldungen:

Einmal bei einer Gruppe von im Schnitt Grad 5 und problemlos;

einmal bei im Schnitt Grad 8-9 und mit Hängen und Würgen, unter Verlusten.

Scheint wohl generell am SL zu liegen...

Oft sehe ich was von Grad 6 aufwärts, was ich schon recht hoch finde und dann haben die "Bestien" Angriffswerte von +10 und eine Abwehr von 12.

 

Selbst Monster von Grad 8 und mehr haben gerade mal Angriff +12 und eine Abwehr von 14.

Sie haben aber oft andere Fertigkeiten: automatische Zauber, weiter Angriffe usw.

Außerdem darfst Du nicht vergessen, daß die vorgestellten Werte dem Bewohner-Durchschnitt der jeweligen Welt entsprechen, aus der ein Monster stammt.

 

Das von einem durchschnittlich begabten Beschwörer beschworene Wesen entspricht in der EP-Stufe eben anscheinend einer durchschnittlichen Stadtwache von Grad 1.

Mit nur wenig mehr Mühe läßt sich da schon etwas ganz Anderes herbeizimmern...

...ein dämonischer Elite-Krieger mit UV-Sicht zB. der die EP-Stufe nicht wirklich sprengt, sondern nur aduäquat ausdehnt... :cool:

No risk, no fun!

 

Und gerade solche Wesen sind oft Einzelgänger. Und m.e. kann man eine Gruppe ab Grad 5 nicht mehr wirklich mit so einem Gegner ins Schwitzen bringen, es sei denn es läuft dumm. Aber die Kritproblematik möchte ich aus der Diskussion ganz raushalten. Mir gehts um pure Werte.

Als Sl kannst Du aber Situationen konstruieren, in denen es Mann gegen Mann geht - und dann wachsen sich solche Wesen zu ernstzunehmenden Gegnern aus.

 

Besonders fallen mir dabei immer Wesen auf, die nur APs besitzen. Da laufen dann Dämonen Grad 7 und mehr rum, die im Schnitt 40 APs besitzen. Ja und?

Gut, sie sind nur mit magischen Waffen zu treffen, aber welche Gruppe ab Grad 5 hat keine? Und jetzt bitte ehrlich sein. Es ist doch wirklich so, dass die meisten eine magische Waffe haben und sei es nur +0/+0.

Sie kommen aber evtl nach 24 Std wieder und suchen jede Nacht auf's Neue nach ihrem persönlichen Feind...?

 

Und dann zieht jeder Treffer selbstverständlich APs ab, wenn man auch nur trifft und bevor der Gegner auch nur dran war, ist er meist schon im Nirvana. Wenn er Glück hatte, durfte er einmal zuschlagen.

Wieso sind die SC immer zuerst dran?

 

Wie seht ihr das?

 

Lest ihr auch oft den Grad eines Monsters und seid dann überrascht, was es "nur" kann?

Oder empfindet ihr den Grad immer angemessen?

Ich sehe die EP-Stufe als Richtwert an und passe demnach die Fertigkeiten dem Gruppenstandard an.

Dabei gestehe ich mir Fehler zu... ;)

 

Grüße

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Ich stimme Einskaldir zu: Ein schönes großes "Endgegnermosnter", an dem die gesamte höhergradige Gruppe längere Zeit herumschetzeln kann, ist schwer zu finden.

Regeltechnisch finde ich bei großen Monstern dabei nur LP und AP zu niedrig. Wenn man das konsequent nach oben schraubt, macht sie das auch in An und Abwer stärker, weil sie dann öfter zuschlagen können und auch bei wenig Abwehrerfolg viel einstecken.

Bei Werwölfen und Vampieren etc. müßte man aber ganz klar den Angriffs- und Abwehrwert hochschrauben. Sonst sind sie keine beängstigenden Gegner mehr und eigtl. nur für niedrige Spielergrade eine echte Gefahr.

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Hallo zusammen,

 

ich habe mich durch den ganzen Strang gelesen - mindestens oberflächlich, oft aber auch genauer - und nach reiflicher Überlegung so abgestimmt, dass ich Monster im Schnitt nicht zu ungefährlich finde. (Mit Monstern meine ich hier Tiere und Fabelwesen)

 

Zum einen finde ich, dass Tiere im Vergleich zu ihren irdischen Gegenstücken nicht zu schwach sind - jedenfalls dann, wenn man sie gegen Menschen ohne "Werkzeuge" - Waffen aber besonders Rüstungen - antreten lässt. Einem gut gerüsteten mittelalterliche Ritter räume ich eine Chance gegen einen Bären ein - einem nackten Ritter ohne Waffen nicht. Das ist bei Midgard sehr ähnlich. Ganz grundsätzlich ist auch in der menschlichen Geschichte der gefährlichste Einzelkämpfer in der Natur der Mensch - jedenfalls, wenn er "Werkzeuge" zur Verfügung hat.

 

Für mehrere gar noch höhergradige Figuren gegen einen Einzelgegner, stellt sich die Frage aus meiner Sicht ohnehin nicht: Niemand beschwert sich, dass ein einzelner achtgradiger "Ritter" keine realistische Chance gegen eine Gruppe von fünf fünftgradigen hat. Bei einem Elefanten oder Vampir soll das aber der Fall sein - warum? Eine Gruppe von fünf fünftgradigen, die sich mit fünf Vampiren anlegt, wünsche ich jedenfalls viel Vergnügen…

 

Tatsächlich glaube ich, es geht um eine Frage des Spielstils. Offensichtlich wollen einige von Euch, dass auch höhergradige Gruppen den "Endkampf" eines Abenteuers gegen Einzelgegner bestreiten und dabei Probleme haben sollen. Das muss aus meiner Sicht nicht sein. Eine Gruppe von fünf achtgradigen ist eben saugefährlich, das einzuplanen und trotzdem für ein gutes Showdown zu sorgen, ist eine Frage der Abenteuerkonzeption durch den Spielleiter.

 

Eine zwölftgradige Spielerfigur, die allein im Kampf fünf siebtgradigen gegenüber steht, wird (zu Recht) ausgesprochen vorsichtig sein. Warum sollte das bei einem Dämonenfürsten nicht auch der Fall sein? Wenn der Spielleiter einen Dämonenfürsten in so eine Situation „zwingt“, muss er sich nicht wundern, wenn der Dämonenfürst schnell den kürzern zieht. Ein zwölftgradiger Dämonfürst mit zwei, drei niedriggradigen Helfern ist da schon eine ganz andere Sache…

 

Merkwürdig ist auch, dass intelligente Monster im Gegensatz zu ihrem menschlichen Gegenüber, fast nie "Werkzeuge" einsetzen. Sprich, sie haben eher selten magische Artefakte, obwohl ihre oft lange Lebensdauer das eigentlich sehr plausibel machen würde. Bemerkenswerter Weise liegen dann sogar zu Weilen in ihren Schatzkammern Artefakte rum, deren Einsatz im (der Plünderung vorhergehenden) Kampf außerordentlich sinnvoll gewesen wäre...

 

Außerdem ist es auch nur sehr selten so, dass Monster „Rüstmeister, Techniker, Logistiker“ haben, die sie für den Kampf präparieren. Sprich, den Monstern fehlt die magische Unterstützungskomponente im Kampf fast gänzlich. Warum haben die hochintelligenten Drachen in ihren hunderten von Lebensjahren eigentlich nie den Zauber „Drachen beschleunigen“ gelernt? Es würde wohl der Vorstellung von Drachen widersprechen, die die meisten Rollenspieler haben - dem Spielsystem ist das, finde ich, nicht anzulasten.

 

Ich bin eigentlich nur mit einer Regel für Monster nicht zufrieden und das ist die Abdämpfung des Angriffsbonus für hohe Grade. Das ein alter Drache nur mit +13 angreift, während ein Mensch theoretisch bis auf +21 kommen kann, wäre ja zur Not noch akzeptabel, wenn man es als merkwürdige Rassenspezialität von Drachen ansehen würde, dass das aber für alle Monster gilt, ist mir vollkommen unerklärlich. Warum sollten Menschen und Menschähnliche so unvergleichlich viel bessere Angreifer sein, als alle anderen Wesen?

 

Grüße

 

Jakob

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Ich finde die Diskussion lässt einen Faktor ausser acht.

Die reinen Zahlenwerte in Bestiarium sind nur eine Seite der Bestie. Die andere Seite heißt "Meisterwürfel".

 

Selbst ein angeblich zu niedriger Wert von 13 ergibt in dieser Paarung konstant Werte von 30 - selbst bei hochgradigen SpF mit ener Abwehr von 20 eine 50 % Chance getroffen zu werden. ;)

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