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Drachenmann

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About Drachenmann

  • Rank
    Bunter Hund
  • Birthday 09/24/1968

Profile Information

  • Geschlecht
    Männlich
  • Location
    Sonnenblumenfelder

Persönliches

  • Vorstellung-Url
    http://midgard-forum.de/forum/showthread.php?t=7056
  • Wohnort
    Offenbach am Meer
  • Beruf
    Leider nicht mehr Gastwirt, bis 2013 Kellner/Barmann, seitdem wieder in der Pädagogik.
  • Biografie
    Wild. Sehr wild und sehr kurvenreich.

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  1. @Yon Attan Danke für deinen klärenden und sehr hilfreichen Beitrag!
  2. Link "Spieler gesucht". Der Titel ist etwas irreführend, hier kannst du auch als Spieler*in Gruppen finden. Mit etwas Glück ist eine Gruppe in deiner Nähe dabei, aber es tut sich dort leider nur selten etwas. Weiß jemand, ob dort auch Gesuche für Online-Gruppen eingestellt werden dürfen?
  3. Naja, das Wort "Woche" ist zumindest bei mir fest mit der Vorstellung einer 7-tägigen Einheit verbunden. Diese Einheit hat einen biblischen Hintergrund und ist für mich daher etwas anderes als eine messbare Zeiteinheit wie Tag oder Stunde, auch wenn die Länge einer Stunde und ihre Aufteilung in 60 Minuten rein willkürlich ist. Und auch bei dem Begriff "Tag" muss sich ja erst einmal auf die Definition geeinigt werden: Sind damit jetzt 24 Stunden gemeint oder der Zeitraum zwischen Morgen- und Abenddämmerung? Das lässt sich aber alles klären. Ich will damit darauf hinaus, dass unsere gewohnten Einheiten wie Sekunde, Minute oder Stunde spielwichtige Bedeutung i.S.v. Regelstruktur besitzen. Bei dem Begriff der Woche ist das aber nicht so, hier finde ich dessen Belegung als sieben Tage eher hinderlich. Mir wäre auch gar nicht klar, weshalb auf Midgard in dieser Einheit sieben Tage zusammengefasst werden sollten: Wenn ich mich auf den Mondkalender einlasse, besteht doch eine Trideade aus 13 Nächten zuzüglich Voll- bzw. Neumondnacht. Strenggenommen werden also gar keine Tage gezählt, oder sehe ich das falsch? Von den Nächten auf Tage übertragen heißt das für mich, dass in der Wahrnehmung eines Midgard-Bewohners eine Trideade eben nicht aus 14 Tagen besteht, sondern aus 13+1. In diesem Moment wäre es doch sehr unwahrscheinlich, auf eine Siebentagewoche zu kommen. Immer vorausgesetzt, ich mache keinen Denkfehler... Gleich kriege ich einen Knoten im Gehirn, tolles Thema, vielen Dank dafür. Auf der Meta-Ebene arbeite ich natürlich ebenfalls mit Wochen, weil es einfach praktisch ist. "Ihr seid 4 Wochen lang unterwegs", und alle wissen, was gemeint ist.
  4. Als neuzeitliche Spieler*innen bringen wir natürlich unsere Vorstellungen von Zeitberechnung mit. Wie @Saidon ja schon schreibt, erleichtert die Anpassung von Mondphasen an das Sonnenjahr die Spielbarkeit sehr. Und dass zwei unserer 7-Tagewochen eine Trideade bilden, finde ich auch sehr gelungen. Wenn ich eine Spielgruppe von hier auf jetzt in den Wahnsinn treiben will, kann ich ja z.B. in einem albischen Kloster eine "mönchische Zeitrechnung" einführen, wie es sie ja durchaus gab: Tag und Nacht werden immer in jeweils 12 Std geteilt, um die Gebetszeiten mit dem Sonnenlauf korrekt zu verknüpfen. Das bedeutet, dass die Dauer von Tages- und Nachtstunden nicht nur unterschiedlich ist, sondern auch noch jahreszeitlich schwankt... Andererseits kann ich dich @Bro schon verstehen, wenn du über den Begriff "Woche" in einer offiziellen Veröffentlichung stolperst, "eine halbe Trideade" oder "sieben Tage" hätte vielleicht besser in die generellen Formulierungen gepasst, um diesen Zeitraum von Regelmechanismen wie 1sek, 10sek, 2min usw. abzugrenzen.
  5. @Hiram ben Tyros Verdammt, du hast recht. Bier, Sekt, Wein und Mischgetränke daraus ab 16 Jahren ohne Begleitperson, mit Begleitperson ab 14 Jahren. Wahrscheinlich wollte ich das nur nicht wahrhaben und habe deshalb diesen Abschnitt falsch verstanden...
  6. @Abd al Rahman Lass diesmal das Fenster lieber zu: Ab 16 Jahren und in Begleitung eines Erziehungs- bzw. Personensorgeberechtigten oder einer erwachsenen Aufsichtsperson, die von einem/beiden Erziehungs- bzw. Personensorgeberechtigten bevollmächtigt ist. Ohne erwachsene Begleitperson kein Bier, Wein oder Sekt. Allerdings stimmt, meine ich, dass der Veranstalter dafür sorgen muss, dass Jugendliche keinen unkontrollierten Zugang zu Alkohol haben können. Dennoch ist auch in diesem Fall die erwachsene Begleitperson nicht aus ihrer Aufsichtspflicht raus...
  7. Ein möglicher Gewinn spielt nur für die Steuer eine Rolle. Es geht schlicht und einfach um den Verkaufsvorgang, sobald dieser erfolgt, wird ein gewerbsmäßiger Ausschank betrieben. Und ja, ein Con ist eine geschlossene (nichtöffentliche) Veranstaltung, aber nein, keine private Feier. Eine Schankkonzession braucht es deshalb nicht, ebensowenig ein Führungszeugnis, weil der Ausschank vorübergehend und aus besonderem Anlass erfolgt. Das ist grundverschieden von dem Kumpel, der auf dem Polterabend Bier zapft. Allerdings nur so lange, wie dafür kein Getränkepreis erhoben wird. Sobald das passiert, handelt es sich auch bei dem Polterabend strenggenommen um einen gewerbsmäßigen Ausschank.
  8. Mein Vater war ja Gastwirt. Ich kann mich erinnern, dass er öfter mal den Ausschank verweigert hat. @Drachenmann Ich glaube Du hast unter uns die Meiste Erfahrung im Gastro-Gewerbe. Wie wird das gehandhabt? Im hessischen Gaststättengesetz ist das in §11 Abs.3 Satz 2 geregelt. Es ist sogar verboten, Alkohol an erkennbar Betrunkene auszuschenken. Natürlich gibt es dabei einen gewissen Ermessensspielraum, aber das Personal trägt auf jeden Fall eine Verantwortung für die Gäste, ich würde es eher eine Fürsorgepflicht nennen. Das geht soweit, dass ich als Wirt, Barmann oder Kellner verpflichtet bin, einen erkennbar betrunkenen Gast an der Führung eines KFZ zu hindern zu versuchen. Zur Frage, ob der Bier- und/oder Metverkauf auf Cons ein Ausschank im gesetzlichen Sinn ist: Ich meine ja, was denn sonst? Es handelt sich um einen "vorübergehenden Betrieb eines Gaststättengewerbes aus besonderem Anlass". Der besondere Anlass ist die Veranstaltung Con, der Gaststättenbetrieb ist einem bestimmten Personenkreis zugänglich und die "Verabreichung von Speisen und Getränken" erfolgt gewerbsmäßig. Ob tatsächlich ausgeschenkt (z.B. gezapft) wird oder ein Flaschenverkauf erfolgt, ist dabei unerheblich. Wie es sich verhalten würde, wenn die Getränke zum Selbskostenpreis abgegeben würden, kann ich nicht beurteilen. Aber ich denke, dann wäre es genauso, denn ob ein Wirt Gewinn macht, ist ja seine eigene Entscheidung. Das ist richtig. Aber sobald du gewerbsmäßig Getränke verkaufst (= einen Ausschank betreibst), greift das Gaststättengesetz. Dabei ist es egal, ob es sich bei einem Con um eine nicht-öffentliche Veranstaltung handelt, diese Bedingung erfüllt jede geschlossene Veranstaltung, ob Konzert oder Messe. Es spielt noch nicht mal eine Rolle, ob ein Eintrittsgeld erhoben oder um eine Spende gebeten wird, dieser Unterschied hat alleine steuerrechtliche Folgen.
  9. @dabba Wir betrachten das Thema gerade aus verschiedenen Blickwinkeln. Du argumentierst vor dem Hintergrund des Einzelfalls, ich systemisch. Deshalb sollten wir uns auf eine gemeinsame Ebene einigen, sonst wird das nichts. Dein Ansatz ist: Jemand hat sich dermaßen zugerichtet, dass er sich unkontrolliert übergibt und nicht in der Lage ist, das Erbrochene aufzuwischen. Ok, bis dahin bin ich bei dir. Mein Ansatz ist: Wie geht derjenige weiterhin mit der Misere um? Und hier erwarte ich, dass er sich stellt, seinen Zustand der Volltrunkenheit offenbart und sich notfalls Hilfe bei der Beseitigung sucht. So schwer das in diesem Moment auch jemandem fallen mag, ist es eine Frage von Konsequenz und Miteinander. Systemisch bedeutet in diesem Zusammenhang: Liegt der Grund für das Liegenlassen vielleicht nicht im persönlichen Rauschzustand, sondern in der selbst wahrgenommenen Positionierung im System "anonymer und zahlender Gast > Anspruchshaltung und Ablehnung persönlicher Eigenverantwortlichkeit > Zuweisung der Verantwortlichkeit an ebenso anonyme "Andere" i.S.v. bezahltem Dienstleistungspersonal"? Deswegen meine Überleitungen zu Toilettenhygiene und Tischsitten: Wer ein System missversteht, der führt es an seine Grenzen und sprengt es im Zweifelsfall. Das liegengelassene Erbrochene ist also ein Symptom für eine imho grundsätzlich falsch verstandene Sichtweise und Selbstpositionierung in einem System.
  10. Da möchte ich widersprechen, denn die KiTa-Gruppen zumindest bei uns im Haus wischen nach dem Essen immer brav die Tische ab! Weiß ich. Es gehört zu meinem beruflichen Alltag, Kinder auf Tischmanieren und Hygiene zu konditionieren in der Hoffnung, sie mögen ein bleibendes Verhalten verankern. ------------------------------------------------------------------------- @dabba SO besoffen kann ich gar nicht sein, um nicht zu erkennen, wenn mir ein Malheur passiert ist. Die Frage ist doch: Wie gehe ich dann damit um? Hier hat jemand sein Erbrochenes grußlos liegengelassen, was mich kolossal nervt, weil dieses Nicht-Verhalten sich auf das gesamte Miteinander eines Cons auswirkt. Wäre das nicht so, würden wir jetzt nicht darüber diskutieren. Ein Con ist kein Psychobilly-Konzert, keine Provinz-Kerb! Und was du zu statistischen Erhebungen vom Verhalten beim Betreten verschmutzter Toiletten schreibst, gut und schön, aber: Irgendeiner hat die Schüssel als Erster eingesaut, daneben uriniert, das Papier neben den Müll geworfen. Wer zum Henker hat ihm verboten, die eigene Sauerei zu beseitigen?
  11. Ich maße mir kein Urteil darüber an, ob, wann und weshalb sich jemand die Lichter wegschießt. Und so, wie ich die Beiträge bis hierher verstehe, tut das auch kein anderer. Davon abgesehen meine ich, dass das Verhalten betrunkener männlicher Con-Besucher gegenüber Frauen nicht vergleichbar sein dürfte mit dem, was Frauen von volltrunkenen und testosterongesteuerten Volksfestbesuchern geboten wird. Bis auf eine diesjährige Parallele, die anscheinend Premiere "gefeiert" hat: Mit Pfützen von Erbrochenem rechne ich fest auf Volksfesten, sowohl als Gast, als auch als Personal -soweit, so schlimm. Das aber jemand sich auf einem Con übergibt, ohne das Malheur zu beseitigen, finde ich widerlich und unerträglich. Ein Con ist ein fast familiäres Ereignis, und in diesem Zusammenhang erwarte ich, dass jemand sich zusammenreißt, die Folgen beseitigt und so die Konsequenzen seines Alkoholkonsums trägt. Damit ist für mich die Sache dann auch wieder vom Tisch. Wer dies jedoch nicht tut, ist nicht nur eine ausgewiesene Drecksau, sondern... ...stiehlt sich aus der Verantwortung und lässt wen auch immer diese abstoßende Putzarbeit erledigen, ...trägt massiv zu einer schlechten Stimmung bei, geprägt von Misstrauen und Ekel, ...sorgt dafür, je nach Örtlichkeit des Übergebens, für einen deutlich erhöhten Mehraufwand beim Putzen, wenn andere das Erbrochene mit den Schuhen weiter verbreiten, ...und -last but not least- bringt die gesamte Veranstaltung in Verruf und den Gastgeber womöglich dazu, die Reservierung für einen weiteren Con nicht anzunehmen. Für mich geht die Frage von Kinderstube ja sowieso schon wesentlich früher los, unabhängig von Alkohol: Wie etwa kann es sein, dass es mir schon am Freitagabend nicht mehr möglich ist, ohne Brechreiz das Urinal in der Hoftoilette zu benutzen? Und wenn ich dann eine andere Toilette aufsuche, sieht es dort aus wie im Bahnhofsklo um 3:00 nachts, kann ja wohl nicht sein! (Brille oben, Schüssel und Boden vollgestrullt, Bremsspuren im Porzellan, haufenweise Papier neben dem Mülleimer -also mache ich erstmal Ordnung, weil es mir peinlich und unangenehm ist) Oder die Tische im Speisesaal: Obwohl am Geschirrwagen Putzeimer stehen, sehen die Tischplatten teilweise aus wie im Kindergarten nach dem Mittagessen. Unterm Strich steht für mich hinter all diesen Symptomen dieselbe Anspruchshaltung: "Ich habe bezahlt, also darf ich mich aufführen wie die Sau unterm Tisch! Wer hinter mir wegputzen muss, ist mir doch egal -und dass ich nicht allein auf der Welt bin auch!" Vielleicht liegt es am zunehmenden Alter, vielleicht an zwei langjährigen Berufen, in denen Hygiene ein großes Thema ist, vielleicht an beidem, aber dieses flegelhaft-egoistische Gastverhalten widert mich an. Ja, der Kunde ist König, aber zu Gast beim Kaiser -und dann zieht auch der König seinen Hut! Dieser Beitrag ist länger als geplant geworden, aber ich merke: Das musste endlich mal raus.
  12. Diesen Dank gebe ich gerne zurück! Ihr habt mir wieder mal gezeigt: Wurschtegal, wie gut ich mein Abenteuer kenne und wie oft ich es geleitet habe, jede Gruppe ist anders und erwischt mich irgendwann auf dem falschen Fuß! Nach dem vierten Mal aber ist für mich dieses Abenteuer erst einmal verbrannt und langweilig, denn nun sind imho alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Ihr wart die erste Gruppe, die abgekürzt hat, obwohl eigentlich der Weg das Ziel gewesen wäre. Andererseits habt ihr als erste Gruppe das Abenteuer im spieltechnischen Sinn gewonnen, dafür an dieser Stelle meinen hochoffiziellen Glückwunsch! ...obwohl den Pokal nur eine eurer Figuren entgegennehmen wird, aber so sind die Gottheiten nun einmal... PS: Dennoch hat die Bacharach-Gruppe konzentrierter, gemeinschaftlicher und auch zielgerichteter gearbeitet. Dennoch hat die Gruppe in Ketsch über zwei Tage ein grandioses Flair von Rollenspiel hingelegt. Damit will ich keinesfalls das Zusammenspiel mit euch auf meinem ersten SüdCon schmälern, sondern alle Gruppen gleichermaßen wertschätzen. Und zum Ausdruck bringen, dass mit eurer weiteren Lösung für mich dieses Abenteuer zunächst gestorben ist, denn was soll denn noch kommen?
  13. Inwiefern hat sich das ausgewirkt?
  14. Nein, daran gibt es keine Schuld, und falls doch, liegt sie garantiert nicht bei dir. Anscheinend habe ich als SL inzwischen eine Neigung zu Spielsituationen, die in moralischen Grauzonen angesiedelt sind und gewohnte Wertvorstellungen ins Wanken bringen. Das war diesmal aber nicht meine Absicht, sondern hat sich im Abenteuer dorthin entwickelt. Mit sechs religiösen Figurentypen am Tisch, noch dazu alle aus dem Norden in Parduna eingeschlagen, ist das aber auch kein "Wunder". Und auch schon nach dem letzten Abenteuer äußerte sich z.B. @Maeve ver Te nicht abschätzig über dich oder deine Figur, sondern dahingehend, die Spielsituation als Katalysator für die Entwicklung ihrer eigenen Figur zum Anlass zu nehmen. Von daher mach dir bitte keine solche Gedanken! edit: Näheres dann im PN-Strang, falls du möchtest...
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