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Diskussionstrang zur Wunschliste M6


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Ich verlagere mal meinen letzten Post aus der Wunschliste M6 hierher, da die Diskussion dort nichts zu suchen hat und entschuldige mich für den Beitrag im falschen Strang:

  

vor 52 Minuten schrieb Hiram ben Tyros:
vor 1 Stunde schrieb Blaues Feuer:
vor 9 Stunden schrieb KoschKosch:

Danke! Ich verstehe zwar den allgegenwärtigen Wunsch, Missstände der irdischen Welt in den jeweiligen Zeitepochen auf unseren Fantasywelten nicht zu wiederholen, aber manchmal macht die Beschäftigung mit diesen Missständen auch den Reiz des Rollenspiels aus. Natürlich müssen schwierige und teils traumatische Themen mit genügend Taktgefühl behandelt werden, aber ich würde das unserer Midgard-Gemeinde durch zutrauen. 

ich nicht. Zuviele Conerlebnise, die dagegen sprechen.

Aufklappen  

In einer festen Spielrunde halte ich es für möglich, auf Cons hingegen zumindest für unwahrscheinlich. Trotzdem fände auch ich eine (zu) glatt gebügelte Welt uninteressanter.

 

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Hallo KoschKosch & Hiram!

Ein gutes Spielsystem sollte eine interessante Spielwelt präsentieren, ohne den Spielern Vorgaben darüber zu machen, wie diese zu bespielen ist. Das Besondere an unserem Hobby ist nämlich, dass unterschiedlichste Bedürfnisse in der spielerischen Fiktion transportiert werden. Das mag im Einzelfall vielleicht für Außenstehende schwer zu ertragen sein (wie oft wird auch hier im Forum darüber fantasiert, einmal eine richtig böse Gruppe zu spielen), doch solange alle aktiv Beteiligten daran Freude haben, erfüllt das Spiel seinen eigentlichen Zweck.

Ungeachtet dessen halte ich es für geboten, konkrete Spielweisen moralisch zu bewerten. Dies betrachte ich jedoch entkoppelt vom eigentlichen System. Für mich entscheidend ist nämlich nicht, welche Probleme eine Spielwelt mir und meinen Figuren bietet, sondern was die jeweiligen Spieler daraus machen.

Liebe Grüße, Fimolas!

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Und aus genau diesem Grund sollten die Entwickler Nygard nicht vorauseilend zensieren und von allen befreien, was einigen Spielern vielleicht nicht gefallen könnte. Mir gefällt auch so einiges an der derzeitigen Midgardwelt nicht. Gehe ich deshalb gleich auf die Barrikanden und fordere eine Änderung? Das ist daher meine Bitte an die Entwickler:

Hört also bitte nicht auf jene Leute die lautstark fordern, dass man bestimmte Sachen nicht in eine Fantasy-Spielwelt einbauen kann, weil sie für einige unschöne Assoziationen hervorrufen könnten oder weil sie derzeit in unserer Gesellschaft nicht populär sind. Hütet Euch auch davor, Sachen einzubauen, nur weil diese gerade besonders populär sind. Folgt also bitte nicht jedem modischen Trend, sondern schafft eine Welt, die trotz ihrer Fantasy-Elemente realistisch wirkt und die genug Probleme hat, dass alle möglichen Formen von Abenteuern wirklich möglich sind. Wenn einigen Spielern die Welt nicht gefällt, können sie diese in ihrer privaten Kampagne ändern, nur sollten sie nicht von Euch erwarten, dass Ihr Nygard nach deren Vorstellungen gestaltet. Schafft also eine Welt, die sowohl für die Masse an Altspielern als auch für Neueinsteiger interessant ist und die genug Elemente enthält, die sie klar und deutlich vom Einheistbrei der derzeitigen Fantasywelten unterscheidet.

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3 minutes ago, Barbarossa Rotbart said:

Hört also bitte nicht auf jene Leute die lautstark fordern, dass man bestimmte Sachen nicht in eine Fantasy-Spielwelt einbauen kann, weil sie für einige unschöne Assoziationen hervorrufen könnten oder weil sie derzeit in unserer Gesellschaft nicht populär sind.

 Da muss man ganz platt sagen: Es wird ein kommerzielles Produkt geschaffen. Bestimmte Dinge gehen da einfach heutzutage nicht (oder gingen noch nie).

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7 minutes ago, Barbarossa Rotbart said:

Das würde ich jetzt nicht sagen. Nicht alles, wovon einige meinen, dass sich heute nicht mehr gehen, gehen wirklich nicht mehr. Das Problem ist doch eher, dass es Leute gibt, die überall gleich Rassismus/Sexismus/etc. sehen.

Umgekehrt gabs früher Sachen, die wirklich rassistisch, sexistisch o. ä. waren. Ist halt so. :upside:

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vor 5 Minuten schrieb dabba:

Umgekehrt gabs früher Sachen, die wirklich rassistisch, sexistisch o. ä. waren. Ist halt so. :upside:

Das Problem ist ja, dass es, wenn es nach jenen Leuten gehen würde, historisch genaue Darstellung nicht geben darf. Sobald etwas nicht ihrem vermeintlich progressiven Weltbild entspricht, darf dies nicht existieren. Die Vergangenheit war in bestimmten Epochen nicht sonderlich divers, sondern rassistisch und sexistisch, und daher sollte man dies auch nicht ignorieren. Ein Rollenspiel in einer historischen Epoche, darf nicht aus Rücksicht auf einige wenige die geschichte verfälschen. Ein Fantasy-Rollenspiel hat zwar mehr Freiheiten, aber darf dabei auch nicht übertreiben. Wenn Orcs nun einmal als eine böse Spezies dargestellt werde, aber einige in den Orcs eine rassistsiche Allegorie zu Menschen mit scharzer Hautfarbe sehen, was sollte man machen? Auf die Kritiker hören? Oder sie ignorieren? In meinen Augen wäre letzters richtig, da nicht alle vermeintlichen Allegorien wirklich welche sind und manche Leute immer irgendetwas finden, was sie für rassistisch oder sexistisch halten, selbst wenn sie die einzigen sind, die das tun.

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vor 1 Stunde schrieb Barbarossa Rotbart:

Und aus genau diesem Grund sollten die Entwickler Nygard nicht vorauseilend zensieren und von allen befreien, was einigen Spielern vielleicht nicht gefallen könnte. Mir gefällt auch so einiges an der derzeitigen Midgardwelt nicht. Gehe ich deshalb gleich auf die Barrikanden und fordere eine Änderung? Das ist daher meine Bitte an die Entwickler:

Hört also bitte nicht auf jene Leute die lautstark fordern, dass man bestimmte Sachen nicht in eine Fantasy-Spielwelt einbauen kann, weil sie für einige unschöne Assoziationen hervorrufen könnten oder weil sie derzeit in unserer Gesellschaft nicht populär sind. Hütet Euch auch davor, Sachen einzubauen, nur weil diese gerade besonders populär sind. Folgt also bitte nicht jedem modischen Trend, sondern schafft eine Welt, die trotz ihrer Fantasy-Elemente realistisch wirkt und die genug Probleme hat, dass alle möglichen Formen von Abenteuern wirklich möglich sind. Wenn einigen Spielern die Welt nicht gefällt, können sie diese in ihrer privaten Kampagne ändern, nur sollten sie nicht von Euch erwarten, dass Ihr Nygard nach deren Vorstellungen gestaltet. Schafft also eine Welt, die sowohl für die Masse an Altspielern als auch für Neueinsteiger interessant ist und die genug Elemente enthält, die sie klar und deutlich vom Einheistbrei der derzeitigen Fantasywelten unterscheidet.

Mit anderen Worten: schafft die Welt bitte nach meinen Vorstellungen und nicht nach den Vorstellungen der anderen.

Du kannst die Welt doch genauso für deine privaten Kampagnen ändern. :dunno:

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vor 52 Minuten schrieb Barbarossa Rotbart:

In meinen Augen wäre letzters richtig, da nicht alle vermeintlichen Allegorien wirklich welche sind und manche Leute immer irgendetwas finden, was sie für rassistisch oder sexistisch halten, selbst wenn sie die einzigen sind, die das tun.

Manche haben halt immer was zu kacken.

Gerade "Jene"!

Rassisten sind ja in der Regel immer sehr reflektiert, was ihre eigene Einstellung so angeht.

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vor 16 Minuten schrieb Blaues Feuer:
vor 50 Minuten schrieb Barbarossa Rotbart:

Das Problem ist ja, dass es, wenn es nach jenen Leuten gehen würde, historisch genaue Darstellung nicht geben darf.

die gibt es im Rollenspiel sowieso nie.

So ist es.

Kann es letztlich auch deswegen nicht, da selbst Historiker in vielen Bereichen sich darüber streiten, was historisch genau ist. Zeugnisse, wie Urkunden, Bilder, Liedgut, Gebäude, Statuen, Schmuck und Kleiderreste werfen zwar Schlaglichter auf die Vergangenheit, aber der Rest sind und bleiben Vermutungen, bis ein weiteres Schlaglicht wieder neue Informationen zu Tage fördert. Eine vollständige und wirklich genaue historische Darstellung werden wir so aber nicht erreichen können.

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vor 13 Minuten schrieb Blaues Feuer:

Mit anderen Worten: schafft die Welt bitte nach meinen Vorstellungen und nicht nach den Vorstellungen der anderen.

Du kannst die Welt doch genauso für deine privaten Kampagnen ändern. :dunno:

Das habe ich damit nicht gemeint. Ich meinte damit, dass sie nicht auf die Forderungen kleiner aber lauter Minderheiten hören sollen, die alles, was sie für rassistisch oder sexistisch oder allgemein für problematisch halten, aus dem Spiel verbannen wollen. Midgard soll es nicht so ergehen, wie z.B. den verschiedenen D&D-Welten.

vor 12 Minuten schrieb Blaues Feuer:

die gibt es im Rollenspiel sowieso nie.

Ich meinte es allgemein. So etwas wie z.B. mit Vikings: Valhalla gemacht wurde, darf einfach nicht passieren. Man darf historische Fakten nicht irgendwelchen Empfindlichkeiten opfern.

vor 16 Minuten schrieb Einskaldir:

Manche haben halt immer was zu kacken.

Gerade "Jene"!

Rassisten sind ja in der Regel immer sehr reflektiert, was ihre eigene Einstellung so angeht.

Was willst Du damit sagen? Das ist ein Rassist bin?

vor 11 Minuten schrieb Detritus:

So ist es.

Kann es letztlich auch deswegen nicht, da selbst Historiker in vielen Bereichen sich darüber streiten, was historisch genau ist. Zeugnisse, wie Urkunden, Bilder, Liedgut, Gebäude, Statuen, Schmuck und Kleiderreste werfen zwar Schlaglichter auf die Vergangenheit, aber der Rest sind und bleiben Vermutungen, bis ein weiteres Schlaglicht wieder neue Informationen zu Tage fördert. Eine vollständige und wirklich genaue historische Darstellung werden wir so aber nicht erreichen können.

Aber bei einigen Sachen ist man sich doch sehr sicher. Und es sind dann genau diese sachen, die in modernen hostorischen Serien z.B. ignoriert werden, weil man es einigen Aktivisten recht machen will.

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vor 10 Minuten schrieb Barbarossa Rotbart:

Was willst Du damit sagen? Das ist ein Rassist bin?

 

Um Gottes Willen. Ich kenne dich doch gar nicht.

"Jene" oder "diese" sind gemeint. Ganz allgemein, unverbindlich. 

 

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42 minutes ago, Barbarossa Rotbart said:

Ich meinte es allgemein. So etwas wie z.B. mit Vikings: Valhalla gemacht wurde, darf einfach nicht passieren. Man darf historische Fakten nicht irgendwelchen Empfindlichkeiten opfern.

Ich habe da keine besonderen Kontroversen mitbekommen.

Aber: Viele dieser historischen Ungenauigkeiten haben nichts damit zu tun, dass der Macher oder Geldgeber der Serie so ein herzensguter Mensch ist, der keinen Rassismus oder Sexismus zeigen möchte. Es liegt einfach daran, dass offenbar genug Menschen so etwas nicht mehr sehen möchten. Das ist nicht gezielt "woke" oder "linksgrün", sondern knallhart kapitalistisch. 💰

Wäre das nicht so, wären Filme mit überholter Rollenverteilung an der Kinokasse erfolgreicher; der Markt regelt das.
Aus genau diesem Grund zeigen romantische Filme und Romane fast immer die gleichartig unrealistisch entstehende Liebesbeziehungen mit Happy Ending. Der Markt will das so. ;)

Andere historische Ungenauigkeiten in Filmen sind übrigens absichtliche Vereinfachungen für den Zuschauer:

  • Wenn bspw. der reiche Großhändler selbst auf den Wochenmarkt geht, anstatt einen Bediensteten vorzuschicken, dann ist das unrealistisch. Aber es macht es dem Zuschauer leichter: Er sieht sofort, dass der Großhändler gerade die Person ist, die faktisch eine Aktion durchführt. Der Film muss nicht noch den Bediensteten als Boten oder Vertreter des Großhändlers begründen.
  • Wenn ein Soldat in einer grauen Uniform im Zweiter-Weltkrieg-Film mit einer MP40 zu sehen ist, dann weiß jeder sofort: Das ist ein deutscher Soldat. Historisch inkorrekt: Die meisten deutschen Soldaten hatten keine MP40. Aber die MP40 ist die Klischee-Waffee der Wehrmacht.
  • Wenn ein Soldat in einer grünen Uniform im Kalter-Krieg-Film mit einer Kalaschnikow zu sehen ist, dann weiß entsprechend jeder sofort: Das ist ein Soldat vom Warschauer Pakt.
  • Last but not least gibt es natürlich viele Nicht-Fakten, die immer wiedergekäut werden, weil der Zuschauer sie erwartet. Die katholische Inquisition, der im Mittelalter die Meinung vertritt, die Erde sei flach und die Hexenverbrennungen durchführt. Bogenschützen, die aufgereiht sind, wie Schlachtreihen mit Gewehr am Ende des 19. Jahrhunderts. Und vieles mehr.
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vor 10 Minuten schrieb dabba:

Ich habe da keine besonderen Kontroversen mitbekommen.

Aber: Viele dieser historischen Ungenauigkeiten haben nichts damit zu tun, dass der Macher oder Geldgeber der Serie so ein herzensguter Mensch ist, der keinen Rassismus oder Sexismus zeigen möchte. Es liegt einfach daran, dass offenbar genug Menschen so etwas nicht mehr sehen möchten. Das ist nicht gezielt "woke" oder "linksgrün", sondern knallhart kapitalistisch. 💰

Die Kontroverse ist der Charakter Estrid Håkon, der auf der historischen Persönlichkeit Håkon Eiriksson basiert. Die Serie gaukelt also vor, dass eine historische Person, die eindeutig ein weißer Mann war, eine farbige Frau gewesen sein soll. Und das farbige Personen dort von allen akzeptiert wurden. Leider ist aus den verschiedenen Sagas aus dieser Zeit bekannt, dass dieses von der Serie vorgegaukelte Bild falsch ist. Diese Änderung dient allein dazu, Identifikationsfiguren für jene zuschaffen, die bei den Charakteren zu erst auf die Hautfarbe achten und sagen "die ist schwarz, daher kann ich mich mit ihr identifizieren". Und so etwas ist schlicht und einfach bescheuert!

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Am 27.5.2022 um 11:36 schrieb Prados Karwan:

Darauf möchte ich noch nicht und auch nicht hier antworten. Erst einmal die Tests abwarten.

Fair enough.

Andere Frage, falls du sie beantworten magst. Ein Schwerpunkt der Regeln waren in allen Editionen die Zaubersprüche. Auf der einen Seite war es gut, dass sich da eigentlich stets nur graduell was getan hat (ein paar dazu hier und da, leichte Änderungen), da konnte man im Grunde auf das Vorwissen der alten Editionen im Kopf zurückgreifen. Auf der anderen Seite war es auch ein wenig schade, dass so relativ wenig Neues sich ereignet hat. 

Was strebt ihr da für M6 an - weiter graduelle Evolution? Oder zumindest hier und da auch Revolution? Sprich, grundsätzliche Neugestaltung der Zaubersprüche.

LG

dHib

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Am 1.6.2022 um 16:12 schrieb Kazzirah:

Ich wäre sehr dankbar, wenn das Thema Kolonialismus ganz aus Nygard herausgehalten werden könnte. 

Das passt in speziell darauf ausgerichteten Szenarien wie Spire, sonst ist die Gefahr, das zu Vermurksen zu hoch.

Nur zur Info: Es gibt auch Midgard 1880. Da kann man Kolonialismus richtig klasse reinpacken...

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Hallo!

Ich hatte vor längerem (deutlich über ein Jahrzehnt lang, also durchaus länger) Midgard gespielt. Auch wenn ich jetzt seit einigen Jahren kein Midgard mehr spiele, fand ich die News über Edition 6 interessant.

Ich denke, man könnte einige "Ideen" aus anderen Systemen übernehmen um das System zu modernisieren (es stand ja erwähnt in der News-Meldung, dass größere Änderungen geplant seien im System).

Hier einige Vorschläge (die meisten beziehen sich auf den Kampf, ich denke das ist der Bereich wo am ehesten Änderungen nötig sind):

- Ein besseres Aktionssystem (wie etwa in Pathfinder 2): Statt nur "Laufen und Angreifen" eine Anzahl von Aktionen (in PF2 etwa hat man pro Runde 3 Aktionen, bei denen man nach Belieben etwas machen kann, Laufen, Angreifen, Zaubern (das braucht bei den meisten Zaubern aber zwei Aktionen), jemanden in Schwitzkasten nehmen, jemand entwaffnen versuchen, jemand einschüchtern versuchen, am Kronleuchter entlang schwingen, was auch immer - damit nicht "dreimal angreifen" kommt, erhält man steigende Mali je öfter man angreift (oder "angriffsähnliche Aktionen", entwaffnen, zu Boden schlagen usw. kriegt auch den steigenden Malus etwa). Mit diesem System werden Leute, die etwas "nonstandard" machen dann nicht "bestraft" dafür, dass sie dafür nicht mehr angreifen können. Und es macht die Kämpfe definitiv interessanter. Die Frage ist natürlich ob das mit Angriffs- und Abwehrwürfen zu sehr zur "Würfelorgie" wird. Ich finde dieses 3 Action System ist jedenfalls Kampfsystemen aller anderen RPGs weit überlegen aufgrund der Flexibilität die es gibt und wie die Kämpfe interessanter werden. 

- Die meisten neueren Systeme haben bei Nicht-Zaubernden Charakteren spezielle "Angriffe" (die man wie Zauber oder so lernen kann), was auch den Kampf deutlich interessanter macht. Sachen wie außer "ich greife an" auch "ich greife an und versuche den Gegner zurückzupushen" oder "ich greife an, und wenn der Gegner in der nächsten Runde einen meiner Verbündeten angreift, kriegt er sofort einen zusätzlichen Angriff von mir und sein Angriff macht weniger Schaden" oder "ich erhalte einen zusätzlichen Schadenswürfel mehr, dafür aber den Doppelten Malus auf Multi-Attack. Teilweise hat dann ein Char mehrere verschiedene solcher Fähigkeiten, und kann quasi jede Runde überlegen was er macht statt stumpf "ich greife an".

Könnte man etwa so machen, dass man solche Fähigkeiten per KEP lernen könnte, um so was in Midgard zu integrieren (in PF2 oder D&D etwa sind bestimmte dieser Fähigkeiten dann nur für bestimmte Klassen verfügbar). Damit macht man nicht immer jede Runde das gleiche, und es gibt ne Menge taktischer Entscheidungen im Kampf.

- Rassen (es wurde ja schon erwähnt, dass da was geändert werden soll, um den nicht mehr zeitgemäßen Begriff "loszuwerden"). Eine Idee wäre statt einem "festen" Bonus zwar am Anfang (Charerschaffung) einen festen Bonus, aber den "Rest" gibt es dann alle paar Level per "Ancestry-Feat", wo man dann auch eine AUSWAHL zwischen verschiedenen Möglichkeiten hat (ich meine nun nicht Werte, sondern verschiedene Dinge die gut zu der Rasse passen - erhöhte Bewegung, im Dunkeln sehen können usw, nennt sich in vielen Systemen ein "Feat"). So per "Baukastensystem" sozusagen. Könnte man ja evtl. gegen AEP kaufbar machen ? Auch Klassenfähigkeiten werden in den meisten neueren Systemen "per Feat konfigurierbar" gemacht. So dass zwei Kämpfer oder Magier von verschiedenen Spielern teilweise ganz andere Fähigkeiten in Kämpfen benutzen.

- Featsystem (s.o.)

- Ein (optionales) Charerschaffungssystem, das Attribute nicht auswürfelt, sondern eine Punkteverteilung verwendet (bei allen moderneren RPGs eigentlich das Standardsystem inzwischen). Hatten wir allerdings ehrlichgesagt in unseren letzten Jahren des Midgard M4 Spielens schon per Hausregel eingeführt ;-)

- Spielwelt (wurde ja auch schon gesagt, dass es hier Änderungen geben soll): Als wir noch Midgard spielten, fand unser Hauptspielleiter immer "die Welt ist zu friedlich". Es gibt nirgends Kriege oder sonstwas (Myrkgard dagegen fand er damals sehr interessant). Er hatte damals einfach die Welt etwas modifiziert und "düsterer" gemacht. Das wäre hier mein Vorschlag - ein paar Kriege auf der Weltkarte und andere düstere Ereignisse.

- Was zukünftige Publikationen angeht, fände ich Abenteuer in der Art des "Zyklus von den zwei Welten" super - also fortlaufende Abenteuer über mehrere Bücher (in anderen Systemen schimpft sich so was "Abenteuerpfad" und ist meist drauf ausgelegt von Lvl 1 bis Maxlvl (in Midgard wäre das dann wohl "Grad 😉 ) gespielt zu werden (Aufstieg meist deutlich schneller als in Midgard üblich). Solche "Abenteuerpfade" fände ich ne gute Idee.

- Zauber überarbeiten. Gerade Kampfzauber. Hab schon gehört, viele Zauberer laufen mit Steinen des Schnellen Feuers rum, wir hatten es anders gelöst, und hatten einen Grad 3 Zauber der 3D6 Schaden macht damals eingeführt (das war M4 mit massiven Hausregeln). Das ist natürlich alles suboptimal, dass man da Hausregeln braucht (und dass fast jeder Zauberer nen Stein des schnellen Feuers hat ist ne blöde Lösung finde ich ;-) ).

- Fernkampf-Schadensbonus sollte denke ich eingeführt werden, damit Fernkämpfer interessant werden. Oder alternativ über "Spezialangriffe" oder "Feats" wie oben vorgeschlagen Möglichkeiten geben auch den Schaden zu erhöhen.

- Zauberer werden, wenn im Kampf angegriffen, zu sehr bestraft (Zauberabbruch nur bei nem kritischen Treffer oder so, kein Malus auf das Zaubern beim Treffer - so hatten wir das damals als wir noch Midgard spielten gehausregelt).

- Denke eine "Public Beta" wäre wichtig.

Bin aber auf jeden Fall gespannt, was da in zwei Jahren kommt.

Gruß,

Steffen

 

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@MagicSN

Obwohl ich ein Like gesetzt habe und Du einige gute Ideen hast, sind sie doch zu sehr von D&D und Pathfinder beeinflusst, um für Midgard interessant zu sein. Mit der Welt hast Du recht, eine friedliche Welt ohne Konflikte und Probleme ist als Rollenspielwelt ungeeignet, weil es nur sehr wenig Abenteuermöglichkeiten gibt.

Das wichtigste Deines Beitrags (und weshalb es das Like von mir gab) ist die Public Beta. WotC hat mit der Beta zu D&D 5e gezeigt, wie man es richtig macht, Ulisses hingegen hat mit der Beta zu DSA5 gezeigt wie man es am besten nicht macht. Zu jedem Zeitpunkt muss jeder Punkt der Regeln diskutiert werden und nicht in der einen Woche die Kampfregeln und in der nächsten die Magieregeln. Und wenn man in der Schlussphase doch noch Regeln ändern muss, muss man die Beta dann vielleicht doch etwas verlängern. Wichtig ist natürlich auch, dass regelmäßig Regelupdates veröffentlicht werden, damit alle Betatester die gleichen Regeln testen. Deshalb sollte, wenn in zwei Jahren M6 erscheinen soll, spätestens in einem Jahr die Beta beginnen.

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vor 52 Minuten schrieb Barbarossa Rotbart:

@MagicSN

Obwohl ich ein Like gesetzt habe und Du einige gute Ideen hast, sind sie doch zu sehr von D&D und Pathfinder beeinflusst, um für Midgard interessant zu sein. Mit der Welt hast Du recht, eine friedliche Welt ohne Konflikte und Probleme ist als Rollenspielwelt ungeeignet, weil es nur sehr wenig Abenteuermöglichkeiten gibt.

Das wichtigste Deines Beitrags (und weshalb es das Like von mir gab) ist die Public Beta. WotC hat mit der Beta zu D&D 5e gezeigt, wie man es richtig macht, Ulisses hingegen hat mit der Beta zu DSA5 gezeigt wie man es am besten nicht macht. Zu jedem Zeitpunkt muss jeder Punkt der Regeln diskutiert werden und nicht in der einen Woche die Kampfregeln und in der nächsten die Magieregeln. Und wenn man in der Schlussphase doch noch Regeln ändern muss, muss man die Beta dann vielleicht doch etwas verlängern. Wichtig ist natürlich auch, dass regelmäßig Regelupdates veröffentlicht werden, damit alle Betatester die gleichen Regeln testen. Deshalb sollte, wenn in zwei Jahren M6 erscheinen soll, spätestens in einem Jahr die Beta beginnen.

Bei einigen meiner Ideen fürchte ich genau was Du sagtest. Und ja, natürlich waren die Ideen durch die Systeme die ich "nach" Midgard gespielt habe beeinflusst 😉 Aber das muss ja nichts schlechtes sein.

Ich denke allerdings gerade etwas wie das 3-Action-System ist ziemlich unabhängig vom Spiel und würde sich gut realisieren lassen. Halte ich aber auch beides für absolut notwendig, um mit modernen Systemen "mithalten" zu können. Nachdem das Rauskam, wurde es teilweise in andere RPG Systeme per Hausregel integriert 😉 Nebenbei ist nicht die "Sekunden-Regel" (gabs die bei M4/M5 noch ? Bei M3 gabs es auf jeden Fall) etwas in die selbe Richtung. Aber das 3-Action-System ist definitiv "einfacher" zu benutzen.

Man könnte es generell sogar bei M3/M4 integrieren, etwa so: Zweiter Angriff - Gegner erhält +4 auf Abwehr, dritter Angriff - Gegner erhält +8 auf Abwehr. Eine Action als Move zu verwenden - ersetzt den "normalen" Move. Fertig. (Ist nun natürlich nicht in allen Einzelheiten durchdacht... ob es dann Nahkämpfer nicht noch stärker macht durch "lucky Würfe").

Auch die Sache mit den "speziellen Kampf-Actions" ließe sich denke ich integrieren. Wäre aber sicher eine massive Änderung.

Auch so was wie ein "Point-Buy-System" ist gut machbar (wir hatten eins per Hausregel vor 20 Jahren oder wann das war). Auch eine "Reformierung" der Kampfzauber ist möglich (wir hatten damals einiges dran gemacht, wobei unser System natürlich suboptimal war, da es eine Hausregel war - irgendwann wars so viel Hausregeln, dass es zu viel wurde).

Die Sache mit den Feats dürfte vermutlich "zu weit weg" vom Midgard-Regel-Kern sein. 

Ja, die Beta von 5e war gut, ebenso die von PF2 (hab bei beiden mitgemacht 😉 ). Bei der von DSA5 die Du erwähnt hast, war ich nicht dabei (DSA war nie so "meins" gewesen).

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Am 7.6.2022 um 11:51 schrieb MagicSN:

Auch die Sache mit den "speziellen Kampf-Actions" ließe sich denke ich integrieren. Wäre aber sicher eine massive Änderung.

Das wäre gar nicht so groß. Bereits in M4 gab es einige Sonder-Angriffsaktionen: Umstoßen (mit großem Schild), Zurückdrängen, Entwaffnen (z.B. mit Kampfstab) - das müsste nur aufgegriffen und ausgebaut werden.

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vor 2 Stunden schrieb Hiram ben Tyros:

Das wäre gar nicht so groß. Bereits in M4 gab es einige Sonder-Angriffsaktionen: Umstoßen (mit großem Schild), Zurückdrängen, Entwaffnen (z.B. mit Kampfstab) - das müsste nur aufgegriffen und ausgebaut werden.

Ich denke es wäre vor allem nicht schlecht, wenn man für solche Sachen ein "standardisiertes" Handling in die Regeln einbaut, also nicht über "spezialregeln". Zumindest meine Meinung (die natürlich von anderen Systemen mit geprägt ist).

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