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Einstellung gegenüber fremden Religionen


Jamoa

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Meine Frage ist sowohl generell für ganz Midgard, als auch für Alba im speziellen, weil hier meine Gruppe gerade unterwegs ist.

Eine der Figuren ist ein tegarischer PS (soweit ich es verstehe dennoch genauso göttlich wie ein entsprechender Priester aus Alba). Also mal abgesehen davon, dass er von Kleidung und Kultur heraus sticht wie ein bunter Hund, frage ich mich, wie die örtlichen Bevölkerung und der ansässige Klerus auf ihn reagieren, wenn er beginnt Wunder im Namen fremder Götter zu vollbringen.

Kann man sich Midgard als weltoffenes Utopia vorstellen, wo jeder Glaube an jeder Tür willkommen geheißen wird? Oder wird man schnell ausgegrenzt und gebeten die eigenen (Dämonen-)Götter doch bitte dort anzubeteten, wo man herkommt - notfalls unter Androhung eines Scheiterhaufen?

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vor 8 Minuten schrieb Jamoa:

Kann man sich Midgard als weltoffenes Utopia vorstellen, wo jeder Glaube an jeder Tür willkommen geheißen wird? Oder wird man schnell ausgegrenzt und gebeten die eigenen (Dämonen-)Götter doch bitte dort anzubeteten, wo man herkommt - notfalls unter Androhung eines Scheiterhaufen?

Utopia sehe ich nicht. Friede, Freude, Euerkuchen ist unrealistisch und auch nicht spannend. Beim Vergleich mit der Erde ist eines wichtig: Midgards gibt es und es ist bewiesen. Das nimmt etwas Feuer aus der Sache, dafür kann man die Kulte stärker individuell zu Leben erwecken. Für mich gibt es die "lichten Götter" und deren Gegenspieler.

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Herzlich Willkommen im Forum Jamoa,

ein ausländischer Priester wird nicht vorbehaltlos willkommen sein. Aber es geht hier um die Spielbarkeit. Deine Spieler werden wahrscheinlich keinen dauerhaften Spaß an solchen Charakteren haben, wenn sie dauernd in der Spielwelt hart angegangen werden. Es kann mal Spaß machen, einen Priester zu spielen, der sein Priestertum nicht offen zeigen kann, weil das im Gastland sonst auf den Scheiterhaufen führt. Aber erfahrungsgemäß nutzt sich dieser Kick am Spieltisch auch schnell ab. 

In Summe sollte es vom SL so ausbalanciert sein, dass die Spieler am Tisch Freude haben, ihre Charaktere auch auszuspielen. Es ist also letztlich Sache des Gruppenkonsens. 

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vor 3 Stunden schrieb Jamoa:

Meine Frage ist sowohl generell für ganz Midgard, als auch für Alba im speziellen, weil hier meine Gruppe gerade unterwegs ist.

Eine der Figuren ist ein tegarischer PS (soweit ich es verstehe dennoch genauso göttlich wie ein entsprechender Priester aus Alba). Also mal abgesehen davon, dass er von Kleidung und Kultur heraus sticht wie ein bunter Hund, frage ich mich, wie die örtlichen Bevölkerung und der ansässige Klerus auf ihn reagieren, wenn er beginnt Wunder im Namen fremder Götter zu vollbringen.

Kann man sich Midgard als weltoffenes Utopia vorstellen, wo jeder Glaube an jeder Tür willkommen geheißen wird? Oder wird man schnell ausgegrenzt und gebeten die eigenen (Dämonen-)Götter doch bitte dort anzubeteten, wo man herkommt - notfalls unter Androhung eines Scheiterhaufen?

In der Antike waren viele polytheistischen Religionen sehr tolerant gegenüber anderen Religionen. Wenn man erst mal viel Götter hat, dann schließt das noch weitere nicht aus. Im Zweifelsfall wurde ein weiterer Gott ins Pantheon oder in die religiöse Praxis integriert. In Athen gab es sogar extra einen Altar für den unbekannten Gott. Nur, damit man nicht aus Versehen einen vergessen hat, der dann mächtig, aber sauer sein könnte. Insofern sehen ich grundsätzlich erst mal kein Problem, wenn ein tegarischer Priester in Alba sein Ding macht.

Ein Problem wird es geben, wenn seine Gottheit bekannterweise einem "feindlichen Lager" angehört, also wenn eine fremde Gottheit das verkörpert, was in der eigenen Religion explizit geächtet ist. Oder wenn dieser Gott täuschend ähnlich aussieht, wie einer von der Gegenseite (ich stelle mir mal einen antiken Pan-Anhänger im christlichen Mittelalter vor: "Hörner? Bocksbeine? So einen kennen wir doch!" - wobei natürlich Quatsch, denn religionshistorisch ist die Teufelsdarstellung von Pan beeinflusst)

Aber das Wissen darüber bezogen auf tegarische Götter im einfachen Volk dürfte gleich Null sein. Insofern ist ein Priester erst mal mit einer höheren, positiven Macht verbunden und hat Wohlwollen und Respekt verdient. Man will ja keinen Gott auf sich böse machen.

Verbreitet war auch die Vorstellung, dass bestimmte Götter für ein bestimmtes Volk oder eine bestimmte Region zuständig seien, bzw. dass Gottheiten nur auf heimischer Erde Macht hätten. Ein Wunder wirkender Tegare in Alba würde letzte Vorstellung widerlegen. Dann würde ich als Bürger Albas eben mit der Schulter zuckken, wenn sich ein Tegare an einen tegarischen Gott wendet. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ein Typ aus Alba nach einer Heilung durch den Priester einem tegarischen Gott ein kleines Opfer bringt. Direkt im Sinne eines Handels mit Leistung und Gegenleistung. Und dann betet er wieder fromm zu seinen eigenen Göttern

Probleme könnten entstehen, wenn aktiv Mission betrieben oder die einheimischen Götter schlecht gemacht oder an örtlichen religiösen Privilegien gerüttelt wird.

Ansonsten hast du in der Fremde als Priester erst mal keine Probleme. Du fällst auf und machst neugierig.

Oder aber du hast eine Religion mit einem aggressiv vertretenen Absolutheitsanspruch. Aber das dürfte selten und schwer durchzuhalten sein: Im Midgard-Kosmos gibt es die Götter ja tatsächlich.

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Ich kann mich erinnern,  mal ein Abenteuer gespielt zu haben,  in dem man einen "finsteren Kult" ausheben sollte und es handelte sich um  einen Janla-Kult, also um niemand anderen als YenLen, die Göttin meines KanThai-Charakters....

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vor 7 Stunden schrieb Bruder Buck:

Herzlich Willkommen im Forum Jamoa,

ein ausländischer Priester wird nicht vorbehaltlos willkommen sein. Aber es geht hier um die Spielbarkeit. Deine Spieler werden wahrscheinlich keinen dauerhaften Spaß an solchen Charakteren haben, wenn sie dauernd in der Spielwelt hart angegangen werden. Es kann mal Spaß machen, einen Priester zu spielen, der sein Priestertum nicht offen zeigen kann, weil das im Gastland sonst auf den Scheiterhaufen führt. Aber erfahrungsgemäß nutzt sich dieser Kick am Spieltisch auch schnell ab. 

In Summe sollte es vom SL so ausbalanciert sein, dass die Spieler am Tisch Freude haben, ihre Charaktere auch auszuspielen. Es ist also letztlich Sache des Gruppenkonsens. 

Den Ansatz verfolge ich eigentlich auch. Es gibt eine Reihe von Punkten - allgemeine Fremdenfeindlichkeit, Rolle der Frau, Glaubenskonflikte - wenn man die wirklich "hart" inspiriert von real gefühlter Geschichte ausspielte, dann hätten die Abenteurer ständig Frust und Ärger, und das würde im Zweifelsfall die Abenteuer an sich völlig überlagern. Leute würden vor Angst, Scheu oder Feindseligkeit gar nicht mit den Abenteurern reden, die doch nur Hinweise erlangen wollen, um einen lokalen Mord aufzuklären, usw. 

Andererseits waren die Leute in den tatsächlichen Referenzkulturen oft erstaunlich tolerant. Sie kannten ja meistens nichts, was über eine Tagesreise zu Fuß hinaus ging! Dein Tegare wäre für die also auch nicht viel fremder gewesen als ein Schriftgelehrter aus Beornanburgh. Andere Hautfarbe? Andere Sprache? Andere Waffen? Andere Kleidung? Ha ja, ist halt anders. Solange sie uns nichts Böses wollen... es gab ja auch noch keine Nationalstaaten. 

Insofern kann man die typische multikulti-Gruppe schon spielen lassen, finde ich. Wie viel Zurückhaltung gegenüber Fremden man ausspielt, kann man vorher ausmachen. Das könnte man auch regeltechnisch daran festmachen, ob jemand z.B. lokale Landeskunde und die Sprache gelernt hat (letzteres ist bei Midgard ja relativ billig). Damit hat man das dann als Spieler auch unter Kontrolle. Wenn man anfängt "Hat sich das Rrrrrindvieh denn bewegt in die Nacht?" - dann will man das wohl mindestens ein wenig ausspielen. Wenn man einfach fließend normale Sprache spricht, dann wird die Spielleitung wahrscheinlich genauso antworten. 

Solange Dein Priester Wunder wirken kann, d.h. sichtbare Wirkungen eintreten, spricht er ja offensichtlich mit einer echten Gottheit, oder? Da wird doch ein beliebiger Bauer nicht dagegen anstinken wollen, oder? 

Ich würde eben nicht unbedingt betonen, dass seine Gottheit lokal unter dem Namen Janla bekannt ist. Die tritt in der Tat in einigen echten Abenteuerhandlungen, und typischerweise sowieso, als Gegenpol auf, also als "die Bösen". Das wäre dann wieder eine Spieler-Entscheidung: sieht man das lokale Abbild Janla mit den Einheimischen als "böse", oder versucht man, die eigene Göttin zu retten, sozusagen - wobei letzteres zuerst auf Metaebene in der Gruppe geklärt werden sollte, da es zu einem Riss quer durch die Gruppe, oder realistischerweise zu anderen als den gewünschten Abenteuern ("Flucht vor der Inquisition? Und allen anderen Albai?") führen könnte. 

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16 hours ago, Solwac said:

Midgards [Götter] gibt es und es ist bewiesen.

Und genau das ist der Kern meiner Problematik... für die alten Römer war es einfach zu sagen "Jupiter = Zeus = Taranis = Thor", gerade weil sie nur fiktiv waren... eine Reihe Naturphänome, die einer Entität angedichtet wurden.

Verliert die (Midgard-)Welt ihre Glaubwürdigkeit, wenn ein Religionsgelehrter den Schluss trifft "Irindar = Asvargr = PadKu = Tegalgirran, und wer einem dieser Götter dient ist cool weil es in Wahrheit ja doch alles derselbe unter anderem Namen ist."?

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vor einer Stunde schrieb Jamoa:

Und genau das ist der Kern meiner Problematik... für die alten Römer war es einfach zu sagen "Jupiter = Zeus = Taranis = Thor", gerade weil sie nur fiktiv waren... eine Reihe Naturphänome, die einer Entität angedichtet wurden.

Verliert die (Midgard-)Welt ihre Glaubwürdigkeit, wenn ein Religionsgelehrter den Schluss trifft "Irindar = Asvargr = PadKu = Tegalgirran, und wer einem dieser Götter dient ist cool weil es in Wahrheit ja doch alles derselbe unter anderem Namen ist."?

Nein, diese Idee ist ja eigentlich nur bei den Spielern präsent. Die Gelehrten Midgards vertreten zwar teilweise ähnliche Ideen (z.B. Torkin und Thurion in Alba), aber die Trennung schlägt sich ja auch in den spirituellen Gefilden wider, das muss den Spielern bewusst sein.

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vor einer Stunde schrieb Jamoa:

...

Verliert die (Midgard-)Welt ihre Glaubwürdigkeit, wenn ein Religionsgelehrter den Schluss trifft "Irindar = Asvargr = PadKu = Tegalgirran, und wer einem dieser Götter dient ist cool weil es in Wahrheit ja doch alles derselbe unter anderem Namen ist."?

Nein, warum auch? Es sind ja letztlich Götter, und wenn es den Göttern gefällt sich in unterschiedlichen Regionen mit unterschiedlichen Namen und Riten preisen zu lassen, dann sollen sie doch. Ob ich aber einem Culsu-Priester gegenüber behaupten würde: "Ach ja, die heißt bei uns zu Hausen YenLen", also da würde ich eher von abraten, das hat aber kirchenmachtpolitische Gründe und keine theologischen...

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Letztendlich kommt es darauf an wie du die Welt spielen willst. Ich finde zwischen die Quellenbücher und die Abenteuer ist ein Wiederspruch zwischen wie offen der Welt ist. Die Quellenbücher beschreiben die jeweiligen Länder ohne oder mit wenig Bezug zu andere Länder, dafür Kommt in vielen Abenteuerbücher ausländischen Händlern und ehmalige Abenteuer in Ruhestand vor. 

 

Ich spiele es meist ansatzweise wie der moderne Welt, große Städte haben mehr Diversität und Ländlich Gegend weniger. Vorurteile spielt nur eine Rolle wenn es relevant ist. 

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vor 16 Minuten schrieb Widukind:

Nein, warum auch? Es sind ja letztlich Götter, und wenn es den Göttern gefällt sich in unterschiedlichen Regionen mit unterschiedlichen Namen und Riten preisen zu lassen, dann sollen sie doch. Ob ich aber einem Culsu-Priester gegenüber behaupten würde: "Ach ja, die heißt bei uns zu Hausen YenLen", also da würde ich eher von abraten, das hat aber kirchenmachtpolitische Gründe und keine theologischen...

Da trenne ich immer zwischen Spielerwissen und Charakterwissen und im Sinne der Immersion empfehle ich es auch allen Mitspielenden am Spieltisch. Ich finde es für ein Fantasyspiel immer ziemlich ermüdend und langweilig, wenn ich Spieler am Tisch sitzen habe, die ihre Charaktere als Atheisten spielen und / oder sehr moderne Vorstellungen von Göttern und Religion im Spiel ausleben. Leute, wenn ich Fantasy spiele mit einer Welt, auf der Götter höchst real und erfahrbar sind, dann sind solche Ansichten fehl am Platze! 

Im Allgemeinen gehen Charaktere davon aus, Götter sind real, Priester wirken echte Wunder und die Götter sind in ihren jeweiligen Ländern oder Kulturen unterschiedlich. D.h. ein fremder Priester vertritt einen Gott, der nicht zu meinem Land gehört. Je nachdem, wie sich dieser fremde Priester benimmt, werde ich mich dem freundlich oder neugierig gegenüber verhalten, oder abweisend bis feindlich. Und so wird es auch die Bevölkerung Midgards tun - aus Gründen des Spielspaßes natürlich so ausgewogen, dass alle gewünschten Charaktere spielbar bleiben. 

Aber es darf auch schon mal der Laienprediger im Dorf "grundlos" feindlich gegenüber fremden Priestern sein. Weil es nicht in sein engstirniges Weltbild passt. 

Ebenso kann natürlich auch der weltgewandte Händler in der Stadt sogar etwas Wissen über den fremden Glauben haben und freundlich & neugierig sein. 

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vor 11 Minuten schrieb Widukind:

Nein, warum auch? Es sind ja letztlich Götter, und wenn es den Göttern gefällt sich in unterschiedlichen Regionen mit unterschiedlichen Namen und Riten preisen zu lassen, dann sollen sie doch. Ob ich aber einem Culsu-Priester gegenüber behaupten würde: "Ach ja, die heißt bei uns zu Hausen YenLen", also da würde ich eher von abraten, das hat aber kirchenmachtpolitische Gründe und keine theologischen...

Hmm. Vielleicht hat ein erfahrener Culsu-Priester und Dämonenjäger ja mal was von Chaospriestern (DM S.7f), der Dunklen Dreiheit (DM S.8, DW S.132f) und den AnLan-Fragmenten (DM S.9f) gehört und gelesen. Der könnte dann Kirchenmacht auch schnell zum Einsatz bringen.

Aber sowas sollte ein Spielleiter mit einem YenLen-Priester in der Gruppe dessen Spieler besser rechtzeitig erklären.

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vor 19 Stunden schrieb Jamoa:

Eine der Figuren ist ein tegarischer PS (soweit ich es verstehe dennoch genauso göttlich wie ein entsprechender Priester aus Alba).

 

vor 16 Minuten schrieb Berengar Drexel:

Aber sowas sollte ein Spielleiter mit einem YenLen-Priester in der Gruppe dessen Spieler besser rechtzeitig erklären.

Bevor hier gleich wieder uferlos fabuliert wird, schaut euch bitte nochmal die konkrete Frage des Strangeröffners an. 

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vor 4 Minuten schrieb Bruder Buck:
vor 19 Stunden schrieb Jamoa:

Eine der Figuren ist ein tegarischer PS (soweit ich es verstehe dennoch genauso göttlich wie ein entsprechender Priester aus Alba).

Bevor hier gleich wieder uferlos fabuliert wird, schaut euch bitte nochmal die konkrete Frage des Strangeröffners an. 

Okay, so gesehen:

Es ist halt einfach ein anderer Gott aus einem anderen Land, andere Götter sind durchaus existent und wie die Bevölkerung dazu steht kann variieren. 

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Ist es ein Priester, der eine Gottheit der Dunklen Dreiheit verehrt? Etwa PadKu bzw. Tegalgirran? Dann wäre die Sache etwas verzwickter. Das ist ja eher ein Gegenspieler der lichten Götter. Und, da bin ich mir nicht sicher, der Priester könnte irgendwann eine finstere Aura (Grad 11?) bekommen.

Zur Dunklen Dreiheit und ihrer Stellung im (Glaubens-) Kosmos von Midgard gibt es ein paar interessante Stränge im Forum. In der Regel sind deren Priester im klassischen Midgard-Setting eher etwas für böse NSC, aber das muss ja nicht für Eure Gruppe gelten.

Edited by Orlando Gardiner
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Er sollte vorsichtig sein, so wie auch häufig Hexer.

Wieso?

Im Kodex steht bei Tegaren zu Göttern Dunkle Dreiheit (und auf S.32 auch s.KTP) +in Verbindung mit den Dunklen MächteQB (DUM)-Text zum Chaospriester PC (S.7), wo bei Tegaren auch PS möglich erwähnt ist

Allein diese Bezeichnung Dunkle... und der KTPVerweis +DUM-Abschnitt wären bei mir das Signal, möglichst kein Spielercharakterpriester -selbst als PS- mit dem Kult, da i.d.R. zu schwer integrierbar.

Als PS mögen seine Glaubensriten sicherlich mind.etwas weichgespülter sein, aber für die albische Bevölkerung dürften sie dennoch irritierend wirken.

 

Nachtrag 9.2. PadKu erlaubt auch in KTP PS -da er scheinbar der Gemäßigtste der 3 ist-. Damit ist für mich kein Widerspruch mehr da.

Edited by seamus
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vor 1 Minute schrieb seamus:

Er sollte vorsichtig sein, so wie auch häufig Hexer.

Wieso?

Im Kodex steht bei Tegaren zu Göttern Dunkle Dreiheit (und auf S.32 auch s.KTP) +in Verbindung mit den Dunklen MächteQB (DUM)-Text zum Chaospriester PC (S.7), wo bei Tegaren auch PS möglich erwähnt ist

Allein diese Bezeichnung Dunkle... und der KTPVerweis +DUM-Abschnitt wären bei mir das Signal, möglichst kein Spielercharakterpriester -selbst als PS- mit dem Kult, da i.d.R. zu schwer integrierbar.

Als PS mögen seine Glaubensriten sicherlich mind.etwas weichgespülter sein, aber für die albische Bevölkerung dürften sie dennoch irritierend wirken.

Sorry, hatte ich gar nicht so auf dem Schirm, Danke für die Ergänzung!

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vor 2 Stunden schrieb Orlando Gardiner:

Und, da bin ich mir nicht sicher, der Priester könnte irgendwann eine finstere Aura (Grad 11?) bekommen.

Welche Aura tegarische und ost-kanthaipanische Priester Streiter bekommen, haben wir hier schon mal durchgedacht:

Haben Priester immer eine finstere Aura?

Die Infos im Strang sind teilweise veraltet (ein Lernschema für den Chaospriester ist doch rausgekommen).

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Da ein Bewohner Midgards die Götter wohl nie wirklich verstehen wird, kann es ja durchaus sein, dass der selbe Gott in einem anderen Land auch einen anderen Namen hat.
Das ist um so wahrscheinlicher, wenn diese Götter den gleichen oder einen ähnlichen Aspekt haben. 

Wie so ein Priester aufgenommen wird, wird ganz von seinem Verhalten abhängen und vielleicht von seiner Aura.

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Mein Namensgeber Hiram hatte als Abenteurer in Grad 8 direkten Kontakt mit Göttern anderen Gkaubens. Er wäre nie auf die Idee gekommen einen der anderen Herschaftsgöttern mit Ormut gleich zu setzen. Aber er musste akzeptieren, dass es andere Götter gibt. Sein Fazit: Es gibt viele Götter aber Ormut ist halt die Beste.

In meiner Vorstellung ist diese Einstellung relativ weit verbreitet. Nur mit unterschiedlich heftiger Ausprägung was Toleranz bzw. Ablehnung gegenüber den anderen Göttern angeht. In Alba wird ja üblicherweise das ganze Pantheon angebetet. In anderen Regionen (Chryseia, KüSta) wendet man sich gezielter einzelnen Göttrn zu. Und selbst Alba kennt mit Vraidos eine Ausnahme. Daher ist die Vorstellung, dass es auch andere Götter als die eigenen gibt relativ weit verbreitet und die meisten Menschen werden v.a. Priestern anderer  Götter gegenüber eher vorsichtig mit Provokationen sein. Denn diese Priester haben nach Erfahrung der Menschen echte (göttliche) Macht.

Was den tegarischen Priester aus dem Eingangsbeitrag betrifft: Wie die Bevölkerung mit ihm umgeht wird in erster Linie von seinem Verhalten abhängen. Die Allerwenigsten weden von seinem Gott schon gehört haben. Selbst in der einfachen Priesterschaft Albas werden die Meisten mit dem Namen nichts anfangen können. Wissen über fremde Kulturen (vor allem so abgeschottete wie in der tegarischen Steppe) ist nicht weit verbreitet. Schließlich gibt es kein Internet, Fernsehen, Radio - viele Albai können auch nicht lesen - und die eigene Lebenserfahrung beschränkt sich auch oft auf den Umkreis von einer (oder wenigen) Tagesreisen.

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vor 21 Minuten schrieb Hiram ben Tyros:

Mein Namensgeber Hiram hatte als Abenteurer in Grad 8 direkten Kontakt mit Göttern anderen Gkaubens. Er wäre nie auf die Idee gekommen einen der anderen Herschaftsgöttern mit Ormut gleich zu setzen. Aber er musste akzeptieren, dass es andere Götter gibt. Sein Fazit: Es gibt viele Götter aber Ormut ist halt die Beste.

In meiner Vorstellung ist diese Einstellung relativ weit verbreitet. Nur mit unterschiedlich heftiger Ausprägung was Toleranz bzw. Ablehnung gegenüber den anderen Göttern angeht. In Alba wird ja üblicherweise das ganze Pantheon angebetet. In anderen Regionen (Chryseia, KüSta) wendet man sich gezielter einzelnen Göttrn zu. Und selbst Alba kennt mit Vraidos eine Ausnahme. Daher ist die Vorstellung, dass es auch andere Götter als die eigenen gibt relativ weit verbreitet und die meisten Menschen werden v.a. Priestern anderer  Götter gegenüber eher vorsichtig mit Provokationen sein. Denn diese Priester haben nach Erfahrung der Menschen echte (göttliche) Macht.

Was den tegarischen Priester aus dem Eingangsbeitrag betrifft: Wie die Bevölkerung mit ihm umgeht wird in erster Linie von seinem Verhalten abhängen. Die Allerwenigsten weden von seinem Gott schon gehört haben. Selbst in der einfachen Priesterschaft Albas werden die Meisten mit dem Namen nichts anfangen können. Wissen über fremde Kulturen (vor allem so abgeschottete wie in der tegarischen Steppe) ist nicht weit verbreitet. Schließlich gibt es kein Internet, Fernsehen, Radio - viele Albai können auch nicht lesen - und die eigene Lebenserfahrung beschränkt sich auch oft auf den Umkreis von einer (oder wenigen) Tagesreisen.

Ein Punkt fehlt mir noch: Die veschiedenen Gottheiten werden auch massiv durch die gemeinsame Vorstellung der Gläubigen geprägt. Gerade bei räumlich benachbarten Kulten ist diese gegenseitige Beeinflussung deutlich. Sei es Valian mit Chrseia oder Chryseia mit Lidralien. Einiges wird wohl mit dem Quellenmaterial zu den Küstenstaaten bekannt, anderes muss aus den bekannten Quellen noch destilliert werden. Bei der dunklen Dreiheit in Sirao ist sehr vieles bekannt, aber im Einzelnen muss recherchiert und gedacht werden.

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vor 8 Stunden schrieb Bruder Buck:

Ich finde es für ein Fantasyspiel immer ziemlich ermüdend und langweilig, wenn ich Spieler am Tisch sitzen habe, die ihre Charaktere als Atheisten spielen und / oder sehr moderne Vorstellungen von Göttern und Religion im Spiel ausleben. Leute, wenn ich Fantasy spiele mit einer Welt, auf der Götter höchst real und erfahrbar sind, dann sind solche Ansichten fehl am Platze! 

Würde ich nicht verbieten. Es gibt, oder zumindest gab zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, auch in der realen Welt eine Anzahl Menschen, die meinten, Regierungen, obwohl real existent, seien überflüssig. Warum nicht Leute, die das wollen, eine Art "Midgard-Anarchisten" spielen lassen? 

Oder was für Einstellungen wären das - ich hatte in der Hinsicht noch keine Probleme am Spieltisch. 

Erlaubt nicht sogar das Regelwerk die Einstellung "gleichgültig" zum Glauben? 

  • Confused 2
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vor 4 Minuten schrieb Ma Kai:

Würde ich nicht verbieten. Es gibt, oder zumindest gab zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, auch in der realen Welt eine Anzahl Menschen, die meinten, Regierungen, obwohl real existent, seien überflüssig. Warum nicht Leute, die das wollen, eine Art "Midgard-Anarchisten" spielen lassen? 

Oder was für Einstellungen wären das - ich hatte in der Hinsicht noch keine Probleme am Spieltisch. 

Erlaubt nicht sogar das Regelwerk die Einstellung "gleichgültig" zum Glauben? 

Wo hat BB verbieten gefordert? Und diese Anarchisten sind auch anstrengend in der Runde...

Gleichgültig ist etwas anderes als quasi militante Agnostiker.

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