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Volks-Zauberkunde - Was weiß der kleine Mann auf Midgards Straßen über Magie?


dabba

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Die wenigsten Bewohner Midgards werden Zauberkunde in Form von wissenschaftlichem Wissen haben.

Midgard ist aber andererseits auch nicht die Welt von Harry Potter, in der Magie extrem selten vorkommt und zauberfähige Menschen im Untergrund leben. Dort ist Magie unbekannt und wer nicht weiß, dass es Zauberer gibt, wird auf jeden magischen Trick hereinfallen.

In großen Städten Midgards gibt es Magiergilden – und in Dörfern manchmal einen Priester oder eine Wycca, die ein wenig zaubern und/oder Wunder wirken kann. Aber auch die Unterwelt verzichtet vermutlich nicht auf den Einsatz von Magie. Die Schattenweber sind berüchtigt, aber auch der ein oder andere Spitzbube wird schon gemerkt haben, dass ein magischer Gegenstand seine „Arbeit“ erleichtern kann.

Deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, was der gemeine Midgardling so für Wissen oder Halbwissen von der Magie haben könnte und wie er damit umgeht.

 

Unsichtbarkeit:

Der Unsichtbarkeitstrank macht nicht nur Zauberer und Mitstreiter von Thaumaturgen, sondern auch gute Kunden der Zauberwerkstatt durchsichtig. Der Zauber dürfte also durchaus bekannt sein. Ein ausgebildeter Wachmann ist also nicht naiv, sondern könnte den Verdacht hegen, dass das verdächtige Geräusch von einem Unsichtbaren kam.

Was macht er wohl dagegen? Hat er für alle Fälle immer eine Portion Sand dabei, die er irgendwo hinwirft und guckt, wo der Sand mit unsichtbar wird? Oder sperrt er gezielt enge Durchgänge ab?

 

Illusionszauber:

Eine Berührung mit Eisen sorgt dafür, dass eine Resistenz gegen das Blendwerk aufhebt, laut Arkanum ein „alter Trick der Gastwirte“. Illusionszauber scheinen also auch beim Volk bekannt zu sein.

Wenn sich also eine hochgestellte Person sich auf einmal scheinbar anders verhält und/oder ein Verfolgter auf einmal scheinbar verschwunden ist und stattdessen eine ganz anders aussehende Person zu sehen ist, könnte der Aufmerksame auf die Idee kommen, dass er eine Illusion vor sich hat.

Selbst wenn seine Resistenz nicht gelingt, muss dies nicht zwingend bedeuten, dass der Getäuschte der Illusion deshalb treudoof vertrauen muss. Schließlich weiß er, dass man sich gegen fremde Magie nicht immer erfolgreich wehren kann. Er könnte bspw. einfach mal seinen angeblichen Mitbewohner fragen, was es denn letzte Woche zu essen gab…

 

Böser Blick:

Der Böse Blick ist laut Arkanum im Volk bekannt und gefürchtet. Durchaus zu Recht, denn selbst mit Bannen von Zauberwerk kann er nicht ohne weiteres gebannt werden. Zudem quält der Zauber sein Opfer unnötig lange und wäre somit als Selbstverteidigung völlig ungeeignet.

 

Kampfzauber:

Sichtbare Kampfzauber (Blitze schleudern, Feuerlanze etc.) machen wohl etwas mehr Eindruck als Fernkampfwaffen, lassen aber auch niemanden Kampferprobten in übermäßige Panik verfallen. Im Gegenteil: Der Zauberer darf über erhöhte Aufmerksamkeit freuen.

 

Heilzauber:

Laut Arkanum „teilen  viele  Menschen  Midgards  ein  abergläubisches  Misstrauen  gegen die magischen Künste: ‚Na gut, er mag mich heilen und mir das Leben retten. Aber war mein Tod nicht der Willen der Götter, und versperrt die Heilung meiner Seele nicht den Weg ins glückliche Nachleben?‘“

Na gut, wie sich diese Denke bei einem Priester oder einer Weisen Frau begründen lässt, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall scheint nicht jeder Mensch den netten Heilzaubern zu vertrauen.

 

Fällt Euch noch etwas ein? :)

Edited by dabba
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Vertraute:

(Böse) Hexer haben (merkwürdige) Vertraute, die sie mit Blut nähren müssen.

Das wird ggf. durch das Ansehen der Tiermeister natürlich abgeschwächt.

 

Macht/Kontrollsprüche:

Zauberer können dir Dinge befehlen, gegen die du dich nicht wehren kannst bzw. von denen du nichts mehr weisst

Edited by seamus
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Toller Thread!

Die Idee, dass Wachen Sand dabei haben ist gut und klingt schlüssig, ich könnte mir ergänzend auch was feinkörniges mit besserer Haftung gut vorstellen. Ein kleines Säckchen feines Sägemehl oder einfaches Mehl am Mann wäre ebenfalls denkbar.  Ansonsten könnte ich mir gut den Einsatz eines Wachhundes vorstellen, da dieser den unsichtbaren wohl wittert. Gänse dürften dafür wohl auch funktionieren. 

 

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vor 7 Stunden schrieb Jacki:

"Wie reagiert der kleine Mann auf Midgards Straßen auf angewandte Magie?"

Stellenweise vielleicht auch mit dem Ruf nach Inquisition?

Das kann im Nachhinein natürlich passieren, falls mit der Magie Schindluder getrieben wurde. Im Eifer des Gefechtes wird davon der Unsichtbare oder der Illusionszauberer aber auch nicht sichtbar. ;)

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Für mich ganz wichtig: Wer zaubert? Ist es ein Magier mit der üblichen Magierkutte (deshalb gibt es die meiner Meinung auch) und irgendeinem Gildensymbol, ist es ein Priester mit entsprechender Robe oder Insignien oder ist es ein Druide in seiner Kluft, dann hat erst mal alles seine Richtigkeit. Meinetwegen auch, wenn es einer dieser zotteligen Schamanen tut. Aber wenn einer zaubert, der gar nicht wie ein Zauberer aussieht, dann hat er was zu verbergen. Und wenn er was zu verbergen hat, dann ist er ja wohl höchstwahrscheinlich ein schwarzer Hexer.

Das reicht noch nicht für den Scheiterhaufen, aber dafür, dass man sich keinesfalls mit ihm einlassen sollte.

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Ich habe den Strangtitel geändert, weil es mir eigentlich weniger um konkrete Einzelfall-Reaktionen auf Magie ging.

Sondern vor allem darum, wie das Volk mit der Tatsache umgeht, dass es Magie gibt. :)

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Wie soll ein Volk schon damit umgehen? Reglungen macht die Oberschicht, das Volk muss danach leben. Deren Problematik wird sein, wie man sich vor magiebegabten Gesetzesbrechern, Spionen und Attentätern effizient schützen kann. Herrschern dürfte es da in erster Linie mal um sich selbst gehen. Krieger kann man durch Entwaffnung viel ihrer Gefährlichkeit nehmen, das geht mit Zauberern nicht so gut. Wie können einfach bezahlte Stadtwachen in der Stadt für Ordnung sorgen und auch Magieanwendern Paroli bieten?

Sicherlich ist auch ein Faktor, wie verbreitet Magieanwendung in der Spielwelt ist. Also sieht man das an jeder Ecke und ist jeder zweite Soldat magisch geschult oder eben nicht. Ist magischer Schutz einfach erhältlich, können Folgen von magischen Attacken einfach behandelt werden, bzw. kann man sich das leisten? … Sowas alles spielt da vermutlich rein. 

Die Geschichten von Harry Potter bieten da einen denkbaren Lösungsansatz. Vielleicht werden Passanten auch geblitzdingst (oder ähnliches) und bekommen von Zauberei gar nicht so viel mit?

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vor 1 Stunde schrieb Jacki:

Vielleicht werden Passanten auch geblitzdingst (oder ähnliches) und bekommen von Zauberei gar nicht so viel mit?

Also das glaub ich nun wirklich nicht. Jeder halbwegs zivilisierte Einwohner Midgards wird wissen, dass es Magie gibt.

vor 6 Minuten schrieb Akeem al Harun:

Midgard ist doch nicht in dem Sinne Magiearm, dass Magie extrem selten ist. Magie ist nur nicht übermäßig stark. Stecke einen Zaubrer und einen Kämpfer in einen Raum zusammen und der Kämpfer hat keine schlechte Chance, als Sieger aus der Sache hevorzugehen.

Das ist klar. Nach der gefühlten Zaubererquote hab ich schon mal gefragt.

Fakt ist: Die Bevölkerung muss damit klar kommen, dass es Magie gibt und dass sie evtl. missbraucht wird.

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vor 12 Stunden schrieb dabba:

Also das glaub ich nun wirklich nicht. Jeder halbwegs zivilisierte Einwohner Midgards wird wissen, dass es Magie gibt.

Das ist klar. Nach der gefühlten Zaubererquote hab ich schon mal gefragt.

Fakt ist: Die Bevölkerung muss damit klar kommen, dass es Magie gibt und dass sie evtl. missbraucht wird.

Wieso nur zivilisiert? Jeder nicht total dämliche Barbar wird erkennen können, dass das, was der Schamane da treibt, nicht natürlich ist und dass ein Mensch eben keine Feurkugel so einfach erschaffen kann.

ich denke, Dabba meinte, dass die Mehrzal der einfachen Bewohner Midgards äuuuuuußerst selten mit echter, sichbarer, erfahrbarer Magie in Berührung kommt. Wenn irgendwo eine Seuche ausbricht, kommen da nicht mit einmal hunderte von Priestern und Heilern, um das zu beheben. Magiergilden mit Spitzhüten in bunten Farben kennen nur die wenigsten (etwa 95% der Bewohner Albas kommen nicht aus Beornanburgh, Fiorinde oder Haelgarde, nur mal als Beispiel) und auch die stecken sich ihre Pfeife nicht immer mit einem frischen Feuerfinger an.

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Grundsätzlich denke ich, dass (fast) jeder auf Midgard an die Existenz von Magie glaubt. So ähnlich wie bei uns fast jeder daran glaubt, dass es "magie" nicht gibt (und in jedem Fall gibt es ein paar Irre die der gegenteiligen Meinung sind :D)

Viele werden die MAgie nur unterschiedlich wahrnehmen. - In "entlegenen" (Wald) gebieten ist die MAgie wahrscheinlich "schamanistischer"/druidischer  NAtur und von Magie a la Magier hat niemand gehört und kann es sich auch nur vorstellen,m dass es Leute gibt die ihr Leben lang "nur Bücher lesen um Magie zu lernen".

Je städtischer, desto mehr akademisch ist die Magie - und in einer "Großstadt" wird der "gebildete" Stadter eher an den Magier "glauben" währed er sinen "Schamanen" vielleicht als "Scharlatan" betrachtet.

Aber Magie und ihre Auswirkungen/Möglichkeiten generell sollten "Allgemeinwissen" sein. Allerdings wie bei uns: "Jeder" kennt Computer - viele können sie bedienen(eher benutzen) aber die wenigstens WISSEN wie sie funktionieren und können (funktionierende) Systeme programmieren.

Genauso sollte es mit "magie" sein. Alle wissen davon, Viele kennen (einzelne) Auswirkungen aber die wenigsten haben einen umfassende Vorstellung was möglich ist (und was nicht) oder können sie selbst anwenden.

 

Damit wird auch nicht jeder "Burgwächter"  automatisch auf Unsichtbare oder Schlafzauber "vorberitet" sein - wenn er auf "starke" Indizien stößt wird er aber auch nicht zu überrascht sein - allerdings dürfte er eher den "Hofzauberer" alarmieren als selbst alle "Gegenmittel" parat haben oder auch nur die korrekte "Anwendung wissen".

 

Also ein Schlafender Wächter wird wahrscheinlich eher als "fauler Sack" als als magisch eingeschläferter betrachtet werden. Ist er allerdings als pflichtbewusster Soldat bekann, darf man doch annehmen dass estwas nicht stimmt. Situationsbedingt.

 

Betreffend Resistenzen gehe ich davon aus, dass "Wissen dass es Magie gibt" shon inkludiert ist und nur "Hey ich weiss dass es Illusionszauber gibt" NICHT zu zusätzlichen Würfen bzw. Modifikationen führt. Wenn allerdings die Zelle mit dem Gefangenen plötzlich leer ist - dann gäbe ich der aufmerksamen Wache doch einen "Bonus".  (also wenn die ZElle beim Kontrollgang vor 5 Minuten noch besetzzt war - kommt er als Wachablösung vorbei hat er vielleicht nicht mal Ahnung, dass da wer sein sollte).

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PS: Der Thread mit der Zauberquote von Dabba war auch interessant - Danke - ich bin auch eher der Meinung, dass es eher weniger als mehr Zauberkundige geben sollte.

 

Nicht jeder der Geschickt/Gewandt ist wird Dieb, warum sollte jeder Intelligente bzw. "talentierte" auch gleich "Zauberer werden ;).

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Dass es Magie gibt, dürften die meisten wissen. Was Magie kann, schon deutlich weniger. Da gibt es sicher alle möglichen Gerüchte und Übertreibungen - die vorteilhaft oder nachteilig sein können. Manchmal will jemand, dass ihm mehr Fertigkeiten zugeschrieben werden, als er hat - manchmal eher nicht.

 

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  • 3 weeks later...

Bardenlieder werden von einem normalen (tm) Midgardbewohner gar nicht als Magie, sondern nur als besonders beeindruckende Musik wahrgenommen. Sie kennen zwar Sagen, in denen Barden die Menschen echt verzaubert, es braucht aber schon sehr deutliche Anzeichen, damit sie einem Musiker den Einsatz von Magie unterstellen.  

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vor 2 Stunden schrieb Läufer:

Bardenlieder werden von einem normalen (tm) Midgardbewohner gar nicht als Magie, sondern nur als besonders beeindruckende Musik wahrgenommen. Sie kennen zwar Sagen, in denen Barden die Menschen echt verzaubert, es braucht aber schon sehr deutliche Anzeichen, damit sie einem Musiker den Einsatz von Magie unterstellen.  

Obwohl jeder 20. Zuhörer dem Zauber widersteht, kann er es ja auch so fesselnd und zuhörenswert empfinden

Edited by Panther
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Am ‎20‎.‎02‎.‎2018 um 09:46 schrieb Camlach:

Also ein Schlafender Wächter wird wahrscheinlich eher als "fauler Sack" als als magisch eingeschläferter betrachtet werden. Ist er allerdings als pflichtbewusster Soldat bekann, darf man doch annehmen dass estwas nicht stimmt. Situationsbedingt.

Schönes Beispiel! :thumbs: 

Solche Beispiele merke ich mir als SL gerne, damit die Welt vielfältiger wird und das Fantasy Element auch mehr wird.

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