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Kazzirah

Zwerge, was essen sie?

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Seit einiger Zeit geistert bei mir die Frage herum, wovon sich Zwerge eigentlich ernähren. Oder vielmehr: Sie leben ja eigentlich überwiegend und bevorzugt unter der Erde. Und das Klischee behauptet ja auch, dass sie am liebsten nie in ihrem Leben an die Oberfläche gehen würden.

Dummerweise haben die meist üblichen Ernährungsformen den (für Zwerge) unangenehmen Nachteil, dass sie viel besser an der Erdoberfläche zu kultivieren sind. Pflanzen neigen nun einmal dazu, die Sonne zu mögen. Also müßte sich schon ein (bedeutender) Teil der Zwerge für ein Leben an der Oberfläche entschieden haben, um dort als Bauern / Jäger ihr Leben zu fristen. Dann allerdings müßten doch die ersten und häufisten Kontakte zwischen Menschen und Zwergen eher mit diesen agrarisch orientierten Zwergen geschehen sein. Was aber nun nicht mit dem auf Midgard verbreiteten Zwergenbild übereinstimmt.

Auch scheint mir eine Oberflächenagrarkultur der Zwerge eher unpraktisch. Denn die Erzeugnisse müssen dann ja auch erst einmal unter Tage transportiert werden. Was zumindest in Kriegszeiten doch eher unpraktisch sein dürfte.

Auch scheint es mir doch eher unpraktikabel, davon auszugehen, dass sich die Zwerge über Handelsbeziehungen zu den umliegenden Menschendörfern versorgen. Dann hätten wir es mit einer stark symbiontischen Bezehung zu tun, bei der die Zwerge doch arg im Nachteil wären. Verweigern die Dorfbewohner nämlich die Nahrung, haben die Zwerge ein echtes Problem, dass sich allerhöchstens kurzfristig militärisch lösen läßt. (Solche "Nahrungs-Kriege" sind m.W. auch nicht in der Geschichte Midgard bekannt geworden.)

Also müssen die Zwerge eine alternative Form der autarken Nahrungsversorgung gefunden haben, die einem überwiegend unterirdisch lebenden Volk angemessen ist.

Die Frage ist nur: Welcher Art kann die sein?

 

Nur ein paar Ideen:

1. Bestimmte lichtunabhängige Pilzarten wurden von den Zwergen kultiviert. Diese Pilze haben im Laufe der Jahrtausende eine ziemliche Varianz erreicht und bilden das Rückgrat der zwergischen Speisekarte.

2. Als Option wäre es auch möglich, dass einzelne dieser Pilze zu "Tieren" mutiert sind, die nun in Herden gehalten werden und extrem aggressiv sind. Das ist aber zumindest auf Midgard wohl nicht passend. Auch wenn sich daraus einige sehr interessante Episoden stricken lassen.

3. In unterirdischen Seen leben Fische, die ebenfalls für die Ernährung gezüchtet werden können.

4. Könnte den Zwergenpriestern von ihren Göttern die Fähigkeit gegeben worden sein, Stein in eine essbare Form zu überführen.

...

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Das Thema haste leider falsch formuliert. Richtig lautet es:

 

"Wen essen Zwerge?"

 

So, dann stimmt's auch! tounge.gif

 

Agadur

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Daß Zwerge nur unterirdisch leben würden, ist ein weit verbreiteter Irrglaube.

Sie arbeiten dort und ziehen sich dorthin aus Sicherheitsgründen wie in eine natürliche Burg zum schlafen zurück.

Ackerbau und Viehzucht und vor allem die Jagd gibt es auch bei Zwergen. Und sonst unterhalten sie einen mehr oder weniger schwunghaften Handel mit ihren Nachbarn.

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Antwort aus Sicht von Menschen und Trollen(Scheibenwelt):

Staub!!  biggrin.gif

 

Antwort aus Sicht eines Computerspielers (Wiggles):

Raupen, Pilze und Hamster!!  biggrin.gif

 

Antwort eines Rollenspielers:

 

Ich könnte mir gut vorstellen, das Zwerge in bestimmten

abgeschlossenen Tälern Felder angelegt haben und dort agrartechnisch gewirkt haben.

Ebenso könnte ich mir gut vorstellen, das die Zwerge hin und wieder Jagdgruppen ausgeschickt haben.

Vor dem entscheidenden ersten Riesenkrieg haben die Zwerge

sicherlich auch regen Handelsverkehr mit den Elfen gehabt.

Danach, als man sauer auf die Elfen war, konnten sie mit den

Menschen handeln und so auf andere Weise an Nahrung gelangen.

 

mfg

Detritus

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@Detritus

 

Du hast das gute alte Zwergenbrot von der Scheibenwelt vergessen. Welches so steinhart ist, dass es sich der Hunger anders überlegt.

 

Gruß

 

Lemeriel

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@Glenn

 

Will ich haben!! Ich meine natürlich das Rezept. Für den Fall, wenn man ungebetene Gäste hat und diese schnell los werden möchte.

 

Gruß

 

Lemeriel

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Sollten Zwerge wirklich nur in Höhlen leben, wäre folgendes IMHO möglich:

1.) der von dir erwähnte Fisch

 

2.) Spezielle Tierarten/Pflanzen, die in den Höhlen wachsen/leben können. Wenn die Zwerge das können, warum nicht auch eine spezielle Schafsrasse?

 

3.) Handel

 

4.) Elfen, Staub, kleine Kinder und was dem Abergläubigen Bauern sonst noch alles einfällt...

 

mfg

HarryW

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</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Nixonian @ Dez. 13 2001,15:32)</td></tr><tr><td id="QUOTE">Daß Zwerge nur unterirdisch leben würden, ist ein weit verbreiteter Irrglaube.

Sie arbeiten dort und ziehen sich dorthin aus Sicherheitsgründen wie in eine natürliche Burg zum schlafen zurück.

Ackerbau und Viehzucht und vor allem die Jagd gibt es auch bei Zwergen. Und sonst unterhalten sie einen mehr oder weniger schwunghaften Handel mit ihren Nachbarn.<span id='postcolor'>

Das hiesse aber, dass die Zwerge ursprünglich nicht in den Bergen gewohnt haben, weil ihre Nahrungsgrundlage ausserhalb der Berge lebt. Dann müßte aber in ihrer Mythologie irgendwo stehen, dass sie erst in die Berge gezogen seien. Dem ist aber m.W. nicht so. Sondern im Gegenteil: Sie erklären, dass sie in den Bergen entstanden sind.

Wovon haben sie sich also ernährt, bevor sie an die Erdoberfläche gekommen sind? Nach Deiner Theorie müßten sie entweder verhungert sein, oder aber extreme Hungerkünstler gewesen sein, die keinerlei Nahrung benötigen.

 

Eine Eigenversorgung komplett über Agrarwirtschaft würde auch zwingend dazu führen, dass sich einige Zwerge frühzeitig komplett aus dem Höhlenleben entfernt hätten, weil es einfach unpraktisch und unsinnig ist, weit entfernt von der Hauptnahrungsquelle zu leben. Auch müßte die Mehrzahl der Zwerge als Bauern leben, damit sie überhaupt genug Nahrung bekommen würden. Wenn Du von einer Jäger-und-Sammler-Kultur ausgehst, dann müßten sogar *alle* Zwerge hauptsächlich mit der Nahrungssuche beschäftigt sein. Sie hätten zwar dann viel Freizeit, aber sie würden sicher nicht im Berg wohnen, sondern auch in der Nähe ihrer Nahrung. Paßt auch nicht zu dem Bild, das Midgards Zwerge so verbreiten.

 

Ich halte es auch nicht für logisch, dass sich Zwerge das Gros ihrer Nahrung durch Handel erwerben. In dem Falle wären sie nämlich vollkommen von anderen abhängig. Das Druckmittel: Dann liefern wir Euch eben keine Nahrungsmittel! wäre einfach zu mächtig. Sie wären schlicht erpressbar.

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</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Kazzirah @ Dez. 14 2001,13:17)</td></tr><tr><td id="QUOTE">[...]Das hiesse aber, dass die Zwerge ursprünglich nicht in den Bergen gewohnt haben, weil ihre Nahrungsgrundlage ausserhalb der Berge lebt. Dann müßte aber in ihrer Mythologie irgendwo stehen, dass sie erst in die Berge gezogen seien. Dem ist aber m.W. nicht so. Sondern im Gegenteil: Sie erklären, dass sie in den Bergen entstanden sind. [...]<span id='postcolor'>

1. In welcher Mythologie steht das?

2. Mythologie ist nicht Wahrheit, sondern .....Mythos dunno.gif

Nach dem nordischen Mythos sind Zwerge wie Maden aus dem verfaulenden Fleisch von Riesen entstanden disgust.gif

 

Zwerge sind keine Troglodyten, die ihr Leben lang krummbuckelig unter dem Berg hausen. Sie waren ein Volk, daß sich einst sogar sehr frei bewegen konnte, jedoch durch schwere Kriege in eine "ökologische Nische" gedrängt wurden.

 

Und woher meinst du zu wissen, daß nicht der Großteil der Zwerge Bauern sind? Oder Jäger? Oder Händler? Oder alles zusammen?

 

Nur weil du nur ihr "erfolgreichstes Exportgut" nämlich Schmiede, kennst?

 

Nach der Logik gäbe es in China keine Reisbauern, sondern nur Köche von knusprigen Enten wink.gif

 

Und lichtlose Höhlen sind keine Biotope. Ich finde halt, bevor du irgendwelche Tiere und Pflanzen "an den Haaren" herbeiziehen mußt, warum nimmst du keine natürlichere Erklärung?

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</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Nixonian @ Dez. 14 2001,13:45)</td></tr><tr><td id="QUOTE">1. In welcher Mythologie steht das?

2. Mythologie ist nicht Wahrheit, sondern .....Mythos dunno.gif

Nach dem nordischen Mythos sind Zwerge wie Maden aus dem verfaulenden Fleisch von Riesen entstanden disgust.gif

 

Zwerge sind keine Troglodyten, die ihr Leben lang krummbuckelig unter dem Berg hausen. Sie waren ein Volk, daß sich einst sogar sehr frei bewegen konnte, jedoch durch schwere Kriege in eine "ökologische Nische" gedrängt wurden.

 

Und woher meinst du zu wissen, daß nicht der Großteil der Zwerge Bauern sind? Oder Jäger? Oder Händler? Oder alles zusammen?

 

Nur weil du nur ihr "erfolgreichstes Exportgut" nämlich Schmiede, kennst?

 

Nach der Logik gäbe es in China keine Reisbauern, sondern nur Köche von knusprigen Enten wink.gif

 

Und lichtlose Höhlen sind keine Biotope. Ich finde halt, bevor du irgendwelche Tiere und Pflanzen "an den Haaren" herbeiziehen mußt, warum nimmst du keine natürlichere Erklärung?<span id='postcolor'>

Steht zum Beispiel bei Tolkien.

Mythos beruht i.d.R. auf tradierten Erinnerungen und enthalten (zumindest verschlüsselt) Wahrheiten.

Dass im nordischen Mythos die Alben aus dem Fleisch Ymirs herausgekrochen sind, würde ich übrigens durchaus als Bestätigung meiner Aussage ansehen. Denn aus Ymirs Fleisch entstand zufällig die Erde, aus seinen Knochen die Berge. Also krochen die Alben aus der Erde heraus. (Nachzulesen im Schöpfungsmythos der Edda.)

Und wenn Du schon die nordischen Schwarzalben bringst: Die gelten allemein als chtonische, d.i. erdgebundene, unterirdisch lebende, Geister. Also auch kein Beleg dafür, dass sie überwiegend oberirdisch ihr Leben fristen.

 

Für die These, sie hätten sich erst aufgrund schwerer Kriege in die Erde bewegt, hätte ich gerne einen Beleg. Für Midgard habe ich da jedenfalls noch nicht derartiges gefunden. Auch für die meisten anderen Rollenspielwelten nicht.

 

Ich sage nicht, dass es nicht sein kann, dass ein Großteil der Zwerge mit Nahrungsbeschaffung beschäftigt ist. Ich gehe sogar davon aus! Nur muß es eine Erklärung dafür geben, dass auf diese Bevölkerungsgruppe keinerlei Bezug genommen wird. Wenn es bei den Zwergen überwiegend konventionellen Landbau gäbe, müßten sie ziemlich viel Land in der Umgebung ihrer Wohnorte landwirtschaftlich nutzen. Das sollte dem einen oder anderen Handelsreisenden wohl aufgefallen sein. Diese Leute sind es, die vor allem unser Bild von anderen Völkern prägen. Und in ihren irdischen Reiseberichten haben sie durchaus intensiv davon berichtet, welche Form von Landwirtschaft anderswo üblich ist.

Die Zwerge könnten natürlich ihre Bauern vor den Augen anderer verbergen wollen. Aus welchen Gründen auch immer. Dann müßten sie aber noch unwirtlichere Gegenden nutzen, die aus diesem Grunde von anderen Wesen gemieden werden. Berge eignen sich im Allgemeinen nicht sonderlich gut zum Ackerbau.

 

Natürlich sind lichtlose Höhlen keine Biotope. Das gilt auch für die nähere Umgebung von Bergen. Das ist ja eben mein Problem. confused.gif

 

Ich hätte gerne eine natürlichere Erklärung, nur funktionieren die IMHO eben nicht.

Handel mit Nahrungsmitteln kann es nur in einem recht engen Umfeld geben. Das Zeug neigt dazu, nicht ewig haltbar zu sein. Es müßten auch ziemliche Unmengen sein, die umliegende Bevölkerung dürfte fast ausschliesslich mit der Versorgung der Zwerge beschäftigt sein. Da die Zwerge vollkommen auf Nahrungslieferungen angewiesen sind, dafür aber Erze im Überfluss haben, müßte der Preis von Getreide exorbitant sein. Fast alles, was die Zwerge produzieren, dürfte dann für den Erwerb von Nahrungsmitteln draufgehen. (Außer natürlich, die Zwerge haben einen "Bann der Unwirtschaftlichkeit" auf die umliegenden Ländereien gezaubert.wink.gif) Und wenn es dann einmal Krieg in der Region gibt, dann leiden zu allererst die Zwerge darunter, weil ihnen dann erst einmal kein Essen mehr geliefert wird.

Handel kann also bestenfalls eine Ergänzung der Nahrungsversorgung darstellen.

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</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Kazzirah @ Dez. 14 2001,14:32)</td></tr><tr><td id="QUOTE">Ich sage nicht, dass es nicht sein kann, dass ein Großteil der Zwerge mit Nahrungsbeschaffung beschäftigt ist. Ich gehe sogar davon aus! Nur muß es eine Erklärung dafür geben, dass auf diese Bevölkerungsgruppe keinerlei Bezug genommen wird. Wenn es bei den Zwergen überwiegend konventionellen Landbau gäbe, müßten sie ziemlich viel Land in der Umgebung ihrer Wohnorte landwirtschaftlich nutzen. Das sollte dem einen oder anderen Handelsreisenden wohl aufgefallen sein. Diese Leute sind es, die vor allem unser Bild von anderen Völkern prägen. Und in ihren irdischen Reiseberichten haben sie durchaus intensiv davon berichtet, welche Form von Landwirtschaft anderswo üblich ist.<span id='postcolor'>

Naja, also die meisten historischen Reiseberichte handeln von Fürsten, waffenstarrenden Heeren, goldenen Palästen, seltsamen Riten und absonderlichen Göttern...eben das was nicht normal ist. Seitenlange Berichte über: "Die haben genauso Bauern wie wir" sind selten (und bei Historikern heiß begehrt).

 

Zum Realismus: Es gibt eben Sachen, die sollte man nicht allzu ernst nehmen. Wenn du die Schilderung von Halbingen hörst, kannst du dich nur wundern. Angeblich besitzen die Halblinge nur kleine gepflegte Gärten. daß die paar Gärten die tägliche Freßgelage wirklich versorgen können, ist auch in einem extreeeeeeeeeem fruchtbaren Tal schlicht nicht möglich. Von ausgedehnten Feldern, riesigen Herden etc. ist im Halfdal aber nie die Rede.

 

Und um noch was "offizielles" zu zitieren

 

"Es ist ein weitverbreitetes Ammenmärchen, daß Zwerge ihr Leben nahezu ausschließlich unter Tage verbringen, denn auch für sie sind die Erzeugnisse der freien natur unverzichtbar. Nicht wenige von ihnen leben denn auch als Bergbauer, Fischer, Holzfäller oder auch nur Köhler in den Hochtälern des Atross.Ihre Erzeugnisse sind bei den unter Tage lebenden Zwergen hoch geschätzt, doch leider nicht in ausreichender Menge vorhanden. Daher herrscht an den vier größeren oberirdischen Zwergensiedlungen [...] reger Handel mit den Albai." QB Alba, S.23

 

Und die Inflation von Gold auf Midgard wäre damit endlich geklärt wink.gif

Die Zwerge drücken mit ihrer teuren Einkauferei von Fressalien auf den Goldpreis... Q.E.D. wink.gif

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Ja, die meisten Berichte handeln davon, allgemein wurde eh nur für tradierungswürdig erachtet, was nicht alltäglich ist. Als Historiker bin ich mir dessen schmerzlich bewußt.

Händler berichten allerdings üblicherweise auch darüber, was für Waren es wo gibt, bzw. nicht gibt. Das ist nämlich deren Hauptinteresse. Das schreiben sie nur dummerweise nicht immer auf. Was ein Problem für Historiker ist, aber nicht für eine überwiegend mündliche Kultur, wie sie in weiten Teilen Midgards der Fall sein sollte.

 

Und natürlich sollte es mit der Suche nach Realität im Rollenspiel nicht übertrieben werden. Das Quellenbuchargument zieht jedenfalls. Auch wenn ich mich dann frage, wie die Zwerge im Atrossgebirge auf Myrkgard überleben... Die Beziehung zur Umgebung ist da ja nicht gerade so gut.

 

Und dann meine ich mich daran zu erinnern, dass es auch noch andere Gegenden gibt, in denen Zwerge und Berggnome leben. Nicht überall würde ich voraussetzen, dass die Beziehungen zur Umwelt so gut sind, dass dort die gleichen Bedingungen gelten wie in Alba.

Ach, und dann waren da noch diese Dunkelzwerge in Klon-Dyk. Die vollkommen abgeschnitten von der Welt unter der Erde ihr Leben fristen. So weit ich mich erinnere, gab es da durchaus ähnliche Lösungen der Nahrungsversorgung, wie ich sie mir vorstelle.

 

Warum sollen Zwerge nicht auch eine Möglichkeit haben, relativ autark ihre Nahrungsversorgung sicher zu stellen, wenn ihre Beziehungen nach aussen mal nicht so gut sind, wie sie zu den Albai sind? Oder es nicht genügend Nahrungsüberschüsse gibt, die gehandelt werden können? Die Nahrung muss ja nicht unbedingt sehr wirtschaftlich zu produzieren sein, oder auch besonders schmackhaft. Das würde dann zumindest erklären, warum sich Zwerge bereitwillig vom Gold trennen, dass ihnen laut Regeln ja eigentlich ziemlich ans Herz gewachsen ist. wink.gif

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Ja, nun gut, hier könnte man ja zweiteilen:

Was essen Zwerge normalerweise:

Das was sie in der Umgebung der Höhlen kultivieren/fischen/jagen.... plus was sie aus Handel lukrieren.

 

Was essen Zwerge im Notfall:

Das was sie in der Umgebung der Höhlen kultivieren/fischen/erjagen....plus Champignons und ähnliche Pilze (auch die Termiten züchten meiner Erinnerung nach in ihren Bauten Nahrhaftes ohne Licht) plus was in Höhlen so normalerweise vorkommt (auch hier kann man fischen, so es sich z.B. um ein verkarstetes Gebirge handelt; Tiere, die in Spalten rutschen/Unterschlupf suchen/in Höhlen leben/brüten) plus eventuelle Nahrungsraubzüge in die Nachbarschaft. Das sollte eine Notversorgung in Krisenzeiten gewährleisten.

 

Und da lehr ich einen Historiker, wonach Historiker so suchen lol.gif Vielleicht sollte ich doch hin und wieder in die Vorstellungsthreads schauen  disturbed.gif

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Eine der Kunstfertigkeiten der zwergischen Baukunst besteht darin, Licht ins Innere ihrer Höhlen zu bringen. Viele Pflanzen kommen mit erstaunlich wenig licht aus. Ich glaube zwar nicht, dass sie grosse Gewächshöhlen mit üblicherweise oberirdisch vorkommenden Pflanzen betreiben, aber Pilze werden garantiert in grossem Stil kultiviert.

 

Ansonsten: Rattenburger!

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Nochmal kurz zur Wertung von Überlieferungen: Die Wikinkger der Erde sind doch auch als die großen, harten Seeräuber bekannt, die halb Europa mit ihren Drachenbooten tyrannisert haben.... und in Wirklichkeit waren die Mehrheit der Wikinger arme Schweine die mit Ackerbau und Viehzucht um ihr Überleben kämpften.

So ist das auch mit den Zwergen. Welcher Mensch bekommt denn mit, wenn die Zwerge in abgelegenen Tälern Ackerbau und Viehzucht betreiben? Keiner! Es gibt schließlich weder Satellieten Überwachung noch Autobahnen!

Sogar auf der Erde des 21.Jahrhnderts kann man in entlegenen Gegenden Canabis anbauen, ohne das das jemand mitkriegt, ne?

 

Und ausserdem bieten Zwerge bei mir Gästen grundsätzlich Zwergenbrot an !!! Wo kämen wir denn hin, wenn hier nicht Gründe für neue Vorurteile geschaffen würden  wink.gif

 

Euer

 

Bruder Buck

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Hallo Kazzirah,

 

Ich denke auch, dass man das nicht so einfach erklären kann. Im grauen Konzil leben Zwerge (gut, Dunkelzwerge) tatsächlich unterirdisch und leben nur von Pilzen. Das ist zwar unrealistisch, dass sind aber Zwerge auch.

 

Ich denke die Artross - Zwerge haben Ihre abgeschnittenen Hochtäler, in denen sie einen Teil Ihrer Lebensmittel herstellen, bzw. veredeln (das ist ja auch schon gesagt worden, mitsamt von Quellenangaben).

Dann gibt es natürlich Handel, und die Zwergischen Produkte sind ja arg begeehrte. Metallverarbeitung macht mächtig!

Als drittes kommen dann Produkte, die sich aus vorhandener Biomasse ohne Licht oder mit nur wenig Licht vermehren: Pilze, Flechte und Tiere, die diese Organismen essen.

 

Und mit Sicherheit haben die Zwerge als der Prototyp des hortenden Messies in Ihren gut gekühlten Kavernen und Höhlen einen 10 - Jahresvorrat gebunkert, der verhindert, dass man sie einfach aushungert - zumal sie ja auch noch einen gewissen Teil selbst produzieren (siehe Hochtäler...).

 

Grüsse

Payam

 

Viel interessanter finde ich die Frage, was die vielen, vielen Menschen in Aran essen. Leben zu Millionen in der Wüste, aber haben immer genug zu essen?

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</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Payam Katebini @ Dez. 15 2001,13:20)</td></tr><tr><td id="QUOTE">Viel interessanter finde ich die Frage, was die vielen, vielen Menschen in Aran essen. Leben zu Millionen in der Wüste, aber haben immer genug zu essen?<span id='postcolor'>

Es regnet wahrscheinlich Manna vom Himmel. cool.gif

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Oh, Odysseus, das stimmt nicht. Im Mittleren Osten (also Teile der Türkei, Teile Syriens, des Iraks, dem kompletten Iran und den Anrainerstaaten des Kaspischen Staaten und Afghanistan) gibt es keine Schafsaugen, sondern "Kopf - und - Beine - Suppe" (je nach Gegend Kall - e - Pahtch - e oder Khll - i - Ptsch - i) und da sind dann auch zwangsläufig Augen drin. Schmeckt aber ganz vorzüglich und macht satt - zumal mit Brot oder Reis.

 

 

 

 

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Naja, wenn du es sagst... (Odysseus, der schon einiges probiert hat...und dem auch schon einiges nicht geschmeckt hat...)

 

 

 

Mahlzeit,

 

der Listen-Reiche

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      ACHTUNG! WICHTIG wg. Mitspielen usw.:
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      Die letzten freien Plätze werden auf dem Con per AUSHANG gefüllt. Daher -> Keine Voranmeldung!
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    • By Chillur
      Das beste Gasthaus in ganz Waeland - Zum Steinernen Krug in Boras
       
      Nachdem man mich nun mehrfach darauf angesprochen hat, gebe ich diesen Schauplatz mal für die Öffentlichkeit "frei", so dass auch andere Spielleiter und Gruppen sich darin gemütlich einfinden können.
       
      Gleich vorneweg vielen lieben Dank an Thufir Hawatt, der einige der Beschreibungen bereits in einer Abenteuermitschrift verewigt hat und diese mich freundlicherweise hier mit benutzen lässt.

      Zum Gasthaus und Waeland allgemein, sowie "mein Boras"...
      Das Gasthaus "Zum Steinernen Krug" ist im Hafenviertel von Boras. Da der Hafen mehr oder minder aus dem Fels herausgehauen ist, war dies ein natürlicher Wahlort für das Gasthaus, aber ich greife vor.

      Normalerweise gibt es in Waeland ja keinerlei Gasthäuser, was den "Zum Steinernen Krug" ja eben so besonders macht. In Waeland wird man normalerweise über das Gastrecht und bei besonderen Ehren sogar beim Jarl als Gast aufgenommen. Daher kann sich das Gasthaus  "Zum Steinernen Krug" mit Fug und Recht als bestes Gasthaus in ganz Waeland rühmen.
       
       
      Mein "Boras" in Waeland besteht aus zwei "Ebenen"
      Boras ist eine ungewöhnliche und dadurch bemerkenswerte Hafenstadt. Ein weit gemauerter und aus Fels gehauener Schutzwall umgibt den Hafen und lässt nur einen relativ schmalen Durchlass frei. Auf diesem Schutzwall sind links und rechts beeindruckende und schwerbewaffnete Türme, die die Einfahrt flankieren. Auf diesem Schutzwall stehen rechts und links jeweils drei Dutzend Masten, an denen Käfige mit mehr oder minder verwesten Leichen im Wind schaukeln um Piraten, Unruhestiftern und anderen Geschmeiss zu zeigen, dass hier das Gesetz und Recht des Jarls herrscht.

      Auch Boras selbst ist für eine waelische Stadt ziemlich ungewöhnlich errichtet worden. Die Hafenstadt besteht im Wesentlichen aus zwei Ebenen. Die erste Ebene liegt knapp über Meereshöhe, nur wenige Fuß über der Wasserlinie befinden sich robuste und wehrhafte, aber eigentlich eher untypische Steinhäuser. Genauere Beobachter können hier valianische Einflüsse entdecken. Geschichtsschreiber werden sich nun sicherlich darüber streiten, ob dies eine alte Valianische Festung ist, wie es einige der Anlagen suggerieren und Andere werden dagegen wettern, dass die Seemeister nie in Waeland so richtig Fuß fassen konnten. Dennoch einige der Häuser und alte teilweise zerstörte Statuen, die stark verwittert sind, zeugen von einem Teil eines valianischen Erbes. Auf dieser Ebene befindet sich natürlich auch der eigentliche Hafen, mit diversen Handelskontoren, großen Lagerhallen und Läden, die meist nicht nur aus Stein sondern nach oben hin mit Holz erweitert wurden.

      Von dieser unteren Ebene befindet sich ein breiter Pfad auf der linken Seite der Stadt. (Von, wenn man in den Hafen einfährt und so von "vorne" auf die Stadt schaut, aus gesehen.) Dieser breite Pfad führt auf die höher gelegene zweite Ebene der Hafenstadt hinauf, wo sich das Auge des Waelingers nun an den typischen waelischen Langhäusern und weitere, typisch waelischen Lagerhallen, erfreut. Einige wenige beeindruckend große Langhäuser wirken wie größere Anwesen, befinden sich aber alle im Schatten eines gewaltigen und strahlenden Langhausanwesens, dass über diese zweite Ebene eindrucksvoll zu herrschen scheint. Dies ist der Stammsitz des Jarls von Boras. Arne "Einauge" Mennigson herrscht über Boras, Herr des Handelshauses Mennigson und enger Freund des Großjarls. Weiterhin erblickt das Auge am hinteren Rand der zweiten Ebene einen groberen aber robust wirkenden (für Menschen) Steinwall, der die Hafenstadt offensichtlich gegen Angriffe aus dem Landesinneren schützen soll. Natürlich wirkt jener Steinwall bei weitem nicht so massiv und gewaltig, wie der Schutzwall zur Seeseite.

      Die Bauweise auf den beiden Ebenen zeugt davon, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten errichtet worden sein mussten, wobei der untere Teil der deutlich, um Jahrhunderte, ältere der beiden Ebenen ist.
       
       
      Nun das Gasthaus "Zum Steinernen Krug"
       
      Wenn man sich dem Gasthaus nähert, fällt einem das Steingebäude direkt ins Auge. Das Gasthaus befindet sich direkt auf der unteren Ebene und ist ein Steingebäude. Beim Näherkommen, so fällt einem geneigten Beobachter auf, dass es offensichtlich tief in den massiven Felsen getrieben und zum Hafen hin mit gewaltigen Felssteinen, die sich fugenlos wie natürlicher Fels zusammenfügen und damit ein gut vier Schritte aus dem Fels herausragendes steinernes Bollwerk bilden, dass nicht nur Wind und Wetter, Regen und Schnee, Hitze und Eis, sondern auch Überfällen, sowohl den gewaltigsten Übermächten seit Äonen, bis zum Ende aller Tage, erfolgreich die Stirn bieten würde.

       


      Zu der steinernen Schenke führen zwei gut einen halben Fuß hohe Felsstufen zu einer gut achteinhalb Fuß hohen und sechs Fuß breiten Felsplatte, die als Tür dient und deren Existenz nur durch ein ornamentales Relief am äußeren Rand, sowie eine schwere Klinke an der rechten Seite, zu erkennen ist. Beim Griff an die Klinke lässt sich die Tür fast spielerisch leicht öffnen. Offenbar hat der Erbauer die massive und gut eine Handbreite dicke Felstür so gekonnt gelagert, dass sie sich fast federleicht öffnen lässt. Hier war offenbar ein begnadeter Meister der Baukunst am Werke gewesen.

      Betritt man das Gasthaus, so erblickt man den gut fünfundzwanzig Schritte großen Schankraum, dessen Felsendecke sich in einer Höhe von gut zwanzig Fuß spannt.
       
      [spoiler=Zwerge]Dieser Schankraum ist der Wirklichkeit gewordene Traum eines jeden Sohns und jeder Tochter des Volkes der Meister aus Feuer und Stein. Man fühlt sich fast wie zu Hause in einer Binge.
       
       
      Alles in diesem Raum scheint irgendwie aus Fels oder Stein zu bestehen. Der gewaltige, gut fünf Fuß hohe, fünfzehn Schritte lange und vier Fuß breite Tresen wirkt, wie direkt aus dem Fels gehauen. Auch die Tische scheinen direkt aus dem Felsboden gewachsen zu sein. Um die Tische gibt es steinerne Bänke, Stühle und Hocker, alles aus massivem, ehrlichen Stein oder Fels. Die Felsbänke und Hocker usw. sind reichlich mit Fellen und anderen Bequemlichkeiten bedeckt, so dass man angenehmen Sitzkomfort erwarten kann. Hinter dem gewaltigen steinernen Tresen, auf dem drei gewaltige Holzfässer stehen, erwartet der Wirt seine Gäste. Hinter ihm befinden sich eine erkleckliche Anzahl an großen und noch größeren Humpen, Krügen und Trinkhörner, sowie viele Flaschen und Amphoren unterschiedlichster Köstlichkeiten. Von der Türe aus befindet sich zur linken hinteren Ecke die Bar an deren äußeren, zum Wandende hin, sich der Durchgang für den Wirt befindet. Hinter der Bar und daher von der Türe blicktechnisch von den Fässern verdeckt, befindet sich der Eingang zur Küche und der Vorratsräumlichkeiten. Im hinteren rechten Drittel befindet sich ein Steinkamin und nicht so weit rechts davon entfernt, ein Durchgang zu den Gasträumlichkeiten. 
       
      Beim Wirt handelt sich sich nach der Gesichtsphysiognomie, den an Schaufeln erinnernden Pranken, der vollen, gepflegten und zu drei dicken Zöpfen geflochtenen feuerroten Haarpracht, sowie dem akkurat in einem halben Dutzend feiner Zöpfe mit Edelsteinen und silbernen Bartringen verzierten feuerroten Vollbart, um einen Vollblutzwerg. Das Gasthaus führt Gloinar "Riesenkrug". In der Küche wirkt die Hand seiner Frau Birli "Würzhand" und ihre gemeinsame Tochter Catti, wobei Gäste im Höchstfall Frau Birli "Würzhand" zu Gesicht bekommen würden. Als Bedienhilfe ist im Gasthaus noch der Berggnom Magnus "Zweiaxt" unterwegs, der mit seinen zwei Äxten durchaus auch mal den Eingang zum Badezimmer verteidigt, sollte es die weibliche Kundschaft wünschen oder er selbst meinen, dass dies im Sinne der Schicklichkeit angemessen ist.

      Auf die Frage nach einem Zimmer, bietet der Wirt dem freundlichen Gast die Gastlichkeiten seines Hauses an. Das Gasthaus an sich bietet einen Schlafsaal für zehn Personen, zwei Vierbettzimmer, drei Doppelbettzimmer und zwei Einzelzimmer. Da der Gastraum das ganze Steingebäude einnimmt erlebt der Gast eine kleine Überraschung als er hinten rechts den Durchgang betritt. Eine kleiner Raum indem sich eine runde Steintreppe befindet. Die Steintreppe führt nach unten. Die Gasträume befinden sich unterirdisch und die Treppe geht sogar in ein zweites Untergeschoss. Wer sich am Kamin in der Gaststube umsieht findet bei genauerer Betrachtung am Hauptstein des Kamines einen eingemeisselten Segensspruch, der den Segen und Schutze Zornals über dieses Haus legt. Wenn man den Wirt darauf anspricht, so wird er bestätigen dass ein Ehrengast, ein Zornalpriester, nach seinem Aufenthalt das Haus gesegnet hat und man merkt, dass Gloinar an diesen Besuch wohlwollend zurückdenkt.
       
       
      Erstes Untergeschoss
      Hier kommt man von der Treppe in einen von links nach rechts verlaufenden Gang. Auf der linken Seite befindet sich direkt eine Tür die zum grösseren 10 Personen Schlafsaal führt. Der Gang nach rechts führt zu den kleineren Gästezimmern. Direkt nahe an der Treppe liegen die Vierbettzimmer jeweils gegenüberliegend am Gang. Danach zwei Doppelbettzimmer ebenfalls gegenüberliegend am Gang und ganz am Ende des Ganges ist auf der linken Gangseite (der Treppe also gegenüberliegend) eine Tür die zum letzten dritten Doppelbettzimmer führt. Auf der Treppenseite des Ganges, also gegenüber dem letzten Doppelbettzimmer, befinden sich hier dann nochmal zwei Türen für die zwei Einbettzimmer.

      Alle Zimmer haben, außer der entsprechenden Anzahl an Betten, eine aus dem Fels gehauene Aufbewahrungstruhe und sind mit geschickten Luft- und Lichtschächten (Spiegel usw.) ausgestattet, so dass die Zimmer tagsüber normal hell "beleuchtet" und nur in der Nacht auf Kerzenschein angewiesen sind. Jedes der Zimmer besitzt einen kleinen Kamin als Feuerstelle. Ebenso ist, der Raumgröße angemessen jeweils ein kleiner Tisch und ein Hocker vorhanden (nur in den kleineren Zimmern! Der 10 Personenschlafsaal ist ein reiner Schlafsaal mit Aufbewahrungstruhe und Bett usw.).
       
      Zweites Untergeschoss
      Hier führt die Treppe erneut in einen Gang der von links nach rechts verläuft. Auf der linken Seite befindet sich nach einiger Entfernung eine große Steinerne Doppeltür die zur Badeeinrichtung des Hauses führt. Wer dieses Portal öffnet erblickt eine Zierde zwergischer Baukunst. Ein ziemlich großes Becken fängt den Blick in der Raummitte ein. Der Boden scheint aus mit feinsten glatten und farbigen Mineralien durchzogenen Marmor zu bestehen. An der Wand befindet sich ein beeindruckendes Mosaik das wohl vier Personen abbilden soll und eine einladende Gemütlichkeit in den Raum stellt. In diesem kreisrunden Raum befindet sich, wie Gloinar dem geneigten Gast mit sichtlichem Stolz verkünden wird, seine privates Thermalbad; Das größte und Beste was es außerhalb Dvarheims gibt. Es gibt vier kleinere Nischen zwei links und zwei rechts in denen sich von Flauschigen Handtüchern bis zu Salben, Tinkturen und Duftwässerchen alles befindet, was das Herz begehrt. Das Wasser im Becken kann ablaufen und binnen kurzer Zeit wieder gefüllt werden, dazu hat Gloinar keine Kosten und Mühen gescheut. Die Nutzung des Bads ist den Gästen natürlich ausdrücklich erlaubt, wobei beim Gastwirt vor der Nutzung zu erfragen ist, ob das Bad denn auch frei ist. Schließlich will nicht jeder Gast beim Baden ggf. gestört werden. Im Bad selbst ist das Wasser von Kalt bis sehr Heiss stufenlos regelbar, so dass Eiskaltbadende und auch Kanthai "Ofuro" Heissbadliebhaber auf Ihre Kosten kommen können.
       
      [spoiler=Zwerge -> EW Baukunde]Dieser ganze Mosaikgebündelte Baderaum ist ein Meisterwerk.

      Wenn man genauer auf das Mosaik hinblickt, erkennt man, dass hier die vier Zwergengötter den Reisenden einladen zu rasten und nach einigem starren und suchen erkennt ihr die fast schon spielerisch versteckte Inschrift, die da besagt: "Söhne und Töchter der Meister aus Feuer und Stein. Hier wachen Eure Götter über Euch. Hier könnt Ihr Eure Seelen baumeln und Euch von den Härten des Kampfes und der Arbeit sorgenfrei erholen und es Euch gut gehen lassen!“
       
      Wenn ihr euch Recht erinnert, so ist das die Steinschleifhandschrift von Olgrimm von Dvarheim, einem der bekanntesten Steinschleifer der Geschichte Dvarheims und ihr vermutet dass es wohl keinen zweiten Raum wie diesen außerhalb von Hamur Gathol, der glorreichen Königsstadt der Zwerge Dvarheims, gibt. Sprecht ihr Gloinar darauf an, so wird er zugeben, dass Olgrimm sein Vetter ist und für eine unverschämt hohe Summe mit seinen Steinmetzen hier in Boras für ihn diese "Binge" außerhalb der Heimatbinge geschaffen hat.
       
       
      Auf der rechten Seite des Ganges ist eine verschlossene Tür die euch vom Gastgeber als die Privaträume der Gasthausfamilie genannt wird und hier ist verständlicherweise der Zutritt für Gasthausgäste nicht möglich.
       
       
      Und was ist mit Stallungen?
      Das Gasthaus hat keine Stallungen, da man von aus dem Inland anreisenden ausgeht, dass deren Tiere bei einer der Stallungen am Stadtrand untergebracht wurden. Bei Schiffsreisenden sind seltenst Reittiere dabei und hier wird man dem Reisenden anbieten, das Tier in einer der Stallungen unterzubringen.
       
       
      Und das Essen und so?
      Die Zwergendame Birli "Würzhand" trägt ihren Beinamen zurecht und serviert den Gästen gut gewürztes und reichliches Essen. Egal ob Fisch, Fleisch oder anderes, was am Ende auf dem Tisch steht ist lecker. Gloinar kann den Gaumen der Reisenden mit Met, Bier, zwergischen Doppelbock (Starkbier) und natürlich diversen Schnäpsen und Uisge verwöhnen. Für besondere Anlässe hat er doppelt geeisten Doppelbock namens "Winterlicht" auf Lager (Zwergenstarkbier mit mehr Alkoholgehalt als normal). Für Waelische Gäste, die darauf bestehen, kann man hier sogar Götterfunken bekommen. Des weiteren hat er noch ein oder zwei Fässer des berühmten Tvarsker 2209, einem besonders leckeren Zwergenbieres auf Lager (Normales Zwergenbier, sehr sehr sehr lecker). Magnus der das Essen serviert trägt größere Tablets mit beiden Händen über seinem Kopf und die Steintische haben an der Aussenseite, was vorher von den Gästen nur als Ziersteine wahrgenommen wurde, Trittsteine, damit er Problemlos die Speisen und Getränke auf die Tischoberfläche bringen kann.
       
       
      Zum Abschluss noch...
      Gloinar "Riesenkrug" war früher selbst mal Abenteurer, der sich hier in Boras zur Ruhe gesetzt hat. Je nachdem wie freundlich ihn die Gäste fragen erzählt er auch mal, wie er eine alte verschollene Binge fand und sich dort durch Horden von Orks wieder nach draussen kämpfen musste. Gloinar ist ein herzlicher freundlicher Gastwirt, der jedoch ziemlich ungehalten wird, wenn jemand grundlos Alkohol verschüttet oder schlimmer noch, seiner Aufforderung zu gehen und das Gasthaus zu verlassen nicht folgt. Er unterhält dieses Gasthaus nicht weil er Geld verdienen muss, sondern weil es ihm Spaß macht.
       
      Birli "Würzhand" ist die unangefochtene Herrscherin der Küche und wird unter keinen Umständen "Fremde" in Ihrer Küche dulden. Glaubt mir, wenn ihr mal mit einem Nudelfels gehauen worden seit, vergeht euch die Lust es zu versuchen! (Ja, Zwerge benutzen kein Nudelholz, viel zu Zerbrechlich! ... ach ja Gehauen ist untertrieben, Birli verdrischt und verprügelt euch nach Strich und Faden, wenn nötig...)

      Die Tochter Catti ist ein nettes aber auch ziemlich schüchternes Zwergenmädchen, dass noch keine einhundert Jahre auf der Welt ist. Sie ist die ganze Lebensfreude und der Stolz der Familie. Sollte Sie jemand mal treffen, so spricht sie nicht und versucht sich selbst zurück zu ziehen, meist lächelt Sie dabei und wird recht Rot im Gesicht.
       
      Magnus ist ein Berggnom der früher Gloinar auf seinen Reisen als Abenteuer begleitet hat. Er versteht durchaus mit seinen zwei Handäxten umzugehen und ist der Gasthausfamilie ein treuer Freund. Wenngleich er bei manchen Reisenden und Gästen sich einen harmlosen Schabernack erlaubt, so kann dem gewinnend lächelnden Gnom nie einer lange ernstlich böse sein. Er ist meist guter Laune und steckt damit die Gäste an.
       
      Als regelmäßige namenhafte Gäste gibt es manchmal den Skalden Sven "Goldkehlson", der die Menge mit seiner zauberhaften Stimme mit fröhlichen Gesang unterhält. Gegen entsprechendes Entgelt ist er natürlich stets bereit Musikwünschen zu folgen und man munkelt, dass er ab und an für einige Gönner deren Liebsten, natürlich im Auftrage der Gönner, ein Ständchen hält um jener Liebsten von der wahren und unerschütterlichen Liebe ihres um Sie Werbenden zu überzeugen.
       
      ---
       
      So, das ist das Gasthaus "Zum Steinernen Krug" in Boras. Ich hoffe der Schauplatz gefällt dem einen oder anderen und er taucht tatsächlich in einigen meiner Abenteuer auf. Ich versuche stets ein recht konsistentes Universum beizubehalten, so dass in meinem Boras auch das Gasthaus vorhanden ist, wenn die Spieler es besuchen/bereisen wollen. Natürlich ist alles mehr oder minder frei erfunden und jegliche Übereinstimmung mit lebenden Zwergen oder Häfenstädten ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.

      Beste Grüße
      Mathias
      aka
      Chillur
    • By Einherjar
      Spielleiter: daaavid
      Anzahl der Spieler: 5
      Grade der Figuren: ca. 8 (M5)
      Beginn: Mittwoch ca. 15 Uhr
      Dauer: bis zum Ende
      Art des Abenteuers: mutig sein
      Voraussetzung/Bedingungen: Zwerg
      Beschreibung: siegen
      Mitspieler:
      1. Einherjar / Durin Schildkrähe (Mahalpriester, Gr 8)
      2. Herothinas / Wharik Stahlkrähe (Krieger, Gr 8)
      3. Bro / Khorin Barangir (Mahalpriester, M4-Gr 5)
      4. Solwac / Arwil Grenzgänger (Kundschafter (Wa), Gr 7 oder 8)
      5. Mogadil / Rungor Tiefgang (Magister und Wasserbauer)
    • By Diomedes
      N'abend allerseits!
       
      Ich stellte mir gerade, beim Durchsehen des Charakterhintergrunds meines geliebten Zwergensöldnerls die Frage, ob sich wohl irgendwo Quellenmaterial zum Kriegswesen der Zwerge findet. Das muss nicht direkt auf Midgard bezogen sein, ein vergleichbarer Fantasy-Stil wäre aber sicherlich hilfreich. Und, bevor einer fragt: Nein, ich verfüge zu meiner tiefen Trauer immer noch nicht über die "Meister von Feuer und Stein". Hat jemand Ideen, wo man Denkanstöße in Richtung zwergisches Militärwesen herbekommen könnte? Fände ich irgendwie spannend...
       
      Schon mal danke im Voraus!
       
       Diomedes, der Rossebezwinger
    • By Drachenmann
      Die derzeitige Diskussion bewegt mich dazu, ein Artefakt für Zwerge vorzustellen, verbunden mit der Frage, was ihr denn so davon haltet?
      Meine Motivation dafür war damals das Gefühl von Unbefriedigung im Umgang mit dem Hort,
      den ja jeder Zwerg anlegen muss und in dem er bevorzugt wertvolle kunsthandwerkliche Gegenstände ablegt.
      Da das nun mal so ist, fehlte mir dabei die Möglichkeit, den Hort meines Zwerges repräsentativ zu gestalten,
      denn wofür sonst sollte er denn solche Gegenstände sammeln?
      Außerdem war mir bei dem ganzen Konzept nie so ganz klar, wo denn das ganze Geraffel eigentlich bleibt,
      da noch nicht einmal der Zwerg als Eigentümer darauf zurückgreifen kann?
      Und da auch dies so in den Regeln steht (DFR S.167), kann der Hortinhalt nach meiner Lesart auch nicht gestohlen werden.
      Das wiederum aber bedeutet für mich, dass diese anwachsende Menge von Kostbarkeiten auch nicht ständig von ihrem Besitzer durch die Landschaft geschleppt werden muss.
      Wo also bleiben die ganzen schönen Dinge, die ein Zwerg im Laufe der Zeit so ansammelt?
      Meine Antwort auf diese Frage ist *Tusch*
      der Schlüssel zum Hort:
      -----------------------------
      Soso, ich soll Euch eine Geschichte von Zwergen erzählen?
      Dann macht es Euch bequem, rückt zusammen und sperrt die Ohren auf:
      Wie Ihr wisst, erlebte ich einige meiner abenteuerlichen Reisen auf unserer wunderbaren Welt gemeinsam mit einer Gruppe von Zwergen.
      Viele der Gerüchte über ihr seltsames Verhalten entspringen der Unkenntnis, und eines von ihnen ist ganz bestimmt unwahr,
      nämlich dass Zwerge sich unkameradschaftlich verhielten!
      Mir zuliebe unterhielten sie alle sich in einer Sprache, derer ich mächtig war, sogar abends am Feuer in der Wildnis, wenn doch nun jeder besonders von Heimweh geplagt wird.
      Eines Abends kreisten die Gespräche um Familie und Kindheit und nach kurzer Zeit wurden fröhliche Anekdoten erzählt, nur von unterdrücktem Lachen unterbrochen.
      Doch dann fiel unvermittelt das Wort Hortpate, worauf tiefes Schweigen folgte.
      "Ach, ja..." seufzte da der eine, "was er jetzt wohl so treibt?" ein anderer, der dritte räusperte sich: "Ich hol' mal Holz..."
      Als sie meinen fragenden Blick bemerkten, klärten die Zwerge mich auf:
      Der Erhalt des ersten persönlichen Besitzes eines jeden Zwerges bildet Anlass zu einer freudigen Zusammenkunft seiner Familie und ihres Freundeskreises.
      Dann stehen sie im Kreis um die Wiege und schauen erwartungsvoll zum Hortpaten des Säuglings.
      Die Bitte, Hortpate zu sein, gilt als große Ehre und Ausdruck tiefer Freundschaft.
      Obwohl mit der Annahme keinerlei Verantwortung für das weitere Wohlergehen des neugeborenen Zwerges verbunden ist,
      fühlen viele Hortpaten sich doch aus freien Stücken zu dieser Aufgabe hingezogen.
      Der Hortpate befindet sich im Kreis mit den anderen Zwergen, er steht am Fußende der Wiege. Nun zeigt er der Runde den Hortschlüssel, den er gewählt hat.
      Die versammelten Verwandten und Freunde äußern sich beifällig und zustimmend, dann legt der Hortpate sein Geschenk dem Säugling in die Hand.
      Die Verarbeitung eines solchen Schlüssels ist in jedem Fall ausgesucht hochwertig, doch Material und Gestaltung drücken vieles aus:
      Die Achtung vor dem Handwerk, das die Eltern des Kindes ausüben ebenso wie die Liebe des Hortpaten zum eigenen Beruf,
      gesellschaftliche Stellung genauso wie persönlichen Wohlstand, auch den Wunsch, dem beschenkten Kind möge dieses oder jenes Schicksal zuteil werden.
      Nachdem dieser Bericht meiner zwergischen Freunde meine Neugier geweckt hatte, zogen einige von ihnen stolz ihre Hortschlüssel hervor:
      "Meine Familie betreibt schon immer eine Silberschmiede" begann der eine "und mein Hortpate ist Steinmetz."
      Er hielt ein handlanges Hämmerchen aus Silber, in dessen Kopf seltsame Symbole graviert waren:
      "Dies hier ist die Meisterpunze meines Hortpaten und dies das Zeichen der Steinmetze. Auf dem Hammerstiel steht mein Name."
      Ein anderer zeigte mir einen Schlüssel in Schwertform aus einem dunklen Metall, dessen Klinge mit winzigen Runen bedeckt war, die im Mondlicht zu glühen schienen:
      "Mein Hortpate war Priester, er..." Seine Augen glänzten feucht und er räusperte sich: "Und mein Vater ist ein Thaumaturg."
      Der Schlüssel des dritten Zwerges war ein faustgroßer Knauf aus Halbedelstein mit einer flachen Stelle, auf der ein Goldblech mit Runen aufgebracht war,
      der eines vierten sah aus wie ein handtellergroßer Ritterschild, auf den ein Harnisch graviert war.
      Jeder der Schlüssel schien für seinen Besitzer mit einer Unzahl von persönlichen Erlebnissen verbunden zu sein, was mich nicht im geringsten verwunderte.
      Ich glaubte, verstanden zu haben:
      Jedes Zwergenkind bekam also nach seiner Geburt den ersten persönlichen Besitz von einem Freund der Familie geschenkt, aha.
      Ich konnte gut nachfühlen, mit welchen Erinnerungen ein solcher Gegenstand beladen war und welchen Trost er seinem Träger fern der Heimat bieten konnte.
      Da grinsten die Zwerge mich zunächst belustigt an, erklärten mir dann jedoch sehr ernsthaft: Nur mit diesem Schlüssel kann der Beschenkte seinen Hort betreten.
      Auch kann niemand außer ihm selbst diesen Schlüssel bedienen, jeder Zwerg ist durch ihn mit seinem Hort auf immer untrennbar verbunden.
      Diese Erläuterung erschien mir zunächst verblüffend einfach und eingängig - bis auf eine winzige Kleinigkeit:
      Was bei allen Göttern mochte ein Hort sein?
      Überrascht und augenscheinlich verunsichert blickten sich die Zwerge über das Feuer hinweg an,
      kratzten sich im Nacken, strichen sich durch den Bart und zogen nachdenkliche Gesichter.
      Einer nach dem anderen schüttelte langsam und ablehnend den Kopf, keiner von ihnen sah zu mir.
      Ich begriff: Bis zu meiner Frage war für einen Augenblick lang eine Schranke gefallen, hatten sie vergessen, was sie alle verband und mich unüberbrückbar ausschloss.
      Sie waren Zwerge, ich war keiner, würde niemals einer sein und deshalb viele ihrer Sitten niemals verstehen können.
      Doch dann, gerade in dem Augenblick, als die Stille unangenehm wurde, erhob sich einer von ihnen,
      glättete seinen weißen Bart, zeigte mit dem Finger auf mich und sprach: "Du, Kamerad! Ich lade dich in meinen Hort ein; komm mit!"
      Wir entfernten uns vom Feuer und gingen eine Weile hin und her, scheinbar ziellos.
      Einige Male blieben wir vor großen Findlingen stehen, die der Veteran dann umrundete, misstrauisch untersuchte, sie beklopfte und manchmal sogar an ihnen roch.
      Keiner der großen Steine schien seinen Ansprüchen zu genügen, bis er vor einem zu stehen kam,
      dessen steil aufragende Flanke knapp über Kopfhöhe in einer scharfen Bruchkante endete und als tiefe Einwölbung im Boden verschwand.
      Zufrieden brummte der alte Zwerg, zog seinen Schlüssel und zeigte ihn mir kurz.
      Er war geformt wie eine kleine Spitzhacke und der Zwerg erklärte mir:
      "Bergleute seit Anbeginn der Zeiten. Alle Schlüssel in unserer Familie sehen so aus, immer schon. Tradition, du verstehst."
      Zuerst spuckte er auf den Felsen, dann auf den Schlüssel.
      Anschließend presste er mit Schwung das Metall auf die feuchte Stelle im Stein und trat einen Schritt zurück.
      Ich hörte ein Knirschen wie tief aus dem Felsen heraus, es wurde langsam lauter und schien sich zu nähern, dann platzten Splitter aus der Oberfläche.
      Zuletzt hörte ich ein kurzes dumpfes Geräusch, während sich ein Teil der Oberfläche bewegte.
      Beherzt griff der Zwerg in den Felsspalt und zog die Tür auf, die sich soeben im Gestein gebildet hatte.
      "Willkommen! Tritt ein, bring Glück herein!"
      Ich sah eine Treppe hinunter, so steil, dass mir schwindelte.
      Sie schien direkt aus dem Stein gehauen zu sein, genau wie die grob behauenen Wände, die einander in einer niedrigen Bogendecke trafen.
      In regelmäßigen Abständen wurde dieser Abgang von verkeilten Balkenkonstruktionen gestützt wie in einem Bergwerk.
      Den Türsturz des Eingangs und die Wände beleuchteten Halbkugeln wie aus Glas.
      "Die Leuchtsteine habe ich im Grenzbereich des EIS gebrochen, fast wäre ich dabei drauf gegangen..." meinte der Zwerg nicht ohne Stolz.
      Die Decke war niedrig, für Zwerge bemessen. Ich stolperte mehr, als dass ich ging;
      erst als ich mich auf Anraten meines Gastgebers hin umdrehte und die Treppe wie eine Leiter rückwärts hinabstieg, ging es besser.
      Sogar ein Geländer war angebracht:
      "Orkspieße, ich war jung und wild damals und hatte mich freiwillig gemeldet. Dachte, jetzt wäre ich ein großer Krieger und wollte mich damit schmücken..."
      Ich fühlte mich zu einer Antwort gedrängt: "Keine falsche Bescheidenheit, es sind immerhin Trophäen deiner Kämpfe!"
      Meine Stimme klang dumpf in dem engen Gang, außerdem begann mich die ungewohnte Art der Fortbewegung anzustrengen, ich keuchte leicht.
      Über mir antwortete der Zwerg: "Danke, ich merke, mein Gast weiß die Einladung zu schätzen."
      Da vermeinte ich zu verstehen, was ein Zwergenhort ist: Eine zauberische Erinnerungskammer - doch damit sollte ich gründlich falsch liegen!
      In einer Wendelung der Treppe stand ich staunend vor einer Nische, ausgefüllt mit dem tönernen Standbild einer monströsen Figur,
      fremdartig bekleidet, behängt und ausgestattet mit offensichtlich magischen und überaus wertvollen Accessoires.
      "Wer soll das sein?" fragte ich vorsichtig.
      "Dieser Arracht trat mir dort entgegen, woher die Leuchtsteine stammen. Störe dich nicht an der Tonfigur, die ist nur provisorisch;
      ich habe eine Marmorstatue in Auftrag gegeben, zu Ehren meines Gegners und damit sein Schmuck besser zur Geltung kommt:
      Schau hier, allein die Halskette ist wenigstens fünfzehnhundert wert..."
      Wohl eine halbe Stunde lang erging mein Gastgeber sich nun in der Schilderung seines einsamen Kampfes untertage gegen den Arracht,
      uralte Zauberei und Bösartigkeit gegen Schlachtbeil und unbeugsamen Zwergenwillen!
      Mit einfachen Worten und leuchtenden Augen rollte er vor mir ein Kriegerepos aus, mit dem er mich in seinen Bann schlug, bis er schließlich fragte:
      "Hast du mitgerechnet? Ich habe in diesem einen Kampf mehr als siebentausend erbeutet, und jetzt kommst du!"
      Am Fuße der Treppe gelangten wir in einen niedrigen Gang, von dem aus Nischen abgingen und beleuchtet von goldenen Laternen, auf die mein Gastgeber deutete und dabei missmutig schnaufte:
      "Finstermagier, kein starker Gegner, wie ich heute weiß. Hat mich trotzdem eine Allheilung gekostet, am bittersten waren die Kosten für die Reise in den Berg dafür.
      Und dann stellte sich heraus: Die Laternen sind nur vergoldet..."
      In einer der Nischen kniete eine Sandsteinstatue, mit einer dunklen Robe behängt, verzweifelt und in bittender Stellung, den Stab in den flehentlich erhobenen Händen.
      "...ist leicht kitschig, ich weiß, aber damals wollte ich sein Leiden vor meinem finalen Schlag festhalten. Heute würde ich ihn anders gestalten, aber das Wichtige, schau hier:"
      Er zog eine Handvoll schwarzer Kugeln aus einer der Robentaschen, "Jede dieser Perlen bringt mindestens vierhundert!"
      So ging es weiter, in jeder Nische waren Kostbarkeiten arrangiert, standen Truhen,
      hingen wertvolle Teppiche an den Wänden und lagen Dinge auf kleinen Säulen, gebettet auf Pelzen, Samt, Brokat oder Seide.
      Ein großes albisches Schwert, Rüstung, Helm, Schild:
      "Vorkämpfer, guter Mann, hat mir das letzte abverlangt! Alles in allem schlappe achthundert, aber das Fell, auf dem alles liegt, das ist von einem schwarzen Einhorn, mindestens zweitausend!"
      Unter einer großen goldenen Deckenlampe ein aufgebautes Skelett in glänzender Rüstung, gekrönt und mit Schlachtbeil:
      "Die Lampe habe ich aus Eschar, etwa elfhundert. Schlachtbeil und Krone sind aus Waeland, sieh doch mal die Bernsteine, wie schön!
      Allein die bringen sieben-, achthundert!
      Die Rüstung gehörte einem scharidischen Fürsten, auch ohne Schild und Schwert ist sie fast zweitausend wert!
      Der Knochenhaufen aber ist mir das Liebste im Ensemble, der hätte mich fast geschafft..."
      Wie lange wir so flanierten, vermag ich bis heute nicht zu sagen.
      Tatsächlich glaube ich, die Zeit verging an diesem seltsamen, unwirklichen Ort anders als in der Außenwelt.
      In der letzten Nische stand im roh behauenen Stein eine einzelne kleine Stele aus schwarzem Marmor, dorniges Blattwerk aus Goldblech rankte an ihr empor.
      Eine einzelne goldene Rosenblüte streckte sich mir entgegen, noch nie hatte ich eine so schöne Arbeit gesehen. Neugierig trat ich näher.
      Auf der Stele lag ein verkrustetes Stück Irgendwas, halb so lang wie mein kleiner Finger.
      Als ich zu meinem Gastgeber blickte, wirkte der fast verlegen.
      "Eines Tages hob ich eine Trollhöhle aus, in einer Grube fand ich ein kleines Orkmädchen. Sie hielt mir ein Stück altes Brot hin und fragte: 'Bist du auch so hungrig? Ich teile mit dir!"
      Mein Gastgeber betrat die Nische nicht, fast schien es, als scheue er davor zurück.
      "Die Stele übrigens kommt aus dem Haushalt eines berüchtigten Finsterzauberers in Moravod, ebenso das goldene Blattwerk; Gesamtwert etwa tausend..."
      Nach dem weiteren Schicksal des Orkmädchens wagte ich nicht zu fragen...
      Als wir anschließend dort unten beisammen saßen, nach Zwergensitte tranken und mein Gastgeber die Geschichten zu ausgewählten Lieblingsstücken vertiefte,
      beugte er sich unvermittelt zu mir und meinte:
      "Zur Sitte gehört übrigens, niemals darüber zu sprechen, was einer im Hort eines Zwerges gesehen hat."
      Mir war klar, wie todernst er das meinte, obwohl er lächelte.
      Ich war sehr ergriffen, schlagartig wusste ich um die Größe des Geschenks, das mein Gastgeber mir erbracht hatte.
      Was er mir zeigte, war weitaus mehr als nur ein wirres Sammelsurium von angehäuften Schätzen und Erinnerungen;
      mir war, als habe er mich direkt in sein Herz geführt und mir dort sein Innerstes offenbart.
      Sehr viel später saßen wir wieder am Feuer bei den anderen.
      Neugierig blickten sie mich an, und einer fragte nach einer Weile gemeinsamen Schweigens:
      "Weißt du nun, was ein Zwergenhort ist, Kamerad?"
      Ich zögerte und sah in die Runde.
      In der Gesellschaft dieser bärtigen Gesellen fühlte ich mich geborgen, doch zugleich so weit entfernt von ihnen, als würden Meere uns trennen.
      "Ja und nein. Ich habe einen Hort erblickt, aber seine Bedeutung werde ich wohl niemals verstehen."
      Da grinste der junge Zwerg mich breit an:
      "Da gibt es nichts zu verstehen: Du hast den Hort eines Zwerges besucht, der völlig irre ist und volltrunken durch sein Leben schwankt!"
      "Pah, und das sagt einer, dessen Hort kleiner ist als die Besenkammer meiner Oma," konterte mein Gastgeber, "und jetzt gehen wir schlafen!"
      So endete dieser Abend, an dem ich erfuhr, was ein Zwergenhort ist, und so endet meine Geschichte für heute.
      -----------------------------
      Funktionsweise des Hortschlüssels:
      göttliches, personengebundenes, unkaputtbares und rein narratives Artefakt ohne Spielrelevanz > Fluff > ABW=0
      - Zugang zum eigenen Hort > Räumlichkeiten in den göttlichen Gefilden der Zwerge
      - Bei Diebstahl wirkt sofort eine "Verpflichtung" auf den Dieb, den Hortschlüssel unverzüglich zurückzugeben (keine Resi)
      - Bei Verlust automatische Wirkung auf den Eigentümer wie "Dinge wiederfinden"
      - Eine Unterbrechung der Verbindung zwischen Zwerg und Schlüssel ist auf Midgard unmöglich, auch nicht durch Heimstein oder Deckmantel
      Funktion und Funktionsweise des Horts:
      Ein Hort wesentlich mehr als eine begehbare Schatzkiste!
      Er ist in seiner Gesamtheit Ausdruck und Manifestation der Persönlichkeit seines Eigentümers; kein Hort gleicht dem anderen.
      Die Größe der Räumlichkeiten eines Horts wächst nicht nur automatisch mit der Menge der deponierten Gegenstände,
      sondern auch ihre Gestaltung und Ausstattung ist abhängig von der inneren Haltung und den persönlichen Vorlieben des Zwerges.
      Um seinen Hort zu betreten, benötigt der Zwerg eine unbearbeitete naturbelassene Felsoberfläche, die er als geeignet für eine Tür empfindet.
      Auch hier unterscheiden sich die Geschmäcker:
      Der eine Zwerg lehnt Kalkstein ab, der andere bevorzugt flechtenbewachsene Felsen, der dritte nahezu waagerechte Gesteinsflächen.
      Nun spuckt der Zwerg dort auf den Stein, an der er seinen Schlüssel befestigen möchte, dann auf den Schlüssel selbst.
      Anschließend drückt er den Schlüssel auf die befeuchtete Stelle, er haftet von selbst und die Tür zum Hort öffnet sich.
      Es ist zwar nicht nötig, nach dem Betreten die Tür zu schließen, doch viele Zwerge tun dies aus Routine, um sich das Gefühl von Privatsphäre zu wahren. 
      Ein Fremder kann einen Hort nur dann betreten, wenn der Eigentümer ihm die Tür aufhält und ihn ehrlich willkommen heißt.
      Die Einladung zum Besuch in den Hort gilt als größter Ausdruck von freundschaftlicher Vertrautheit, da ein Zwerg an diesem Ort seine Persönlichkeit, sein Innerstes schonungslos offen legt.
      In seinem (und jedem anderen) Hort befindet der Zwerg sich dann in einer Zeitblase:
      Betritt er ihn, werden sämtliche momentanen Effekte ausgesetzt, die auf ihm lasten (z.B. Zauber, Vergiftungen, Blutungen usw.).
      Verlässt er den Hort, befindet er sich wieder in einer unveränderten körperlichen, geistig-seelischen und Umweltsituation;
      auch die Beeinträchtigung durch eventuelle Effekte setzt sofort wieder ein.
      Es ist daher nicht möglich, im Hort LP und AP zu regenieren.
      Nahrung, die im Hort zu sich genommen wird, sättigt lediglich für die Zeit des Aufenthaltes, die Wirkung von Alkohol, der im Hort konsumiert wird, ist beim Verlassen augenblicklich verflogen.
      Auch ist es nicht möglich, von außen in den Hort hinein Zauber zu wirken oder aus ihm heraus in die Außenwelt.
      Einmal deponierte Wertgegenstände können aus dem Hort nicht wieder entfernt werden, sie müssen dort verbleiben.
      Gebrauchsgegenstände wie Fässchen oder Geschirr z.B. zur Bewirtung von Gästen sind davon ausgenommen, ebenso provisorische Präsentationsmöbel, die später ersetzt werden.
      Aus demselben Grund ist es einem Zwerg nicht möglich, sein Leben im Hort zu beenden: Er kann dort nicht sterben.
      Fluff-Idee: Spürt ein Zwerg sein Ende nahen, versammelt er ein letztes Mal seine Liebsten in seinem Hort um sich.
      Hier erzählt er aus seinem Leben und nimmt zugleich Abschied von ihnen, aber auch von all den Kostbarkeiten, die ihm so viel bedeuten und ihn durch sein Leben begleitet haben.
      Danach schließt er den Hort ein letztes Mal und begibt sich zur letzten Ruhe; er hat seinen Frieden gemacht.
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      Ende der Vorstellung.
      Jetzt bin ich gespannt auf eure Reaktionen...
      Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
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      Vorläufige Ergänzungen zum Artikel (for discussion):
      Arbeitshypothese und ihre Erweiterung zu Fragen, die sich aus der Thematik Tod und Loslassen ergeben haben...
      Optionale Funktionsweisen des Artefaktes, um den Hort an die verschiedenen Spielweisen anzupassen...
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