Zu Inhalt springen

Was ist am nervigsten?

Hervorgehobene Antworten

Vor 5 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Was ist Eurer Meinung nach am nervigsten und / oder anstrengendsten beim Schreiben eines Abenteuers?

Das die Spieler am Ende doch ganz anderer Wege bei der Lösung des Abenteuers gehen..... zwinkern turn

Vor 16 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Was ist Eurer Meinung nach am nervigsten und / oder anstrengendsten beim Schreiben eines Abenteuers?

Am aufwändigsten finde ich es stets ein Abenteuer auf die Gruppe zuzuschneiden, also spannende Herausforderungen zu schaffen (vor allem potenzielle Kampfszenen), die im Spiel auch funktionieren. Und beim Aufschreiben ist es sehr davon abhängig, auf welcher Ebene wir das betrachten. Für mich selbst benötige ich nicht viel, wenn ich hingegen ein Abenteuer so aufschreibe, dass andere es leiten können, das ist jedes Mal wieder eine Herausforderung.

Bearbeitet ( von Fabian)

Vor 3 Minuten, Akeem al Harun schrieb:

Das Schreiben.

Klingt komisch, ist aber so.

Ich habe kein Problem mit Ideen. Aber dass ich alles aufschreiben und strukturieren muss... puh!

Genau so sehe ich es auch.

Ich habe immer gern Pläne gezeichnet, doch abgesehen davon fand ich es immer mühsam, die Ideen und Planungen für eine Kampagne im Detail aufzuschreiben und zu strukturieren. Anfangs war dies auch alles noch kein Problem, doch nach einigen Jahren einer ortsfesten Kampagne wurde es wirklich mühsam:

Natürlich mußte man immer häufiger Dinge irgendwo sinnvoll einfügen oder manchmal auch umstrukturieren. Ich habe meist nach dem Prinzip des "Aktenordners" gesammelt, der in Themenbereiche untergliedert war. So konnte ich im richtigen Abschnitt an der richtigen Stelle relativ unkompliziert neue Seiten und Abschnitte einfügen.

Allerdings funktioniert das auch nur begrenzt: Manche neue Information hat Auswirkungen auf verschiedene Abschnitte, die zwar wichtig, aber nicht notwendigerweise umfangreich sind. Da dann an verschiedenen Stellen etwas einzufügen, ist mühsam, bzw. manchmal mußte man dann eben diverse Einzelseiten / Dokumente verändern und editieren, um die Informationen sinnvoll einsetzen zu können.

Am Ende war die "Organisation" deutlich mehr Arbeit, als das eigentlich kreative Ausdenken. Aber dennoch nötig, wenn man als Spielleiter schnell reagieren oder Dinge in Erinnerung rufen mußte.

Auch das Ausdenken wurde aber bei der ortsfesten Kampagne immer schwieriger, da man bei "neuem Material" unglaublich aufpassen mußte, nirgendwo in Widersprüche zu bestehendem Material zu gelangen.

Weil die Kampagne im Laufe der Zeit beständig wuchs und sich natürlich auch gemäß den Handlungen der Spieler entwickelte, war es auch nicht möglich zu Beginn die "optimale Struktur" zu entwickeln, sondern auch diese mußte immer wieder verändert und angepaßt werden.

Für diesen Preis bekam man freilich auch sehr viel Detail- und Spieltiefe.

Francesco di Lardo

Dass es so lange dauert. Ich wünschte, ich hätte mal die Zeit, eines meiner Abenteuer so auszuarbeiten, wie ich gerne würde.
(Grundlegend: Alles, was ich im Kopf habe, auch aufgeschrieben haben, sodass ich beim nächsten Leiten des Abenteuers circa ein Jahr später nicht verzweifle.
Fortgeschritten: Alle Illustrationen selbst gemalt und mir ein kleines Abenteuerbuch gebastelt haben. Und mich beim Leiten die ganze Zeit freuen, wie hübsch alles ist.)

Mir macht ehrlich gesagt alles am Abenteuer schreiben Freude, außer der Zeitdruck. Aber ohne Zeitdruck habe ich es noch nie geschafft.

Vor einer Stunde, Slüram schrieb:

Das die Spieler am Ende doch ganz anderer Wege bei der Lösung des Abenteuers gehen..... zwinkern turn

Vor einer Stunde, Hornack Lingess schrieb:

Das stört mich jetzt nicht. Das ist einer der Gründe, aus denen ich so gerne leite. Ich mag es, wenn meine Spieler mich überraschen D

Das finde ich auch sehr schön.

Beim Schreiben finde ich es den Mittelteil am schwierigsten - wie mache ich aus meiner entweder sehr speziellen Einzelidee oder groben Idee, wie das Abenteuer meine Kampagne weiterbringen soll, einen guten Plot, ein gutes Gerüst? Das Ausschmücken, wenn dieses Gerüst mal steht, finde ich fast das schönste, kann auch mal anstrengend sein. Irgendwelche Ideen für den Start habe ich hunderte...

Vor 14 Minuten, Eleri schrieb:

Dass es so lange dauert. Ich wünschte, ich hätte mal die Zeit, eines meiner Abenteuer so auszuarbeiten, wie ich gerne würde.

Der Zeitfaktor ist auch ein guter Punkt.

Auch in einem etwas anderen Zusammenhang:
Manchmal habe ich Phasen, wo ich vor Ideen sprühe und ich gar nicht so schnell alles aufschreiben könnte, wie die Gedanken kommen.
Aber oft hat man genau dann nicht Zeit, um sich hinzusetzen, die guten Ideen festzuhalten und sich ihnen zu widmen, wenn sie einem kommen.

Stattdessen gibt's oft viele Pflichten im Leben zu erfüllen und man muß die die Zeit freischaufeln, um sich Dinge auszudenken.
Und dann: Alle Pflichten erledigt, endlich hingesetzt - aber genau dann, wenn man die Zeit hat, sprühen nicht notwendigerweise zeitgleich die Ideen...

Das ist jetzt nicht so schlimm, wenn man nur die nächsten zwei drei Sitzungen vorbereiten muß, weil sich diese in großen Teilen üblicherweise auf Vorarbeiten abstützen. Wenn es aber um das geht, was die Spieler vielleicht so in einem halben Jahr tun werden (also 10 bis 20 Sessions weiter), dann ist es eher spürbar.

Kreativität geht oft einher mit Muße, (was nicht gleichbedeutend ist mit einem Nachmittag freier Zeit) so meine Erfahrung.
Aber wann hat man heutzutage noch wirkliche Muße?

Francesco di Lardo

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

2 Stunden her, Hornack Lingess schrieb:

Was ist Eurer Meinung nach am nervigsten und / oder anstrengendsten beim Schreiben eines Abenteuers?

Wertespargel, Index, Prüfen von Grafiken, Karten/Bodenpläne so erstellen, dass sie schön sind.

2 Stunden her, Slüram schrieb:

Das die Spieler am Ende doch ganz anderer Wege bei der Lösung des Abenteuers gehen..... zwinkern turn

Obwohl man doch vorher extra 10 abstruse Wege vorbereitet hatte , nehmen sie Weg 11

Zeitraubend ist für mich immer das Vorbeiten des Zauber Vision, was erzähle ich da. Sauschwer und nervig.

Da bekomme ich dann auch Lob als SL für meine Visionen.

.......

Nervig ist auch der eigene Anspruch, nach zig Jahrzehnten immer noch wieder ein Abenteuer zu erschaffen, was es noch nie gab. Da grübelt man schon manchmal Monate am Grundgerüst.

........

Neuerdings bin ich back to the roots. 4h Vorbereiten 1 DinA4 Zettel Gekritzel, rest wird kmprovisiert. Die Spieler merken oft nicht den Unterschied von 4h und 400h Vorbereitung.

Ich habe ja noch nie ein Abenteuer veröffentlicht, insofern schreibe ich immer nur für mich.

Am meisten nervt mich, dass ich irgendwie immer vom Höckschen aufs Stöckschen komme. Und dann ufert es irgendwie aus.

Tatsächlich leite ich wohl am besten mit nem Schmierzettel. Dann konzentriere ich ich mich auf die Story und die NPCs und dann entwickelt sich die Geschichte zusammen mit den Spielern ganz von allein.

Aber das allerschlimmste ist, höherstufige Zauberer-NPCs ausarbeiten (und spielleitern). Ich kann deren Möglichkeiten einfach nicht auf dem Schirm behalten.

Und je mehr ich geschrieben habe, desto geringer wird die Lust, den Rest fertig zu machen.

3 Stunden her, Hornack Lingess schrieb:

Was ist Eurer Meinung nach am nervigsten und / oder anstrengendsten beim Schreiben eines Abenteuers?

Alles. lol Vor allem: mir fällt einfach nichts ein. Ich habe vielleicht ein Setting oder eine Buch- oder Filmvorlage im Kopf - aber das allein reicht ja nicht für ein Abenteuer. Da muss ja auch noch was passieren. Und es muss ausgeschmückt und die Personen mit Spielwerten und Zaubern versorgt werden - denn aus dem Ärmel schütteln und improvisieren fällt mir ähnlich schwer. Und am Ende kommen dann doch wieder viele Fragen auf, zu denen ich mir keine Gedanken gemacht habe.

Darum leite ich oft Kaufabenteuer. Was wieder ähnliche und andere Probleme mit sich bringt. Also ist es irgendwie ein ewiger Kampf für mich. Und trotzdem versuche ich es immer wieder mit beidem und hoffe, dass die Spielrunde trotzdem ihren Spaß hat.

3 Stunden her, Hornack Lingess schrieb:

Was ist Eurer Meinung nach am nervigsten und / oder anstrengendsten beim Schreiben eines Abenteuers?

Es zu verschriftlichen. Dabei versage ich immer. Ich kann sehr gut neue Wege improvisieren. Ich kann mich auf Spieler einstellen. Aber wenn ich das niederschreiben soll? Hölle... Das ist mir noch nie gelungen.

Vor 13 Minuten, sarandira schrieb:

Alles. lol Vor allem: mir fällt einfach nichts ein. Ich habe vielleicht ein Setting oder eine Buch- oder Filmvorlage im Kopf - aber das allein reicht ja nicht für ein Abenteuer. Da muss ja auch noch was passieren. Und es muss ausgeschmückt und die Personen mit Spielwerten und Zaubern versorgt werden - denn aus dem Ärmel schütteln und improvisieren fällt mir ähnlich schwer. Und am Ende kommen dann doch wieder viele Fragen auf, zu denen ich mir keine Gedanken gemacht habe.

Darum leite ich oft Kaufabenteuer. Was wieder ähnliche und andere Probleme mit sich bringt. Also ist es irgendwie ein ewiger Kampf für mich. Und trotzdem versuche ich es immer wieder mit beidem und hoffe, dass die Spielrunde trotzdem ihren Spaß hat.

Erstaunlich! Mir hat dein Halloween Abenteuer sehr gut gefallen. )

Nimm an der Diskussion teil

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich später registrieren. Wenn du bereits ein Konto hast, melde dich an, um den Beitrag über dein Konto zu veröffentlichen.

Gast
Auf dieses Thema antworten

Kürzlich Online 3

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.