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Hallo :wave:

In M5 wird immer wieder bemängelt, dass die Charaktererschaffung zu wenig Freiraum bietet und dass verschiedene Charakterkonzepte nicht abbildbar sind. Insbesondere wird bemängelt, dass man LE nur sehr beschränkt verschieben kann und dass man gezwungen ist viele Punkte bei den Waffenfertigkeiten auszugeben. Zumindest ersteres hat einen guten Grund, denn die LE der verschiedenen Fertigkeiten-Bereiche sind bei den Charakterklassen ja unterschiedlich viele EP wert.

Eine Idee für eine freie Charaktererstellung wäre jedoch, dass man sowohl die LE die man zu Spielbeginn ausgeben darf wie auch die typischen Fertigkeiten/Zauber für die jeweilige Charakterklasse einfach in Gold und EP umrechnet und mit diesem errechneten Gold und diesen errechneten EP ganz normal nach dem Lernschema Fertigkeiten lernt.

Ob man auch gestattet, dass mit diesen EP und GS vor Spielbeginn bereits Fertigkeiten gesteigert werden, würde ich gut überlegen, da das natürlich zu extremen Charakteren führen kann. Ich tendiere eher dazu, die EP und das Gold nur zum Neulernen von Fertigkeiten und Zaubern zuzulassen. Das kann aber jede Gruppe für sich entscheiden.

Sollten EP übrig bleiben, würde ich diese verfallen lassen (um zu verhindern, dass ein Spieler ganz viele EP übrig lässt um dann direkt nach dem ersten Abenteuer alle diese EP in das Steigern einer einzigen Fertigkeit zu stecken), das übrige Gold würde ich einfach zum Startgeld des Charakters addieren. Das kann man aber sicherlich auch beides anders handhaben.

Ich habe die Werte für die verschiedenen Charakterklassen mal errechnet:

As: 9800 GS, 2400 EP
Bb: 7600 GS, 1920 EP
Gl: 9400 GS, 2490 EP
Hä: 9200 GS, 2100 EP
Kr: 10400 GS, 1650 EP
Sp: 10000 GS, 2160 EP
Sp: 10000 GS, 2460 EP
Wa: 9200 GS, 2310 EP
Ba: 6100 GS, 1710 EP
Or: 5700 GS, 1710 EP
Dr: 4400 GS, 1410 EP
Hx: 3100 GS, 1110 EP
Hx: 4100 GS, 1410 EP
Hx: 2800 GS, 960 EP
Hx: 3800 GS, 1260 EP
Ma: 3200 GS, 1140 EP
PB: 4000 GS, 1500 EP
PS: 4400 GS, 1620 EP
Sc: 4200 GS, 1770 EP

Er: 8100 GS, 2070 EP
Mg: 6100 GS, 1620 EP
Sg: 5900 GS, 1800 EP
Tm: 5900 GS, 1470 EP
Hl: 4300 GS, 1410 EP
Rm: 5000 GS, 1620 EP
Rm: 3800 GS, 1260 EP
Th: 3200 GS, 1080 EP
Ws: 4400 GS, 1530 EP

Pk: 5700 GS, 1560 EP
DSc: 4200 GS, 1770 EP
Ne: 4400 GS, 1500 EP
Ne: 3400 GS, 1200 EP
PC: 4000 GS, 1440 EP

Durchschnitt Kämpfer: 9371 GS, 2169 EP
Durchschnitt zauberkundige Kämpfer: 6214  GS, 1706 EP
Durchschnitt Zauberer: 4004 GS, 1434 EP

Einige Charakterklassen tauchen mehrmals auf, je nachdem welche typische Fertigkeiten bzw. welche typischen Zauber man wählt. Hier kann man entweder einen der Werte nehmen oder einen Mittelwert errechnen.

Die Lernpunkte die man über den Stand bekommt, müssen noch addiert werden, diese sind oben nicht berücksichtigt.

Eine Charaktererstellung nach diesem Konzept dauert sicherlich deutlich länger und ist (wenn man nicht ein Tool wie MOAM nutzt) mit mehr Rechnen verbunden. Dafür kann man die Charaktere dann völlig individuell erstellen. Die bei der Erstellung ausgegebenen EP werden natürlich nicht zum GES addiert.

Ich freue mich über Feedback zu der Idee.

Mfg   Yon

PS: Es ist eine minimale Ungenauigkeit enthalten, da ich bei Charakterklassen die zu Spielbeginn Schreiben+12 als typische Fertigkeit bekommen, nur die EP und das Gold für Schreiben+8 vermerkt habe. Da müsste man also ev. von Hand noch etwas addieren (4 TE + 80 GS), viel dürfte das nicht ausmachen.

Edited by Yon Attan
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:thumbs: Mich hat die geringe Individualität bei der Charaktererstellung nach M5 von Anfang an gestört (vor allen Dingen im Vergleich zu M4), von daher finde ich diese Idee nicht schlecht und werde sie sicherlich mal ausprobieren.

Edited by Die Hexe

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vor 49 Minuten schrieb Yon Attan:

Ob man auch gestattet, dass mit diesen EP und GS vor Spielbeginn bereits Fertigkeiten gesteigert werden, würde ich gut überlegen, da das natürlich zu extremen Charakteren führen kann.

Um die Extreme etwas einzufangen, kann man natürlich auch recht einfach noch je nach der Kategorie deckeln:
Lernkosten - max.Steigerung (abgeschwächter)
10 - +4 (+2)
20 - +3 (+2)
30 - +2 (+1)
40 - +1 (+1)
& zusätzlich noch einschränken, dass max. x Fertigkeiten gesteigert bzw. in Summe max. y Steigerungen durchgeführt werden dürfen.

Gerade bei großen Gruppen dürfte es ja nicht so kritisch sein sich noch mehr zu spezialisieren.
Das Kriegercharakterkonzept des "Rächer mit Familienerbstück"*) wäre jedenfalls sehr nett umsetzbar.


*) Inigo Montoya aus W.Goldmans "Die Brautprinzessin" lässt schön grüßen 😉

Edited by seamus
Fertigkeitenanzahl beschränken

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Ich mag die Idee. Tut sich da keine Kluft aus bei den Teils extremen unterschieden von Gold und EP?

Ich hab jetzt nicht sooo viele Charakter erstellt um da nen Überblick zu haben.

 

Mehr Freiheit find ich allerdings mehr gut. :D

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vor einer Stunde schrieb Rakin:

Ich mag die Idee. Tut sich da keine Kluft aus bei den Teils extremen unterschieden von Gold und EP?

Ich hab jetzt nicht sooo viele Charakter erstellt um da nen Überblick zu haben.

Hm, ich war ob der sehr unterschiedlichen Zahlen auch etwas geschockt. Aber die Kluft war auch schon vorher da (die Zahlen sind ja aus den LE der Klassen zu Spielbeginn errechnet), nur nich so extrem sichtbar. Die Kluft hat man jedoch auch später beim Lernen (und das fällt m.E. mehr ins Gewicht als die paar Punkte/Gold Unterschied zu Beginn).

Man kann mit dieser Methode schon extremere Figuren erstellen - die Hexe, die noch keine Zauber kann, weil sie vielleicht ihren Mentor noch nicht gefunden hat, der Assassine, der nur mit Stichwaffen umgehen kann, der Barbar, der nichts anderes als kämpfen kann, usw. Auf jeden Fall kann man ein paar Konzepte leichter schon zu Spielbeginn verwirklichen.

Diese Liste lässt mich mal wieder zu dem Schluss kommen, dass der Spitzbube die ultimative Kämpferklasse ist, er hat zu Beginn viel und lernt später für'n Appel und n' Ei. Aber da am Ende doch das Gold meistens der limitierende Faktor ist, ist das auch wieder relativ.

Spannend wäre auch noch der Vergleich zu den Klassen im Mysterium und in Dunkle Mächte. (Müsste ich nicht andere Dinge tun, würde ich mich darum kümmern...)

Edited by Die Hexe
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Am 16.2.2019 um 18:15 schrieb Die Hexe:

Spannend wäre auch noch der Vergleich zu den Klassen im Mysterium und in Dunkle Mächte. (Müsste ich nicht andere Dinge tun, würde ich mich darum kümmern...)

Habe gerade noch die Charakterklassen aus dem Mysterium und aus Dunkle Mächte im Ausgangsposting ergänzt.

Mfg   Yon

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Moin, Moin!

Mir gefällt die Idee auch sehr gut. Ich habe mir auch Gedanken zu einem freieren System gemacht, aber ehr in Richtung eines Klassenlosen Systems. Da ich gerade auf der Arbeit von meinem Bimmelding (Smartphone) aus antworte, muss ich ein paar Antworten auf heute Abend verschieben. Ich habe sowieso nicht verstanden wieso das bei M5 nicht geschehen ist. Wenn man das gesamte System zu Erfahrungspunkten, Lernmöglichkeiten bei Charaktererschaffung und späteren Lernmöglichkeiten wegschmeißt, und durch ein komplett neues System ersetzt, ist das nur noch ein kleiner Schritt. Eigentlich nur ein Minischritt.

 

Mit morgendlichen und gar freundlichen Grüßen

 

Edited by Ulmo
Rechtschreibfehler
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Ein ziemlich langer Arbeitstag...  😉

 

Ich werkel momentan an einer Tabelle (.ods) in der ich Yon Attans Umrechnungen genauer ausführe. Wobei ich, der Übersichtlichkeit halber, immer die teuerste Fertigkeit/den teuersten Zauber genommen habe. Aus Kodex und Mysterium habe ich alle Klassen zusammengefasst. Kämpfer, Zauberkundige Kämpfer, Zauberer und Kampfzauberer. Lerneinheiten für Fertigkeiten, typische Fertigkeiten (inklusive Steigerung von "Schreiben"), Zauber und typische Zauber. Jeweils mit den entsprechenden EP und den dazugehörenden GS. Wird wohl noch eine Weile dauern bis ich die Tabelle für zeigenswert halte.

Eine kleine persönliche Einschätzung: Ich halte die Klassen weder was die LE am Anfang, noch was die Verteilung der Lernkosten angeht für ausgewogen.

Beispiel "Musizieren" (Alltag): Händler lernen es für 10 EP pro TE und Barden für 20 EP pro TE.

Finde den Fehler.

 

Mit abendlichen und getippten Grüßen

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Guten Morgen werte Midgardlerinnen und Midgardler!

Nach dieser kurzen (zumindest was die Kontinentaldrift angeht) Schaffenspause habe die Tabelle(n) fertiggestellt. "Willkommen in Absurdistan" kann mit LibreOffice geöffnet werden. MS Office schafft das mit kleinen Formatierungsproblemen auch. Wenn man sich die drei Tabellen ansieht, wird der Dateiname wahrscheinlich ersichtlich. Ein System kann ich nicht erkennen. Die Umrechnung der bei der Erschaffung vergebenen LE, typischen Fertigkeiten und typischen Zauber in EP & GS ist echt irrsinnig erscheint mir unverständlich. Hexer (1110 EP & 3100 GS), Waldhüter (3205 EP & 7680 GS) und Krieger (1650 EP & 10400 GS) sind die extremsten Beispiele. Wobei der Magier, Sprüche aus Spezialgebiet, Erkennen von Zauberei gehört nicht dazu, bei 970 EP & 3280 GS landet. :dunno::confused::bf:

Da mir gerade zuviele Punkte zum Anmerken durch den Kopf schwirren, lasse ich das hier erstmal sacken.

 

Mit morgendlichsten Maulwurfsgrüßen

Willkommen in Absurdistan.ods

Edited by Ulmo
Korrektur der Ausdrucksweise nach Kritik
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vor einer Stunde schrieb Ulmo:

Die Umrechnung der bei der Erschaffung vergebenen LE, typischen Fertigkeiten und typischen Zauber in EP & GS ist echt irrsinnig

wieso?

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@Panther Ich halte den Unterschied zwischen den umgerechneten Summen an EP & GS für irrsinnig unverständlich. Einige Abenteurertypen werden sozusagend mit EP & GS zugeschüttet, bei anderen wird geknausert.

Durch die Tabelle ist mir auch erst der Unterschied der LE für Waffen bei Zauberern aufgefallen. 2 LE (Hx, Ma, Th), 6 LE (Dr, Hl, PB, Rm, Sc, Ws) und 8 LE (PS). Die 8 LE für den PS finde ich ok. Aber wieso 2 LE oder 6 LE bei den restlichen Zauberern? :confused:

Ich muss viele Punkte die mir aufgefallen sind auch noch rausschreiben. Vielleicht wäre das auch etwas für einen eigenen Strang. Darüber muss ich noch nachdenken.

 

Mit spätmorgendlichen Maulwurfsgrüßen

Edited by Ulmo
Korrektur der Ausdrucksweise nach Kritik

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vor 23 Minuten schrieb Ulmo:

Einige Abenteurertypen werden sozusagend mit EP & GS zugeschüttet, bei anderen wird geknausert.

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Meinst du das JEF der Professor seine Typen nicht ausbalanciert hat?

Edited by Panther

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vor 1 Stunde schrieb Panther:

Meinst du das JEF der Professor seine Typen nicht ausbalanciert hat?

Dazu kann ich nichts fundiertes sagen. Ich kann zumindestens kein System erkennen. Aber da kann ich auch einfach mit Blindheit geschlagen sein.

 

Mit mittäglichen Maulwurfsgrüßen

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vor einer Stunde schrieb Ulmo:

Ich halte den Unterschied zwischen den umgerechneten Summen an EP & GS für irrsinnig.

Wenn man etwas nicht nachvollziehen kann fände ich es gut, wenn man erst nachfragt, bevor man die Arbeit anderer als "irrsinnig" bezeichnet.

Ist dir nicht der Gedanke gekommen, dass es genau deshalb das System mit Lernpunkten gibt, weil der Ansatz "Jeder startet bei null und gibt bei der Charaktererschaffung einfach X EP und Y Gold aus" zu unausgewogenen Figuren führt?

vor 4 Stunden schrieb Ulmo:

Die Umrechnung der bei der Erschaffung vergebenen LE, typischen Fertigkeiten und typischen Zauber in EP & GS ist echt irrsinnig.

Im Prinzip schreibst Du genau das richtige: Es macht keinen Sinn, die Fertigkeiten und Zauber bei Spielbeginn in EP und Gold umzurechnen. Es geht hier um "Klassenfeatures": Fertigkeiten, die zum Hintergrund der Figur passen, die der Figur eine Richtung vorgeben - Kernkompetenzen. Der Assassine "verbrät" bei der Charaktererstellung viel mehr EP als der Krieger - na und? Stellt man einen Assassinen und einen Krieger von Grad 1 nebeneinander, dann hat jeder seine  Stärken, und keiner von beiden ist deutlich mächtiger als der andere. Eher ist der Krieger etwas stärker, weil er seine Kernkompetenzen (Mehr AP, mehr Rüstung, mehr Bumms) von Anfang an ausspielen kann, wohingegen die Kernkompetenzen des Assassinen am Anfang recht unzuverlässig funktionieren (Mutprobe: Meucheln mit Grad 1). Im Umkehrschluss heißt das: Gäbe ich dem Krieger bei der Charaktererschaffung so viele EP wie dem Assassinen, wäre der Krieger vermutlich deutlich zu stark.

Hint: Sehr viele RP-Systeme behandeln das Lernen von Fertigkeiten bei Charaktererstellung anders als das spätere Steigern. Dadurch entstehen "rundere" Figuren, im Gegensatz zu "One Trick Ponies".

Fazit: Wenn Du wirklich großen Wert auf Flexibilität legst, und keine Angst davor hast, dass die Figuren bei Spielbeginn sich deutlich in ihrer Effizienz unterscheiden, dann ist der Ansatz "EP & Gold statt Lernpunkte" durchaus interessant. Aber bitte unterlass es, das aktuelle System so abzuwerten.

 

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vor 2 Stunden schrieb Ulmo:
vor 3 Stunden schrieb Panther:

Meinst du das JEF der Professor seine Typen nicht ausbalanciert hat?

Dazu kann ich nichts fundiertes sagen. Ich kann zumindestens kein System erkennen. Aber da kann ich auch einfach mit Blindheit geschlagen sein.

Auf dem Nordcon in HH hatte JEF gesagt, dass alle Typen aus 4 Urtypen in M1 entstanden sind und von daher ausbalanciert wären

Magier - Priester - Kämpfer - Krieger

(Zivilist war der fünfte Typ).

Also kannst du nicht sehen, wie JEF die 5 Urtypen ausbalanciert hat... tja...

 

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vor 2 Stunden schrieb Knispik:

Ist dir nicht der Gedanke gekommen, dass es genau deshalb das System mit Lernpunkten gibt, weil der Ansatz "Jeder startet bei null und gibt bei der Charaktererschaffung einfach X EP und Y Gold aus" zu unausgewogenen Figuren führt?

Diese X EP und Y EP, wenn es KEINE Typen mehr gibt, alle X und Y bekommen und alle das gleiche Lernschemata haben, dann wäre es wieder ausbalanicert. Ist eben die Frage, ob dann alle immer das gleiche lernen, es gibt dann ja keine TYPEN mehr. Die könnte man mit "Ziel-Klassen" Pfaden erschaffen.

"Der Weg des Kriegers.....

Früher waren Zauberer: Waffen bis +14 und Kämpfer bis +17, Krieger bis +19...

Wissen von der Magie analog

Wissen vom Kampf nicht gelernt (Waffenkosten 40 wie Zauberer)
Wissen vom Kampf 14 Grundkentnisse (Waffenkosten 35)
Wissen vom Kampf 15  (erlaubt bis +15- Waffenkosten 30 wie Kämpfer)
Wissen vom Kampf 16  (erlaubt bis +16- Waffenkosten 25)
Wissen vom Kampf 17  (erlaubt bis +17- Waffenkosten 20 wie Kämpfer)
Wissen vom Kampf 18  (erlaubt bis +18- Waffenkosten 15 )
Wissen vom Kampf 19  (erlaubt bis +19 -Kosten 10 wie Krieger)

Dann muss man sich noch die Wege der Zauberer ausdenken

Fertigkeiten .... könnte man sich auch den Weg der Sozialen , Weg der Halbwelt...

Je mehr du kannst, desto billiger..

Edited by Panther
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So einfach ist es ja wirklich nicht.

Kampfzauberer-Spieler starten tatsächlich mit einer relativ wertvollen Figur. Das ist nachvollziehbar: Die LE der beiden "Komponenten" werden durch 2 geteilt und aufgerundet. Eine LE ist für einen Kampfzauberer mehr wert, weil er die höheren Lernkosten hat. Anders ausgedrückt: Ein Kampfzauberer ist am Anfang EP-stärker, weil die "Kaufkraft" seiner EP einfach geringer ist.

Umgekehrt dito: Der Spitzbube bspw. wird bei der Rechnung durch den Geschäftssinn "gerettet". Hätte er den nicht, würde er unter den Durchschnitt rutschen. Warum? Weil der Spitzbube sehr viele Fertigkeiten billig lernt. Dadurch sind die "Geschenke", die er am Anfang bekommt, weniger wert.

Bei den Zauberern verzerren die unterschiedlichen Anzahlen an Waffen-LE die Rechnung. Die sind zwar auf dem Papier wertvoll. Aber mal ehrlich: Wer einen Druiden spielt, der tut das vermutlich nicht, weil er relativ (!) viele Waffen-Fertigkeiten am Anfang bekommt.

 

Man kann die Rechnung auf die Spitze treiben.

  • Würde ich einen Kämpfer-Typen erschaffen, der "normale" LE-Mengen beim Start bekommt, aber für jede TE 40 EP abdrücken muss, wäre der nach der Rechnung extrem begünstigt:
    Der bekommt ja massig EP am Anfang geschenkt. :o
  • Würde ich einen Kämpfer-Typen erschaffen, , der "normale" LE-Mengen beim Start bekommt, der für jede TE 10 EP abdrücken muss, wäre der nach der Rechnung extrem benachteiligt:
    Der bekommt ja kaum EP am Anfang geschenkt. :lol:

Preisfrage: Welchen Figurentypen würdest Du lieber spielen? ;)

Edited by dabba

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@dabba

Auf Deine Frage antworte ich mit einem klaren, eindeutigem und entschiedenen... Jein. ;)

Ich bin noch nicht dazu gekommen bin meine Tabellen komplett und total zu durchdenken. Da Konzentrationffähigkeit, Gedächtnis und Denkfähigkeit bei mir momentan meist abwesend sind, wird das auch noch Zeit brauchen. :(

Aber Du hast natürlich recht, dass durch die unterschiedlichen EP-Kosten pro TE die Umrechnung der Anfangs-LE in EP & GS verzerrt wird. Zauberer haben höhere Lernkosten für Fertigkeiten um ihre Zauberfähigkeiten auszugleichen.

 

MfG

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Hallöchen!

Ich habe eine kleine "Korrektur der Ausdrucksweise nach Kritik" durchgeführt. Ich habe "irsinnig" durch "unverständlich" ersetzt. Das ist passender und beschreibt meinen Eindruck auch besser.

 

Am 16.8.2019 um 14:11 schrieb Knispik:

Wenn man etwas nicht nachvollziehen kann fände ich es gut, wenn man erst nachfragt, bevor man die Arbeit anderer als "irrsinnig" bezeichnet.

Ist dir nicht der Gedanke gekommen, dass es genau deshalb das System mit Lernpunkten gibt, weil der Ansatz "Jeder startet bei null und gibt bei der Charaktererschaffung einfach X EP und Y Gold aus" zu unausgewogenen Figuren führt?

Im Prinzip schreibst Du genau das richtige: Es macht keinen Sinn, die Fertigkeiten und Zauber bei Spielbeginn in EP und Gold umzurechnen. Es geht hier um "Klassenfeatures": Fertigkeiten, die zum Hintergrund der Figur passen, die der Figur eine Richtung vorgeben - Kernkompetenzen. Der Assassine "verbrät" bei der Charaktererstellung viel mehr EP als der Krieger - na und? Stellt man einen Assassinen und einen Krieger von Grad 1 nebeneinander, dann hat jeder seine  Stärken, und keiner von beiden ist deutlich mächtiger als der andere. Eher ist der Krieger etwas stärker, weil er seine Kernkompetenzen (Mehr AP, mehr Rüstung, mehr Bumms) von Anfang an ausspielen kann, wohingegen die Kernkompetenzen des Assassinen am Anfang recht unzuverlässig funktionieren (Mutprobe: Meucheln mit Grad 1). Im Umkehrschluss heißt das: Gäbe ich dem Krieger bei der Charaktererschaffung so viele EP wie dem Assassinen, wäre der Krieger vermutlich deutlich zu stark.

Hint: Sehr viele RP-Systeme behandeln das Lernen von Fertigkeiten bei Charaktererstellung anders als das spätere Steigern. Dadurch entstehen "rundere" Figuren, im Gegensatz zu "One Trick Ponies".

Fazit: Wenn Du wirklich großen Wert auf Flexibilität legst, und keine Angst davor hast, dass die Figuren bei Spielbeginn sich deutlich in ihrer Effizienz unterscheiden, dann ist der Ansatz "EP & Gold statt Lernpunkte" durchaus interessant. Aber bitte unterlass es, das aktuelle System so abzuwerten.

 

  1. Kann man durchaus, wenn es rein sachbezogen und kein persönlicher Angriff ist UND wenn man einen eigenen Irrtum zugeben kann. (Meine falsche und missverständliche Ausdrucksweise fällt darunter.)
  2. Nein. ;) Es kann nur zu direkt bei der Erschaffung zu unausgewogenen Figuren / "One Trick Ponies" führen. Wenn ein(e) Spieler/Spielerin/sonstiges solch eine Figur haben möchte, wird das spätesten beim Steigern der Figur durchgeführt. Es wäre also nur ein Aufschub. Und mit einer einfachen Regel lässt sich das recht gut unterbinden. (Nur Schreiben und Sprache dürfen auf +12 gesteigert werden. Alle anderen Fertigkeiten dürfen nicht gesteigert werden.)
  3. Wenn ich meinen Assassinen nicht als Assassinen spielen will, sondern als Geheimagenten der Mord ablehnt? (z.B. Gnome) Dann wird mir Meucheln aufgezwungen. Die Punkte dafür sind komplett verloren. Und Klassenfeatures / Kernkompetenzen sind für Glücksritter und Waldläufer (sehr schwere Kampf-Fertigkeiten) nur noch Standardfertigkeiten (20 EP/TE). Der Krieger lernt sie als Grundfertigkeiten (10 EP/TE), muss sie aber für 300 EP & 2000 GS erst erlernen. Aber beim Fertigkeitswert +10 hat der hat der Krieger den Glücksritter / Waldläufer praktisch wieder eingeholt, auch wenn die 2000 GS die der Krieger fürs Erlernen ausgeben musste beim Steigern verwendet werden (Gl/Wa: 740 EP, Kr: 770 EP). Danach geht die Schere auseinander. Entweder nimmt man die sehr hohen Kosten in EP & GS für einen Glücksritter in Kauf, oder die "Kernkompetenz" ist komplett verloren. Für einen Waldläufer lohnt es sich dagegen Scharfschießen zumindestens moderat zu steigern, da hier auch kleinere Fertigkeitswerte sinnvoll sind.
  4. Das "One Trick Ponie" kann auch später entstehen (s.o.) und "rundere" Figuren (So wie bei Garfield oder Hägar dem Schrecklichen? ;)) wenn die Spieler bei der Charaktererstellung nachdenken.
  5. Als, auch schon mit M4 (Ulmo: 10LP), passionierter Gnomenspieler kann ich über das mit der "Effizienz" nur kichern. Und ich hatte bestimmt nicht vor das aktuelle Midgardspielfigurenerschaffungssystem abzuwerten. Du must also nicht versuchen mein Apellohr zu erreichen. :nono:👂 Ich habe es nämlich sehr gut versteckt. So gut, dass ich es selbst nicht wiederfinde. :lachen:;):lookaround:

 

Mit spätnachmittäglichen und mulwurfigen Grüßen

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Am 16.8.2019 um 16:15 schrieb Panther:

Diese X EP und Y EP, wenn es KEINE Typen mehr gibt, alle X und Y bekommen und alle das gleiche Lernschemata haben, dann wäre es wieder ausbalanicert. Ist eben die Frage, ob dann alle immer das gleiche lernen, es gibt dann ja keine TYPEN mehr. Die könnte man mit "Ziel-Klassen" Pfaden erschaffen.

"Der Weg des Kriegers.....

Früher waren Zauberer: Waffen bis +14 und Kämpfer bis +17, Krieger bis +19...

Wissen von der Magie analog

Wissen vom Kampf nicht gelernt (Waffenkosten 40 wie Zauberer)
Wissen vom Kampf 14 Grundkentnisse (Waffenkosten 35)
Wissen vom Kampf 15  (erlaubt bis +15- Waffenkosten 30 wie Kämpfer)
Wissen vom Kampf 16  (erlaubt bis +16- Waffenkosten 25)
Wissen vom Kampf 17  (erlaubt bis +17- Waffenkosten 20 wie Kämpfer)
Wissen vom Kampf 18  (erlaubt bis +18- Waffenkosten 15 )
Wissen vom Kampf 19  (erlaubt bis +19 -Kosten 10 wie Krieger)

Dann muss man sich noch die Wege der Zauberer ausdenken

Fertigkeiten .... könnte man sich auch den Weg der Sozialen , Weg der Halbwelt...

Je mehr du kannst, desto billiger..

Bei Shadowrun gibt es die Archetypen als Beispiele für den Charakteraufbau. Zauberer müssen viel Karma (EP) für die Zauberei aufwenden. Im Vergleich mit Midgard einen höheren Anteil, zumindestens bei den alten Versionen die ich noch habe.

Bei GURPS ist jeder Zauber eine Fertigkeit. Wird also nicht automatisch gesteigert.

 

Mit freundlichen Maulwurfsgrüßen

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On 8/16/2019 at 1:58 PM, Ulmo said:

Dazu kann ich nichts fundiertes sagen. Ich kann zumindestens kein System erkennen. Aber da kann ich auch einfach mit Blindheit geschlagen sein.

Ich denke damals als ich mich damit beschäftig hatte ein system dahinter erkannt, hatte aber auch die vermutung das manches "aus dem bauch herraus gemacht wurde" - also JA es gibt ein system das wird aber hir und da nicht immer zu 100% genuzt. das Mysterium mit den Doppelklassen (und die erklärungen warum die so und so aussehen und nicht anderst) hat mir dann soweit recht gegeben.

Und ich habe NICHT Mathematik studiert,... (aber Mathe machte 30% des studiums aus)

Edited by Irwisch

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Und nach einer weiteren kurzen Schaffenspause...

Äh ja, das leidige Thema mit der Ausgewogenheit und dem System hinter der Figurenerschaffung. Nach längerer Überlegung und dem hastigen Genuß von 1,5 Imp. gallon Küstennebel kam mir eine Erkenntnis: Taaaasch wwwaaa vvvviiiiiiiieeeeel schuuu vühl Aaallllooohl... HICKS!!! :sauflied:

Nach sehr viel längerer Katerpause kam mir der (hoffentlich) passende Gedanke: Nicht die Lernkosten der Fertigkeiten müssen angepasst werden, sondern die Lernkosten für Zauberfähigkeiten müssen deutlich erhöht werden.

Das läuft dann aber auf Midgard 5.80 hinaus. Also einen Mix aus M5 und Midgard 1880. Verfeinert mit Elementen von GURPS und Shadowrun.

Alle Charaktere lernen alle Fertigkeiten für 20 EP pro TE. Ohne Außnahmen. Die bisherigen Kategorien (Alltag, Freiland, usw.) fallen weg. Entweder erfolgt wie bei Midgard 1880 die Einteilung in Körperliche Fertigkeiten, Geistige Fertigkeiten, Soziale Fertigkeiten, sowie Kampf- und Waffenfertigkeiten. Oder nach den Leiteigenschaften der Fertigkeiten (Stärke, Geschicklichkeit, Gewandtheit, Konstitution, Intelligenz, Zaubertalent, persönliche Ausstrahlung, Willenskraft).

Die Zauberfähigkeiten müssen deutlich teurer werden. Nach meiner Einschätzung sind die bisherigen Kosten zu niedrig, insbesondere da alle Zauber mit einem einzigen Fertigkeitswert abgewickelt werden. Auf Grad 20 hat der zauberfähige Char dann Zaubern+18 erreicht. Für jeden Zauberspruch, egal ob der Zauberspruch schon auf Grad 1 erlernt wurde, oder erst auf Grad 20. Normale Fertigkeiten müssen dagegen alle einzeln gesteigert werden. Unabhängig davon, wann die Fertigkeit gelernt wurde.

Anstatt "Zaubern" für alle Zauberfähigkeiten, ist jeder Zauber ist eine eigene Fertigkeit, die einzeln gesteigert werden muss. Der EW setzt sich aus dem Fertigkeitswert des einzelnen Zaubers (z.B. Feuerkugel, Tiersprache) und der dazugehörigen Grundfertigkeit zusammen (normale Zauber, Wundertat, Dweomer, Zauberlied, thaumaturgische Zauber, Zauberrunen). Die Grundfertigkeiten habe ich so aufgrund der unterschiedlichen Art wie die Zauber gewirkt werden ausgewählt.

EW=(EW:Grundfertigkeit+EW:Zauber):2   Ich würde aufrunden vorschlagen.

Feuerkugel+13 und normale Zauber+11 ergeben EW+12

Heilen von Wunden+16 und Wundertat+15 ergeben EW+16

Wie die hoch die Lernkosten für Zauberfähigkeiten sein sollten, damit das ganze System ausgewogen ist, müsste noch ausgearbeitet werden.

 

Mit abendlich getippten Maulwurfsgrüßen

 

P.S.

Nach Yon Attans Hinweis habe ich hierzu ein neues Thema erstellt. => Midgard 5.80 (Mix aus M5 und Midgard 1880)

Edited by Ulmo

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vor 10 Stunden schrieb Ulmo:

Und nach einer weiteren kurzen Schaffenspause...

Äh ja, das leidige Thema mit der Ausgewogenheit und dem System hinter der Figurenerschaffung. Nach längerer Überlegung und dem hastigen Genuß von 1,5 Imp. gallon Küstennebel kam mir eine Erkenntnis: Taaaasch wwwaaa vvvviiiiiiiieeeeel schuuu vühl Aaallllooohl... HICKS!!! :sauflied:

Nach sehr viel längerer Katerpause kam mir der (hoffentlich) passende Gedanke: Nicht die Lernkosten der Fertigkeiten müssen angepasst werden, sondern die Lernkosten für Zauberfähigkeiten müssen deutlich erhöht werden.

Das läuft dann aber auf Midgard 5.80 hinaus. Also einen Mix aus M5 und Midgard 1880. Verfeinert mit Elementen von GURPS und Shadowrun.

Alle Charaktere lernen alle Fertigkeiten für 20 EP pro TE. Ohne Außnahmen. Die bisherigen Kategorien (Alltag, Freiland, usw.) fallen weg. Entweder erfolgt wie bei Midgard 1880 die Einteilung in Körperliche Fertigkeiten, Geistige Fertigkeiten, Soziale Fertigkeiten, sowie Kampf- und Waffenfertigkeiten. Oder nach den Leiteigenschaften der Fertigkeiten (Stärke, Geschicklichkeit, Gewandtheit, Konstitution, Intelligenz, Zaubertalent, persönliche Ausstrahlung, Willenskraft).

Die Zauberfähigkeiten müssen deutlich teurer werden. Nach meiner Einschätzung sind die bisherigen Kosten zu niedrig, insbesondere da alle Zauber mit einem einzigen Fertigkeitswert abgewickelt werden. Auf Grad 20 hat der zauberfähige Char dann Zaubern+18 erreicht. Für jeden Zauberspruch, egal ob der Zauberspruch schon auf Grad 1 erlernt wurde, oder erst auf Grad 20. Normale Fertigkeiten müssen dagegen alle einzeln gesteigert werden. Unabhängig davon, wann die Fertigkeit gelernt wurde.

Anstatt "Zaubern" für alle Zauberfähigkeiten, ist jeder Zauber ist eine eigene Fertigkeit, die einzeln gesteigert werden muss. Der EW setzt sich aus dem Fertigkeitswert des einzelnen Zaubers (z.B. Feuerkugel, Tiersprache) und der dazugehörigen Grundfertigkeit zusammen (normale Zauber, Wundertat, Dweomer, Zauberlied, thaumaturgische Zauber, Zauberrunen). Die Grundfertigkeiten habe ich so aufgrund der unterschiedlichen Art wie die Zauber gewirkt werden ausgewählt.

EW=(EW:Grundfertigkeit+EW:Zauber):2   Ich würde aufrunden vorschlagen.

Feuerkugel+13 und normale Zauber+11 ergeben EW+12

Heilen von Wunden+16 und Wundertat+15 ergeben EW+16

Wie die hoch die Lernkosten für Zauberfähigkeiten sein sollten, damit das ganze System ausgewogen ist, müsste noch ausgearbeitet werden.

 

Mit abendlich getippten Maulwurfsgrüßen

Ich finde das mit den Zaubern grundsätzlich eine gute Idee. Was spricht dagegen, hier ganze Gruppen von Zaubern zu lernen? ... Also Wundertaten +12, Dweomer +13...

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      Als ich letztens eine M4-Figur umgestellt habe, kamen mir wieder die Gedanken bei der Erschaffung in den Sinn. Die Lernmöglichkeiten aus verschiedenen Quellen (Fachkenntnisse, Waffen, ggf. Zauber, allgemeine und ungewöhnliche Fertigkeiten und Beruf) ermöglichten schon auf Grad 1 ein breites Spektrum an Figuren und den frühen Erwerb auch teurer Fertigkeiten. Bei M5 gibt es deutlich weniger Abwechselung, zum einen durch den Verzicht Lernpunkte auszuwürfeln, aber auch durch die fixe Aufteilung in verschiedene Kategorien. Insbesondere bei den Waffenfertigkeiten führt dies leicht zu einer unbefriedigenden Auswahl. Gerne hätte man für manche Figur ein paar Punkte mehr oder würde sich mit weniger begnügen. Aber Verschiebungen sind nur für maximal 1 LE pro Gruppe in Richtung Alltag möglich. In diesem Strang möchte ich einige Ideen diskutieren und ggf. ausarbeiten um hier mehr Flexibilität zu ermöglichen. Dabei habe ich mir folgende Ziele und Grenzen gesetzt:
      Die Figuren sollen nach der Erschaffung vollkommen kompatibel sein Um Raum für mehr Flexibilität zu schaffen werden die Figuren mit flexiblerer Erschaffung Grad 4 mit einem Erfahrungsschatz von 600 sein (entspricht 800 FP, s. unten) Die Regeln dürfen etwas komplizierter sein, das Konzept richtet sich an erfahrene Spieler (und es wird pro Figur ja nur einmal gemacht) Meine erste Idee war, jeder Figur ein Paket von zusätzlichen Punkten zu geben, mit denen dann weitere Fertigkeiten und erste Steigerungen verteilt werden können. Dabei stellt sich Frage nach der Größe des Pakets, welche Zahl an Punkten ist ungefähr gleichwertig zu einem Erfahrungsschatz von 500? Einerseits kann eine von Grad 1 hochgespielte Figur Praxispunkte und Lernvergünstigungen (z.B. Spruchrollen oder kostenlose Lehrmeister) nutzen. Dafür wird aber das Gold für Lerneinheiten bei neuen Fertigkeiten gespart. Ich setze hier für diesen Strang einmal einen festen Faktor von 1,333, d.h. die Figuren haben noch zusätzlich 800 FP für neue Fertigkeiten und Steigerungen zur Verfügung. Andere Faktoren sind natürlich denkbar, aber eine Diskussion darüber sollte woanders geführt werden.
      Die zweite Überlegung war, dass jede normal lernbare Fertigkeit für jede Figur verfügbar sein soll. Bei maximal 10 Lerneinheiten, d.h. 30 Trainingseinheiten, ist dies mit dem Lernfaktor 20 für 600 FP gegeben. Auch das Erlernen einer normalen Waffe für Zauberer ist gegeben (4 LE bei Lernfaktor 40 entsprechen 480 FP). Mehrere solcher extrem teuren Fertigkeiten sind nicht möglich (maximal zwei bei Lernfaktor 10, dazu bekommen manche Figuren noch eine feste Fertigkeit wie z.B. Kampf in Vollrüstung bei Kriegern). Es ist Absicht, dass die teuren Fertigkeiten bei Lernfaktor 30 nicht mehr allen Figuren zur Verfügung stehen (aber z.B. ein Priester, Streiter könnte sich beidhändigen Kampf leisten, da er ja noch 2 LE für Kampffertigkeiten aus dem Lernschema zur Verfügung hat.
      Damit sieht die erste Fassung für die flexiblere Erschaffung wie folgt aus: Für eine Figur stehen die Lerneinheiten für den Abenteurertyp (z.B. Kodex S. 38f) und den Stand (Kodex S. 39) zur Verfügung und weiterhin können für bis zu 800 FP Lerneinheiten (für jeweils 30, 60, 90 oder 120 FP - je nach Lernfaktor) und Trainigseinheiten (für jeweils 10, 20, 30 oder 40 FP - je nach Lernfaktor) erworben werden. Nicht ausgenutzte FP verfallen. Dadurch kann für eine Figur ein Verfallen von Lernpunkten vermieden werden (durch Aufstocken für die nächste gewünschte Fertigkeit), es kann aber nicht von einem Bereich in einen anderen verschoben werden. Ein Krieger hat so mindestens 36 LE für Waffen und kann dafür auch keine anderen Fertigkeiten lernen. Die Möglichkeit zur Umwandlung einer Lerneinheit pro Gruppe in eine für Alltagsfertigkeiten besteht weiterhin, aber die Relevanz sollte aufgrund der Flexibilisierung nicht mehr so groß sein.
      Wenn die bis zu 80 TE für die Steigerung einer Fertigkeit verwendet werden, dann entspricht dies einer Waffe mit bis zu +12 +2 für Spezialwaffe und ggf. weiteren Boni durch Geschicklichkeit und magische Waffe. Viel, aber natürlich auch für andere Figuren von Grad 4 machbar. Andere Extreme sind ein Zauber Stufe 8 bei Lernfaktor 30 oder eine Ersparnis von 5200 GS wenn 26 LE für Lernfaktor 10 zusätzlich verlernt werden. In der Realität werden die Extremwerte wohl kaum erreicht werden, da ein gesunder Mix meiner Meinung nach "bessere" Figuren ergibt. Aber hier muss jeder selbst entscheiden, ich halte es aber für genügend vergleichbar mit hoch gespielten Figuren.
      Was meint Ihr?
    • By Akeem al Harun
      Hallo zusammen,
      aktuell gibt es hier im Forum ja eine Diskussion um das Spielgleichgewicht. Nicht unmaßgeblich an dem Spielgleichgewicht beteiligt sind die 6 Basiswerte in Midgard: Stärke (St), Geschicklichkeit (Gs), Gewandtheit (Gw), Konstitution (Ko), Intelligenz (In), Zaubertalent (Zt).
      Im Rahmen meiner (kurzen) Tätigkeit als Midgard Supporter habe ich für Support Spielrunden auch Spielfiguren für die teilnehmenden Spieler entworfen. Da ich jetzt nicht x Reihen würfeln wollte, aus denen ich mir dann die jeweils passende für eine Figur aussuche, habe ich mir eine alternative Methode zur Ermittlung der Basiswerte ausgedacht, die folgende Kriterien erfüllen sollte:
      Eine gewisse Spreizung der Werte um weder 100er Monster, noch 50er Schwächlinge zu erschaffen. Werte, die hoch genug sind, um den Mindestanforderungen eines Charaktertypes oder mancher Rassen (Elfen, Zwergen, ...) zu entsprechen. Werte, die niedrig genug sind, um den Maximalanforderungen bestimmter Rassen gerecht zu werden (Halblinge, Zwerge, ...) Werte, die dennoch realistisch "aussehen". Mit meinen Überlegungen bin ich zu dem folgenden Ergebnis gekommen:
      Es wird nach dem folgenden Schema gewürfelt:
      40 + 1W20 (41 - 60) 50 + 1W20 (51 - 70) 60 + 1W20 (61 - 80) 70 + 1W20 (71 - 90) 80 + 1W20 (81 - 100) 90 + 1W20 (91 - 100) Die ermittelten Werte werden dann frei auf die Basiseigenschaften verteilt, ähnlich der 6aus9 Methode.
      Der Charme dieser Ermittlung liegt meiner Meinung nach in den folgenden Punkten:
      Es gibt mindestens einen "schwachen" Wert von höchstens 60 Es gibt mindestens zwei Werte über 80 und zweimal die Chance auf eine 100 So hat jede Figur ihre Stärken und der Spieler kann bestimmen, wo genau er sie hat. Aber jede Figur hat eben auch etwas schwächere Punkte.
      Als Ausgleich für den statistisch höheren Schnitt und die geringere Volatilität (Spreizung) der Werte, sollte man nach diesem System nur ein einziges Mal würfeln lassen.
      Man kann das System auch leicht nach unten anpassen (35 + W20 bis 85 + W20, 30 + W20 bis 80 + W20), wenn es einem sinnvoll erscheint.
      Was haltet ihr von dieser Idee?
      Viele Grüße
      Harry
      PS: Ich habe die Methode möglicherweise schon mal an einer anderen Stelle vorgestellt. Aber ich glaube ich habe sie nie so direkt zur Diskussion gestellt.
    • By Pascha
      Hallo,
       
      nach langer Abwesenheit möchte ich mich auch mal wieder hier im Forum melden.
       
      Bei meiner Gruppe gibt es inzwischen die Hausregel der pauschalen Charaktererschaffung.
      Statt dem Lehrplan bekommt jeder Spieler stattdessen einen festen EP Wert, den er als Währungbenutzen kann. Der Spieler wählt weiterhin seinen Abenteuertypen, tut dann aber so, als müsste er die Fertigkeiten für EP lernen.
       
      Vorteil dieser Charaktererschaffung ist, dass man auch die alten Abenteuertypen, die es noch nicht in M5 gibt, wie den Derwisch, oder den Inquisitor, ohne Probleme nachbauen kann, da man keinen Lehrplan mehr benötigt, sondern nur noch die Steigerungstabelle, die ja vorhanden ist. Zudem ist die Charaktererschaffung wesentlich felxbiler und ermöglicht auch ungewöhnliche Charakterkonzepte, wie den Waffenlosen, oder den Ordenskrieger, der ein Straßenkind war und deshalb stehlen kann.
      Da ich mir mal erlaubt habe, die Start-EP aller Abenteuertypen auszuwerten, kann ich sagen, dass die EP-Spanne zwischen den Typen bei 1470 (Tm) bis zu 2490 (Gl) liegt
      Feedback ist erwünscht
    • By Orlando Gardiner
      Analog zu den Spezialisierungen für einzelne Waffentypen, dürfen sich alle Figuren, die über keine magischen Fähigkeiten verfügen, bei der Charaktererschaffung in einer oder mehreren Fertigkeiten spezialisieren und erhalten einen mit allen anderen Modifiaktionen kumulativen Bonus von +2 auf ihre Spezialfertigkeit.
       
      Es darf sich bei der Fertigkeit nicht um eine ungelernte Fertigkeit, eine Waffenfertigkeit oder um eine Fertigkeit, die vom Bonus durch eine Spezialwaffe profitieren könnte, handeln (beidhändiger Kampf, Fechten).

      Krieger: eine Spezialfertigkeit +2
      andere Kämpfer: zwei Spezialfertigkeiten +2

      (in diesem Fall werden zauberkundige Kämpfer nicht bedacht - die Beschäftigung mit der Magie lässt eine solche frühe "Meisterschaft" in einer Fertigkeit nicht zu - ihre Spezialfertigkeit ist sozusagen das Zaubern oder Wunderwirken. Auch die Doppelklassen erhalten keine Spezialfertigkeiten).
       
       
       
      Edit: Regel um seamus Vorschlag erweitert, Doppelklassen ausgeschlossen
    • By donnawetta
      Ich hab gerade einen Aufräum-Flash und noch eine Ausarbeitung gefunden, die Euch vielleicht interessiert. Wir wollten die Kinder unserer SC spielen und haben es so gehandhabt:
       
       
      Vorschlag zur Erschaffung eines Kinder-SC
       
      Die Attribute der Kinder werden entweder aus den Mittelwerten der Attribute der Eltern gebildet oder einfach ausgewürfelt.
       
      Danach werden alle Attribute temporär um 20 reduziert, um die körperliche und geistige Entwicklung im Spielverlauf darstellen zu können. Die Werte werden etappenweise wieder angehoben (Zeitpunkt und Höhe der Verbessung war bei uns Gruppenentscheidung, wir haben 10 und 14 Jahre gewählt). Die EW für Abwehr, Angriff, Zaubern und Resistenz entsprechen denen eines Erstgraders (angepasst an die Klasse). Für diese EW werden auch Boni aus den unmodifizierten Attributen addiert, um die Überlebenschancen etwas zu erhöhen .
       
      Die zukünftige Charakterklasse dient als Maßstab für das weitere Lernen. Man rechnet dazu pro Figur die LE in EP um. Beispiel Hexer:
       
      Typische Fertigkeit: Gassenwissen+8 (In) oder Verführen+8 (pA) = 120 EP
      Alltag: 3 LE -> (3x3x20) = 180 EP
      Sozial: 2 LE -> (2x3x20) = 120 EP
       Wissen: 2 LE -> (2x3x20) = 120 EP
      Waffen: 2 LE -> (2x3x40) = 240 EP
      Zauber: 6 LE -> (Beherrschen, Verändern) (6x30)= 180 EP
      Typischer Zauber: Verwünschen, Stufe 4  -> (3x30) = 90 EP
      Standesfähigkeiten: durchschnittlich  -> 2x3x22,5 -> 135 -> 130 EP
       
      Insgesamt: 1180 EP. Diese Punkte stehen dem Kind auf dem Weg zu Grad 1 zur Verfügung.
       
      Am Anfang beherrscht jedes Kind (kostenlos):
      Muttersprache +12 Gastlandsprache +8 (Der EW erhöht sich automatisch und unbezahlt bis Grad 1 auf +12) Raufen (nach unmodifizierten Attributen) Die folgenden universellen Werte (später, nach entsprechender Anhebung der Attributswerte, auch plus Boni): Akrobatik +6
      Balancieren +6
      Bootfahren +3 (wenn das Kind in der Nähe eines größeren Gewässers aufgewachsen ist)
      Geländelauf +6
      Klettern +6
      Landeskunde Heimatland +6
      Menschenkenntnis +3
      Reiten +6
      Schleichen +3
      Schwimmen +3 (wenn das Kind in der Nähe eines größeren Gewässers aufgewachsen ist)
      Seilkunst +3
      Stehlen +3 (nur bei angehenden Spitzbuben)
      Überleben +6 (nur bei Landkindern)
      Verstellen +3
       
      Da unsere SC-Kinder behütet aufgewachsen sind und von Eltern, Hauslehrern, Freunden oder Verwandten unterrichtet wurden, erwarben sie noch vor dem 10. Lebensjahr Schreiben Muttersprache +8 (zwischen 30 und 120 EP). Außerdem durfte sich jeder Spieler vor Spielbeginn für das Kind Fähigkeiten bis 300 EP (abzüglich der Punkte für Schreiben) aussuchen, die für ein Kind realistisch sind.
       
      Waffen sind erlaubt, allerdings werden sie, solange sie nicht ohnhin von Kindern handhabbar sind, in eine Kinderwaffe umgewandelt, die weniger Schaden macht. Der Dolch wird zum Messer (1W6-2), die Schleuder zur Zwille (1W6-2), der Bogen  zum Flitzebogen aus Weidenrute (1W6-2), das Langschwert zu einem Holzstock (1W6), der Magierstab zu einem Rohrstock (1W6-2), das Schlachtbeil zu einer hölzernen Kinderaxt (1W6).
       
      Für die später zauberkundigen sind Zauber als „intuitive“ Magie ebenfalls erlaubt, solange es Gedankenzauber bis Stufe 2 sind, die im offiziellen Klassenschema vorgesehen sind.
       
      Beispiele:
       
      Ein Kind, das der Spieler später zum Priester machen möchte, könnte z.B. ein „Erkennen der Aura“ beherrschen und es anwenden wie einen 6. Sinn, ohne sich im Klaren darüber zu sein, was es da eigentlich tut.
       
      Ein Kind, das in einem Reitstall aufgewachsen ist, hat vielleicht schon Tierkunde und Reiten erlernt, so wie ein Kind, dessen Vater Seemann ist, schon schwimmen und bootfahren kann. Die Tochter eines Magiers hat möglicherweise schon zauberkundliches Wissen mit auf den Weg bekommen.
       
      Ein Kind, das später ein Casanova-Glücksritter werden soll, hat schon früh gelernt, andere um den Finger zu wickeln (Verstellen, Beredsamkeit).
       
       
      Entwicklung:
       
      Wie lange es dauert, bis die Kinder den ersten Grad erreichen, bliebt jeder Gruppe selbst überlassen. Wir haben unsere kleinen SC vom 8. bis 16. Lebensjahr etwa 12 Abenteuer(chen) lang als 0-Grader gespielt – bis zum 10. Lebensjahr in Hulda, bis zum 14. auf einer Akademie und weitere zwei während der Berufs/Klassenausbildung. Danach wurden die EP auf „0“ gesetzt und die Charaktere wie normale Erstgrader weitergespielt.
       
      Bis dahin werden die zur Verfügung stehenden EP in Etappen verlernt. Die verminderten Attribute können besiepielsweise beim 10. Geburtstag und beim 14. um jeweils 10 auf "Normalwert" erhöht werden. Als Bonbon können die SC bei einem kritischen Erfolg und einem kritischen Misserfolg auch PP für die universellen Fähigkeiten gewinnen. "Sprechen Gastlandsprache" steigt mit dem Alter automatisch und kostenlos bis +12, ebenso das Schreiben der Muttersprache. Landeskunde Heimatland muss nicht neu erlernt werden, die Figuren können die Fähigkeit bis zum Ende der schulischen Karriere von +6 (universeller Wert) auf +8 für 1 TE je Stufe steigern.
       
      Die Kinder sind dadurch i.d.R. jünger und stärker als normale Erstgrader, aber dafür hat man sie ja auch „hochgespielt“. Es gibt sicher noch ein Dutzend anderer Wege, kindliche SC und ihre Entwicklung abzubilden, ich wollte unseren aber einfach mal als Anregung vorstellen.
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