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Stephan

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  1. Ein nachträgliches Gewähren des Bonus für die Leiteigenschaft würde aus zwei Gründen nicht zur Systematik des Regelwerks passen: Erstens wäre es dann noch weniger plausibel, warum dieser Bonus nur für die Fertigkeiten gewährt wird, die man zur Charaktererschaffung gelernt hat, nicht aber für später nachgelernte. Zum zweiten wäre ein solcher nachträglich gewährter Bonus wegen der steigenden Lernkosten ggf. deutlich mehr Wert als der Bonus, den man bei Charaktererschaffung erhält. Wer zum Beispiel bei Charaktererschaffung Abrichten lernt und wegen hoher Ausstrahlung einen Bonus von +1 erhält, der spart de Facto 50 FP gegenüber dem weniger charismatischen Spieler (soviel kostet nämlich die Steigerung von +8 auf +9). Da es sich ja wie oben erläutert nicht um einen dauerhaften Bonus handelt, sondern man einfach von diesem höheren Startwert weiterlernt, bleibt es bei diesem Vorteil von 50 FP. Bei steigender Investition in die Fertigkeit wird der Vorteil also anteilsmäßig immer kleiner. Steigert die weniger charismatische Spielfigur nun zu einem spätern Zeitpunkt ihre Ausstrahlung, z.B. wenn er Abrichten schon auf +11 beherrscht, so wäre ein jetzt gewährter Bonus eventuell viel mehr Wert, nämlich im Beispiel 200 FP.
  2. Das von dir ironisch vorgeschlagene System dürfte tatsächlich mindestens genauso realistisch sein wie das vom Regelsystem vorgegebene. In der Realität ist weit mehr als jeder 2000-te Schlag sofort tödlich und fast alle Kämpfe dürfen durch den ersten schweren Treffer tatsächlich entschieden werden. Das wäre durch einen einmaligen Würfelwurf (mit Modifikationen) vermutlich besser abbildbar als durch das vom Regelsystem vorgegebene. Gerade die Kampfregeln sind wohl eher durch den Wunsch nach unterhaltsamem Spiel als vom Wunsch nach Realismus geprägt.
  3. Indirekt ist der Schaden schon von einem höheren Erfolgswert abhängig, da eine bessere Waffenbeherrschung die Wahrscheinlichkeit von gezielten Treffern erhöht und somit Gegner schneller auszuschalten sind. Liebe Grüße, Fimolas! Hallo Fimolas, was du schreibst, ist für sich betrachtet völlig richtig, hat aber nicht so viel mit meinem Vorschlag zu tun. Sicher, nach einer Reihe von 20 Schlägen hat der Kämpfer mit EW +16 statistisch ca. 16mal getroffen, während der Kämpfer mit EW +5 nur ca. 5mal getroffen hat. Klar, dass ersterer dann insgesamt mehr Schaden angerichtet hat. Mir geht es in meinem Beitrag jedoch um etwas anderes, nämlich um die Frage, wer bei einem Treffer mehr Schaden anrichten sollte: Der Anfänger mit EW +5 und GES 96 oder der absolute Profi nach jahrzehntelangem Training mit EW+16 und vielleicht GES 95? Ich denke, dass ein absoluter Experte nicht nur häufiger treffen sollte, sondern auch mit einer höheren Schnellkraft, höherer Präzision, effizienteren Bewegungsabläufen einfach mehr Bumms hinter seine Schläge bekommt. Mein Regel-Änderungsvorschlag soll darauf abzielen, diesen Umstand, den ich nach meiner persönlichen bescheidenen Meinung für realistisch halte, möglichst einfach umzusetzen. Kannst du meinen Standpunkt jetzt vielleicht eher nachvollziehen? Liebe Grüße Jon Jein. Möglicherweise ist genau diese Überlegung in den höheren Erfolgswert schon mit eingeflossen. Oder anders ausgedrückt: Für x investierte FP gibt es eben schon EW+16 und nicht nur EW+14, wie es eigentlich richtig wäre, um die von dir beobachtete eigentlich zu niedrige Schadenswirkung bei jedem einzelnen Schlag auszugleichen. Damit macht der Profi dann auf lange Sicht doch die richtige Menge Schaden, weil er eine künstlich erhöhte Trefferwahrscheinlichkeit erhält, die seine eigentlich zu niedrige Schadenswirkung ausgleicht. Die offizielle Regel hat den Vorteil, dass sie einfacher ist, weil ein Parameter (der Schaden) konstant bleibt und nur ein anderer (der Erfolgswert) über die FP gesteigert wird. Ihr Nachteil ist halt, dass sie das 'richtige' Ergebnis nur über einen längeren Zeitraum erzielt, beim einzelnen Schlag aber ungenau bleibt. Ich selbst bin ja ein Freund einer computergestützten Charakterverwaltung. Da macht das Programm alles automatisch und das von Eleazar geschilderte Problem, dass die Spieler die Anwendung der Regel vergessen, entfällt. Generell ist aber die bei Midgard für den Schaden verwendete w6-Skala ziemlich grob, so dass Eingriffe zu Gunsten von mehr Realismus hier ziemlich problematisch sind, weil sie immer gleich sehr große Auswirkungen haben. Ich bevorzuge daher seit einiger Zeit eine Verwendung der w20-Skala. Die hat allerdings den Nachteil, dass man etwas mehr Kopfrechnen muss.
  4. Menschenkenntnis wird bei uns sehr häufig eingesetzt. Ist vielleicht sogar die am häufigsten eingesetzte Fertigkeit überhaupt. Die anderen Fertigkeiten eher selten. Nachtrag: An der Umfrage kann ich leider nicht teilnehmen, weil ich nicht weiß, ob wir eine Detektiv- oder eine Kampfgruppe sind. Als SL versuche ich eine Mischung aus verschiedenen Herausforderungen zu bieten.
  5. Äh, nein? der Kampf mit einem Messer/Dolch unterscheidet sich erheblich von dem mit einem Schwert. alleine was Distanz, Gewicht der Waffe, Arten des Kontakts und ähnliches angeht. Deswegen gibt es ja auch nur 10 bzw. 15%. Tennis und Fußball unterscheiden sich bezüglich mindestens eben so vieler Faktoren. Trotzdem sagt mir meine Erfahrung, dass das in der einen Sportart gewonnene Ballgefühl sich durchaus positiv auf die andere auswirkt. Tatsächlich gehe ich davon aus, dass es in jedem Nahkampf eine ganze Menge Komponenten gibt, die von der spezifischen Waffe unabhängig sind. Zum Beispiel wird man in jedem Fall versuchen, die Sonne im Rücken zu haben, rutschigen Untergrund zu vermeiden.... Man wird in jedem Fall den Gegner beobachten und nach Schwachstellen in seiner Deckung suchen, seine nächste Aktion antizipieren... All diese Erfahrung wird ja bei Midgard in einem EW:Waffe zusammengefasst. Und da finde ich es sehr plausibel, dass es da Synergieeffekte gibt. Wobei die oben genannten Zahlen natürlich eine große Menge Willkür enthalten. Aber das gilt letztlich für die Lernkostentabellen des Regelwerks auch.
  6. @BB: Das Zeichen '-' soll eine Aufzählung andeuten. Es ist nicht als Minuszeichen zu werten. Ansonsten kann man die Hausregel natürlich mögen, oder nicht. Mein Grundgedanke war, dass alle Arten des Nahkampfs doch irgendwo ähnlich sind, so dass ein erfahrener Schwertkämpfer auch mit dem Dolch noch ganz gute Ergebnisse erzielen sollte. Die oben genannten Prozentzahlen sind übrigens in meinem Programm frei konfigurierbar. Wer also diese Art der Übernahme unrealistisch findet, müsste die 10% und eventuell auch die 15% halt auf 0 setzen. Ich finde es so aber besser. Computereinsatz zum Verwalten des Charakters beim Rollenspiel kann man natürlich auch mögen oder nicht. Ich habe da im Gegensatz zu dir überhaupt keine Berührungsängste und meine Mitspieler zum Glück auch nicht. Mag daran liegen, dass wir alle bei einer großen IT-Firma arbeiten. Umständlich ist es dann am Ende nicht (die Programmierung war natürlich ein bischen Aufwand). Allerdings sind für den einzelnen die Ergebnisse nicht immer so genau nachvollziehbar. Das finde ich aber ein Stück sogar ganz gut. Im realen Leben weiß ich auch nicht immer genau, wieviel mir ein Training wo nun genau bringt. Wobei es schon eine Lernplanungsübersicht gibt, die einem immer anzeigt, wieviel Punkte man in eine Fertigkeit investieren muss, um in der ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Was das dann für Seiteneffekte auf andere Fertigkeiten hat, da muss man sich aber ein Stück weit überraschen lassen.
  7. Wir haben bei uns in einer Gruppe einen etwas anderen Weg gewählt, den ich Quersubventionierung nenne. Dabei werden die Erfahrungspunkte, die man in eine Waffe steckt auch anderen Waffen gutgeschrieben und zwar nach folgendem Schlüssel: 25% in alle Waffen der gleichen Waffengattung bei Nahkampfwaffen (nicht also bei Fernkampf- oder Verteidugungswaffen): - 15% in alle Nahkampfwaffen anderer Waffengattung, sofern man deren Waffengattung beherrscht - 10% in alle Nahkampfwaffen anderer Waffengattungen, sofern man deren Waffengattung nicht beherrscht. Da durch diese Regel das Erlernen von Nahkampfwaffen allgemein gepusht wird, wurden diese insgesamt 5% teurer gemacht. Das alles geht natürlich nur, weil diese Berechnungen bei uns von einem Programm automatisch ausgeführt werden, wo man dann für alle Waffen seinen EW ablesen kann. Im Ergebnis können gute Kämpfer eigentlich mit allen gängigen Nahkampfwaffen einigermaßen gut umgehen. Und für die ganz leicht zu lernenden Waffen wie Dolch und Keule hat eigentlich jeder schnell einen akzeptablen Wert. Finde ich ganz plausibel.
  8. Thema von Merl wurde von Stephan beantwortet in Midgard-Smalltalk
    Der Gewaltbegriff erscheint mir etwas merkwürdig. Hinzu kommt, dass z.B. Ertrinken regeltechnisch gar nicht über LP-Verlust abgebildet wird (wenn ich richtig erinnere), Krankheit aber schon (die dann auch Gewalt wäre?). Wie auch immer: Wir sind uns vermutlich alle einig, dass Elfen eben nur vor den degenerierenden Einflüssen des Alters geschützt sind, ansonsten aber biologisch ähnlich wie Menschen funktionieren. Was natürlich die Frage aufwirft, wie diverse biologisch sinnvolle Körperausscheidungsprozesse, die wir als eher unästhetisch empfinden (Schwitzen ist da ja noch eher harmlos), sich mit dem Bild des Makellosen vereinbaren lassen. Der Filmemacher oder Buchautor hat es da einfach, indem er die entsprechenden Passagen einfach nicht darstellt. Eine Antwort, die allen naturwissenschaftlichen Prüfungen standhält, gibt es da vermutlich nicht. Im Zweifelsfall würde ich sagen: Gibt es auch bei Elfen, ist da aber nicht sooo unästhetisch (stinkt z.B. nicht oder kaum).
  9. Thema von Merl wurde von Stephan beantwortet in Midgard-Smalltalk
    Wie Lord Chaos in dem Strang schon vor 7 Jahren schrieb ist das wohl eine verunglückte Formulierung im Regelwerk. Meine Elfen können jedenfalls nicht beliebig lange unter Wasser bleiben. Da ersticken sie genauso wie andere (lungenatmende) Lebewesen auch. Und verhungern können sie auch.
  10. Das ist relativ einfach: Alle diejenigen, auf die der Spruch Macht über magische Wesen anspricht. Ich finde es aus den von dir ausgeführten Gründen zwar auch merkwürdig, dass es einen solchen Spruch gibt (für einen Albai ist ein Elefant wahrscheinlich magischer als ein Werbär), aber irgendwie muss es in der Welt Midgard offenbar doch eine Kennzeichnung magischer Wesen geben.
  11. Nach der recht vagen Beschreibung zu Anfang des Strangs wissen wir natürlich nicht, welche Konsequenzen sich aus der Frage des SL in der entsprechenden Situation ergeben haben, bzw. wie der SL diesen Komplex gehandhabt hat. Die Frage an sich finde ich jedenfalls noch nicht ehrenrührig. Auch als Spieler eines Magiers hätte ich keine Probleme damit, wenn der SL mich danach fragen würde, wie ich den jederzeit sofort möglichen Zugang zu meinen Zaubermaterialien sicherstelle. Im Normalfall würde ich dann eben auf die Robe verweisen. Es kann ja viele Gründe geben, warum das mal wichtig sein könnte. Einige hatte ich schon genannt. Oder vielleicht gibt es im Abenteuer ja mal eine Szene, wo sich mein Zauberer im Badehaus befindet, wo die Robe natürlich im Vorraum aufgehängt wird... Ich hatte bei den Teilnehmern der Diskussion hier jedenfalls nicht den Eindruck, dass irgendjemand dem Thaumaturgen die grundsätzliche Möglichkeit, jede Runde einen Runenstab einzusetzen, absprechen will. Es geht nur um die Frage, was er tun muss, damit dies auch problemlos möglich ist und welche Konsequenzen sich daraus ergeben (z.B. dass er einen Köcher dabei hat, der natürlich von einer Stadtwache schon mal kritisch beäugt werden kann). [spoiler=Prinzenhochzeit]Im von mir geschriebenen und von Prados lektorierten Abenteuer Prinzenhochzeit taucht auch ein Thaumaturg auf, für den nur lapidar angegeben wird, dass er diverse Runenstäbe mit sich führt, ohne dass genaueres darüber gesagt wird, wie und wo. Allerdings hält sich der Thaumaturg auch die ganze Zeit als Passagier auf einem Schiff auf. Komplexe körperliche Tätigkeiten, bei denen die Runenstäbe hinerlich oder in Gefahr sind, sind dabei nicht zu erwarten. Trotzdem werde ich diese Diskussion zum Anlass nehmen, mir zu überlegen, wie der gute Mann die Runenstäbe denn eigentlich bei sich führt. Ggf. hat das dann z.B. Einfluss auf die Beschreibung, die ich von ihm geben werde.
  12. In der einen Gruppe reicht es, wenn der Spieler sagt, dass sich seine Spielfigur um sein Pferd angemessern kümmert. In der anderen muss er auch noch beschreiben, dass er es zur Tränke führt, ihm Hafer bereitstellt und es striegelt. Welche Detailtiefe man beim Spielen erreichen möchte, scheint mir doch eine Geschmacksfrage und nicht aus den Regeln ableitbar zu sein. Rein technisch gesehen ist die Angabe 'Sekundenzauber' zunächst einmal eine Aussage zur Dauer, die es braucht, den Zauber zu wirken. Darüber, wie lange es dauert, die nötigen Voraussetzungen herzustellen, sagt sie nichts. Für Gestenzauber mit einer Materialkomponente macht das Regelwerk einen Vorschlag, wie ein Zauberer es im Normalfall sicherstellen kann, dass die Vorbereitungszeit vernachlässigt werden kann (Robe mit vielen Taschen). Im Falle der Runenstäbe äußert es sich dazu nicht. Natürlich kann die Frage, wie die Materialkomponenten aufbewahrt werden, spielrelevant werden. Muss der Zauberer zum Beispiel vor der Audienz beim König seine Robe im Vorraum ablegen, so wird er keinen schnellen Zugriff auf das Zaubermaterial haben. Aber vielleicht fällt ihm ja eine schlaue Möglichkeit ein, wie er das eine oder andere Material doch mit in den Thronsaal schmuggelt. Oder vielleicht hat ja ein feindlicher Magier eine dressierte Spinne, die sich in eine der Taschen einnistet und nur darauf wartet, einen vorwitzigen Magier, der nach seinen Zaubermaterialen greift, in den Finger zu beißen. Oder die Taschen sind plötzlich zugenäht (müsste das nicht mit Feenzauber gehen?). Beim Runenstab mag sich die Frage stellen, ob der eventuell mit Heranholen geklaut werden kann. Ich finde es daher völlig legitim, dass die Frage der Aufbewahrtung thematisiert wird. Umgekehrt erwarten ja vielleicht die Spieler auch, dass selbiges für NCS-Zauberer geschieht.
  13. Der Begriff 'Konzentration' ist im Arkanum mehrfach belegt. Zum Einen gibt es die Konzentration auf den Zaubervorgang, für die es eine Generalklausel gibt (Bewegung höchstens 1 m, wehrlos, bricht bei LP-Verlust). Dann gibt es die Konzentration, die bei einigen Zaubern zur Aufrechterhaltung benötigt ist. Die dafür geltenden Regeln sind jeweils beim Zauber direkt aufgefüht. Bei Unsichtbarkeit darf man sich zum Beispiel normal bewegen, aber überhaupt nicht kämpfen. Bei Macht über das Selbst darf man Kämpfen erhält aber -4. Es ist daher nicht korerekt, Regelungen, die bei der einen Art der Konzentration gelten, einfach auf eine andere Art zu übertragen. Im Wesentlichen gehe ich erst einmal davon aus, dass jeweils nur die aufgeführten Einschränkungen gelten. Macht über das Selbst hat noch die besondere Eigenschaft, einer sehr langen Wirkungsdauer. Die genannten Abzüge sind in meinen Augen schon dafür fällig, dass ich den Zauber so lange auf Recht erhalte, selbst wenn ich ihn gerade gar nicht nutze. Also wenn ich zum Beispiel vor 5 Stunden MüdS gezaubert habe, im Augenblick aber weder die Luft anhalten noch eine Tür zu halten muss, mir aber offen halten will, so etwas in nächster Zeit ohne erneute AP-Investition zu machen. Die Frage, ob z.B. Luft anhalten mit Kämpfen vereinbar ist, würde ich jedenfalls nicht von der Frage der Konzentration abhängig machen. Eher stellt sich mir die Frage, ob Luft anhalten gemäß Zauberbeschreibung eine extreme Absenkung des Metabolismus bedeutet, die dann natürlich mit Kämpfen nicht mehr zu vereinbaren wäre. Keine Frage ist für mich aber, dass der Zauberer nach dem Kampf, in dem er die -4 billigend in Kauf genommen hat, den Zauber wieder nutzen kann, ohne erneut zaubern zu müssen.
  14. Der Beitrag hält sich so wenig an die Regeln der deutschen Sprache, dass ich auf Mutmaßungen angewiesen bin, was er aussagen will. Das erschwert eine Auseinandersetzung mit dem Inhalt außerordentlich.
  15. Handelt es sich hier eigentlich um ein privates Projekt, oder kann man dies als die offizielle Regelauslegung ansehen? Mir fällt nämlich auf, dass die Körper- und Kriegsbemalungen für Schamanen jetzt deutlich unattraktiver geworden sind. Nicht nur, dass sie von Grund- zu Standardfertigkeiten wurden. Er muss jetzt anscheinend auch noch vorher den Magischen Kreis des Widestehens für 1000 FP erlernen (was außerdem bedeutet, dass er mindestens Grad 4 sein muss). Wobei letzteres ja auch für den Saddhu gilt, dessen Grundfertigkeit damit ebenfalls stark entwertet wird. Ganz unsinnig wird es schließlich beim Druiden. Der darf die Bemalungen zwar als Ausnahmefertigkeiten lernen, kann aber leider nicht die Voraussetzungen erfüllen. Schließlich noch eine Interpretationsfrage: Körperbemalung ist Voraussetzung für Kriegsbemalung. Heißt das, dass man mit Körperbemalung+1 Kriegsbemalung unbegrenzt lernen kann, oder darf Kriegsbemalung immer nur maximal so hoch sein wie Körperbemalung?
  16. Thema von Synax wurde von Stephan beantwortet in Das Netz
    Erst mal danke für die Mühe, die in das Midgard-Wiki gesteckt wird (kann hier anscheinend nicht rühmen). Ich selbst bin nur gelegentlicher Benutzer. Aber gestern war halt wieder so eine Situation, wo ich es hilfreich gefunden hätte. Wenn das mit der temporären URL kein großer Aufwand ist, wäre ich dankbar.
  17. Thema von Synax wurde von Stephan beantwortet in Das Netz
    Kann es sein, dass das Midgard-Wiki zur Zeit gar nicht (also auch nicht nur lesend) erreicht werden kann?
  18. Einspruch. Diese ganze Würfelei bei der Charakterentwicklung ist in meinen Augen sowieso der falsche Weg. Wenn das Fehlen eines magischen Instruments beim Barden als spielspaßhemmend angesehen wird, dann finde ich es nicht wirklich hilfreich, wenn man 30% zufällig ausgewählten Spielern diese Spielspaßbremse erlässt, aber sie den anderen 70% weiter aufzwingt.
  19. Nein, bei mir kriegen Krieger nicht von Anfang an eine magische Waffe. Allerdings ist in meinem Midgard deine 'Begründung' auch nicht richtig. Nichtmagische Waffen sind nämlich in meinem Midgard in den meisten Fällen sehr wohl zu gebrauchen. Die Fälle, in denen nur magische Waffen etwas nützen sind selten und ich lasse solche Situationen überhaupt nur vorkommen, wenn entweder schon genügend magische Waffen in der Gruppe sind, oder die Abenteurer eine vernünftige Alternative zum Austragen dieses Kampfes haben. Um ehrlich zu sein, fällt es mir schwer, einen Bezug zwischen deiner Frage und dem Strangthema zu sehen. Der Nichtbesitz eines magischen Instruments bedeutet für den Barden, dass er einen Großteil seiner ihn auszeichnenden Fertigkeiten nicht ausüben kann. Der Nichtbesitz einer magischen Waffe bedeutet für einen Krieger, dass er seine ihn auszeichnende Fertigkeit in einigen wenigen Situationen nicht sinnvoll anwenden kann.
  20. Ich glaube, es besteht Einigkeit, dass ein Barde binnen Kürze zu seinem magischen Instrument kommen sollte. Sonst macht es ja überhaupt keinen Spaß ihn zu spielen. Vor diesem Hintergrund finde ich die Regelung im DFR ziemlich blöd. Und zwar aus (mindestens) zwei Gründen. 1. Warum soll ich mich bei der Auswahl des ersten Abenteuers nach den Bedürfnissen des Barden richten müssen. Was wäre, wenn alle Charakterklassen eine solche Hypothek mit ins Spiel bringen würden? Dann wäre ich ja als Sl erst einmal mehrere Abenteuer damit beschäftigt, die alle abzuarbeiten. Schreckliche Vorstellung. Und warum nun gerade für Barden hier eine Sonderbehandlung einführen? Das erschließt sich mir nicht. 2. Der Erwerb des Instruments soll ein besonderer Augenblick im Leben des Barden sein. Vermutlich, wie hier beschrieben, sogar eine Herausforderung. Und was mache ich, wenn diese Herausforderung nicht bestanden wird (sei es aus Dummheit, Würfelpech oder weil die Spieler im Abenteuer mal wieder ganz anders abgebogen sind als der Abenteuerautor das geahnt hat)? Muss ich dann noch ein Abenteuer mit dem gleichen Ziel nachlegen, oder bleibt der Barde auf längere Zeit kastriert?
  21. Die Regeln sehen eine solche Option nicht vor. Die Kampfregeln stellen halt eine starke Vereinfachung eines wirklichen Kampfgeschehens dar, so dass für solche 'Feinheiten' kein Platz ist. Ich würde daher davon abraten mittels Hausregeln ein solches Element einführen zu wollen. In gewissem Sinne sind deine Überlegungen schon in die Regeln eingeflossen. Ein Kämpfer hat ja die Möglichkeit der konzentrierten Abwehr, bei der er seinen Angriffswert im Kurs 2:1 in einen Zuschlag auf die Abwehr umwandeln kann. Wer angreift, also diese Möglichkeit nicht nutzt, entscheidet sich also bereits dafür, nicht die bestmögliche Verteidigung zu wählen. In diesem Sinne, schwächt ein Angriff also die eigene Verteidigung, was ja ungefähr dem von dir beschriebenen Effekt entspricht.
  22. Es ist etwas schwierig, sich jetzt hier zu äußern, ohne wieder in die inhaltliche Diskussion abzugleiten. Ich versuche es mal mit den folgenden Punkten: a) Es war fahrlässig von mir, Godwin's law zu missachten. Das hat zu einer unnötigen Verschärfung der sowiso schon emotionalen Debatte geführt. Ich versuche sonst eigentlich auch konsequent, Vergleiche mit der Nazi-Zeit zui vermeiden. Es tut mir leid, in diesem Fall dagegen verstoßen zu haben. b) Eine Verkürzung meiner Beiträge auf die Bezeichnung 'Pro Folter'-Beitrag finde ich so sinnvoll, wie die Bezeichnung anderer Beiträge als 'Pro Verrecken lassen'-Beiträge c) Ich sehe nicht, wo eine Umformulierung einzelner meiner Formulierungen uns signifikant weiter bringen würde. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass viele meiner Beiträge Emotionen haben hoch kochen lassen, was ich oft auf mangelnde Bereitschaft zu konstruktivem Lesen zurück führe. In vielen Fällen wird zum Beispiel offenbar die Aussage 'Ich halte das Argument A, das du gegen die Position X vorbringst, nicht für überzeugend' gleichgesetzt mit 'Ich bin für X' oder gar 'Ich bin uneingeschränkt für X'. An der Stelle ausdrücklich danke an Adjana, Jürgen und Prados, die offenbar versucht haben, konstruktiv mit meinen Beiträgen umzugehen (womit ich sie auf keinen Fall als Unterstützer meiner Position vereinnahmen will). d) Die Diskussion zu dem Thema war in dem Strang ja schon beendet. Erst Eleazar und dann Marc haben sie dann aber durch Bezüge zu aktuellen Ereignissen wieder angefacht. Dabei haben sie eine Technik benutzt, die ich nicht schätze, nämlich schwammige Bemerkungen in den Raum zu stellen, die aber eigentlich keinen argumentativen Beitrag zur Frage bringen. Ich schätze eher einen anderen Diskussionsstil, nämlich klar formulierte Aussagen, mit Argumenten, die man dann überzeugend oder auch nicht finden kann. Und die der Gegenseite auch ermöglichen, ihre Argumente entgegen zu stellen. Ok, habe ich in der Diskussion auch nicht immer gemacht. Das liegt aber daran, dass ich in dieser Frage noch gar keine fest ausformulierte Meinung habe, sondern durchaus noch auf der Suche nach einer überzeugenden Antwort bin. Eleazar und Marc haben zu dem Thema aber offenbar eine dezidierte Meinung. Dann würde ich es begrüßen, wenn sie die im oben beschriebenen Sinne auch formulieren würden, oder eben das Thema ruhen lassen würden.
  23. a) Ich bin mir nicht bewusst, einen "Pro-Folter-Beitrag" geschrieben zu haben. b) Die beste Lösung wäre vermutlich, die Diskussion in einen separaten Strang zu verlagern.
  24. Was mich an der Regel vor allem stört, ist, dass es eine weitere Zerfledderung der sowieso schon viel zu umfangreichen Regellandschaft darstellt. Noch eine Sonderregel für noch einen Spezialwunsch. Noch eine Zusatzoption, die wieder wohl erwogen werden will. Schwerpunktbildungen werden jetzt schon über einige Mechanismen unterstützt (Spezialwaffe, Spezialiserung des Magiers, Totem). Jetzt kommt zu dem Blumenstrauß noch eine weitere Möglichkeit mit wieder einer anderen Systematik hinzu. Wenn man so etwas will, dann sollte man in meinen Augen ein Verfahren finden, das mindestens die Spezialwaffe mit einschließt. Dann wird die Regelsystemeatik insgesamt nicht aufgebläht. Generell geht Midgard halt davon aus, dass man als relativer Tollpatsch seine Karriere beginnt und sich dann über einen langen Zeitraum steigert. Ein Meisterdieb zu Spielbeginn passt da nicht so recht ins System. Wobei es natürlich auch einige Fertigkeiten gibt, die man schon zu Beginn sehr hoch haben kann. Bei genügend hoher Leiteigenschaft und geeigneter Berufswahl teilweise auf +18. Das finde ich eher störend, da hier kaum noch Entwicklungsperspektive besteht. Der angesprochene NSC-Dieb mit Stehelen +18 ist für mich sowieso ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Der wird vermutlich schon deutlich älter als Anfang 20 sein. In dem Alter ist ein SC-Spitzbube aber schon in deutlich höherem Grad.
  25. Thema von Myrkur wurde von Stephan beantwortet in Spielleiterecke
    Da im Eingangsbeitrag ja u.a. von der Verwendung der Fackel als Waffe die Rede war, scheint es mir doch nicht um reine Szenerie zu gehen. Natürlich beschreibt der SL nicht alles genau. Und natürlich entsteht die Gesamtszene dann ggf. durch Nachfragen der Spieler. Wenn weder SL noch Spieler sich für Mäuse interessieren, dann sind auch keine da (bzw. sie werden halt nicht erwähnt). Äußern die Spieler Interesse an Mäusen, so würde ich immer erst einmal über die Plausibilität nachdenken. Der normale weitere Ablauf sieht dann so aus, dass ich eine Wahrscheinlichkeit festlege (ggf. großzügig geschätzt) und würfele, bzw. auch gerne die Spieler selber würfeln lasse. In seltenen Fällen, wenn ich entweder den Eindruck habe, dass die Existenz von Mäusen die Story jetzt in die völlig falsche Bahn laufen lässt oder umgekehrt denke, sie könnte eine Sackgasse vermeiden helfen oder sonst großes Potenzial zum Spielspaß beitragen, wird die Wahrscheinlichkeit auch auf 0% oder 100% gesetzt. Dass die Spieler nun die Spielwelt quasi selbst erschaffen, kommt bei mir eher selten vor. Nicht unbedingt aus Misstrauen, sondern eher, weil die Rollen eben klar verteilt sind. Aber natürlich gibt es Grenzfälle. Wenn der Spieler nach einem langen Ritt ansagt, dass er jetzt sein müdes Pferd erst einmal tüchtig abstriegelt, dann ist das vollkommen ok, auch wenn ich die Erschöpfung des Pferdes nicht angesagt habe. Der gesunde Menschenverstand ist ja weiterhin bei uns.

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