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Stephan

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  1. Es geht hier nicht um die Entscheidungskompetenz des Tm. Es geht hier um die Entscheidungskompetenz des Spielers, der sowohl den Tm als auch dessen Gefährten führt. Vielleicht reden wir ja aneinander vorbei. Nehmen wir die folgende Situation: Tm schickt Frettchen in Raum, einen Brief vom Tisch zu holen. Nun liegen auf dem Tisch unerwarteter Weise zwei Schriftstücke: Ein Rezeptfür Bohnensuppe und ein Dokument über die Seemeister. Das Frettchen kann die natürlich nicht lesen. Aber auf dem einen Dokument befindet sich das Bild einer doppelköpfigen Schlange, auf dem anderen ein Suppentopf. Der Tiermeister wie auch der Spieler wissen nun, dass die doppelköpfige Schlange das zeichen der Seemeister ist. Beide würden also deutlich mehr Interesse an dem Dokument mit der Schlange haben. Das Frettchen hat ohne Einfluss von Außen vermutlich eher Angst vor Schlangen und würde daher das Blatt mit dem Suppentopf mitnehmen. Geht es nun nur darum, dass die Ansage "Das Frettchen schnappt sich das Blatt, auf dem der Suppentopf drauf ist" vom Spieler und nicht vom SL kommt, um dem (meines Erachtens falsch verstandenen) ominösen Satz zu genügen? Oder findet in deiner Vorstellung doch eine Kompetenzübertragung auf das Frettchen statt, die dafür sorgt, dass das Frettchen erkennt, dass das Blatt mit dem Seemeistersymbol das Interessantere ist?
  2. In unserer Gruppe benutzen wir ein Kaufsystem für die Charaktererstellung sowie ein deutlich modifiziertes (flexibleres) System für die Charakterentwicklung. Zur Unterstützung dieser Systeme wurde ein komfortables Charakter-Excel entwickelt. Der Download enthält eine kurze Beschreibung der alternativen Regeln, ein Blanko-Excel, sowie einige Beispielcharaktere, um das Prinzip zu verdeutlichen.
  3. Die Seiten 126f beschäftigen sich beileibe nicht nur mit Kämpfen.... Der immer wieder zitierte Satz ist (in meiner Ausgabe) der vierte Satz auf Seite 127. Die ersten beiden Sätze auf der Seite beziehen sich eindeutig auf Situationen, die in Aktionsphasen abgehandelt werden. Der dritte Satz schließt mit 'Allerdings' direkt an diese beiden Sätze an. Damit dürfte dieser eingeschränkte Kontext auch für den dritten Satz gelten. Ich sehe keinerlei sprachliches Konstrukt oder eine Formatierung (etwa einen Absatz), die es mir plausibel erscheinen lässt, dass beim Übergang vom dritten auf den vierten Satz der Kontext wieder erweitert wird. Im Gegenteil: Der vierte Satz bezieht sich mit der Wortwahl 'diese Tiere' eindeutig auf die vorhergehenden Sätze und übernimmt damit auch deren Kontext.
  4. @Tuor: In meinen Augen vermischst du (begünstigt durch einen unglücklich formulierten Regeltext) zwei Ebenen. Zunächst einmal geht es doch um die Frage, wie eine Spielfigur ein Tier dazu bringen kann, das zu tun, was sie will (bzw. wie erfolgreich sie damit ist). Hier können nun massenhaft Randbedingungen eingehen: Spielfigur istTiermeister Tier ist Gefährte der Spielfigur (die dann automatisch Tiermeister sein muss) Spielfigur versucht dem Tier mit Abrichten klar zu machen, was es tun soll Spielfigur wendet Binden des Vertrauten an Spielfigur spricht mittels Tiersprache mit dem Tier Tier hat die gewünschte Handlung als Trick gelernt Tier beherrscht die gewünschte Handlung als natürliche Fertigkeit Spielfigur kann auf das Tier direkt einwirken ... Hier handelt es sich um eine Frage der Wirkmechanismen in der Spielwelt. Die Antwort auf die Frage, wie erfolgreich die Kommunikation zwischen Spielfigur und Tier ist, sollte daher m.E. nicht davon abhängen, ob die Spielfigur nun ein SC oder ein NSC ist. Leider lässt uns das Regelwerk bei der Beantwortung der Frage ziemlich alleine. Du versuchst nun den genannten Satz zur Lösung dieser Frage (zumindest in einer bestimmten Situation) heranzuziehen. Dieser Satz ist aber dafür gar nicht geeignet. Er beschreibt nämlich keinen Wirkmechanismus in der Spielwelt sondern die Abwicklung am Spieltisch. Das wird besonders deutlich, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass es den in dem Satz angesprochenen Spieler ja gar nicht gibt, wenn ich den Fall eines NSC-Tiermeisters betrachten muss. Wenn wir nun noch hinzunehmen, dass aus dem Kontext klar wird, dass es hier um die Abhandlung von Kämpfen (oder ähnlichen in Aktionsphasen abzuhandelnden Geschehnissen) geht, so folgere ich, dass der Regelautor hier nur beschreibt, wie solche Situationen am Spieltisch abzuhandeln sind. Er fordert, dass der Spieler des Tiermeisters auch die Aktionen der Tiere steuert.* Genauso, wie aber der Spieler des Tiermeisters für seine Spielfigur keine Aktionen ansagen kann, die deren Charakterkompetenz nicht hergibt, kann er dies auch für die von ihm geführten Tiere nicht tun. Dass die Entscheidungskompetenz des Tiermeisters durch diese Vorgabe auch auf die Tiere übergeht, halte ich schlicht für eine Überinterpretation. Diese wird begünstigt urch die systematisch unsinnige Vermischung der beiden Ebenen im Regeltext, die so auch ziemlich einmalig ist. Ich bin allerdings generell der Ansicht, dass der Regelautor bei der Formulierung der Regel zu Abrichten einen ziemlich schlechten Tag gehabt hat. Auch die Regeln, die einigermaßen klar verständlich sind, halte ich für wenig durchdacht. *Nachtrag: Und zwar nur in diesen Situationen. Das Durchsuchen einer Wohnung durch ein Frettchen wird ja im Normalfall nicht in Aktionsphasen durchgespielt. Es ist von dem genannten Satz schlicht nicht betroffen.
  5. @Tuor: Grundsätzlich halte ich die Reihenfolge: "Erst mal verstehen, was die Regeln sagen wollen, und dann ggf. Hausregel erstellen" auch für sinnvoll. Dieses Vorgehen wird allerdings sehr erschwert, wenn der Regeltext extrem schwammig und unstrukturiert formuliert ist. Das ist hier leider der Fall. Jede Interpretation, was die Regeln eigentlich sagen wollen, bleibt daher in meinen Augen spekulativ. Ich würde bei der Regelinterpretation allerdings zwei Maximen heranziehen: 1. Es macht keinen Sinn, einzelne Sätze ohne ihren Kontext zu interpretieren 2. Um so weitgehender die Auswirkungen einer bestimmten Interpretation sind, um so eindeutiger muss die Regelstelle sein, die die Interpretation stützen soll. Du bist doch Jurist. Ich vermute, dass man bei der Analyse von Gesetzestexten auch so vorgeht. Unter der Berücksichtigung dieser beiden Maximen, gibt der Regeltext die von dir vertretene Interpretation in meinen Augen nicht her.
  6. Im konkreten Beispiel dürfte der Vorschlag schon daran scheitern, dass ich einem Frettchen gar nicht die Transportkapazität zubilligen würde, zwei Schriftstücke mitzunehmen. Generell stehen wir hier aber vor dem Dilemma, dass du den genannten Satz offenbar so interpretierst, dass der Gefährte auf seiner Mission die selbe Entscheidungskompetenz besitzt wie ein menschlicher Abenteurer. Er kann also also unvorhergesehenen Situationen genauso kompetent reagieren, wie ein Mensch dies könnte. Abgesehen davon, dass dieser eine Satz dies meines Erachtens nicht hergibt, insbesondere auf Grund des Kontextes, in dem er steht, würde ich mich schlicht weigern, eine so weitgehende Regel umzusetzen. Das würde den Tiermeister in meinen Augen viel zu mächtig machen.
  7. Nein, dazu braucht es die Fertigkeit Lesen. Dies kann über Freundesauge oder Binden des Vertrauten erfolgen. Solwac Mit den beiden Zaubern kann ein Zauberer natürlich durch die Augen des Tieres Lesen. Damit weiß er, welches der beiden Dokumente er jetzt gerne hätte. Die Frage, wie er diese Information nun wiederum an den Vertrauten/Gefährten/das abgerichtete Tier übermitteln kann, bleibt aber leider offen. Im Falle von Binden des Vertrauten gab es im Forum schon längere Diskussionen über die Frage, wie der Zauberer seinem Vertrauten während der Wirkunsgdauer des Zaubers noch Anweisungen zukommen lassen kann. Die blieben nach meiner Erinnerung ohne befriedigendes Ergebnis.
  8. Leider sind die Regeln hier eben doch sehr schwammig. Wie weit geht dieses intuitive Verständnis? Nehmen wir an, auf dem Tisch liegen zwei Stück Papier: Ein Brief, der eine wichtige Information enthält, und ein Rezept für Bohnensuppe. Erkennt das Frettchen dann intuitiv, dass der Tm nur an dem Ersten interessiert ist? Die mehrfach zitierte Regelstelle bezieht sich ja zunächst einmal auf Situationen, die in Aktionsphasen abgehandelt werden, insbesondere Kämpfe. Genau genommen sagt sie sogar aus, dass ein Nicht-Tm ein ausgebildetes Tier mit Abrichten genauso gut kontrollieren kann. Der Vorteil des Tm besteht demnach gar nicht in einer stärkeren Kontrolle, sondern nur darin, dass mehrere Tiere gleichzeitig kontrolliert werden können.
  9. Und der EW:Abrichten entscheidet, ob der Trick klappt! Der Spieler des Tiermeisters kann seine Gefährten natürlich alles Tierübliche tun lassen. Also kann der Spieler gerne beschreiben, wie sich das Tier putzt, es frisst oder einer Bewegung, einem Geräusch nachjagt. Dann jagt die Katze eben einen Schmetterling. Das Frettchen darf dabei gerne auch mal die Tasche eines anderen Abenteurers beschnüffeln, anknabbern oder reinschlüpfen und Dinge entwenden. Mit all dem habe ich kein Problem. Ob der Schmetterling danngefangen wird, ist ja auch irrelevant. Tricks aus-/vorzuführen jedoch, wie das Stehlen des magischen Rings oder des Schlüssels, bedürfen des EWs auf Abrichten. Und der SL kann tierische Gefährten natürlich auch Dinge tun lassen. So könnte das neugierige Frettchen einfach so etwas mitgehen lassen. Ganz ohne Abrichten, nur mit den eigenen Fertigkeiten. Die von dir vorgenommene Einschränkung ergibt sich aber nicht aus dem Regeltext. Wenn das Tier, wie ein Abenteurer geführt wird, wird es eben wie ein Abenteurer geführt. Solle es also einen Brief vom Tisch einer fremden Wohnung mitgehen lassen, tut es dies. Und wenn die Bewohner nicht da sind, ist dafür nicht einmal ein EW Stehlen erforderlich. Bei einem Abenteurer wären entsprechende EW auch nicht zu würfeln. Hier liegt für mich der Knackpunkt. Wenn der Abenteurer etwas tun will, was für ihn schwierig ist, wird der SL aber einen EW verlangen. Z.B. einen EW:Winden für das Zwängen durch ein enges Loch (was dem Frettchen vermutlich automatisch gelingt). Wie sieht es nun aus, wenn die geforderte Handlung für den Gefährten schwierig ist? Das Stehlen eines Briefs von einem Tisch ist z.B. für ein Frettchen sicher sehr schwer. Wodurch unterscheidet sich denn (in der Geisteswelt des Frettchens) der Brief auf dem Tisch von dem Packpapier auf dem Stuhl? Ich muss gestehen, dass ich angesichts des furchtbar verkorksten Regeltextes auch etwas hilflos vor der Frage stehe, wie man solche Situationen unter Berücksichtigung aller möglichen Parameter denn nun korrekt abwickelt.
  10. Bitte im Anfängerforum nicht solche Fehlinformationen verbreiten. Nach Abschluss des Zaubers kann der Zauberer nicht mehr abwehren.
  11. Das ist richtig, gilt aber bei einem würfelbasierten Spiel so ziemlich für jede taktische (oder auch strategische) Entscheidungsmöglichkeit der Spieler. Die Frage, ob man in einer bestimmten Situation besser über gezielte Hiebe oder über normale Angriffe geht, lässt sich auch am Besten mit statistischen Überlegungen beantworten. Die Regeln sollten daher zwei Grundbedingungen erfüllen: - Auch ohne statistische Feinkalibrierung sollte man im Normalfall zu akzeptablen Ergebnissen kommen - Die auf Grund von statistischen Überlegungen bevorteiligten Handlungen sollten solche sein, die einem auch auf Grund des gesunden Menschenverstandes einleuchtend erscheinen
  12. Viele Niedergradige sind rein statistisch schon der Tod des Hochgradigen, aufgrund der relativ hohen Wahrscheinlichkeit für kritische Treffer ... Die Aussage ist zwar richtig, taugt aber nicht als Wiederlegung meiner Behauptung. Nehmen wir einen Kampf von wenigen (z.B. 3) hochgradigen (z.B. Grad 7) gegen viele (z.B. 6) niedriggradige (z.B. Grad 3) Krieger. Nach normalen Regeln ohne Berücksichtigung kritischer Ereignisse würden vielleicht die wenigen hochgradigen Charaktere den Kampf in 90% aller Fälle gewinnen. Die Regel mit den kritischen Ereignissen verschiebt die Chancen deutlich zu Gunsten der Niedriggradigen (z.B. nur noch 60% Siegchance für die Hochgradigen). Meine Vermutung ist nun, dass die diskutierte Regel die Chancen noch weiter zu Gunsten der Niedriggradigen verschieben würde (z.B. nur noch 50% Siegchance füt die Hochgradigen). Ich gebe allerdings zu, dass es sich hier deutlich mehr um ein Bauchgefühl handelt als bei meiner These der Verschiebung der Gewichte zugunsten der Kämpfer mit hohem Schaden. Deshalb schrieb ich in diesem Fall auch von einer Vermutung. Um die zu verifzieren, wäre wohl ein Simlationsprogramm am Besten, das eine hohe Anzahl von Kämpfen mal durchrechnet. Ich vermute nämlich auch, dass hier kritische Resultate einen recht hohen Einfluss auf das Ergebnis haben. Und die lassen sich formelmäßig nur schwer abbilden.
  13. Nochmal zu meinem Vorschlag: Ja vermutlich müsste man da noch einige andere Anpassungen vornehmen. Bei der Überraschung könnte man z.B. die -4 auf Abwehr streichen, beim Angriff von Hinten die +2 auf Angriff. Dann wären beide taktische Varianten immer noch deutlich aufgewertet, was ich aber gut finde. Denn ehrlich: +2 für Angriff von hinten ist ein Witz. Die Regeln für kritische Treffer finde ich sowieso misslungen. Sie führen dazu, dass man mit einem Angriff entweder kritisch oder nur leicht, nie aber schwer, trifft, was ziemlich absurd ist. Hier finde ich gerade die Option Punkte vom Angriff auf den Schaden zu tun, interessant. Das hat in meinen Augen einen ähnlichen Effekt wie die gezielten Treffer ohne die eklatanten Nachteile.
  14. Tja, da Abd den Strang eröffnet hat, sollte er vielleicht mal klarstellen, ob für ihn 'Spieler kleinhalten' nun bedeutet: a) Jede Eigenart eines SL, über die man sich schon mal geärgert hat oder b) Eine enge (aber durchaus konsequente) Auslegung der Regeln seitens des SL, die in ihrer Strenge sowohl für SC wie auch (im Normalfall) für NSC gilt
  15. Kannst du das belegen oder ist das nur dein subjektives Gefühl? ... Ich bin von Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht ganz unbeleckt. Deshalb handelt es sich hier um ein fundiertes Bauchgefühl, das bei Bedarf auch durch eine belastbare Rechnung belegt werden könnte. Ein erfahrener Statiker kann in bestimmten Fällen sicher auch sagen, dass eine bestimmte Konstruktion nicht hält, auch wenn er sich die Mühe der exakten Berechnung nicht gemacht hat.
  16. Zur Lösung des ursprünglichen Problems hätte ich übrigens noch einen anderen Vorschlag zu bieten, der sich dicht am Regelwerk orientiert. Es gibt bereits das Konzept der konzentrierten Abwehr, mit dem man Punkte vom Angriff zum Kurs 1:2 verschieben kann. Warum nicht auch den umgekehrten Weg erlauben? Konzentrierter Angriff erlaubt Punkte von der Abwehr zum Angriff zum Kurs 1:2 zu verschieben. Wenn Lusche gegen Lusche kämpft, so kann man ja vielleicht auf 6 Punkte seiner Abwehr verzichten und hat dann 3 mehr auf Angriff. Eventuell könnte man sogar noch den Schaden in diese Regel mit einbeziehen: Man könnte also zwischen den Kategorien Angriff, Abwehr und Schaden die Punkte frei im Verhältnis 1:2 verschieben.
  17. @Eleazar: ich glaube nicht, dass es Abd um die Frage ging, ob die Spieler gegenüber den NSCs benachteiligt werden. Los ging es ja mal mit der Frage, ob Tiermeister auch magische Wesen als gefährten haben können. Und Abd hat sich offenbar darüber erregt, dass viele das nicht zulassen wollten. Für NSCs stellt sich diese Frage ja kaum. Übrigens hätte ich auch keine Probleme damit, wenn beschlossen würde, dass Spieler-Tiermeister keine magische Wesen als Gefährten haben können und wir dann mal auf einen NSC treffen, der das doch hat. Die Entwicklungsregeln mit ihren Einschränkungen und Vorzügen beschreiben die Entwicklung der Spielerfiguren. NSCs können eine ganz andere Geschichte haben. Ich beschwere mich ja auch nicht, dass meiner Spielfigur der Weg zum Gott nicht offensteht, obwohl der NSC Vraidos es doch geschafft hat. Sollte sich jemand das völlig anders sehen, so schlage ich ihm vor, dass ab dann alle NSCs eine ihrem Grad angemessene Schicksalsgunst bekommen.
  18. Wie kommst du darauf, dass sich keine Kräfteverhältnisse verschieben? Na weil bei einer erfolgreichen Abwehr einfach nichts passiert, wenn der Angriffswurf unter 20 war. Abd hat recht. Wolfios Vorschlag ist super geeignet, Frust bei Spielern von Grad 1 Chars zu vermindern, weil sie "noch nichts können". Grüße Bruder Buck Nein, Abd hat unrecht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Kräfteverhältnisse zugunsten von Kämpfern mit hohem Schaden und zu ungunsten von Spielern mit gutem Angriff verschieben. Weiterhin vermute ich auch, dass es bei einem Kampf wenige Hochgradige gegen viele Niedergradige zu einer Verschiebung zugunsten der vielen Niedergradigen kommt. Weiterhin verschiebt sich die Häufigkeitsverteilung zwischen leichten und schweren Treffern zugunsten der schweren Treffer. Das macht die Kämpfe natürlich gefährlicher und vermutlich auch unkalkulierbarer. Diese drei von Abd aufgestellten Behauptungen (keine Kräfteverschiebung, nicht gefährlicher, nicht unkalkulierbarer) dürften sich daher mit ein bischen logischem Nachdenken recht objektiv als falsch erweisen. Ob die Regeländerung Frust verringert und Spielspaß erhöht, ist natürlich subjektiv.
  19. Ich vermute, du meinst, dass du dir eine Erhöhung des Spielspaßes erhoffst. Ob das dann wirklich eintritt, muss wohl erst die Praxis zeigen. Da werden sich dann bestimmt noch einige überraschende Nebeneffekte ergeben. Ich würde erwarten, dass sich die Bedeutung des Schadenswertes gegenüber dem Angriffswert deutlich erhöht. Bereits jetzt ist ja ein +1 auf Schaden etwas mehr wert als ein +1 auf Angriff (und ein +1 auf Rüstung mehr Wert als ein +1 auf Verteidigung). Diese Ungleichgewichtung würde deutlich zunehmen. Wie oben schon gesagt, würden Riesen, Oger und ähnliches vermutlich massiv an Gefährlichkeit gewinnen. Bei meiner Variante würden, wie schon bemerkt, Wesen mit unendlich vielen AP profitieren, beim Originalvorschlag dann vermutlich Wesen, die keine LP haben. Die Vorstellung, die Regel wieder wegzulassen, wenn sie nicht mehr 'passt', finde ich schon sehr merkwürdig. Das ist doch ein Indiz, dass die Regel nicht ausgegoren ist. Ich würde wegen der oben genannten Verschiebung der Gewichte von Angriffswert auf Schaden erwarten, dass die Vorstellung, wann es denn 'passt', sehr unterschiedlich ist. Für den geschickten Dolchkämpfer vermutlich sehr schnell, für den tolpatschigen Morgensternschwinger vielleicht nie.
  20. Ich würde strikt beim AP-Schaden bleiben (schon alleine um nicht noch eine weitere Sonderregel zu haben). Immer daran denken, dass der ja auch Treffer (Schüfwunden, Prellungen...) repräsentiert. Dann kriegt man den Gegner schneller auf 0 LP und danach greift man mit +4 an und er darf nicht mehr verteidigen. Da kommt man auch mit niedrigen Erfolgswerten ganz schnell zum Ziel. Zumal, wenn der Gegner ungerüstet ist und alle folgenden Treffer voll auf seine LP gehen.
  21. Meines Erachtens gibt es den niedrigeren Schwellenwert bei Midgard schon: Er beträgt 16. Wenn das Ergebnis deines EW:Angriffs nämlich im Bereich 16-19 liegt und der Gegner nicht verteidigen kann oder will, so darf ich nochmal +4 auf das Ergebnis addieren und treffe somit (automatisch schwer). Daher repräsentiert ein Wert von 16 bis 19 für mich einen an sich erfolgreichen Angriff, der aber langsam/ungeschickt genug ist, um vom Verteidiger ohne allzu große Mühe (AP-Verlust) abgewehrt werden zu können. Unschön an dieser Erklärung ist natürlich, dass in die Frage, wann die Abwehr ohne Anstrengungen erfolgt, die Fähigkeiten des Verteidigers gar nicht eingehen. Ich sehe das als eine bewusste Vereinfachung. Bei dem Regelvorschlag fallen mir auf Anhieb die folgenden Gegenargumente ein: - Ein Angriffswert ab 20 führt weiterhin entweder zu einem schweren oder zu einem leichten Treffer. Dagegen führt ein Angriff unter 20 nun entweder zu einem schweren oder gar keinem Treffer. Es erscheint etwas unlogisch, dass bei einem schlechten Angriffswurf nun gerade die leichtere mögliche Auswirkungsform (der leichte Treffer) weg fällt. - Wehrlose Gegner würden mit jedem Schlag automatisch schwer getroffen. - Von der Regel profitieren vor allem Kämpfer mit hohem Schaden und niedrigem Angriffswert (z.B. Riesen, Oger) - Die Regel führt dazu, dass die LP-Verluste pro Zeit im Verhältnis stärker anwachsen als die AP-Verluste. Wenn man die beiden möglichen Arten einen Kampf zu gewinnen betrachtet: a) Ich raube ihm alle LP (bzw. alle bis auf 3) b) Ich raube ihm zunächst alle AP und wenn er wehrlos ist die (vermutlich auch schon reduzierten) LP so wird es vermutlich eine Verschiebung der Häufigkeit von b) nach a) geben. Das finde ich nicht so wünschenswert, denn der Zeitpunkt, wo man wehrlos wird, ist immer ein guter, mal über Alternativen wie Flucht oder Aufgabe nachzudenken. Eventuell könnten diese Probleme behoben werden, wenn man den Hausregelvorschlag wie folgt modifiziert: Bei einem Angriff unter 20 wird abgewehrt. Ist die Abwehr nicht erfolgreich, so gibt es leichten Schaden. Ist die Abwehr dagegen erfolgreich, so gibt es überhaupt keinen Schaden.
  22. Hat diese Aussage etwas mit dem aktuellen Beispiel zu tun oder ist das eine allgemeine Stellungnahme? Ersteres erkenne ich nämlich nicht - es gibt dort keine 'groben Widersprüche'. Grüße Prados Roumorz hat im 'Wachsen'-Strang dargelegt, dass er aus Realismus-Gründen beim Wachsen-Spruch bestimmte Vor- aber auch Nachteile gewähren würde, auch wenn das teilweise den Regeln widerspricht. Ob seine Realismus-Argumente nun stichhaltig sind oder nicht, ist nicht Inhalt dieses Strangs, sondern kann im 'Wachsen'-Strang diskutiert werden. In diesem Strang geht es darum, ob es überhaupt legitim ist, solche Überlegungen anzustellen. Das wurde in mehreren Beiträgen bestritten. Im Gegenteil wurde es im 'Wachsen'-Strang sogar als unsinnig bezeichnet, Einschränkungen mit Hilfe des gesunden Menschenverstandes zu erschließen, wenn die Regeln keine beschreiben. Und in diesem Strang wurden Roumorz' Überlegungen sogar moralisch in Frage gestellt. Dagegen beziehe ich Position. Für mich ist es ein Zeichen eines guten Spielleiters wie Spielers, wenn er den gesunden Menschenverstand nicht zu Gunsten einer Regelhörigkeit ausschaltet. Mir scheint aber, dass hier auch gleich unterstellt wird, dass jemand, der solche Überlegungen anstellt, sein besonderes Vergnügen daran findet, dem Spieler in dem Moment, wenn er das erste Mal eine solche Aktion durchführen will, eine lange Nase zu drehen, und die Aktion mit einem höhnischen Lachen abzuschmettern. Das wäre natürlich schlechter Stil. Ich halte diese Unterstellung aber auch für absurd. Im optimalen Fall wird ein solches Problem erkannt, wenn der Spieler überlegt, ob er die entsprechende Fertigkeit lernen will. Dann kann man im Vorneherein diskutieren und abklopfen, welche Aktionen gehen, welche nicht und was man dabei beachten sollte.
  23. Wenn ich Spielfiguren gemäß festgelegter Regeln über ein Spielfeld ziehen will, dann spiele ich Schach oder ein ähnliches Spiel. Im Fantasy-Rollenspiel möchte ich in eine fantastische aber dennoch stimmige Welt eintauchen, in der sich eine interessante Geschichte unter Beteiligung aller Spieler ergibt. Unstimmige Aktionen stören meine Immersion und meinen Spielspaß ungemein. Sowohl als Spieler als auch als Spielleiter. Der SL hat unter anderem die Aufgabe für die Stimmigkeit der Spielwelt zu sorgen. Nimmt er diese Aufgabe nur unzureichend war, so stört dies meinen Spielspaß. Als Spieler erwarte ich vom SL, dass er meine wie auch die Aktionen meiner Mitspieler daraufhin prüft und ggf. zurückweist. Dabei soll diese Prüfung nicht nur gegen die Regeln sondern ganz explizit auch gegen die Stimmigkeit durchgeführt werden. Ergeben sich hierbei grobe Widersprüche zwischen den Regeln und der Stimmigkeit, so ist das ein Zeichen für verbesserungswürdige Regeln. Bei der Auflösung solcher Widersprüche muss man zwangsläufig Kompromisse eingehen. Keinesfalls haben dabei die Regeln absoluten Vorrang. Stimmigkeit und Realismus sind nicht ganz das selbe, da wir uns nunmal in einer Fantasywelt befinden. Es gibt aber viele Bereiche, in denen Midgard genauso funktioniert wie unsere Welt. Dazu gehört zum Beispiel der Schlag mit einer normalen (unmagischen) Waffe auf einen normalen Gegner aus Fleisch und Blut. In diesem Fall sehe ich es also als Aufgabe des SL an, durch seine Entscheidungen dafür zu sorgen, dass das Geschehen auf der Spielwelt möglichst realistisch abläuft. Bei einem SL, der den Spielern ständig alle möglichen mir unrealistisch erscheinenden Aktionen durchgehen lässt, möchte ich nicht spielen.
  24. Thaumaturgen und Beschwörer bereichern sicherlich das Spekturm der NSCs. In meinen Hausrunden habe ich allerdings erst eine einzige Thaumaturgin und noch keinen Beschwörer erlebt. Und so richtig glücklich wurde die Thaumaturgin mit ihrem Charakter auch nicht. Daher würde ich die beiden genannten Klassen als Klassen für Spielfiguren auch nicht als Kernkompetenz von Midgard ansehen. Den Beschwörer schon gar nicht. Zumal dessen Regeln ja in einem Extra-Regelwerk zu finden sind (das nach meiner Meinung nach auch noch eine Zumutung für den Leser ist).
  25. das kann er auch nicht. Nichtmal bei Abds Spielweise, da ein fallender Zauberer sich mit mehr als B1 bewegt und bereits ausführlich dargelegt wurde, dass unter diesen Umständen kein Zauber möglich ist. Kannst du dazu mal den Link angeben? Ich bezweifele nämlich diese Regelauslegung. Dann könnte man ja auf fahrenden Schiffen prinzipiell nicht zaubern. Meines Erachtens bezieht sich die Einschränkung von B1 auf eine aktive Bewegung des Zaubers. Allerdings fällt man unter Vernachlässigung des Luftwiderstands in 10 sec ungefähr 500m. Die Hängebrücke muss also ziemlich hoch sein. Und wie man es schaffen soll, die Zauberdauer so zu timen, dass der Zauber gerade wenige Meter über dem Boden anfängt zu wirken, ist mir auch unklar. Da würde ich schon einen Erfolg in Naturkunde plus einen kritischen Erfolg in Rechnen plus einen erfolgreichen Prüfwurf Willenskraft erwarten.

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