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Stephan

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Alle Inhalte erstellt von Stephan

  1. Thema von Degas wurde von Stephan beantwortet in Neues im Forum
    @Einskaldir: Nachdem dir schon mein letzter Eintrag zum Thema 'Warum steht mein Beitrag zurecht hier' nicht gefallen hat, werde ich jetzt keinen weiteren schreiben, der wiederum belegt, dass auch dieser Beitrag zurecht erfolgte. Dass wir nun schon im Strang 'Der Ton im Forum' gelandet sind, irritiert mich. Ich bin mir nicht bewusst, mich im Ton vergriffen zu haben.
  2. Thema von Degas wurde von Stephan beantwortet in Neues im Forum
    Moderation : Aus dem Strang Meister Feuer und Stein extrahiert. Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen @Einskaldir: Du hast vollkommen recht. Allerdings schmollt Aradur ja nicht nur still vor sich hin, sondern er hat seinen Frust sehr lautstark öffentlich gemacht. Damit bestimmt er (zu einem kleinen Teil) auch das öffentliche Bild von Midgard mit. Mir ist es schon wichtig, zu dokumentieren, dass seine Sicht auf die Dinge doch recht eigentümlich ist.
  3. Wenn du in einem Schuhladen einen besonders schönes Paar Schuhe siehst, überlegst du dir vielleicht, die deiner Freundin/Frau zu Weihnachten zu schenken. Wenn du dann eine Woche später in den Laden kommst und erfährst, dass das Modell leider in der passenden Größe nicht mehr vorhanden ist und leider auch nicht mehr nachproduziert wird, so bist du vermutlich auch enttäuscht. Ich nehme aber kaum an, dass du dem Geschäftsführer des Schuhladens schwere Vorwürfe machen wirst, wie er es wagen kann, dein Wunschmodell nicht in allen Größen ständig vorrätig zu haben. Übertragen auf unseren Fall heißt das, dass wir durchaus deine Enttäuschung über das nichtzustandegekommene Weihnachtsgeschenk verstehen, nicht aber deine (sogar noch öffentlich geäußerten) Vorhaltungen gegen den Verlag. So weit ich sehe, begründest du diese Vorhaltungen mit der besonderen Wichtigkeit gerade dieses Produktes. Die sieht außer dir aber wohl niemand. Daher wiederhole ich meine Frage: Was sind denn diese wichtigen, unverzichtbaren Inhalte? Ich sehe es eher umgekehrt: Jemand, für den dieses Produkt ein interessantes Geschenk wäre, der muss eigentlich ziemlich tief in die Midgard-Welt eingetaucht sein. Da erscheint mir ein Systemwechsel auf Grund einer solchen Bagatelle um so weniger nachvollziehbar.
  4. Man sollte beachten, dass gemäß DFR, Seite 51/52 der Beruf des Abenteurers nicht unbedingt eine abgeschlossene Berufsausbildung repräsentiert. Es bedeutet lediglich, dass der Abenteurer in den Beruf mal reingerochen hat. der Beruf Alchimist kann also auch dafür stehen, dass der Abenteurer in seiner Jugend im Alcimistenladen seines Vaters/Onkels... regelmäßig mitgeholfen hat. Oder er hat eine Lehre angefangen aber nach einem Jahr wieder abgebrochen. So würde sich auch erklären, warum man den Beruf Alchimist haben kann, ohne die Fertigkeit Alchimie zu besitzen. Dann hat man vielleicht in seiner Ausbildung nur die allgemeinen Grundlagen mitbekommen (=Zauberkunde), bevor es dann als alchimistische Spezialwissen ging, hat man die Lehre geschmissen.
  5. Thema von Pyromancer wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Jein. Die Frage, wie die Regeln repräsentiert werden, hat durchaus Auswirkungen darauf, was man mit den Regeln machen kann. Ein Beispiel: Für das leidige Problem, dass ein erfahrener Kämpfer mit einer unvertrauten Waffe genauso dumm da steht wie ein absoluter Anfänger, haben wir in unserer Gruppe eine Lösung gefunden, bei der die für eine Waffe ausgegebenen Erfahrungspunkte zu einem gewissen Anteil auch auf andere Waffen gutgeschrieben werden. Diese Regel ist für die klassische Pen&Paper-Variante nicht umsetzbar, da es einen riesigen Rechenaufwand nach sich ziehen würde. Da wir aber die Charaktere mit einem selbstgeschriebenen Programm verwalten, können wir diese Berechnungen automatisch durchführen lassen. Da klappt das wunderbar. Generell gilt, dass man durch intelligente Unterstützung durch digitale Hilfsmittel einiges an störender Komplexität hinter den Sichtbereich der Spieler verschieben kann. Im einfachsten Fall über intelligente Such- und Verweisfunktionen, die es einem ermöglichen, sich schnell alle relevanten Regelpassagen zusammen zu suchen. Eleazars Vorschlag ist für mich zur Zeit allerdings weit jenseits der Realisierbarkeit. Ich stelle mir kleinere Brötchen vor.
  6. Thema von Pyromancer wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Nein, weil du sie als 'schwachsinnig' und 'gruselig' bezeichnest.
  7. Laut Arkanum, Seite 215 rechts unten, sind Schutzrunen Grundzauberfähigkeiten für Thaumaturgen. Für Große Siegel habe ich keine entsprechende Angabe gefunden. Heißt das, dass Große Siegel für Thaumaturgen Standardzauberfertigkeiten sind. Dies würde bedeuten, dass ein Abzug von 2 beim EW:Zaubern fällig wird, und dass der Grad des Thaumaturgen mindestens der Stufe des Siegels entsprechen muss, bis er es lernen darf (andernfalls könnte er es schon zwei Grade eher lernen). In mindestens einem offiziellen Abenteuer werden bei einem NSC-Thaumaturgen die Großen Siegel mit dem selben EW wie Zaubersiegel, Runenstäbe und Schutzrunen angegeben. Dies wäre dann ein Erratum. Ich neige im Augenblick allerdings eher zu der Ansicht, dass Große Siegel ebenfalls Grundzauberfertigkeiten für Thaumaturgen sind, und es nur vergessen wurde, dies ausdrücklich zu erwähnen. Meinungen, Hinweise auf weitere hilfreiche Regelstellen, offizielle Regelantworten?
  8. Thema von Pyromancer wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    @BF: Wie man eine solche Verlinkung durchführt, kann ich jetzt auch noch nicht sagen. Das wäre Bestandteil eines noch zu definierenden Standards. Dass es hier unüberwindliche Probleme geben würde, halte ich aber für ausgeschlossen. Das Beispiel Wikipedia zeigt übrigens sehr gut, welchen gewaltigen Mehrwert digitale Datensammlungen gegenüber solchen in Schriftform haben. Die netzartige Verknüpfung der Artikel bringt gegenüber der sequentiellen Darstellungsform in klassischen Lexika einen unschlagbaren Vorteil. In der Wikipedia schmökere ich immer wieder gerne und lang. Das habe ich mit herkömmlichen Lexika nie getan. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass du diese Frage übertrieben emotional (und damit leider auch engstirnig) siehst. Hier geht es doch um eine Frage der Zweckmäßigkeit. Wie es da zu Gruselgefühlen kommen kann, ist mir schleierhaft.
  9. Thema von Pyromancer wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Nicht in der Art, wie es in einem gedruckten Werk funktioniert. Man bräuchte eine gute(!) Suchfunktion und Leute, die sie bedienen können. Was ich nicht für wirklich realistisch halte, wenn ich mir anschaue, welche Probleme die Leute alleine hier im Forum (das nun wirklich überschaubar ist) damit haben, etwas zu finden. Ausserdem läuft es wieder darauf hinaus, dass man für jedes lesen und nachschlagen einen Computer braucht. Ich weiß, manche finden das total geil - ich bin ein Dinosaurier und finde das nicht erstrebenswert. Es ist doch kein Naturgesetz, dass Textstellen immer über Seitenzahl plus Zusatzangabe (etwa "linke Spalte, zweiter Absatz") identifiziert werden müssen. Im Internet gibt man im allgemeinen einen Link (URL) an. Wer weiß, welche schlauen Möglichkeiten man sich ausdenken kann, in einem Textangebot nach Eleazars Vorstellungen zu referieren. Eine ausgedruckte Version hat Eleazar ja ausdrücklich vorgesehen. Die wäre allerdings individuell. Zur Kommunikation mit anderen ist also vermutlich die elektronische Form besser geeignet. Für die Kommunikation hier im Forum sollte das ja wohl kein Problem sein. Wenn man die führt hat man einen Computer (oder etwas 'ähnliches') ja sowieso im Betrieb. Man stelle sich vor, man könne die Stelle, auf die man in seinem Diskussionsstrang verweist, gleich so verlinken, dass jeder, der das entsprechende Werk elektronisch zur Verfügung hat (physisch liegt es vielleicht sowieso in der Cloud), gleich dahin springen kann. Das würde die Diskussion doch sehr vereinfachen. Man muss halt nur etwas Fantasie haben, um den Mehrwert digitaler Medien zu erkennen und zu nutzen. Aber: bei alldem kann Midgard sicher keine Vorreiterrolle einnehmen. Es kann bestenfalls hoffen, einigermaßen etablierte Technologien noch rechtzeitig zu adaptieren, bevor es selbst nur noch für Dinosaurier attraktiv ist. Von daher ist diese Diskussion sicher etwas fruchtlos.
  10. Thema von Pyromancer wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Ich halte Eleazars Vorschlag nicht für Schwachsinn, sondern für sehr (zu) visionär. Letztlich beschreibt er ja einen Prozess, mit dem ein Dokument organisch über die Zeit wächst, mit mehreren Zulieferen, aber vermutlich einer Art Redaktion. Dabei kann jeder Konsument sich noch seine auf ihn maßgeschneiderte Version des Dokuments erstellen. Dass die Inhalte des Dokumentes nun gerade Midgard-Regeln sind, ist zweitrangig. Man könnte sich ein solches Verfahren auch für Kochbücher vorstellen. Man müsste also einen Standard definieren, wie ein solcher Prozess auszusehen hat und diesen technisch implementieren. Dabei wäre natürlich auch das von BF angesprochene Problem der Indizierung und Referenzierung zu klären. Wobei ich das ehrlich gesagt für ein kleineres halte. Im Internet kriegen wir das auch gelöst, obwohl da die Seiten auch nicht durchnummeriert sind. Keine Ahnung, ob es unter den etablietren Standards zur Dokuementenbearbeitung schon einen gibt, der in diese Richtung geht. Selbst wenn es einen solchen gibt, einschließlich einer Software, die diesen Standard implementiert, so müsste man diese Software noch so konfigurieren, dass sie auf den Anwendungsfall Midgard passt. Bereits das dürfte die vorhandenen Kapazitäten übersteigen. Einen solchen Standard in Eigenregie zu entwickeln und in Software zu gießen, liegt vom Aufwand um Größenordnungen über dem, was Midgard leisten kann.
  11. Thema von Pyromancer wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Yep, das wird nur zu gerne übersehen oder weggewischt. Zum Einstieg gibt es doch die Runenklingen-Regeln. Runenklingen ist sicher ein interessanter Ansatz. Aber es wendet sich doch an eine eingeschränkte Klientel. Erfahrene Rollenspieler, die nach anderen Systemen auch mal Midgard ausprobieren wollen, erreicht man damit vermutlich kaum. Außerdem sind bei Runenklingen die Regeln ja nun wieder in einem Abenteuer verteilt. Ich wünsche mir, wie schon häufiger gesagt, einfache Regeln. Und die will ich weder durch nachträgliche Reduktion eines zunächst deutlich zu komplizierten Regelwerks erhalten noch aus einem Abenteuertext herausdestilieren müssen. Wobei du selbst ja Runenklingen als Beispiel deines Vorschlags (also M4-Regeln mit Kompendien) beschrieben hast. Der richtige Weg scheint mir ein einfacher Regelkern, der optional durch Zusatzregeln in seiner Komplexität erweitert wird. Der umgekehrte Weg ist für mich der Versuch, das Pferd von hinten aufzuzäumen.
  12. Thema von Pyromancer wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Ich wünsche mir eine Verinfachung, die nicht darin besteht, die zu komplizierten Regeln beizubehalten, um sie dann durch Zusatzregeln wieder zu vereinfachen. Für alte Midagrd-Hasen mag man durch Tuors Vorschlag ja den einen oder anderen Schmerzpunkt beseitigen. Aber für Neueinsteiger wird ein System kaum dadurch attraktiv, dass man ihnen erklärt, sie könnten nach der kraftraubenden Lektüre des M4-Regelwerks ja noch die Kompendien mit möglichen Regelvereinfachungen lesen. Ich halte Tuors Vorschlag für den völlig falschen Weg.
  13. Als Komplettsammler besitzt du das Werk ja wohl. Kannst du mal beispielhaft ein oder zwei Themen nennen, die du für so wichtig hälst? Ich habe bei google mal 'Druck auf Bestellung' eingegeben. Keiner der Links hat mich auf den ersten Blick angesprungen. Vielleicht hilfst du mir etwas auf die Sprünge und postest mal direkt einen Link. Nach den Diskussionen hier im Forum stehst du da wohl nicht alleine da. Ich vermute allerdings, dass im Laufe der Jahre sich das Angebot mehr in Richtung pdf entwicklen wird, auch bei anderen Anbietern. Möglicherweise läuft das ja sogar wieder mit einem Printangebot zusammen. Denn wenn Print-on-Demand so billig ist, dass es tatsächlich unabhängig von der Bestellzahl preiswert angeboten werden kann, dann müsste ja jeder auch den Druck der käuflich erworbenen Vorlage selbst in Auftrag geben können, wenn ihm denn die Print-Version wichtig ist.
  14. @Aradur: Man kann an Midgard sicher einiges kritisieren. Ich selbst tue es auch immer wieder. Und wenn die Kritikpunkte sich bei dir zu einem randvollen Fass an Frust aufgestaut haben, so akzeptiert das auch so ziemlich jeder hier als deine persönliche Sicht auf die manchmal durchaus suboptimale Situation. Was allerdings ebenfalls kaum jemand versteht, ist, dass die Nichtverfügbarkeit dieses so ziemlich unwichtigsten aller Midgard-Produkte der letzten Jahrzente in der gerade von dir bevorzugten Veröffentlichungsform, nun auch nur ein Molekül in dieses Fass hinzugefügt hat. Auch ist es dir unbenommen, pdfs nicht zu mögen. Die Art und Weise, wie du deine Vorliebe für gedruckte Werke als absolut darstellst, ist aber ebenfalls ziemlich absurd. Selbst eine Veröffentlichungspolitik, die alle Werke nur als pdf herausgibt, wäre eine Seriöse. Sie würde vermutlich einige Kunden verprellen, aber könnte in einer Aufwands/Nutzen-Analyse durchaus sinnvoll sein. Tatsächlich erwarte ich in Zukunft immer mehr, dass Kunden durch eine Nichtverfügbarkeit in elektronischer Form verprellt werden. Ebenfalls bezweifele ich, dass das Anbieten als Book-on-Demand ein solcher No-Brainer ist, wie du es hier dargestellt hast. Dieses Thema wurde im Forum durchaus schon diskutiert und Elsa hat (für mich nachvollziehbar) dargestellt, dass das für sie wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Wenn dir ein Weg bekannt ist, wie man ein Book-On-Demand-Angebot mit geringem persönlichen Aufwand und ohne jedes finanzielle Risiko auf den Weg bringen kann, so solltest du dein Wissen vielleicht mal an Elsa weitergeben.
  15. Thema von Thjalf wurde von Stephan beantwortet in Sonstiges zu Abenteuer
    Logische Fehler, unglaubwürdige Plots, vom Autor nicht vorhergesehene aber eigentlich naheliegende Aktionen seitens der Abenteurer und ähnliche Schwachstellen finden sich in so ziemlich jedem Abenteuer. Daher bin ich von der Vorstellung, ich könnte ein Abenteuer so spielen, wie es geschrieben steht, schon lange abgekommen. Die Anpassung erfolgt teilweise in der Vorbereitung, teilweise dynamisch während des Spiels. Dennoch bieten mir vorgefertigte Abenteuer in den meisten Fällen eine gute Basis an Hand derer sich ein durchaus interessantes Abenteuer entwicklen kann. Unterirdisch ist da ein schönes Beipiel. Obwohl ich seinen Schreibstil ja schon an anderer Stelle schon kritisiert habe und die Ausarbeitung diverse Schwachstellen aufweist, haben wir damit einige unterhaltsame Spielabende füllen können. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das Abenteuer in einer anderen Kampagne (mit anderen Spielern) erneut einzusetzen. An Abenteuern, die ich mit ziemlicher Sicherheit nicht ein zweites Mal verwenden werde, fallen mir ein: Die Macht des Bösen - Hier wurde doch der Wunsch des Autors zu deutlich, dass die Abenteurer die von ihm offenbar sehr geschätzte Romanhandlung nachspielen sollten. Zudem hat er sich in seinem Sprachstil der oft nur schwer erträglichen Pathetik des Romanautors angepasst. Unter den Nebelbergen - Beim Spielen dieses Abenteuers wurden meine damaligen Spieler von Metzelphantasien übermannt. Ich habe keine Lust, das nochmal auszuprobieren. Die Bestie von Wefford - Die Dichte an logischen Fehlern und konstruiertem Hintergrund ist dann doch zu hoch Sind das deshalb die schlechtesten Abenteuer in meinem Besitz? Vermutlich nicht. Andere konnten mich beim Durchlesen nicht mal so weit überzeugen, dass ich überhaupt den Impetus bekam, sie auszuprobieren.
  16. Thema von Thjalf wurde von Stephan beantwortet in Sonstiges zu Abenteuer
    Kannst du das mal an Hand des einen oder anderen Beispiels konkretisieren. Sonst kann ich mit dem Beitrag wenig anfangen.
  17. siehe hier
  18. @Eleazar: Ich stimme dir völlig zu, dass die Spieler schon darauf achten sollten, dass die von ihnen gespielten Gruppen sinnvolle Mitglieder einer Abenteurergruppe sein können. Wer definiert, dass für ihn weder das Besteigen eines Pferdes noch eines Schiffes je in Frage kommt, der nervt auf Dauer. Umgekehrt wäre es aber auch langweilig, wenn die Spielfiguren alle nur stromlinienförmig nach optimaler Effizienz ausgelegt werden. Der Schamane hat eine, im Zweifelsfall auch mal hinderliche, Affinität zu seinem Totem, der Barde zu seinem Instrument... Irritierend finde ich es allerdings, dass du dieses Argument bei der Frage heranziehst, ob man eine Gruppe Räuber im Schlafe meucheln darf. Ich hoffe doch, dass man sich auch in der Welt der Abenteuer noch einigermaßen sinnvoll bewegen kann, wenn man solche Aktionen ablehnt. Tatsächlich bin ich froh darüber, dass die Gruppen, mit denen ich spiele, auch ohne Elf, in solchen Situationen nach anderen Lösungen suchen.
  19. Ich gehe davon aus, dass alle Entscheidungen bei der Charaktererstellung getroffen werden, weil die Spielfigur Spaß bringen soll. Ich sehe nicht, warum man daraus schließen kann, alle spielweltrealen Fragen würden damit nebensächlich. Für mich zum Beispiel ist eine vernünftige Lösung spielweltrealer Fragen notwendig für meinen Spielspaß. Nun hat der Strangeröffner selbst dargestellt, dass in seiner Gruppe Elfen restriktiv ausgelegt werden. Das hat hier zu diversen Kommentaren geführt, dass in seiner Gruppe Elfen falsch verstanden würden.
  20. @Eleazar: Auch Feuerkugeln hat noch niemand in der Realität gesehen. Trotzdem versuche ich ein stimmiges Bild davon zu gewinnen und umzusetzen, wie sie auf Midgard wirken. Ein kurzes Überfliegen der Passage zu Priestern im DFR ließ mich keinen besonderen bezug zur Ehre finden. Bei der Beschreibung des Kriegers allerdings wird sogar mit mehreren Sätzen auf dessen Ehrbegriff hingewiesen. Da zum Beispiel seine explizite Abneigung gegen Hinterhalte extra aufgeführt wird, erschiene mir die genannte Aktion gegen die Räuber auch für einen Krieger problematisch. Nun ist der Abenteurertyp Krieger, wie viele andere auch, ja ein Sammelsurium, unter dem sich ganz verschiedene kulturspezifische Archetypen sammeln. Da mag es durchaus Ausprägungen geben, die diese Regel außer Kraft setzen. Das sehe ich bei den Elfen erst einmal nicht so. Wenn jemand einen Elfen spielt, so erwarte ich, dass er sich auch etwas mit dessen speziellen Eigenschaften auseinander setzt. Ihn einfach als Menschen mit einem geänderten Erschaffungs- und Lehrplan zu behandeln, halte ich für nicht angemessen. Eine der wenigen Hinweise, die das Regelwerk gibt, ist der auf sein ausgeprägtes Ehrgefühl, mit der ausdrücklichen Folge, dass Meucheln und Giftmischen nicht gelernt werden dürfen. Da muss man sich in meinen Augen schon ziemlich winden, wenn man begründen will, dass der Elf diese Aktion nun tolerieren oder gar gutheißen würde. Das Argument, er sei ja nun schon seit Langem mit den Kameraden durch Dick und Dünn gegangen, da könne man schon einmal ein Auge zudrücken, finde ich ebenfalls schwach. Zum Einen gibt es eben doch gewisse Lebensmaximen, bei denen man keine Kompromisse zulassen wird. Und das ausgeprägte Ehrgefühl der Elfen muss einen ziemlich hohen Stellenwert haben. Immerhin ist es fast das einzige, was wir über Elfen wissen. Zum anderen wird der Elf ja genau in der gemeinsamen Zeit, die er mit den Kameraden verbringt, mitbekommen, dass sie eine ihm inkompatible Lebenseinstellung haben. Es ist also höchst fraglich, ob der Elf überhaupt so lange mit den anderen Abenteuern durch die Welt gezogen wäre, bis er nach diversen gemeinsam überstandenen Kämpfen plötzlich erschreckt feststellen muss, dass die ja keine Skrupel haben, eine schlafende Räuberbande umzubringen.
  21. @Eleazar: Tut mir leid: Deine Argumente überzeugen mich nicht. Wenn in Mittelamerika Bananenpflücker mit Gift bespritzt werden, dann ist das für mich etwas ganz anderes, als wenn die Kameraden, mit denen man seinme ganze Zeit verbringt, einen Mord begehen. Außerdem beziehen sich deine ganzen Beispiele auf Menschen. Elfen sind eben keine Menschen. Eines ihrer spezifischen Merkmale (neben Nachtsicht, Erkennen der Aura, einem zusätzlichen LP,...) ist eben ihr ausgeprägtes Ehrgefühl. Da erwarte ich auch, dass dieses besondere Charakteristikum entsprechenden Raum in der Ausgestaltung des Charakters nimmt. Und bei der Diskussion, was der Elf denn machen könnte, wenn seine Kameraden sich von ihrer Linie nicht abbringen lassen, lässt du eine Möglichkeit aus: Sich von diesen Kameraden trennen. Dieses Verhalten wäre in meinen Augen das natürlichste. Denn bei weiterem Zusammenbleiben mit den Kameraden ist die Ehre des Elfen auf jeden Fall in Gefahr. Er hat ja eventuell nur die Wahl, einen ehrlosen Mord an wehrlosen Opfern hinzunehmen oder aber sich gegen seine Kameraden zu wenden.
  22. Falsch, wenn es nicht auf das leise und sofortige Töten ankommt, dann dürfen Elfen das (regeltechnisch). Elfen verhalten sich aus menschlicher Sicht oftmals hart und unverständlich, da wird man nur mit Regeln im spieltechnischen Sinn nicht weit kommen.... Diesen Abschnitt vestehe ich überhaupt nicht. In der genannten Situation geht es doch um das leise und sofortige Töten. Richtig, aber hier irrelevant. Ehrvolles Handeln ist eben oft nicht sinnvoll oder zweckmäßig Deswegen bringe ich dieses Argument auch nicht. Mein Argument ist, "das lässt sich nicht mit dem Ehrbegriff der Elfen vereinbaren". Und dafür, dass das so ist, geben mir die, zugegebenermaßen sehr spärlichen, Regeln ein starkes Indiz.
  23. Kommen wir zur Ausgangssituation zurück. Der Versuch, die Räuber im Schlaf zu töten würde nach meiner Interpretation gemäß DFR, Seite 95 über jeweils einen EW:Meucheln abgehandelt. Nun dürfen Elfen die Fertigkeit Meucheln "aufgrund ihres ausgeprägten Ehrgefühls und ihrer Lebensweise" niemals lernen. Das allerdings ist für mich schon eine ziemlich deutlicher Hinweis, dass die genannte Aktion im Räuberlager der Natur eines Elfen zuwider ist. Hier befinden wir uns in meinen Augen schon nahe beim Übergang zwischen weicher und harter Regel.
  24. Ehrenhaftes Handeln ist eben nicht immer zweckmäßig. Ob das Töten eines schlafenden Gegners nun zu den zweckmäßigen Dingen gehört, die man auf Grund der Ehre unterlässt, ist sicher diskussionswürdig. Nicht zu diskutieren finde ich, dass es Fälle gibt, in denen Ehre und Zweckmäßigkeit sich ausschließen. Ich würde vom Spieler eines Elfen schon erwarten, dass er hier eine klare Linie verfolgt. Klare Linie kann aber auch bedeuten, dass er auf das Leben von Menschen generell pfeift. Die wäre auch m. E. regelgerecht, denkt man an die Rimbrut. Die töten auch Frauen und Kinder und sind dabei keine Schwarzalben. Wenn ich dich richtig verstehe, würde damit die Rimbrut nicht deinen Vorstellungen von Elfen entsprechen. Noch einmal: Ehre hat nur bedingt etwas mit unseren Moralvorstellungen zu tun. Es soll Kreise geben, in denen werden weibliche Familienmitglieder aus Gründen der Ehre ermordet, weil sie einen als unpassend empfundenen Lebenswandel zeigen. Ich halte das für zutiefst unmoralisch. Ich verbinde den Begriff Ehre eher mit einer gewissen Sturheit, mit der man sich an einmal definierte Prinzipien hält, auch wenn die Zweckmäßigkeit eigentlich etwas anderes gebietet. Hier mal einige typische Prinzipien, die ich mir gut als Bestandteil eines Ehrenkodex vorstellen kann: - Nicht lügen - Keine Wehrlosen angreifen - Keine Mitglieder bestimmter Gruppen (Frauen, Kinder, Alte, Kleriker...) angreifen - Einer bestimmten Autorität (z.B. dem König) gehorchen - Den eigenen Namen nicht verleugnen/verbergen - Beleidigungen rächen - Blutrache üben - Den Waffenbruder nicht im Stich lassen - Die eigenen Waffen nicht in die Hand des Feindes fallen lassen Offenbar gehört bei den Rimbrut das Prinzip keine (menschlichen) Frauen und Kinder anzugreifen nicht zu ihrem Ehrenkodex. Das erscheint mir tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig, denn dieses Prinzip ist für mich schon ein Hauptkandidat für die meisten Ehrenkodexe. Die einfachste Erklärung wäre für mich, dass ein Rimbut einen Menschen gar nicht als gleichwertige Lebensform ansieht. Das Töten einer Wildsau widerspricht ja auch nicht dem Ehrenkodex eines Ritters. Wenn das so ist, dann wäre es für mich aber konsequent, wenn der Rimbut dieses Prinzip auch durchzieht. Ist der Rimbut zum Beispiel schwer verletzt und hat einen menschlichen Heilkundigen gefangen, so wird er den natürlich nicht an seine Wunden lassen. Der Heilkundige wird getötet und der Rimbut verblutet danach an seiner unbehandelten Wunde.
  25. Ehrenhaftes Handeln ist eben nicht immer zweckmäßig. Ob das Töten eines schlafenden Gegners nun zu den zweckmäßigen Dingen gehört, die man auf Grund der Ehre unterlässt, ist sicher diskussionswürdig. Nicht zu diskutieren finde ich, dass es Fälle gibt, in denen Ehre und Zweckmäßigkeit sich ausschließen. Ich würde vom Spieler eines Elfen schon erwarten, dass er hier eine klare Linie verfolgt.

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