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Ich habe am Ostseestrand rund die ersten 800 Seiten gelesen und fühle mich gut unterhalten. Im Blick auf die Fernsehserie empfinde ich die Charaktere und ihre Sichtweise tiefergehend und weniger klischeehaft. Zum Beispiel wird der junge König äußerlich und vom Auftreten fiel sympathischer beschrieben als im TV. Was er dann am Ende tut, macht ihn zum Widerling. Das ist im Buch nett gemacht. Auch Sansa ist nicht einfach nur eine blöde Schnepfe, sondern eine blöde Schnepfe mit etwas mehr Hirn. Ein wenig halt. Was natürlich im Buch besser rüber kommt und mehr erklärt, ist das geringe Alter der Stark-Brut. Gerade Sansa ist im TV nicht plausibel, weil zu alt. Sehr schön finde ich auch, dass die Akteure weitaus öfter bekleidet sind. Für mich von Vorteil ist, dass ich Dank der Serie schon ein Bild von den Hauptpersonen habe. Normalerweise stört mich das zwar, aber in dem Fall hätte ich sonst wohl den Überblick verloren. Wirklich nett finde ich den Kunstgriff, dass in fast jedem Kapitel auch die Sichtweise der namensgebenden Hauptpersonen den Schreibstil und die Erzählweise prägt. Ich wüsste nicht, wie man das im Film hinkriegen sollte. Ebenfalls gefällt mir, dass trotz der Perspektivwechsel nach meinem Dafürhalten die Chronologie doch zumindest meistens eingehalten wird. Da ich vor allem in der zweiten Staffel eh so ziemlich den Überblick verloren habe, wird mir das nachträgliche Lesen noch die ein oder andere Überraschung bieten. Die erste Staffel nachzulesen, gibt der Geschichte den Zug einer Tragödie, die sie sonst wohl nicht so offensichtlich hätte. Alles fügt sich fast zwangsläufig zu einem üblen Ende zusammen. Ich bin durchaus positiv angetan. Auch das Fehlen von Orks und Elfen macht Sinn, da solche Völker immer auf simple gut-böse Strukturen hinauslaufen. Die gibt es zwar auch, aber vor allem dominieren undurchsichtige Gestalten das Feld.
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Erfahrungspunkte am Ende eines Abenteuers
Eleazar antwortete auf Dolgrimm's Thema in Spielleiterecke
Ich halte 1000 EP für ein Kurzabenteuer auch für ein ziemlich dickes Geschenk, zumal man auf den Graden 1-4 auch mit einem Drittel davon die Figur sehr spürbar weiterentwickeln kann. Hier würde ich in Zukunft gerade zu Beginn knauseriger sein. Wenn das Kind aber schon mal in den EP-Brunnen gefallen ist, dann würde ich danach aber nicht radikal auf die Bremse treten. Ich finde es sehr schön, wenn meine Figur nach einer gewissen Zeit mal eine neue Fertigkeit dazu lernen kann oder eine Fertigkeit verbessern kann. Bei den niederen Boni geht das sehr gut. Ab Grad 6 kommst du aber in die teureren Gefilde. Und ein halbes Jahr zu spielen, um dann Dolch und Schleichen um +1 zu verbessern, würde mich als Spieler auf Dauer frustrieren. Du brauchst dann einfach mehr Punkte, um viel weniger zu bewegen. In unserer Gruppe vergebe ich am Schluss noch einmal etwa 25% der EPs vom Durchschnitt der Gruppe an alle Spieler. Erstens habe ich vielleicht den einen oder anderen EP vorher vergessen und zweitens sind auch das Würfelglück und die Spielanteile nicht gerecht verteilt. Meiner Erfahrung nach führst du so auch die Nachzügler (später in die Gruppe gekommen; alte Spielfigur geschrottet) in die Nähe der hochgradigen Spielfiguren. Sprich doch einfach mal mit deiner Gruppe darüber, was sie sich wünschen und was sie erwarten. -
Mir gefällt Alba gar nicht so gut, aber weil es dafür so viel Material gibt und für manche Alternativen so wenig, kommt man praktisch nicht dran vorbei. Weil ich mit Alba großgeworden bin und Schottland aus eigener Anschauung und durch all die Braveheart- und Artus Goes North- Filme etwas besser kenne, kann ich in Alba einigermaßen intuitiv spielen. Ich bin kein großer Freund davon, mit einem Quellenband oder einem Völkerkundebuch auf den Knien Midgard zu spielen.
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Elfen und Assassinen
Eleazar antwortete auf Wurko Grink's Thema in Die menschenähnlichen Völker Midgards
Hi Kerberon. Ich kann deine Einschätzung verstehen, aber in dieser Diskussion geht ja eher um die Frage, ob und wie und warum die Midgardregeln das vorsehen oder nicht. Mit einer Hausregel kannst du den Elfen ohne Probleme den Typ Assassine wählen lassen. Nach den offizellen Regeln geht das eben nicht, zumindest nicht als Spielfigur. Für eine Nichtspielerfigur gibt es da einfach mehr Freiheiten. Und Dunkelelfen gibt es bei Midgard überhaupt nicht, lediglich Schwarzalben. Und die könnten zwar wieder hervorragende Assassinen abgeben, sind aber als Spielfiguren nicht zugelassen. Noch ein kleiner Hinweis: Elfen sind bei Midgard immer druidischen Glaubens, weswegen sie sich selbst nicht als göttlich oder gottähnlich ansehen würden. Ich denke, sie haben mit dem Götterglauben insgesamt sehr wenig am Hut. Nichtsdestotrotz sehe ich die Midgard-Elfen schon so, dass sie sich tendenziell für was besseres halten. Doch wie gesagt: Elfenassassinen als Spielfiguren gibt es im offiziellen Midgard nicht. Aber bei euch am Spieltisch könnt ihr es ja anders halten. -
Ich verstehe die Trennung nicht so ganz. Wenn ich jetzt etwas im Forum sage, bin dann "der andere" (denn der eine verhält sich ja defensiv) und ist das gut oder schlecht? Und hier im Fall wird die öffentliche Bekanntgabe der Nutzung der Ignorierliste angegangen, obwohl die Aussage doch war, dass die destruktive Art des anderen Ursache ist. Das entspricht ja dem was Du sagst. Es geht darum, was der Grund für den Ignorierwunsch ist. Geht mir einer "mit seinem dummen Gerede auf die Nerven", dann würde ich den Namen nicht nennen. Greift mich jemand permanent an, so dass ich mich von seiner "aggressiven Art" belästigt, gestört oder verfolgt fühle, dann wäre ja im Zweifel ich das Mobbing-Opfer. Gegen eine Nennung des Namens des "Belästigers" spricht nicht in meinen Augen nichts. Ich setze mich schließlich aus einer unterlegenen Position zur Wehr. Ich halte eine isolierte Nennung "Ich ignoriere xy" auch nicht als Mobbing. Im Zuge einer Kampagne "Kommt, lasst uns xy ignorieren" gehört es allerdings sicherlich zum Mobbing.
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Man kann es so sehen, man kann es auch andersrum sehen. Beim Mobbing geht es schließlich um die Frage, wer bei wem unterm Schuh klebt. Um Mobbing kann es sich nur drehen, wenn im betreffenden Fall der Ignorierende der "Stärkere" ist. Ich kann mir auch den Fall vorstellen, dass jemanden auf die Ignorierliste setzt, weil es sich von dem dann zukünftig Ignorierten fortwährend beleidigt, angepöbelt, fertig gemacht ... gemobbt fühlt. Ein stiller Abgang, indem man sich selbst im Forum begrenzt, weil man den Angreifer "stumm" schaltet, ist ein defensiver Akt. Im Prinzip ist das das typische Verhalten von Mobbingopfern - sie ziehen sich still zurück. In dem Fall würde ich es sogar für gut halten, wenn der Ignorierer seinen Schritt öffentlich macht: "Ich habe xy jetzt auf meine Ignorierliste gesetzt, weil ich seine permanenten Sticheleien nicht mehr ausgehalten habe." xy wird damit dem Forum als Diskussionsteilnehmer geoutet, der anderen zu nahe tritt und der im Forum eventuell mit seiner Art Schaden anrichtet. Das halte ich für akzeptabel, sogar für geboten. Wenn jemand jemanden vergrault, darf ruhig schon mal die Sirene losgehen. Setze ich hingegen jemanden auf die Ignorierliste, weil mich seine Beiträge oder seine Art nerven und ich ihn für einen Depp halte, soll man ihn nicht öffentlich benennen. Ob es Mobbing ist, sei dahingestellt. Dafür braucht es mehr als einen einzigen Vorgang. Aber es ist demütigend und schlechter Stil.
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Ich sehe da überhaupt kein Problem: Ich will deine Persönlichkeit gar nicht ändern. Aber wenn du wirklich eine dominante Persönlichkeit bist, solltest du Mittel und Wege haben, sie ohne große Mühe zu ändern. Wenn du hingegen eine domonante Persönlichkeit hast, dann kommst du gegen sie wahrscheinlich nicht an. Genug der Spitzfindigkeiten und ein freundliches "Macht doch alle, was Ihr wollt!"
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Dann klärt es doch untereinander und bearbeitet beide Stränge. Das wäre in meiner Sicht die beste Lösung. Was ihr dann beide persönlich voneinander haltet, das muss hier ja nicht im Forum laut werden. Ich kann deinen Ärger verstehen und verstehe auch, dass JUL eine andere Erwartung an das Heft hatte. Mit dem Angebot, den Kaufpreis zurückzuerstatten, muss man sich als unzufriedener Kunde zufriedengeben. Eine genauere, aber sachlich gehaltene Artikelbeschreibung wehrt Enttäuschungen bei anderen Kunden, die höhere Erwartungen an die Optik haben. Das wäre durchaus von Nutzen. So, wie jetzt beide Stränge losgehen, werden Vorwürfe und Streit und ein ätzender Tonfall zum Thema - wohlmerklich wegen einer Sache, die längst ausgeräumt sein könnte. Das stört, hindert und belastet aber eher die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Spielmaterial. Und die wäre doch eigentlich von Interesse.
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In den langen jahren in welchen ich nun Rollenspiele mache hatte ich aber genau einmal die Situation das Spieler in eine Kneipe gingen und meinten: "Ich heuere jezt eine Abenteuergruppe an und setze die auf Problem B an wärhend wir das Problem A lösen." Und bei einem Handmoderrierten PlayByMail Game wurde auch mehrfach solche Dinge ausgekoppelt und man spielte mehr oder weniger Auftraggeber und Gruppe gleichzeitig. Aber auf den Punkt gebracht: Wenn Spieler tolle Ideen haben und sich damit nicht gerade vor dem Abenteuer drücken - warum nicht? Die Idee, dass die Spieler dann die von ihnen engagierte Abenteurergruppe spielen, finde ich sehr gut. Dass die Gruppe Prioritäten setzt und ein Abenteuer an eine Söldnergruppe weitergibt, weil sie wichtigeres zu tun hat, ist auch in Ordnung. So habe ich das zwar noch nicht erlebt, aber dass Gruppen Leute engagieren, um zum Beispiel eine Person oder ein Haus zu überwachen, kommt immer wieder vor. Ich habe kein Problem damit.
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Die Wölflinge: Allgemeine Überlegungen zur Einführung auf Midgard
Eleazar antwortete auf Eleazar's Thema in Die menschenähnlichen Völker Midgards
Die Verwechslung mit Werwölfen ist in der Tat naheliegend und eine entsprechend aggressive Reaktion der Menschen auf den Erstkontakt ist zu erwarten. Klar können Abenteurer auch angeheuert werden, weil sich Werwölfe breit gemacht haben. Und wer wollte selbst bei genauerer Betrachtung schon seine Hand dafür ins Feuer halten, dass so ein Ding kein Werwolf ist. Aber gerade da kann ein SL ja für Irritationen sorgen: Wenn das Werwölfe sind, warum haben sie nicht allen die Kehle rausgerissen, sondern nur denen mit einer Mistforke in der Hand? Benutzen Werwölfe eigentlich Waffen? Und wie wäre es, wenn ein Gebissener zwar Fieber bekommt und er panisch wird, aber beim nächsten Vollmond einfach - nichts passiert? Ich glaube nicht, dass Wölflinge auf ewige Rache sinnen, weil jemand einen der Ihren erschlagen hat. Sie sind Krieger - so was kommt vor. Vielleicht lachen sie ja über die Verwechslung. Oder sie sind zwar beleidigt, haben aber ein Interesse daran, die Sache aufzuklären.- 6 Antworten
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Die Wölflinge: Allgemeine Überlegungen zur Einführung auf Midgard
Eleazar antwortete auf Eleazar's Thema in Die menschenähnlichen Völker Midgards
Stimmt, du hast Recht. Jetzt komme ich nicht dazu, aber ich werde mal bei Gelegenheit ein paar Stichworte zusammenstellen, die keinen davon abhalten, einen Gildenbrief zu kaufen, aber vielleicht sogar dazu ermuntern. Nur so auf die Schnelle: Aufrecht gehend, Kultur schaffend, wild, selbstbewusst, im Durchschnitt etwas dümmer und weniger magisch begabt, dafür im Schnitt und in der Spitze stärker und ausdauernder als Menschen. Freund oder Feind? Man kann sie sich zu beidem machen. Sie sind im Umgang sicher nicht ganz einfach.- 6 Antworten
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Ich weiß gar nicht, ob dieser Strang hier richtig aufgehoben ist. Zwar sind die Wölflinge für Midgard konzipiert und in den Gildenbriefen 61 und 62 beschrieben worden, aber sie haben kein Buchsymbol und finden sich auch noch in keinem Abenteuer oder Quellenbuch. Als derjenige, der sich dieses Volk ausgedacht hat, lese ich die bisherigen Kritiken sehr aufmerksam. Ich bin sehr dankbar für jede Rückmeldung, für unverschämt positive wie für absolut vernichtende und für alles, was dazwischen ist. Eine Sache fällt mir beim Lesen bislang auf: Grundsätzlich ist die Rückmeldung auf die Artikel eher positiv, aber häufig kommen Aussagen wie "Die Wölfllinge passen nicht in mein Midgard". Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich das verstehen soll und ob es da unter Umständen einen Fehler in der Darstellung gibt. Daher möchte ich hier mal eine Diskussion in Gang bringen und mit ein paar Gedanken in Gang bringen, die vielleicht helfen, besser zu erkennen, wo und wie Wölflinge doch einen Platz in eurem Midgard einnehmen könnten. Erstens: Die Wölflinge tauchen dort auf, wo auf Midgard nicht viel los und mangelnder Platz eigentlich nicht das Problem ist. Meiner Meinung nach erwähnen die bisherigen offiziellen Midgard-Quellen die Wölflinge zwar nicht, aber es gibt genug Platz drumrum, wo sie sich ungesehen austoben konnten. Die Wölflinge kommen aus dem EIS, der Weg nach Waeland kann der nächste, muss aber nicht der einzige sein. Man weiß nicht, wie viele Durchgänge es im EIS gibt. Man weiß nicht, wie sich die Entfernungen in Midgard und in der EIS-Welt zueinander verhalten. Eventuell liegen auf Midgard tausende von Kilometern zwischen den Durchgängen und in der Welt der Thursen und Wölflinge sind es nur 100 Kilometer. Es spricht also nicht grundsätzlich was dagegen, Wölfinge in Nordvesternesse, nördlich der Tegarischen Steppe oder sogar nördlich von Medjis aus der Eiswüste kommen zu lassen. Oder man begegnet ihnen statt auf Midgard in ihrer Welt. Es gibt also einige Freiheiten, die Wölflinge da auftauchen zu lassen, wo man Midgard nicht schon mit eigenen Vorstellungen flächendeckend bestückt hat, zu denen die Wölflinge nicht passen. Tatsächlich habe ich auch die Vorstellung, dass Wölflinge außerhalb des Nordens eigentlich (noch) nicht anzutreffen sind. Aber vielleicht hat da ein anderer SL andere Vorstellungen. Zweitens: Die Wölflinge sind als Volk, als Reich, als Zivilisation konzipiert. Das hat mit ihrem Ursprung als Volk auf einer Briefspielwelt zu tun. Zumindest im EIS sind sie ein anderer Faktor als eine neue Sorte Monster oder als 50 Orks in einem Bergwald. Was die Wölflinge auf Midgard anstellen könnten, das reicht vom Spektrum her von ein paar eigenartigen Wanderern, über plündernde Einzelgänger, über einen marodierenden Stamm bis zu einer kleinen Invasion der Wölflinge in den Eisöden. Wie "offensiv" und wie zahlreich sich Wölflinge in das Geschehen auf Midgard einmischen, ist jedem Spielleiter vollkommen selbst überlassen. Sie können auch auf Midgard wandeln, ohne groß zu stören. Drittens: Besonders reizvoll fände ich persönlich einen Einstieg der Wölflinge, wie in der Szene im Gildenbrief 61: Ein Hirte kehrt ins Dorf zurück und erzählt von einer Begegnung mit einer Art von Tiermenschen, von denen noch keiner was gesehen oder gehört hat. Man sollte nicht so tun, als wären die Wölflinge auf Midgard längst etabliert. Zuerst sind da Gerüchte, dann Spuren, dann mal ein Blick von Ferne und dann könnten sich die Abenteurer auf eine Expedition machen, um mehr über diese Graupelze in Erfahrung zu bringen: Sind sie intelligent? Kann man mit ihnen reden? Welche Interessen verfolgen sie? Sind sie Freund oder Feind? Eventuell planen die Thursen einen Vorstoß aus dem EIS und dessen Erfolgschancen hängen davon ab, ob es Menschen und Wölflingen im äußersten Norden gelingt, eine Alianz zu schmieden. Verschiedene Gruppen haben ein Interesse, dieses Bündnis zu verhindern. Vertrauen muss aufgebaut werden ... Das alles hätte zur Folge, dass die Wölflinge nicht wie vom Himmel auf die Landkarte fallen, sondern sich allmählich einsortieren. So könnte ich es mir vorstellen und hoffe, dass die Wölflinge sich auch in euer Midgard einführen lassen und im Weiß des hohen Nordens ein paar graue Tupfer und meinetwegen auch rote Spritzer hinterlassen. Und jetzt, Bahn frei: Was hilft, was hindert? Welche Abenteuer- und Kampagnenideen fallen euch ein? Gab es schon erste Erfahrungen? ...
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Wenn es um gut ausgerüstete Söldner mit VR und Schlachtbeil geht, bin ich mit euch ganz und gar einverstanden. Aber was ist mit den Heerscharen von Banditen, die unseren Abenteurern alllerorts auflauern? Mit etwas Geschick müsste man damit ja auch einen Söldnerhaufen zumindest verstärken können. Unterm Strich entscheide ich das im Sinne des Spiels: Es gibt immer so viele Söldner, dass die Abenteurer mit deren Hife coole Aktionen flankieren können. Und es gibt immer so wenige, dass sie die richtigen Abenteuer selbst bestehen müssen. Leihabenteurer, die für die Abenteurer die Kohlen aus dem Feuer holen und die Schätze abliefern und sich mit dem Mindestlohn zufrieden stellen, gibt es einfach nicht.
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Wie detailliert soll Material ausgearbeitet sein?
Eleazar antwortete auf Corris's Thema in Material zu MIDGARD
Ich bin zwiegespalten: Bei Quellenbüchern gefällt mir gut, wenn ich zu den rein spielrelevanten Fakten noch Informationen habe, die eine Art Tiefenschärfe aufbauen: Wie sieht der Alltag aus? Was sehe ich, wenn ich in ein Dorf komme? Was unterscheidet einen Kneipenabend, ein Wohnzimmer, einen Markt in xy von z. Auf der anderen Seite habe ich hier in manchen Diskussionen - und das finde ich dann auch ab und zu in Gruppen wieder - man müsste jedes im QB beschriebene Schaf beim Namen kennen und den Stadtplan von Corinnis auswendig wissen. Das lähmt mich gewaltig. Hilfreich für mich wäre dann Genauigkeit beim Flair und einige Freiheiten bei den Fakten. Lieber hier und da ein Detail als flächendeckende Beschreibungen. Denn beherztes Weglassen hilft ja nicht wirklich, wenn einer der Mitspieler das gleiche Quellenmaterial hat und auf dessen Korrektheit und Vollständigkeit baut. Hier ist die Situation bei Abenteuern anders. Hier hat der SL die Informationen alleine in der Hand und kann entscheiden, was er wie detailliert übernehmen möchte und was nicht. Bleibt das nächste Problem: Viele Informationen fressen Zeit, Hirnkapazität und machen das ganze Schriftstück unübersichtlich. Inzwischen meine ich, dass das Leben zu kurz ist, um jeden Quatsch zu lesen. Manche Detailbeschreibungen lassen mich die Augen rollen. Wer will das wissen? Wie sieht eine Spielrunde aus, die diese Erbsen zählt? Aber da wird sicher jeder an unterschiedlichen Stellen mehr Informationen haben wollen oder Überflüssiges ausmachen. Jede Veröffentlichung wird für mich also Überschüsse und Mängel haben. Wenn ich auch selber Texte schreibe, dann bemerke ich häufig, dass "Gerüste" stehen geblieben sind, wo die "Mauern" bereits fertig sind. Manches schreibt man, weil man sich erst mal warmschreibt oder weil man sich Ideen annähert. Irgendwann schreibt man den Kern der Sache nieder und könnte den Weg, den es bis dahin brauchte, längst schon wieder abgerissen haben. Man selbst erkennt die Unwichtigkeit solcher Stellen schwer, weil sie während der Entstehung des Textes ja mal wichtig waren. Daher ist ein Lektorat oder wenigstens die Korrektur durch einen uneingeweihten Leser wichtig. Kurz: Auf solche "Gerüst"-Details würde ich gerne verzichten. -
Diese Idee möchte ich unbedingt unterstützen!
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Dann hätten sie wenigstens auch ein BW-Banana-Boat zweigen können!
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Da M5 ja auch als PDF rauskommt und man sich M5 sicher ja auch vorbestellen kann, wünsche ich mir die vorgezogene Veröffentlichung des PDF. Die drei bis vier Wochen, in denen es heißt "Das Regelwerk ist im Druck" könnte man schon schön schmökern. Ich gehe mal davon aus, dass es ein Kombi-Pack ist und man das PDF nicht einzeln beziehen kann. Dann könnte der Verlag mit einer großen Zahl von Vorbestellungen rechnen und gegebenenfalls noch schauen, wie hoch die Druckauflage sein soll. Außerdem wären die Einnahmen zum Teil schon vor der Rechnung der Druckerei da. Mag aber auch sein, dass triftige Gründe gegen so eine Veröffentlichungsweise sprechen. Dann warte ich eben.
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@ Ma Kai 1.: Nur um nicht missverstanden zu werden. Ich glaube nicht, dass M5 wegen der Abenteuer verzögert wird. Eher könnte ich mir vorstellen, dass ein veröffentlichungsreifes Abenteuer jetzt noch ein paar Monate zurückgehalten wird, um dann knapp hinter M5 rauszukommen, als jetzt noch als M4. Aber das ist Spekulation. @ Ma Kai 2.: Wie oft kommt ein Gildenbrief raus und wie lange dauert es, die gelesenen Artikel nicht ausufernd, aber doch sorgfältig zu besprechen? Ich sehe nicht wirklich, dass es ein Zeitproblem ist. Ich sehe es so: Eine Rückmeldung, ein Feedback und gerne auch ein Lob wären schön, aber ich kann auch ohne leben. Wenn sich hier 10 Leute umfassend zu den Beiträgen äußern, dann darf man das lange noch nicht als ein repräsentatives Votum der Leserschaft ansehen. Egal ob positiv oder negativ rückgemeldet wird. Einen wirklichen Erkenntnisgewinn hat man also erst mal nicht. Qualitativ können die Kritiken eine Menge bringen, wenn sie einem Punkte aufzeigen, die man selber nicht im Blick hatte, die einem aber einleuchten. Daraus könnte ein Autor auch Honig ziehen. Ansonsten sind positive Kritiken motivierend, negative demotivierend. Mich als Autor würde es dazu anstacheln, mehr Artikel zu schreiben, wenn ich eine positive Rückmeldung bekäme. Dass sich genügend Autoren finden, nützt der gesamten Leserschaft, weil der nächste GB schneller erscheinen kann. Werden nicht so gute Artikel exzessiv gelobt, werden auch mehr Artikel in der Richtung geschrieben. Das wäre nicht im allgemeinen Interesse. Damit liegt es im Interesse einen GB-Lesers, Artikel, die ihm gefallen, auch zu loben und inhaltlich gut zu bewerten. Er darf auch weitere solche Artikel hoffen. Die Zeit könnte man sich eigentlich nehmen, denn es sind hier im Forum gut investierte 30 Minuten pro Halbjahr. Anstatt einer trockenen Kritik des Gelesenen wären für mich noch viel stärker entsprechende Erfahrungen aus dem Spiel interessant. Spielberichte, in denen Artikel eine Rolle spielen, wären eine praxisnahe, überzeugende Kritik für mich. Wie gesagt, ich kann auch ohne Gildenbriefkritik Artikel schreiben, aber ein wenig verwunderlich ist es schon: In einem Midgard-Forum findet eine thematisch weit gestreute Veröffentlichung wie ein Gildenbrief kaum eine Resonanz. Über einen Kinofilm, der mit dem Spiel nichts zu tun hat, schreiben viele lange Kommentare. Warum und welchen Sinn hat das?
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Das hängt mit der verfügbaren Arbeitszeit und der Prioritätensetzung des Verlags zusammen: Grundsätzlich haben Neuerscheinungen Vorrang vor Neuauflagen. Zur Zeit geht alle Energie in die Fertigstellung von M5. Ich könnte mir vorstellen, dass das Erscheinen von M5 zumindest mit entsprechenden M5-Abenteuer flankiert wird. Dann würde zumindest ich zusehen, dass vielleicht (falls bereits fertig) ein neues Quellenbuch rauskommt oder beliebte, vergriffene QB auf M5 umgeschrieben werden. Das alles verspricht mehr kommerziellen Erfolg, mehr potentielle Kunden und ist für eine spielbare Midgardwelt nötiger als verschiedenste, zunehmend ältere Zeitschriften, die ja immer eher ergänzend wirken aber kaum mal irgend ein Feld von Midgard erschöpfend abarbeiten. Die letzte Bemerkung soll die Qualität der Artikel nicht kleinreden, aber mit wenigen Ausnahmen (z.B. Tegaren) gibt es eigentlich keine Artikel, die eine Region in allen Aspekten beleuchten, so dass man dort so spielen könnte, als ob es ein Quellenbuch gäbe. So lange es also wichtigeres zu tun gibt, wird wichtigeres getan. Das spricht gegen einen großen Wurf. Hinzu kommt, dass die Kunden einem auch die GB-PDFs nicht gerade aus der Hand reißen. GB 1-15 waren über Jahre hinweg auf Ebay so gut wie gar nicht zu bekommen. Die späteren Ausgaben kriegt man mit etwas Geduld zusammen. Dementsprechend ist der Bedarf nicht so groß, je jünger die Ausgaben werden. Dann sind die Erwartungen an die PDFs bei jüngeren Ausgaben eventuell höher. Ich erwartete bei GB 1-15 quasi eine Kopie. Bei höheren Ausgaben sollte das PDF schon mehr können. Das Mehr kostet Arbeit. Das alles hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren mal sporadisch ein, zwei Gildenbriefe rückwirkend auf PDF umgestellt wurden - offensichtlich, wenn Zeit und Muße da waren. Ich wünsche mir die restlichen Ausgaben auch als PDF. Aber vorher wünsche ich mir auch noch anderes dringlicher.
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Mittelerde (mit veränderten Midgard-Regeln und -Kosmologie)
Eleazar antwortete auf Barbarossa Rotbart's Thema in Neue Welten
Wie sieht es aus mit dem Dweomer? Ist der mittelerdetauglich? Irgendwie ja nicht. Dann haben wir keine Priester und keine Heiler mehr. Wer päppelt die Spielfiguren wieder auf? Du streichst etliche Zaubererklassen, den anderen machst du das Leben schwer. Also werden kaum noch Spieler einen Zauberer wählen. Wer hat dann Zauberkunde oder Thaumatographie? Nach meinem Dafürhalten scheint dein Mittelerde-Midgard sich eine Reihe sehr überflüssiger Probleme einzuhandeln. Zudem wirkt es für mich durchaus trister und ärmer als ein Midgard-Mittelerde. Und wenn du es wirklich ganz authentisch haben möchtest: Das Midgard-Kampfsystem kannst du dann ja sicher auch nicht verwenden. Keinesfalls lassen sich damit Kampfschweine wie die Ringgefährten darstellen, die sich einer großen Orc-Übermacht erfolgreich in den Weg stellen. Wenn wir schon pingelig werden, dann aber richtig. -
Mittelerde (mit veränderten Midgard-Regeln und -Kosmologie)
Eleazar antwortete auf Barbarossa Rotbart's Thema in Neue Welten
Dazu fällt mir nur noch eines ein: Verkehrsdurchsage: "Achtung Verkehrsteilnehmer. Auf der A7 zwischen Hildesheim und Drispenstedt kommt Ihnen ein Falschfahrer entgegen." Autofahrer: "Einer? Tausende!!!" -
Mittelerde (mit veränderten Midgard-Regeln und -Kosmologie)
Eleazar antwortete auf Barbarossa Rotbart's Thema in Neue Welten
Mal ganz ehrlich, ich verstehe dieses ganze Gewese hier nicht. Tolkien hatte das Rollenspiel Midgard nicht im Blick. Midgard sollte keine Mittelerde-Simulation sein. Natürlich gibt es daher Unterschiede. Ohne etwas Kompromissbereitschaft bekommt man beides nicht zusammen. Wie das zu bewerkstelligen wäre, dafür sind eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht worden, die alle Diskussionsteilnehmer zufrieden stellen, mit Ausnahme von Rotbart. Der nun wieder kommt mit 0% Kompromissbereitschaft aus und vertritt Tolkien in reiner, wahrscheinlich auch in seiner (Rotbarts Lehre), dass er sich damit in meinen Augen zusätzlich eine ganze Latte überflüssiger Probleme einhandelt und gegen Lösungsvorschläge immun ist. Mir scheint, dass Rotbart sich ein Problem gemacht hat, was andere in der Art gar nicht sehen, geschweige denn haben. Und dass er daran nichts ändern will. Das Ganze läuft dann noch in einem für meinen Geschmack sehr unangenehmen Ton ab. Warum wird darüber diskutiert? Das ist für mich inzwischen die einzige spannende Frage in dem Strang. -
Ich bin immer noch nicht durch, aber angeregt durch Fimolas Aufruf möchte ich mich über das bereits Gelesene äußern: Zuerst das Titelbild: Dieser Tjukikschamane gefällt mir ausgesprochen gut. Ein sehr stimmungsvolles Bild. Auch die Innenillustrationen gefallen mir sehr gut. So hatte ich mir den Wölfling in etwa vorgestellt. Die Tjukik: Ich habe den Artikel schon im Rahmen den Medjis-Quellenbuch-Projektes gelesen und ich weiß nicht, ob da ganz am Ende noch dran gearbeitet wurde oder ob es einfach an dem Eindruck liegt, den ein fertiges Heft macht: Er gefällt mir noch besser. Hoffentlich gelingt es so allmählich, Medjis von der unbeliebtesten Region Midgards zu sechst- oder siebtunbeliebtesten Region zu machen. Ein schöner, runder Artikel. Die Schleuder: Sehr interessant, sich mal einer eher stiefmütterlich behandelten Waffenart zu widmen. Vor allem die Pfeilschleuder interessiert mich. Gibt es die wirklich? Sehr anregend, auch um sich selbst noch Sachen auszudenken, die sich verschleudern lassen. Fertigkeiteneinsatz: Hier bin ich etwas gespalten. An manchen Stellen fand ich den Text oder den Mechanismus zu kompliziert. Oder ich war zu müde. Vielleicht kamen die Beispiele auch zu spät und hätten ganz an den Anfang gehört. So dachte ich zu Anfang: "Hier wird aufwändig ein Problem geregelt, dass mir noch nie Schwierigkeiten bereitet hat.". Den Grundgedanken finde ich dennoch interessant, vor allem wenn die Projekte den Ablauf einer Frist im Abenteuer darstellen. Etwas mildere Auswirkungen eine 1 bei Mehrfachwürfen hätten es auch getan. Für mich in jedem Fall ein Artikel, der mich auf neue Ideen gebracht hat. Wie ich das genau umsetze, müsste ich mir im Zweifelsfall noch einmal überlegen. Trotz der Kritik ein weiter Pluspunkt in diesem Gildenbrief. Rang und Namen: Einzig den Titel fand ich in dem konkreten Fall etwas irreführend. Ich erwarte immer eine für die Spielwelt bedeutende Person und das ist der Betreffende in meinen Augen nicht. Ansonsten eine schöne Beschreibung und Charakterstudie für eine interessante Nichtspielerfigur, die man in verscheidenen Situationen auftauchen lassen kann. Das Gedicht hat mich nicht so angesprochen. Aber ich habe schon die Hobbitlyrik im HdR nicht ins Herz schließen können. Sicher werden andere Leser es gerne mögen. Das Abenteuer haben ich nicht gelesen und zu den Wölflingen kann ich kein Statement abgeben. Und weiter bin ich noch nicht. Für mich alles in allem ein sehr gelungener Gildenbrief. Wenn das dabei rauskommt, dann nehmt euch für die nächste Nummer ruhig noch weniger Zeit .