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Totem Rabe
@Ma Kai Ich habe ja in meiner "Medjis"-Version Utcha und Abasy voneinander getrennt und das auch im Tierreich durchgezogen. In einer ersten Phase sind die Abasy-Tiere einfach die normalen in einer Tierart und die Utcha-Tiere sind besonders verschlagene, bösartige Varianten davon. In der zweiten Phase gehen die Tierarten dann auseinander: Wolf vs. Schattenwolf, Bär vs. Zornbär usw. Schon in der ersten Phase kann der Raben-Utcha andere, "fiesere" und mächtigere Gaben gewähren. In Phase zwei sowieso. Warum sollte man denn sonst zur bösen Seite der Macht wechseln, wenn die nicht besser bezahlt?
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Gedanken zum Weltenbau
Wenn ich mir eine Vorstellung machen will, dann muss ich mir ein Bild machen können. So was nur mit Worten zu beschreiben, ohne auf geschichtliche Vorbilder zurückzugreifen ist schwer und teilweise sogar unmöglich. Ganz allein, weil es für bestimmte Waffen, Rüstungen, Kleidungsstücke nur gar keine, kulturell geprägte oder allgemein unbekannte Bezeichnungen gibt. Oder man bleibt eh gleich beim Einheitsbrei. Man muss ja nicht daneben schreiben "Italien", aber wenn man bestimmte Schlüsselworte nennt, stellt sich eben das Bild ein. Und das ist gut so, weil es einigermaßen ähnliche Vorstellungen hervorruft. Und das ist fürs Rollenspiel ja noch wichtiger als für irgendeinen Roman. Rollenspiel macht man in der Gruppe, Bücher liest man alleine - weswegen das in dem Punkt auch grundsätzlich unterschiedliche Sachen sind. Dazu kommt, dass es eh schon komplett schwer ist, das Rad neu zu erfinden. Gerade in Blick auf Looks und Kulturen. In der Regel hat doch jeder irgendeine Basis, die er dann irgendwie verfremdet. Dass zu viel Wissen über eine historische Epoche ein Hindernis ist, halte ich für ein Gerücht. Außerdem gilt das Gleiche ja auch für Allgemeinbildung, berufliches Wissen, Hobbykenntnisse, den Stapel Fantasyromane, den man sich reingepfiffen hat. Das Problem ist nicht das Wissen, sondern der Umgang damit. Der SL muss so oder so den Laden zusammenhalten und eine konsistente Welt präsentieren, aber auch Annahmen und Fehlannahmen der Spieler korrigieren, wenn sie nicht zum Figurenwissen gehören. Und die Spieler müssen diese Infos vom SL abnehmen und einbeziehen. Und da sind etliche Spieler gern taub und blind und unbeirrt im eigenen Film unterwegs. Das ist das Problem. Rassistische und kolonistische Vorurteile in Quellen sind ein Problem. Aber es gibt so viele problematische -ismen, die man sich in seine Fantasykulturen reinziehen kann. Ich glaube nicht, dass aktuelle Geschichtswerke da problematischer sein müssen, als alles andere, was man sich an Einflüssen zusammensucht. Ab einer gewissen Qualität wahrscheinlich sogar weniger problematisch.
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Totem Fuchs
Gerade beim Fuchs würde ich eher auf den Fuchs in der Fabel schauen: Wie wäre es stumpf mit Intelligenz +10 oder + 2 auf Menschenkenntnis und/ oder Beredsamkeit? Der Fuchs ist schlau und listig, zack - fertig ist die Laube. Brehms Tierleben würde ich eher bei Tierarten bemühen, zu denen kulturell nicht so viel vorgegeben. Beim Polarfuchs würde ich Tarnen -1, aber +4 in winterlicher Landschaft dazu geben. Und meinetwegen Überleben Schnee und Gebirge +1 Scharfschießen passt für meinen Geschmack so gar nicht. Das könnte ich mir allenfalls bei einem Falken oder Adler vorstellen.
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Totem Rabe
Landeskunde fände ich gut. Ich denke an Odins Raben, die ihm erzählen, was im Land so los ist. Einen Abzug auf Riechen und Schmecken finde ich schlecht. Die Totems geben Vorteile, keine Nachteile. Dann eben Robustheit rauf. Das mit dem Geruch und Geschmack kann man über kulturelle Eigenarten laufen lassen. Die Skandinavier essen ja auch eine Menge Verfaultes und riechen und schmecken ganz normal.
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Totem Rabe
Ich finde das gerade gut, weil Wissensfertigkeiten ja auch eher selten zum Zuge kommen (außer Zauber- und Heilkunde) und oft nicht so kriegsentscheidend sind. Wie wäre es, wenn man sich auf die Kunden beschränkt: Heilkunde, Landeskunde, Naturkunde, , Pflanzenkunde+8, Tierkunde+8, Zauberkunde+8
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Artikel: How-To: In einem M5-Abenteuer eine M6-Figur mitspielen lassen
Machen kann man alles. Die Frage ist, ob es eine sinnvolle oder naheliegende Lösung ist. Wir haben damals unsere gesamte Gruppe ziemlich schnell und ohne irgendwelche Verwerfungen nach den Konvertierungsregeln die Figuren umgebaut.
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Artikel: How-To: In einem M5-Abenteuer eine M6-Figur mitspielen lassen
Wieso ist das kompliziert? Ich habe eine Figur mit einem bestimmten Profil und baue die Figur noch mal neu. Ich sehe bloß überhaupt keinen Unterschied dazu, ein grobes Figurenkonzept bloß im Kopf zu haben und mir danach eine hochgradige Figur zu machen. Und das kann ich letztlich mit jedem System, dass mir irgendwas in der Richtung anbietet. Das ist ja nicht schlecht, aber ich konvertiere keine Spielfigur, sondern ich baue einer nach einem Bild von Anfang an neu auf.
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Artikel: How-To: In einem M5-Abenteuer eine M6-Figur mitspielen lassen
Eine Figur nach der Vorlage einer anderen mit einem neuen Regelsystem komplett neu aufzubauen, ist meiner Vorstellung nach keine Konvertierung. Das kann ich so zwischen zwei beliebigen Regelwerken jederzeit nach Gutdünken machen. Wenn das der Königsweg ist, dann zeigt das doch, dass die Unterschiede gewaltig sind. Eine Konvertierung von Figuren von M2 bis M5 war kein Problem. Wir haben unlängst Shaddowrunfiguren unter Savage Worlds nachgebaut. Konvertieren kann man das nicht mehr nennen. Der Rest fällt nach der Aussage für meinen Geschmack weit Ungefähre ab, dass ich es tatsächlich wieder vergessen, beziehungsweise mit der Aussage vermischt habe, dass kein Abenteuer mehr geplant ist, das den Übergang zwischen den Welten Midgard und Damatu erklären soll. Das war dann wohl falsch von mir.
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Artikel: How-To: In einem M5-Abenteuer eine M6-Figur mitspielen lassen
Dafür ist sie sicher sinnvoll und geeignet.
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Artikel: How-To: In einem M5-Abenteuer eine M6-Figur mitspielen lassen
Ein M6-Spieler, der kein M5-Regelwerk hat, soll sich einen M5-Charakter runterladen oder sich einen vom SL geben lassen. Ansonsten ist das für mich ein sehr starkes Argument für M6-Cons ohne M5 oder andersrum. Es ist nicht allein eine Sache zwischen SL und dem einen Spieler, sondern es betrifft die gesamte Gruppe.
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Artikel: How-To: In einem M5-Abenteuer eine M6-Figur mitspielen lassen
Für mich zeigt die Liste erst einmal, dass es alles andere als unkompliziert und intuitiv ist, eine M6-Figur bei M5 mitlaufen zu lassen. Eine ganz andere Nummer als bei einer M4-Figur. Mir scheint hier nur der Beweis angetreten werden zu sollen, dass das irgendwie machbar ist. Praktisch wird es zu Unterbrechungen, Sucherei, Rückfragen, Missverständnissen und so weiter führen, was ich alles am Tisch als SL und als Mitspieler nicht auch noch gebrauchen kann. Und das Ganze noch mal potenziert, wenn der Spieler der M6-Figur die M5-Regeln nicht drauf haben sollte - was ja in ein, zwei Jahren keine Seltenheit mehr sein muss. Dass muss man dann auch als M5-Spieler echt wollen oder man kann die Runde seinerseits spontan wieder verlassen. Viel Spaß dabei... Was ich nicht verstehe: Es gibt ja sicher keine Pflicht, nur organisch und selbst hochgespielte Figuren auf Cons zu spielen. Was hindert mich also bei einer Vorabsprache auf ner Con, die passende M5-Figur vorzubereiten? Oder den SL zu bitten, eine Figur mitzubringen? Oder mir spontan auf der Con eine Figur runterzuladen? Die Liste zeigt, dass man es irgendwie übers Knie brechen kann. Doch nicht mal Pegasus steckt Energien in eine Konvertierungsregel. Offensichtlich sieht man keinen Sinn darin.
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Gedanken zum Weltenbau
Ich vermute mal, dass die beiden Herangehensweisen vor allem was mit den subjektiven Vorlieben des Autors zu tun haben. Die einen nehmen lieber Tor 1, die anderen Tor 2. Weil auf diese Weise eben ihre kreativen Prozesse besser in Gang kommen. Und anschließend werden Argumente gesucht, um das Rational zu begründen oder die Vorteile hervorzuheben, die aber ja auch wieder nur im subjektiven Kontext gültig sind. Vom Ergebnis für dritte her sind beide Möglichkeiten gleich gut oder gleich schlecht. Man kann beides nur eben nicht von jedem Autor erwarten.
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2026 Der Schwampfstrang zum Mittelrhein-Con in Bacharach
Kannst mir ne PN schicken.
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Abstimmung der Spielfiguren auf Cons
Mir geht es nicht um eine andere Spielfigur, mir geht es darum, dass dann teilweise nach einem anderen Regelsystem gespielt wird. Das würde ich nicht haben wollen und deshalb würde ich das im Vorfeld wissen wollen, damit ich mich für die Gruppe dann eben nicht anmelde. Und das würde ich mitkriegen, wenn eine Figur plötzlich Günste und Makel hätte und mit Vor- und Nachteilen würfeln würde. Oder eben wie bei Savage Worlds ganz andere Würfel auf den Tisch kämen. (Rein hypothetischer Fall in meinem Falle. Aber vielleicht geht es auch anderen so.)
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M5 und M6 parallel am Tisch
Es ist zwar theoretisch, weil ich bislang noch nicht plane, auf Con zu fahren, aber ich führe es mal an: Ich habe keinen Bock, M6 zu spielen und schon gar nicht in einer Mix-Runde. Allenfalls mal testweise in einer reinen M6-Runde, um zu sehen, dass meine Annahmen auch praktisch zutreffen (ich bin mir aber nach dem Regelstudium schon sehr sicher, dass das nichts ist - anderes Thema). Säße ich also in einer M5-Runde, für die ich mich angemeldet hätte und träte da die Frage auf, ob eine M6-Figur mitmachen könnte, müsste ich ehrlich "Nein" sagen. Das wäre praktisch wohl ziemlich spät und würde - guck dir das Forum in den letzten Tagen ansehen - einen ganzen Rattenschwanz an unerfreulichen Diskussionen nach sich ziehen.
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M5 und M6 parallel am Tisch
Mal ne andere Frage: Steht so was in der Abenteuerankündigung? Ich fände es maximal unanschaulich und auch nervig, wenn das Spielfiguren aus M5 und M6 mit an der Platte säßen und bei den Ankündigungen und der Behandlung bei jeder zweiten Figur unverständnliches Regelkauderwelsch und eigenartige Überraschungen am Tisch verhandelt würden. Die Unterschiede zwischen M4 und M5 sind marginal, betreffen vorrangig das Ausbauen, was nach dem Spiel passieren dürfte. Ansonsten ändert es nicht viel, wenn eine M5-Figur nach M4-Regeln verarztet würde, weil 95 der Begrifflichkeiten und Mechanike exakt gleich und ansonsten komplett ähnlich sind. Und eine Vielzahl der Unterschiede in einem Abenteuer auch gar nicht auffallen mag. Außerdem kenne ich frühere Regeldeditionen und habe sie auch gespielt. Damatu habe ich gelesen und möchte ich auch nicht spielen. Und auch nicht vorgespielt bekommen.
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2026 Der Schwampfstrang zum Mittelrhein-Con in Bacharach
@Hornack Lingess Und das war jetzt ein guter Vergleich?😄 Wie hätte man viel früher wissen sollen, dass M6 so unM5 ist? Und mal ganz ehrlich: Wieso kann man nicht wie jedes Jahr zu einer Con fahren, auf der man in früheren Jahren auch glücklich und zufrieden M4 oder 5 gespielt hat, als es M6 noch nicht gab? Ich kann @Abd al Rahman total verstehen, wenn er kein M5-Abenteuer vorbereiten will, weil er gerade keine Lust darauf hat. Und dass er es schade findet, wenn er sein 1880 Abenteuer nicht leiten kann. Ja, das ist doof. Und die zusätzliche Arbeit braucht sich keiner machen, wenn er das nicht will. Aber wenn ich Urlaub genommen hätte und den nicht mehr ändern könnte, dann würde ich entweder M5 wie bis vor kurzen eh und ohne Probleme. Oder wenn mir diese Con so gar nichts mehr gibt, dann würde ich überlegen, was ich ansonsten Schönes mit meinem Urlaub anfangen kann. Aber ich erwarte von keiner Orga, dass sie eine Veranstaltung ausrichtet, die sie scheinbar nicht ausrichten möchte. Und dass sie das letztes Jahr so noch nicht gesagt hat - mag blöd gelaufen sein. Aber was Damatu ist und was nicht, hat sich ja auch erst im Laufe der Zeit herausgeschält. Und die Orga wird Zeit zur Diskussion und Meinungsbildung gebraucht haben. Ich will gar nicht sagen, dass ich diese Entscheidung für gut oder richtig halte. Diese ganze Diskussion hat was Destruktives und sie legt bestehende Klüfte offen. Das ist sehr unangenehm. Ich denke, es gibt Gründe für diese Entscheidung, die ich zumindest nachvollziehen kann. Vor allem: Eine Orga muss für sich entscheiden, ob sie um des lieben Friedens etwas macht, was sie eigentlich nicht will, oder ob sie das tut, was sie für richtig hält. Und dass sie letzteres tun kann, ohne hier moralisch angegriffen zu werden, das ist mir wichtig.
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2026 Der Schwampfstrang zum Mittelrhein-Con in Bacharach
Du gehst davon aus, dass Damatu und M1-5 praktisch das gleiche Spiel sind. Viele, sehr viele SpielerInnen empfinden das aber offenbar deutlich anders. Und eine Con-Orga darf doch wohl entscheiden, wie sie das sieht und wofür sie sich die Arbeit machen möchte oder nicht. Gerade kommst du mir vor wie jemand, der auf einem Helene Fischer-Konzert darauf besteht, dass unbedingt Roland Kaiser auftreten soll. Klar könnte man ein Cross-over-Schlagerfestival organisieren. Muss man ja aber doch nicht, wenn man das nicht will. Wenn es pur und ausschließlich Helene sein soll, dann ist das einfach die Entscheidung der Konzertausrichter. Und ja, ein oder zwei Damatu-Runden würden keinem Con schaden. Aber wenn es vier, acht, sechzehn, zweiunddreißig werden mit den Jahren und ich als Organisator aber überhaupt keinen Bock auf Damatu habe, dann muss ich mir als Con-Orga ne neue Con suchen? Und da dann aber wieder M6 zulassen? Die Logik verstehe ich nun wirklich nicht. Die Con-Orga bietet ein Konzept an und du kaufst die ein Ticket oder du lässt es bleiben. Es gibt ja keine graue Eminenz, die jetzt alle Con-Orgas dazu verpflichtet, M6 zu bannen. Es kommt auch niemand mit Fackeln und mit Mistgabeln, wenn eine reine M6-Con aus der Taufe gehoben wird, auf denen kein M5 gespielt werden kann. Die Orgas sind doch nicht deine Knechte, die dir deine Wünsche erfüllen müssen, wenn sie selbst andere Wünsche haben. Und da finde ich jetzt wirklich sehr steil, wie moralisch du jetzt argumentierst. Nach deiner Argumentation bräuchte es nämlich überhaupt keine Midgard-Cons zu geben. Die Orga macht die Bude warm, stellt die Stühle hin und dann bietet jeder an, was er will. Und das ist dann zum Beispiel mehrheitlich DnD und DSA. Die Spieler und die Spielleiter freuen sich, was hat die Orga dann zu motzen?
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Zukunft des Forums
Das finde ich sehr gut und zumindest finanziell unterstützenswert. Zeitlich kann ich leider nichts machen.
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2026 Der Schwampfstrang zum Mittelrhein-Con in Bacharach
Wir eigentlich.
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2026 Der Schwampfstrang zum Mittelrhein-Con in Bacharach
Das ist deine Sichtweise und die mag ja auch stimmen, aber die Aussage stammt von Elsa Franke selbst und daher sollte man sie ernst nehmen. Klar gibt es eine Menge weiße oder zumindest seit dem Weltenbuch hellgraue Flecken, aber ich vermute mal, dass die Welt ökonomisch schon extrem abgegrast war: Ein riesiger Teil der Abenteuer spielte in Alba, in Alba oder auch in Alba. Und dafür gab es nun wirklich genügend Quellenbücher. Ein von mir sehr gefeiertes Medjis-Quellenbuch wäre mit großer Wahrscheinlichkeit ein Kassengift geworden. Und nach der fulminanten M5-Schluss-Offensive bei den Veröffentlichungen sind wirklich kaum mehr beliebte Gegenden ohne Quellenbuch. Eine neue Welt bedeutet schon die Chance, viel neues Material unter die Leute zu bringen. Dass das mit der alten Welt in gleicher Weise möglich gewesen wäre, bezweifle ich auch.
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2026 Der Schwampfstrang zum Mittelrhein-Con in Bacharach
@dabba und @Blaues Feuer Ist es so? Das kann möglich sein. Ich habe aber alle Beiträge und Voten im Forum usw. recht aufmerksam gelesen und war zu einem anderen Eindruck gelangt. Gut möglich, dass ich mich getäuscht habe, aber eigentlich würde mich das wundern, wenn ich da so klar daneben läge.
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Das Forum wird 25
Ich bin Anfang der 80ger mit ein paar Schulfreunden zu einem Briefspieletreffen (Galaxis des Chaos und Welt der Götter) nach Braunschweig gefahren. Da haben wir unsere erste Midgardpartie gespielt - in einer Runde von ca. 30 Leuten! Ich weiß noch, dass meine Figur die Fertigkeit "Sprache" hatte. Auf die Rückfrage "Welche?" gab der SL die Antwort "Egal!". Ich habe keine Ahnung, worum es in dem Abenteuer ging. In jedem Fall hat die Spielleitung erst mal massiv das Feld der Mitspieler ausgedünnt. Wieder zurück zu Hause haben wir uns alle die Midgardregeln gekauft: Die hellgrüne erste Auflage von M1, erster Band. Irgendwann später kam Teil 2 in Ocker raus. Die Runde hielt bis nach dem Abi und dem Zivildienst. Wir trafen uns etwa einmal im Monat für ein Wochenende und zogen fast ohne Schlaf die ganze Zeit durch. Mit dem Beginn des Studiums 1988 dachte ich, dass es dann jetzt mit diesem doch recht schrägen Hobby gewesen wäre und die Nerd-Zeit ihrem Ende zuging. Doch im Gegenteil: Gleich an meinem ersten Tag in der O-Phase geriet ich an einen Typen, der jedem sofort erzählte, dass er Rollenspieler wäre und der auch nicht locker ließ und mich in Göttingen in seine Gruppe zerrte. Binnen kurzer Zeit bildete sich eine Gruppe raus, die sich in den nächsten acht Jahren wöchentlich traf und in den Räumen eines Kopierladens von 19 Uhr bis 1 oder 2 Uhr spielte. Nach dem Studium traf sich diese Gruppe irgendwann wieder und wir spielten zweimal im Jahr ein Wochenende. Dazu kam eine Gruppe bei mir in der Nähe im Wendland, mit der wir wöchentlich spielten. Beide Gruppen gibt es mit einigen Veränderungen bis heute. Ich weiß gar nicht genau, wie ich aufs Forum aufmerksam geworden bin. Ich glaube, durch den Typen aus der O-Phase, der aber im Forum gar nicht wirklich heimisch geworden ist. Ich habe eine Zeit nur mitgelesen und war gar nicht so unbedingt begeistert. Wir haben immer viel mit Hausregeln gespielt und selten bis gar nicht auf der Welt Midgard. Und damals erschien mir die Stimmung hier sehr streng kanonisch zu sein. Dazu kommt, dass ich eigentlich nur gern mit Leuten spielen mag, die ich kenne und mit denen ich harmoniere. Und weil freie Wochenenden bei mir rar und kostbar sind und das Rollenspiel-Gen in meiner Familie so gar nicht auf andere übergesprungen ist, sind Cons für mich auch eher nichts. 2006 habe ich mich aber dann trotzdem registriert. Ich habe in der absoluten Rollenspielprovinz den Austausch im Forum mit Gleichgesinnten zu schätzen gelernt. Auch die Inspiration und die Horizonterweiterung, die man durch den Austausch erfahren kann, gibt mir viel. Ohne das Forum wären die Midgard-Macher, AutorInnen, Gildenbriefschreiberlinge für mich komplett fremd und unbekannt geblieben. Ich hätte nie so was wie die Wölfinge beim Gildenbrief eingereicht. Das Forumshighlight für mich war trotz des letztendlichen Scheiterns das Medjis-Quellenbuch-Projekt. Wenn das fertig geworden wäre, dann wäre das echt ein tolles Ding geworden. Außerdem hatte es echt Eisbergqualitäten: Das, was einigermaßen fertig geworden ist, war nicht mal wenig, aber was an Abstimmungen, Diskussion, Überlegungen und Überarbeitungen noch dahinter stand, das war ein stattliches Vielfaches. Und auch wenn das nichts geworden ist, hat es mich wenigstens motiviert, für mich den Honig rauszuziehen und eine eigene Spielwelt auszuarbeiten und da sogar noch einen Teil meiner alten Briefspielkulturen zu plündern. Ich denke, ohne die Anregungen wäre ich nie so tief und so breit in das Hobby eingestiegen. Dafür bin ich @Abd al Rahman sehr dankbar. Dass das Forum so lange, so gut und so hochwertig geführt wurde, ist ziemlich einzigartig. Ich schätze, dass sich hier ein echter Schatz oder besser eine Goldmine für gute Midgardideen herausgebildet hat, aus der auch neue User eine Menge schürfen können. Und da hat ein Forum einfach eine ganz andere Qualität, als andere, modernere Formen. Und, tada, inzwischen ist das mein 9.901 Beitrag und das fast ohne Schwampf. Danke für dieses tolle Forum und auf in die nächsten 25 Jahre!
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Zukunft des Forums
Ich verstehe das noch nicht: Soll ein Verein gegründet werden, damit das Forum nicht mehr das Projekt einer Einzelperson, sondern eines Vereins ist? Quasi eine Maßnahme, um rechtlich vorzubereiten, dass das Forum auch ohne @Abd al Rahman s Dabeisein weiterexistieren könnte? Oder geht es um die Finanzierung des Forums? Müssten alle Mitglieder des Forums auch Mitglieder des Vereins sein? Ich habe den Eindruck, da gehen verschiedene Vorstellungen durcheinander.