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Eleazar

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  1. Ich beurteile das Abenteuer überhaupt nicht nach dem Titel und unterstelle auch keine Nazimotive. Das unterstellst du mir. Meine Gedanken waren folgende: Zwei Worte wurden zu einem "schönen" neuen Wort komponiert, ohne zu erkennen oder zu wissen, dass diese Wortkombination bereits prominent und extrem negativ besetzt ist. Kristallnacht ist die gebräuchliche Bezeichnung für diese bestimmten Ereignisse im Dritten Reich. Und es ist ein zusammengesetztes Wort, was erst in dieser Zusammensetzung eindeutig und problematisch ist. Weder "Nacht", noch "Kristall" sind für sich irgendwie verfänglich. Deshalb gibt es da auch nichts zurückzuerobern. Es gab vor dem Pogrom keine andere Kristallnacht. Es gab danach keine unverfängliche "Kristallnacht" - der Begriff war eindeutig mit dem historischen Ereignis verbunden. Und nur weil jemand versehentlich sein Abenteuer so nennt, kriegt er die Bedeutung dieses Propagandabegriffs nicht gedreht. Bei "Runenmeister" gibt es überhaupt kein Problem. "Runen" ist ein normaler Fachbegriff, der als Wort (zum Beispiel im Unterschied zu "Volk, Blut, Boden") nicht mal einen sonderlich prominenten Platz in der Nazi-Ideologie hatte. Sie haben Runen gerne verwendet und ich fände es sehr befremdlich, wenn die Polizei oder die Bundeswehr heute germanische Runen zu Bezeichnung von irgendwas verwenden würden, weil sie dann die Darstellung von Runen exakt im gleichen Kontext wie die Nazis verwenden, also einen ähnlichen Gebrauch machen würden. Aber das Wort "Runen" erst mal relativ unverdächtig, obwohl die Nazis Runen gut fanden und genutzt haben. Wenn überhaupt ist der Gebrauch von Runen für Beschriftungen problematisch, weil Neo-Nazis das im Rückgriff auf das Dritte Reich gerne machen. Stelle ich aber eine skandinavische Kultur des frühen Mittelalters dar, dann beziehen sich die Runen nicht auf eine NS-Symbolik, sondern auf die Geschichte der Germanen. Einzige Ausnahme ist das Hakenkreuz, das so mit dem NS-Staat verbunden ist, dass der Gebrauch sogar gesetzlich verboten ist. Obwohl es antike Hakenkreuze gibt, die gar nichts mit Nazis zu tun haben oder einfach nur ein geometrisches Muster sind. Aber das ist auch ein Sonderfall. Das Wort Meister ist nun gänzlich unproblematisch. "Meister" ist kein Wort, das im Nazi-Jargon besonders gebraucht wurde. Bei "Führer" sähe das anders aus. Meister sind herausragende Künstler oder Handwerker oder Könner irgendeines Fachs. Das Wort gab es vor 1933 in der Bedeutung und nach 1945 wurde es genau so weiter benutzt. Kombiniere ich die beiden Worte jetzt zu "Runenmeister", dann komme ich zu einer neuen Wortschöpfung, die es wahrscheinlich in überhaupt keiner Nazi-Schrift gegeben hat. Dazu habe ich die Bedeutung eines Abenteurertypens, der lange nach der Nazizeit erfunden wurde und inhaltlich überhaupt nichts damit zu tun hat. Wieso sollte ich also was gegen "Runenmeister" haben können? Aber ich spiele mit geschichtlich gebildeten Leuten zusammen. Die kennen das Wort und können das einordnen. Ich kenne Leute, deren Familien von Nazis verfolgt wurden. Ich habe in einer WG mit einer Jüdin gelebt. Es gucken Leute auf meinen Computer, die historisch und politisch gebildet sind. Ich würde mich schämen, wenn ich ein Abenteuer auf den Tisch legen würde, dessen Titel wegen einer Unachtsamkeit einem bedeutenden nationasozialistischen Verbrechen entspricht. Ich würde mich für geschichtsvergessen halten und mich fragen, ob sich zum Beispiel ein Nachfahre von Holocaustopfern von mir verhöhnt fühlte, wenn ich ihn mit diesem Titel auf einem Abenteuer konfrontiere. Ich gehe fest davon aus, dass das Abenteuer selbst an sich gar keinen Grund zum Anstoß bietet. Aber dieser Titel reicht. Ich würde auch keinen Glühwein mit dem Namen trinken. Ich würde keinen Hirntrainingscamping mit Namen "Konzentrationslager" besuchen. Kein Spiel spielen, das "Endlösung" heißt. Keinen "Arbeit macht frei" Berufsfindungskurs ... auch wenn all diese Bezeichnungen zufällig entstanden und überhaupt nicht böse gemeint wären. Und wenn man diese wahrscheinlich schöne und stimmungsvolle Abenteuer genau so gut "Kristallmond" (oder wie geschehen noch ganz anders) nennen und diesen Begriff konsequent verwenden kann, welchen Grund gibt es dann noch, das nicht zu tun? Ich will "Kristallnacht" als neutralen Begriff für die deutsche Sprache zurückgewinnen? Warum eigentlich? Damit ich Synonyme für ein herausragendes Naziverbrechenhabe und eine Naziwortschöpfung habe? Brauche ich ein Teekesselchen? Ich finde, die Eindeutigkeit ist hier doch sogar ein Vorteil. Bei "Kristallnacht" kann kein AfD-Politiker kommen, dass man das auch mal sagen kann, wenn nach 22 Uhr drei Biergläser vom Tablett fallen. Und noch mal zum Schluss: Dass man quasi zufällig auf den Begriff Kristallnacht kommt und den sprachlich schön findet, finde ich vollkommen in Ordnung. Ich vermute mal, dass allerdings keiner aus meiner Generation übersehen würde, dass der Begriff fatal besetzt ist. Dafür hat schon allein BAP gesorgt und ein Schwerpunkt im Geschichts- und Gemeinschaftskundeunterricht. Dass man den Begriff dann für verwendbar hält, wenn man seine Bedeutung kennt, irritiert mich allerdings. Zumal wenn ich sehe, dass wir in Deutschland längst schon wieder auf einem Kristallnacht-Weg sind, wo Juden angespuckt, Asylbewerberheime angesteckt, Schweineköpfe an Moscheen genagelt werden und Menschen ermordet werden, die sich gegen Rassismus aussprechen. Ich warne da lieber vor den neuen Anfängen neuer Kristallnächte als um den Namen in einem harmlosen Spiel zu argumentieren.
  2. Es ist wirklich angesagt, den Titel zu ändern. Der steht für Naziterror und Judenverfolgung und den Beginn des Holocaust. Und Kristallnacht steht eben auch allein dafür ohne Reichs- davor. Bei so einem Titel kann ich mit dem Abenteuer nichts anfangen.
  3. Ich finde Weserberglanddeutsch an sich nicht schlimm "Mein lieber Herr Gesangsverein". Und die einfachste und naheliegendste Alternative wäre wohl schlicht und ergreifend "Jugendliche". Gerade der Nordlichtcon kann sich durch die Verwendung des hanseatischen Plurals das Wort "Mädel" wieder aneignen, wenn er stilsicher von "Mädels" schreibt. Oder gleich richtig: "Deerns".
  4. Zum Begriff "Jungvolk" im Nordlichtcon-Schwampf. Ich finde den Hinweis schon berechtigt und eine Diskussion darüber auch nicht überflüssig. Keiner hat jemandem, der diesen Begriff benutzt, deswegen eine rechte Gesinnung unterstellt. Wo der Begriff auftauchte, da ja auch immer in einem anderen Kontext. Ich hätte ihn jetzt auch nicht als erstes mit der nationalsozialistischen Verwendung assoziiert, sondern eher parallel zu "Weibsvolk" im Leben des Brian: als einen altmodischen, überlebten, gestelzten Begriff von vorgestern. Als waschechter Norddeutscher muss ich sagen, dass dieser Begriff nirgends, wo ich mich bislang aufgehalten habe, gebräuchlich war. Vielleicht in irgendwelchen abgeschiedenen Tälern des Weserberglands, aber nirgendwo dort, wo man vernünftig weit gucken kann. Und wenn, war dieses Wort nicht cool oder Dialekt oder Slang, sondern Retro im Sinne von Staub und Spinnwebe und Altherrensprech. Nun geht es in der Kommunikation aber auch nicht allein um das, was einer sendet, sondern auch, wie er verstanden wird. Und offensichtlich kann man mit "Jungvolk" eben auch die entsprechende Nazi-Organisation assoziieren. Und so würde ich nicht verstanden werden wollen. Nicht einmal falsch verstanden werden wollen. Gerade nicht zu einer Zeit, in der AfD-Leute mit einer "Das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen"-Strategie unterwegs sind, die in der Tat schädlich ist und mit der Sprache auch die Gedanken vergiftet. Meine Entscheidung. Ob man den Begriff dann benutzen mag, ist jedem einzelnen überlassen. Aber man ist damit dann auch nicht die Speerspitze von irgendwas oder Mr. Cool, sondern eher komischer Vogel oder Weserberlandtalbewohner. Letzteres ist an sich auch was Schönes.
  5. ... das wäre ja klasse, vor allem, wenn es sich in Richtung "mehr Settlements" bewegen würde. Dann könnte man auch mal ein paar etwas abseitige Sachen wählen.
  6. Ich stimme nicht mit ab, weil ich nicht auf Cons gehe, aber ich habe in den letzten zwei Jahren auch eine Kampagne Pathfinder gespielt, weil der Spielleiter es unbedingt wollte. Und drei Jahre vorher auch eine Kampagne Warhammer und eine in Shadowrun, so dass ich wohl in meiner wöchentlichen Gruppe nur auf ca. 50% Midgard in den letzten fünf Jahren komme. Dazu kommt noch ein One-Shot Space 18XX. Aaaaber ich hätte mir diese drei Ausflüge aus verschiedenen Gründen auch sparen können und lieber nur Midgard gespielt. Und das habe ich 30 Jahre vor 2014 praktisch auch getan. Zwischen dem, was man faktisch getan hat und der Grundeinstellung und dem, was man in Zukunft tun wird, können gewaltige Unterschiede liegen.
  7. Herzlichen Glückwunsch und ich freue mich schon. Dann noch zwei Fragen: Bekomme ich als Lifetime-Backer jetzt auch schon vor der Testphase von Deios eine Freischaltung für Dungeonfog? Ist ja in Deios enthalten und schon fertig. Und eine richtige Krieg-den-Hals-nicht-voll-Frage: Man kann ja ab der übernächsten Woche noch updaten. Werden die Einnahmen auch für die Erreichung des nächsten, jetzt ja knapp verfehlten Pledge-Levels herangezogen? Aber erst mal: Lasst die Korken knallen und schlaft euch richtig aus!
  8. Ich finde die Idee gut, dann im Zweifelsfall lieber ein neues Setting dazu zu packen als sich nichtssagende Assets aus den Finger zu saugen, wenn alles Sinnvolle schon realisiert ist. Wie gesagt, wenn man eine Weltkarte machen möchte, dann soll es ja nicht überall aussehen wie das deutsche Mittelalter.
  9. Bei mir ist es nicht ganz rational: Ich sehe nicht ein, warum ich mir bei billigen Plastikfiguren Mühe mit dem Bemalen geben sollte.
  10. Ich hatte gestern mal einen Fachmann im Haus. Ich habe Probleme bei Wonderdraft die Auswahl Stadtsymbole im zu sehen. Bei einem Notebook ist da scheinbar nicht sehr viel zu machen. Fuck. Insofern ist die Frage ernst gemeint, denn wenn Deios fertig ist, könnte ich auch mal über ein neues Notebook nachdenken (eigentlich als sparsamer Heidjer ja nicht). Und dann müsste es passend ausgestattet sein.
  11. 300.000 sind erreicht! Herzlichen Glückwunsch! Ich frage mich, ob sich nicht auch noch die 325.000 knacken lassen. Es sind ja noch viele dabei, die erst mal nur gucken und mitreden. Dann weitere Wünsche und Ideen: Wonderdraft hat mit seinem letzten Update ein Lasso-Werkzeug spendiert. Das habe ich gleich super gut nutzen können, als ich auf meinem Kontinent nachträglich ein weiteres Land platziert und farblich abgesetzt habe: Einfach mit dem Lasso einfangen und auf den anderen Kartenfassungen einfügen. Hat wunderbar funktioniert und mir viele graue Haare und Ungenauigkeiten erspart. Dann ist mir noch eine weitere Funktion eingefallen für ein Problem, für das ich noch keine Lösung weiß: Wie schon bei den Flüssen angesprochen, möchte ich meine Karte gerne in dem gewählten Maßstab vermessen können. Ich möchte ausrechen können, wie lang ein Fluss oder ein Gebirge ist oder wie lang und breit Land XY ist. Das alles kriege ich eventuell mit Augenmaß und großzügiger Schätzung noch selber hin. Wie ist es aber mit der km² Zahl von Ländern, die ich gerne angeben möchte? Die ist ja auch wichtig, wenn ich was zu der Bevölkerungszahl eines Landes sagen möchte. Ich hätte also gerne ein Werkzeug, um Strecken auf meiner Karte zu messen und umzurechnen. Dazu hätte ich gerne ein Werkzeug, um den Inhalt von Flächen zu berechnen und umzurechnen. Eventuell kann das Programm dabei ja auf Informationen zurückgreifen, die man bei der Gestaltung der Grenzen eingibt - falls das Landesgrenzentool so ähnlich wie ein Lasso funktioniert. Falls die Länder einfach nur Farbkleckse sind, könnte man die Grenzen aber auch manuell mit einem Lasso abgehen. So oft wird man das ja nicht brauchen. Das wäre super. Noch viel Erfolg auf den letzten Metern!
  12. Unter dem Aspekt und um die 350k auch noch zu knacken, wäre es ja schön, wenn die restlichen vier Welt-Optionen auch noch weggingen.
  13. Und wenn du den ganzen Mist hast, wird dir auffallen, dass du auch noch ein Diplom brauchst, um das Programm zu bedienen. Ich habe mir echt die Zähne ausgebissen...
  14. Gut, so wird es auch ein Geschäft... Ich will ja vor allem, dass die 300.000 geknackt werden
  15. Nur mal aus Interesse: Warum? Ich könnte ökonomisch ja verstehen, wenn ihr Lifetime-Zugänge insgesamt sperrt, weil ihr lieber oder wirtschaftlicher mit Abonnenten rechnet. Aber die CL kostet doch echt ne Menge mehr und wenn eure Karten noch in allerhand heiß begehrten Produkten vorkommen werden, dann ist das doch schon fast kostenlose Werbung. Aber wahrscheinlich wird mal von euch nach dem Kickstarter bei Bedarf eh noch eine CL beziehen können. Ich frage nur, weil ich vor allem das Lifetime-Abo haben wollte und ich mir die CL eher auf Hoffnung gegönnt habe. Dass sich die tatsächlich jemals rechnen wird, glaube ich eher nicht.
  16. Nö, wieso? Verdecktes Würfeln schadet doch nicht, zumal der SL verdeckt ja alles mögliche würfeln kann, ohne dass mich das zu interessieren braucht. Gerade im Rollen-Spiel ist zu viel Spielerwissen doch eher negativ.
  17. Das klingt alles gut Aber werde ich die Pins auch durch Text oder einzelne Assets ersetzen können? Ich stelle mir vor, dass das ja auch nichts groß anderes ist, als wenn ich einen Link hier im Beitrag durch ein Wort oder einen Emoji ersetze.
  18. Also ich habe in jedem Fall immer gerne ein "Abenteuer", also irgendeine Aufgabe oder Herausforderung, damit nicht alles im "Gelaber" versinkt. Bei deiner Unterscheidung würde ich die Konsequenzen eher anders sehen. Wenn man in einer Abenteuer-Spiel-Runde aus dem Abenteuer rausläuft, dann wird man sich zwangsläufig langweilen (außer der Spielleiter railroadet oder schüttelt ein zweites Abenteuer aus dem Ärmel, aus dem man aber auch wieder rauslaufen kann). Bei einem Rollenspiel kann man furios den falschen Attentäter beschatten und Beweise gegen ihn sammeln und viel Spaß bei allen möglichen Aktionen und Verwicklungen haben, bis am Ende auf einmal alle Fahnen auf Halbmast gesetzt werden, weil der König gemeuchelt wurde. Rollenspiel kann auch "ohne" oder neben dem Abenteuer Spaß machen. Ein Abenteuer-Spiel eher nicht, es sei denn es wandelt sich zum Rollenspiel. Wir hatten mal folgende Situation gegen Ende meiner Studienzeit: Wir waren eine Gruppe gewesen, die viel Spaß am Rollenspiel und am Sandboxen hatte. Wenigstens haben wir unsere Abenteuer immer mit einer starken Figurenmotivation verbunden. Dann waren fast alle Spieler weggezogen und nur ich und der SL waren übrig geblieben und ein paar neue Mitspieler waren eingestiegen. Deren Vorgehen war es, immer dicht am (Kauf)abenteuer lang zu spielen. Wir spielten in der Tat auch ein gekauftes Midgardabenteuer, wo sich alles um ein bestimmtes Artefakt drehte. Am vorletzten Abend kriegte ich mit, dass eine andere Spielerfigur ein doppeltes Spiel spielte. Meine Figur entschied, dass dem Typen nicht zu trauen wäre und dass ich das Artefakt vor ihm schützen müsste. Also engagierte ich einen Typen, der an meiner Stelle mit meinen Klamotten mit einem Schiff nach Übersee fuhr und hinterließ einen entsprechenden Brief, dass ich mit dem Gegenstand nach Übersee müsste. Dann machte ich mich verkleidet und unter falschen Namen auf in eine Stadt auf unserem Kontinent, wo sich schon einige ausgestiegene Abenteurer niedergelassen hatten. Ich legte mir eine falsche Identität zu und traf ein paar Vorkehrungen, falls man nach mir suchen würde. Das alles sprach ich mit dem Spielleiter durch und dann zog ich aus Göttingen weg. Ein paar Wochen später telefonierte ich mit dem Spielleiter: Die Gruppe war eingegangen. Unsere alte Gruppe wäre 100%ig zuerst der falschen Spur nachgegangen und hätte danach alte Kontakte abgeklappert und wäre zwangsläufig irgendwann in meiner Stadt aufgeschlagen. Die neue Gruppe setzte sich hin und wartete, dass das Abenteuer weitergeht. Sie machten nicht mal den Versuch, mir zu folgen oder irgendwas zu ermitteln, obwohl ich mit dem Schlüssel zum Abenteuer abgehauen war. Der dominante Spieler erwartete, dass der SL ihn wieder ins Abenteuer setzte, zeigte aber keinerlei Initiative. Da merkten alle, dass die Spielstile von SL und zumindest den "wichtigen" Spielern nicht zusammenpassten. Feierabend.
  19. Noch ne Idee: Die Graphik dieser Pins bei World Anvil oder bei euch sind ja nicht wirklich schön oder für Fantasy passend, sondern generieren eher so ein Google-Maps-Feeling ("Wo ist die nächste Tankstelle?"). Mit sind die jedenfalls zu technisch. Ich hätte für meine Karte eigentlich gerne was anderes: Bei den Welt- oder Regionalkarten würde ich gerne auf den Namen oder das Symbol der Stadt, des Landes, Flusses, Gebirges usw. klicken, damit weitere Informationen aufpoppen. Für den Fall, dass sich nicht hinter jedem Städte...namen irgendwas Weitergehendes verbirgt, könnte ich das mit unterschiedlichen Schriftfarben managen, genau wie im Text ein Link meistens blau erscheint. Unterstreichungen haben auf einer Karte nichts zu suchen. Die Farbe sollte frei wählbar sein. Was mache ich mit Pins, wo es keinen Namen und kein Symbol auf der Karte gibt? Da wäre ein Fähnchen * allemal besser als das übliche Pin-Symbol. (*) Wie machen wir es bei einer Stadtkarte? Eine Stadt mit Namen zuzuschreiben ist uncool. Ebenso können Fähnchen alles verdecken oder zu unscheinbar sein. Das könnten man es doch an das jeweilige Haus-xyz-Symbol anbinden und denen eine spezielle Farbe geben. Ist denn eigentlich vorgesehen, dass ich zum Beispiel an den Hausdächern usw. die Farbe ändern kann? Wäre ja ohnehin cool, um zum Beispiel unterschiedliche Kulturen darzustellen: Ruckzuck hätte ich depressive Schieferdächer für den Harz, Holzschindeln für das arme Wendland, knallrot für eine Fachwerkmusterstadt, ein rötliches Ocker für die Toscana, grün für geschmacksverwirrte Elfen. Und Zelte von verschiedenen Indianerstämmen könnte man so auch differenzieren Keine Ahnung, ob sich diese Ideen technisch mit vertretbarem Aufwand umsetzen lassen. Aber ich glaube, dass wäre eine Verbesserung.
  20. Mir ist noch was eingefallen: Ich habe fleißig Flüsse gezeichnet und wollte dann im Text schreiben, wie lang die sind. Das ist ganz schön schwer, das einigermaßen zu schätzen. Wenn ihr also an einer Möglichkeit arbeitet, Reisegeschwindigkeiten oder Wegstrecken zu berechnen, dann bitte auch an Flüsse denken. Sind ja auch Verkehrswege.
  21. Erst mal ist es ja ein Tool zum Karten zeichnen. Wie schnell sich deine Gruppe auf der Karte bewegt, ist ja erst mal Sache des Spielleiters. Oder Sache des jeweiligen Regelsystems. Wenn das Blaue Auge die Abenteurer mit sehr schnellen Pferden versorgt, wirst du die Gasthäuser weiter auseinander legen. Wenn man bei Matschmond auf lahmen Schlurfern durch die Lande zieht, sind die Gasthäuser näher beieinander. Bzw. kannst du die Gasthäuser und Tagesreisenentfernungen so festlegen. Wie soll das ein Kartenzeichenprogramm für dich machen, wenn die entscheidenden Setzungen dabei individuell von dir abhängen? Das Zitat verstehe ich so, dass du den Wegen vielleicht unterschiedliche Linien oder Farben zuordnen kannst. Aber dass das Programm dir was berechnet, kann ich mir nicht vorstellen.
  22. Wenn ich mir Schwarzenegger in seinem letzten Terminator-Film angucke, dann ist der doch das Paradebeispiel für fehlende Sozialskills. Aber gerade deswegen und wegen seiner One-Liner ist der die rollenspielerisch witzigste Figur im ganzen Film. Das kann ich mir im Abenteuer auch sehr gut vorstellen: Der Händler verhört den Verdächtigen ohne Erfolg. Der Krieger: "Los, lass mich mal. Mir fällt was ein!" Der Krieger guckt den Verdächtigen scharf an: "Gestehe!" Wenn dann noch eine 20 fällt, ist das eine Szene für die Ewigkeit. Ansonsten kann der Händler immer noch sagen: "Beeindruckend. Darf ich wieder?"
  23. Zum Improvisieren von NPCs für SL, die nicht so glücklich sind beim improvisiere, guckt doch mal in den Strang: Wie kriege ich schnell Nichtspielerfiguren mit etwas abwechslungsreicher Persönlichkeit zusammen? Man kann ja nichts aus dem Hut zaubern, was nicht vorher schon im Hut drin gewesen ist. Oder was einem die Würfel sagen. Eventuell kann man die Idee mit den bunten Würfeln und dem W20 kombinieren? Man kann ja, während die die Spieler beschäftigt sind immer schon den nächsten NPC vorbereiten. Oder man macht sich eine Liste von 20 Persönlichkeiten und arbeitet die nacheinander ab.
  24. Es gibt irgendein Abenteuer, wo alle in einer Kneipe sitzen und irgendwelche gegenläufigen Aufträge haben. Und am Ende wird die Kneipe gemeinschaftlich in Stücke gehauen. So einen Ansatz kannst du natürlich auch fahren: Alle Abenteurer sitzen in einem Raum und folgen einem geheimen Auftrag und alles fasst irgendwie ineinander. Und dann hast du solche Sachen wie: "Deine Schwester wollte sich in der Kneipe mit einem Taugenichts treffen und mit ihm durchbrennen. Deine großen Brüder reden ihr Zuhause im Pferdestall auf sie ein und halten sie so davon ab, sich heimlich aus dem Stall zu machen. Du sollst in der Kneipe dafür sorgen, dass der Don Juan sich aufs Pferd setzt und weit, weit wegreitet." "Unter den Dielenbrettern in der Schankstube ist Diebesbeute aus einem geplünderten Tempel versteckt. Du musst dafür sorgen, dass alle den Raum verlassen und du den Boden aufbrechen kannst. Du weißt aber auch, dass zumindest in der Nachbarstadt Steckbriefe von dir hängen." "Heute ist deine große Chance: Der Fürst sucht einen neuen Hofmusikanten und unter den Gästen soll jemand sein, der inkognito den besten Lautenspieler im Fürstentum sucht." "Du als Glücksritterin wartest auf deine Geliebte, aber irgendwas scheint dazwischen gekommen zu sein. Finde raus, wo deine Freundin steckt. Und weil ein Priester da ist: Heirate sie." "Du hast Zahnschmerzen, hast die ganze Nacht schlecht geschlafen und willst einfach nur in Ruhe ein Bier trinken. Und du hörst schlecht." "Du hast großen Durst, aber kein Geld. Du tust alles, um möglichst viele Biere ausgegeben zu bekommen." "Du bist Schauspieler einer durchreisenden Theatergruppe. Ein Schauspieler hat sich das Bein gebrochen und du suchst Hände ringend Ersatz. Die zu besetzende Rolle ist die eines Volkshelden, der einen bösen König tötet und seine Geliebte, die wunderschöne Prinzessin, aus dem Kloster befreit. Textbeispiel: "Stirb, übler Schurke."" "Du bist im Auftrag des Fürsten unterwegs, um eine Bande von Aufrührern ausfindig zu machen und ihren Anführer gefangen zu nehmen. Die sollen sich regelmäßig hier in dieser Kneipe treffen." "Du bist ein Priester. Hinweisen zufolge wurde ein Teil des gestohlenen Tempelschatzes in diesem Gasthaus versteckt. Finde ihn, bevor ihn jemand anderes findet, ohne dass jemand merkt, dass du danach suchst." Ich glaube, der Rest macht sich von allein.
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