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Eleazar

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  1. Äh, ja, das war jetzt missverständlich. Meine Position bei einem beschleunigten Angreifer mit normaler B24: Da er ja jetzt faktisch B48 hat, würde bei einer Bewegung von 25 Metern (mehr als die erhöhte Hälfte der B), dass er zuerst einen überhasteten Angriff machen muss. Und dann hast du recht, der zweite Angriff ist auch überhastet, denn die in der Kampfrunde gelaufene Strecke ist ja in jedem Fall zu weit, um unmodifiziert zu schlagen. Da hatte ich einen Denkfehler. Ich hatte auch die Bewegung in zwei Teilen gedacht, aber so ist es ja nicht. Eine Bewegung und danach zwei Angriffe.
  2. Ich sehe das wie du: Beim zweiten Angriff sind die Bedingungen für einen Sturmangriff nicht mehr erfüllt. Also ist es ein normaler Angriff. Wobei ich davon ausgehe, dass ich bei einem Sturmangriff immer mit erhöhter Geschwindigkeit laufen muss. Denn woher sollte sonst die Energie für den höheren Schaden kommen? Und ich bin ja nicht gezwungen, aus 6 Metern einen Sturmangriff zu machen. Ich könnte die Strecke in gerader Linie auch normal überwinden und normalen Schaden anrichten. Es gibt wohl normaler Weise keinen Grund dazu. Andere Situation: Ein beschleunigter Angreifer läuft mehr als die Hälfte seiner B und greift den ersten Angriff überhastet also mit Abzügen an. Dann müsste er den zweiten Angriff eigentlich ohne Abzüge machen können. Denn für den hat er als Beschleunigter ja dann wieder genügend Zeit.
  3. Thema von Nixonian wurde von Eleazar beantwortet in Das Netz
    Ja, ich habe meinen eigenen Beitrag schon gemeldet. Muss nicht doppelt im Forum stehen.
  4. Myrkgard ist ein gutes Beispiel für eine sinnvolle, gut umgesetzte Idee: Was passiert, wenn sich die Bösen durchsetzen und die Geschichte, wie wir sie kennen, mit umgekehrten Vorzeichen weitergeht. Das ist ein interessantes Konzept, weil es in jedem Land einen Wiedererkennungswert liegt und die Spannung darin liegt, warum sich welche Unterschiede ergeben haben und wo das Alte aber auch noch durchscheint. Die Originalität liegt nicht in dem, das alles neu ist, sondern dass alles anders und eben doch wiedererkennbar ist. Düster gespiegelt. Bei Damatu sind durch die lange Zeit einfach ganz andere Kulturen auf der zum Teil alten Welt aufgesetzt. Da sind die alten Verbindungen letztlich gekappt oder doch zumindest ohne aktuelle Bedeutung. Dann könnte man genau so gut auch was ganz anderes machen. Ist ja auch klar: Man kann ja aus Damatu auch nicht noch nen Abklatsch von Myrkgard machen.
  5. Es ist ja gut, wenn die getroffene Entscheidung gut ankommt. Ich hätte ein Störgefühl, zumindest fühlte es sich komisch an, wenn ich wüsste, dass ich beispielsweise an der Stelle von Alba bin, aber es sind gar keine Albae da. Das wäre für mich als Altspieler irgendwie eine kleine Irritation oder überflüssiges Wissen, die aber nicht weiterführt, aber trotzdem aufploppt. Gut, Neuspieler betrifft es eh nicht und Komplettumsteiger werden dieses Gefühl verlieren, wenn sie es überhaupt haben. Ich verstehe nur den Nutzen oder den Gewinn dieser Entscheidung nicht. Vielleicht Nostalgie? Und die habe ich bezogen auf die Spielwelt nun eben ausgerechnet nicht. Dass man die selben "Naturgesetze" hat, wäre bei einem Modell "Rückseite" oder "andere Mittelwelt" meiner Vorstellung nach ja genau so gegeben gewesen. Und dass es Menschen, Elfen, Zwerge und Gnome irgendwie auf die Rückseite von Midgard geschafft hätten oder dass sie auf eine andere Mittelwelt geraten wären, das hätte man schon erklärt gekriegt (vielleicht wäre es bei den Halblingen etwas schwierig geworden). Der einzige Sinn, der mir spontan einfällt gegenüber einer anderen Mittelwelt, ist die Flora und Fauna. Dass Menschen, Elfen und Konsorten durch irgendein Tor gestolpert sind und sich dann breitgemacht haben, schlucke ich ja gern. Aber mit einer gesamten Arche Noah zusammen plus botanischem Weltgarten? Das ist schon aufwändiger. Und dass die Evolution auf einer anderen Welt auch Hunde, Katzen, Mäuse und Ebereschen ... hervorbringt, ist ja eher unwahrscheinlich. Da ist das Modell eine alternativen Historie allemal besser.
  6. Das Lesen ist ja noch das geringste Übel: Ich kann mir so schlecht merken, wie alles zusammenhängt und wo was steht. Wenn ich mir was selbst ausgedacht habe, muss ich kaum in meine Aufzeichnungen gucken und bin viel präsenter beim Spielleitern. Selbst wenn das Selbstausgedachte nicht die Qualität hat, ist die Performance meist besser.
  7. Thema von Nixonian wurde von Eleazar beantwortet in Das Netz
    Wow! Ich klugscheißere gern, dass die Andromedagalaxie das am weitesten von der Erde entfernte Objekt ist, dass man mit bloßen Augen sehen kann. Hat mir mal ein Sternenfotograf erzählt. Aber dass wir sie in solcher Größe sehen könnten, wenn sie heller wäre, habe ich nicht ansatzweise geahnt.
  8. Den Gedanken, dass man darüber nicht diskutieren will. Der ganze Rest ist die Gretchenfrage, über die wir uns schon so oft die Köpfe heißgeredet haben und die wohl so gut wie jeder für sich anders beantwortet. Ich hätte ja bei der Spielwelt einen radikalen Neuansatz (Rückseite von Midgard; andere neue Mittelwelt) für besser gehalten. Wenn schon was anderes, dann eben auch total und mit vollkommen neuer Karte. Dann hätte man die meiste Originalität für sein Geld bekommen. Bezüglich der Regeln wäre ich hingegen gern viel weiter am Original geblieben. So wie die allerersten Überlegungen damals mit @Prados Karwan waren, war es für mich noch okay, hätte aber auch schon weniger sein können. Andere sehen es genau andersrum: Welt weitestgehend behalten und die Regeln sehr frei neu gestalten. Und es gibt alle Positionen dazwischen. Ich glaube ja, zu allen Fragen, wie nun das Ergebnis ist und wie es einen zufrieden stellt, kam ja noch eine ganz andere Sache hinzu. Die grundsätzlichen Äußerungen über den Zusammenhang von Midgard und Damatu als Welt und System wurden ganz am Anfang gemacht und wurden ja mehr oder minder unverändert bis zum heutigen Tag mitgeschleppt. Es war eine These oder Arbeitshypothese, die dann am Ende eine lange Spielentwicklung mitmachen musste. Ob es tatsächlich so ist, dass das Endergebnis die ZIelsetzung vom Anfang bestmöglich beschreibt, kann ja diskutiert werden. Ist aber eben auch müßig. M6 ist, wie es ist. Und M5 war, was es war. Wie nah sich beide schlussendlich stehen - wer soll das "objektiv" beurteilen?
  9. Ich hoffe mal, ich schliddere jetzt nicht sofort in die off-topic-Falle. Ich erinnere mich noch daran, wie mein kleiner Bruder sich die DSA1-Regeln geholt habe und ich darin geblättert habe. Ich meine, da stand bei der Vorstellung der DSA-Orks, die sind "böse". Und ich dachte, wie kindisch und eindimensional ist denn so eine Titulierung. Will sagen: Schon bei M1 hatte ich den Eindruck, die Orks wären nicht als Species mit dem Stempel "böse" gekennzeichnet gewesen. Sondern es hing daran, was sie tun, wenn sie auf Menschen, Elfen und Zwerge treffen. Dazu passt, dass uns unser SL schon zu M2-Zeiten einen Orkstamm untergejubelt hat mit Pilze suchenden Ork-Kindern, mit lustwandelnden Ork-Liebespaar-Spaziergängern und einem durchaus weisen und vernünftigen Ork-Stammeshäuptling. Leider hat der erste Teil unserer Gruppe nicht damit gerechnet und die Figuren wurden als brutale Aggressoren eingebuchtet. Der zweite Teil der Gruppe hat damit zwar auch nicht gerechnet, konnte aber den blutigen Erstkontakt im Wald verschleiern, als ihnen die Augen aufgingen. Es ist also keineswegs zwangsläufig so gewesen, dass man bei Orks selbst in den Kindertagen Midgard, als eindimensionale Pappkameraden auffassen musste. Dass sie also weg mussten, damit man differenziert und moralisch graustufiger spielen kann, sehe ich also nicht.
  10. In dem Strang gab es zum Einen eine meinungsstarke Diskussion dicht am Thema und zum Anderen ein paar (für meinen Geschmack) kleinere Abschweifungen. Was jetzt genau dem Strang im Sinne einer erquicklichen Lektüre mehr geschadet hat, finde ich persönlich gar nicht ausgemacht. Mich hat das vor der Moderation nicht groß gestört und mir fällt es nach der Moderation jetzt aber auch nicht als nennenswert besser auf. Nur so als subjektiver Eindruck. Kein Appell, keine Kritik.
  11. Startet jetzt hier eine Diskussion? Ich halte den Gedanken jedenfalls nicht für ableitbar: Die Unterschiede durch die Abzweigung in der Geschichte vor tausenden von Jahren sind doch in jedem Falle viel größer, als wenn jetzt plötzlich einfach auf der M5-Midgard-Welt die Orks aussterben würden. Daran kann man es wohl definitiv nicht aufhängen. Wenn überhaupt könnte man überlegen, ob insgesamt auf einer Meta-Ebene Designentscheidungen gefällt werden, die unabhängig von einzelnen, kleinen Entscheidungen insgesamt einen großen Unterschied ausmachen. Dann wäre die eigentlich interessante Frage nicht: "Haben wir Orks oder nicht?", sondern "Wollen wir ein Volk wie die Orks haben oder nicht?", "Wollen wir Abenteuer ermöglichen, in denen XY möglich ist oder nicht!" usw. Dass sich Damatu von Midgard erst mal deutlich unterscheidet, ist doch sogar wünschenswert. Sonst hätte man gleich bei Midgard bleiben können, wenn da nur ein paar marginale Dinge geändert wären. - wie zum Beispiel Namen.
  12. Wenn man den Kulturen keine irdischen Vorbilder oder Anleihen geben möchte, dann braucht man entweder sehr viele Worte, um die Gegenden genauer zu beschreiben oder man kann allgemein über die Genres rangehen, was die Regionen idealtypisch bedienen. Wahrscheinlich alles so ziemlich gehupft wie gesprungen, denn sicher wird keine Damatu-Polizei irgendeinem Autor sagen: "Geht nicht an dieser Stelle, denn dein Abenteurer passt besser in Erzählraum XYZ". Und ebenso tragen die Spielfiguren keinen Eintrag auf dem Dokument: Nur für Erzählraum XYZ geeignet. Am Ende wird es Stadtabenteuer nur da geben, wo es auch Städte gibt, und Wildnisabenteuer, wo es auch Wildnis gibt. Wo Leute mit Lederlappen um die Hüfte und Breitschwerter auf dem Rücken rumrennen, da sind Einzelhandel und Textilindustrie nicht so aktiv. Und epische Schlachten zwischen ganzen Völker gibt es nur da, wo eh schon alles kaputt ist oder wo es eh nicht weiter auffällt. Es soll Gegenden geben, wo bestimmte Sorten von Abenteuern gut hinpassen. Das ist es wohl im Kern.
  13. Das habe ich nirgends behauptet, ist auch nicht meine Position, trotzdem bin ich auf der Ebene "Was hast du denn dazu zu sagen?" angegangen worden. Das mit den Neshu und Orks halte ich für eine Behauptung komplett ohne sachlichen Zusammenhang. Deswegen habe ich dazu nichts geschrieben. Ich habe auch nichts gegen Tierwesen. Deswegen hatte ich mir für M5 auch die Wölflinge ausgedacht und will auf Theia "Raubkatzenmenschen" einbauen. Dass man auf Damatu auf Hauskatzen als Rolemodel zurückgegriffen hat, halte ich als Katzenhalter allerdings für eine gewagte Entscheidung. Ich sehe jetzt ständig den Gestiefelten Kater aus Shrek durchs Bild springen und Spieler am Tisch ihre Handrücken lecken. Muss ja aber nicht passieren. Wobei: Alle schlimmen Dinge, die passieren können, werden auch passieren: Die erste Neshu-Spielerfigur darf man schon Mikesch nennen. Das ist nicht mein Humor, aber was habe ich in meinen Gruppen nicht schon alles für eigenartige Namensgebungen erlebt! Aber insgesamt sind Tiermenschen ein Trend, mit dem ich sehr gut leben kann. Und das geht, wie die Comics von Inspektor Canardo schon zeigen, auch mit ernsthaften Geschichten. Also nichts gegen Neshus. Die finde ich bislang die originellste Idee an Damatu.
  14. Ich habe sie in dem Orkenspaltervideo von der Spiel gesehen. Die ist schön und wertig gemacht. Die hätte ich mir auch geholt. Was ich nur blöd gefunden hätte, ist, dass es neben der normalen Ausgabe noch eine Luxusversion gegeben hat. Das wäre für mich Geldschneiderei. Außerdem gehört die limitierte Ausgabe in die limitierte Box, sie der Name schon sagt. Und dann meinetwegen auch noch mal ohne Box limitiert zu kaufen für die Leute, die kein Boxen mögen.
  15. Noch mal, um das für mich zum Abschluss zu bringen: Natürlich kann es auch ein Rollenspiel ohne Orks geben. Es gibt selbstverständlich kein "Recht auf Orks". Wieso auch? Allerdings wundert mich die Art und Weise der Diskussion hier. Es wird die Frage gestellt, wie man das findet, dass auf Damatu die Orks ausgestorben sind. Aber scheinbar soll man dazu keine freie Meinung haben dürfen. Entweder weil man kein M6 spielen mag (aus welchen Gründen auch immer) oder weil man dann einen Feldzug gegen was auch immer startet. Das ist schon stark für Beiträge, die im offenen Teil des Midgardforums veröffentlicht werden, wo eben mehr diskutiert wird und mehr Perspektiven einfließen können. Sonst müsste man einen Club aufmachen oder einen Strang auf Discord aufmachen. Zumal die Frage ja nicht mal allein aus Midgardperspektive, sondern als allgemeine Rollenspielfrage diskutiert werden kann: Was hältst du von einer Spielwelt die oder einem Rollenspiel das Orks ausschließt. Wie gesagt, es gibt kein Recht auf Orks. Aber die Argumente überzeugen mich auch nicht. Ja, im Herren der Ringe und bei Tolkien spielen der Zeit geschuldet rassistische Klischees eine Rolle. Aber das zieht sich durch die Beschreibung aller Völker und Species beim Herrn der Ringe. Bosheit oder Verschlagenheit zeigt sich bei Tolkien meist auch äußerlich oder körperlich. Ebenso Ehrlichkeit und Edelmut. Wie indes auch im Märchen. Und klar, das ist altmodisch und nicht unproblematisch. Zumindest, wenn man es konsequent durchzieht. Und ganz ehrlich: Problematischer als die Orks oder Elben sind da die Menschen. Das Für und Wider "böser", nicht "urböser" Völker wurde in der Diskussion ganz gut rausgearbeitet und ich kann beide Entscheidungen gut nachvollziehen: Sowohl dass man in einem Rollenspiel auch mal ohne viel Nachdenken und Skrupel das Schwert schwingen möchte, als auch dass man in jedem Antagonisten ein führendes, wertvolles Geschöpf sehen möchte, dass man an die Stelle im Leben zurückbegleiten möchte, wo es moralisch mal falsch abgebogen ist. Da finde ich aber nachdenkenswert, ob das moralisch viel bringt. Gerade im Lied von Eis und Feuer wird recht modern mit gut und böse umgegangen und viele Protagonisten wechseln im Laufe der Geschichte aus nachvollziehbaren Gründen von einem Extrem alllmählich und sehr menschlich. Trotzdem kenne ich kaum einen Roman, in dem so viel, so herzlos und so wahllos getötet wird. Das ist ja stellenweise wie im Dreißigjährigen Krieg in echt! In diesem Kontext auf diese Weise zu spielen fände ich moralisch und emotional viel kritischer als bei einem HdR-Klon. Trotzdem gibt es kein Recht auf Orks. Und sicher ist es eine Überlegung wert, ob man Orks im Rollenspiel als John Wayne-Indianer braucht (beantworten darf man die Frage, wie man will. Überlegen heißt ja nicht, dass man eine andere Meinung übernehmen muss, wenn sie einen nicht überzeugt). Aber was jetzt beim Design von Damatu passiert ist, das ist, dass in dem Zuge ja auch die Der mit dem Wolf tanzt-Indianer und alle anderen möglichen -Indianer gleich mitverboten worden sind. Und das als eine kreative oder irgendwie tolle Entscheidung zu feiern, dafür sehe ich absolut keinen Grund. Denn damit allein ist absolut nichts gewonnen, denn sonst wäre kein Quellenbuch in der Tat das kreativste und originellste Quellenbuch. Was ja ganz offensichtlich irgendwie merktwürdig wäre. Es ist für sich bloß ein Beschluss, der anderen Spielern mit mehr oder anderer Fantasy Möglichkeiten verbaut, aber nichts ermöglicht. Es ist allein ein Beschluss gegen etwas, ohne dabei schon etwas zu bieten. Damit meine ich nicht, dass die Ausgestaltung von Damatu nicht kreativ oder originell sein könnte. Nur damit niemand den Verdacht hegen muss. Aber es wird dadurch um keinen Deut kreativer und origineller. Und es hilft nicht dabei. Denn alle coole Ideen, wie man es ja anders machen kann, braucht man ja trotzdem. Und die könnte man auch trotzdem haben, wenn die Orks eine kleine Rolle spielten (oder auch nicht, weil die jeweilige Gruppe es so entscheidet).
  16. Ja. Und die war eben nicht ausgestorben, obwohl man das angenommen hatte. Das kann passieren in der echten Welt. Doch hier ist es anders: Täuscht sich der Autor etwa über seine eigene Aussage, die er in einer fiktiven Rollensbenspielwelt geschrieben hat. Das wäre handwerklich ein echter Bock!
  17. Das mit der Kultur sehe ich ähnlich, wobei ich denke, dass man eigentlich das Rad nicht neu erfinden kann. In anderen Systemen, die ich kenne (ich nehme Damatu aus), sind auch die neuen Rassen oft auch nicht mehr als ein paar triviale Gedankenschritte von Menschen oder altbekannten Völkern entfernt. Und manches ist einfach beliebig, wo klassische Märchen- oder Fantasyfiguren eine ganz andere archetypische Wucht mitbringen. Aber darüber lohnt es nicht, sich zu streiten. Die Geschmäcker sind halt verschieden. Zu Damatu: Was definiert dann eine Species? Sind die einfach eine beliebige äußere Hülle, in der etwas Beliebiges drinstecken kann? Dann ist die Species allein ein Look, ein Outfit, was dann ja nicht viel Platz für tiefgründige Kreativität lässt. Dann läge die Aufgabe, was Kreatives zu entwickeln doch vor allem beim Spieler und nicht in den Regeln, oder? Damit komme ich klar, es erinnert mich nur eher an ein Computerspiel, in dem ich mir fürs Äußerliche einen Avatar bastele. Gut, aber ich ziehe mich jetzt auch aus der Diskussion zurück.
  18. Da definiere ich "ausgestorben" offensichtlich irgendwie anders als du. Wären sie verschwunden, könnten sie wieder auftauchen, spielten sie keine Rolle mehr, könnte man ihnen noch mal eine Rolle zuweisen. Aber ausgestorben ist doch wohl was anderes...
  19. Das habe ich auch nicht geschrieben oder kritisiert. Ich habe mich darauf bezogen, dass gesagt wird, dass es keine Orks auf Damatu gibt. Das ist ein Unterschied.
  20. Sehe ich in der klassischen Fantasy auch so oder zum Beispiel bei Star Trek. Deswegen denke ich, dass die Zahl dieser Völker nicht ins Unermessliche gesteigert werden kann. Dann weiß niemand mehr: Wofür steht jetzt eigentlich dieser Hobbit-Nashorn-Lurch-Hybrid. Und so eine Species - Ausnahmen mal abgesehen - muss dann auch einem eventuell nicht komplett blöden aber dennoch Klischee folgen, nach dem ein Zwerg ein Zwerg und ein kleines pelziges Wesen von Alpha Centaury noch ein kleines ... Aber um auf Damatu zurückzukommen: Stehen die verschiedenen Species da denn für "was"? Bei Midgard waren die Elfen gewandt, die Zwerge robust, die Halblinge geschickt usw. Ich dachte auch durch die Abschaffung der Basiseigenschaften wäre genau das aufgehoben und ich kann einen Gnom zum Kraftprotz der Gruppe machen und den Elfen zum dumben Schläger. Oder liege ich falsch?
  21. Das sehe ich anders: Der größter Teil von Damatu ist noch überhaupt nicht beschrieben, in diesen großen weißen Flecken könnte es Orks geben, ohne dass auf absehbare Zeit eine müde Zeile darüber geschrieben werden muss. Es gab ja offensichtlich ein weites Spektrum von Bedeutung, die Orks im alten Midgard haben konnten. Praktisch kamen Orks nur in nennenswerter Zahl in Publikationen vor, weil Alba komplett überrepräsentiert ist. Es wäre ja nicht gesagt, dass Orks eine große oder weltprägende Rolle spielen müssten. Dann würde ein kleiner Eintrag im Bestiarium reichen. Und den Spielleitern wären alle Freiheiten gegeben. Daran, etwas zu streichen, ist erst mal nichts originell. Es nimmt nur Möglichkeiten. Wenn es auf Damatu tolle, kreative Alternativen zu Orks gibt, dann gäbe es diese genau so auch, wenn Orks in irgendeinem Eck eine bescheidene Rolle spielen würden. Die Argumentation ist in etwa die gleiche wie: "Wir sind eine total tolle, kerative Eisdiele - wir haben kein Vanilleeis." Was nicht zu haben, ist noch keine kreative Leistung. Und wenn ich tolle, exotische Eissorten im Programm habe, dann schmecken die nicht schaler, wenn ich auch Vanille anbiete. Vielleicht bin ich da zu hysterisch veranlagt, aber in mir schlägt etwas unangenehm an, wenn mit Verboten, Ausschlüssen oder Bevormundungen gearbeitet wird. Man kann Damatu auch inivativ, cool und neu beschreiben, ohne dass man Orks kategorisch rausschreibt. Ich habe keinen Bock auf Zwerge und finde die langweilig. Deswegen lege ich in meinen Welten da keinen Schwerpunkt drauf. Aber ich würde sie als Volk nicht ausschließen wollen. Ich finde in derart Abgrenzungen nun gerade keine positive Energie. Und klar: Orks können total klischeehaft dargestellt werden. Wie Zwerge, wie Elfen, wie Zauberer, wie Barbaren, wie alles mögliche. Das heißt, ich muss mir ohnehin Gedanken machen und kreativ werden, wenn ich nicht das ganze Inventar der Fantasy streichen möchte.
  22. Ich weiß ja nicht, ob ich als Nicht-Damatu-Interessent hier was schreiben darf, aber ich halte das für einen eigenartigen Move. Sehr schön zeigt sich in dem Strang, dass die verschiedenen Midgardspieler sehr unterschiedliche Wege gefunden haben mit vielen, wenigen oder in Sichtweite gar keinen Orks zu spielen. Will sagen: Jeder konnte offensichtlich auf Midard so, wie er wollte und hatte die Freiheit, das selbst zu entscheiden. Jetzt hat man es offiziell von anderen entschieden bekommen. Fazit: Egal wie man zu Orks steht, es ist eine Entscheidung, die weniger Freiheiten bietet und mehr vorschreibt. Allen, die klassisch inspirierte Tolkien-Fantasy mögen, den wurde jetzt ein wichtiger Baustein gestrichen. Und wie sollte es auf Fantasywelten ein Platzproblem geben? Also: Würde die Existenz von Orks andere Species ausschließen? Und aus welchem Grund? Dass es keine Orks gibt, macht Damatu doch nicht origineller. Dann konsequent auch die Elfen und die Zwerge weg und einen ganz anderen Weg gehen.
  23. Was soll das erst werden, wenn das ganze Regelwerk raus ist?
  24. Thema von Leif Johannson wurde von Eleazar beantwortet in Alba
    Ich lese den Clannamen ohnehin mit der Asterix-Brille und bin gespannt, was da noch so kommt.
  25. Ich würde ja anders rechnen: Wenn es darum geht, einen Gegner aus dem Weg zu räumen und der einigermaßen normal gerüstet ist und ich rechnerisch einen einigermaßen passablen Schaden mache, dann rechne ich mit ca. 3-4 schweren Treffern, um einen Gegner auf 3 LP und niedriger zu hauen. Damit müsste die Wahrscheinlichkeit für einen gezielten Treffer also wesentlich höher liegen, damit es sich für mich lohnt. Ausnahmen sind irgendwelche Besonderheiten: Der Gegner hält ein seelenfressendes Monsterschwert in Händen, dass er unbedingt fallen lassen muss, oder der Gegner trägt eine RR und hat nur im Gesicht eine ungerüstete Stelle o.ä. oder ich habe eine sehr schwache Figur, die bei der gegnerischen Rüstung praktisch keinen Effekt erzielt. In jedem Fall habe ich unter M5 keinen gezielten Treffer mehr versucht, weil für meine Figuren normale, schwere Treffer viel eher zu einem gewünschten Erfolg geführt hätten, als der Versuch eines gezielten Treffers.

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