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Eleazar

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Everything posted by Eleazar

  1. Wir haben einmal bei Midgard ein Abenteuer nur mit Erkennen der Aura gelöst: Die Zahl der Verdächtigen war überschaubar und die Leute waren isoliert. Der Mord ließ zu 99% auf einen Täter mit einer Aura schließen. Wir haben die Gruppe insgesamt gescannt und hatten einen Ausschlag. Dann haben wir die Gruppe immer halbiert, bis ein Chaot und lauter Nichtse (die Gegenprobe hätten wir fairerweise noch machen sollen) übrig blieben. Für ein Abenteuer war das mal geil. Als Standardvorgehen - gähn. Für mich krankt es bei Midgard daran, dass alle Zauber, die für Abenteuer und NSF sinnvoll sind, auch allen Spielfiguren irgendwie und irgendwann zur Verfügung stehen. Ich weiß, das ist ein heikles Thema. Aber mich nervt das und mich nervt das auch an hochgradigen Zauberern in der Gruppe. Ich fühle mich da überfordert und auch genervt.
  2. ... wenn das Thema jetzt ausufert, müsste diese (sinnvolle) Diskussion mal an passende Stelle verschoben werden: Ja, grundsätzlich ja. Und trotzdem sind das doch gerade Faktoren, die steuern, wer sich wo unwohl fühlt. Bei manchen historischen Settings kommt man irgendwie nicht drumrum: Würde man ein Rollenspiel während des amerikanischen Bürgerkriegs spielen, dann müssten die Leute im Süden im Großen und Ganzen die Sklaverei befürworten. Und zwar mit Peitsche, N-Wort und mit Baumwollfeldern. Sonst macht das Setting keinen Sinn. Innerhalb des Settings kann man dann hervorragend schwarze und weiße SklavenbefreierInnen spielen und meinetwegen auch den einen damit sympatjisierenden Großgrundbesitzer. Aber wenn dessen Nachbarn auch alle ihre SklavInnen freilassen, exlodiert einem das Setting. Baue ich eine rein patriarchale Fantasywelt, in der die NSF der Frauenfigur (am besten mit Spielerin) überall und die ganze Zeit sagen, dass sie eigentlich in Haus zu Herd und Kindern gehört, könnte ich mir vorstellen, dass Frauen als Gesamtheit über dem Spiel den Stab brechen. Ebenso in Spielen, in denen immer auf der Häuslichkeit von Frauen bestanden wird (war im Mittelalter ja historisch), aber der Unfreie mit dem Adligen im selben Gästezimmer schläft und am selben Tisch ist (war im Mittelalter wohl eher nicht historisch). Rassismus und Chauvinismus können also auch in der unreflektierten Auswahl stecken, was am als historisch übernimmt oder nicht.
  3. Ich vermute mal "gibt es auch" ist überhaupt nicht das Problem. Eine Fantasywelt soll ja Konflikte in sich tragen und diese Konflikte können auch mal Chauvinismus und / oder Rassismus oder der zwischen wenig und hochentwickelten Kulturen sein. Wichtig vor allem ist, dass sich da nicht ein Bild zu 100 oder 90% durchträgt: Zum Beispiel dass Frauen immer am Herd stehen und entmündigt sind, außer bei den Amazonen (die das dann einfach mal spiegeln). Dass die Schwarzen, Gelben, Roten nicht überall kulturrell primitiv und den Weißen zivilisatorisch unterlegen sind. Dass also kurz gesagt unser gesamter Blick auf die Spielwelt heute kein kolonialer oder patriarchaler ist, selbst wenn das mal um 1900 eine historische Realität oder ein allgemein verbreitetes Vorurteil abgebildet haben mag. Die Probe aufs Exempel ist eigentlich immer: Würde eine Frau mit einer Frauenfigur sich auf dieser Welt genau so wohlfühlen und entfalten können wie ein Mann mit einer männlichen Figur. Gleiches gilt für SpielerInnen aus Afrika, Asien ... oder müsste man als Weltenbuchautor an irgendeiner Stelle peinlich ertappt zusammenzucken? Insofern sollte jede Ethnie im Spiel kulturell Licht und Schatten zu bieten haben. Historische Anleihen holen einem da immer eine problematische Thematik ins Boot, da die Sichtweise und die Kultur in der Vergangenheit einfach patriarchaler und oft auch rassistischer war. Vor allem Stelle ich mir das schwierig bei historischen Rollenspielen vor, wo das Thema Kolonialismus geradezu gesetzt ist. Ich habe den Eindruck, dass da öfters mit modernen Blasen gearbeitet wird: "Eigentlich haben Frauen zu der Zeit kaum Freiheiten und Rechte oder ein selbstbestimmtes Leben, aber unter den Abenteurern sammeln sich dann die ganzen Ausnahmen und werden dann auch akzeptiert." Und dann auch eben von der umgebenen Spielwelt mehr, als es das um 1900 oder 1880 tatsächlich wohl gewesen wäre. Was ja nicht bedeutet, dass man keine (fiesen) Chauvi-NSF ins Abenteuer einbauen darf. Nur wenn jede zweite Szene für eine eine Frau spielende Frau zu Spießrutenlauf werden würde, wäre es problematisch. Aber eine Spielwelt ganz ohne fiese, dumme, vorurteilsbehaftete Leute wäre wohl langweilig. Man darf eben nicht auf den Gedanken kommen, die Welt ist so. Oder noch schlimmer: Sollte so sein. Und was machen wir dann mit den Orks?
  4. Auf jeden Fall wird es höchste Zeit, jetzt wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Dan hat deutlich gemacht, wo ihm der Schuh drückt. Orkenspalter TV hat erklärt, warum es so gewesen ist. Wenigstens zwischenzeitlich war die Bereitschaft da, eine Online-Runde mitzumachen, mehr über Midgard zu erfahren und vielleicht daraus mal eine Sendung zu machen. Das ist doch alles konstruktiv und gut. Lasst uns das nicht kaputt machen und lasst uns uns in der Szene nicht gegenseitig zerfleischen. Boykottaufrufe und Unterstellungen helfen bestimmt nicht weiter. Dass auch alte, konservative, unbewegliche Blindköppe ein Feedback zu einem Video geben, ist in Ordnung und ihr gutes Recht. Vielleicht will Orkenspalter ja auch die mit in ihrem Publikum haben. Und dann ist so ein reinigendes Gewitter auch mal was Gutes. Wenn es kurz ist und danach die Luft besser. Auch Blindköppe sollten letztlich auf eine konstruktive Lösung hinarbeiten. Dewegen danke für deinen Hinweis.
  5. Vision: Ich habe in meiner Theia-Kampagne richtig von Leder gezogen und schön was erzählt. Die SpielerInnen haben etliches falsch interpretiert. Daraus hätte was Lustiges werden können. Leider ist das ganze recht unvollständig protokolliert worden. Jetzt weiß ich nicht mehr im Detail, was ich gesagt und was die SpielerInnen verstanden haben. Ab jetzt lasse ich jede Vision mitschneiden und mir zusenden.
  6. Verdammt, falschen Knopf gedrückt: Und dann noch diese Asiengeschichte: Vorab - ich spreche kein Wort irgendeiner fernöstlichen Sprache. Aber ich kenne mich mit zumindest einer nicht indogermanischen Sprache etwas aus und ich habe zumindest mal einem Sinologen mal länger zugehört. Ich habe keine Ahnung, ob die Macher des KanThaiPan-Quellenbuches irgendwelche Mandarin- oder Japanischkenntnisse einfließen lassen haben. Den Google-Übersetzer gab es ja noch nicht, aber Uni-Bibliotheken und -Mensen werden nicht weit entfernt gewesen sein: Entweder wussten sie, was sie tun und haben das Land oder das Tal bewusst so benannt. Oder sie haben lautmalerisch was zusammengedichtet. Was ich jedoch nicht glaube, ist, dass man so einfach aus einer deutschen Transkription auf ein chinesisches Wort zurückschließen kann. Außer die Autoren haben genau gewusst, was sie taten und sich an die entsprechenden Transkriptionsregeln gehalten. Aber dann hätten sie zu viel Ahnung, um keine Ahnung zu haben. Insgesamt fand ich das Heraushängenlassen der Sinologin auch allgemein recht penetrant. Die meisten hier im Forum werden irgendwas studiert haben und von irgendwas ganz viel Ahnung haben, was dann auch irgendwo wieder im Rollenspiel auftaucht. Ich auch. Und ja, was aus meinem Fachgebiet in Midgard verwurstet wurde ist oft oberflächlich, klischeehaft, manchmal naiv, manchmal recht eigenartig konstruiert. Und DSA, von denen ich auch etliche Quellenbücher habe, ist da um keinen Deut besser. Und kleinere Blicke in andere anderen Rollenspiele verheißen auch nichts Besseres. Aber es ist ja auch egal: Ich will mit meinem Midgard-Wissen ja auch nicht in einem Völkerkundemuseum oder in einer China-Ausstellung auftrumpfen. Ein Rollenspielautor muss keine fünf Studienabschlüsse haben - und dann würde ihm totsicher der sechste fehlen, wenn der nächste Schlaumeier aus dem Kasten springt. Das Einzige, was er oder sie leisten muss: Man muss ein Bild erzeugen können, mit dem SpielerInnen und LeiterInnen was anfangen können. Und das wird im weiten Feld der "Asien-Settings" funktionieren. Und zwar gerade, wenn man Sachen vereinfacht und zusammenzieht. Ich als Laie kriege vielleicht vier, fünf ostasiatische Kulturen voneinander getrennt (und da ist bei mir Indien schon mit bei), danach komme ich ohnehin ins Schwimmen. Wenn es bei bei Midgard einen Punkt gibt, den ich kritisiere, dann dass sie den gälischen Kulturraum sowas von feinunterteilt haben, dass ich Schwierigkeiten habe, die Unterschiede zu erkennen. Es ist ein Fantasy-Spiel: Wenn ich nach zwei Seiten Kulturbeschreibung weiß, dass es in der Gegend Ninjas und Samurai und ... gibt und ich damit 75% der Kultur verstanden habe, bin ich zufrieden. Bleiben noch 25%, die die Kultur fantasymäßig oder fremdeinflüssig so weit verfremden, dass ich nicht den Eindruck habe, allzu historisch zu spielen. Aber nun zu dem Video: Eine vielleicht bescheuerte Ortsbezeichnung (äh, Brocceliande - zwei) reicht aus, um von Midgard weg in den "Was ich schon immer mal sagen wollte" - Modus zu kommen. Um ausgehend von einem vielleicht zu übersetzenden Namen, den - wenn es denn so wäre - nicht mal 1% der RollenspielerInnen selbst übersetzen könnten, eine in den Rezensionen sonst nahezu einhellig positiv bewertete Weltenbeschreibung negativ darzustellen. Ach so, und das Titelbild kommt bei Nico nicht gut an. Ehrlich, wenn Mháire beim Thema "Asien-Setting" derart steil geht (und das tut sie ja scheinbar bei dem Thema häufig), dann sollte man doch vielleicht den guten, alten John Cleese-Grundsatz beherzigen ("Don't mention the War") und einfach noch mal weiterblättern. Wäre überhaupt nicht schlimm gewesen. So aber sahen wir nicht mal ein Durchgeblättert vom Weltenband, sondern eher eine allergische Reaktion. Bei der allerdings gesagt wurde, dass sie nicht nur bei Midgard so gekommen wäre. Aber sie kam nun mal bei Midgard. Anstelle irgendeines Blickes auf das, was Midgard seit der 5. Edition ausmacht. Und dass da eine Menge passiert ist, dass hätte zumindest einer von drei ausgewiesenen Rollenspiel- und Fantastikfachleuten vorher rauskriegen können. Ich habe überhaupt nichst dagegen, wenn Midgard kritisiert wird. Man darf das Spiel sogar richtig doof finden. Aber dafür sollte man zumindest wissen, worüber man spricht. Grundsätzlich. Sogar am Stammtisch. Erst recht, wenn man sich in der Öffentlichkeit vor seinem Publikum äußert. So war das eine richtig schlechte, unqualifizierte Vorstellung. Zumindest während dieser 10 Minuten. Schade für Midgard und schade für Orkenspalter-TV
  7. Ich weiß gar nicht, wie ich diesen Beitrag aufnehmen soll. Ich möchte ihn mal ernsthaft beantworten. Orkenspalter TV ist nicht irgendwas, sondern es ist Mulitplikator und Lautsprecher innerhalb der Rollenspielszene. Guck auf die Zahl der Klicks und die Zahl der AbonnentInnen. In der Regel hat Orkenspalter den Anspruch, Themen und Veröffentlichungen aus dem Bereich der Fantastik und dem Rollenspiel zu beleuchten, zu vertiefen und zu verbreiten. Es kann mal ein Format geben, in dem es etwas lockerer oder etwas deftiger zugeht, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Orkenspalter für einen Haufen Honks halten, die unqualifizierten Mist in den Äther senden. Daran darf man sie messen. Das Format: Ja, es war keine Rezension, aber sie wussten auch nicht erst 5 Minuten vorher, dass sie über Midgard was zu sagen hätten. Dann gibt es als verantwortungsbewusste netzjournalistisch Aktive eigentlich drei Wege: Ich informiere mich im Vorfeld (übers Netz beim Steamtinkerer, beim Dan, beim Forum, bei den Frankes ...) oder ich hole mir einen externen Experten dafür, der dazu was zu sagen hat (das wäre bei manch anderem vorgestellten System auch richtig gut gewesen) oder ich sage: "Sorry, wir können dazu leider nix sagen (und holen das später mal nach)". Und dann legt man so ein Buch mal auf den "Schaumama-Stapel". Dass Midgard überhaupt auf ihrem Tisch gelandet ist, resultiert aus einem vielfachen Wunsch aus dem Netz. Dass sich die von den dreien aus dem Team dieser Sendung nicht sonderlich ernst genommen fühlen, ist nachvollziehbar. Die sachliche Kritik: Die einzige, die in der Sendung inhaltlich was zu Midgard beitragen konnte, war Mháire. Sie bezieht sich auf ein Rollenspielerlebnis, als sie maximal 15 war. Offensichtlich ist das 10 bis 15 Jahre her. Ich habe eine ganze Reihe von One-Shots in verschiedenen Systemen hinter mir. Ein paar waren richtig schlimm, keines hat mich nachhaltig von Midgard weggekriegt. Aber ich würde mich doch niemals vor eine Kamera setzen und danach ein Spielsystem beurteilen: Bin ich an einen unfähigen SL geraten? War das Abenteuer blöd oder meine MitspielerInnen? Klebte ich nur an meinem gewohnten System? War ich selbst mies drauf? Ein Faktor reicht, um einen negativen Eindruck zu erklären. Also sollte ich mit meinen darauf fußenden Eindrücken etwas vorsichtig sein. Der nächste Punkt: Ich bewahre seit meiner Jugend Briefe auf. Auch unabgeschickte. Neulich habe ich die mal gelesen. Auweia. Und ich habe gerade ein 15-jähriges Kind zu Hause. Auweia. Ich drücke es mal so aus: Ich würde mich nicht trauen, mit 25, 30 oder 50 Jahren einen mit 15 Lenzen gemachten Eindruck oder ein damals gefasstes Qualitätsurteil heute noch mal ungefiltert in die Welt zu stellen. Zumal zwei Sachen ja noch dazu kommen: Midgard ist inzwischen zwei Editionen weiter, es gibt ein alternatives Auswürfelsystem, sogar in der Regel die Anregung, miese Figuren noch mal auszuwürfeln und das Kompetenzlevel ist gewaltig gestiegen. Hätte man wenigstens noch mal eine M5 Rezension gelesen, wäre man entscheidend mehr auf der Höhe gewesen. So hat das Ganze den Charakter von: "Ich bevorzuge Kino gegenüber TV, denn TV ist schließlich schwarz-weiß". Dann ist da noch der "allwissende Thomas" (O-Ton aus der Vorstellung) unten rechts mit seiner veralteten Regeledition und seiner sehr allgemeinen Railroading-Bemerkung, die nirgends unterfüttert ist. Welche Abenteuer kennt er? Kennt er überhaupt welche? Wie alt sind die? Nun bin ich bei Kaufabenteuern auch immer etwas skeptisch, was dieses Problem angeht. Allerdings waren die vier auch ziemlich alten DSA-Abenteuer, die ich mal geleitet habe, railroadingtechnisch auch ganz vorne an. Aber wie gesagt: Die sind auch schon alt und Railroading war vielleicht noch nicht als Todsünde erkannt. Thomas aber raunt was und ordnet es nicht ein. Da hätte ich von einem zugeschalteten Experten mehr erwartet. Meinungsfreiheit: Man kann ja gern zu allem eine Meinung haben. Gehe ich damit vor Tausenden von Abonnenten auf Sendung, sollte es eine qualifizierte Meinung sein. Denn genau das erwarten die Leute von Orkenspalter-TV. Und die ist es bezüglich Midgard bei allen Dreien nicht. Dann sollte ich wenigstens zurückhaltend sein mit negativer Kritik. Meinetwegen auch mit positiver. Alles andere kann man hervorragen im privaten Kreis oder am Stammtisch raushauen. ... weiter unten geht es noch weiter ...
  8. Die Art, in der sie anhand eines eventuell übersetzten Ortsnamens über die KanThaiPan-Kultur urteilt, kam bei mir zumindest etwa in der Art an. Und die ganzen 10 Minuten waren für meinen Geschmack schon sehr von oben herab. Ansonsten möchte ich mir kein Urteil erlauben.
  9. Ich hatte den Eindruck, alle drei hatten von Midgard keine große Ahnung, aber schon mal eine gefestigte Abneigung gegen das System. Was soll dabei schon rauskommen? Schon der Gag am Anfang sagte eigentlich alles. Mit dem Weltenband kann man wohl kaum das Spielsystem beurteilen und wie lange brauchte er eigentlich, um zu erkennen, was er da in der Hand hatte? Und die aktuelle Edition 5 könnte man auch ruhig in die Hand nehmen, wenn man das System beurteilen will. Nachdem der Midgardteil durch war, bin habe ich nur kurz weitergeschaut und bin dann ans Ende gesprungen und das war Midgard wieder runter vom Stapel. Also, so oberflächlich, halbwissend und vorurteilsbehaftet wie da mit Midgard umgesprungen wurde, frage ich mich, wie viel Wert ich eigentlich den anderen Betrachtungen zumessen soll. Öh, und das Rumgehacke auf den Namen in KanThaiPan war auch merkwürdig: Einerseits sollen die Kulturen fantastisch und ausgedacht sein, aber andererseits soll man möglichst Mandarin sprechen können, um ein Tal zu benennen? Einerseits klingen die Namen zu ausgedacht, andererseits traut sie sich eine Übersetzung anhand einer Transkription zu? Entweder oder, aber beides zugleich geht doch nicht. Was ich gut finde ist, dass sie offenbar bei Steamtinkerer eine Runde online spielen wollen. Man darf Midgard ja gern auch sehr blöd finden, aber dann sollte man vorher mehr drüber wissen oder sich anlesen. So fand ich das reichlich strange.
  10. Wer mal die griechischen Sagen liest, der wird sich über die dortige "Moral" schon sehr wundern. Dass es einen umrissenen, klaren moralischen Kodex gibt, an den sich alle zu halten haben, stammt aus der jüdisch-christlichen Tradition. Viele andere antike Herrscher hatten (weitgehende) Narrenfreiheit. Bei vielen Helden wurden Morde, Raub oder Vergewaltigung nicht mal kritisiert. Wenigstens nicht in der "Standardausführung", sondern nur wenn noch moralisch besonders verwerfliche Komponenten dazu kamen. Götter ahndeten Verbrechen nicht allgemein, sondern dann, wenn sie gegen ihre Ziele oder Lieblinge gerichtet waren. Es ging nicht um Recht und Strafe, sondern um Rache und Vergeltung.
  11. Kopf zum falschen Körper legen. Dürfte auch für etliche, schwer zu ermittelnde Probleme sorgen. ... Ich glaube, ich sollte mal ins Bett gehen.
  12. 8/19. Ich rasiere mich nicht gerne und mache es aber doch jeden Tag. Sonst wären es 7. Und mit der modischen Kleidung: Ich finde, es geht. Würde ich meine Frau fragen, dann wären es wieder 8. Und ich trage gerne schwarz, aber auch gerne orange oder grasgrün, wenn ich meine T-Shirts so betrachte. Wie bei jeder Umfrage eigentlich könnte ich unter "Sonstiges" noch einiges erläutern und klarstellen. Ach, mache ich ja gerade.
  13. 3) Die bewiesene Existenz von Göttern Die Tatsache, dass es unzweifelhaft GöttInnen gibt und diese in den Lauf der Geschichte eingreifen, müsste die Macht der Kulte und des Klerus eigentlich geradezu explodieren lassen. Im einfachen Volk aber gerade auch gegenüber den weltlichen MachthaberInnen.
  14. Finde ich auch. Aber zwei Fragen hätte ich dazu: Wie viel Energie kostet das? Und wie beeinflusst das die Lebensdauer des Geräts? Richtig geil fände ich, wenn du einstellen könntest, dass dir jeden Tag ein zufälliges neues Gemälde präsentiert würde. Könnte die Kinder verstören.
  15. Stimmt, und zwar Frau im engeren Sinne. Nicht Typen ohne Bart in Magiergewandung, was ja sonst eventuell optisch dicht rankäme..
  16. Meinst du tatsächlich mehrere Rüstungen oder verschiedene Rüstungsteile?
  17. Wir spielen ja keine Hexenverfolgung nach, wo die Kirche die Sache angetrieben hat und die Verfolger und Denuntianten vollkommen irrational gehandelt haben. Wir spielen in einer Welt, in der Magie und Schwarze Magie real sind. Entsprechend können genaue Untersuchungen auch reele Ergebnisse erzielen. Andererseits ist Magie in den meisten Kulturen ja erlaubt und von höchster Stelle geachtet. Insofern wird es eine Allianz von Gilden und Obrigkeit geben, die Magier zu schützen und deren Sicherheit im Regelfall zu gewährleisten. Das schließt auch ein, dass ein Mob ohne jede Kenntnisse nicht einfach jeden merkwürdigen oder irgendwie verdächtigen Zauberer verbrennen darf. Das setzt voraus, dass es empfindliche Strafen für das Verbrennen Unschuldiger gibt. Und da ist das Leben eines Bauern auch nicht gerade viel wert. Insofern wird sich ein Mob schon sehr sicher sein müssen, wenn er zum Äußersten greift. Einen verdächtigen Magier zu vertreiben oder aus dem Dorf zu prügeln, kann man schon leichteren Herzens machen. Ich mache mal ein Beispiel auf: Ein Priester will heilen, würfelt eine 1 und erzeugt den gegenteiligen Effekt. Wird der Priester automatisch spontan verbrannt? Kann ja irgendwie nicht sein, oder? Meine Dorfbewohner würden den Verdacht haben und den Priester gefangen nehmen, fesseln, knebeln, Sack über den Kopf und Rat aus dem nächsten Kloster holen. Passiert das gleiche in einem Kampf, dass eine Berührung Wunden verursacht, geht eventuell das Holzsammeln los. Besser wäre es natürlich, wenn schwarzmagische Sprüche ein deutliches, auch für Laien erkennbares Merkmal hätten (violettes Leuchten...). Hamwa aber nicht.
  18. !!! Irgendwelche Spitzfindigkeiten mögen sich die Tribunale der jeweiligen Magiergilden ausdenken und in langwierigen Verfahren mit rechtlichem Beistand ausverhandeln. Der mistgabelige Mob von Scheiterhaufenanzündern wird ohnehin keinen Einblick in die Gildenrollen haben, wer welche Zauber gelernt hat, aber nur zu Forschungszwecken. Insofern kann es nur darum gehen, wer die Schwarze Magie angewendet hat. Und zwar ziemlich zweifelsfrei. Sollten noch Zweifelbestehen, wird man den verdächtigen Zauberer wohl eher fesseln, knebeln und ihm einen Sack über den Kopf ziehen und ihn an eine in der Frage kompetente Gerichtsbarkeit überstellen. Denn ein Mob, der ohne klare Beweise einen Zauberer lyncht wird zumindest mit der Gilde und dann auch mit der Obrigkeit massiven Ärger bekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so was ohne harte Strafe bleibt. Und im Falle, dass der Zauberer tatsächlich unschuldig war, werden alle, die die Fackel geschwungen haben, plus Dorfvorsteher sicher ähnliches erleiden müssen. So wichtig die Verfolgung (und Ausschaltung) von Schwarzmagiern ist, so wichtig ist auch der Schutz der Gildenmagier oder ähnlich organisierter Zauberer.
  19. Wir machen in der Göttinger Gruppe reihum ein Protokoll. Als SL baue ich darauf, dass die Protokolle umfassend und möglichst genau sind. Wenn ich was improvisiere, dann kann ich mir nicht nebenbei detaillierte Notizen machen.
  20. Wir haben mal einen Chaostempel geschändet: Alles Blut weggewischt, Häkeldecken und Blümchen auf den Altar gestellt und Wandtatoos geschrieben: "Make Love, Not War" oder "In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken" Ach ja: Rüschenvorhänge aufgehängt!
  21. ... und "unübersichtliche Übersicht" ist das geilste, was ich heute gehört habe!
  22. Eine Wahnsinnsarbeit! Respekt. Mir ist bei der ganzen Sache noch nicht so richtig klar, was in der Form der praktische Nutzen sein kann. Aber du wirst dir ja irgendwas gedacht haben. Die Midgard-Publikationen sind beim Thema Geschichte ja immer etwas sparsam. Wenn man selbst was schreiben will, sind solche Übersichten ziemlich hilfreich. Bei der ersten Tabelle fehlt mir ein Anhaltspunkt, wo die Völker eigentlich leben oder gelebt haben und irgendwie eine historische Komponente. Also, wann haben die ihren Staat gegründet oder sind wo aufgetaucht? Das wären die beiden Punkte, die mich eigentlich interessieren würden, wenn ich mir so einen kulturellen Stammbaum angucken würde. Da gibt es auf der Midgard-Wiki so eine farbig gestaltete Tabelle. So eine Art Zeitleiste, die aber auch etwas unübersichtlich und durch den Weltenband vielleicht überholt ist. Und noch ein kleiner Hinweis: Das Flussvolk ist wahrscheinlich das Floßvolk, oder liege ich falsch? Ich ziehe meinen Hut vor der Recherchearbeit.
  23. Bei Diplomacy oder Junta ist aber vorher klar, was gespielt wird. Midgard... ist aber von der Anlage erst mal ein kooperatives Spiel. Die Figuren kommen am besten durchs Abenteuer, wenn sie sich ergänzen und aufeinander verlassen können. Wenn dann der SL mit seinem Auftrag einen Keil in die Gruppe treibt, darf er sich nicht wundern, wenn wenigstens ein Teil der Spieler ihren Spaß an der Sache verlieren. Wenn der Impuls oder die Idee aus der Gruppe kommen, ist es was anderes. Aber wenn der SL aktiv Zwietracht in die Gruppe trägt, hat er seinen Auftrag nicht verstanden. Er untergräbt die Basis des Zusammenspielens.
  24. ... und wer hat sie vorher Korrektur gelesen? An alle DSA-1.-Auflage-Einsteiger: Ihr Küken! Ich habe mir übrigens ganz am Anfang selber einen W20 aus Gips gegossen. Meinen kostbaren, aufwändig bestellten Würfel wollte ich nicht mit auf eine Wanderung nehmen. Was soll ich sagen, der funktionierte nicht so richtig. Das war dann nicht mal Rollenspiel-Steinzeit, sondern - Kreidezeit!
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