Zu Inhalt springen

Michael M

Mitglieder
  • Beigetreten

  • Letzter Besuch

  1. Boah, wie beantworte ich das jetzt ohne Essay. 😅 Ich versuche es mal, vermutlich doch mit einem Essay. Rollenspieltheorie ist ohnehin schon ein recht mühseliges Feld und für Spieldesign und vor allem für das Spielen in ungefähr so nützlich wie Theaterwissenschaft für die Arbeit am Theater – kann helfen, aber du kannst auch sehr gut ohne auskommen. Wobei Theaterwissenschaft im direkten Vergleich wissenschaftlich breiter erschlossen ist. 😉 Klar, es ist immer gut, wenn man sich mit demselben Vokabular über eine Sache unterhalten kann, aber unser Hobby ist nicht gerade dafür bekannt, mit sauber definierten und allgemein anerkannten Begriffen zu diskutieren. Dann gäbe es auch weniger Blogs und YouTube-Channels zum häufig Gleichen. Bevor ich ins Detail gehe: "Simulationistisch", "Gamistisch" und "Narrativ" eignen sich für mich eher als Beschreibung einer individuellen Spielpraxis oder eines Spielstils, denn als Beschreibung eines Regeldesigns. Das gilt vor allem für breit aufgestellte Systeme, zu denen ich Midgard in allen Editionen von 1 bis 6 explizit mitzähle. Ich bin da eher bei @Kazzirah und finde die Unterscheidung in "detaillierte Regeln" und "schlanke Regeln" passender und klarer abgegrenzt. Klar, Labels helfen, gerade wenn du selbst klar benennen kannst, was dir gefällt, und etwas suchst, das diesem entspricht. Aber diese Zuschreibungen sind keine exakte Wissenschaft, sondern vielmehr durch Empfindungen und Erfahrungen geprägt. Dazu kommt, dass diese drei Kategorien spätere Zuschreibungen sind, die in der Ursuppe des Rollenspiels keine bewusste Rolle spielten. Bei vielen modernen Rollenspielen verschwimmen die Grenzen (Daggerheart wäre da für mich ein Beispiel). Und bei Rollenspielen, die nicht eine sehr eng fokussierte Nische im Blick haben, sowieso. Zumal es meiner Auffassung nach gegenwärtig keinen großen prägenden Trend gibt, wie ihn zum Beispiel Storyteller und Fate oder die vierten Editionen der großen, langlebigen Rollenspiele vorgegeben haben, die allesamt Kinder ihrer Zeit sind. Aber zurück zu den Definitionen an sich, gerade die, die du verwendest bzw. ChatGPT verwendet, und diese im Spiegel zu M6. Disclaimer: Hier und da kann es vorkommen, dass ich etwas überspitze. 😇 Drei von vier Punkten treffen auf M6 zu; eine detailreiche "Simulation" von Verletzungen und Ausrüstungen haben wir nicht, regelseitig "simulieren" wir keine Gesellschaft. Ist es also ein simulationistisches Rollenspiel? Okay, Balancing braucht kein Mensch, sagt zumindest der Chefredakteur. 😁 😉 Charakteroptimierung ist nicht forciert, aber möglich (und als einer von vier Spielfoki eine Frage der Figurenerstellung), clevere Spielweise soll explizit belohnt werden, Sieg/Erfolg sind nicht ausgeschlossen (Niederlagen allerdings nicht schlimm), und ich habe schon sehr taktische Kämpfe mit M6 erlebt (keine Kästchen machen ein Spiel nicht weniger taktisch). Wie nahe rückt dies M6 an ein gamistisches Rollenspiel? 4 von 4. Ist M6 damit eindeutig ein narratives Rollenspiel? Aber wie steht diese Aussage dazu, dass anscheinend Merkmale der anderen beiden Schubladen hier und da auch zu passen scheinen? Am Ende kommt es mehr darauf an, wie du spielst, weniger darauf, was das System dir anbietet. Ich habe sehr lange DSA in der 4. Edition mit starkem narrativen Fokus gespielt. Und eines der stärksten "simulationistischen" Erlebnisse hatte ich als Spieler mit 20XX, und die komplette Spielmechanik passt auf eine A5-Seite. Jetzt könnte ich mich noch zu einem Exkurs über Simulation und Simulationsmus im Rollenspiel hinreißen lassen; für mich ist das überwiegend Augenwischerei durch Zahlen. 😉 In Kürze, es fängt für mich schon da an, ob es wirklich glaubwürdiger ist, dass ein sich bewegendes Ziel exakt 10% schwerer zu treffen ist als mit Nachteil zu würfeln. (Beides zeigt, dass es nachvollziehbar schwerer ist, ein sich bewegendes Ziel zu treffen, aber eine exakte Simulation ist nichts davon; bei dem einen kennst du vielleicht die Wahrscheinlichkeitsverschiebung besser.) Letztlich sind alle Regelwerke samt und sonders eine Simulation – oder besser: eine Übertragung fiktiver Handlungen in einer fiktiven Umgebung in Spielregeln –, und nur der Detailgrad unterscheidet sich. Und in diesem Sinne würde ich auch M6 einordnen. Die Regeln haben ein weniger hohen Detailgrad als Spiele wie Splittermond, Pathfinder oder auch M5, aber mehr als Swords & Wizardry, Mausritter oder Legends of the Mist. Es bietet Regelmechaniken, die zu "narrativen Spielpraxisen" animieren, ohne diese in den Vordergrund zu stellen; es ist sicherlich spielmechanisch narrativer als M5. Es ist aber gleichzeitig flexibel genug und so entworfen worden, dass auch innerhalb einer Spielrunde verschiedene Spielstile (oder besser: Spielfoki) nebeneinander funktionieren können. Außerdem, seien wir ehrlich: Am Ende des Tages geht dann doch um die Spielpraxis. 😉
  2. Ich habe da natürlich meine eigene Meinung, die schon da anfängt, dass ich die GNS-Theorie für zu eng gefasst und nicht akkurat halte. Das wird durch die ChatGTP-Zusammenfassung noch einmal deutlicher. Aus der Design-Perspektive kann ich sagen: Bei M6 geht es darum, Herausforderungen zu meistern und bedeutungsvolle Geschichten zu erschaffen, und das in einer glaubwürdigen Welt mit konsistenten Erzählräumen. 😉
  3. 🙂 Der Drachentöter PodcastEpisode 231 - Midgard 6 mit Michael MasbergIch bin Mike und habe mich Michael, seines Zeichens Pegasus Chefredakteur zu Midgard 6 unterhalten.
  4. Heute Abend veröffentlicht der Drachentöter-Podcast eine neue Episode. Habe ich gehört. Und darin redet Mike mit jemand anderes über Midgard. Habe ich gehört.
  5. Ein bisschen von beidem: eine Produktion von Schauspielstudierenden, die ich gerade produktionstechnisch betreue.
  6. Viel Spaß! Ich werde leider nicht dort sein können, weil ich an einem ganz anderen Ende der Republik für etwas völlig anderes benötigt werde. (Na ja, nicht völlig anders, denn dort schlüpfen Personen ebenfalls in andere Rollen; nur wird dabei nicht gewürfelt.)
  7. Das würde ich gerne vermeiden. 😇
  8. Es gibt ein internes Publikationsdatum. Und eine interne Perspektive, wann wir das definitive Erscheinungsdatum bekannt geben. Wir fänden es echt blöd, für diesen Launch ein Datum anzukündigen, das wir nicht garantieren können. Aber auch die Ankündigung soll zelebriert werden und nicht nebenbei passieren. Okay, die kurze Antwort auf deine Frage lautet "Nein". 🙈
  9. Thema von Hornack Lingess wurde von Michael M beantwortet in M6 - Abenteuer
    Hehe, ich war kurz versucht, sie aufzunehmen. Aber letztlich sind Werte von Nebenfiguren im Kern dann relevant, wenn es um den Wettstreit mit Spielfiguren geht. Solange keine Spielfigur beteiligt ist, muss man als SL nicht würfeln, sondern kann einfach entscheiden, was gelingt und was nicht (da genügen die zwei Stufen "Klappt" und "Klappt nicht" 😉). Wenn aber eine Spielfigur involviert ist (in der Regel in einem vergleichenden Erfolgswurf), wäre die Stufe "Sie hat ohne zu würfeln Erfolg, egal, was du machst" irgendwie … blöd. 😆
  10. Thema von Hornack Lingess wurde von Michael M beantwortet in M6 - Abenteuer
    Alles gut. Ich weiß ja jetzt, dass es für Diablo 1 steht. Auch wenn es seltsam ist, warum hier von manchen ein 29 Jahre altes Computerspiel als Nachfolgeedition von M5 angesehen wird; zumal die Mechanik dahinter ja vollkommen anders ist als Midgard. Das ist schon verwirrend. Ich würde Diablo 1 ja eher in einem anderen Faden diskutieren und hier bei M6 bleiben. 😉
  11. Thema von Hornack Lingess wurde von Michael M beantwortet in M6 - Abenteuer
    Haha! Ich bin tatsächlich erst mit Diablo II eingestiegen. 😂
  12. Thema von Hornack Lingess wurde von Michael M beantwortet in M6 - Abenteuer
    Wir haben mit verschiedenen Stufenmodellen experimentiert und sind dann beim dreistufigen Modell gelandet. Alles darüber hat nicht wirklich einen Gewinn gebracht. Technisch gesehen hast du eigentlich noch eine vierte Stufe, nämlich "Scheitert einfach, ohne zu würfeln". 😉 Im Kapitel Das Spiel leiten wird näher auf das Thema der Kompetenz und der drei Stufen eingegangen, sowie darauf, wie man sie für lebendige und abwechslungsreiche Figuren nutzen kann – und wann der Wert überhaupt relevant ist. Ich checke immer noch nicht, was dieses D1 ist, aber M6 hat definitiv den Anspruch einer guten Zugänglichkeit. Bei deiner Trendanalyse würde ich dir nur bedingt zustimmen, weil das Pendel durchaus in beide Richtungen schwingt. Sowohl Pathfinder als auch Starfinder würde ich in der zweiten Edition nicht als "einfacher" oder "schlanker" als die erste Edition bezeichnen. Das Schwarze Auge bewegt sich seit jeher in die komplexere Richtung (über DSA5 kann man in der Hinsicht unterschiedliche Meinung sein; es hat schon einige Aspekte verschlankt, wobei ich hier eher von Vereinheitlichung als Vereinfachung sprechen würde, um sich dann mit vielen, vielen Zusätzen in eine opulente Kleinteiligkeit zu entwickeln). Und Avatar Legends und Root sind zwei Beispiele für narrative Spiele, die das im Kern einfachere PbtA in eine crunchigere Richtung weiterentwickelt haben. Ich glaube, früher gab es viel mehr eindeutige Trends (man schaue nur mal auf die jeweiligen vierten Editionen von Midgard, D&D und DSA) als heutzutage, wo das Angebot viel pluralistischer ist. Es ist viel einfacher geworden, das Regelwerk zu finden, das am besten zu den eigenen Bedürfnissen (und vielleicht auch einer geänderten Lebens- und Spielsituation) passt.
  13. Ja, ich weiß, aber sichere Produktionsslots sind in der heutigen Zeit nicht so einfach. Und wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Finalisierung des Schnellstarters weiter nach hinten zu legen, damit er regelseitig auch wirklich deckungsgleich mit dem GRW ist, für das wir ja noch ein paar Dinge ausgebügelt haben. Wir wollten den Fall vermeiden, dass Schnellstarter und GRW sich widersprechen, wie es mitunter ja bei neuentwickelten Regeln/Editionen vorkommt.
  14. Ich habe ihn noch nicht in den Händen, aber er befindet sich in Produktion. 😉
  15. Thema von Hornack Lingess wurde von Michael M beantwortet in M6 - Abenteuer
    Eine andere Option wäre eine Form von Protektion. Axum verfügt über großen Einfluss, und den kann er auch geltend machen, damit über gewisse Dinge … hinweggesehen wird (mehr noch, wenn es sich für ihn selbst als profitabel erweist).

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.