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Wer sagt die passende Fertigkeit an: Spielende oder SL

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Moderation

Auf @Puschels Anregung hab ich einige Beiträge aus dem Strang Der Erfolgswurf bei LvD wird ganz anders geregelt als bei M1-M5 hierhin gezogen. Diskutiert bitte hier darüber, ob Spielende oder Spielleitung entscheiden bzw. anregen, welche Fertigkeit benutzt wird und was ihr davon haltet.

Patrick

Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen

Ich erwarte auch bei M 3-5, dass die SL mir sagt, welche Fertigkeit für meine Idee passend ist. Lernen würde in deinem Fall ja auch die Spielfigur und nicht der Spielende - es sei denn es geht um Ratespiele (nach dem Motto, schau ich mal, ob ich richtig tippe, welchen Lösungsweg sich die SL so ausgedacht hat ...)

Wenn ich als SL mit Anfängern spiele, dann gebe ich natürlich Tipps, welche Fertigkeit wohl passend wäre, halt kurze offgame Regel erklärung...., aber als erfahrener Spieler, ey, nein, da können, sollen sie alleine schwimmen

Bearbeitet ( von Patrick)

Ich glaube, es betrifft die Erwartung an Rollenspiel allgemein. Und ich finde, meine persönliche Vorstellung von Rollenspiel ist es, da ich mir überlege, was die Spielfigur jetzt tun möchte. Das man dafür überhaupt eine Fertigkeit auswählen und würfeln muss, ist ja nur ein Hilfsmittel. Ob ich als Spieler gut darin bin, eine passende Fertigkeit auszuwählen, ist für mich kein Wert an sich. Da überlasse ich gern dem Spielleiter als Mittler zwischen der Vorstellung, der Immersion auf der einen Seite und den Regeln auf der anderen Seite.

Von daher gefällt mir der ganz am Anfang des Stranges zitierte Absatz der M6-Regeln sehr gut.

  • Ersteller
8 Stunden her, Godrik schrieb:

Ich finde @Panther , das siehst Du zu mechanisch. Rein nach Deinem Zitat könnte ich in M5 den Preis für ein Reitpferd runterhandeln, indem ich erfolgreich die Fertigkeit „Klettern“ verwende.

Nein warum sollte ich mich SL von Kletterkünsten beeindrucken lassen als Verkäufer?

8 Stunden her, Godrik schrieb:

warum liest Du bei M6 nicht genauso situationsangemessen? Alle sprechen miteinander, bis eine stimmige Lösung gefunden ist. Im Zweifel hat das Spielleity das letzte Wort.

Das ist es eher, wenn der Spieler umbedingt auf Klettern würfeln will, dann hat er das letzte Wort und ich neutraler SL reagiere nur mit meinem Verkäufer darauf.

Wahrscheinlich verwirrt, beleidigt und mit einem höheren Preis als Pferdeverkäufer, es sei denn der Verkäufer plant morgen eine Bergbesteigung und freut sich über die Tipps. Anfänger Spielern hätte ich wohl gefragt, also bei Midgard nimmt man da eher Geschäftssinn, Beredsamkeit oder Verführen mit evtl. vorigem Aushören/Verhören. Willst su das Pferd immer noch mit einer Rede über deine Kletterkunst kaufen?

Eigentlich könnten auch die Mitspieler beraten....

Bearbeitet ( von Panther)

11 Stunden her, Panther schrieb:

Probleme löst man mit guten Ansätzen, die besten Ansätze sind ohne Würfeln. Aber wie oft habt ihr als Spielgruppen , die die optimale Lösung finden.

Recht häufig. Weil ich als Spielleitung die „optimale Lösung“ nicht festlege; was soll das auch sein? Ich präsentiere ein Problem oder eine Herausforderung, die Spielenden entwickeln eine Strategie zur Lösung. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich gar keine Ahnung habe, wie die Lösung aussehen könnte. 🤣 Und das muss ich auch nicht.

Ich bewerte dann anhand der Ansätze, ob sie klappen oder nicht, und im Zweifel entscheidet ein Würfelwurf.

Und ganz nebenbei, die „optimale Lösung“ ist genau betrachtet auch langweilig. Die nicht ganz optimale Lösung sorgt für die spannendere Wendung. 😉

Bearbeitet ( von Michael M)

Vor 2 Minuten, Michael M schrieb:

Ich bewerte dann anhand der Ansätze, ob sie klappen oder nicht, und im Zweifel entscheidet ein Würfelwurf.

Eventuell sind wir hier nichtmal so weit voneinander weg vermute ich mal.

Ich mag „Dogs in the Vineyard“ ganz gerne. Dort hat es ein Prinzip: „Lasse nur dann würfeln, wenn ein Scheitern des Wurfes zu interessanten Ergebnissen führen würde.“

Ganz so dogmatisch seh ich es am Ende zwar nicht, es soll schon einen Unterschied zwischen „Ich hab Punkte eingesetzt“ und „Hat mich nie interessiert“ geben, aber ne gute Richtschnur ist das schon finde ich.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

Vor 17 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Ich mag „Dogs in the Vineyard“ ganz gerne. Dort hat es ein Prinzip: „Lasse nur dann würfeln, wenn ein Scheitern des Wurfes zu interessanten Ergebnissen führen würde.“

Das ist letztlich auch eine unserer Prämissen, formuliert als „Hat ein Scheitern Konsequenzen?“. Wenn „nichts“ bei einem Misserfolg passiert, empfehlen wir, nicht zu würfeln (oder sich eine interessante Konsequenz auszudenken).

OffTopic:

Ich finde die hier entstandene Diskussion über "Erfolgswürfe und / oder Lösung durch gute Ansätze" sehr interessant für mich.

Allerdings glaube ich, dass es sich dabei etwas vom Strangthema entfernt. Denn es geht bei manchen Posts (nach meinem Empfinden) weniger um den Vergleich M5 / M6, sondern eher unabhängig vom System allgemein beim Leiten.

Falls jemand vom Moderatoren Team das auch so sieht, würde ich mich freuen, wenn dazu ein eigener Strang (unabhängig von M5 / M6) ausgelagert werden könnte.

(Ich möchte jetzt nicht einfach selbst einen solchen erstellen, da ich weder weiß, ob die Diskussion hier verbleiben soll noch in welcher Forumsecke ich ihn eröffnen sollte).

2 Stunden her, Panther schrieb:

Nein warum sollte ich mich SL von Kletterkünsten beeindrucken lassen als Verkäufer?

Das ist es eher, wenn der Spieler umbedingt auf Klettern würfeln will, dann hat er das letzte Wort und ich neutraler SL reagiere nur mit meinem Verkäufer darauf.

Wahrscheinlich verwirrt, beleidigt und mit einem höheren Preis als Pferdeverkäufer, es sei denn der Verkäufer plant morgen eine Bergbesteigung und freut sich über die Tipps. Anfänger Spielern hätte ich wohl gefragt, also bei Midgard nimmt man da eher Geschäftssinn, Beredsamkeit oder Verführen mit evtl. vorigem Aushören/Verhören. Willst su das Pferd immer noch mit einer Rede über deine Kletterkunst kaufen?

Eigentlich könnten auch die Mitspieler beraten....

Also entscheidest Du ja doch, welche Fertigkeit sinnvoll eingesetzt werden kann und welche nicht. Ich verstehe nicht, warum Du das verneinst.

Vor 3 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Also entscheidest Du ja doch, welche Fertigkeit sinnvoll eingesetzt werden kann und welche nicht. ...

Ich habe @Panther eher so verstanden, dass er nicht entscheiden möchte, welche Fertigkeiten in Frage kommen. Anfängern könne man durchaus Tipps geben (bzw. geben lassen von Mitspielern), aber erfahrene Spieler sollten (so verstehe ich ihn) selbst entscheiden.

Als SL reagiert er "nur" entsprechend: wenn die Fertigkeit sinnvoll eingesetzt ist, dann passt alles (Erfolg oder Misserfolg entsprechend dem Wurf). Ansonsten kann aber auch eine falsch eingesetzte Fähigkeit Folgen haben ("passt zufällig": Verkäufer ist über Klettertipps dankbar / "passt gar nicht": Verkäufer reagiert verärgert, weil seine Zeit verschwendet wurde).

So habe ich zumindest sein Post verstanden. Und ich finde, dass spiegelt "das wahre Leben" auch ganz gut wieder.

13 Stunden her, Fabian schrieb:
14 Stunden her, Panther schrieb:

Ich empfinde es so, das der Spieler dann nicht mehr aus Fehlern lernen kann, die SL nimmt dann schon das optimale für den Spieler....

Ich erwarte auch bei M 3-5, dass die SL mir sagt, welche Fertigkeit für meine Idee passend ist. Lernen würde in deinem Fall ja auch die Spielfigur und nicht der Spielende - es sei denn es geht um Ratespiele (nach dem Motto, schau ich mal, ob ich richtig tippe, welchen Lösungsweg sich die SL so ausgedacht hat ...)

11 Stunden her, Panther schrieb:

Wenn ich als SL mit Anfängern spiele, dann gebe ich natürlich Tipps, welche Fertigkeit wohl passend wäre, halt kurze offgame Regel erklärung...., aber als erfahrener Spieler, ey, nein, da können, sollen sie alleine schwimmen

Nehmen wir mal den Fall, die Spielgruppe steht in Chryseia vor einem fremdartigen Wandmosaik in eine Ruine.
Die Spieler haben keine Ahnung, würfeln erstmal auf das naheliegende: Landeskunde Chryseia - über 20, aber SL sagt: deine Figur weiß nichts darüber.
Erfahrene Spieler wissen unter Umständen, dass Chryseia mal zu Valian gehört hat und würfeln vielleicht auch noch darauf. Wieder nichts. [Kurzer Exkurs: was ist mit den Spielern - nicht den Figuren - die das nicht wissen, wie sollen die auf die Idee kommen?]
Irgendjemand sagt, "Hmmm, Chryseia ist nicht weit von Alba, ich mach mal einen Schuss ins Blaue und versuche es mit Landeskunde Alba." Wieder nichts.

Fängt jetzt bei Dir das wilde rumwürfeln an, wo jeder mal auf alle Landeskunden würfelt, weil Du als SL ja nicht sagen willst, was die Leute würfeln sollen? Oder sagst Du einfach nach dem Abenteuer: "Haha, es wäre Sprache: Geheimzeichen gewesen, aber auf die Idee seit ihr ja nicht gekommen. Und ihr sollt ja alleine schwimmen!" ?

Vor 4 Minuten, Puschel schrieb:

Ich habe @Panther eher so verstanden, dass er nicht entscheiden möchte, welche Fertigkeiten in Frage kommen. Anfängern könne man durchaus Tipps geben (bzw. geben lassen von Mitspielern), aber erfahrene Spieler sollten (so verstehe ich ihn) selbst entscheiden.

Als SL reagiert er "nur" entsprechend: wenn die Fertigkeit sinnvoll eingesetzt ist, dann passt alles (Erfolg oder Misserfolg entsprechend dem Wurf). Ansonsten kann aber auch eine falsch eingesetzte Fähigkeit Folgen haben ("passt zufällig": Verkäufer ist über Klettertipps dankbar / "passt gar nicht": Verkäufer reagiert verärgert, weil seine Zeit verschwendet wurde).

So habe ich zumindest sein Post verstanden. Und ich finde, dass spiegelt "das wahre Leben" auch ganz gut wieder.

Der SL ist die (neutrale) Spielwelt. Auch die Entscheidung, ob der Verkäufer morgen zu einer Bergtour aufbricht und deswegen positiv reagiert oder negativ, weil er einen anderen wichtigen Kunden dadurch verpasst hat, liegt bei ihm. Und damit letztendlich auch die Entscheidung, ob eine alternative Fertigkeit Aussicht auf Erfolg hat.

Vor 5 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Der SL ist die (neutrale) Spielwelt. Auch die Entscheidung, ob der Verkäufer morgen zu einer Bergtour aufbricht und deswegen positiv reagiert oder negativ, weil er einen anderen wichtigen Kunden dadurch verpasst hat, liegt bei ihm. Und damit letztendlich auch die Entscheidung, ob eine alternative Fertigkeit Aussicht auf Erfolg hat.

Ja, das sehe ich auch so. Aber da reagiert der SL "nur" (wie ein neutrales Schicksal) auf die vom Spieler gewählte Fertigkeit. Er hat aber nicht dem Spieler vorgegeben, welche Fertigkeit gewählt wird. (Wie das wahre Leben, da muss ich auch selbst entscheiden, womit ich was versuche.)

(Ergänzung: Da der SL im obigen Fall nach dem Würfeleinsatz entscheidet, ob der NSC trotzdem zufrieden oder eher verärgert ist, könnte die Neutralität erhalten bleiben, indem der SL mit einem verdecktem Wurf die Wahrscheinlichkeit auswürfelt, wie der NSC reagiert)

Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei. Falls ich Dich falsch verstanden habe, tut es mir leid.

Vor 13 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Nehmen wir mal den Fall, die Spielgruppe steht in Chryseia vor einem fremdartigen Wandmosaik in eine Ruine.
Die Spieler haben keine Ahnung, würfeln erstmal auf das naheliegende: Landeskunde Chryseia - über 20, aber SL sagt: deine Figur weiß nichts darüber.
Erfahrene Spieler wissen unter Umständen, dass Chryseia mal zu Valian gehört hat und würfeln vielleicht auch noch darauf. Wieder nichts. [Kurzer Exkurs: was ist mit den Spielern - nicht den Figuren - die das nicht wissen, wie sollen die auf die Idee kommen?]
Irgendjemand sagt, "Hmmm, Chryseia ist nicht weit von Alba, ich mach mal einen Schuss ins Blaue und versuche es mit Landeskunde Alba." Wieder nichts.

Das geht ja schon fast in die Richtung von Rollenspielen, die überhaupt keine Wissensfertigkeiten haben und da auf "du kannst was du kannst" setzen. Nur eben in der Variante, dass man zusätzlich noch würfeln muss, ob die Figur das auch weiß.

Im Prinzip gibt es doch nur zwei Möglichkeiten:

  • Ich frag den Spieler/die Spielerin, ob seine Figur die nötige Sprache beherrscht.

  • Ich schaue auf den Charakterbogen der Figur, wenn ich den Spielenden nicht vertraue, dass sie Charakterwissen und Spielendenwissen trennen können.

Und ich sehe da immer noch keinen Unterschied zwischen M2 bis M5 und M6 (ja, ich lasse M1 bewusst weg).

Bearbeitet ( von Meeresdruide)

Vor 5 Minuten, Meeresdruide schrieb:

Das geht ja schon fast in die Richtung von Rollenspielen, die überhaupt keine Wissensfertigkeiten haben und da auf "du kannst was du kannst" setzen. Nur eben in der Variante, dass man zusätzlich noch würfeln muss, ob die Figur das auch weiß.

Im Prinzip gibt es doch nur zwei Möglichkeiten:

  • Ich frag den Spieler/die Spielerin, ob seine Figur die nötige Sprache beherrscht.

  • Ich schaue auf den Charakterbogen der Figur, wenn ich den Spielenden nicht vertraue, dass sie Charakterwissen und Spielendenwissen trennen können.

Und ich sehe da immer noch keinen Unterschied zwischen M2 bis M5 und M6 (ja, ich lasse M1 bewusst weg).

Ich bin da komplett bei Dir. Nur Panther scheint es so zu spielen und konstruiert einen Unterschied zu M6, den ich nicht sehe.

Vor 10 Minuten, Puschel schrieb:

Ja, das sehe ich auch so. Aber da reagiert der SL "nur" (wie ein neutrales Schicksal) auf die vom Spieler gewählte Fertigkeit. Er hat aber nicht dem Spieler vorgegeben, welche Fertigkeit gewählt wird. (Wie das wahre Leben, da muss ich auch selbst entscheiden, womit ich was versuche.)

(Ergänzung: Da der SL im obigen Fall nach dem Würfeleinsatz entscheidet, ob der NSC trotzdem zufrieden oder eher verärgert ist, könnte die Neutralität erhalten bleiben, indem der SL mit einem verdecktem Wurf die Wahrscheinlichkeit auswürfelt, wie der NSC reagiert)

Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei. Falls ich Dich falsch verstanden habe, tut es mir leid.

Jetzt hast Du mich abgehängt. Ich würfel die goldene 20 auf Klettern beim Pferdekauf und deswegen reagiert der NPC positiv und hat rückblickend schon vorher beschlossen, auf eine Klettertour zu gehen?

Kann ich dann auch mit Klettern durch einen Fluss kommen, weil es ja eine Wahrscheinlichkeit geben könnte, dass just in dem Moment der Fluss oberhalb aufgestaut wird und ich deswegen die steilen (ehemaligen) Flussufer besser kletternd überwinde?

Ich mein das nicht böse, ich versteh es wirklich nicht. Und natürlich sind die Beispiel bewusst so gewählt, dass es (zumindest in meinen Augen) absurd wird. Weil ich nicht verstehe, warum man nicht einfach den Spielenden sagen kann, was ein SL für die gewünscht Aktion als passende Fertigkeit sehen möchte.

Vor 8 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Jetzt hast Du mich abgehängt. Ich würfel die goldene 20 auf Klettern beim Pferdekauf und deswegen reagiert der NPC positiv und hat rückblickend schon vorher beschlossen, auf eine Klettertour zu gehen?

(Das ist jetzt alles Theorie, ich hatte den Fall noch nicht!)

Wenn Du die goldene 20 gewürfelt hättest, wäre mein Verkäufer zwar von Deiner Fähigkeit beeindruckt, würde Dir aber dafür lediglich den Tipp geben, dass sein Nachbar ein tolles Gebirge kennt und er Dich gerne dem Nachbarn vorstellt. Das Pferd würdest Du deswegen noch nicht günstiger bekommen (wenn Du die Szene ausspielen würdest bis hin zu einer gegenseitigen sympathischen Wellenlänge, würde mein NSC vielleicht sentimental / weich werden bei einem Glas Bier).

Wenn Du nach dem Tipp mit dem Gebirge (für die goldene 20) nicht weiter die Gelegenheit ausbaust, dann hat die 20 bei meinem NSC die gleiche Auswirkung wie es eine niedrigere Zahl gehabt hätte:

Ich überlege mir mögliche Konsequenzen von Seiten des NSC (dankbar oder genervt) und die Wahrscheinlichkeit von den beiden. Dann würfel ich verdeckt und lasse meinen NSC entsprechend reagieren.

Nachtrag:

Ich hätte vor Deinem Wurf gefragt, wie Du Dein Klettern einsetzt: erzählst Du nur dem Händler davon oder gibst Du eine Kostprobe am Haus oder kletterst Du auf das Pferd? Dementsprechend kann ein Erfolg oder Misserfolg beim Würfeln noch zusätzliche Auswirkungen haben:

  • ab "16" ein PP (sofern Du den Einsatz begründen konntest und was riskiert hast)

  • bei "nur von erzählen" und Misserfolg: Du wirst schlimmstenfalls nicht ernst genommen.

  • bei echten Kletterversuchen und Misserfolg: naja, die Kleidung kann auch mal was abbekommen

  • Du wolltest zeigen, wie gut Du auf das Pferd "kletterst"? Dann kommt es drauf an, ob Du vorher um Erlaubnis gefragt hast und das Pferd reagiert entsprechend Deines Würfelglücks (bis hin zum Abwurf)

Alles in allem: einem erfahrenen Spieler möchte ich die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden.

******

Wenn niemand eine Idee hat, dann überlege ich mir auch, wie ich helfen kann. Dafür gibt es regeltechnisch ja Möglichkeiten. Aber bisher habe ich eher zu früh geholfen, und möchte in Zukunft versuchen, die Spieler die Geschichte mehr mitgestalten zu lassen. (Bin noch "SL Grundschüler")

******

Das ist alles nur meine derzeitige Meinung dazu. Ich kann völlig falsch liegen und bin für andere Meinungen offen!

Die Kernfrage ist doch eigentlich: Ist die Fähigkeit der Spieler, eine passende Fertigkeit zu finden, etwas, wovon ich meine, dass das der Spieler können muss. Etwas, dass zum Spielspaß beiträgt.

Ich für mich verneine das.

  • Ersteller
1 Stunde her, Blaues Feuer schrieb:

Nehmen wir mal den Fall, die Spielgruppe steht in Chryseia vor einem fremdartigen Wandmosaik in eine Ruine.
Die Spieler haben keine Ahnung, würfeln erstmal auf das naheliegende: Landeskunde Chryseia - über 20, aber SL sagt: deine Figur weiß nichts darüber.
Erfahrene Spieler wissen unter Umständen, dass Chryseia mal zu Valian gehört hat und würfeln vielleicht auch noch darauf. Wieder nichts. [Kurzer Exkurs: was ist mit den Spielern - nicht den Figuren - die das nicht wissen, wie sollen die auf die Idee kommen?]
Irgendjemand sagt, "Hmmm, Chryseia ist nicht weit von Alba, ich mach mal einen Schuss ins Blaue und versuche es mit Landeskunde Alba." Wieder nichts.

Fängt jetzt bei Dir das wilde rumwürfeln an, wo jeder mal auf alle Landeskunden würfelt, weil Du als SL ja nicht sagen willst, was die Leute würfeln sollen? Oder sagst Du einfach nach dem Abenteuer: "Haha, es wäre Sprache: Geheimzeichen gewesen, aber auf die Idee seit ihr ja nicht gekommen. Und ihr sollt ja alleine schwimmen!" ?

Wenn die Spieler nicht darauf kommen, bei M5 klar.... müssen sie das Abenteuer ohne die Tipps des Mosaic lösen, wenn das nicht geht, schlecht designtes Abenteuer.
Landeskunde ich natürlich eine Wissenskunde und da würfelt der SL nach M5, je nach Abenteuerdesign könnte man als SL bei gelernter Sprache oder Landekunde Valian noch ein geheimen Wurf darauf machen und den Spieler evtl. die Tipps geben.

  • Ersteller
Vor einer Stunde, Blaues Feuer schrieb:

Ich bin da komplett bei Dir. Nur Panther scheint es so zu spielen und konstruiert einen Unterschied zu M6, den ich nicht sehe.

sorry, ich konstruiere nichts, es ist meine Meinung, das die Regeln von LvD und M5 sich da eben deutlich unterscheiden. Das in der Session dann viele Spielleiter sich nicht an die Regeln halten und es im Endeffekt in M5 und LvD gleich spielen, ist eine andere Sache.

Vor 11 Minuten, Widukind schrieb:

Die Kernfrage ist doch eigentlich: Ist die Fähigkeit der Spieler, eine passende Fertigkeit zu finden, etwas, wovon ich meine, dass das der Spieler können muss. Etwas, dass zum Spielspaß beiträgt.

Ich für mich verneine das.

Es hilft schon ne Menge, wenn ein Spieler schon weiß, was auf seinem Datenblatt steht und was es bedeutet. Mir als SL fehlt dann nämlich der Überblick. Und ein Spieler muss ja irgendwie wissen, was er für Möglichkeiten hat, um die ins Spiel bringen zu können.

Auf der anderen Seite trifft der SL ja letztendlich die Entscheidung, wie ein Problem würfeltechnisch angegangen werden kann. Und dann sollte der Spieler nicht raten müssen, was der SL sich gedacht hat.

Normalerweise ist es doch so: Es gibt ein Problem oder Hindernis. Der Spieler sagt, wie seine Figur das angehen möchte. Und der Spielleiter sagt, was dafür konkret gewürfelt werden muss. Herrscht dabei Uneinigkeit, klärt man das gemeinsam.

  • Ersteller
Vor einer Stunde, Blaues Feuer schrieb:

Ich mein das nicht böse, ich versteh es wirklich nicht. Und natürlich sind die Beispiel bewusst so gewählt, dass es (zumindest in meinen Augen) absurd wird. Weil ich nicht verstehe, warum man nicht einfach den Spielenden sagen kann, was ein SL für die gewünscht Aktion als passende Fertigkeit sehen möchte.

Nach LvD soll man es sogar sagen, nach M5 hingegen würde ich es bei erfahrenden Spieler eher NICHT sehen, solche Tipps zu geben. Der SL ist neutral. Wenn die Spieler Scheisse bauen, dann bauen sie Scheisse. Wenn es arg wird und der Spaß leidet, dann sollte er natürlich die Regeln Regeln sein lassen und mit Geistesblitz oder anderen Mitteln (zB offgame Tipps wie bei Anfängern) die Lage wieder in die Spasszone bringen.

Vor 2 Minuten, Panther schrieb:

Nach LvD soll man es sogar sagen, nach M5 hingegen würde ich es bei erfahrenden Spieler eher NICHT sehen, solche Tipps zu geben. Der SL ist neutral. Wenn die Spieler Scheisse bauen, dann bauen sie Scheisse. Wenn es arg wird und der Spaß leidet, dann sollte er natürlich die Regeln Regeln sein lassen und mit Geistesblitz oder anderen Mitteln (zB offgame Tipps wie bei Anfängern) die Lage wieder in die Spasszone bringen.

Ok, ich stelle mal wieder fest, dass ich deinem Leseverständnis und deiner Vorstellung von gemeinsamen Rollenspielspaß nicht folgen kann.

  • Ersteller
Vor 1 Minute, Blaues Feuer schrieb:

Ok, ich stelle mal wieder fest, dass ich deinem Leseverständnis und deiner Vorstellung von gemeinsamen Rollenspielspaß nicht folgen kann.

Wo liest du denn im Regelwerk, dass es anders sein sollte in M5?

Und ansonsten: Ja, unsere Vorstellung von gemeinsamen Rollenspielspaß ist wohl wirklich ziemlich unterschiedlich, obwohl wir ja schon mal gut in einer Gruppe zusammen gespielt haben.

Bearbeitet ( von Panther)

  • Ersteller

Naja, der Spielende sagt es hoffentlich nur ingame

A "Ich nutze meine Kletterkünste, um die Mauer hochzukommen"

B "Ich nutze meine Beredsamkeit, beim Pferdehändler einen guten Preis für das Pferd zu bekommen".

Der SL wird daraufhin dann je nach Regelwerk antworten:

a) SL "mach mal ein EW; Klettern" oder " Dann zeige uns mal deine Kletterkünste, ob deine Kletterkünste einen Erfolg haben an dieser Mauer >Spieler entscheidet
Der SL sagt nicht (!) "ach, mit deiner Super-Seilkunst könntest du einen Wurfanker um den Ast da oben werden und dann locker am Seil hochklettern." Der Ast war natürlich in der Siutationsbeschreibung des SL enthalten, der Spieler weiß, das da ein Ast oben ist.


b) nach M5: SL würfelt für den Spieler EW:Beredsamkeit , wertet das Ergebnis auf uns verkündet dann dem Spieler den Preis, den der Pferdehändler nach dem Gerede fordert. >>> Der Spieler sagt an

nach M6: oder nach LvD: "Würfele einen EW: Manipulation, um mit dem Pferdehändler zu feilschen" - Spieler würfelt -... je nach Wurf geht es weiter... > Der Spielleiter sagt an (er hat geschaut, ob der Spieler mit Empathie besser hätte arbeiten können),

Bearbeitet ( von Panther)

Vor einer Stunde, Widukind schrieb:

Die Kernfrage ist doch eigentlich: Ist die Fähigkeit der Spieler, eine passende Fertigkeit zu finden, etwas, wovon ich meine, dass das der Spieler können muss. Etwas, dass zum Spielspaß beiträgt.

Ich für mich verneine das.

Ich als SL ebenso. Insbesondere mit neuen Mitspielern, oder Systemfremden, sage ich immer wieder, sie sollen mir ihre Idee beschreiben, was sie machen wollen und ich als SL packe es in die Regeln, damit ein Prüf- oder Erfolgswurf draus wird, mit dem entschieden wird, ob die Idee klappt oder nicht. Und ich frage aktiv die Leute ab, ob sie Fertigkeit X oder Y auf ihrem Charakterbogen stehen haben, die ihnen bei ihrer Idee helfen kann, weil dann ihr Charakter das entsprechend besser kann. Damit hatte ich noch nie Probleme.

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