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20/100 ???  

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  1. 1. 20/100 ???

    • Ich habe als Midgard-Rollenspieler noch nie eine 20/100 "live" erlebt
      74
    • Einmal habe ich das mitbekommen
      65
    • Ich habe es mehrmals erlebt
      93
    • Das passiert bei uns / mir in der Gruppe quasi dauernd
      8
    • Ich habe selber einmal als Spieler eine 20/100 gewürfelt
      56
    • Ich habe als SL gegen meine Spieler eine 20/100 gewürfelt
      40
    • Ich habe als Spieler schon öfter 20/100 gewürfelt
      19
    • Ich habe als SL schon öfter 20/100 gewürfelt
      15


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Zitat[/b] (Solwac @ 20 Juli 2004,10:39)]Im Gegensatz zum Fall, der einige Sekunden dauert (das ist das Beispiel aus M3) kann ich mir im Kampf nicht vorstellen, dass nach einem überraschend tödlichen Treffer noch Zeit für ein Gebet bleibt.

Ein Gebet kann auch nur der hilfesuchende Gedanke sein. Da muss nichts zwingendermaßen ausformuliert werden.

 

Viele Grüße

hj

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@Solwac Auf einem COn gebe ich dir Recht, da würde ich als SL auch nicht derart durchgreifen und wenn möglich (außer einer stellt sich wirklich offensichtlich dumm an) lasse ich auch keine Chars sterben. Daher ist es dort etwas anderes.

 

In meiner normalen Spielrunde ist es halt dann ein wenig anders, hart finde ich es nicht, da es aus meiner Sicht laut Regeln so ist.

 

gruß Isaldorin

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Zitat[/b] (Isaldorin Marcallo @ 20 Juli 2004,10:43)]@Solwac Auf einem COn gebe ich dir Recht, da würde ich als SL auch nicht derart durchgreifen und wenn möglich (außer einer stellt sich wirklich offensichtlich dumm an) lasse ich auch keine Chars sterben. Daher ist es dort etwas anderes.

 

In meiner normalen Spielrunde ist es halt dann ein wenig anders, hart finde ich es nicht, da es aus meiner Sicht laut Regeln so ist.

Das ist ja witzig: gerade auf einem Con würde ich viel härter spielen. Da kann doch jeder, jederzeit was anderes machen. Es ist doch nicht so schlimm, wenn einCharkter da durch eine 20/100 stirbt.

 

Gruß

 

Jakob

 

PS.: Auch Regeln können hart sein - im übrigen stimmte ich Deiner Regelinterpretation nicht zu.

 

 

 

 

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Zitat[/b] (hjmaier @ 20 Juli 2004,10:43)]
Zitat[/b] (Solwac @ 20 Juli 2004,10:39)]Im Gegensatz zum Fall, der einige Sekunden dauert (das ist das Beispiel aus M3) kann ich mir im Kampf nicht vorstellen, dass nach einem überraschend tödlichen Treffer noch Zeit für ein Gebet bleibt.

Ein Gebet kann auch nur der hilfesuchende Gedanke sein. Da muss nichts zwingendermaßen ausformuliert werden.

 

Viele Grüße

hj

Das Gebet bezieht sich auf mögliche Versprechen, durch die ein Modifikator erreicht werden kann. Der ganz normale EW:GG kann durch einen Gedanken oder sogar die Aufmerksamkeit der Gottheit alleine ausgelöst werden.

 

Solwac

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Zitat[/b] (Jakob Richter @ 20 Juli 2004,10:46)]
Zitat[/b] (Isaldorin Marcallo @ 20 Juli 2004,10:43)]@Solwac Auf einem COn gebe ich dir Recht, da würde ich als SL auch nicht derart durchgreifen und wenn möglich (außer einer stellt sich wirklich offensichtlich dumm an) lasse ich auch keine Chars sterben. Daher ist es dort etwas anderes.

 

In meiner normalen Spielrunde ist es halt dann ein wenig anders, hart finde ich es nicht, da es aus meiner Sicht laut Regeln so ist.

Das ist ja witzig: gerade auf einem Con würde ich viel härter spielen. Da kann doch jeder, jederzeit was anderes machen. Es ist doch nicht so schlimm, wenn einCharkter da durch eine 20/100 stirbt.

 

Gruß

 

Jakob

 

PS.: Auch Regeln können hart sein - im übrigen stimmte ich Deiner Regelinterpretation nicht zu.

Na dann, also wenn ich mit meinem hochgezüchteten Grad X Char auf eine Con gehe und ihn dann am ersten Abend schon verliere und das nächste Abenteuer mit nem neuen Grad 1 Typ beginnen müsste...naja ich weiß nicht.

 

Wenn du meiner Regelinterpretation nicht zu stimmst, so sag mir doch bitte an welcher Stelle, will ja auch dazu lernen  biggrin.gif

 

Isaldorin, der jetzt leider arbeiten gehen muss

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Zitat[/b] (Solwac @ 20 Juli 2004,10:51)]
Zitat[/b] (hjmaier @ 20 Juli 2004,10:43)]
Zitat[/b] (Solwac @ 20 Juli 2004,10:39)]Im Gegensatz zum Fall, der einige Sekunden dauert (das ist das Beispiel aus M3) kann ich mir im Kampf nicht vorstellen, dass nach einem überraschend tödlichen Treffer noch Zeit für ein Gebet bleibt.

Ein Gebet kann auch nur der hilfesuchende Gedanke sein. Da muss nichts zwingendermaßen ausformuliert werden.

 

Viele Grüße

hj

Das Gebet bezieht sich auf mögliche Versprechen, durch die ein Modifikator erreicht werden kann. Der ganz normale EW:GG kann durch einen Gedanken oder sogar die Aufmerksamkeit der Gottheit alleine ausgelöst werden.

 

Solwac

Ah! kapiert. Ja, so sehe ich es auch.

 

Viele Grüße

hj

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Zitat[/b] (Isaldorin Marcallo @ 20 Juli 2004,10:55)]
Zitat[/b] (Jakob Richter @ 20 Juli 2004,10:46)]
Zitat[/b] (Isaldorin Marcallo @ 20 Juli 2004,10:43)]@Solwac Auf einem COn gebe ich dir Recht, da würde ich als SL auch nicht derart durchgreifen und wenn möglich (außer einer stellt sich wirklich offensichtlich dumm an) lasse ich auch keine Chars sterben. Daher ist es dort etwas anderes.

 

In meiner normalen Spielrunde ist es halt dann ein wenig anders, hart finde ich es nicht, da es aus meiner Sicht laut Regeln so ist.

Das ist ja witzig: gerade auf einem Con würde ich viel härter spielen. Da kann doch jeder, jederzeit was anderes machen. Es ist doch nicht so schlimm, wenn einCharkter da durch eine 20/100 stirbt.

 

Gruß

 

Jakob

 

PS.: Auch Regeln können hart sein - im übrigen stimmte ich Deiner Regelinterpretation nicht zu.

Na dann, also wenn ich mit meinem hochgezüchteten Grad X Char auf eine Con gehe und ihn dann am ersten Abend schon verliere und das nächste Abenteuer mit nem neuen Grad 1 Typ beginnen müsste...naja ich weiß nicht.

Etwas OT:

Hey, dass ist ein Spiel: Niemand hindert Dich daran am nächsten Morgen (oder schon nach einer Sekunde) mit dem gerade "gestorbenen" Charakter weiter zu spielen - oder verbrennst Du immer Deine Charakterblätter?

 

In Deiner "Heimatgruppe" geht so was natürlich aus Logikgründen schlecht...

 

Deshalb habe ich auf Cons keine großen Skruoel als SpL.

 

Gruß

 

Jakob

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Zitat[/b] (hjmaier @ 20 Juli 2004,10:58)]
Zitat[/b] (Solwac @ 20 Juli 2004,10:51)]
Zitat[/b] (hjmaier @ 20 Juli 2004,10:43)]
Zitat[/b] (Solwac @ 20 Juli 2004,10:39)]Im Gegensatz zum Fall, der einige Sekunden dauert (das ist das Beispiel aus M3) kann ich mir im Kampf nicht vorstellen, dass nach einem überraschend tödlichen Treffer noch Zeit für ein Gebet bleibt.

Ein Gebet kann auch nur der hilfesuchende Gedanke sein. Da muss nichts zwingendermaßen ausformuliert werden.

 

Viele Grüße

hj

Das Gebet bezieht sich auf mögliche Versprechen, durch die ein Modifikator erreicht werden kann. Der ganz normale EW:GG kann durch einen Gedanken oder sogar die Aufmerksamkeit der Gottheit alleine ausgelöst werden.

 

Solwac

Ah! kapiert. Ja, so sehe ich es auch.

 

Viele Grüße

hj

Da sind sich also zumindest drei einig!

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Hi.

 

Meine Meinung:

 

Bei 20/100 würde ich, wenn der Char einen "Stoßseufzer" an seinen Gott abgibt, GG ohne Modifikationen würfeln zulassen.

 

(Ich sehe das auch so, dass er das vor dem Treffer macht, wenn auch nach dem Wurf wink.gif )

 

Von alleine wird der Gott nur extrem selten auf den Char aufmerksam. Und dann auch nur bei besonders gläubigen Chars oder bei Chars, die (warum auch immer) gerade in seinem Sinne unterwegs sind.

 

Es grüßt

Nanoc der Wanderer

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Zitat[/b] (Isaldorin Marcallo @ 19 Juli 2004,00:33)]
Zitat[/b] (Valinor @ 19 Juli 2004,22:29)]
Zitat[/b] (Shayleigh @ 18 Juli 2004,22:37)]GG muss von einem Gott erfleht werden, was eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen sollte.

Arkanum S. 71: Abenteurer, ..., können göttliche Gnade ansammeln und darauf hoffen, dass ihr übernatürlicher Schutzherr ihnen in der Not mit einem Großen Wunder beisteht.

Für mich heißt das, das ein Gott nach seinem gutdünken eingreifen kann. Und bei mir als SL wird er dies im Falle einer 20/100 auch machen, wenn er der Meinung ist, dass derjenige es Wert ist gerettet zu werden. Entschieden wird darüber mit einem EW:GG. Dieser EW, kann jedoch nicht durch Gelöbnisse modifiziert werden, wie beim aktiven Einsatz von GG.

Wenn du doch schon die richtige Seite aufgeschlagen hast, dann lies doch nur ein Stückchen weiter

 

Zitat[/b] ][...]Gerät ein Abenteurer unverschuldet oder im Dienst seiner Glaubensgemeinschaft in große Not, so kann er einen seiner Götter anrufen und ihn um ein Wunder bitten.[...]

 

Denke das ist eigentlich ziemlich eindeutig.

Zusätzlich finde ich eine Portion "Realismus" (soweit möglich in einer Fantasy Welt  tounge.gif ) angebracht. Die Götter schauen doch nicht auf jeden Hansel der auf Midgard rumwandelt. Sollte aber einer der Charaktere ein Hohepriester oder Anhänger sehr hohen Grades sein ( > 9) dann würde ich dennoch eine Ausnahme machen.

Wie ich bereits sage, es gibt zwei verschiedene Arten, wie GG zum Einsatz kommt. Die von mir genannt passive Variante und etwas weiter unten steht der von Isaldorin zitierte, aktive Einsatz von GG. Wenn man einen Gott um Beistand erflehen kann, heißt das dann etwa, dass der Gott dann nicht selbst handeln kann? Sind Götter bei euch etwa Wesen, die aller Selbständigkeit beraubt sind und nur dann handeln, wenn ein Spieler darum bittet? Also ich muss mich doch schon sehr wundern.

Stellt euch den treuesten Anhänger eines Gottes vor. GG 20 Punkte (ja, utopisch, ich weiß), ein Heiliger also. Bei mir als SL läst sich ein Gott diesen Anhänger nicht einfach so abschlachten, sondern er schreitet ein. Und die 20/100 vorherzusehen sollte ja für einen Gott ja auch kein Problem sein.

 

Was ich noch vergaß: Erflehen kann der mit der 20/100 getroffene das Wunder bei mir nicht und daher kann er auch nicht irgendetwas geloben und dadurch seine Chancen auf den EW:GG verbessern!

 

 

 

 

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Zitat[/b] (hjmaier @ 19 Juli 2004,11:04)]
Zitat[/b] (Aldric McNorr @ 20 Juli 2004,09:59)]Es ist langweilig, wenn es eine Garantie aufs Überleben gibt.

Das ist richtig. Deshalb finde ich Schicksalgunst nervig und mag Göttliche Gnade. GG ist eben keine Überlebensgarantie, Schicksalsgunst schon.

 

Viele Grüße

hj

SG ist keine Überlebensgarantie. Es gibt viele Fälle, in denen GG deutlich mehr bringt, bzw. SG nutzlos ist. Z. B. bei einer Übermacht wird einen SG auch nicht mehr raushauen können (es sei denn man hat mal so 20-30 Punkte).

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Zitat[/b] (Isaldorin Marcallo @ 20 Juli 2004,10:30)]Da es auf Midgard ja wirklich Götter gibt (nicht wie im RL wo manche Leute glauben es gibt einen allessehenden Gott  devil.gif ) kann ich mir leider nicht vorstellen, dass sie auf jeden Hansel gucken der gerade irgendwo in der Gegen rumstolpert, deswegen mein Beitrag mit dem Hohepriester etc.

Der Würfelwurf für GG simuliert die Frage, ob der Gott gerade hinschaut.

 

Gruß

 

Jakob

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Ich habe GG immer als die Regel aufgefasst, die den meisten Bezug zu echtem Rollenspiel hat und kein bloßer Würfelmanipulationsmechanismus ist. Die Regel spricht von "Wundern", die die SpF erflehen kann, und ARK, S. 72 gibt dafür schöne und plakative Beispiele. Ich habe GG daher noch nie dafür eingesetzt, ein Würfelergebnis zu ändern. Die Regel scheint mir eher dazu geschaffen, dass der Spieler im Rollenspiel seine Figur beten und in einer schwierigen Lage um ein Wunder flehen lässt. Eine Art "intuitives Stoßgebet", wie HJ und andere es in der Sekunde des sicheren Todes bei einer 20/100 anzunehmen scheinen, halte ich für realitätsfern; denn so schnell bemerkt kein Mensch, dass er in konkreter Lebensgefahr ist (Schrecksekunde! ), noch kann er in so kurzer Zeit abschätzen, dass alle anderen Mittel als ein Gebet vergebens sind, um dann schnell noch eine Bitte an seine Gottheit zu formulieren. Das geben nicht nur die Regeln nicht her, dass ist auch schlichtweg unmöglich.

 

Und natürlich greift eine Gottheit auch nicht von sich aus ein: Die Beispiele ARK, S. 72 deuten auf ein Verhältnis von Göttern und Menschen hin vergleichbar der antiken Mythologie, wo sich die Götter nur selten und nach eigenem Gutdünken in die Belange der Menschen einmischten. Um eine Gefälligkeit zu erhalten, musste der Mensch schon hart betteln. Man beachte, dass die Regeln es auch vorsehen, dass die Götter eine Bitte schon einmal zu wörtlich nehmen (ARK, S. 73) und Schabernack mit dem Bittsteller treiben. Nein, die Midgard-Götter sind keine wachenden Schutzgeister, die schwierige Situationen wunschgemäß zum Guten wenden. Sie sind vielmehr launische, machtvolle Kinder, die man ganz lieb bitten muss, damit sie mit geringst möglichen Aufwand der Situation eine ganz leichte Änderung zum Besseren geben.

 

Man beachte die Beispiele ARK, S. 73: Der zu Tode stürzende Bor schwebt keineswegs nach gelungenem Gebet sanft zu Boden, sondern erhält nur mehrere "Sturzbremsen", wegen der er nur verringerten Schaden nimmt. Svenbold wird sogar Opfer des schrägen Humors seiner Gottheit und verliert seine Ausrüstung (wahrscheinlich als "Strafe" dafür, dass Asvargr keine Wahl bleibt, als direkt mit einem Versetzen-Zauber einzugreifen).

 

Fazit: Bei meiner Spielweise stellt sich Frage nach GG bei einer 20/100 gar nicht, weil man bei mir nur (innerhalb der Spielwelt) Wunder erflehen und nicht etwa (am Spieltisch) Würfelwürfe manipulieren kann. Diese Auslegung vertrete ich nach M4 umso mehr, als dass es für die Würfelmanipulation nun SG gibt. Ließe ich trotzdem die Veränderung von Würfelwürfen auch mit GG zu, so bliebe bei einer 20/100 bei mir keine Zeit für ein echtes Gebet, welches ich als Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von GG ansehe.

 

Grüße,

 

Hendrik

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@Hendrik

 

Sehe ich leider nicht so.

 

Wie Jakob oben schrieb, ist GG sozusagen ein Gradmesser dafür, wie hoch die SpF in der Gunst ihres Gottes steht. Da es im Regelsystem keinen Gott gibt, muss das der SpL entscheiden.

In einer tödlichen Situation wird kein Würfelwurf "manipuliert", wie es bspw. mit SG möglich ist (hier kann man den W%-Wurf mit der 100 wiederholen lassen). Sondern mit seinem letzten Gedanken ruft die SpF seinen Gott um Beistand an. Ob dieser ihn erhört bzw. eingreift, entscheidet ein weiterer W20-Wurf (Theoretisch dürfte auch dieser mit SG wiederholt werden wink.gif ). Ich weiß ja nicht, wie viele SpF mit einer GG von 20 hier herumrennen. Bei mir hat sie im Normalfall einen Wert zwischen 0 und 8. Damit besteht gerade einmal unmodifiziert (diesem Argument stimme ich uneingeschränkt zu) eine Chance von maximal 40 Prozent, dass dieser Wurf gelingt. Und die hat jede SpF verdient.

 

Die Diskussion dreht sich zwar vor allem um die Regelauslegung, aber ich möchte noch einmal kurz darauf verweisen, dass wir hier  Rollenspiel betreiben, dass Spaß machen soll. Wenn ich als SpL die Realitätsnähe in den Vordergrund stelle, laufe ich Gefahr, dass genau das den Spielspaß nimmt. Insofern gibt es meiner Meinung nach nur die Lösung, die GG zuzulassen, wenn der Spieler darauf beharrt. Denn wenn ich es nicht täte, müsste ich mir den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles getan zu haben, dass die SpF überlebt. Und "Überleben" ist doch eines der Ziele im Rollenspiel, oder irre ich mich?

 

In meiner alten Gruppe habe ich viele Situationen erlebt, in denen GG Leben rettete. Dabei kamen auch sehr lustige Folgen heraus, mit denen sich die Geretteten in der Folgezeit herumschlagen mussten. Schließlich machen Götter auch nichts umsonst. Und das ist Rollenspiel. Alles andere kann meiner Meinung nach schnell zu einer spaßbremsenden Regelreiterei ausarten ...

 

Marek

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Also ich sehe das so, auch als Spieler:

 

Wenn mein Gegener eine 20/00 "würfelt", also ein Ereignis von höchster Seltenheit, dann ist DAS Schicksal oder göttlicher Wille.

Beides manifestiert sich quasi in diesem Wurf. Wenn solch ein seltenes Ereignis kein Schicksal ist, dann weiß ich auch nicht mehr welches denn sonst.

Und wenn dieses Schicksal meinen Charakter trifft, dann ist seine Zeit eben gekommen. Denn sterben müssen wir alle.

Ich hoffe dann nur, es wahr ein ehrvolles Sterben.

 

...und noch etwas zum Thema "tote SCs können ja ein ander mal, oder wo anders spielen". Diese Haltung ist mir fremd. Wenn einer meiner geliebten SCs die Reise über den Fluß der Ewigkeit angetreten hat, dann war dies seine Bestimmung und ich werde ihn in guter Erinnerung behalten UND VOR ALLEM nicht seine Ruhe stören.

 

...einem winselnder Charakter fehlt derselbige, hört auf zu heulen... cry.gif

 

 

 

 

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Zitat[/b] (Marek @ 21 Juli 2004,09:41)]Alles andere kann meiner Meinung nach schnell zu einer spaßbremsenden Regelreiterei ausarten ...

Sich relativ strikt an eindeutige Regeln zu halten muss nicht zwingend den Spaß bremsen.

 

Natürlich kann eine Gottheit, wenn sie das will, einen Toten zu den Lebenden zurück schicken, den tödlichen Hieb aufhalten und dafür sorgen, dass es den humanoiden Lieblingen prächtig geht. In dem Fall der 20/00 und der Frage ob der Einsatz von GG/SG oder nur SG zulässig ist, bewegen wir uns jedoch in einem rollenspielerischen Randbereich.

 

Mit SG kann man einen Würfelwurf umbiegen. Ein Würfelwurf ist jedoch eine Aktion ausserhalb der Rollenspielebene, er ist nur ein Simulationsmechanismus. Damit ist der Einsatz von SG ein "Deus ex Machina", der natürlich mächtiger ist als jede beliebige Midgard Gottheit.

 

So wie hj argumentiert, kann ich es nachvollziehen. Er trennt den Würfelwurf von der Aktion auf Midgard. Ein misslungener Abwehrwurf auf eine 20/00 eines Gegners bedeutet hier für ihn nicht, dass der Zeitpunkt des Würfelwurfes der Zeitpunkt des Todes einer Figur ist. Ich teile seine Meinung zwar nicht, kann diese jedoch akzeptieren.

 

Deine Argumentation, Marek, stellt eher den Spielspaß in den Vordergrund. Wenn ich - mehr oder minder - zwanghaft im Sinne des Spielspaßes Dinge zulasse, die nicht den Regeln entsprechen, kann ich gleich sagen, dass ich als SL keine Figuren sterben lasse oder dass mir Regeln sowieso egal sind.

 

Viele Grüße

Harry

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Ich sehe das genauso wie Marek.

Ein erfolgreicher Einsatz der Götter manipuliert nicht den Würfelwurf, sondern ändert die Konsequenzen aus diesem Wurf. Die Art dieses Eingriffs bestimme ich als Spielleiter, sofern der Wurf erfolgreich war.

Meist versuche ich dabei noch nicht mal besonders subtil vorzugehen.

Beispiele:

Ein soeben tödlich getroffener Charakter fällt zu Boden, der bewölkte Himmel reißt auf, die Sonnenstrahlen treffen auf den Toten und dieser schlägt auf einmal die Augen wieder auf.

 

Ein Krieger in schimmernder Rüstung erscheint im Kampfgetümmel, drängt alle Gegner des tödlich getroffenen und seiner Kameraden zurück und legt dem Toten danach die Hand auf die Stirn worauf sich der leblose Körper wieder mit Leben füllt.

 

Ich finde, es darf bei göttlichem Eingreifen auch jeder sehen, dass es sich um ein solches handelt. So entstehen Mythen und Legenden und der Spielspaß steigt dadurch immens.

 

Eike

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Zitat[/b] (Aldric McNorr @ 21 Juli 2004,10:04)]...und noch etwas zum Thema "tote SCs können ja ein ander mal, oder wo anders spielen". Diese Haltung ist mir fremd. Wenn einer meiner geliebten SCs die Reise über den Fluß der Ewigkeit angetreten hat, dann war dies seine Bestimmung und ich werde ihn in guter Erinnerung behalten UND VOR ALLEM nicht seine Ruhe stören.

Das bezog sich ausschließlich auf das Spiel auf Cons. Dort findest du Personen, die jedes Abenteuer nur mit einem transzendentalen Zwilling spielen, Abenteuer in denen ihre Figuren sterben als Traum deklarieren und was weiss ich noch alles.

 

Solange sie keine Vorteile aus dem Abenteuer ziehen, indem sie Erfahrungspunkte sammeln, Wissen gewinnen oder (mächtige) Gegenstände erhalten, habe ich damit auch kein Problem.

 

Ich halte es aber doch eher wie du: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Daher ist es schon ganz praktisch, Con Figuren zu haben. Auch wenn die Grenze bei mir da recht fliessend ist.

 

Viele Grüße

Harry

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@Eike

 

Solange es sich dabei nicht um die 20/00 handelt oder aber eine Figur negative LP hat und sie mit dem W6 + negative LP auf mehr als 0 kommt, sehe ich das genauso.

 

@all

 

Wie würdet ihr dass denn abhandeln, wenn eine Figur aufgrund eines Kopftreffers bewußtlos ist und ein Gegner kommt und ihm die Kehle durchschneidet? Lasst ihr da auch GG zu, um die Figur zu retten? Falls nein: was unterscheidet diese Situation von der 20/00? sly.gif

 

Viele Grüße

Harry

 

 

 

 

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Zitat[/b] (HarryB @ 21 Juli 2004,10:14)]@all

 

Wie würdet ihr dass denn abhandeln, wenn eine Figur aufgrund eines Kopftreffers bewußtlos ist und ein Gegner kommt und ihm die Kehle durchschneidet? Lasst ihr da auch GG zu, um die Figur zu retten? Falls nein: was unterscheidet diese Situation von der 20/00? sly.gif

 

Viele Grüße

Harry

In dem Bruchteil einer Sekunde in der die Figur den Schmerz wahrnimmt ist das Erflehen eines göttliches Wunders jederzeit möglich.

 

 

 

 

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Meine Erfahrungen mit GG sind eigentlich, so gut wie nie welche gehabt zu haben ( zwischen 0 und 1 ). Aber in einer Situation, wo ein Abenteurer tödlich getroffen wird, könnte ich mir durchaus vorstellen, als letzten Gedanken, der nur Bruchteile einer Sekunde dauern muss, noch ums Überleben zu flehen. Dass als Adressat die Gottheit gemeint ist, wäre dann auch klar. Was -natürlich- nicht mehr möglich wäre, wäre die Gelobung von Questen, das Opfern von Artefakten etc., dazu reicht die Zeit nicht mehr. Aber der winzige Augenblick, den Bihänder auf den eigenen Hals zurasen zu sehen, sollte als Zeit ausreichen, den Wunsch zu überleben zu äußern.

 

Eikes Darstellung, wie er das handhabt, gefällt mir durchaus, das gibt dann tatsächlich Gesprächsstoff. Ich würde vermutlich eine tödlich getroffene und durch GG gerettete Person in ein tiefes Koma fallen lassen, und die Kameraden können sich ausdenken, wie sie ihn wieder zum Leben erwecken. D.h. die Aktion zieht noch Konsequenzen nach sich, die ausgespielt werden können.

 

Wenn es tatsächlich um die Rettung von Abenteurern gegen das Schicksal einer 20/100 geht, halte ich aber auch Schicksalsgunst für angebrachter. Ich würde nur die Möglichkeit, es auch mit GG versuchen zu können, dadurch nicht völlig ausschließen.

 

/Randver MacBeorn.

 

P.S.: Während ich den Beitrag hier geschrieben habe, hat Eike schon den Grundgedanken für meine Überlegung geäußert.

 

 

 

 

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Bei Schicksalsgunst ändert sich ein Würfelergebnis. Der tödliche 20/100-Hieb hat also nie stattgefunden, das Geschehen geht normal weiter.

 

Beim erfolgreichen Einsatz göttlicher Gnade wird nicht der tödliche Hieb ungeschehen gemacht, sondern das ganze Geschehen wird durch einen göttlichen Eingriff geändert. Dadurch wird die Spielwelt eventuell deutlich beeinflußt und ein SL sollte diesen Umstand auch weidlich ausnutzen, besonders, wenn NSCs davon berichten können.

 

@Harry: Warum nicht? Der Spieler darf darauf würfeln, ob seine Gottheit in das Geschehen eingreift. Wie es geschieht ist dann Sache des SL.

 

Solwac

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Zitat[/b] (Solwac @ 21 Juli 2004,10:27)]@Harry: Warum nicht? Der Spieler darf darauf würfeln, ob seine Gottheit in das Geschehen eingreift. Wie es geschieht ist dann Sache des SL.

Dann bist du also auch für eine eher etwas weitere Auslegung der Anwednung von GG und lässt nicht nur aktive, sondern auch passive GG zu?

 

Viele Grüße

Harry

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Zitat[/b] (Eike @ 21 Juli 2004,10:18)]In dem Bruchteil einer Sekunde in der die Figur den Schmerz wahrnimmt ist das Erflehen eines göttliches Wunders jederzeit möglich.

Das Problem, das ich persönlich damit habe ist, dass die Figur auf der Spielwelt vermutlich nicht so schnell realisiert, dass ihr letztes Stündlein geschlagen hat, wie der Tod eintritt. Aufgrund der Würfelergebnisse sieht der Spieler hingegen schon, dass sich seine Figur gerade verabschiedet.

 

Viele Grüße

Harry

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