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Brakiri

Ärger am Rollenspieltisch

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Hallo,

 

dieses Thema ist nicht Midgard-spezifisch, aber hat sicher jeden Rollenspieler schon mal in der einen oder anderen Weise heimgesucht.

 

Ich erzähle erstmal meine Geschichte:

 

Seit 3 Jahren spiele ich in einer Gruppe mit, die sich meines Empfindens nach aus dem reinen Spiel zu einer Freundschaft weiterentwickelt hat.

Man feierte Geburtstage zusammen, machte Video-Abende usw.

 

Vor kurzem, genauer am 23.12, ein Tag vor Weihnachten, eskalierte dann eine Kleinigkeit zu einem grossen Zerwürfniss.

 

Dabei wurde dann offensichtlich, dass einige Spieler Dinge, die sie schon früh hätten loswerden sollen, 3 Jahre in sich reingefressen hatten.

 

Im Prinzip ging es darum, dass eine gutgemeinte Mail von mir bei den 2 Gründungsmitgliedern der Gruppe völlig falsch ankam.

 

Meine Versuche zu erklären und zu diskutieren wurden nicht angenommen.

 

Dinge die sich angestaut hatten, wurden mit einem mal entladen, Dinge von denen ich nichts wusste, die man mir nie mitgeteilt hatte. Ergebnis:ich war raus. Die anderen 4 Mitglieder der Gruppe hatten kein Problem mit mir, wurden aber durch das "entweder er geht, oder wir" gezwungen sich neutral zu verhalten.

 

Da ich viele schöne Zeiten mit diesen Leuten verbracht hatte, und ich eigendlich immer das Gefühl hatte, mit keinem der Leute Probleme zu haben, mich auch immer pudelwohl in der gRUppe gefühlt hazze, traf mich das ziemlich hart.

 

Nicht nur, dass ich dachte es wäre eine Freundschaft geworden, nein, sie waren auch nicht bereit über die Probleme zu sprechen.

 

Trotz des Versuches durch 2 andere Spieler die Sache nochmal zur Sprache zu bringen, passierte nichts mehr.

 

Nur einige Tage später erfuhr ich dann, dass bereits 2 neue Spieler der Gruppe angehörten, und das meine Wenigkeit wohl auch schon gedanklich abgehakt war. Mein Name wurde nicht mehr genannt, und es wurde fröhlich weitergespielt.

 

Das alles hat mich alles ziemlich hart getroffen.

Es war sicher eine Fehleinschätzung meinerseits, das es eine Freundschaft gab, aber das diese Leute, die ich selber als Freunde angesehen habe, mich so dermassen übel behandeln würden, hat mich dann doch tief getroffen.

 

Auch jetzt, einige Monate später, muss ich ab und zu daran denken, und trauere um die gemeinsamen Zeiten.

 

Nachdem ich jetzt stark gekürzt die Geschichte erzählt habe, meine Fragen:

 

Wie geht ihr mit Konflikten um?

 

Ist euch etwas ähnliches auch schon passiert?

 

Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Vielleicht hilft es mir, besser Abstand davon nehmen zu können :)

 

Und vorallem: Was macht ihr, oder was würdet ihr empfehlen, um sowas in Zukunft zu verhindern?

 

Danke fürs lesen und antworten! :)

 

Viele Grüsse

 

Brakiri

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Nachdem ich jetzt stark gekürzt die Geschichte erzählt habe, meine Fragen:

 

Wie geht ihr mit Konflikten um?

 

Offensiv. Man spricht Leute an, was los ist. Und zwar nicht per Mail, sondern live, am Besten erstmal unter vier Augen, später evtl. auch in der Gruppe.

 

Wenn der Konflikt von anderen ausgeht und die nicht sprechen wollen, hast Du ein Problem.

 

Ist euch etwas ähnliches auch schon passiert?

Ja. Habe ich auch irgendwo hier schon in Einzelheiten geschildert... In meinem Fall war es der Gastgeber und einer meiner ältesten Rollenspielfreunde, der mich mit einemal gekickt hatte und zu feige war, das zuzugeben.

 

Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Versucht, Gespräch zu suchen. Mitspieler waren nicht kooperativ, auch alle etwas feige. Immerhin war er ja der Gastgeber und Gruppengründer... Irgendwann aufgegeben...

 

Vielleicht hilft es mir, besser Abstand davon nehmen zu können :)

 

Und vorallem: Was macht ihr, oder was würdet ihr empfehlen, um sowas in Zukunft zu verhindern?

Keine Ahnung. Monatliche Gesprächsrunden mit dem Thema: "Haben wir ein Problem untereinander?" ;) Nee, sowas kann man offenbar manchmal nicht voraussehen.

 

Danke fürs lesen und antworten! :)

 

Viele Grüsse

 

Brakiri

Gern geschehen.

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Konflikte gibt es immer, wenn Menschen in Kontakt kommen. Verhindern kann man es nicht.

 

Am Besten ist Offenheit. Wenn du ein Problem mit jemandem hast, dann sprich ihn darauf an. Und wenn jemand ein Problem mit dir hat und dich anspricht, reagiere nicht abweisend.

 

Und zu guter Letzt der Tipp: Nichts hält ewig. Und es ist gut auch neue Wege zu gehen.

 

PS: Ich hab vor ein paar Jahren auch meine Rollenspielgruppe aufgegeben, weil ich mit manchen der Leute nicht mehr ausgekommen bin. Und ich habe es zu keiner Zeit bereut.

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Hallo!

 

Ja, diese Sachen kenne ich auch! Auch wenn ich bisher noch nie auf der Seite des Einzelnen saß, der rausgekickt wurde! Allerdings haben wir auch nie jemand rausgeschmissen, sondern versucht, die Sachen anzusprechen. Leider auch meist uneffektiv!:plain:

 

Ich denke mal, die entstandenen Probleme sind "menschlich" - und damit will ich sie oder ihre Auswirkungen keineswegs runterspielen. Schau Dich um, überall passiert das von Dir beschriebene. "Ich weiß ganz genau, was Du sagst und auch was Du denkst! Und außerdem hast Du schon vor Jahren - nämlich am 20.01.2003 - gesagt, daß...":silly:

 

Das Problem ist: jeder ist in seiner Wahrnehmung und in seiner gefälschten Erinnerung gefangen. Je nachdem, ob Du gerade gut oder mies drauf bist, wirst Du eine Situation so oder so wahrnehmen. Obwohl die Situation an sich identisch ist, wirst Du sie aufgrund Deiner Verfassung positiv oder negativ oder neutral betrachten. Es gab auch mal Untersuchungen bezüglich Zeugenaussagen, die darauf hindeuteten, daß Situationen bei verschiedenen Leuten auch unterschiedlich erinnert werden.

 

Mit viiieeel Geduld sich selbst gegenüber und Vertrauen dem anderen gegenüber kann man mal hinterfragen "Was hast Du genau damit gemeint?" anstatt sofort zu sagen "Du hast gesagt,... und damit gemeint, daß..." Ich denke, das ist eine Qualität die schwierig zu erlangen ist. Ich schaffe es manchmal, aber auch nicht immer.

 

Du hast es selbst schon gesagt:

- Sachen, die schief laufen oder seltsam sind, möglichst neutral und sofort ansprechen, und dabei versuchen, einen Angriff zu vermeiden. Also besser hinterfragen, wie etwas gemeint war, ohne die eigene Interpretation reinzulegen

- wenn der andere Kritik äußert - und die kann manchmal ganz schön persönlich werden - versuchen, die eigentliche Aussage dahinter rauszubekommen. Vielleicht ist es ja wirklich "Ich kann Dich nicht riechen!" oder einfach nur "Heute läuft sowieso alles schief und dann sagst Du sowas!"

- möglichst direkt miteinander reden und nicht per Mail oder so... (hat Bro auch schon erwähnt)

 

Die Sache ist nur die, daß Du damit gegebenenfalls allein dastehst, und die anderen ihre Form von Kommunikation weiterfahren! Damit muß Du rechnen! Erziehen wirst Du sie nicht können! Das mag - denke ich mal - niemand gern!

 

Mit den besten Wünschen

gruß

Wolfheart

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Hallo Brakiri,

Wie geht ihr mit Konflikten um?

Bei Kleinigkeiten: Ignorieren.

Bei wiederkehrenden Kleinigkeite: kurz ansprechen.

Bei gewichtigen Problemen: Mit den einzelnen Personen außerhalb der Spielsessions treffen, Probleme direkt sprechen, gemeinsam Lösung suchen. Gegebenenfalls dann noch einmal das Problem direkt in der Gruppe ansprechen.

Ist euch etwas ähnliches auch schon passiert?

Ja. (ist jetzt schon mindestens 5 Jahre her...)

Der Teil der Gruppe, der sich neutral verhalten hat, hatte kein Problem mit mir und konnte sich auch nicht zusammen reimen, was den anderen Leuten nun auf den Magen geschlagen ist. Der mir negativ gesonnene Teil der Gruppe wollte mit mir nicht darüber sprechen.

Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Zuerst hat es mich sehr hart getroffen. Ich konnte mir einfach nicht erklären, was schief gelaufen ist. Da ein klärendes Gespräch verweigert wurde, hatte ich keine Gelegenheit, mein Verhalten zu reflektieren und aus meinen Fehlern zu lernen.

Nach einiger Zeit habe ich mich damit abgefunden. Da der neutrale Teil der Gruppe sich die Einstellung der Negativen nicht erklären konnte, kann ich nicht allgemein ein schlechter Mensch sein. Man kann es nicht allen recht machen. Und wenn der negative Teil nicht darüber reden will, dann ist das - was auch immer ihnen auf den Magen geschlagen hat - ihr Problem und nicht mehr meines.

Natürlich war es für mich sehr traurig, dass gute Bekannte sich so mies verhalten können. Aber da hilft nur: Akzeptieren, dass niemand perfekt ist und sein Leben weiterleben.

 

In meiner jetzigen Gruppe spreche ich etwaige Unstimmigkeiten nach Möglichkeit direkt nach der Spielsitzung an. Außerdem haben wir ein Gruppenforum, wo jeder nicht nur sein Spiel-Tagebuch für seinen Charakter führen kann, sondern auch je ein Thema Lob und Tadel, wo die Spieler zeitnah ihrem Ärger oder auch ihrer Freude Ausdruck verleihen können.

 

Mein Fazit: Nur wer offen und ehrlich kommuniziert, hat eine Chance unangenehme Situationen rechtzeitig zu erkennen und gegen zu steuern.

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- möglichst direkt miteinander reden und nicht per Mail oder so...

Uh, ja! Mail oder Briefe sind da mal ein ganz schlechtes Medium. Wenn es um Deeskalation geht, schwingt so unheimlich viel mit: Mimik, Gestik, Stimmhöhe etc. All das, was unsere Emotionen nach aussen hin zeigt. Telefon geht gerade noch so, wenn es sich um etwas nicht wirklich Drastisches handelt. Aber ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht ist einfach das Beste.

Die Sache ist nur die, daß Du damit gegebenenfalls allein dastehst, und die anderen ihre Form von Kommunikation weiterfahren! Damit muß Du rechnen! Erziehen wirst Du sie nicht können! Das mag - denke ich mal - niemand gern!

Da hat Wolfheart vollkommen recht. Hier ist es besser, souverän mit der Situation umzugehen und - allerhöchstens - ein gutes Vorbild in Sachen Deeskalationstechniken zu sein.

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Vielen Dank für die rege Beteiligung :)

 

Was ich in meinen bisherigen 30 Jahren gelernt habe ist vorallem eines: Nur die harten Lektionen bleiben sitzen.

 

Oft würde ich mir wünschen sie wären etwas weniger hart, aber das scheint irgendwie nicht zu klappen.

 

Aus der Erfahrung habe ich auch 2 Sachen gelernt:

 

VORHER klarstellen, das man gerne offen gesagt bekommen möchte, wenn jemandem was nicht passt. Davon ausgehen, dass das generell "normal" so gehandhabt wird, funktioniert wohl nicht.

 

und um einen Spruch von einem Freund zu zitieren:

 

Wenn du willst, dass eine Sache eskaliert, dann mache es per Mail ;)

 

Da dies eine Riesenenttäuschung für mich war, werd ich wohl noch einige Zeit dran zu knabbern haben.

Ich hoffe die nächste Runde bei der in einsteige geht mit Konflikten etwas erwachsener um.

 

Grüssle

 

Brakiri

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Hallo Serdo,

 

Ihr macht Eure Kritik (positiv / negativ) öffentlich (in der Gruppe)?

 

Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

 

Wir versuchen gerade unsere Gruppe zusammen zu raufen, da ist diese Idee sehr interessant. Bei uns ist es so, dass wir alle recht verschrobene Typen sind uns (trotzedem) gut leiden können. Im Spiel klappt es aber nicht so gut, wie ich es gerne hätte.

 

Viele Grüße

OhGottOhGott

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Hallo Brakiri,

zunächst einmal hast du mein Mitgefühl! :trost:

 

Wie die Vorposter schon sagten, ist es immer besser, einzelne Missverständnisse direkt und offen zu klären.

Aber einzelne Missverständnisse sind meistens nicht das Hauptproblem. Es gibt einfach Freundschaften und Cliquen und Konstellationen, die nicht von Dauer sind. Wenn sie dann so Knall auf Fall wie bei dir auseinander brechen, kann das verflixt weh tun.

 

Mit etwas Abstand kannst du bestimmt herausfinden, an welchen Stellen du besser anders reagiert hättest. Wahrscheinlich sind das Kleinigkeiten. Es kann nicht schaden, darüber nachzudenken und vielleicht auch das eine oder andere daraus zu lernen. :thumbs:

 

Aber der wichtigeste Rat an dich lautet: Nimm es nicht allzu schwer! Solche Sachen passieren, und niemand trägt daran die Schuld. Bei manchen Freundschaften ist es besser, wenn man sie los ist. Und Freundschaft sollte auch nicht heißen, dass man jedes Wort auf die Goldwaage legen muss.

 

Viel Glück bei der Suche nach einer neuen, netteren Runde! :thumbs:

 

Gruß von Adjana

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Vielen lieben Dank für die Aufmunterung. :wave:

 

Gelernt habe ich auf alle Fälle, und auch VIEL nachgedacht.

Einige Dinge hätte ich anders/besser machen können, aber zu anderen stehe ich auch.

 

Wie ein Freund von mir sagte: The loss is theirs and life goes on :)

 

Trotzdem wirds noch eine Weile dauern, bis ichs verarbeitet hab.

 

Grüssle

 

Brakiri

 

Hallo Brakiri,

zunächst einmal hast du mein Mitgefühl! :trost:

 

Wie die Vorposter schon sagten, ist es immer besser, einzelne Missverständnisse direkt und offen zu klären.

Aber einzelne Missverständnisse sind meistens nicht das Hauptproblem. Es gibt einfach Freundschaften und Cliquen und Konstellationen, die nicht von Dauer sind. Wenn sie dann so Knall auf Fall wie bei dir auseinander brechen, kann das verflixt weh tun.

 

Mit etwas Abstand kannst du bestimmt herausfinden, an welchen Stellen du besser anders reagiert hättest. Wahrscheinlich sind das Kleinigkeiten. Es kann nicht schaden, darüber nachzudenken und vielleicht auch das eine oder andere daraus zu lernen. :thumbs:

 

Aber der wichtigeste Rat an dich lautet: Nimm es nicht allzu schwer! Solche Sachen passieren, und niemand trägt daran die Schuld. Bei manchen Freundschaften ist es besser, wenn man sie los ist. Und Freundschaft sollte auch nicht heißen, dass man jedes Wort auf die Goldwaage legen muss.

 

Viel Glück bei der Suche nach einer neuen, netteren Runde! :thumbs:

 

Gruß von Adjana

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Vielen lieben Dank für die Aufmunterung. :wave:

Gelernt habe ich auf alle Fälle, und auch VIEL nachgedacht.

Einige Dinge hätte ich anders/besser machen können, aber zu anderen stehe ich auch.

Wie ein Freund von mir sagte: The loss is theirs and life goes on :)

Trotzdem wirds noch eine Weile dauern, bis ichs verarbeitet hab.

Grüssle Brakiri

 

Salut,

 

zwei Aspekte will ich mal drehen:

 

erstens - die berühmte Offenheit. [Hallo Bro]. Tolle Sache, wird stets sofort bemüht. Und ist außerordentlich gefährlich für die, welche sich daran halten.

Da spreche ich seit meiner Jugendzeit aus eigener Erfahrung. Offenheit bedeutet: Du hast nur sehr wenig Freunde. Aber das sind die richtigen. Und Du bist nicht praktisch nirgendwo beliebt. Wenn ich jemandem zu offenen Worten / offenem Verhalten in Konfliktsituationen rate [was ich durchaus richtig finde], dann immer auch mit dem Vorbehalt: hältst Du das aus?

 

zweitens - was sind eigentlich Freunde? Zusammen spielen, mal essen, Musik hören - schön. Aber heißt das "Freundschaft"? Würde ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen. Um jemanden "Freund" zu nennen, da hätte ich schon tiefere Ansprüche. Vielleicht in der Richtung Einzelgespräch, auch mal Intimes von sich preisgeben, Fünfe gerade sein lassen, weil man den/die mag usw. Will jetzt keine Regeln aufstellen.

 

Was Du, Brakiri, geschildert hast, scheint mir eher eine normale soziale Gruppe zu sein, die einem gemeinsamen Interesse frönt [und die nach der üblichen Gruppendynamik funktioniert].

Würdest Du die MitspielerInnen beim Volleyball (2 mal die Woche Training und Spiel; vielleicht hinterher gemeinsam in die Kneipe) als "Freunde" bezeichnen?

 

Wird schon wieder. Malódian

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Also bei mir ist so was in der Richtung auch passiert.

 

Ist zum Glück schon länger her, aber es war eigentlich etwas kleinliches was die jenige dann zum Platzen brachte. Es wäre wahrscheinlich ähnlich verlaufen wie bei dir, wäre die jenige nicht meine Schwester gewesen.

 

Es gab einige viele Gespräche darüber, leider ist daran und 2-3 anderen Sachen aber auch die Gruppe mehr oder weniger kaputt gegangen einige Zeit später.

 

zum Glück hatte ich damals schon ne 2.Gruppe am laufen mit ganz anderen Leuten und sofern hatte ich ja alles noch, wobei ich wie du die alten Zeiten schon vermisse.

 

Was soll man machen?

Vielleicht solltest du mit den jenigen nochmal in einigen Monaten reden, wobei ich nicht glaube das das was bringen wird. Mein Tipp versuch irgendwann mal den Grund raus zu bekommen und suche dir eine neue Gruppe. Und diesmal mach alles viel offener, damit jeder alles sagt.

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Ist euch etwas ähnliches auch schon passiert?

 

Ich bin aus mehr als einer Gruppe rausgeworfen worden und habe nur zweimal erlebt, daß mir gesagt wurde, daß ich wegbleiben soll.

Einmal telefonisch von dem einen, dem es recht gewesen wäre, wenn ich dabeigeblieben wäre; das anderemal durch eine nicht eben allzu sensibel geschriebene mail eines der Spieler.

 

Bei einer anderen Gruppe spielte ich sehrsehr gerne mit und dachte, daß sie sich für mich gerade zu freundschaftlichen Beziehungen entwickelt, da einige von uns zusammen in ein Konzert gingen - das nächste, was ich wußte, war, daß ich nicht mehr eingeladen wurde.

Einiges Nachfragen ergab für mich keine rechte Antwort, ein oder zwei Jahre später traf ich zufällig auf einen der Mitspieler, der sagte, daß einer der Spieler, als ich mal nicht da war, anregte, mich rauszuwerfen, weil er mich nicht leiden kann.

Der Tenor war daraufhin, daß er das selbst mit mir ausmachen soll. Der Effekt war, daß ich nicht mehr eingeladen wurde. In der Regel sind Leute einfach feige.

 

Wie geht ihr mit Konflikten um?

 

In einer anderen Gruppe provozierte der Char eines der Mitspieler recht fleißig meinen Char (und den meines Mannes). Letztendlich schrieb ich dem Mitspieler eine mail, in der ich fragte, ob er ein Problem mit mir hat, oder ob sein Char ein Problem mit meinem Char hat.

Er schrieb daraufhin, daß ich das viel zu persönlich nehme, es nicht böse gemeint und sein Stil zu Spielen sei und sein Char sich noch dahin entwickeln sollte, daß er sich verträgt und so fort.

 

Problem gelöst. Bei sowas bin ich selbst ein großer Freund von mails, denn da kann ich über die Formulierungen sehr lange nachdenken. Wenn man es persönlich sagt, wird man schnell persönlich, finde ich.

 

Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Vielleicht hilft es mir, besser Abstand davon nehmen zu können :)

 

Ich wußte nie, ob ich tief traurig oder wütend sein soll.

 

Es tut mir leid für Dich, denn ich verstehe, wie das ist. Ein Rauswurf kam, als ich gerade schwerkrank war und mich jede Woche auf die Zerstreuung gefreut habe. Mit einem Rauswurf wird man, denke ich, nie so recht fertig, dafür ist er zu persönlich, aber mit der Zeit wird es nicht mehr so wichtig.

 

Und vorallem: Was macht ihr, oder was würdet ihr empfehlen, um sowas in Zukunft zu verhindern?

 

Ich denke immer, man muß etwas ansprechen, das einem nicht gefällt, sobald es einem auffällt. Egal, daß es zu der Zeit noch eine Nichtigkeit sein kann, denn dabei sollte es ja bleiben, sonst ist man ganz schnell da, daß es einen ärgert, dann, daß man denkt, daß der andere es aus Gleichgültigkeit tut, dann, daß er es aus böser Absicht tut.

Ich fürchte, sowas kann nur klappen, wenn man sich gerne mag und gut leiden kann (sonst ärgert der andere sich nämlich auch gleich darüber, daß man Nichtigkeiten kritisiert).

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Also herzliches beileid an all die Spieler, dennen das schon passiert ist.

 

Das Problem ist das manche auf das "Wenn dich was Stört sag es mir." nicht reagiert sondern lieber einen madig machen, und hinten rum lieber hetzen.

 

Habe es selber erlebt und weis wie weh das tut wenn man auf einmal drausen ist. Auf die anfrage nach einem Persönlichen Gespräch wurde mir nur mit dummen Sprüchen geantwortet.

 

 

.

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Ich möchte an dieser Stelle Malodian ein wenig beipflichten, was die Gefahr der Offenheit angeht. Nicht immer hilft das weiter, sondern könnte sogar erst recht eine Gruppe sprengen.

 

Was macht man z.B. wenn man mit Leuten spielt und einen - nur einen - selber nicht leiden kann? Sagt man es dem einen Spieler / Spielerin offen? Was passiert dann? Wird man selber aus der Gruppe geworfen, weil alle anderen mit diesem Spieler kein Problem haben? Oder treibt man gar einen Keil in die ganze Gruppe, weil ein paar Leute einem zustimmen und ein paar andere dem anderen Spieler, den man ja angreift, indem man offen zugibt, nicht mit ihm / ihr auszukommen.

 

Das kann sogar dazu führen, dass man nicht nur selbst aus der Gruppe fliegt, sondern das die gesamte Spielgruppe zerbricht und dabei in der Gruppendynamik auch Freundschaften zerbrechen.

 

Das will ich nur zu bedenken geben. Manchmal sollte man die Spielsitzungen nicht zu ernst nehmen und auch sich selbst ein wenig zurück nehmen, was eventuelle Abneigungen angeht, sonst schlägt es auf einen selbst zurück und man findet sich unversehens in der Situation, dass die anderen nichts mehr mit einem zu tun haben wollen...

 

Euer

 

Bruder Buck

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Was macht man z.B. wenn man mit Leuten spielt und einen - nur einen - selber nicht leiden kann?

Das kommt ganz auf die Umstände an.

 

1. Sowohl man selbst als auch die ungeliebte Person waren Gruppengründer. Bei Gruppengründung fiel es noch nicht ins Gewicht, jetzt aber schon. Da muss man abwägen zwischen den Optionen es auszuhalten oder sich von der Gruppe zu trennen.

2. Man selbst war Gruppengründer oder ist zumindest schon länger dabei als der ungeliebte "Neue". Hier kann man den Konfrontationskurs wählen oder mit den anderen Gruppenmitgliedern über den "Neuen" sprechen.

3. Man selbst ist der "Neue" in einer Gruppe und kann ein Gründungsmitglied oder jemanden, der bereits länger dabei ist nicht leidern. Hier bleibt nur die Option selbst zu gehen.

 

Wenn es eine Konfrontation zwischen zwei Leuten gibt und man selbst einer davon ist, sollte man sich des Rückhaltes bei den anderen versichern - bevor es der "Gegner" tut. Es gilt auch immer zu prüfen, wie der eigene Stand in der Gruppe ist.

 

Es gibt keine allgemeingültige Lösung! Da es sich um ein soziales Netzwerk handelt, muss man immer die verschiedenen Möglichkeiten in Betracht ziehen und abwägen. Auch, dass die Probleme auf Gegenseitigkeit beruhen und der "Gegner" eine asoziale Wildsau ist (sprich: einen selbst auf jeden Fall aus der Gruppe kegeln will).

 

Außerdem gibt es weitere Aspekte, die eine Rolle spielen können:

- Wer ist Spielleiter? (fest/wechselnd)

- Bei wem wird gespielt? (fest/wechselnd)

- Wie ist der eigene Stand in der Gruppe? Hat man Freunde in der Gruppe?

- Gibt es Pärchen in der Gruppe und wie sind die an einer solchen Situation beteiligt?

- <viele weitere denkbare Punkte>

 

Wenn die Gruppe außerhalb des Rollenspiels gut harmonisiert, sollten auch rollenspielerische (!) Probleme geklärt werden können (Spielstil usw.).

 

Viele Grüße

Harry

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Wenn ich jemand nicht mag, kann ich auch nicht mit ihm Rollenspiel betreiben. Jedenfalls nicht in einer richtigen Runde.

 

Als Spieler würde ich in so einem Fall daher wohl einfach selbst die Gruppe freiwillig verlassen, ohne groß etwas zu begründen. Es sei denn, ich wüsste, dass eigentlich alle ihn nicht mögen.

 

Als Spielleiter kann es eigentlich nicht so weit kommen, da ich keine Spieler in meine Runden aufnehme, die ich nicht kenne.

 

Und entweder/oder mache ich ja nicht.

 

Tschuess,

Kurna

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Wenn ich jemand nicht mag, kann ich auch nicht mit ihm Rollenspiel betreiben. Jedenfalls nicht in einer richtigen Runde.

 

Als Spieler würde ich in so einem Fall daher wohl einfach selbst die Gruppe freiwillig verlassen, ohne groß etwas zu begründen. Es sei denn, ich wüsste, dass eigentlich alle ihn nicht mögen.

 

Als Spielleiter kann es eigentlich nicht so weit kommen, da ich keine Spieler in meine Runden aufnehme, die ich nicht kenne.

 

Und entweder/oder mache ich ja nicht.

 

Tschuess,

Kurna

 

 

Salut,

 

ganz kann ich dem nicht beipflichten. Ich denke, in jeder Gruppe gibt es jemand, den ich nicht mag - und umgekehrt. Es kann nichts schaden, auch mal was auszuhalten. D.h. zB mit dem eher ungeliebten Spieler / seiner Spielfigur weniger machen, als mit anderen. Oder auch mal Schrott hinnehmen.

Soweit die Theorie: Ich gebe Dir Recht, Kurna, wenn man "mögen" etwas präzisiert. Eine Person, die ich schlicht für ein Arschloch halte (Tschullung...), oder die sich ime als solches herausstellt, meide ich. Dann verlasse ich gegebenenfalls die Gruppe ( ;) u.U. allein schon, weil ich an der Menschenkenntnis der restlichen Mitspieler zweifle...)

 

Sanftes/Hinnehmendes Verhalten endet ansonsten dann, wenn sich ein Machtkampf abzeichnet. Dann wird es Ernst. Details zur Analyse siehe Beitrag von HarryB.

 

Ich hatte einen Fall (von zweien, longlife), da habe ich mit dem Spieler (sogar in mehreren Runden) über ein Jahrzehnt gespielt. Verschiedene Systeme. Immer wieder flammten die strukturell gleichen Streitigkeiten auf [Heute bin ich auch in der Theorie besser; würde das früher erkennen und zuordnen können].

Schließlich, bei midgard (!), nörgelte er ohne Ende an meinen SL-Entscheidungen rum. Die anderen Mitspieler fanden diese ok, die Regelinterpretation entsprach dem state of the forum - daraufhin schrieb ich eine offene Mail, daß ich mit besagter Person nicht mehr zusammenspielen möchte.

Das hatte aber in der Tat die Folge, daß die Gruppe in dieser Zusammensetzung zusammenbrach - was übrigens auch weitere [bislang unter der Decke gehaltenen] Widersprüche/Probleme aufzeigte, die gar nichts mit mir zu tun hatten.

 

Ich denke, das ist das, was Bruder Buck anmerkte. Die Konsequenzen seines Tuns bedenken ist nicht dasselbe, wie sich feige wegducken. Hat was mit Verantwortungsgefühl zu tun, oder: Wie wichtig ist mir diese Spiel-Gruppe insgesamt? Was also tun?

Ich halte es für realistisch, im Zweifelsfall einen Konflikt, eine Stinkstiefelei und ähnliches erst mal "bilateral", das heißt mit einer der Beteiligten/Anwesenden zu besprechen. Am besten Freund/in, oder jemand mit dem man gut kann. Dabei läßt sich zuerst mal der Wahrheitsgehalt der eigenen Wahrnehmung überprüfen [Hallo Fimolas! äh, Signatur, meine ich]. Nicht immer sehen andere ein Problem, obwohl man selbst tief getroffen / auf 180 / total down ist.

 

Das scheint mir allemal sinnvoller zu sein, als gleich volle Pulle den Konflikt auf den Tisch zu legen. Und ich sehe darin noch keine Element der Intrige oder der Hinterfotzigkeit, sondern eher Checken der "äußeren" Realität.

 

Grüße von Malódian, der intensiv die Menschen studiert. (Komisches Volk...)

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Nur kurz zur Erläuterung:

 

Meine Runden (zumindest wenn ich SL bin) funktionieren nicht so, dass ich mir Rollenspieler suche und dann vielleicht Freunde/Bekannte daraus werden. Sondern ich suche mir welche von meinen Freunden/Bekannten (oder Verwandten) und mache daraus Rollenspieler. :)

 

Deshalb gibt es in meinen Runden definitiv niemand, den ich nicht mag.

 

Ansonsten muss ich aber auch dazusagen, dass sich jemand schon ziemlich viel Mühe geben muss, damit ich ihn nicht mag. Aber wenn es mal der Fall ist, dann geht halt auch nichts mehr.

 

Tschuess,

Kurna

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Nur kurz zur Erläuterung:

 

Meine Runden (zumindest wenn ich SL bin) funktionieren nicht so, dass ich mir Rollenspieler suche und dann vielleicht Freunde/Bekannte daraus werden. Sondern ich suche mir welche von meinen Freunden/Bekannten (oder Verwandten) und mache daraus Rollenspieler. :)

(...)

Tschuess,

Kurna

 

Hehehehe...

 

Malódian :D

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Meist ist es ein machtkampf zwischen der "Töten wann kommt der kampf fraction" und "Rollenspielern die lieber mal ein Rätseladventure lösen" Wobei es die Blutbad-anhänger sind die da kicken und alles versuchen einen Los zuwerden. Zu mindest ist das meine Erfahrung.

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Ich bin Blutbadanhänger und habe noch niemanden gekickt. Meiner Erfahrung nach sind es immer die "Rollen"-Spieler, die echte Powergamer (wie mich) loswerden wollen. Aber bislang hatte ich wohl Glück ... :lookaround:

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...

Meine Runden (zumindest wenn ich SL bin) funktionieren nicht so, dass ich mir Rollenspieler suche und dann vielleicht Freunde/Bekannte daraus werden. Sondern ich suche mir welche von meinen Freunden/Bekannten (oder Verwandten) und mache daraus Rollenspieler. :)

...

 

:D :D :D

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Meist ist es ein machtkampf zwischen der "Töten wann kommt der kampf fraction" und "Rollenspielern die lieber mal ein Rätseladventure lösen" Wobei es die Blutbad-anhänger sind die da kicken und alles versuchen einen Los zuwerden. Zu mindest ist das meine Erfahrung.

 

Hi!

 

Eine Mischung aus Hardcorpowergamern und ebensolchen Hardcorerätsellösern funktioniert nicht. Das hat aber absolut nichts mit dem Zwischenmenschlichen zu tun. Da hilft nur noch 2 Gruppen d'raus zu machen.

 

Gruss

 

Chaos

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Meist ist es ein machtkampf zwischen der "Töten wann kommt der kampf fraction" und "Rollenspielern die lieber mal ein Rätseladventure lösen" Wobei es die Blutbad-anhänger sind die da kicken und alles versuchen einen Los zuwerden. Zu mindest ist das meine Erfahrung.

 

Hi!

 

Eine Mischung aus Hardcorpowergamern und ebensolchen Hardcorerätsellösern funktioniert nicht. Das hat aber absolut nichts mit dem Zwischenmenschlichen zu tun. Da hilft nur noch 2 Gruppen d'raus zu machen.

 

Gruss

 

Chaos

 

Stimmt.

 

Anderes Thema:

Also, ich habe schon diverse SpielerInnen für meine Runden eben nicht aus meinem Bekannten-/Freundeskreis gefunden. Bisher auch immer Glück gehabt, nie Spinner/Arschlöcher, höchstens mal nicht ganz harmoniert spieltechnisch gesehen.

Ich denke, nicht jeder muss jeden lieben, aber ein totales Arschloch, der aber gut spielt, wäre nichts für mich. Wenn einer abseits der Runden z.b. sexistische/rassistische Sprüche bringen würde oder immer nur von Gewaltfantasien faseln oder oder oder, dann kann ich da als Mensch nicht einfach mit rumhängen.

 

Gruß

Bernd

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