Zu Inhalt springen

Der Erfolgswurf bei LvD wird ganz anders geregelt als bei Midgard 1-5

Hervorgehobene Antworten

Im Schnellstarter finden wir 20 Seiten Regeln für LvD...

Hier mal S. 20

Wenn du etwas Schwieriges mit ungewissem Ausgang versuchst, legst du einen Erfolgswurf (EW) ab. Die SL benennt anhand deiner Absicht die passende Fertigkeit oder Resistenz.

im Vergleich M5:

Will der Abenteurer eine Fertigkeit in einer ungewöhnlichen Situation anwenden, führt er einen Erfolgswurf (EW) aus: Er würfelt mit 1W20 und addiert den Fertigkeitswert zum Ergebnis. Ist die Summe mindestens 20, gelingt der Einsatz der Fertigkeit.

Bei Midgard 1-5 würfelt der Spieler einen Erfolgswurf auf die Fertigkeit (selbstgewählt)
Bei LvD würfelt der Spieler auf eine Fertigkeit, die vom SL für die Absicht ausgewählt wurde!

Das empfinde ich erstmal als komplizierter., langwieriger und es fordert auch mehr Regelkenntnis vom SL.


Was meint Ihr dazu?

Vor 1 Minute, Panther schrieb:

Im Schnellstarter finden wir 20 Seiten Regeln für LvD...

Hier mal S. 20

im Vergleich M5:

Bei Midgard 1-5 würfelt der Spieler einen Erfolgswurf auf die Fertigkeit (selbstgewählt)
Bei LvD würfelt der Spieler auf eine Fertigkeit, die vom SL für die Absicht ausgewählt wurde!

Das empfinde ich erstmal als komplizierter., langwieriger und es fordert auch mehr Regelkenntnis vom SL.


Was meint Ihr dazu?

Ich habe nicht den Eindruck, dass es anders ist als bisher auch. Den folgenden Dialog gab und gibt es in Varianten (Geländelauf vs. Balancieren vs. Akrobatik vs....) immer wieder:

Sp: "ich will da an der Fassade hoch - ich mach..... Akrobatik"

SL: "Öhhh, Klettern?!"

Sp: "aber da ist doch bestimmt... kann ich nicht [ich hab doch Akrobatik viel besser als Klettern, was nur ungelernt]?"

Entweder der SL hat vorher einen Hinterhof beschrieben, wo es vielleicht sogar möglich ist, über Fassen, Fensterbretter, Wäscheleine oder sonstige Dinge im Zick-zack da hoch zu kommen - dann ist Akrobatik auch ok. Oder der SL sagt halt einfach: "Nope, Klettern." Da entscheidet ganz bestimmt nicht der Spieler.

Ansonsten hängt das sowieso von der Gruppe ab. Wenn ich Leute mit wenig Regelwerkskenntnis habe, die mir beschreiben, was sie erreichen wollen, dann sage ich als SL ihnen, was sie würfeln sollen. Wenn ich Spieler habe, die das Regelwerk kennen, verlasse ich mich drauf, dass sie selber wissen, was jetzt zu würfeln ist und schreite nur ein, wenn was völlig unpassendes angesagt wird. Eine Person am Tisch sollte das Regelwerk drauf haben, im Zweifel besser die Spielleitung, als einer der Spieler, aber wirklich entscheidend ist das nicht.

Aus meiner Sicht ist das ein theoretischer Unterschied aus dem wohl kein praktischer Unterschied erwachsen wird. Als Regelautor würde ich die Formulierung vermutlich flexibilisieren und erweitern, aber wahrscheinlich wird sich kaum eine Gruppe derart einschränkend und genau an Wortlaute halten.

  • Ersteller

Ich denke, bei LvD muss man nun seine Absicht formulieren und dabei genau sagen, was man will.. Davon hängen dann auch die Konsequenzen ab.

Siehe Schnellstarte S.22 -

Entscheidend für die Konsequenz des Misserfolgs ist deine Absicht: „Ich möchte vorsichtig und mit Bedacht die Mauer überwinden, ohne mich dabei zu verletzen“ legt ganz andere Konsequenzen nahe als „Ich möchte schnellstmöglich die Mauer überwinden, bevor mich die Wachen erreichen“.

A EW: Klettern wegen der Wand an sich (WM wegen der Wand)

oder

B EW: Klettern wegen der Wand an sich UND in Eile, damit die Wachen mit sehen. (WM wegen der Wand und WM wegen der Geschwindigkeit)

bei B ist eben nur noch das WM wegen der Eile dazu zu nehmen, ok in LvD wäre es dann evtl. mit "Nachteil", weil du es eilig hast

Das Fazit ist doch, der SL sollte immer beim Spieler genau nachfragen (er ist da FAN der Spielfiguren), was nun genau ihre Absicht ist....

Ich würde sagen, dass der Regelautor von LvD einfach etwas präziser beschrieben hat, was der Autor von M5 vermutlich auch gemeint hat.

Dass der SL letztlich entscheidet, welche Fertigkeit(en) eingesetzt werden können, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, halte ich für selbstverständlich. Dass dies auch die Sicht der Midgard-Macher ist, sieht man ja auch an einer großen Zahl von entsprechenden Vorgaben, die man in Midgard-Kaufabenteuern findet.

2 Stunden her, Blaues Feuer schrieb:

Ansonsten hängt das sowieso von der Gruppe ab. Wenn ich Leute mit wenig Regelwerkskenntnis habe, die mir beschreiben, was sie erreichen wollen, dann sage ich als SL ihnen, was sie würfeln sollen.

Die Formulierung in M6 scheint sich eher an unerfahrene Spielende zu richten. Das wird aber erfahrende Spielende nicht davon abhalten, selbst eine geeignete Fertigkeit vorzuschlagen.

Ich sehe da in der Praxis auch keinen Unterschied.

Will der Abenteurer eine Fertigkeit in einer ungewöhnlichen Situation anwenden, führt er einen Erfolgswurf (EW) aus: Er würfelt mit 1W20 und addiert den Fertigkeitswert zum Ergebnis. Ist die Summe mindestens 20, gelingt der Einsatz der Fertigkeit.

Bis dahin ist doch gar nichts beschrieben wie er zum Einsatz der Fertigkeit animiert wird.

Kommt sie durch die Situation, durch die Vorgabe des Spielleiters oder durch eigene Intention.

Bei LvD wird halt direkt gesagt das der Spielleiter die Fähigkeit vorgibt.

Ich handhabe es selbst so das ich durch die Situationsbeschreiung indirekt auf gewisse Fähigkeiten hinweise, die an diesem Punkt logisch wären (ob das die Spieler so sehen ist wieder was anderes). Ich kommuniziere auch ob es anhand der Situation erschwert oder vereinfacht wird. Z.B. wenn sich mehrere Leute unterstützen oder man in Eile ist.

Spuren am Boden z.b. sieht erst einmal jeder (je nach Beleuchtung natürlich) ... mit erfolgreichen Spurenlesen kann man mehr Rückschlüsse daraus ziehen.

Und der Spielleiter ist immer gefragt wegen Regelkenntnis ... bringt ja wenig am Tisch dann erst drüber zu sinieren.

3 Stunden her, Panther schrieb:

Im Schnellstarter finden wir 20 Seiten Regeln für LvD...

Hier mal S. 20

im Vergleich M5:

Bei Midgard 1-5 würfelt der Spieler einen Erfolgswurf auf die Fertigkeit (selbstgewählt)
Bei LvD würfelt der Spieler auf eine Fertigkeit, die vom SL für die Absicht ausgewählt wurde!

Das empfinde ich erstmal als komplizierter., langwieriger und es fordert auch mehr Regelkenntnis vom SL.


Was meint Ihr dazu?

Im Endeffekt in der Praxis wird der Unterschied vermutlich so groß nicht sein.

Vom Grundansatz her ist m.E. der Midgard-Ansatz zu bevorzugen:
Der Spieler spielt den Charakter. Somit sollte es auch in der Hand des Spielers liegen, die Fertigkeit auszwählen, die der Charakter anwenden soll.

Der Damatu-Ansatz ist m.E. schlechter, weil hier der Spielleiter dem Spieler in gewisser Weise die Entscheidung abnimmt. Im Kopf des Spielleiters ist womöglich ein anderes Bild der Aktion, als in dem des Spielers. Dies "bevormundend" zu nennen, ginge sicher zu weit, dennoch greift her vom Grundsatz her der Spielleiter in die Entscheidungssouveränität ein, die beim Spieler liegen sollte.

Davon unabhängig ist in meinen Augen das Prerogativ des Spielleiters einzugreifen, wenn ein Spieler versucht, mit sich mit einer nicht passenden Fertigkeit durchzumogeln und dies nicht zuzulassen. Bzw. bei solch einer Gelegenheit dem Spieler zu erklären, warum die gewünschte Fertigkeit hier nicht paßt. Dann muß der Spieler danach neu überlegen, wie er die Sache angehen will. Beim nächsten Ansatz liegt die Entscheidungssouveränität dann wiederum beim Spieler.

Francesco di Lardo

M6 Schnelllstarter S.20 hat auch noch den Satz, dass man den höchsten Wert nimmt, wenn mehrere Fertigkeiten passen.

Plus auf S.21 Absicht, dass man als Spieler möglichst genau beschreibt, was man wie machen möchte.

Und M5 hat vorher noch den Satz, dass die SL sozusagen Regelhoheit hat - S.50 1 Absatz bei Grundregeln.

Ich seh da rein nach Text mehr den Unterschied, dass man sich in M6 ingame beschreibend und in M5 Fertigkeit benennend der Problemlösung nähert.

Bearbeitet ( von seamus)

Vor einer Stunde, Francesco di Lardo schrieb:

Im Endeffekt in der Praxis wird der Unterschied vermutlich so groß nicht sein.

Vom Grundansatz her ist m.E. der Midgard-Ansatz zu bevorzugen:
Der Spieler spielt den Charakter. Somit sollte es auch in der Hand des Spielers liegen, die Fertigkeit auszwählen, die der Charakter anwenden soll.

Der Damatu-Ansatz ist m.E. schlechter, weil hier der Spielleiter dem Spieler in gewisser Weise die Entscheidung abnimmt. Im Kopf des Spielleiters ist womöglich ein anderes Bild der Aktion, als in dem des Spielers. Dies "bevormundend" zu nennen, ginge sicher zu weit, dennoch greift her vom Grundsatz her der Spielleiter in die Entscheidungssouveränität ein, die beim Spieler liegen sollte.

Davon unabhängig ist in meinen Augen das Prerogativ des Spielleiters einzugreifen, wenn ein Spieler versucht, mit sich mit einer nicht passenden Fertigkeit durchzumogeln und dies nicht zuzulassen. Bzw. bei solch einer Gelegenheit dem Spieler zu erklären, warum die gewünschte Fertigkeit hier nicht paßt. Dann muß der Spieler danach neu überlegen, wie er die Sache angehen will. Beim nächsten Ansatz liegt die Entscheidungssouveränität dann wiederum beim Spieler.

Francesco di Lardo

Ich finde hingegen den Ansatz von M6 besser. Spieler sollten nicht durch ein Regelkorsett eingeengt werden oder das Gefühl haben, dass sie die perfekte Fertigkeiten finden müssen. Sie sollten völlig frei sagen, was ihre Figuren tun möchten. Die Spielleitung wählt dann einen passenden Regelmechanismus.

Das handhabe ich eigentlich immer so und sorgt dafür, dass die Spieler mit neuen, kreativen, schönen Ideen kommen - gerade die, die nicht nur auf Fertigkeiten achten. Und ich als SL darf mir dann was Schönes dafür überlegen...

2 Stunden her, Patrick schrieb:

Spieler sollten nicht durch ein Regelkorsett eingeengt werden oder das Gefühl haben, dass sie die perfekte Fertigkeiten finden müssen. Sie sollten völlig frei sagen, was ihre Figuren tun möchten. Die Spielleitung wählt dann einen passenden Regelmechanismus.

Genau das.

3 Stunden her, seamus schrieb:

Ich seh da rein nach Text mehr den Unterschied, dass man sich in M6 ingame beschreibend und in M5 Fertigkeit benennend der Problemlösung nähert.

Und das.

Vor 20 Minuten, Panther schrieb:

Ich empfinde es so, das der Spieler dann nicht mehr aus Fehlern lernen kann, die SL nimmt dann schon das optimale für den Spieler....

Ich erwarte auch bei M 3-5, dass die SL mir sagt, welche Fertigkeit für meine Idee passend ist. Lernen würde in deinem Fall ja auch die Spielfigur und nicht der Spielende - es sei denn es geht um Ratespiele (nach dem Motto, schau ich mal, ob ich richtig tippe, welchen Lösungsweg sich die SL so ausgedacht hat ...)

Bearbeitet ( von Fabian)

Zwei Dinge, die hineinspielen:

Es geht ja nicht um die beste Fertigkeit, sondern den besten Ansatz. Ein guter Ansatz kann sogar dazu führen, dass du gar nicht würfeln musst.

Und: M6 hat nur 23 Fertigkeiten. Das ist auch eine entscheidende Verschiebung. Du hast als spielende Person in der Regel eine sehr gute Vorstellung davon, auf welche Fertigkeit welcher Ansatz fallen könnte, sollte ein Würfelwurf notwendig werden.

Bearbeitet ( von Michael M)

Vor 11 Minuten, Michael M schrieb:

Es geht ja nicht um die beste Fertigkeit, sondern den besten Ansatz. Ein guter Ansatz kann sogar dazu führen, dass du gar nicht würfeln musst.

(Hervorhebung durch mich)

Er hat Jehova gesagt! D

Ich mag Systeme mit nicht so vielen Fertigkeiten ganz gerne. Faustregel für mich: Wenn man eine Fertigkeit nicht regelmäßig einsetzt, hat sie auf dem Charakterbogen nichts zu suchen. Wobei sich freilich die Geister scheiden, was denn genau „regelmäßig“ bedeutet.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

  • Ersteller
Vor 14 Minuten, Michael M schrieb:

Zwei Dinge, die hineinspielen:

Es geht ja nicht um die beste Fertigkeit, sondern den besten Ansatz. Ein guter Ansatz kann sogar dazu führen, dass du gar nicht würfeln musst.

Probleme löst man mit guten Ansätzen, die besten Ansätze sind ohne Würfeln. Aber wie oft habt ihr als Spielgruppen , die die optimale Lösung finden.

Die Spieler dürfen und werden meist nicht die optimale Lösung finden. Das finde ich normal. SLs sind neutral, Spieler erobern die Welt eben für sich

Nimm an der Diskussion teil

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich später registrieren. Wenn du bereits ein Konto hast, melde dich an, um den Beitrag über dein Konto zu veröffentlichen.

Gast
Auf dieses Thema antworten

Kürzlich Online 0

  • Kein Mitglied betrachtet die Seite.

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.