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Das Spiel der großen Häuser (Küstenstaaten-QB) - inhaltliche Diskussion

Hervorgehobene Antworten

vor 59 Minuten schrieb DiRi:

Du meinst sicherlich dein (verkürztes) Zitat aus diesem Zusammenhang aus einem Absatz auf S. 36.

"In den Küstenstaaten sind Menschen aus anderen seefahrenden Völkern häufig anzutreffen und fallen in den Hafenstädten nicht weiter auf. Auch der Anblick von Nichtmenschen ist dort nichts Ungewöhnliches. In den Dörfern und Kleinstädten des Inlands hingegen haben die Einwohner noch nie einen Waelinger gesehen und nur Schreckliches über die Barbaren des fernen Nordens gehört. Nichtmenschen gelten dort allgemein als Gestalten aus Sagen und Märchen."

Verkürzt bedeutet dies doch, dass derartiges wie hier:

in einer Stadt wie Orsamanca möglich ist - oder verstehe ich das falsch?

Mein bsp war im Orsamanca hat aber nicht ausschließlich Orsamanca betroffen. Ein weiteres Beispiel Tief im Landes Innere Nähe Carpa ist ein klein Stadt nicht auf die Karte gekennzeichnet. Transitus, dort gibt's eine Mühle betrieben von einem Gnome mit Troll und Menschen Mitarbeiter. Kernaussage bleibt das auch im innere des Landes Nicht-Menschliche Wesen häufig vorkommen wenn ich leite. 

vor 19 Minuten schrieb Mugga:

Kernaussage bleibt das auch im innere des Landes Nicht-Menschliche Wesen häufig vorkommen wenn ich leite. 

Da wären wir dann wieder bei der bereits auch von Fabian schon ausgemachten grundsätzlichen Problematik. Die Spielwelt Midgard ist ganz eindeutig (steht über verschiedene Stellen verteilt in den Publikationen so) absichtsvoll als eine Welt der Menschen angelegt. Andere Spezies sind eine wirklich sehr kleine Minderheit (wenn von den wenigen Rückzugsräumen der anderen Spezies z.B. in den Wäldern oder unter den Bergen abgesehen wird). Dem ist insgesamt in den offiziellen Publikationen Rechnung zu tragen.

Privat kannst du es natürlich für dich oder in deinen Gruppen so halten, wie es dir beliebt. Im Grundansatz der Spielwelt Midgard kann sich diese andere Sichtweise (mehr Spezies überall) indes nicht wiederfinden. Damit wären wir wieder an deinem grundsätzlichen Kritikpunkt, bei dem sich für mich dann der Kreis schließt.

Am 23.5.2024 um 15:46 schrieb Irwisch:

Danke.

@draco2111 Software zur erhöhung der auflösung wird immer ihre Grenzen haben. Prinzipiell ist es zwar so das ich zwischen zwei Pixel einen weiteren einfügen kann, vieleiucht sogar eine Kantendetektion mache aber grundsätzlich muss man dann immer "raten" was der Pixel für eine Farbe und welche helligkeit er haben soll. (Ab und an arbeite ich hier mit im eigenen Unternehmen hergestellter Bildverarbeitungssoftware).

Ich schreib vieleicht Branwen eine Email.

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Anosnsten ist mein erster Eindruck des Buches das es wirklich gelungen ist, zwar hab ich manchmal auch ein sprichwörtliches ? über dem Kopf. (etwa Seite 31 die Malfis) und etwas schade finde ich auch das Vigales nur an einer Stelle (Seite 226) erwähnt wird.

Jezt muss ich wohl noch ein Abenteuer etwas grundlegend überarbeiten,...

 

Am 23.5.2024 um 17:12 schrieb Mugga:

Wieso? Ich zitiere Barbarossa, "Und drittens handelt es sich bei dem Kodex eher um sogenannte Richtlinien als um Regeln." 

 

Meine Kampagne dort läuft schon über ein Jahr. Ich habe meine Spieler gesagt beim Wiedersprüche bleibt meine Aussage stehen, bsp. "Nichtmenschen gelten dort allgeimein als Gestalten aus Sagen und Märchen." S. 36 widerspricht Mein midgard und wird ignoriert. 

@DiRi und @Fabian sehe beide post oben jetzt das wir full circle gekommen sind.

Ja, mein Midgard ist anders, ist das ok? Auch ja. Alle Beiträge bauen auf die Frage warum Irwisch sein Abenteuer umstrukturieren muss. 

S.199 linke Spalte: Solche Zauber...sind dann für ihn Ausnahmezauber.

Wurde das vergessen auf M5 anzupassen?

Kosten sie ihn dann also immer 120 oder -da ja sein Spezialgebiet- weiterhin 30?

Bearbeitet ( von seamus)

vor 1 Stunde schrieb seamus:

S.199 linke Spalte: Solche Zauber...sind dann für ihn Ausnahmezauber.

Wurde das vergessen auf M5 anzupassen?

Kosten sie ihn dann also immer 120 oder -da ja sein Spezialgebiet- weiterhin 30?

Wichtiger Hinweis! Kannst du das in den Errata-Strang packen. Danke!

vor 2 Stunden schrieb seamus:

S.199 linke Spalte: Solche Zauber...sind dann für ihn Ausnahmezauber.

Wurde das vergessen auf M5 anzupassen?

Kosten sie ihn dann also immer 120 oder -da ja sein Spezialgebiet- weiterhin 30?

Die ganze Beschreibung ergibt für M5 wenig Sinn und ist offensichtlich M4-bezogen.

  1. Spezialisierung auf schwarze Magie gibt es eigentlich nicht. Selbst Finstermagier müssen schwarzmagische Zauber aus anderen Kategorien mit 60 EP/LE bezahlen.
  2. Böser Blick ist unter M5 für Magier lernbar.
  3. Ausnahmezauber gibt es, unter dieser Bezeichnung, nicht.

Selbst wenn man 1. und 3. ignoriert und bei 2. das Beispiel weglässt, stellt sich die Frage: Kann ein Magus Maldigis wirklich nekromantische Zauber, Zauber der Finsteren Magie, Nekromantie und schwarzmagische Chaoswunder lernen? :whatsthat:

vor 14 Stunden schrieb DiRi:
vor 16 Stunden schrieb Mugga:

Ja, mein Midgard ist anders, ist das ok?

Selbstverständlich!

Es ist deins und das deiner Gruppe - macht genau das daraus, ganz so, wie es euch gefällt!

Das war ja schon immer Midgard-Kultur und auch dieses QB sagt explizit, dass Freiraum für Eigenes gelassen wird. 

  • 1 Monat später...

Vialen (S.210) sind ja wie die Zauberrunen (MYS S.66f.) zu verstehen, aber leider sind nur 3 sehr weitgefasste Typen (Bau, Schiff & Kammer) erwähnt.
Gibt es noch irgendwo weitere Informationen, oder sind die eh für höhere Nicht(mehr)-Abenteurerfiguren gedacht?

Bsp. für weitere Infos - Zuordnung Zauberrunen (MYS Seitenangabe) zu den Vialimtypen:
-Kammer
Heilsrune (S.73)
Wundrune (S.81)
-Schiff
Wogenrune (S.81)
( plus ggf. etwas übers Ziel hinausschiessend ;-):
Hagelrune (S.72)
Regenrune (S.76)
Wetterrune (S.80) )
 

Bearbeitet ( von seamus)

  • 1 Jahr später...

Gibt es eigentlich irgendwo im Quellenbuch Hinweise zur Aussprache der vielen klangvollen Namen? Ich habe nichts gefunden – was ja schlechter alter Midgard-Tradition folgen würde. Klar, kann man sicherlich alles kreativ füllen, aber es wäre schon nett, zumindest eine Ahnung zu haben, wie die Autorinnen es sich gedacht haben.

Manche Namen erscheinen so offensichtlich einer italienischen Schreibweise zu folgen, daß ich gar nicht anders kann, als sie italienisch auszusprechen (Maduce → "madutsche"?). Bei anderen Namen gilt aber das gleiche für Spanisch (Conteja → "contecha"?) oder gar Portugiesisch (Rifalho → "rifaljo"?) Dann gibt es wiederum Namen, wo es so aussieht, als ob spanische oder italienische Klänge bereits "deutsch transkribiert" wurden: Donja (statt Doña), Cabaljero (statt Caballero), Joacino (statt Gioachino) …

6 Stunden her, beorn schrieb:

Gibt es eigentlich irgendwo im Quellenbuch Hinweise zur Aussprache der vielen klangvollen Namen? Ich habe nichts gefunden – was ja schlechter alter Midgard-Tradition folgen würde. Klar, kann man sicherlich alles kreativ füllen, aber es wäre schon nett, zumindest eine Ahnung zu haben, wie die Autorinnen es sich gedacht haben.

Manche Namen erscheinen so offensichtlich einer italienischen Schreibweise zu folgen, daß ich gar nicht anders kann, als sie italienisch auszusprechen (Maduce → "madutsche"?). Bei anderen Namen gilt aber das gleiche für Spanisch (Conteja → "contecha"?) oder gar Portugiesisch (Rifalho → "rifaljo"?) Dann gibt es wiederum Namen, wo es so aussieht, als ob spanische oder italienische Klänge bereits "deutsch transkribiert" wurden: Donja (statt Doña), Cabaljero (statt Caballero), Joacino (statt Gioachino) …

Meiner Auffassung nach ist Neu-Vallinga weder Spanisch, noch italienisch oder Portugisisch, sondern eine romanisch geprägte/angehauchte Sprache. In den Küstenstaaten wird überall Neu-Vallinga gesprochen, auch wenn kulturell vielleicht unterschiedliche Akzente gesetzt wurden und es lokale Dialekte und Sprachnuancen geben mag, alle Lidralier sprechen Neu-Vallinga, daher ist es so wie du sagst, die Spielrunde bestimmt, wie ihr Neu-Vallinga klingt.

Ob (und welche Überlegungen) zur Aussprache angestellt wurden, würde mich auch interessieren.

Wenn man eine romanische Sprache kann (oder zumindest so etwa B1- oder B2-Niveau hat), ist die Versuchung groß, die Quellenbuch-Begriffe anzupassen, damit die Sache sprachlich mehr aus einem Guss ist.

Zum Beispiel bin ich beim Begriff "Delgados de Dugan" zusammengezuckt. Ich glaubte zu wittern, dass der Begriff "Delegierte" dahintersteckt; das spanische delgado (dünn, mager) kann es nicht sein. Das wird zum Beispiel für "intestino delgado" (den Dünndarm) benutzt. Deshalb spreche ich im Spiel einfach von "Diputados del Dugan".

Die Adelsränge scheinen italienisch inspiriert, aber davon habe ich keine Ahnung. Die spanischen Adelsränge sind:

Duque, Duquesa (Herzog, Herzogin)

Marques, Marquesa (Marquis/e, Markgraf/gräfin)

Conde, Condesa (Graf, Gräfin)

Visconde, Viscondesa ("Vizegraf/gräfin)"; keine deutsche Entsprechung; franz. Vicomte, ital. Visconti, engl. Viscount)

Señor, Señora (groß geschrieben der unterste Adelsrang (Herr, Herrin), klein geschrieben "Herr und Frau soundso")

"Grande" ist kein Adelsrang. Es ist eine Ehrenbezeichnung, die über die Jahrhunderte protokollarisch immer wichtiger geworden scheint. Ursprünglich ging es darum, ob man in Gegenwart des Königs den Hut aufbehalten darf ... Aber das ist halt in den Küstenstaaten anders.

Vor 22 Minuten, Fabian schrieb:

Meiner Auffassung nach ist Neu-Vallinga weder Spanisch, noch italienisch oder Portugisisch, sondern eine romanisch geprägte/angehauchte Sprache. In den Küstenstaaten wird überall Neu-Vallinga gesprochen, auch wenn kulturell vielleicht unterschiedliche Akzente gesetzt wurden und es lokale Dialekte und Sprachnuancen geben mag, alle Lidralier sprechen Neu-Vallinga, daher ist es so wie du sagst, die Spielrunde bestimmt, wie ihr Neu-Vallinga klingt.

Das ist schon klar. Beorn sprach aber eher die Frage an, ob die Autoren ein durchgängiges Konzept für Schreibweise und Aussprache hatten, gerade weil Neu-Vallinga nur eine einzelne Sprache ist.

Vor einer Stunde, Rulandor schrieb:

Das ist schon klar. Beorn sprach aber eher die Frage an, ob die Autoren ein durchgängiges Konzept für Schreibweise und Aussprache hatten, gerade weil Neu-Vallinga nur eine einzelne Sprache ist.

Da das Quellenbuch in seinen Ursprüngen aus den 90ern ist, würde ich behaupten, nein. Es ist mit der Zeit gewachsen und auch die Vorstellungen zu den Küstenstaaten haben sich in dem langen Zeitraum durchaus gewandelt und ausdifferenziert. Wenn der Konvent betrachtet wird, dann kommt gewissermaßen auch noch das Lateinische als "Lehnsprache" hinzu. An den Küstenstaaten haben über die Jahre so viele Menschen mitgearbeitet, dass gerade bei den Begriffen sicherlich nicht von einem einheitlichen Konzept gesprochen werden kann. Manche Autoren bevorzugten direkte Übertragungen, andere Verfremdungen, die wie der "Darm" möglicherweise zu unfreiwillig komischen Ergebnissen führten. Midgard hat ja eine lange Tradition der Übertragung irdischer Begriffe auf die Spielwelt, man denke nur an die als ikonisch geltenden Arracht, ein Begriff der im Gälischen (irisch) schlicht "Monster" bedeutet.

Was von den Spielenden bevorzugt wird, mag variieren. Eine Ausspracheregelung kann jede Spielgruppe für sich festlegen.

  • Ersteller

Ich denke "romanisch" trifft es schon gut. Auch wenn sich die Midgard-Kulturen an irdische Kulturen anlehnen, sollte man nicht den Fehler machen, mit seinen Geschichts-, Geographie- und Romanistikkenntnissen in die Midgardkulturen reinzuregieren.

Du brauchst ein paar Marker oder Hooks oder auch nur Anmutungen, damit das "Romanische" rüberkommt und von da an sind der Fantasie dann keine Grenzen gesetzt. Und ja: Jede Gruppe wird das für sich selbst irgendwie konkret interpretieren. Es gibt keinen Sprachkurs "Küstenstaaten", den man irgendwie und irgendwo belegen könnte, um es "richtig" zu machen. Alles ist richtig.

Und wer damit Bauchschmerzen hat: Jede Sprache auf jeder Fantasywelt ist ohnehin ein modernes Konstrukt. Tatsächlich wird es auf dieser Kulturstufe auf kleinem Raum recht viele durchaus unterschiedliche Dialekte gegeben haben. Vielleicht spricht einer das also gar nicht falsch aus, er kommt nur aus dem Nachbartal.

Und bis dahin bricht sich jeder seine eigene Fantasie-Mundart ab.

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