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Verlassen der Runde auf einem Con


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Ich habe zunächst erst mal mein Unbehagen über verschiedene Umstände bekundet und nachgefragt, ob die Mehrheit das so will. Als ich merkte, dass ich mit meiner Meinung alleine bin, stand ich auf und sagte, dass mir die Runde dann leider keinen Spaß mache und ich lieber gehe, bevor ich da auch noch anderen den Spaß verderbe. Dann bin ich gegangen.

 

Mein Hauptproblem war, dass ich mit meiner Figur nicht frei und spielweltlogisch handeln durfte, weil der SL (und wohl der Großteil der Gruppe) Geschichtenerzähler und Railroading-Fan war.

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Ja, habe ich.

 

Mein Grund war aber "banaler" Natur:

 

Ich war so übermüdet das ich einfach nicht mehr konnte,...

Das wurde auch respektiert und ich konnte - zumindest bei dem SL - ein andermal auch wieder mitspielen, bin also NICHT auf einer Blacklist gelandet.

 

Im übrigen wäre das auch immer wieder ein passable Ausrede. (Soll ja Leute geben welche sich nicht trauen die Wahrheit "Die gruppe passt mir nicht" sagen wollen/können).

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Ich habe vor vielen Jahren auf dem FanFor in Mannheim mal eine Runde verlassen. Mein Charakter wurde von einer Falle in ein Schwein verwandelt. Die anderen Spieler fanden das furchtbar lustig und eine kurze Zeit war es ja lustig "oink-oink" am Spieltisch zu machen. Als aber weder Spieler noch SL Anstalten machten, an der Situation was zu ändern, habe ich meinen Kram gepackt und bin gegangen. Hinterher habe ich erfahren, dass 2 oder 3 SC die Möglichkeit gehabt hätten, die Verwandlung rückgängig zu machen. Arschlöcher! Es war übrigens eine AD&D Runde.

 

Auf einem Midgard-Con habe ich mal fast eine Runde verlassen, weil eine Mitspielerin über eine Stunde kurz vor dem Showdown zu nächtlicher Stunde eine Spielsituation nicht akzeptieren wollte, die für ihren Charakter sehr nachteilig war. Nach Meinung der anderen Mitspieler und des SL war die Situation aber absolut logisch. Und wir haben ihr auch gesagt, es ist absolut legitim, wenn ihr Charakter ingame dagegen protestiert. Das sie aber outgame als Spielerin das nicht kapiert hat, war sehr, sehr lästig. Da wäre ich beinahe gegangen und nur auf Rücksicht auf die anderen Spieler und den SL habe ich die Runde nicht gesprengt. 

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Auf einem Midgard-Con habe ich eine Runde verlassen. Die Gründe hierfür waren, dass ein Großteil der Spieler das Rollenspiel "übertrieben" hat. Das ging soweit, dass das Abenteuer in meinen Augen nur sehr schleppend voran ging. Der Spielleiter hat zudem dem Rollenspiel freien Lauf gelassen und wenig getan um das Abenteuer in Gang zu bringen. Schließlich hatte ich keine Lust mehr Publikum für die Selbstdarstelungen anderer zu sein und habe meine Sachen gepackt. Im Nachhinein betrachtet war es die richtige Entscheidung. Da ich der einzige war, der ein Problem damit hatte. Bei aller Liebe zum Rollenspiel, wenn ich auf einem Con bin, will ich Abenteuer erleben und nicht sehen, wie "großartig" andere sind.

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Eine Spielrunde verlassen habe ich noch nicht, war allerdings einmal kurz davor, als ein SL den Zauber eines anderen Spielers dermaßen abgeschwächt hat um seinen Kampf weiter zu haben. Trotz mehrfacher Intervention der Gruppe und entsprechender Lektüre des Spruches durch den SL gab es hier kein Einsehen. Ich bin dann erst einmal vor die Tür und lediglich die Bitten anderer Spieler (incl.  des gerailrodadeten) haben mich an den Tisch zurückgebracht.

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Das habe ich bereits.

 

Genau dann, wenn ich das Gefühl habe, das ein interessantes Abenteuer durch den pervertierten Spielmodus von Mitspielern ad absurdum geführt wird.

 

Diese Situation tritt ein, wenn ein oder mehrere Mitspieler ingame eine Lösung allein durch:

- "Beziehungen zu NSCs" ("ich kenn den König und den Papst persönlich"),

- durch das Kaufen der Lösung dank Millionen von GS in der Portokasse,

- durch den vermeintlichen Einfluß als Spielertyp auf ganze Dorfpopulationen oder Elefantenherden (z.B. ein Saddhu)

- durch unglaublich übertriebenen magischen Artefakten (z.B. Powergamer- Waffen, die weit über Durchschnittsschaden machen)

- ihre ebenso unnatürlich erhaltenen Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Blitzeschleudern durch Willensakt; mind. 8 Angriffe pro Runde)

herbeizuführen versucht.

 

Bei übertrieben herausgekehrten Ego oder anderen unangemessenen sozialen Fähigkeiten des Spielers, usw. neige ich ebenso dazu ...

Knoblauch und Weihwasser vertreiben mich auch.

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Ich habe einmal eine Runde verlassen. Breuberg 2011. Darauf bezog ich mich im anderen Strang. Ein Mitspieler und seine Frau/Freundin rissen die Runde an sich und gruben insbesondere einer Mitspielerin (gar nicht wirklich mir) das Wasser komplett ab. Alles was sie mal machen wollte, wurde torpediert, automatisch bemerkt usw.

Irgendwann ist mir dann der Kragen geplatzt und ich habe mich dazu geäußert und gesagt, dass ich auf so einen Scheiß keinen Bock habe und gehe. Daraufhin gingen dann aber die beiden. Und es wurde spassig zu ende gespielt. Seitdem würde ich den Spieler meiden. Säße er in einer Runde, wenn ich ankomme, würde ich gar nicht einsteigen. Käme er zu mir in eine Runde, könnte er direkt wieder gehen.

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Ui, alles sehr interessant zu lesen.
Mir ist mal passiert, das spielweltlogisch mein Charakter seine Stärken voll ausspielen konnte. Das fing bei der Auftragsverhandlung an, da ich als einziger der Landessprache mächtig war und führte weiter dazu, dass ich 90% der Angriffe von wilden (Einzel)Tieren im Alleingang abgewehrt hab. (Macht über die belebte Natur: Komm hau ab!)
Bis auf einen weiteren Spieler, der auch ein bis zwei sinnvolle Fähigkeiten hatte, dämmerten die restlichen Spieler 3/4 des Abends vor sich hin, weil sie nicht wirklich was beisteuern konnten. Das Abenteuer lies sich großteils mit 4-5 Fähigkeiten lösen und war eher linear.

Hab da auch überlegt, ob ich meinen Charakter rausspielen soll und dann auch ins Bett gehe, bin aber geblieben.

Edited by Kar'gos
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Ui, alles sehr interessant zu lesen.

Mir ist mal passiert, das spielweltlogisch mein Charakter seine Stärken voll ausspielen konnte. Das fing bei der Auftragsverhandlung an, da ich als einziger der Landessprache mächtig war und führte weiter dazu, dass ich 90% der Angriffe von wilden (Einzel)Tieren im Alleingang abgewehrt hab. (Macht über die belebte Natur: Komm hau ab!)

Bis auf einen weiteren Spieler, der auch ein bis zwei sinnvolle Fähigkeiten hatte, dämmerten die restlichen Spieler 3/4 des Abends vor sich hin, weil sie nicht wirklich was beisteuern konnten. Das Abenteuer lies sich Großteils mit 4-5 Fähigkeiten lösen und war eher linear.

Hab da auch überlegt, ob ich meinen Charakter rausspielen soll und dann auch ins Bett gehe, bin aber geblieben.

Das hatte ich mal genau umgekehrt:

Ich war mit einem Draufhau-Söldner ohne Wissensfertigkeiten und mäßiger Intelligenz mitten in einem magielastigen Detektivabenteuer gelandet. Alle möglichen Kämpfe wurden umschifft. :(

Edited by dabba
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Zusätzlich zu dem einen mal bei dem ich wirklich aufgestanden war ist mir gerade folgendes eingefallen:

 

Eine Spielerin ist mal aufgestanden und meine "Es wäre ihr nicht taktisch genug" ("Das große Abenteuer der kleinen Halblinge" - keine Midgardspieler, aber viel "Rollenspiel")

 

Eine Sache welche mich einmal etwas genervt hat war "D&D in Midgard" - eine Artefakt-Schwemme. "Ich hab da so ein Artefakt" - ich fühlte mich an der Stelle in dem Abenteuer so richtig nutzlos, im Endkampf habe ich 2-3 mal was gemacht und das bei einem Kampf der mindestens 13 Spielrunden dauerte (zweimal lief so ein Ein-Minuten Buff Zauber aus) . Ich war am Ende auch unverletzt und hatte noch alle Glückspunkte.

 

Das Aufeinanderprallen von Spielstilen ist eben auch etwas das man nicht immer voraussehen kann.

Ich habe auch im Freundeskreis jemanden mit dem ich noch zusammen in einer Gruppe spielen würde, ich aber nicht ihn als SL oder ihn als Spieler in einer Gruppe in welcher ich SL bin haben möchte. Er ist ein Munchkin, ein RulesLawyer und Nutzt Regellücken - kommt aber selbst nicht damit zurecht wenn man selbiges gegen ihn verwendet.

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Ich bin bisher auf Cons einmal aus einer Runde ausgestiegen, einmal hab ich meine Figur aus Frust Selbstmord begehen lassen (um mich so aus dem Abenteuer zu entfernen), und jetzt am letzten Südcon hätte ich beinahe die Gruppe von Dyffed ("Blaue Orks" Teil 1) verlassen. In allen Fällen war es so, dass mir das Abenteuer bzw. die Gruppe "zu hoch" war, also vom Gradbereich her in Höhen, in denen ich mich normal nicht bewege und (wie diese Erfahrungen zeigen) eigentlich auch nicht bewegen möchte. In Zahlen wäre das nach M4 im Gruppendurchschnitt bei über Grad 8 (mein höchster Charakter ist aktuell Grad 7, und die höchstgradigste Gruppe, für die ich mal so geleitet hab, war im Mittel Grad 8).

 

Zum tatsächlichen Ausstieg: Das war eine globale Sandbox, wo ich mich nicht mehr wirklich an den Auftrag erinnern kann, aber als dann ein Spieler vorgeschlagen hat, wir könnten doch jetzt zum Bettlerkönig von Thalassa fahren, weil der ein alter Bekannter und Freund ist, hab ich mir gedacht, näh, muss doch nicht sein. Da hab ich dann den einen Tag noch weiter mitgespielt (bzw. bin dabei gesessen, ohne viel zu tun) und hab dann bei der Unterbrechung zum Schlafen gesagt, dass ich am nächsten Tag nicht wiederkommen werde. Auf einer Blacklist bin ich damit nicht gelandet; ich war ja nicht angepisst oder sonstwas, sondern habe einfach gesagt, mir passt das Abenteuer und der Spielstil der Gruppe im Moment nicht. Ich bin sicher, dass ich mit den gleichen Spielern oder dem Spielleiter in einem anderen Abenteuer (für niedrigere Grade) gut zurecht käme.

 

Zum Selbstmord aus Frust: Gleicher Spielleiter wie obiges Abenteuer, aber wieder so ein Setting, wo man eigentlich nur dann eine Chance hat, wenn man als Gruppe geschlossen agiert und ALLE Möglichkeiten ausschöpft - an sich super, ich mag Herausforderungen. Als dann aber beim Endkampf einer der Spieler die Seiten gewechselt hat und zwar nicht aktiv gegen die Gruppe gekämpft hat, aber auch nicht FÜR die Gruppe, hab ich einfach keine Möglichkeit gesehen, wie wir verbleibenden drei anderen Charaktere da irgendwie gegen ankommen sollten (die Gruppe war geteilt, d.h. es waren nichtmal alle da - und dann wird auch noch einer der vier zum Verräter). Also Feuerkugel aufs eigene Feld und schauen was passiert.

 

Zum Südcon jetzt: Der erste Spielabend war eigentlich ein einziger Kampf, und zwar ein extrem harter Kampf komplett ohne taktische Möglichkeiten. Dyffed hat das hinterher schlüssig erklärt, warum er den Kampf so gemacht hat - weil der Kampf witzlos gewesen wäre, wenn man den beiden Grad 12ern in der Runde 1-2 Runden Vorbereitungszeit gibt. Für mich hat das aber einfach in eine reine Würfelei gemündet, weil ich außer draufhauen eigentlich nichts tun konnte. Zaubern geht nicht, wenn man zwei Gegner mit Angriff +16 und fettem Schaden hat, Rückzug war auch nicht möglich. Long story short: Irgendwann lag mein Charakter auf den Brettern und ich war frustriert, dass ich zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit hatte, IRGENDETWAS dagegen zu tun (abgesehen von einer Flucht gleich in der allerersten Runde, was nicht in Frage kommt), weil alles nur von den Werten und Würfelwürfen abhing. Also hab ich dann als wir für den Abend Schluss gemacht haben gemeint, dass mir das zu hart für die Figur ist und ich als "bottom feeder" mit dem niedrigsten Grad einfach nicht wirklich was beitragen kann. Daraufhin hat Dyffed mir erklärt, WARUM das so war (schlüssig) und gemeint, das weitere Abenteuer wäre nicht mehr so. Also hab ich beschlossen, ihm und dem Abenteuer da noch eine Chance zu geben und hab am nächsten Tag weitergespielt. Und auch wenn ich natürlich nach wie vor mit Abstand den schwächsten Charakter hatte, hab ich nicht bereut, weitergespielt zu haben. Da hatten wir nämlich die Möglichkeit, wieder als Team zu spielen und es hat nicht jeder erstmal für sich seine Gegner plattwürfeln müssen, bevor irgendeine Form von Taktik möglich war. Umgekehrt, es wäre sehr schade gewesen, wenn ich nach diesem einen Kampf abgebrochen hätte und aufgrund der schlechten Erfahrung möglicherweise nie wieder zu diesem SL gegangen wäre. So werd ich wohl irgendwann wenn sich die Gelegenheit bietet mal Teil 2 (und Teil 3+4) bei ihm spielen ...

 

Fazit: Ja, ich habe auf Cons schon Gruppen verlassen oder es mir überlegt, und ich denke in allen Fällen hätten/haben Spielleiter und Mitspieler es verstanden. Weil ich halt in den Fällen auch erklärt hab, WARUM. Das heißt nicht, dass ein Spielleiter oder eine Gruppe von Mitspielern gleich auf irgendeiner Blacklist landet. (Ich hab schon eine -sehr kleine- Blacklist, aber das war meistens nach Runden, wo ich bis zum Schluss gehofft hab, dass es besser wird, aber dann leider enttäuscht wurde.) Umgekehrt gilt hoffentlich das Gleiche.

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Auf meiner Liste der "Midgardcon Besucher" stehen 70 Leute - 2 Graue einiges an Weiß, vieles Grün. Noch nichts wirklich Schwarzes.

Hauptgrund der Liste ist eigentlich wenn eine Spielfigur von mir eine andere Spielfigur triff "ob man sich schon kennt".

Das nebenbei noch eine Liste mit dem Spieler läuft kann ich das eben auch gleich mit bewerten.

Bei Leuten die ich genauer kenne könnte ich mir das auch sparen.

Aber auf Cons sind eben auch viele die ich nicht kenne.

Und bezüglich jemanden kennenlernen braucht es bei mir manchmal länger.

 

Braucht man jetzt auch nicht weiter ausführen.

Ja ich hab eine Blacklist - und sie ist auch recht leer.

Edited by Unicum
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