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Wagenrennen


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Im Artikel Die chryseischen Spiele konnte man von Wagenrennen als Wettkampf in Chryseia lesen. Ich vermute aber, daß solche Rennen nicht nur alle 10 Jahre in Potenena stattfinden, sondern ein fester Bestandteil der chryseischen Kultur sind. Ich würde sogar die Existenz von eigenen Stadien für diesen Zweck (Hippodrome) in den größeren Städten nicht ausschließen. Leider habe ich in der Beschreibung von Palabrion und auf dem Plan (in GB47) nichts von einem Hippodrom gelesen, aber das muß ja nicht heißen, daß es sowas dort nicht gibt. wink.gif

 

Städte, die kein richtiges Hippodrom haben, veranstalten vielleicht Rennen auf einem Rundkurs um die Stadtmauern.

 

Eure Meinung dazu?

 

Triton

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Also meiner Meinung nach sollten nur ein paar Städte, die Größten bzw. kultisch wichtigen ein hippodrom besitzen.

Ein Rennen um die Stadtmauern zu bestimmten Festtagen halte ich für viele Städte für denkbar.

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Wäre es nichr spannender, wenn solche Rennen durch die Stadt anstelle um sie herum geführt würden? Drum herum ist viel zu viel Platz (na gut, heutzutage wohl in den größeren nicht mehr...).

Außerdem hätte ein innerstädtisches Wagenrennen den Vorteil, dass man es als Wettstreit der einzelnen Stadtviertel konstituieren könnte, wobei das Siegerviertel besondere Priviliegien erhält. Gefahren wird mit harten Bandagen, selten kommen alle Wagen (und vor allem Fahrer) heil im Ziel an.

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Zitat[/b] (Kazzirah @ Mai. 19 2003,09:30)]Wäre es nichr spannender, wenn solche Rennen durch die Stadt anstelle um sie herum geführt würden? Drum herum ist viel zu viel Platz (na gut, heutzutage wohl in den größeren nicht mehr...).

Gepflasterte Straßen (und in Chryseia haben selbst Kleinstädte einen solchen Straßenbelag) eignen sich nicht gut für Wagenrennen. Die Wagen (und die Pferde) wären einer sehr großen Belastung ausgesetzt, wenn man die Straßen vorher nicht aufwändig präpariert (also z.B. mit Sand/Stroh). In den Hauptstraßen sind außerdem störende Spurrillen im Pflaster für die Wagen der Händler. Außerdem sind solche Straßen nicht besonders breit (abgesehen vielleicht von den Prachtstraßen in den Großstädten). D.h. es gäbe nicht viele Möglichkeiten für spannende Überholmanöver, die Unfallgefahr wäre extrem hoch, Häuser würden fast zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen etc. etc.

 

Vorstellbar wäre m.E. noch, daß Start und Ziel innerhalb der Stadt liegen, z.B. auf einem zentralen Platz, oder daß ein kleiner Teil der Strecke durch die Stadt verläuft (auf einem speziell präparierten Straßenstück).

 

Wenn Du von einem Wettstreit der Stadtviertel sprichst, denkst Du wahrscheinlich an den berühmten Palio von Siena. Mit Pferden ist sowas sicherlich einfacher zu machen, als mit breiten Wagen. Aber selbst da wird der Kurs dick mit Sand präpariert.

 

Herzliche Grüße,

Triton

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Zitat[/b] (Triton Schaumherz @ Mai. 19 2003,10:34)]Gepflasterte Straßen (und in Chryseia haben selbst Kleinstädte einen solchen Straßenbelag) eignen sich nicht gut für Wagenrennen. Die Wagen (und die Pferde) wären einer sehr großen Belastung ausgesetzt, wenn man die Straßen vorher nicht aufwändig präpariert (also z.B. mit Sand/Stroh). In den Hauptstraßen sind außerdem störende Spurrillen im Pflaster für die Wagen der Händler. Außerdem sind solche Straßen nicht besonders breit (abgesehen vielleicht von den Prachtstraßen in den Großstädten). D.h. es gäbe nicht viele Möglichkeiten für spannende Überholmanöver, die Unfallgefahr wäre extrem hoch, Häuser würden fast zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen etc. etc.

 

Vorstellbar wäre m.E. noch, daß Start und Ziel innerhalb der Stadt liegen, z.B. auf einem zentralen Platz, oder daß ein kleiner Teil der Strecke durch die Stadt verläuft (auf einem speziell präparierten Straßenstück).

Ehrlich gesagt, denke ich, dass gerade das den Wettkampf spannender macht. Könnte ja traditionelle Wurzeln haben, noch aus tuskischer Zeit, da die Wege noch nicht alle gepflastert waren.

Es wäre schwer, solche (sakralen) Rennen dann von ihrem angestammten Ort zu entfernen, da vielleicht eine Schutzwirkung für die Stadt damit verbunden wäre.

 

Außerdem denke ich, dass es für die Chryseier gerade um das hohe Risiko geht. Es ist spannender, wenn die Unfallgefahr extrem hoch ist und auch die Umgebung in Gefahr gerät.

 

Zitat[/b] (Triton Schaumherz @ Mai. 19 2003,10:34)]

Wenn Du von einem Wettstreit der Stadtviertel sprichst, denkst Du wahrscheinlich an den berühmten Palio von Siena. Mit Pferden ist sowas sicherlich einfacher zu machen, als mit breiten Wagen. Aber selbst da wird der Kurs dick mit Sand präpariert.

Nicht im speziellen, aber im allgemeinen. Es gab ähnliche Rennen auch in Rom, nur mit noch weniger Regeln. wink.gif

Im übrigen gilt das mit dem Sand für den heutigen ( ! ) Zustand, nicht für die Wurzeln des ganzen.

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Hi,

 

ich möchte Kazzirahs Vorschlag unterstützen. Es sollte öfter nach Spielspaß und nicht so sehr nach "Weltsimulation" entschieden werden. Daher wäre mein Votum: die Rennen finden innerhalb der Stadt statt! Das riecht nach Aktion und Abenteuer!

 

Grüße

 

 

 

 

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Zitat[/b] (Fabiana Vago @ Mai. 21 2003,16:15)]ich möchte Kazzirahs Vorschlag unterstützen. Es sollte öfter nach Spielspaß und nicht so sehr nach "Weltsimulation" entschieden werden.

Ähm, Midgard ist eine "Weltsimulation", nämlich die einer Fantasy-Welt. Auch dort gibt es Gesetzmäßigkeiten, wenn sie auch nicht den irdischen 1:1 entsprechen müssen. Z.B. verhalten sich Menschen auch auf Midgard "menschlich". Was sagt der Archont der aufgebrachten Menschenmenge, die sich darüber beschwert, daß die Rennwagen regelmäßig ihre Häuser demolieren? Über solche und andere Fragestellungen kann man ja nicht einfach hinwegsehen.

 

Mir macht es außerdem Spaß, solche Details einer Simulation auszuarbeiten. Ich habe also schon Spaß, bevor der eigentliche "Spielspaß" beginnt.  biggrin.gif

 

Herzliche Grüße,

Triton

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Zitat[/b] (Triton Schaumherz @ Mai. 20 2003,18:02)]
Zitat[/b] (Fabiana Vago @ Mai. 21 2003,16:15)]ich möchte Kazzirahs Vorschlag unterstützen. Es sollte öfter nach Spielspaß und nicht so sehr nach "Weltsimulation" entschieden werden.

Ähm, Midgard ist eine "Weltsimulation", nämlich die einer Fantasy-Welt. Auch dort gibt es Gesetzmäßigkeiten, wenn sie auch nicht den irdischen 1:1 entsprechen müssen. Z.B. verhalten sich Menschen auch auf Midgard "menschlich". Was sagt der Archont der aufgebrachten Menschenmenge, die sich darüber beschwert, daß die Rennwagen regelmäßig ihre Häuser demolieren? Über solche und andere Fragestellungen kann man ja nicht einfach hinwegsehen.

 

Mir macht es außerdem Spaß, solche Details einer Simulation auszuarbeiten. Ich habe also schon Spaß, bevor der eigentliche "Spielspaß" beginnt.  biggrin.gif

 

Herzliche Grüße,

Triton

Klar, ein bisschen "Simulation" ist notwendig, das ist klar, aber die Frage ist doch, was sollte im Voerdergrund stehen? Mich interessiert mehr: was macht Spaß zu spielen. Schließlich geht es doch letztlich darum in der simulierten Fantasy-Welt zu spielen, oder?  satisfied.gif Sprich, die Simulation sollte kein Selbsstzweck, um der schönen Simulation wegen sein!  bored.gif

 

 

 

 

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Zitat[/b] (Fabiana Vago @ Mai. 21 2003,17:08)]Klar, ein bisschen "Simulation" ist notwendig, das ist klar, aber die Frage ist doch, was sollte im Voerdergrund stehen? Mich interessiert mehr: was macht Spaß zu spielen.

Eine Fantasy-Welt mit zu vielen Ungereimtheiten macht mir persönlich keinen Spaß mehr. Ich habe aber auch schon festgestellt, daß die Toleranzschwelle gegenüber Unlogik bei Spielern unterschiedlich hoch ist. Wo der eine noch Spaß hat, rollt der zweite schon mit den Augen, und dem dritten sträuben sich die Haare. biggrin.gif

 

Vielleicht gehöre ich ja zur dritten Kategorie. disturbed.gif

 

Triton

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Ich bin auch der meinung das eine fantasywelt erstmals ohne große logische lücken & "hänger" funktionionieren sollte, mir

Zitat[/b] ]und dem dritten sträuben sich die Haare

bei mir auch, deshalb habe ich in der Zavitaya beschreibung einige bauchschmerzen was die lage der stadt angeht.

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Meiner Meinung nach, wäre es durchaus denkbar, dass in einer speziellen Stadt Chryseias ein Wagenrennen durch die Stadt stattfindet. Das müßte allerdings sehr gut begründet werden,

Im Normalfall würde ich die Pferdchen durchs Hippodeom (selten) oder um die Stadtmauern herum hetzen!

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Ich denke, dass wahrscheinlich schon eine bestimmte Strecke durch die Stadt gewählt wird, die zuvor festgelegt wurde. Es werden wohl auch Schicherheitsvorkehrungen getroffen, um möglichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Andererseits müssen solche Veranstaltungen ja auch einen gewissen Unterhaltungswert haben und man will vermutlich auch Menschen in die Stadt locken, die Geld in die Stadt bringen. Auch aus diesen Gründen könnte die Stadtverwaltung durchaus gewillt sein, die Show in der Stadt stattfinden zu lassen.

 

Grüße

 

fabiana

 

PS: @Realismus: sicher eine Nachvollziehbarkeit sollte schon gegeben sein, aber bei unserem konkreten Beispiel habe ich keinerlei Bedenken. Hier finde ich beide Ansätze durchaus spiel- und realitätsnah (sprich möglich)!

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Hallo miteinander!

 

Mal eine andere Frage zu den angedachten Hippodromen. Lohnt sich bei den chryseischen Stadtgrößen (Einwohner) überhaupt so etwas wie ein Hippodrom für Wagenrennen? Stellen wir dazu doch einfach mal ein paar Vorüberlegungen an. Das irdische Vorbild fasste wohl so 80.000 Leutgens - jedenfalls mehrere Zehntausend - und Byzanz war eine riesige Stadt; sagen wir mal übder den Daumen gepeilt, 1/10 der Einwohner sollen in das Hippodrom rein gehen. Im Vergleich dazu sind die chryseischen Städte winzig und übertragen wir das Verhältnis jeder Zehnte Einwohner passt rein, so erhielten wir rein hypothetische Fassungvermögen von höchsten 3000 (Kroisos), sonst eher 1000 bis an die 2000 Leutgens. Da wären diese Anlagen doch reichlich popelig. Ich persönlich halte daher soetwas wie Hippodrome in Chryseia für ausgeschlossen bzw. überhaupt nicht rentabel (bei Valian hingegen könnte ich mir derartiges durchaus vorstellen ...).

 

Wagenrennen auf speziellen Strecken der Stadt (oder auch um die Stadtmauer herum) hingegen, dass könnte es schon geben; in etwa so, wie es hier im Strang bereits angeregt wurde.

 

Ciao,

Dirk.

 

 

 

 

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@DiRi:

 

Das Hippodrom von Konstantinopel war zwar das größte seiner Zeit, es gab aber andernorts auch kleinere mit weit weniger Plätzen. Natürlich sollte so ein Hippodrom nur in einer oder zwei chryseischen Großstädten zu finden sein, und noch aus valianischer Zeit stammen.

 

Vielleicht waren zur Zeit der Seemeister die Bevölkerungszahlen der chryseischen Metropolen ja auch höher als heute. Dies würde auch die Existenz eines leicht überdimensionierten Hippodroms erklären.

 

Herzliche Grüße,

Triton

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Ich denke, daB, gerade bei den Städten wie Palabrion, ein Wagenrennen um die Stadtmauer führen sollte. Das widerspricht überhaupt nicht dem Ansatz des "Tourismus", da die Menschen wohl nicht nur kommen, um das Wagenrennen zu sehen, sondern auch, um am Fest teilnehmen zu können. Man könnte jedoch - nach einer gewissen Zahl Runden - eine abschlieBende Strecke einführen, die z.B. einer PrachtstraBe folgt oder aber zu eine, bestimmten Ort führt.

 

malekhamoves

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Zitat[/b] ]Das Hippodrom von Konstantinopel war zwar das größte seiner Zeit, es gab aber andernorts auch kleinere mit weit weniger Plätzen. Natürlich sollte so ein Hippodrom nur in einer oder zwei chryseischen Großstädten zu finden sein, und noch aus valianischer Zeit stammen.

 

Ich weiß ... Doch wieviel Plätze soll so eine kleine Anlage denn haben? Du musst ja von einer Mindestbahnlänge mit Gerade, Gegengerade und den beiden Kurven ausgehen; das bedingt immer eine relativ hohe Anzahl an Plätzen allein für nur eine Sitzreihe auch bei kleineren Anlagen dieser Art, die ja immer zudem riesige Ställe, Wohnungen gar und mehrere Tavernen beinhaltet haben. Nee, bei den chryseischen Stadtgrößen sehe ich selbst für Städte wie Kroisos oder Diptyche auch für kleinere Hippodrome keine Chance. Dafür haben die Städte einfach zu wenig Einwohner und ein Betreiber würde die nie voll kriegen.  

 

Zur Seemeisterzeit mag es solche Anlagen vielleicht in ein, zwei der chryseischen Städte gegeben haben - eine bestimmt in Thalassa, darüber hinaus noch in Candranor und anderen Großstädten des Imperiums. Mit Ausnahme von Candanor würde ich solche Anlagen aber als verfallen erachten, bzw. man hat sich aus ihnen steinbruchartig bedient, sie überwiegend als Wohnraum genutzt, daraus eine Festung gemacht und dergleichen mehr. Aber eine Nutzung als Hippodrom halte ich, bei den "jetzigen" Größen der chryseischen Städte, wie gesagt für ausgeschlossen.

 

Ciao,

Dirk.

 

 

 

 

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Zitat[/b] (DiRi @ Mai. 22 2003,17:15)]Zur Seemeisterzeit mag es solche Anlagen vielleicht in ein, zwei der chryseischen Städte gegeben haben - eine bestimmt in Thalassa, darüber hinaus noch in Candranor und anderen Großstädten des Imperiums. Mit Ausnahme von Candanor würde ich solche Anlagen aber als verfallen erachten, bzw. man hat sich aus ihnen steinbruchartig bedient, sie überwiegend als Wohnraum genutzt, daraus eine Festung gemacht und dergleichen mehr. Aber eine Nutzung als Hippodrom halte ich, bei den "jetzigen" Größen der chryseischen Städte, wie gesagt für ausgeschlossen.

Also keine Hippodrome in Chryseia, sondern Wagenrennen durch oder um die Stadt. Damit kann ich auch leben. smile.gif

 

Je größer die Stadt ist, desto leichter kann ich mir Wagenrennen INNERHALB der Stadtmauern vorstellen, da es dann auch genügend Straßen mit ausreichender Breite gibt (um z.B. Überholmanöver zu ermöglichen). Bei Kleinstädten, werden die Rennen aber wohl außerhalb stattfinden (müssen).

 

Triton

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Also, ein wenig habe ich das Gefühl, dass hier Begrifflichkeiten durcheinander gebracht werden.

 

Ich denke, das was Triton und andere hier mit "Hippodrom" meinen, ist eigentlich ein Circus. (Zumindest prototypisch). Das der Circus in Byzanz Hippodrom genannt wurde, ist dabei m.E. nebensächlich.

Der große Unterschied zwischen dem eigentlichen (griechischen) Hippodrom und dem (römischen) Circus ist: Ein Hippodrom hat keine dauerhafte architektonische Ausgestaltung, sondern besteht normalerweise aus aufgeschütteten Erdwällen für die Zuschauer. Das Hippodrom ist dabei U-förmig mit Start- und Zielvorrichtung sowie einer Wendemarkierung. Typische griechische Pferde- und Wagenrennen fanden nicht über mehrere Runden statt!

Im Gegensatz dazu ist erst der römische Circus eine aufwändige und dauerhafte architektonische Gestalt.

Solche Circus sind übrigens im gesamten griechischen Raum (Griechenland und Kleinasien) nur für Gortyns auf Kreta bezeugt! (Wenn man die Grenze etwas weiter zieht, kommt noch Byzanz hinzu, dessen Circus unter Septimius Severus angefangen und unter Konstantin vollendet wurde.)

Für einige griechische Städte ist im übrigen bezeugt, dass zum Zwecke des Wagenrennens die Agora (also der zentrale Markt- und Versammlungsplatz) in der Asty (Kernstadt) kasual hergerichtet wurde (z.B. Elis).

 

Unter der Bedingung, dass man möglichst nahe am historischen Vorbild bleiben möchte, kann es also architektonische Prachtgebäude in Form eines Circus in Chryseia wohl nur in Thalassa geben. Alle anderen anderen Städten wird es wahlweise Hippodrome aus Erdwällen geben, die zumeist in der Nähe der alten Heiligtümer außerhalb der Stadt liegen oder aber die Agora als Rennplatz genutzt werden.

 

Die von Dirk und Fabian genannten Gründe sprechen aus meiner Sicht auch technisch dagegen, dass es Circus in nennenswerter Form in Chryseia gibt.

 

Ich halte es auch für problematisch, als Platzmaßstab eine mitteleuropäische Kleinstadt mit ihren verwinkelten Gassen zu nehmen. Chryseiische Städte (auch die kleineren) dürften in ihrem Kern wesentlich großzügiger gebaut sein. Die Agora dürfte in allen Fällen geeignet sein, die gesamte Bevölkerung aufzunehmen. Auch die Straßen dürften reichlich breit genug sein, um Wagenrennen zu ermöglichen.

 

Zitat[/b] (Triton Schaumherz @ Mai. 21 2003,17:02)]Was sagt der Archont der aufgebrachten Menschenmenge, die sich darüber beschwert, daß die Rennwagen regelmäßig ihre Häuser demolieren? Über solche und andere Fragestellungen kann man ja nicht einfach hinwegsehen.

Bitte nicht mit modernen Maßstäben herangehen! Ich würde sogar eher davon ausgehen, dass gerade die Option, dass etwas kaputt geht, bei der "aufgebrachten Menschenmenge" für den besonderen Thrill sorgt! Wenn ich mir so diverse antike Festpraktiken ansehe, ist da der Sicherheitsaspekt, zumal an Immobilien, nicht gerade besonders ausgeprägt. Der Aufwand, solche Schäden zu reparieren dürfte sich in Grenzen halten, und das subjektive Gefühl von Action dürfte deutlich überwiegen. Die meisten Gebäude dürften eh alle paar Jahre neu gebaut werden (müssen).

 

Ich neige auch dazu, mich bei der Ausgestaltung des chryseiischen Wagenrennens eher vom griechischen Gedanken des Agon leiten zu lassen. Also: die Adligen Chryseias wetteifern untereinander um die größte Anerkennung. Dazu rüsten sie jeweils eigene Gespanne aus (die sie natürlich nicht selbst fahren! ). Die Sieger (eigentlich: die Ausrüster desselben) erhalten ein enormes Sozialprestige. (Unter anderem werden sie auf eigene Kosten natürlich, von Sängern gepriesen.) Schon der Zweitplatzierte gilt als Verlierer. Es zählt also im Denken der Teilnehmer nur der Sieg!

 

@ Unlogik im Spiel: Nach meiner Erfahrung ist es aber so, dass das Empfinden von Unlogik im Spiel eher vom persönlichen Erfahrungshorizont abhängt. Wo man sich besser auskennt, hat man oft eine höhere Toleranzschwelle, weil mehr Erklärungsmuster vorhanden sind...

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Zitat[/b] (Kazzirah @ Mai. 23 2003,14:25)]Ich halte es auch für problematisch, als Platzmaßstab eine mitteleuropäische Kleinstadt mit ihren verwinkelten Gassen zu nehmen. Chryseiische Städte (auch die kleineren) dürften in ihrem Kern wesentlich großzügiger gebaut sein. Die Agora dürfte in allen Fällen geeignet sein, die gesamte Bevölkerung aufzunehmen. Auch die Straßen dürften reichlich breit genug sein, um Wagenrennen zu ermöglichen.

Sicher kommt es darauf an, ob es sich um eine natürlich gewachsene Stadt mit eher krummen und schmalen Gassen handelt (wie die meisten Städte Griechenlands) oder eine auf dem Reißbrett entstandene (wie die nach dem Hippodamischen Model gebauten ionischen Städte mit rechtwinkligem Straßensystem). Aber für Wagenrennen dürften sich selbst letztere nur schlecht geeignet haben.

 

Z.B. waren die Hauptstraßen in Priene/Kleinasien (5.000 Einwohner - Hippodamische Straßenplanung) etwa 4,5m breit, die Nebenstraßen 3,5m. Nur die eine Straße entlang der Stoa war wirklich breit, nämlich etwa 7,4m.

 

Entweder fahren in solchen Kleinstädten also die Wagen die meiste Zeit hintereinander her (siehe F1-Rennen in Monte-Carlo) und können nur die Agora zum Überholen nutzen, oder die Rennen finden doch besser außerhalb statt.

 

Triton

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Zitat[/b] (Kazzirah @ Mai. 22 2003,15:25)]@ Unlogik im Spiel: Nach meiner Erfahrung ist es aber so, dass das Empfinden von Unlogik im Spiel eher vom persönlichen Erfahrungshorizont abhängt. Wo man sich besser auskennt, hat man oft eine höhere Toleranzschwelle, weil mehr Erklärungsmuster vorhanden sind...

Das hast du sehr schön gesagt Kazzirah...

 

@ Erdwälle: sehr interressant die Sache mit den Erdwällen, das war mir bisher nicht geläufig. prima, wieder was gelernt.

 

Grüße

 

fabiana

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Zitat[/b] (Triton Schaumherz @ Mai. 21 2003,17:02)][...]

 

Was sagt der Archont der aufgebrachten Menschenmenge, die sich darüber beschwert, daß die Rennwagen regelmäßig ihre Häuser demolieren? Über solche und andere Fragestellungen kann man ja nicht einfach hinwegsehen.

 

[...]

Ich denke, diese Frage könnte beantwortet werden. Zu den Hauseigentümern wird er sagen, dass er die Schäden übernehmen wird. Zu dem Sieger des Rennens wird er jedes Jahr aufs Neue sagen: "Ich freue mich, dass gerade Sie das Rennen gewonnen haben!"

 

Grüße

Prados

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Zitat[/b] (Kazzirah @ Mai. 23 2003,14:25)]@ Unlogik im Spiel: Nach meiner Erfahrung ist es aber so, dass das Empfinden von Unlogik im Spiel eher vom persönlichen Erfahrungshorizont abhängt. Wo man sich besser auskennt, hat man oft eine höhere Toleranzschwelle, weil mehr Erklärungsmuster vorhanden sind...

Ist das nicht genau andersrum? Wenn man sich besser auskennt, fallen einem Ungereimtheiten doch erst recht auf. confused.gif

 

Je genauer ich die historischen Vorbilder kenne, desto saurer stoßen mir doch die Fehler der Simulation auf. Man denke nur an die zahlreichen "Ritterfilme" (besonders die der 50er Jahre) mit ihrem pseudo-mittelalterlichen Hintergrund.

 

Triton

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Zitat[/b] (Triton Schaumherz @ Mai. 22 2003,20:30)]
Zitat[/b] (Kazzirah @ Mai. 23 2003,14:25)]@ Unlogik im Spiel: Nach meiner Erfahrung ist es aber so, dass das Empfinden von Unlogik im Spiel eher vom persönlichen Erfahrungshorizont abhängt. Wo man sich besser auskennt, hat man oft eine höhere Toleranzschwelle, weil mehr Erklärungsmuster vorhanden sind...

Ist das nicht genau andersrum? Wenn man sich besser auskennt, fallen einem Ungereimtheiten doch erst recht auf. confused.gif

 

Je genauer ich die historischen Vorbilder kenne, desto saurer stoßen mir doch die Fehler der Simulation auf. Man denke nur an die zahlreichen "Ritterfilme" (besonders die der 50er Jahre) mit ihrem pseudo-mittelalterlichen Hintergrund.

 

Triton

Naja, das Problem beginnt genau da, wo man von EINER Wahrheit ausgeht! Ich denke schon, dass Kazzirah das genau richtig dargestellt hat: wenn man ein differenzierteres Wissen über ein Themenfeld hat, so sind einem auch unterschiedliche Auslegungen, verschiedene Theorien, etc. bekannt und man besteht möglicherweise nicht auf der EINEN Wahrheit, der EINEN Theorie, die man in dem EINEN schlauen Buch gelesen hat...  dozingoff.gif (das nur am Rande)

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Oh weia, da hab' ich ja wieder einen schrecklichen Metadiskurs angestoßen. <span style='color:green'>[Glob.Mod.Ermahnmodus=ON]Kazzirah, Fabiana Vago und Triton: Den Metadiskurs über Realismus- und Unlogikempfinden bitte in einem passenden anderen Strang unter "Sonstige Diskussionen" weiterführen! [Glob.Mod.Ermahnmodus=OFF]</span>

 

@ Triton:

read.gif hilft. Wenn du meinen, zugegeben sehr langen, Diskurs über Wagenrennen in Griechenland gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich da vor allem davon gesprochen habe, dass derartige Wagenrennen vollständig auf der Agora stattgefunden haben!

Ich habe kein Problem damit, längere Strecken für Wagenrennen anzunehmen, aber dann sehe ich auch nicht das Problem, für chryseiische Städte Wegführungen durch die Stadt einzuführen. Das ist nämlich beides in etwa gleich weit weg vom irdischen Vorbild. tounge.gif

 

Es kommt auf die systemimanente Begründung an. Wir sind, um doch noch einmal OT zu werden, heute bestenfalls in der Lage, an der historischen Wirklichkeit etwas zu kratzen, aber gewiss nicht, absolute Wahrheiten festzustellen.

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Zitat[/b] (Kazzirah @ Mai. 22 2003,23:08)]Oh weia, da hab' ich ja wieder einen schrecklichen Metadiskurs angestoßen. <span style='color:green'>[Glob.Mod.Ermahnmodus=ON]Kazzirah, Fabiana Vago und Triton: Den Metadiskurs über Realismus- und Unlogikempfinden bitte in einem passenden anderen Strang unter "Sonstige Diskussionen" weiterführen! [Glob.Mod.Ermahnmodus=OFF]</span>

Ok, zurück auf den Wagen, ab ins Rennen!

 

Es sieht doch so aus, als könnte eine Lösung gefunden werden, die uns allen gefällt. Einen Teil der Strecke legen die Wagen in der Stadt zurück und insbesondere bei längeren Rennen (oder kleineren Städten) wird ein Teil der Strecke außerhalb der Stadtmauern zurückgelegt. Im Übrigen lässt das auch die meisten Spielmöglichkeiten zu, daher klingt das für mich sehr brauchbar. cool.gif

 

Grüße

 

fabiana

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