Alle Inhalte erstellt von Orlando Gardiner
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Messembrien
Edessa (Wappen: roter Stierkopf (frontal) über braunem, doppelflügeligem Tor auf grauem Grund, ca. 1.000 Einwohner, 2.000 Einwohner (Winter) Fliegt ein Vogel von Palabrion* Richtung Südosten, über die steilen, weinreichen Auen des Koiphissos hin zur Mündung des Strimon und ins südwestliche Vorland der Melgarberge hinein, erspäht er schließlich nach etwa 60 Kilometern im Tal des Strimon die Wallburg Edessa, Tor zur Wildnis und Winterfeste des melgarischen Stammes der Taurener. Die weitläufige, auf einem Hügel liegende Anlage wird von zwei hohen Erdwällen und diesen vorgelagerten Gräben umgeben; der äußere Erdwall wird durch eine Palisade mit vier Türmen gesichert, der innere Wall ist eine durch Steine verstärkte Pfostenschlitzmauer mit hölzerner Brüstung und vier steinernen Türmen. Die Brüstung der inneren Mauer besteht aus geschliffenen und karminrot lackierten Planken und Pfählen. Die Stadt hat lediglich einen sichtbaren Zugang im Osten über zwei stärker befestigte, versetzt liegende Torburgen; an dieser Stelle ist der Hügel am steilsten und der Weg führt über Serpentinen zu den Toren hin. Die Gräben werden auf Brücken überquert, wobei die innere Brücke hochgezogen werden kann. Instandhaltung, Wartung und Besetzung der Mauern und Tore obliegt den chryseischen Bewohnern Edessas. Innerhalb der Mauern ist die Stadt an ihren äußeren Rändern größtenteils unbebaut, hier befinden sich die Weidegründe und Stallungen für die taurenischen Pferde, Maultiere, Schaf- und Ziegenherden, des Weiteren Gemüsebeete und Kräutergärten der Chryseier und gut zwei Dutzend Hüten und Datschen. Es folgen die steinernen Häuser der Chryseier und der wenigen sesshaften Taurener, die sich um einen großen zentralen Platz scharen, in dessen Mitte sich die Thronhalle befindet. Sie dient den Taurenern als Versammlungsort, Zeughaus, Feier- und Lagerhalle in einem. Auf dem zentralen Platz rund um die Thronhalle schlagen die Taurener in den Wintermonden ihre Lager auf. Nach Norden hin steigt der Stadthügel dann weiter an, ein Weg führt zum Stammesheiligtum, dem Vardar-Topf, der prächtigen Karstquelle des Flüsschens Vardar, welcher ein paar Kilometer westlich von Edessa in den Strimon mündet. In unmittelbarer Nähe der Quelle befindet sich ein kleiner Tempel des Jakchos, den die Taurener Saraxos nennen. Ein weiterer, jedoch äußerst unscheinbarer Tempel, in dem Nea Dea und ihr Sohn Wredelin verehrt werden, befindet sich im chryseischen Bereich der Stadt. Die Taurener stehen der kleinen Priesterschaft unter der Leitung des kriecherischen Wichtigtuers Teisandros Toxopotamos aus Palabrion misstrauisch gegenüber: Öffentliche Kulthandlungen außerhalb des Tempels sind nicht erlaubt und auch auf missionarische Umtriebe reagieren die Taurener ziemlich ungehalten. Insgesamt herrscht zwischen Chryseiern und Taurenern aber ein sehr gutes Verhältnis - wenn die Chryseier nicht vergessen, wer in Edessa eigentlich das Sagen hat. Allen Bewohnern Edessas gemein ist die Vorliebe für artistische Vorführungen und sportliches Kräftemessen, weswegen an den Feiertagen allerhand kuriose Wettbewerbe stattfinden, wie der "Wettlauf mit Kerze" im äußeren Graben in der Nacht zum Winterende, das Keulenballturnier zur Sommersonnenwende oder die "Turmjagd", ein Pferderennen mit halsbrecherischen Hindernissen durchs Umland Edessas im Spätsommer. In der Winterzeit veranstalten die Taurener beinahe täglich Wettkämpfe (im wahrsten Sinne des Wortes). Meist handelt es sich um blutige Zweikämpfe oder gar Scharmützel mit scharfen Waffen, auf welche die Zuschauer Wetten abschließen; Tote sind dabei eher selten, denn es gibt gewisse Regeln und Kampfrichter. Der Winter ist auch die Jahreszeit, in der immer wieder Spielleute nach Edessa kommen, sie errichten ihr Lager meist in der Ruine einer alten Burg etwa zwei Kilometer westlich der Stadt. Von Frühjahr bis Herbst schlagen Saisonarbeiter (überwiegend Wein- und Olivenpflücker) und Durchreisende (Goldsucher, Abenteurer, Gesindel) an dem strategisch gut gelegenen Platz ihre Zelte auf. Für gewöhnliche Besucher der Stadt gibt es in Edessa auch die sehr einfache Herberge Vardar-Topf oder das schmucklose Gasthaus Edessa**. Wer Beziehungen, Gold oder einfach die nötige Chuzpe hat, kommt privat bei einem Gastfreund unter. Unter den sesshaften Taurenern Edessas befinden sich einige talentierte Gold- und Silberschmiede, die Schmuck, prunkvolles Essgeschirr und Kultgegenstände herstellen. Vor allem in der kalten Jahreszeit zieht es so manchen messembrischen Händler in die Wallburg, denn die Stammesangehörigen verkaufen dann unter anderem Pelze, Kleidung, Lederwaren, Teppiche, Holzspielzeug, Berghonig und Liköre und haben stets Bedarf an gutem Werkzeug. Die junge, resolute und patente Ärztin Briseïs von Ketos leitet im chryseischen Teil der Stadt ein kleines Hospital. Die Heilerin und ihr kleiner Stab von Schülerinnen und Schülern sind auf alle Arten von Kampfverletzungen und deren Folgeerscheinungen spezialisiert. Zwar ist die Winterfeste der Taurener Palabrion ein Dorn im Auge, da die die Taurener sich nicht zu schade sind, im Winter kleine, schnelle Überfälle in die Randgebiete Palabriens durchzuführen. Andererseits halten sie sich dabei auffällig zurück. Edessa ist für melgarische Verhältnisse als ziemlich gesittet zu bezeichnen und der palabrische Einfluss dort zwar ausbaufähig, aber doch ein stetig wachsendes Pflänzlein. Die Folgen einer militärischen Übernahme der Stadt zum jetzigen Zeitpunkt wären insbesondere für das Umland Palabrions vermutlich verheerend. *Palabrion wird auf der Übersichtskarte von Chryseia im Süden des Koiphissos dargestellt, es liegt aber nördlich davon (vgl. Karte im Gildenbrief 47) ** Ja, mit Namenskreationen wird in Edessa sehr ökonomisch umgegangen. In der Regel erwarten die Leser nach Prädikaten wie "sehr einfach" oder "schmucklos" den Zusatz "aber sauber". Wir enttäuschen Sie nur ungern, aber so ein Zusatz wäre in jeder Hinsicht eine dreckige Lüge.
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Warum hat der Fernkampf bei Mıᴅɢᴀʀᴅ so wenig Bedeutung?
Ich denke, der Fernkampf hat schon seine Nische bei Midgard (hier wurden ja schon ziemliche viele Situationen aufgeführt, etwas variablere Kampfszenen wären schon ein großer Schritt), so dass mir eine Aufwertung nicht unbedingt nötig erscheint. Obwohl es stimmt schon, Schuss- und insbesondere Wurfwaffen könnten ein wenig mehr Wumms vertragen, aber m. E. auf keinen Fall mehr als ein oder zwei Punkte. Um nicht die Geschicklichkeit noch weiter aufzuwerten, würde ich den Schadensbonus aber an den unmodifizierten Fertigkeitswert koppeln - z. B. ab Waffe +12: Schadensbonus +1, ab Waffe +15: Schadensbonus +2 (eventuell, und jetzt widerspreche ich mir selbst: ab Waffe +18: Schadensbonus +3). Super einfache Regel: alle Fernkampfwaffen erhalten +1 auf Schaden (und zusätzlich optional:) Fernkämpfer erhalten ab einem Fertigkeitswert von +15 einen Bonus von +1 auf den Schaden mit einer Fernkampfwaffe der entsprechenden Waffengattung. Oder: Eine Figur die sich auf eine Fernkampfwaffe spezialisiert, macht mit dieser Waffe einen um +1 erhöhten Schaden. Die Idee mit der verringerten Rüstung gegen Armbrüste und Bögen ist eigentlich schön, aber damit verschiebt man das Problem m. E. nur Richtung Wurfwaffen. In der D&D-Entwicklung kam es in der Pathfinder-Abzweigung übrigens zum gegenteiligen Phänomen: die Aufwertung des Fernkampfs führte zu einer deutlichen Überlegenheit der Fernkämpfer bei den Martials (nach wie vor sind dort aber Vollzauberer in der Regel das Maß aller Dinge).
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Rudersklaven in Küstenstaaten und Valian
Deswegen habe ich dazu auch etwas geschrieben: "Eine Kennzeichnung als Galeerensklave ist in diesem Zusammenhang, wie DIRI ja bereits schrieb, durchaus (auch historisch) passend." Wo liegt Dein Problem?
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Rudersklaven in Küstenstaaten und Valian
Unicum, lesen hilft! Der Link tut genau das, was er soll - er belegt, warum Rudersklaven in der Antike Seltenheitswert hatten und im dritten Absatz wird auf Galeerensträflinge in der Renaissance eingegangen (dem Fragesteller scheint es ja auch durchaus um die Diskrepanz bei Rudermannschaften zwischen Küstenstaaten (ital. Renaissance) und Valian (fantastisch-magisches Karthago) zu gehen). Den von Dir verlinkten Artikel brauchte ich nicht zu Rate zu ziehen (er ist darüber hinaus für die interessierte Leserin auch über zwei Klicks von dem von mir verlinkten Artikel erreichbar), die Zusammenhänge sind offensichtlich und das schreibe ich auch im letzten Satz.
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Rudersklaven in Küstenstaaten und Valian
Ach Unicum, das ist mal wieder so ein enorm hilfreicher Post von Dir, der so gar nichts mit der Frage im Strang zu tun hat, und der dann noch dem Strangersteller unterstellt, einer von Dir herbeigeredeten Propaganda aus Hollywood auf den Leim gegangen zu sein. Gott sei Dank haben wir ja Dich, der uns dann über Passvorschriften belehrt (warum eigentlich?). Sei doch so gut und bleib beim Thema. Zurück zur Frage: Nimmt man sich Karthago zum Vorbild, passt die Tradition von (evtl. verarmten) rudernden Bürgern Valians ziemlich gut; die karthagische Marine wird von Polybios als allen Völkern überlegen beschrieben. Der Schluss vieler Historiker, die punische Marine sei auf bürgerliche Ruderer aufgebaut gewesen (analog zu Athen) ist durchaus stichhaltig. Es gibt in den Quellen keine Indizien für einen verbreiteten Einsatz von Rudersklaven in der Antike. Ich finde, das kann man schon ganz gut auf Valian übertragen. Da in der Renaissance aber Galeerensträflinge ziemlich verbreitet waren, passt das widerum nun ganz gut in die Küstenstaaten. Passender Artikel: Wikipedia: Galeerensklave (Artikel scheint gut recherchiert). Nicht vergessen sollte man dabei aber, dass das in der irdischen Geschichte auch mit den völlig unterschiedlichen Anforderungen durch die verwendeten Schifftstypen zusammenhängen dürfte [Triere/Polyere (Antike) vs. Galeere (MA/Neuzeit)]. Eine Kennzeichnung als Galeerensklave ist in diesem Zusammenhang, wie DIRI ja bereits schrieb, durchaus (auch historisch) passend.
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Abenteuer auf den Feuerinseln
Da melanesische Völker keine ethnisch homogene Gruppe sind und auch austronesisch geprägte Völker beinhalten, passt eine Mischung aus Maori und Aborigenes schon ganz gut; es kann ja auch noch ein paar andere Spielarten (polynesischer gefärbt) geben. "Die Melanesier sind jedoch kulturell, ethnisch und sprachlich äußerst verschieden. Genetisch sind sie mehr mit den australischen Aborigines als mit den durch ihr Territorium gewanderten Polynesiern verwandt." Quelle: Wikipedia: Melanesier
- Sammelstrang zum Beitrag des Monats Juli 2017
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Messembrien
Ich hoffe, demnächst noch mit der Stadt Edessa die Ortschaften Messembriens (vorläufig) abzuschließen. Wie es dann weitergeht, ist noch nicht ganz raus. Ideen bisher: Beschreibung der Jahreszeiten (Ernte, Feste, Landschaft im Wandel, Handelssaison, usw.), Stereotype Personen (Tagelöhner, Bauer, Handwerker, Söldner, Kurtisane, Strauchdieb, oder ähnliches), etwa ein Dutzend Persönlichkeiten. Vielleicht auch die Beschreibung einzelner Landschaften oder bestimmter Routen. Ein QB Chryseia ist von meiner Seite nicht geplant. Was ich mir eher vorstellen kann (ist aber eher utopische Zukunftsmusik) ist ein Band mit Palabrion, Messembrien, einem Abenteuer und einer Handvoll Abenteuerplots. Und mit ein paar schönen Karten von LarsB...
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Messembrien
Mylias (Wappen: klassischer Schild, zweigeteilt, links: Luchskopf frontal auf grünem Grund, rechts: schwarzer Speer von oben nach unten einen grünen Basilisken aufspießend auf blauem Grund. 3.300 Einwohner) Seit langer Zeit, zumindest so lang wie das kollektive Gedächtnis der Messembrier zurückreicht, war die Stadt Mylias ein Zankapfel zwischen den Poleis Argyra und Palabrion – bis vor 25 Jahren, als "die Nacht der Luchse" alles veränderte. Die zwei knappe Tagesmärsche südlich von Sirme liegende Stadt Mylias war bis zu diesem Zeitpunkt über Generationen hinweg ein tributpflichtiger Untertan Palabrions gewesen. Mit der Zeit jedoch entwickelte sich die Stadt der Düfte und Farben weg von einer gerechten Schutzmacht und hin zum habgierigen Tyrannen. Die Bürger von Mylias waren ihrer gestrengen Herrin bald überdrüssig und ersuchten die Polis Argyra um Beistand – eine Einladung, welche die Argyraer dankend annahmen. Lange Zeit belagerten die Truppen der Argyraer die Stadt und zerstörten mit ihren Katapulten nach und nach die Stadtmauern, aber ihre militärischen Angriffe wurden immer wieder zurückgeschlagen. Jedoch konnten auch die frischen Truppen aus Palabrion die Argyraer nicht aus ihrer nunmehr gut befestigten Position vertreiben. Nach fast einem Jahr der Scharmützel und vieler unterdessen ausgebrochener Krankheiten verblieben auf beiden Seiten nur noch wenige kampfbereite Krieger und Söldner. Da entschloss sich Eusebios Iraklios, der General Argyras, zu einem letzten Angriff in der Mitte der Nacht, der Argyra auch tatsächlich einen Teil der Stadt einbrachte. Doch noch bevor der Morgen graute – beide Seiten leckten noch ihre Wunden – kam der Söldnerhauptmann Jannis Grünmantel mit einer Truppe schlagkräftiger Barbaren über Mylias wie eine Flutwelle und nahm die Stadt im Handstreich. Seit dieser Zeit, der "Nacht der Luchse" ist der gerissene Jannis der Herr der Stadt. Mylias liegt an der Mündung der Mylicheia in den Koiphissos; die Flüsse bilden natürliche Barrieren nach Norden, Westen und Süden (also gegen ganz Messembrien), im Osten sorgt der befestigte Hügel Iktinos, die Akropolis von Mylias, für Sicherheit. In der Welt der Händler und Handwerker bekannt sind die Mylasier für ihre hochwertigen und leuchtenden Farbstoffe, die sie aus Färberröte (Rubia), Gelbkraut (Reseda) und Färberwaid (Isatis) gewinnen – und dennoch ist Blau ist die Wahlfarbe der Stadt. Mit seinen wichtigsten Getreuen kontrolliert der inzwischen über 50jährige Söldnerführer Jannis Prasinopaltos (=Grünmantel) auch das Umland von Mylias und alle Versuche ihn zu verjagen, blieben bisher fruchtlos. Die Händler Messembriens haben sich längst mit der Lage arrangiert, die politische Führung der zwei großen Poleis (nun, zumindest deren Demagogen) noch lange nicht. Der vorher etwas träge und bürokratische Verwaltungsapparat wurde stark ausgedünnt und verjüngt, blieb in seiner Grundstruktur aber erhalten. Mit Kungelei und Vetternwirtschaft hat Jannis allerdings aufgeräumt und inzwischen gibt es auch ein paar fähige und zügig arbeitende Beamte. Die Agora von Mylias dient je nach Bedarf als Ort der Volksversammlung, als Markplatz oder als Theater. Das während des letzten Krieges zwischen Argyra und Palabrion zerstörte Rathaus (Buleuterion) wurde nicht wieder aufgebaut, die Reste seiner Grundmauern dienen heute als Einfriedung, in der bei Bedarf Gericht gehalten wird. Scheinbar paradoxerweise laufen die Geschäfte des einst berühmten Bordells Die Grüne Perle seit der Eroberung durch die Söldner immer schlechter, um nicht zu sagen, miserabel. Die meisten Huren sind inzwischen in die Jahre gekommen und der Nachwuchs bleibt aus.* In dem großen heruntergekommenen Gebäude bröckelt der Putz, das Ungeziefer macht sich breit und auch die Freier werden von einer seltsamen Lethargie ergriffen, wenn sie das von seiner Erinnerung zehrende Etablissement betreten. Der abenteuerlustige Dichter Aithon von Laokes, der einst auf der Durchreise einige Tage in Mylias verbrachte, verglich das Etablissement mit einem lidralischen Sterbehospiz voll altersschwacher Bachen. Die einzige junge Frau in der Grünen Perle ist das Mädchen Pasiphae, das nur unter hohem materiellen und rhetorischem Einsatz vom Beischlaf (oder anderen Ferkeleien) zu überzeugen ist; sie kümmert sich lieber um das Wohlbefinden ihrer älteren Kolleginnen. Ein Gerücht besagt, dass sich in einem abgelegenen Zimmer im Seitentrakt ein Dämon einquartiert hat, der langsam aber sicher das Leben aus den Metzen saugt. Der rechte Teil des Stadtwappens (schwarzer Speer von oben nach unten einen grünen Basilisken aufspießend auf blauem Grund) geht auf eine Geschichte zurück, die mehr als hundert Jahre zurück liegt. In der östlich von Mylias gelegenen Sphakia-Schlucht, die sich fast 20 Meilen durch die Hügel zum Kentaurion hinzieht, hauste ein besonders ekler und gefräßiger Basilisk, unter dem die Landbevölkerung schwer zu leiden hatte. Schließlich wurde er aber bei einem seiner Raubzüge vom letzten Überlebenden einer Schäferfamilie erschlagen. Der blinde und äußerst gläubige Jüngling Imbros war noch keine zehn Jahre alt, als er den Hirtenstab seines Vaters ergriff. Es heißt, dass der Stab sich durch die Gunst der Götter in einen mächtigen Speer verwandelte, den der Junge mit aller Wucht durch den Leib des Ungeheuers stieß. Imbros wird noch heute als Chryse vereehrt, angerufen insbesondere beim Kampf gegen scheinbar übermächtige Gegner. *So manch junge Frau arbeitet inzwischen direkt für die Söldner (und zwar eher selten als Dirne), für die Stand und Geschlecht bei der Einstellung kaum eine Rolle spielen.
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Spieler- vs Figurencharakter?
Als Spielleiter kann ich ganz viele unterschiedliche Rollen verkörpern (für kurze Zeit, ob gut oder schlecht tut jetzt nichts zur Sache), als Spieler sind eigentlich alle meine Figuren sich vom Verhalten ziemlich ähnlich. Klar, der Händler achtet mehr auf die Kohle und der daraus resultierende Reichtum eröffnet ihm andere Möglichkeiten als sich dem asketischen Krieger bieten. Ich selbst fühle mich zwar anders (und denke mich auch anders in den Charakter hinein), wenn ich eine bestimmte Figur spiele, aber ich glaube nicht, dass meine Mitspieler eine unterschiedliche Spielweise der Figuren wahrnehmen. Ich spiele, zumindest auf Cons, in der Regel sehr abenteuerbezogen, die Figuren haben schon alle einen sehr ähnlichen Wertekanon und unterscheiden sich eher in Oberflächlichkeiten und natürlich zwangsläufig durch ihre Möglichkeiten im Spiel (ein Ordenskrieger tritt in seiner Heimat mit einem anderem Selbstbewusstsein auf als z. B. ein chryseischer Hexer in Waeland). Es fällt mir schwer bei meinen Midgard-"Helden" über meinen Schatten zu springen und sie interessant zu spielen. Etwas anderes ist es, wenn jemand anderes ein Figur für mich erstell, die vielleicht schon ein paar interessante Wesenszüge und Twists besitzt.
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Der Kakadu
Thema von Wurko Grink wurde von Orlando Gardiner beantwortet in Abenteuer auf einem Blatt - Wettbewerb 2017Schönes Abenteuer! Für welche Grade ist es denn gedacht (neinneinnein: "alle" lass ich nicht gelten!)? Oder sagen wir so: welche Grade kannst Du Dir in diesem Setting am besten vorstellen?
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Konvertierung M5 > M4 nötig um in M4 Runden mitspielen zu können?
@Saidon und Gormat: ich zum Beispiel habe fast keine M4-Charaktere mehr, weil ich auf meinem neuen Rechner kein magus mehr habe und weil mir mehr als ein System zur Verwaltung der Figuren zu viel wäre. Wenn Ewiggestrige auf M4-Regeln bestehen, muss ich ja auch nicht mit Ihnen spielen, aber das kommt in der Realität doch nie vor, oder? Alle SL, die ich kennengelernt habe, waren mit M5-Figuren einverstanden. Meist ist es doch eher umgekehrt: man sagt den M4-Spielern: sucht euch eine Spezialwaffe (drei Spezialwaffen) aus und den Rest kriegen wir schon irgendwie hin.
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Alkohol auf Cons
Schön, wenn man sich darüber aufregen kann, wenn andere mal ein Bier zu viel trinken und, jetzt wird es noch krimineller, ihre leere Flasche nicht umgehend aufräumen! Gibt ja sonst keine Probleme. Viel Spaß noch beim Empören!
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EP-Vergabe Grad 21+
Das Regelwerk kann nicht für jeden Sack Reis, der in KuenKung* umfällt, eine Extra-Regel oder Erklärung haben, sonst wäre es unglaublich dick. Ich halte die Frage des Strang-OPs gar nicht für eine ernst gemeinte Frage - weil die Antwort so sehr auf der Hand liegt. Das Regelwerk bietet mit der pauschalen EP-Vergabe eine Spielhilfe, an der man sich entlanghangeln soll, es ist offensichtlich keine eisern feststehende Regel, an die sich sklavisch gehalten werden muss. Ma Kai, glaubst Du wirklich, dass die Autoren Dir mit dieser Regel sagen wollen, dass Du Deinen Spielern für einen dreistündigen Spielabend, an dem sich die Abenteurer durchgehend gefahrlos in einer Kneipe amüsieren, 900 EP geben sollst? Nein? Na also. Die EP-Vergabe, auch die pauschale, sollte immer an das Abenteuer/die Gruppe angepasst werden. Und, halte Dich fest, jetzt kommt der Hammer: dafür gibt's einen Spielleiter. *vgl. "Reisproduktion, Lieferwege und Lieferzeiten in KuenKung und Umland zu Zeiten des Drachenkaisers Hung."
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Artikel: Übermorgen also
Wo ist die Schwierigkeit beim Verständnis? Ist doch ziemlich geradeaus: zwielichtiger Auftraggeber heuert Abenteurer an, einer Feenkönigin das Kind zu entführen. Oder habe ich den dicken Ironie-Button übersehen?
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Artikel: Geltin: Kartenlegende
Vielen Dank für die Arbeit! Super!
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Sammlung von neuen Fertigkeiten als Hausregel
Baukunde Lernen: analog Landeskunde M5. Oder Wissen leicht, wenn die Fertigkeit Fallen entdecken (oder war es Fallenmechanik?) unverändert bleibt.
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Im Kielwasser der Schwarzen Muräne (Teil 3) - "Jäger des Südwinds" - MIDGARD M5 - Samstag abend
2017 Im Kielwasser der Schwarzen Muräne (Teil 3) - "Jäger des Südwinds" - MIDGARD M5 - Samstag abend
Thema von KoschKosch wurde von Orlando Gardiner beantwortet in WestCon Abenteuervorankündigungens Archiv AbenteuervorankündigungenIch meine, Fadrique war auf jeden Fall bei den Toten dabei und der muskulöse, intellektuell leicht eingeschränkte, bis dato eher blaße Matrose. Die Erfahrungspunkte übersteigen meine Erwartungen; ich bin positiv überrascht und finde das nicht übertrieben. Das bedeutet für Gulbrandr einen Sprung von Grad 8 auf Grad 10. Besten Dank für die zügige Bereitstellung. Jetzt wird gesteigert... ... Gulbrandr (PDF, Moam, nur für angemeldete Nutzer sichtbar, gesteigert: Scharidisch +2, Naturkunde, Anführen, Laufen und Einhandschlagwaffen je +1) -
Im Kielwasser der Schwarzen Muräne (Teil 3) - "Jäger des Südwinds" - MIDGARD M5 - Samstag abend
2017 Im Kielwasser der Schwarzen Muräne (Teil 3) - "Jäger des Südwinds" - MIDGARD M5 - Samstag abend
Thema von KoschKosch wurde von Orlando Gardiner beantwortet in WestCon Abenteuervorankündigungens Archiv AbenteuervorankündigungenEin Highlight nach dem anderen mit dieser Truppe und diesem Spielleiter. Freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Großes Kino! -
Rollensuche [Zarzura I] (Donnerstag/Freitag)
Thema von Gandubán wurde von Orlando Gardiner beantwortet in WestCon Abenteuervorankündigungens Archiv AbenteuervorankündigungenFetten Respekt an Ganduban für die würdige Darstellung jovialer Elementarmeister, freizügiger Assad und hochnäsiger scharidischer Gelehrter. Starke Vorstellung. Außerdem, im wahrsten Sinne des Wortes: dufte Truppe!
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WestCon 2017 Dankestrang
Es war wie immer ein toller WestCon! Dank - den Spielleitern Ganduban (hammergut) und KoschKosch (spitzestark) und der Spielleiterin Selinda (superdufte) und all den netten Mitstreiterinnen und Mitstreitern (zauberhaft). - der Orga (tight & smooth as usual) - der MFG Solwac (selbstlos & zuverlässig) - der netten und hilfsbereiten Midgard-Gemeinschaft - Carsten Grebes Stand und Plaudertreff Wie immer hätte ich weniger trinken und mehr schlafen sollen, aber hey. Es war mir eine große Freude, Schalömchen, Orlando
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Fällt aus: Samstag - Die Suche nach Unsterblichkeit
Thema von Zrenik wurde von Orlando Gardiner beantwortet in WestCon Abenteuervorankündigungens Archiv AbenteuervorankündigungenGute Besserung! Vielleicht kommst Du ja rechtzeitig wieder auf die Beine...
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Rollensuche [Zarzura I] (Donnerstag/Freitag)
Thema von Gandubán wurde von Orlando Gardiner beantwortet in WestCon Abenteuervorankündigungens Archiv AbenteuervorankündigungenHast Du Zugriff auf die von mir auf der ersten Seite verlinkte Spielfigur, oder willst Du ein PDF? In dem Fall: kannst Du mir Deine E-Mail Adresse per PM zukommen lassen? Freue mich schon sehr auf Con und Rollensuche!
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Erscheinungstermine - Verfügbarkeit - Veröffentlichungspolitik etc.
Ich kann Bluttränen nur jedem ans Herz legen, eine schöne Sandbox! (Ich war aber selbst nur Spieler in einer Testrunde). Aber kommen wir nun zu etwas völlig anderem in Sachen Verfügbarkeit und Verlagspolitik. Kennt jemand LULU oder vergleichbare Anbieter? Ich habe mir dort mal Barbarians of Lemuria (englische Version, legendary Edition) geholt, das gibt es so nicht mehr als Hardcover, aber LULU fertigt es eben auf Bedarf an. Ich fände es super, wenn es diese Option für die PDF-only-Angebote von Midgard auch geben würde, kann aber gar nicht beurteilen: a) wie viel Arbeit das für Midgard Press bedeutet b) ob sich das finanziell auch nur ansatzweise rentieren würde. Aber es gibt schon das ein oder andere Werk, das ich mir dann eher holen würde.
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Das Volk der Wali - Website mit Hintergrundmaterial
Würdest Du vielleicht noch eine Terz genauer beleuchten, was man da so erwarten darf? Merci pour le link, de toute façon.