Alle Inhalte erstellt von Drachenmann
-
Hafenstadt Parduna
PS zur moralisch-juristischen Integrität der kommunalen Ordnungskräfte: Die Besucher des erwähnten Theaters durften erst wieder die Lokalität verlassen nach Zahlung einer willkürlich erhobenen Gebühr. Sogar eine abschließbare Kasse hatten die Wachen voraussichtig mitgebracht. Und eine zweite am Hinterausgang, mit Tisch und Hockern für die "Kassierer". So ist Parduna. Nix Anarcho, alles in geregelten Bahnen...
-
Hafenstadt Parduna
Entschuldige bitte: Ich durfte bei Dir ein Abenteuer spielen, in dessen Verlauf ein ganzes Theater mit drei Rängen plus zwei Olympen Augenzeuge einer bewaffneten Auseinandersetzung mit mehr als 30 verfeindeten Gardisten und einem illegalen (und tödlichen!) Duell zwischen beiden Hauptmännern wurde! Der Vorfall wurde weder untersucht noch verfolgt, sondern die Zuschauer im Gegenteil durchsucht und von der Stadtwache zu Stillschweigen verpflichtet; das ist in meinen Augen definitiv mehr als eine Schlägerei in abgelegenen Kaschemmen.Wenn Du damals über's Ziel hinausgeschossen bist und solche Vorfälle extrem zu nennen sind, sag's mir bitte, denn Dein Abenteuer hat mein Bild von Parduna maßgeblich beeinflußt, Du alter Quellenbuchschreiber, Du...! "Armanieri"! Dieses Wort suche ich seit Monaten in meinem kleinen Hirn, danke!Aber sagtest Du damals nicht "Arminieri", oder wollte ich nur von Dir gutes italienisch gehört haben? Grüße
-
Hafenstadt Parduna
Guude DiRi,Du weißt doch: Ich kann sehr wohl stimmungsvoll und in angemessenem Ton schreiben. Mein Beitrag war aber nicht als fertiger Artikel, sondern mehr als ein Arbeitspapier gedacht. Es ging mir ausschließlich darum, Strukturen und Hintergründe zu beschreiben, und wenn dann irgendwann alles in trockenen Tüchern ist, werde ich schon einen astreinen und atmosphärischen Beitrag zu Parduna abliefern. Bis dahin halte ich es für einfacher, wenn sich die Beteiligten nicht durch Formulierungen und Andeutungen kämpfen müssen, sondern nüchternen Klartext erhalten. Und Du hast natürlich recht: Die Organisation hat einen Namen, weil er aber auf meinem Mist gewachsen ist, wollte ich erst Dein OK abwarten, was ich anscheinend hiermit habe... Das Hafenviertel ist fest in der Hand der "Casa d'Argento" = "silbernes Haus". Bei Bedarf bin ich gerne bereit, einen stimmungsvollen Artikel mit Personen einzureichen, aber erst, wenn das Gesamtgerüst steht. Grüße
-
Seekampf
Naja, vielleicht hat Professore ja auch die ganze Sache auf dem PC vorrätig und würde sie zur Verfügung stellen?Obwohl er seine Regeln ja auch verkaufen will, aber wenn jemand ihn ganz lieb bittet...? Grüße
-
Hafenstadt Parduna
Trotzdem gehe ich's mal mit Parduna an: Parduna wurde kurz oberhalb der Astur-Mündung errichtet.Als Sitz des Vizekönigs versammelt sich hier das höfische Leben von Leonessa; jeder Adelige des Landes, der auf sich hält, residiert in einem Stadtpalast und befehligt seine eigene Garde. Die Viertel der Reichen befinden sich größtenteils am rechten Flußufer, mitten in der riesigen Stadt. Der Hafeneinfahrt ist am linken, westlichen Ufer gelegen und öffnet sich zu einem Becken von etwa 2 km Durchmesser. Sämtliche Piers eignen sich für die Landung großer Übersee-Schiffe, Kräne und organisierte Schauerleute stehen in mehr als ausreichendem Maße zur Verfügung. Parduna ist die zentrale Verkehrs- und Handelstadt Leonessas mit ausgezeichneter Infrastruktur und Anbindung. Rings um den Hafen, der in verschiedene Bereiche aufgeteilt ist, zieht sich ein Ring von Kontoren, Lagerhäusern, Manufakturen, Handwerks-, Zulieferer- und Gastronomiebetrieben verschiedenster Art. In einem weiteren Gürtel darum schließen sich die Elendsviertel der sogenannten "Neustadt" an, aus denen sich die Tagelöhner des Hafens rekrutieren. Über Brücken und mit Fähren gelangt man sowohl an das andere Ufer des Astur, als auch auf die wenigen, großen Flußinseln, die allesamt zum Einflußbereich des Adels gehören und unter anderem einen großen Park beherbergen. Politisch ist Parduna von vielen Faktoren und Konflikten geprägt: Der wichtigste ist der Streit zwischen dem neoliberalen Kanzler und dem eher traditionellen Haus des Vizekönigs. Die Garden beider Mächte üben offizielle Polizeigewalt aus und lassen sich wenig Gelegenheiten zu bewaffneten Auseinandersetzungen entgehen. Dazu gesellt sich die kommunale Selbstverwaltung, selbstverständlich ebenfalls mit Stadt- und Hafenwache im Rücken. Als wäre das nicht genug, marodieren häufig die Garden diverser Adeliger in wechselnden Allianzen. Außerdem existieren gewisse Autonomiebestrebungen um ein mächtiges Fürstenhaus im leonessischen Randgebiet zu den Bergen hin. Im Rat der lidralischen Städte verfügt Parduna über drei Sitze, deren Inhaber als "Commissare" auf Lebenszeit durch den Stadtrat gewählt werden und die Handelspolitik der Stadt im erwähnten lidralischen Handelsrat vertreten. Vizekönig und Kanzler können nur bedingt Einfluß auf die Geschicke der Stadt nehmen. Der Hafen wiederum befindet sich fest in der Hand einer kriminellen Selbsthilfegruppe, die das Machtvakuum ausfüllt, in das die ärmeren Viertel durch den Zwist der Machthaber gestürzt wurde. Ohne Erlaubnis und Kenntnis dieser mafiösen und doch sozial engagierten Gruppe geht rings um den Hafen gar nichts. Gleichzeitig versucht seit Jahren die "Comreda Noctina" in Parduna Fuß zu fassen, eine mächtige Organisation, die entlang der gesamten lidralischen Küste große Teile des organisierten Verbrechens dominiert, bislang aber in Parduna und einigen anderen Häfen scheiterte. Auch die "Boqaneros da Costa" stellen einen Machtfaktor dar: Sie schmuggeln (fast) Alles und Jeden, der zahlen kann. Die Boqaneros leben unter einem strengen, seemännischen Ehrenkodex, was sie aber nicht hindert, das eine oder andere Handelsschiff zu kapern. Und zu allem Überfluß schließt sich an den pardunischen Hafen der größte valianische Flottenstützpunkt außerhalb des Imperiums an, mit allen Nebenerscheinungen, die von einer geballten Stationierung von Marine-Einheiten eben so hervorgerufen werden... @ Wulhere: Hast Du Dir eine Kurzbeschreibung etwa so vorgestellt?
-
Seekampf
Zufälligerweise befindet sich ein Exemplar in meinem Besitz, und ich denke, bei BB könnte auch eins herumstehen... Grüße
-
Seekampf
3. Mit Brandpfeilen läßt sich die gegnerische Takelage entzünden. Regeltechnisch sind sie jedoch für den Seekampf auf Midgard mächtig geeignet. Und auch 31 a.C. gab es keine Pr/Ma/Th usw. , die dürften dann auf Midgard eben auch nicht zum Einsatz kommen. Ich bezweifle, daß irgendjemand die historische Belegbarkeit anzweifeln wird, wenn der Spielspaß gewährleistet ist. Grüße Das schließt natürlich andere schwere Waffen nicht aus. Bei Katapulten muß (denke ich mal so...) das Deck erheblich wegen der Hebelkräfte beim Abwurf verstärkt werden...?
-
Seehandel - Gehandelte Waren
Wolle halte ich für zu wertlos und platzraubend zugleich. Tuchballen sind wahrscheinlicher. Und Fisch...? Fisch ist beim besten Willen kein Übersee-Handelsgut, schließlich steuern Schiffe Häfen an, in deren Umgegend wohl ebenfalls Fischfang betrieben wird. Um ihn haltbar zu machen, muß er gesalzen oder geräuchert werden, sowas kauft niemand, wenn der Kram erst mal wochenlang in Fässern vor sich moderte... Eher schon Getreide, besser noch haltbare und exklusive Genußgüter wie Oliven, Wein oder Hartkäse. Laderaum ist teuer, je kleiner und wertvoller die Ware ist, umso mehr Gewinn läßt sich damit machen. Glaswaren z.B. brachten im Altertum richtig Schotter in die Kasse, ebenso Kunsthandwerk jeder Art, vor Allem aus Edelmetall. Zinnkrüge und -becher, Silberteller, Schüsseln und Pokale. Teppiche, Kleidung und Einzelstücke, Hauptsache wertvoll und geeignet zum Eindruck schinden. Metallbarren. Tee, Rauchkraut, seltene Hölzer. Edelsteine, roh und geschliffen, sowieso Schmuck in allen Ausführungen. Alles, was schon auf den ersten Blick von weither kommt und den Nachbarn neidisch macht... Grüße
-
Schiffstypen - Allgemeine Diskussion
Schon klar, mir war nur aufgefallen, wie sehr sich dieser Strang in Details über die Tauglichkeit einzelner Schiffstypen verzettelt.Mein Problem damit ist, daß ich noch nicht mal die Hälfte der erwähnten Beispiele auch nur mit Namen kenne und darum auch nur noch Bahnhof verstehe. Nautik ist halt echt nicht mein Gebiet...
-
Beidhändiger Kampf und Beschleunigen - wieviele Angriffe
Na gut, hast Du nicht. Stimmt.Aber alleine das Thema Rüstung anzufangen, deutet doch verdächtig auf eine gewisse, grundsätzlich defensive Haltung in bewaffneten Konfliktsituationen hin... Auf jeden Fall! Das bei LR Schluß ist, schränkt die Teilnehmeranzahl beim beidhändigen Kampf erheblich ein, egal, ob beschleunigt oder nicht...und wird gerne, wie Du sagst,...äh...vergessen.
-
Meucheln im Selbststudium
Thema von Akeem al Harun wurde von Drachenmann beantwortet in M4 - Gesetze der Erschaffung und des LernensEndlich verstehe ich "das Leben des Brian"!Das fliegende Suizidkommando der judäischen Volxfront waren in Wirklichkeit Assassinen im erfolgreichen Selbststudium! Na denne...
-
Seekampf
Hat das denn niemand gelesen?Doch! Aber ich kenne die Regeln nicht und kann daher nicht Stellung nehmen. Kennst Du sie? Man muss sie nicht unbedingt gleich kennen, aber die 100% Midgard-Kompatibilität ist schon ein sehr nützlicher Hinweis! Soviel in Kürze:Ein Schiff erhält EW:Kampf über die Bewaffnung und Ausbildung der Geschützbedienungen (Kanonen im Original > Ballisten usw). Die Mannschaft selber wird in Gruppen zusammengefaßt, abhängig von Ausbildung und Vorgesetzten erhalten sie als Einheiten EW:Angriff und auch verschiedene Moralwerte, die sowohl steigen (Erfolge schweißen zusammen) als auch sinken können (zB bei Ausfall des Kommandeurs). Eine wesentliche Neuerung sind die sogenannten Glückspunkte, abgeschwächte SG, die wesentlich leichter zu erhalten sind, also auch bedenkenlos rausgehauen werden können, ohne den gesamten Spielfluß zu kippen. Damit wird eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit Figuren erreicht, was ich sehr spaßig finde. Außerdem beinhaltet Jolly Roger griffige Regeln für das Manövrieren eines Schiffes. Das Ganze ist genauso flott zu erwürfeln, wie ich es an Midgard liebe, ohne lange Tabellenwälzerei und endlose Modifikationen. Ich find's gut... Grüße
-
Monster zu schwach?
Volle Zustimmung mit Bro's gesamten Beiträgen und denen, die in dieselbe Richtung gehen: Wenn Figuren über eine gewisse Gradzahl hinausgehen, ihre "natürlichen" Gegner demnach schwächer werden, sollten sie die Größe besitzen, sie nicht zu töten, sondern nur zu besiegen. Jeder SL sollte wissen, daß ab höheren Graden die Begegnung mit z.B. Bären völlig irrelevant ist, es sei denn, sie gehört zum Abenteuer. Ich halte gar nichts davon, Encounter zu tunen, ich erinnere nur an das angebetete Spielgleichgewicht: werden wilde Tiere "gepusht", wird garantiert bald der Ruf nach stärkeren Waffen laut, und überhaupt: Ist die AP-Regel gerecht? Haben wir nicht alle viel zu wenig LP? Warum steigen die nicht? Wir wollen mehr Artefakte! Nichtsdestotrotz (geiles Wort!) sind anscheinend einige Bestien einfach zu hoch bewertet. Die Lösung kann aber nicht sein, Gegner in der Höhe anzugleichen, sondern sie auf ein erträgliches Maß herunterzustufen. Ab bestimmten Graden sind Bären einfach keine Gegner mehr, ist halt so. Grüße
-
Seehandel - Gehandelte Waren
BIER! Auch, wenn's keiner haben will: Bier aus Alba!
-
Meucheln im Selbststudium
Thema von Akeem al Harun wurde von Drachenmann beantwortet in M4 - Gesetze der Erschaffung und des LernensDarum sind Assassinen ja auch einsame Einzeltäter...niemand kann von ihren Taten berichten.
-
ABW und Spielerwissen
Naja, nach einer erfolgreichen Analyse wird der Figur die Wirkungsweise eines Artefaktes mitgeteilt - inklusive des Unsicherheitsfaktors, sowas gehört zur Arbeit eines gewissenhaften Alchemisten/Thaumaturgen/Priesters dazu. Dafür wird er schließlich ordentlich bezahlt. Ab diesem Zeitpunkt würfelt jeder Spieler seine ABW selber. Vorher mache ich's im Geheimen, sage aber auch nix zu eventuellen Vorteilen. Ist wie beim Auto: Gekauft wie besichtigt und probegefahren, wer nix weiß, hat Pech und bleibt liegen, kriegt aber vielleicht auch ohne sein Wissen einen aufgemachten Motor für schmales Geld. Grüße
-
Eine Urlaubsgeschichte
Ok, ermutigt von den positiven Rückmeldungen setze ich einen zweiten Link ähnlicher Machart. Dennoch ist er m.M.n. nicht für Kinder und junge Mütter geeignet. Aufgemacht ist er wie der Erste als Fotostrecke mit Musik, nur mit passenden Texten (englisch). In diesem frei zugänglichen Forum möchte ich nicht weitergehen. Grüße Link
- Beidhändiger Kampf und Beschleunigen - wieviele Angriffe
-
Schiffstypen - Allgemeine Diskussion
Och Leute, echt... Jetzt quäle ich mich seitenlang durch Freudenausbrüche begeisteter Hobby-Hoch- und Binnensegler, nur um festzustellen, daß Ihr das Pferd von hinten aufzäumt. Nehmt's mir bitte nicht übel, aber Ihr macht denselben Fehler wie tausend detailfreudige Rollenspieler vor Euch (mich inklusive): Ihr geht in die Tiefe, bevor das Gerüst steht. Schiffstypen, ihre historisch genaue Herkunft mit Namen usw sind ja gut und schön, aber: Es geht um einfache Spielbarkeit! Und dabei zählen nur vergleichbare Werte, also Größe, Takelage, Tiefgang, Bemannung, Bewaffnung und Tonnage Vorschlag: Je nach technischem Stand einer Küstenregion, ungeachtet der Nation oder des Kontinents, wird eine Anzahl Schiffstypen und ihr Zweck unter gesellschaftlich-kulturellen Aspekten festgelegt. Erst, wenn das getan ist, wird nach geeigneten Typen, Bauweisen und Aussehen geschaut. Fertig ist der Lack. Vorher läßt sich eh nicht vergleichen und verzettelt man sich. Beispiel: Waeland (generell geringer Tiefgang): - Fischerboot; klein, wendig; einmastig und Ruder; Seitensteuer; Zuladung 500kg; 4-8 Mann - Fischerboot; groß, wendig; einmastig und Ruder; Seitensteuer; Zuladung 750kg; 7-12 Mann - Küstensegler; klein, wendig; einmastig und Ruder; Seitensteuer; Zuladung 1T; 8-12 Mann - Küstensegler; groß, langsam; einmastig und Ruder; Seitensteuer; Zuladung 1,5T; 10-17 Mann - Hochseehändler; klein, wendig; einmastig und Ruder; Bewaffnung: keine; Seitensteuer; Zuladung 1,5T; 14-20 Mann - Kriegsschiff; klein, wendig; einmastig und Ruder; Bewaffnung: keine; Seitensteuer; Zuladung 1T; 20-26 Mann - Kriegsschiff; groß, wendig; einmastig und Ruder; Bewaffnung: keine; Seitensteuer; Zuladung 2T; 40-50 Mann PS: Die Grenze zwischen "Händler" und "Kriegsschiff" ist eine fließende, da alle Waelinger "ehrbare Händler" sind... Die Küstenstaaten sind wesentlich schwieriger. Genau deshalb mein Einwurf: Wollt Ihr wirklich eine Million ausgemusteter Schiffstypen sammeln, katalogisieren, diskutieren, in die Regeln einarbeiten und dann doch wieder zum Teil verwerfen? Geht doch einfach von den Bedürfnissen des Rollenspiels aus, definiert das Benötigte und sucht danach geeignete Schiffe aus. Nein? Ich find's so herum viel effektiver. Grüße
-
Seekampf
Wie wäre es mit den Regeln aus "Jolly Roger" von Professore? Einfach und Midgard-konform, stimmungsvoll und flott zu spielen. Sie müßten nur modifiziert werden (Schußwaffen) Grüße
-
Wer macht was ???
Ok, zur Sicherheit noch mal in diesem Strang: Ich hätte Interesse an Parduna und der organisierten Unterwelt der lidralischen Küste... Grüße
-
[Küstenstaaten] Diskussion
Morsche! Jetzt weiß ich gar nicht, ob ich hier richtig bin: Ich würde meine Mitarbeit für Parduna anbieten. Material habe ich schon einiges erarbeitet, ist alles mit DiRi abgestimmt. Grüße
-
Meucheln im Selbststudium
Thema von Akeem al Harun wurde von Drachenmann beantwortet in M4 - Gesetze der Erschaffung und des LernensGute Frage... Taschendiebe haben ja früher an Puppen geübt, die mit Glöckchen behängt waren. Vielleicht macht es der Assassine ja genauso? Wenn es klingelt, ging der Meuchelversuch daneben? Sonst weiß ich ja auch nicht... Grüße
-
Herzensangelegenheiten
Schön geschrieben, kurz, knackig und wie im echten Leben. Monster sind halt auch nur Menschen wie Du und ich.
-
Raphael
Joh, harter Stoff und hart geschrieben. Die Idee, ein Engel könnte sich aus schlechten Gefühlen in dasjeneige verwandeln, das er am Meisten haßt und bekämpft, finde ich spannend. Leider geht dieser innere Konflikt ein wenig in den (etwas zu) detailfreudigen Kampfschilderungen unter. Vielleicht würde ich diese Szenen ein wenig kürzen und auf die eine oder andere Einzelheit verzichten. Mich z.B. hat beim Lesen gestört, daß ich kurz davor war, die Situation mit Figuren nachzubauen, um die ganzen Manöver zu verstehen: Ich gehe davon aus, daß sie extrem wichtig sind, wenn sie derart eindringlich beschrieben werden. Sind sie aber gar nicht, sowas... Inhaltlich habe ich zwei Probleme: Raphael ist einer der Erzengel, also so etwas wie einer der Kommandeure der himmlischen Heerscharen unter "General" Michael. "Für einen Gott, den niemals einer gesehen hatte" schreibst Du im ersten Absatz. Wer, wenn nicht die Engel, können von Gott künden, weil sie ihm direkt und persönlich dienen? Außerdem reißt er sich eine Kette mit Kruzifix vom Hals. Ein solches Schmuckstück ist m.M.n. für einen Engel aus demselben Grund denkbar sinnlos. Manche Aussagen erklären sich auch jedem Leser von selbst, etwa, daß das Blut des Verwundeten sein eigenes ist, wenn direkt danach beschrieben wird, daß ihm drei von vier Gliedmaßen abgeschlagen wurden... Zur Form: Zuerst streiche bitte sämtliche Zahlengrößen wie 360' oder 5-6 Meter, sowas ist furchtbar. Dann vielleicht schau doch, ob es nicht möglich wäre, die Flut von Relativsätzen einzudämmen. Häufig wiederholen sich auch Wörter in fast direkter Folge, schöner und flüssiger zu lesen ist ein anderer Begriff für denselben Inhalt. Manchmal wird es auch unfreiwillig komisch, wenn z.B. der Engel zu Beginn in "einer kämpferischen Kombi" steckt. Und eine letzte Bitte: Streich "vom/von" und benutze den Genitiv. Deutsch kann so schön sein... Fazit: Die Idee ist spannend, das Gerüst steht und Spannung ist mächtig viel drin; aber Du bist seit der ersten Fassung älter geworden. Geh mal drüber und schmeiß alles raus, was Dir heute seltsam vorkommt. Was übrigbleibt, wird wahrscheinlich kürzer und wesentlich packender zu lesen sein. Ach ja: Hey, der Typ ist ein Erzengel! Solche Jungs sollten nicht Dinge sagen wie "Huarrrrrrrrrr!". Finde ich. Grüße