Alle Inhalte erstellt von Stephan
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Zauberwirkung während des Zaubervorgangs?
Ich bin der festen Überzeugung, dass die von Prados favorisierte Regelauslegung die Intention des Regelautors wiedergibt. Wir spielen das auch so. Etwas unschön finde ich (und daher rührt vermutlich auch das Unbehagen Saidons und anderer mit dieser Auslegung), dass für diese Auslegung nur spieltechnische Gründe gelten: 1. Es steht so in den Regeln und 2. Es erhöht den Spielspaß. Es fehlt aber völlig eine spielweltliche (oder anders gesagt magietheoretische) Begründung. Warum verhalten sich Heilzauber ganz anders als alle anderen Zauber? Wie viele hochgelehrte Abhandlungen über dieses merkwürdige Phänomen wurden eigentlich schon an der magischen Multiversität von Candranor verfasst?
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Die Liebe im Rollenspiel
@Issi: Mal ein kleiner Tipp: Texte ab einer gewissen Länge gewinnen ungemein an Lesbarkeit, wenn man sie durch das gelegentliche Einstreuen von Absätzen etwas strukturiert.
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Umzug auf einen neuen Server: Diese Woche
Der Fluch der guten Tat! Wünsche Dir trotzdem einen schönen Urlaub und vielen Dank für alles! +1
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Tiergestalt und Verwandlung - kann man noch zaubern?
Gibt es in M5 die Möglichkeit des Gegenzauberns noch? Wenn nicht, dann ist der folgende Einwand gegenstandslos und Asche möge auf mein Haupt rieseln. Die Möglichkeit zum Gegenzaubern widerspricht in meinen Augen der Überlegung unter 2. Meines Wissens kann ein Zauberer einen Wortzauber, den er selbst beherrscht, auch gegenzaubern, wenn dieser von einem Magier aus einem ganz anderen Kulturkreis gewirkt wird. Es muss also schon so etwas wie eine universelle Zaubersprache geben.
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Tiergestalt - Auswahl des Tieres für Magier, Hexer etc
Wenn ich als SL mitbekomme, dass ein Spieler mit unpassendem Glauben den Spruch lernen will, so gehe ich zunächst einmal davon aus, dass der Spieler im Eifer des Gefechts die entsprechende Regelpassage überlesen hat. Ich mache ihn also darauf aufmerksam. Im Normalfall erwarte ich, dass jetzt der Spieler, sofern er das Projekt überhaupt weiterverfolgen will, mit Ideen kommt, wie er den Glaubenswechsel rollenspielerisch untermauern will. Sind diese Vorstellungen deutlich unter dem, was ich im Sinne eines gelungenen Eintauchens in die Spielwelt für angemessen halte (im Extremfall: Durchstreichen des einen Glaubens auf dem Blatt und Eintragen des neuen), so würde ich dies gegnüber dem Spieler signalisieren und ggf. auch in der ganzen Gruppe thematisieren. Schließlich ist der Spielstil der ganzen Gruppe hier betroffen. Sollte die ganze Gruppe der Meinung sein, dass Attribute wie Glaube eh nur unwichtiger Fluff sind, so könnte der Spieler meinetwegen wie gewünscht verfahren. Allerdings wäre das für mich auch ein Zeichen, dass der Gruppe für ihren Spielspaß ganz andere Sachen wichtig sind als mir. Es wäre daher fraglich, ob ich in einer solchen Gruppe noch lange SL bleiben wollte.
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Koma trotz Allheilung
Dann wären chronische Krankheiten wie Gicht, Diabetes, Asthma... auf Midgard also ab Mittelschicht nicht mehr vorhanden. Ich erinnere mich an Abenteuer, die explizit anderes beschreiben. Ich gehe davon aus, dass 'Heilen von Krankheiten' nur akute Krankheiten heilen kann und bei schwereren Krankheiten ggf. auch nur eingeschränkt nicht hilft. Andernfalls wäre das im Abenteuer 'Der Raub der Reliquie' (aus den Midgard-Einsteigerregeln) beschriebene Ausgangsszenario z.B. völlig unrealistisch.
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Koma trotz Allheilung
Ich gehe mal davon aus, dass die Anführerin eine NSC ist. Korrekt? Generell ist für mich Allheilung eine ziemlich mächtige Wundertat, die nicht leichtfertig eingesetzt werden sollte. Wenn also ein Heilkundiger erkennen kann, dass die Anführerin innerhalb einiger Stunden von selbst wieder erwacht, so wäre es in meinen Augen eine Beleidigung der Götter, dies durch eine Allheilung zu beschleunigen. Anders sieht es natürlich aus, wenn absehbar ist, dass die Anführerin gebraucht wird, um einen Frevel gegen die Götter abzuwenden. Wenn z.B. ein Orkangriff droht, würde man sicher die Allheilung ohne Bedenken einsetzen. Ansonsten finde ich es immer in Ordnung, wenn der SL etwas in der Spielwelt plausibles einfach ohne Würfelwurf geschehen lässt. Wenn es für das Ingang-Setzen des Abenteuers notwendig ist, dass die Abenteurer den verlorenen Edelstein im Gras finden, dann wird nicht auf Wahrnehmung gewürfelt. Das klappt einfach. Umgekehrt kann es eben auch mal nötig sein, zu beschließen, dass ein bestimmter Wurf misslingt. Ich würde ein solches Vorgehen aber den Spielern transparent machen. Ich gehe davon aus, dass sie auch Lust haben, das Abenteuer zu spielen. Je nach Vorliebe kann man sich dann ja auch noch einen Grund ausdenken, warum die Allheilung in der Spielwelt nicht geklappt hat (z.B. die Anführerin hatte einen der Deis Albi unwissentlich beleidigt).
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Midgard im Vergleich (Für Quereinsteiger)
Ich denke auch, dass man auf Beschwörer (ganz bestimmt) und Thaumaturgen gut verzichten kann. Wir sollten uns dann allerdings angewöhnen, ihre Existenz nicht mehr als eines der besonderen Markenzeichen Midgards hervorzuheben.
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Kritik zu M5
Dass Tiersprache und Pflanzenfessel Fluffsprüche sind, deckt sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung. Ich halte beide für sehr mächtig (oder hat sich ihre Beschreibung von M4 nach M5 grundlegend geändert?).Dass sie allerdings perfekt zum Druiden passen, sehe ich auch so.
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Kritik zu M5
Es geht mir gar nicht so sehr um die Abenteuer sondern mehr um die Zusatzregeln aus Ergänzungs- und Quellenbänden. Die adaptiere ich nämlich schrittweise auf unser System. Und dabei muss ich schon jetzt Transformationen vornehmen, was mal mehr mal weniger einfach ist. Bei Regeln, die auf M5 basieren, könnte das nochmal schwerer werden. Wie bepreise ich z.B. neu eingeführte Zaubersprüche?
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Kritik zu M5
Bei mir liegt das M5-Regelwerk noch fast ungelesen rum. Das liegt zum Einen an der mangelnden Zeit, zum anderen aber auch daran, dass ich im Augenblick nicht sehe auf M5 zu wechseln. Aus den Diskussionen hier im Forum entnehme ich, dass die Verbesserungen in M5 Bereiche betreffen, bei denen wir schon längst (teilweise mit hohem Programmieraufwand) bessere Lösungen gefunden haben. Eine Umstellung auf M5 wäre also erst einmal ein großer Rückschritt. Vermutlich könnte man die Verbesserungen, die wir in M4 eingebracht haben auch auf M5 übertragen und würde dann vielleicht ein sogar noch besseres Ergebnis erzielen. Aber der Programmieraufwand wäre gewaltig. Dort, wo ich mir wirklich Verbesserungen erhofft hatte, hat sich leider nichts getan. Die Wahrscheinlichkeit für kritische Ereignisse ist weiterhin unabhängig vom Können des Betroffenen und die Höhe des leichten Schadens weiterhin unabhängig von der Qualität der Abwehr. Beides Regeln, die, nach meiner Erfahrung in drei Gruppen, erhebliche Akzeptanzprobleme haben. Auch für diese beiden Problemfälle haben wir Hausregeln, die ich aber nicht so toll finde. Hier hätte ich auf Verbesserung gehofft. Daher ist mein Fazit zwiegespalten: Zum Einen glaube ich, dass man durch die Vereinfachung des Regelwerks dieses für Ein- und Umsteiger deutlich attraktiver gemacht hat. Das tut dem System gut. Sehr gut finde ich auch die Nutzung elektronischen Supports. Die Tatsache, dass eine möglicherweise vorhandene Schwäche im Regelwerk (wird es immer geben) durch Veröffentlichung von elektronischen Spielhilfen auf der Homepage ausgeglichen wird, sehe ich nicht als Schwäche sondern als Stärke an. Bedauerlich finde ich halt, dass die Chance vertan wurde, einige echte Schmerzpunkte zu beseitigen. Für mich selber sehe ich halt die Problematik, dass ich durch mein Beharren auf M4 von zukünftigen Veröffentlichungen (die ich mir vermutlich trotzdem kaufen werde) abgeschnitten werden. Aber ein Weg zurück zu einem System mit Schwellwerten ist für mich z.B. schon aus ästhetischen Gründen nur schwer vorstellbar. Und die ganze Würfelei bei der Charaktererschaffung und -entwicklung...
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M5-Erfahrungspunkte: mir gefällt die pauschalisierte individuelle Vergabe
Hat für mich was von Erziehung durch EP-Vergabe. Ich finde es völlig natürlich, dass man neben Beruf, Familie oder Gesundheit auch andere Hobbies haben kann, die einem wichtiger sind als Rollenspielen. Warum soll ich die beleidigte Leberwurst spielen, weil ein Mitspieler in einer Konfliktsituation nun Mal die Teilnahme an einem Volleyballturnier wichtiger findet als den Midgardabend? Darf ein Mensch nur ein Hobby haben? Gibt es irgendeinen Grund, warum Rollenspiel auf seiner Prioritätenliste auf Position 1 stehen muss? Ich gehe mal davon aus, dass dem entsprechenden Spieler die Nichtteilnahme ebenfalls leid tut. Wenn das anders wäre, dann ist das Rollenspiel ja sowieso nur eine Pflichtveranstaltung. Dann liegt eh was im Argen. Wenn ein Spieler ständig nicht teilnimmt, so besteht ein Problem, sei es bezüglich Motivation, sei es, dass er anderweitig zu sehr eingespannt ist. Oder vielleicht hat man ja auch einen Spieltermin gewählt, der für denjenigen Spieler besonders unglücklich liegt. Dem Spieler jetzt noch die Lust am Rollenspielen dadurch zusätzlich zu verleiden, dass man ihm regeltechnische Nachteile zuspricht, halte ich hier für wenig konstruktiv. Dieser Argumentation liegt allerdings in der Tat der Gedanke zu Grunde, dass der EP-Fluss etwas ist, was sich weder aus irgendwelchen Leistungen von Spielern oder Spielfiguren ergibt noch einer inneren spielweltlichen Logik folgt. Für mich fällt die Regel: "Spielfigur erhält am Spielabend X EP" in die gleiche Kategorie wie "Spielfigur würfelt seine Eigenschaftswerte als Maximum von zwei w100 aus". Es handelt sich einfach um eine Festlegung bezüglich des Entwicklungspotenzials der Spielfigur, auf das wir uns als spaßstiftend geeinigt haben. Man käme ja wohl auch kaum auf die Idee, Spieler dadurch zum pünktlichen Erscheinen bei der Charaktererschaffung zu Motivieren, dass man für jede Minute zu spät kommen einen Punkt von einer erwürfelten Basiseigenschaft abzieht.
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Charaktererschaffung ohne Würfeln
Thema von aikar wurde von Stephan beantwortet in Kreativecke - Gesetze der Erschaffung und des LernensIn unserer Gruppe herrschen auch starke Vorbehalte gegen das Auswürfeln von Charakteren. Ich habe mal unser System (basierend auf M4) hier eingestellt: Link hier. Neben dem Kaufsystem für die Charakterentwicklung enthält es auch noch sonstige umfangreiche Regeländerungen, die insbesondere dafür sorgen, dass die Schwellwertproblematik für uns hinfällig ist. Interessant für dich vielleicht der Ansatz, die Kosten für die Eigenschaften nicht linear ansteigen zu lassen, wie dies hier sonst vorgeschlagen wird, sondern quadratisch.
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M5-Erfahrungspunkte: mir gefällt die pauschalisierte individuelle Vergabe
Du bestrafst allso mit deiner Regelung die jenigen die immer können und das Abenteuer gelöst haben! Diese Schlussfolgerung mag sich dann aufdrängen, wenn man annimmt, dass es einen zwingenden Zusammenhang zwischen dem Anteil des Spielers an der Abenteuerlösung und den erhaltenen EPs gibt. Wer sich für die Pauschalpunktevergabe entscheidet, hat sich von dieser Vorstellung aber bereits gelöst. Für mich als bekennendem Pauschalpunktevergeber ist es völlig natürlich, auch abwesenden Spielern Punkte zu geben.
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Der Ton im Forum
Ich hatte das Thema ja aufgebracht. Der Grund war, dass ich das Niveau in diesem Forum eigentlich für ziemlich hoch halte, verglichen z.B. mit dem Unsinn, den man im Spiegel-Forum häufig zu lesen bekommt. Richtig ist aber, dass das hier im Forum themenfremd ist. Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass es mehr eskaliert als manch andere Diskussion in der Müllhalde, respektiere aber natürlich Abds Wunsch, diese Diskussion hier zu beenden.
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Kooperative Brettspiele
Wenn du auch Kartenspiele zulässt, kann ich Hanabi einbringen. Mir gefällt besonders, dass jeder Spieler nur einen Teil der vollständigen Information hat. Es besteht also nicht die Gefahr, dass einzelne Spieler, weil sie vermeintlich oder tatsächlich besser sind als andere, anderen ihre Züge vorsagen.
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Zwerg und Hort - Auswirkung auf Grad bei Verlust
Die Diskussion über den Zwergenhort gab es nach meiner Erinnerung schon früher hier im Forum. Die Antwort von Solwac, dass es sich um ein reines Regelkonstrukt handelt, ist sachlich korrekt und inhaltlich so unerquicklich, dass offenbar nicht nur ich mich damit nicht anfreunden kann. Für mich war es eine große Enttäuschung, dass das Zergen QB und jetzt anscheinend auch M5 (habe die Regeln noch nicht studiert) diesen groben Design-Bug nicht behoben haben.
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Elfen und Gift
An der Stelle widersprichst Du Dir. Ich glaube, du missverstehst Eleazar total. Er hat eine mögliche Interpretation der Regeln beschrieben, der er erklärter Maßen aber nicht anhängt. Wer so spielen will, dass Elfen Gifte einsetzen können und sich weiter an die Vorgabe des Regelwerks halten will, dass Elfen auf Ehre wert legen, der (und nur der) muss sich für Elfen halt einen Ehrbegriff ausdenken, der Gifte nicht ausschließt. Eleazar scheint diesen Weg aber genausowenig gehen zu wollen wie ich.
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Elfen und Gift
Ich denke, dass der im Regelwerk benutzte Ehrbegriff sich an dem Ehrbegriff der mitteleuropäischen Ritter- und Heldensagen orientiert. Von daher wäre für mich ein Elf, der eine beständig vergiftete Waffe verwendet, nicht kompatibel mit den Vorgaben des Regelwerks.
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Macht über die belebte Natur - wie stark kontrolliert man eine Herde
Ernsthaft? Es gibt Spielleiter, die nicht nur einfach eine Tierherde in ihr Abenteur einbauen. sondern auch gleichzeitig die soziale Stuktur der Herde im VORFELD geplant haben? Frei nach dem Motto "Ich habe hier eine Schafsherde. Besteht aus 35 Tieren. Seit bereits 4 Monaten überlegt sich aber Bock XY, dem Leitbock seine Stellung streitig zu machen." Das ist doch völlig absurd. Ich stimme dir zu, dass die beschriebene Situation in der Spielpraxis ziemlich unwahrscheinlich ist. Sie war auch nur als ein Beispiel für eine Situation gedacht, in der der Spielleiter gute Gründe hat, anzunehmen, dass die Herde nicht einfach das macht, was das Leittier will. Es steht jedem frei sich hier beliebig viele andere Beispiele einfallen zu lassen.
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Macht über die belebte Natur - wie stark kontrolliert man eine Herde
Dann finde ich es aber logisch, dass für die Kontrolle des Zauberers über die übrigen Herdentiere nur so weit geht wie die Kontrolle, die das Leittier natürlicher Weise auch über die Herde haben. Was vermutlich auch von Tierart zu Tierart unterschiedlich ist. Will der Zuaberer z.B. verhindern, dass ein kontrollierter Wolf einen Kadaver anknabbert, dann kann er das einfach mittels Macht über die unbelebte Natur tun. Will er das für alle Tiere eines Wolfsrudels tun, aber nur das Leittier übernehmen, so wird er dem Leitwolf wohl den Auftrag geben, sich über den Kadaver zu stellen und jedes andere Rudelmitglied mittels Anfauchen zu vertreiben (so würde das auf natürlichem Weg auch geschehen). Das kann natürlich einen Unterschied machen, wenn z.B. in der Nähe eine feindliche Armee lagert, die von dem Ganzen nichts mitbekommen soll. Nachtrag: Sehe gerade, dass Merl inzwischen sehr ähnliche Beispiele konstruiert hat. Den Detailgrad, mit dem die gruppendynamischen Prozesse einer Herde oder eines Rudels abgehandelt werden, kann natürlich jede Gruppe nach ihrer jeweiligen Kenntnis festlegen - und damit auch die Spruchwirkung einschränken. Vom reinen Regelwortlaut ist das jedoch nicht vorgesehen, die einzige Einschränkung dort lautet, dass die Herde oder das Rudel "festgefügt" sein müssen. Wenn der Zauberer dann dem hier beispielhaft genannten Leitwolf den Befehl geben würde, den Kadaver nicht anzurühren, würde das Rudel es nicht tun. Bestimmte Handlungsaufforderungen ("Stell dich vor den Kadaver") sind nicht notwendig. (Ja, sie können in bestimmten Gruppen aber gewünscht sein und den Spielspaß erhöhen. Das will ich nicht anzweifeln. Aber es geht um die Regeln eines Rollenspiels, nicht um eine Biologiesimulation. Realismusüberlegungen sind zunächst einmal fehl am Platz.) Grüße Prados Hier zeigen sich möglicher Weise unsere grundlegend unterschiedlichen Sichtweisen auf die Regeln. Ich berücksichtige Realismusüberlegungen immer mit. Richtig ist natürlich, dass man das Rollenspiel auch betreiben können sollte, ohne Biologie studiert zu haben. Von daher halte ich die Angabe im Regelwerk schon für einen guten Hinweis, wie man Dinge im Allgemeinen abhandeln sollte, wenn man es nicht besser weiß. Wenn aber der Spielleiter im Vorhinein festgelegt hat, dass das Beta-Tier der Herde schon die ganze Zeit darauf wartet, das Alpha-Tier herauszufordern und der Zauberer das Alpha-Tier zu einer Leitentscheidung veranlasst, die bei der Herde 'unpopulär' sein könnte, dann hielte ich es für ganz natürlich, wenn das Beta-Tier genau jetzt versucht, seinen Putsch durchzuführen. Und wenn in der Gruppe ein Fachkundiger ist, der weiß, dass es in einem Rudel der Tierart X nicht nur ein Leittier gibt, sondern eine männliches und ein weibliches Leittier und wie die das Rudel ggf. zusammen leiten, dann würde ich es als Bereicherung des Spiels ansehen, wenn man eben ausspielt, was passiert, wenn der Zauberer nun nur eines der beiden Tiere kontrolliert.