Zu Inhalt springen

Stephan

Mitglieder
  • Beigetreten

  • Letzter Besuch

Alle Inhalte erstellt von Stephan

  1. Ich versuche es nochmal anders: Offenbar gibt es eine Bandbreite von Wünschen, wie man gerne spielen möchte: Von 'Die SCs mischen bei den ganz großen dieser Welt mit' bis 'Die Abenteurer sind kleine Lichter, die die meiste Energie darein stecken, keinem, der wirklich was kann, auf den Schlips zu treten'. Midgard fängt irgendwo leicht über dem letzten genannten Extrem an. Die Abenteurer entwickeln sich dann weiter, bleiben aber immer noch deutlich unter dem erst genannten Extrem. Das trifft zufällig meinen Geschmack ziemlich gut. Nun mag es Systeme geben, die so generisch sind, dass man damit die volle Bandbreite abdecken kann. Wenn ich aber nun einen bestimmten Spielstil abbilden will, dann muss ich das System ja für meine Wünsche hinkonfigurieren. Also habe ich entsprechenden Aufwand. Midgard bietet also den Service, eines vorkonfigurierten Systems, das mutmaßlich den gewünschten Spielstil einer ausreichend großen Kundschaft abdeckt. Es gibt ja auch Leute, die bauen sich ihren Computer aus den Einzelbauteilen für sich optimiert selbst zusammen und andere kaufen den Rechner so wie er im Laden steht, weil sie annehmen, dass da schon eine ganz passende Zusammenstellung gewählt wurde. Hat ja beides seine Berechtigung.
  2. @Rosendorn: Ich verzichte mal auf ein langes Zitat. Ich kann mit deinem Beitrag wenig anfangen (Edit: Das bezog sich noch auf #35). Ich stelle mir folgenden Dialog vor: X: Ich finde es total blöd, dass mein VW Passat nicht von 0 auf 100 in 5 Sekunden beschleunigt. Y: Ich fahre selber Passat. VW wendet sich hier wohl an die Kunden, die ein komfortables Familienauto wünschen. Zu dieser Gruppe gehöre ich. Daher gefällt mir der Wagen. X: Ich gönne dir ja deine Zufriedenheit. Aber warum missgönnst du mir meinen Wunsch, mit dem Passat super sportlich zu fahren? Deine Ausführungen erinnern mich stark an die des hypothetischen X. Edit: Übrigens könnte man genauso sagen, dass du ja die paar Fertigkeiten, die für SCs explizit verboten sind (z.B. Namensmagie, Runenplättchen), in deinem Midgard weglassen kannst. Warum missgönnst du aber Spielgruppen, deren Gruppenvertrag solche Fertigkeiten explizit vorsehen, dass sie im Regelwerk hierzu Anregungen finden. Da es in meinen Augen in der Natur von Regeln liegt zu einzuschränken, habe ich eigentlich nichts gegen einschränkende Regelwerke. Ich vermute auch, dass du eher sagen willst, dass du in den Regeln eine unwillkommene Willkür siehst. Offenbar ist das geschmacksabhängig. Midgard kennt auch Wesen, die können Projektionen auf andere Sphären schicken (höhere Dämonen) oder ohne magische Hilfe riesige Lasten ziehen (Elefanten). Auch diese Fähigkeiten sind für SCs nicht vorgesehen. Das erscheint mir ähnlich willkürlich, wie die Tatsache, dass SCs nicht die Fähigkeiten eines aus einem speziellen Zuchtprogramm entwachsenen Seemeisters oder eines von frühester Jugend an Thaumaturgie studierenden Spezialisten erwerben können. Die Diskussion über Spielleiterwillkür wurde schon so oft geführt, dass ich sie hier nicht wieder aufgreifen möchte.
  3. Heiß das, dass bei dir auch alle höhergradigen NSCs Schicksalsgunst haben, oder lehnst du die Schicksalsgunst-Regel generell ab?
  4. Vielleicht hat ja auch eine Gruppe Interesse daran eine Kampagne zu spielen, die eine Reise zum Mond beinhaltet. Oder die Spieler möchten den eintönigen Tagesablauf eines valianischen Bergwerkssklaven spielerisch nachempfinden. Auch dazu bietet das Midgard-Regelwerk keine Anleitung. Vermutlich ließe sich sogar der Wunsch, einen Thaumaturgen zu spielen, der auch Runenbolzen schaffen kann, sogar mit weniger Hausregelaufwand (zu denen dann auch gehören würde, den Satz 'Für SC nicht lernbar' zu ignorieren) realisieren als die Reise zum Mond. Ich kenne die anderen Regelwerke nicht. Mag sein, dass sie das besser und generischer hinkriegen. Midgard fokussiert sich halt auf den Anspruch, die Entwicklung von (verglichen zur übrigen Spielwelt) nur begrenzt mächtigen Abenteurergruppen zu modellieren. Ich begrüße das.
  5. Was man als erwachsen empfindet, ist offenbar subjektiv. In meinen Augen haben frühere Midgard-Publikationen viel zu sehr auf der Fiktion bestanden, NSCs wie SCs zu behandeln. Das ergab dann so absurde Ergebnisse, wie dass für die Mitglieder des albischen Hochadels unbedingt Charakterklassen aus dem Regelwerk angegeben werden mussten. In neueren Publikationen sind mir, so meine Erinnerung, da wenigstens gelegentlich mal Bezeichnungen angegeben, die nicht dem Regelwerk entstammen. Natürlich stoßen Modelle gelegentlich an ärgerliche Grenzen. Wer das nicht zu akzeptieren bereit ist, der sollte auch nur noch mit Landkarten im Maßstab 1:1 arbeiten. Gerade das Verbot von bestimmten Lernmöglichkeiten für SCs lässt mich da völlig kalt. Zumal ich eine sehr plausible spielwelt-inhärente Erklärung ja schon gegeben habe. Da stören mich andere Dinge vielmehr. Zum Beispiel die Regel mit dem Zwergenhort (gibt es die in M5 noch?). Die gibt vor spielwelt-inhärent zu sein, schafft aber in der Spielwelt kaum lösbare Probleme.
  6. Nö: Die Newtonsche Mechanik liefert für zwei Raumschiffe, die sich mit jeweils dreiviertel Lichtgeschwindigkeit aufeinander zu bewegen, einen Kollisionsgeschwindigkeit, die um 50% höher als die Lichtgeschwindigkeit liegt. Die Relativitätstheorie liefert eine andere Kollisionsgeschwindigkeit.
  7. Jedes Modell hat einen Gültigkeitsbereich, für den es (hoffentlich) einigermaßen sinnvolle Ergebnisse liefert. Außerhalb dieses Gültigkeitsbereichs sollte man dagegen nicht auf dieses Modell setzen. Die Netonsche Mechanik ist hervorragend geeignet, die Bewegung makroskopischer Objekte unserer Alltagswelt zu beschreiben. Sie versagt aber bei der Beschreibung von Objekten, die sich mit Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit bewegen. Das ist keine Bankrotterklärung der Newtonschen Mechanik, sondern lediglich eine wichtige Information über ihren Anwendungsbereich. Lehrbücher für Ingenieure, die nur makroskopische Objekte unserer Alltagswelt zu gestalten haben, beschränken sich (behaupte ich jetzt mal ohne persönliche Überprüfung) auf die Darstellung der Newtonschen Mechanik. Es wäre völlig sinnlos, sie mit der deutlich komplexeren Relativitätstheorie aufzublähen. Das Midgard-Regelwerk beschreibt ein Modell für den Lernweg von Spielerfiguren. Es ist weder dafür gedacht noch geeignet, den Lernweg von Nichtspielerfiguren zu beschreiben. Insbesondere nicht den Lernweg außergewöhnlicher Bewohner der Spielwelt wie Meisterthaumaturgen. Da nur sehr wenige Nutzer des Midgard-Regelwerks das Bedürfnis verspüren, den Lernweg von außergewöhnlichen Nichtspielerfiguren genau zu modellieren, ist das eine sinnvolle Einschränkung. Die Physiker wären sicher auch froh, wenn sie eine Theorie finden würden, die so einfach ist wie die Newtonsche Mechanik, und trotzdem die Bewegung beliebiger Körper bei beliebigen Geschwindigkeiten modellieren könnte. Geht aber (vermutlich) nicht. Und ist für die meisten Menschen auch irrelevant, da ihr Leben sich immer im Gültigkeitsbereich der Newtonschen Mechanik abspielt (jedenfalls soweit sie selber Entscheidungen treffen müssen). Genauso wäre es sicher eleganter, wenn das Modell des Regelwerks auch gleich jede mögliche Nichtspielerfigur mitabbilden könnte. Dass dem nicht so ist, sehe ich aber nicht als großen Mangel. Da sind die Grenzen des Modells an anderen Stellen viel ärgerlicher.
  8. Da zitiere ich mich doch mal selbst: Und als Zusatz: Natürlich ist es auch sinnvoll, dass die Regeln ihren Gültigkeitsbereich beschreiben. Also z.B.: 'Diese Regel gilt nur für SCs', oder 'Diese Regel gilt nur für NSCs'.
  9. ein Beitrag in einem Thema wurde beantwortet von Stephan in Waeland
    Da in unserer neuen Kampagne nun auch ein Ulfhednar auftaucht, ziehe ich diesen Strang mal hervor und bitte um Meinungen. Die obigen Ausführungen von Xan und Prados scheinen mir zu implizieren, dass die gesamten Regeln zum Ulfhednar sich nur auf den Fall beziehen, dass er sich wie mittels Met, Pilzen und Sprechgesang in den berserkerartigen Zustand versetzt hat. Ich selbst war nach der Lektüre zunächst davon ausgegangen, dass die letzten beiden Abschnitte der Beschreibung immer gelten, wenn der Ulfhednar in einen Nahkampf verwickelt wird. Die obige Interpretation erscheint mir aber von der Spielbarkeit deutlich besser. Denn diese Sonderregeln in jedem Kampf anzuwenden scheint mir auf die Dauer recht nervtötend. Ist das Konsens?
  10. Auf Seite 256 in der Übersicht für das Allgemeinwissen, sollte Schreiben: Muttersprache+4 durch Schreiben: Dvarska+4 ersetzt werden (analog den Fällen, +9 und +12).
  11. Thema von KoschKosch wurde von Stephan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Die Zugriffszahlen waren so, dass ich die Liste weggelassen habe. Allerdings habe ich sicherheitshalber schon einen Eintrag dafür vorgesehen. Wenn der Versand vorbei ist (und die Nachfrage bestehen bleibt), kann ich mich drum kümmern. Es scheint, dass die Liste immer noch nicht angeboten wird. Sehr schade. Ich brauche sie zwar nicht ständig. Aber wenn man mal wieder in die längerfristige Kampagnenplanung geht (wie ich gerade wegen Neustart), dann wäre sie extrem hilfreich.
  12. Ich steuere mal ein paar Gedanken bei: Natürlich können auch Spielberichte, die in erster Linie zur Unterhaltung oder zur Schilderung der eigenen Erlebnisse gedacht sind, einem SL in der Vorbereitung helfen. Zwischen den Zeilen kann man da so manches finden. Die Informationsdichte ist halt viel dünner als bei Beiträgen, die explizit dafür geschrieben sind, SL in der Vorbereitung zu helfen. Daher werden viele SLs (mich inklusive) das nicht oder nur selten nutzen wollen. Einem sich vorbereitenden SL ist mit Beiträgen, wie von Diotima beschrieben deutlich mehr geholfen. Natürlich ist die Abgabe sowohl von unterhaltsamen Spielberichten als auch von expliziten SL-Tipps eine freiwillige Leistung der Autoren. Trotzdem gilt wie immer, dass man sich als Autor am Besten Gedanken über seine Leserschaft und, was die mit dem Text eigentlich anfangen soll, macht. Sonst ist die ganze Arbeit nämlich für die Katz. Und mit Beiträgen, mit denen man sowohl unterhalten als auch unterrichten will, erreicht man im schlimmsten Fall beide Interessentengruppen nicht. Ich würde mir wünschen, dass Prosa-Spielberichte generell im Spielberichtsstrang landen. Wenn der Autor dann in den SL-Vorbereitungsstrang eventuell noch ein paar Tipps, gerne mit Verweis auf seinen Spielbericht schreibt, dann ist das besonders nett. @Yon Attan: Ich finde dein Engagement, anderen SLs zu helfen sehr lobenswert. Tatsächlich besitzt dein Beispiel in #63 aber einiges an Verbesserungspotential. Mich würde vermutlich bereits die Tatsache, dass du einen ewig langen Fließtext ohne Absätze geschrieben hast, davon abhalten, ihn zu lesen. Hinzu kommt, wie auch schon von Diotima bemerkt, dass du viele Tipps bestenfalls implizit gibst. Weiterhin muss man sich sehr anstrengen, zu erkennen, welche der von dir gemachten Erfahrungen verallgemeinerbar sind und welche an der ganz speziellen Situation in eurer Gruppe lag. Und manchmal ist weniger auch mehr. Eine Aufzählungsliste mit einzelen Problempunkten, die auch ggf. leicht erkennen lässt, ob überhaupt zutreffend (z.B. 'wenn ein Priester in der Gruppe ist' oder 'wenn ihr vorher schon Abeneteuer xyz gespielt habt') ist um Größenordnungen leichter konsumierbar als das von dir eingestellte Beispiel.
  13. Seite 254: Lernkosten für Runenlegen+7 tauchen doppelt auf (offenbar eine Kopie des entsprechenden Fehlers aus dem Kompendium, Seite 56) Seite 267: Im Lehrplan des Thaumaturgen taucht Schreiben: Dvarska+12 zweimal auf: Einmal für 0 und einmal für 1 Lernpunkt. Laut DFR, Seite 48 können Zwerge für 1 Lernpunkt Fachkenntnisse Trinken+12 lernen. Tatsächlich taucht diese Fertigkeit bei allen Lehrplänen auf, außer beim Kundschafter. Soll damit implizit die genannte Regel für Kundschafter außer Kraft gesetzt werden? Moderation : Mit dem bestehenden Strang zu den Errata: Die Meister von Feuer und Stein verschmolzen das Modfeuer Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen
  14. Offensichtlich ja Bei drei Seiten Diskussion und einer bis dahin sehr überschaubaren Anzahl an Diskutanten habe ich selbst dann nicht das Gefühl, dass etwas kaputt geredet wird, wenn Argumente doppelt genannt werden. Ganz im Gegenteil macht für mich eine Diskussion aus, dass Diskutanten sich bestehenden Meinungen anschließen oder neue Meinungen begründen und dabei die für sie persönlich entscheidenden Argumente nennen - völlig egal, ob diese Argumente schon genannt wurden oder nicht. Ein Karusell wird es in meinen Augen, wenn die immer gleich bleibenden Diskutanten die immer gleich bleibenden Argumente austauschen. Diesen Eindruck kann ich jedoch bei (insbesondere diesen) 3 Seiten nicht gewinnen. Mfg Yon In der Tat. Gerade bei Fragen, wie der hier diskutierten, ist es doch interessant zu wissen, ob ein bestimmter Vorschlag/eine bestimmte Meinung eine Einzelposition ist oder von mehreren Forumsmitgliedern geteilt wird.
  15. Vermutlich hätte man besser fragen sollen 'Spielen Frauen anders als Männer?' oder 'Gibt es bei der Spielweise Unterschiede zwischen Männern und Frauen?'. Das wäre neutraler gewesen. Da aber unser Hobby doch wohl von weitaus mehr Männern als Frauen betrieben wird, finde ich es verzeihlich, dass man die Männer erst einmal als den Normnalfall ansieht und dann fragt, ob Frauen 'anders' spielen. Wobei erst mal offen ist, ob anders generell besser, generell schlechter, von Fall zu Fall besser oder schlechter oder überhaupt nicht in diesem Sinne vergleichbar bedeutet. Da ist theoretisch alles möglich. Genauso kann es sein, dass ein solches Anderssein (falls es denn überhaupt besteht), dazu führt, dass gemischte Gruppen durch die höhere Bandbreite besonders viel Spielspaß generieren. Oder aber die Andersartigkeit führt dazu, dass es ständig Reibungen gibt, die den Spielspaß eher senken. Darüber kann man hier ja schön die Erfahrungen austauschen. Dass eine solche Andersartigkeit immer nur Tendenzen beschreibt und von individuellen Charakterzügen überlagert wird, ist klar. Obwohl ich der Meinung bin, dass Männer schneller sprinten können als Frauen, bin ich sicher, dass ich Evelyn Ashford im Falle eines Wettrennens nur von hinten bewundern dürfte. Bezüglich der Frage, ob es überhaupt Unterschiede im Verhalten von Männern und Frauen gibt: Ich traue mir auch ohne Biologie-Studium zu, zu beurteilen, dass es physiologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt (siehe z.B. die genannte Sprintfähigkeit). Körper und Geist eines Menschen werden durch seine Biochemie bestimmt. Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Aspekten des menschlichen Wesens ist dabei auf der Ebene der Chemie völlig willkürlich (auch wenn sie für die zwischenmenschliche Kommunikation manchmal ganz nützlich sein mag). Ich halte es für absurd anzunehmen, dass die Unterschiede der Biochemie, die es zwischen Männern und Frauen nun mal gibt, sich nur auf der einen Seite dieser willkürlichen Grenze manifestieren. Hinzu kommt, dass für Männer und Frauen auf Grund der Biologie unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien sinnvoll sind. Da nun mal die Fortpflanzung der wesentliche Motor der Evolution ist, halte ich es ebenfalls für naiv, anzunehmen, dass die Biologie das menschliche Wesen nicht darauf geformt hat, sich jeweils gemäß der für das eigene Geschlecht gerade optimalen Strategie zu verhalten. Diese simplen Erkenntnisse decken sich im Übrigen sehr gut mit meiner Lebenserfahrung. Daher nehme ich es mir heraus, so wie Tuor an anderer Stelle in Bezug auf die Klimawissenschaft, Wissenschaftler, die das bestreiten, nicht ernst zu nehmen. Wobei diese allgemeine Erkenntnis natürlich noch nichts darüber aussagt, an welchen Stellen sich solche Unterschiede wie stark manifestieren. Ebenfalls ist es natürlich interessant, zu untersuchen, in wie weit biologische Effekte durch kulturelle verstärkt oder gedämpft werden. Wobei man berücksichtigen muss, dass die biologische und die kulturelle Evolution ja ein Stück parallel verliefen. Es kann z.B. durchaus sein, dass ein Teil der Optimierung gerade darin besteht, die benötigte Differenzierung der Geschlechter mittels kultureller Mechanismen sicher zu stellen.
  16. Die Disussion hatten wir schon mal. Da kann man auch nachlesen, dass ich es genauso sehe wie Widukind.
  17. Bezüglich der möglichen Unterschiedlichkeit der Motivationen von Spieler und Spielfigur bin ich ganz bei dir und freue mich, dass sich deine Meinung hierzu in den letzten zwei Jahren offenbar weiterentwickelt hat. Bezüglich der Frage, ob die Figurenmotivation alleinig in der Hand des Figurenspielers liegt, würde ich sagen 'In Grenzen ja'. Diese Grenzen ergeben sich aus dem gemeinsamen Spielspaß. Mir fallen hier zum Beispiel ein: - Grenzen des guten Geschmacks: Ich möchte nicht mit jemandem zusammenspielen, dessen Spielfigur per Definition die gleiche Motivation wie Jack the Ripper hat. - Abenteuertauglichkeit: Ein Spielfigur deren Motivation per Definition darin besteht, ein möglichst geruhsames Leben zu führen, oder der fanatisch jeden Abenteueraufhänger ignoriert, der nicht sofort verspricht, dass er dem Mörder seiner Eltern näher kommt, ist unpraktikabel. - Gemeinsame Vorstellung von der Spielwelt: Wenn alle Spieler sich einig sind, dass ein Ordenskrieger des Xan ein edler Streiter für Recht und Ordnung ist, dann stört es die gemeinsame Immersion eventuell, wenn der Spieler eines solchen Ordenskriegers seine Figur als halbseidenen Tunichtgut anlegt. - Kurzzeitiger situationsbedingter Kontrollverlust des Spielers über seine Figur, z.B. durch Zauber wie 'Namenloses Grauen' oder Versuchungen (siehe entsprechende Regeln) - Angesichts der Tatsache, dass die Spielfiguren in der virtuellen Realität auf Jahre gemeinsam agieren wollen, sollte zumindest ein gewisser Grundkonsens bezüglich Motivation bestehen. Sonst ist das einfach unglaubwürdig.
  18. Oh, das sehe ich komplett anders. Das Beispiel dient dazu, eine Situation vorzustellen, in der möglichst unstrittig unterschiedliches "Figurenwissen" und Spielerwissen mit möglichst deutlichen persönlichen Konsequenzen (Verlust der Figur) vorliegen soll. Dann nutze ich das Beispiel, um für mich mögliche Hintergründe für so ein Handeln vor dem Hintergrund des Herausforderungsspielers vorzustellen. Das siehst du im restlichen Posting. Das ist dann also doch ein sehr treffendes Beispiel - halt nur im Zusammenhang mit dem restlichen Text. Du kannst also aus dem Posting Erkenntnis über die Denkweise eines Herausforderungsspielers gewinnen. Das ist doch nicht nichts ... Im Originalbeitrag schreibst du, "Er begründete sein Handeln damit, dass seine Spielfigur nur von den Vorzügen des Drachenblutbades, nicht aber etwas von den Risiken wisse.". Inzwischen wissen wir aber, dass die Hauptmotivation des Spielers war, einer Spielfigur, die ihn nicht mehr reizte, einen coolen Abgang zu verschaffen. Die möglichst deutlichen persönlichen Konsequenzen in Form des Verlustes der Spielfigur relativieren sich, da genau dieser Verlust ja gewollt war. Vermutlich kannst du durch genaue semantische Analyse darlegen, warum das jetzt alles nicht widersprüchlich ist. Ein gutes Beispiel zeichnet sich aber dadurch aus, dass es solcher Analysen gar nicht bedarf, sondern dass für den Leser augenfällig wird, was dargelegt werden soll, ohne dass er sich mit scheinbaren oder tatsächlichen Widersprüchen beschäftigen muss. Und dass das Beispiel die Diskussion befruchtet hat, kann ich weiterhin nicht erkennen. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
  19. Rollenspiel ist dazu da, dass alle Beteiligten ihren Spaß haben. Diesen Zweck hat die diskutierte Aktion offensichtlich erfüllt. Wunderbar. Ich zweifele daran, dass wir dieses Erlebnis im Rahmen eines Forum-Stranges ausanalysieren können. Im Parallelstrang wurde das Beispiel im Rahmen einer Diskussion über die Trennung zwischen Spieler- und Figurenwissen und, wie 'Erlebnsispieler' bzw. 'Herausforderungsspieler' dazu stehen, eingebracht. Für diese Diskussion scheint mir das Beispiel nun gar keinen Erkenntnisgewinn zu bringen. Tatsächlich hat es die Diskussion dort in meinen Augen auch nicht befruchtet.
  20. Sofern es einfach ist, die Ruhmesfunktion nur im Kreativbereich zu aktivieren und in allen anderen Bereich zu deaktivieren, würde ich das so machen. Vielleicht bringt es nichts oder nicht viel. Aber es schadet jedenfalls nicht. Da ich den Kreativbeitrag sowohl passiv als auch aktiv nur selten nutze, wäre das für mich fast wie ein Abschalten. Was ich doch etwas schade fände, auch wenn die Welt davon nicht unter ginge. Ich sehe es wie MaiKai, der schon darauf hingewiesen hat, dass auch in Diskussionsbeiträge gelegentlich etwas Gehirnschmalz geflossen ist. Wie sieht es mit dem Bereich zu den Kaufabenteuern aus, wo so manchert Beitrag dem zukünftigen SL bei der Vorbereitung schon geholfen haben mag (wobei mir auffällt, dass ich die Ruhmfunktion da etwas offensiver nutzen könnte)?
  21. Ich sehe es wie Shayleigh und Unicum, wobei ich allerdings das Wort 'Missbrauch' als falsch empfinde. Ob jemand durch Ruhmespunkte in einer kontroversen Diskussion dazu verleitet wird einen noch stärkeren Sturkopf zu entwickeln als er eh schon hat, halte ich für ziemliche Kaffeesatzleserei. Und eine solche verzerrte Realitätswahrnehmung wäre ja auch kein Missbrauch, denn das würde ja Vorsatz bedeuten. Die Diskussion, die das ganze ausgelöst hat, habe ich als nicht Betroffener nur am Rande verfolgt. Dass hier mit den vergebenen Ruhmespunkten argumentiert wurde, fand ich auch etwas merkwürdig. Allerdings wurden die nach meiner Erinnerung auch nur benutzt, um gegen eine Löschung zu protestieren und nicht um damit die Richtigkeit der eigenen Aussage zu belegen. Die umgekehrte Unterstellung, der Ruhm sei aus dem persönlichen Umfeld gekommen, hatte dann schon etwas bitteren Nachgeschmack. Diesen Sturm im Wasserglas, wie er sich erfahrungsgemäß alle paar Jahre im Forum mal zusammenbraut, zum Anlass zu nehmen, eine zumindest bei einigen beliebte Funktion zu deaktivieren, hielte ich für überreagiert.
  22. Interessanter Weise wird in der Allwissenden Müllhalde öfter bedauert, dass es dort die Ruhmfunktion nicht gibt. Ich nutze die Ruhmfunktion auch manchmal als Alternative dazu, den Strang dadurch aufzublähen, rein zu schreiben, dass ich es genauso sehe wie ein anderer Forist. Da ich das Bedürfnis, diese Tatsache irgendwie zu dokumentieren, eventuell weiterhin habe, würde ich dann in Zukunft vermutlich leicht vermehrt solche Beiträge liefern.
  23. Zur Frage der Verwendung von der Figur nicht verfügbarem Spielerwissen interpretiere ich diesen Beitrag so, dass auch du das ablehnst, die Entscheidung, welches Wissen die Figur hat, aber in der Verantwortung des Spielers sieht. Bei den beiden hier im Strang zunächst diskutierten Fällen (Spielfigur ist Werwesen bzw. Spielfigur sitzt in Kneipe, während Kamerad in Lebensgefahr ist) war es wohl so, dass völlig klar war, dass das fragliche Wissen der Spielfigur nicht zur Verfügung stand. Das war im ersten Fall nach Beschreibung offenbar Konsens am Spieltisch und im zweiten wurde das Beispiel bewusst so konstruiert. Ich nehme also an, dass du dieses Wissen in den Situationen nicht berücksichtigen würdest, was, wie schon vorher bemerkt, auch meiner Erwartung an einen Herausforderungsspieler entsprechen würde.
  24. Da sehe ich mindestens zwei Probleme. Zum Einen spielst du ja vermutlich nicht nur mit Rosendorn zusammen. Hast du dann von allen Spielern diese Selbsteinschätzung? Und wie verfährst du, wenn du da ganz unterschiedliche Antworten bekommst? Zum Anderen besteht auch (zumindest bei Leuten, die sich vorher nicht einschätzen können) die Gefahr, dass die Maßstäbe ganz unterschiedlich sind. Wenn du bei jemandem zu Hause zum Essen eingeladen bist und auf Nachfrage bestätigst, dass du gerne scharf isst, dann kann das sehr unterschiedlich interpretiert werden, je nachdem, ob du von einem Inder oder einem Deutschen eingeladen wurdest. Wer nach eigenen Maßstäben ein Buttkicker ist, mag nach den Maßstäben anderer ein Weichei sein.
  25. Lieber Beagle, ich beobachte dein Anluegen ja durchaus mit einer gewissen Sympathie. Aber dein Schreibstil scheint mir ziemlich stark von einem sozialwissenschaftlichen Seminar beeinflusst zu sein. Ich finde das dieser Plattform eher unangemessen. Was Kraniometrie ist, dürfte nicht Allgemeinwissen sein. Nach kurzem Nachschlag in der Wikipedia vermute ich, dass dein letzter Satz eine extrem gut getarnte Ironie ist.

Wichtige Informationen

Wir setzen Cookies, um die Benutzung der Seite zu verbessern. Du kannst die zugehörigen Einstellungen jederzeit anpassen. Ansonsten akzeptiere bitte diese Nutzung.

Konto

Navigation

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.