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Gut- und Böse-Schema oder komplexe Weltsicht voller Grauschattierungen?

Hervorgehobene Antworten

15 Stunden her, Eleazar schrieb:

Grundsätzlich ist doch die Frage, ob es ein "Wir gegen die" gibt. Dann sind die einen die Guten und die anderen die Bösen und andersrum. Sobald kriegsmäßig gegeneinander losgegangen wird, ist nicht mehr viel Raum für Schattierungen. Klar kann es Kollaborateure, Verräter, löbliche Ausnahmen, Terroristen und Freiheitskämpfer geben und umgekehrt. Und die Fronten können im Laufe der Zeit auch mal wechseln....

Ich finde schon, dass es ein Unterschied ist, ob man gegen einen feindlichen Soldaten kämpft, oder gegen sagen wir mal mutierte Monsterentitäten mit drei Köpfen, die alles verschlingen wollen.

  • Ersteller
21 Stunden her, Finduil schrieb:

Grüsse!

In einer Fantasywelt sollte es durchaus klar böse Völker und ähnliches geben. Finde ich vorteilhaft für für die ganze Welt und auch erzählerisch. Bestes Beispiel sind wie so oft Orks.

Was bei einer Aufweichung des ganzen geschieht, sieht man etwa bei der unsäglichen Serie "Ringe der Macht" oder neuen (gleichermassen unsäglichen) D&D Büchern.

Ich denke, es gibt zwei Ebenen:

  1. Die des neutralen Betrachters von außen.

  2. Die aus der Sicht der Bewohner der (Spiel-)Welt

Ich halte es auch für wichtig, diese beiden Ebenen nicht zu vermischen.

Aus der Sicht des neutralen Beobachters sind die Orcs eben eine kulturschaffende Rasse, die ihre Kinder liebt und schützt. Aus Sicht des Dorfbewohners in der Nähe der Orcsiedlung sind sie aber trotzdem schlimme Monster, die am liebsten das Blut der Kleinkinder trinken.

Davon ab gibt es auf Welten wie Midgard ja tatsächlich böse Wesen, wie Nachtmahre und andere Untote sowie Dämonen aus den ferneren Chaoswelten.

3 Stunden her, Widukind schrieb:

Ich finde schon, dass es ein Unterschied ist, ob man gegen einen feindlichen Soldaten kämpft, oder gegen sagen wir mal mutierte Monsterentitäten mit drei Köpfen, die alles verschlingen wollen.

Aus der sicht von jemanden, der die meiste Zeit des Lebens mit Friede Freude Eierkuchen erlebt hat, muss ich dir recht geben, aus Gesprächen mit Veteranen und Militärpsycologen ist es sehr viel komplexer. Da werden dann eben auch aus den feindlichen Soldaten ... Monster und vieleicht, nach langem denken und reflektieren (aber eben vieleicht auch nie), aus Monstern auch mal wieder Menschen (letzteres habe ich einmal erlebt, das war sehr schön, zwei alte weiße Männer die sich umarmen und heulen wie kleine Kinder). Wie gesagt es ist kompliziert es ist aber auch,... menschlich.

3 Stunden her, Irwisch schrieb:

Aus der sicht von jemanden, der die meiste Zeit des Lebens mit Friede Freude Eierkuchen erlebt hat, muss ich dir recht geben, aus Gesprächen mit Veteranen und Militärpsycologen ist es sehr viel komplexer. Da werden dann eben auch aus den feindlichen Soldaten ... Monster und vieleicht, nach langem denken und reflektieren (aber eben vieleicht auch nie), aus Monstern auch mal wieder Menschen (letzteres habe ich einmal erlebt, das war sehr schön, zwei alte weiße Männer die sich umarmen und heulen wie kleine Kinder). Wie gesagt es ist kompliziert es ist aber auch,... menschlich.

ich spiele Rollenspiel als Spiel. Ich will weder die tiefenspychologische Traumabewältigung von Kameraden, die im Auslandseinsatz waren darin nachvollziehen, noch sonstwas. Es darf richtig böse Monster geben, die nur töten, verschlingen und vernichten, und eben kulturschaffende Rassen, die durchaus kriegerisch auch mal übe einen Landstrich herfallen.

Bei DSA ist es zum Beispiel so, dass Orks aus religiösen Gründen kein Menschenfleisch essen, es aber durchaus Waldmenschen geben mag, die, sollten sie auf einen Ork treffen, diesen als eine Art Affen ansehen und wie einen solchen jagen und verspeisen würden.

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