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Motivation, Kreative Pause, Ideenlosigkeit...


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vor 1 Stunde schrieb TwistedMind:

Was Kreativität definitiv schadet ist Streß.

Nunja in den stressigsten Momenten meines Lebens hatte ich aber oft auch sehr kreative Lösungen.

Und nein das soll keine Aufforderung sein um streß zu suchen. Ich hätte getrost auf diese Momente verzichten können.

 

 

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vor 38 Minuten schrieb Fimolas:

Hallo Patrick!

Diesen Reflex kenne ich von mir auch: Wenn ich durch viel Ablenkung wie etwa Arbeit einmal längere Zeit nicht dazu komme, kreative Dinge in die Tasten zu hauen, staut sich ein gewisses Potential an, das sich irgendwann unkontrolliert Bahn bricht. Es muss halt irgendwie raus ... :lookaround:

Liebe Grüße, Fimolas!

:lol:

Ganz so schlimm ist es bei mir nicht. Aber ja, gewissermaßen ist es so.

Aber mir absichtlich eine anstrengende Beschäftigung zu suchen, um weniger Zeit zum Kreatives Schaffen zu haben, um dann effektiver Kreativ zu schaffen, ist mir dann auch zu blöd :silly:

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Aus der allgemeinen Wissenschaft usw: Gehirn auf neutral schalten, etwas tun, das Dich auf andere Gedanken bringt, möglichst etwas, wo Du nicht gar zu konzentriert, aber doch etwas, nachdenken musst. Ein Freund hat Klavier gespielt (der konnte das sehr gut). Sudokus, Sport, Videospiele, ... 

Daneben bei mir erfolgreich: eine Nacht (oder mehrmals) darüber schlafen. 

Brainwriting, d.h. Brainstorming mit Schreiben (weil wenn man allein ist, hat man nur sich selbst als Protokollant...) - Thema in die Mitte und dann in der Art einer Mindmap die Striche von da weg. Aber vor allem aufschreiben, was kommt, lieber ist nachher das ganze Blatt chaotisch übersät mit zusammenhanglosen Wortfetzen, als dass Du da schon alles sortiert hast - das kannst Du später noch. Wenn ich sie nicht gleich aufschreibe, verliere ich Gedanken. 
Oder verwandt: Dir Dein Thema aufschreiben. Das hilft mir, wenn ich ein spezielles, relativ konkretes, Problem zu lösen habe. Die Frage aufschreiben (allein das ist oft hilfreich: was ist eigentlich meine Frage und wie genau stelle ich sie mir?), dann z.B. Pros und Cons links und rechts, oder auch eine Mindmap, ... 

Schließlich: mich darüber mit einem guten Freund unterhalten. Das hilft mir enorm. Ich glaube, mein damaliger Arbeitgeber hat aus den Gesprächen zwischen mir und einem bestimmten Kollegen im "Second Home" in einem Ort in China mehrere millionen Dollar EBIT erhalten. Weil wir zwei um drei Uhr Nachts in der Nacht von Freitag auf Samstag, dreiviertel vollgesoffen und (nicht ich, aber) in zweifelhafter Gesellschaft, rumgehirnt haben. Und das waren dann nur die Sachen, an die ich mich am Samstag "Morgen" (also später Nachmittag) noch erinnert habe. Hach, das waren Zeiten... 

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Ich halte es mit Abd al Rhaman und weiche aus auf technische Fähigkeiten. Ich arbeite als Texterin und muss liefern, da kann ich nicht immer auf den Kuss der Muse warten oder ein Waldbad nehmen. Wenn dann etwas (technisches) steht, kann ich, wenn Zeit bleibt, immer noch kreativ "beigehen". Wenn ich als SL liefern muss und mir die Idee fehlt, mache ich das genauso. Manchmal kommen die Ergebnisse sogar besser an als die meiner vermeindlichen "kreativen Geniestreiche".

Edited by donnawetta
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Ich würde eine "technische Lösung" aber nicht unbedigt als "Kreativität" bezeichnen. Ja sicher, man hat das Problem "Kreativität ist gerade nicht da" umgangen und es gibt ein Resultat - und das muss dies nicht schlechter sein. Aber das ist eben imho nicht das was ich unter kreativ verstehe.

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vor 53 Minuten schrieb Irwisch:

Ich würde eine "technische Lösung" aber nicht unbedigt als "Kreativität" bezeichnen. Ja sicher, man hat das Problem "Kreativität ist gerade nicht da" umgangen und es gibt ein Resultat - und das muss dies nicht schlechter sein. Aber das ist eben imho nicht das was ich unter kreativ verstehe.

Es ist aber eine Technik, um mit einer Schreibblockade oder um mit einer kreativen Krise umzugehen. Spätestens wenn man wieder anfängt zu schreiben, springt die Kreativität ja wieder an.

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vor einer Stunde schrieb Irwisch:

Ich würde eine "technische Lösung" aber nicht unbedigt als "Kreativität" bezeichnen. Ja sicher, man hat das Problem "Kreativität ist gerade nicht da" umgangen und es gibt ein Resultat - und das muss dies nicht schlechter sein. Aber das ist eben imho nicht das was ich unter kreativ verstehe.

Du hast leider das falsche Wort in deinem Beitrag unterstrichen. Du hättest das "ich" unterstreichen müssen.

Kreativität ist das Schaffen von etwas Neuem. Nicht mehr und nicht weniger. Und das ist mit dem ersten Teil deines Betrages schon erfüllt. Daher war es auch ein kreativer Schaffensprozess. Ob das ein bestimmtes Niveau erreicht, ist eine ganz andere Frage. Deines wohl nicht und deshalb wäre das "ich" zu unterstreichen.

Mein Bild hier ist zum Beispiel meiner unendlichen Kreativität entsprungen. Für dich vielleicht nicht genung. Ich finds spitze. Und ich war definitv kreativ. :D

1.jpg

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vor 4 Minuten schrieb Einskaldir:

Du hast leider das falsche Wort in deinem Beitrag unterstrichen. Du hättest das "ich" unterstreichen müssen.

Kreativität ist das Schaffen von etwas Neuem. Nicht mehr und nicht weniger. Und das ist mit dem ersten Teil deines Betrages schon erfüllt. Daher war es auch ein kreativer Schaffensprozess. Ob das ein bestimmtes Niveau erreicht, ist eine ganz andere Frage. Deines wohl nicht und deshalb wäre das "ich" zu unterstreichen.

Ich finds spitze. Und ich war definitv kreativ. :D

1.jpg

Das hat doch Einskaldirdottir vorgemacht! :suspect:

Edited by Solwac
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Am 23.2.2021 um 22:19 schrieb Patrick:

Guten Abend Forum,

aktuell stecke ich, wie der eine oder andere vielleicht schon weiß, in einer Art Formtief... Mir kommen kaum Ideen mehr, gerade jetzt wo ich viel Zeit hätte, diese umzusetzen.

Deshalb möchte ich von euch (ganz allgemein) wissen: Wie motiviert ihr euch? Wo holt ihr euch Ideen her? Was macht ihr, wenn ihr längere Zeit Ideen vermisst, sei es für Abenteuer oder Kulturbeschreibungen an denen ihr schreibt, andere Projekte und ähnliches?

Vielleicht hilft das ja mir und anderen weiter.

Mit freundlichen Grüßen,

Patrick

Darüber hinaus:

Ehlichgesagt, ich glaube, du hast zu viele Baustellen. Dir fehlt es nicht an Kreativität, sondern zu hast zu viel Kram, den du noch fertig machen willst  oder musst. Das frustriert und hindert. Entweder ziehst du dich irgendwo raus oder du priorisierst und arbeitest eins nach dem anderen ab. Der Berg, den du vor dir herschiebst, ist gan z schön groß geworden. Pack was zur Seite.

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Poe z.B. hatte auch eher einen technischen Ansatz für seine Werke verfolgt. Schreibt er zumindest.

Auszug aus der Wikipedia:

Zitat

Poe vertritt die Ansicht, dass der Prozess guten Schreibens methodisch, analytisch und präzise verläuft, nicht spontan oder intuitiv. Die Entstehung seines Gedichts The Raven vergleicht er mit der Lösung eines mathematischen Problems. Andere Autoren würden dies allerdings selten zugeben, da dieser Entstehungsprozess eines Werkes eher unrühmlich sei.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Philosophie_der_Komposition

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vor 34 Minuten schrieb Eleazar:

Darüber hinaus:

Ehlichgesagt, ich glaube, du hast zu viele Baustellen. Dir fehlt es nicht an Kreativität, sondern zu hast zu viel Kram, den du noch fertig machen willst  oder musst. Das frustriert und hindert. Entweder ziehst du dich irgendwo raus oder du priorisierst und arbeitest eins nach dem anderen ab. Der Berg, den du vor dir herschiebst, ist gan z schön groß geworden. Pack was zur Seite.

Exakt :männlicherhändedruc

Deswegen nichts Neues mehr und ein paar Sachen weg. Jetzt stehen nur noch die Projekte, die mir wirklich wichtig sind und bei denen auch andere dabei sind.

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Unter Technik verstehe ich die Werkzeuge, um das umzusetzen bzw. auszudrücken, was ich an kreativen Ideen habe.

Beispiel: ich kann der kreativste Bildhauer der Welt sein, wenn ich nicht einen einzigen Meißel oder Feile habe, um meine Vision aus dem Stein rauszuholen. Andererseits komm ich mit dem besten Hilti-Werkzeug nur zu einem perfekt würfelförmigen Quader, wenn die Idee fehlt. :unsure:

 

@Ma Kai sagte oben, das es auch hilft, die Frage aufzuschreiben.

Da stimme ich ihm zu. Einer meiner Lehrer hat immer gesagt, das in einer guten Frage schon mindestens die Hälfte der Antwort steckt. Und diese Erfahrung hab ich während meines ganzen Berufslebens immer wieder gemacht: Wenn man das Problem wirklich verstanden hat und sauber formulieren kann, dann hat man eigentlich auch schon die Lösung.

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vor 18 Stunden schrieb Einskaldir:

Mein Bild hier ist zum Beispiel meiner unendlichen Kreativität entsprungen. Für dich vielleicht nicht genung. Ich finds spitze. Und ich war definitv kreativ. :D

1.jpg

Himmel, Einskaldir, was hast du getan?! Dieses Feuerwerk an Schaffenskraft und Esprit, dahingeworfen in den Smalltalk eines Internetforums!

Ich bin erschüttert, ja, nachgerade herzgebrochen über den Schwung deines Kugelschreibers, die optimistisch driftenden Linien, die Andeutung der Herzform im oberen Teil des Werkes! Wie erregt funkeln die energisch gekritzelkratzelten Augen – und dieses amüsierte Lächeln, erschaffen aus einem einzigen, pointierten Strich. Fantastisch!

Edited by donnawetta
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Anfang der 70er wurde eine Studentenkneipe eröffnet (Die Waschküch in Würzburg). DIe Besitzer suchten noch nach Ideen für ein Logo. Also luden sie einen Freund aus Belgien ein, seines Zeichens Designer. Es wurde drei Tage gesoffen und entwickelt. Dabei wurden zahlreiche Ideen verworfen. Irgendwie war nix gut genug. In irgendeiner Pause kritzelte der Designer aus Langeweile Strichmännchen auf einen Bierdeckel. Voila, da wars, das Logo, genannt Waschküchmännle. (So oder so ähnlich war die Geschichte).

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Hatte dann auch nen Markenschutz. Keine Ahngung ob der heute noch besteht. Musste ich aber unweigerlich dran denken nach Einskaldirs Posting und die Geschichte passt gut zum Thema.

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Vielleicht ist das auch ein Grund, für eine Schreibblockade: Wenn das Wort "kreativ" fällt, sollen am Ende immer gleich die Fresken der Sixtinischen Kapelle oder Krieg und Frieden rauskommen. Hops Logo ist aber ein großartiges Beispiel dafür, dass es nicht so sein muss. Ebenso kann jeder unmusikalische Depp auf der Gitarre nach fünf Minuten das Thema von "Smoke on the Water" nachspielen. Trotzdem ist beides großartig.

Deshalb ist es ja auch ganz egal, wie man am Anfang den horror vacui, die Angst vorm weißen Blatt am Anfang überwindet. Automatisches Schreiben, Kritzeln, blöde Gedanken aufschreiben, nach irgendeiner technischen Methode vorgehen usw.

Bei mir ist es auch oft so, dass schlechte Ideen mir den Weg verstellen: Ich muss zu einem Thema bis morgen was schreiben, mir muss dringend was einfallen, aber alles, was mir einfällt ist Müll. Ich verwerfe den Müll, will wieder neu nachdenken und - tada - der gleiche Müll schiebt sich wieder in meine Gedanken. Ich habe dann keine andere Wahl, als den Mist erst mal aufzuschreiben. Dauert manchmal eine halbe, manchmal eine ganze Stunde, ist aber letztlich effektiver, als dagegen anzukämpfen. Dann ist der Kopf wieder frei. Ich drücke auf die Return-Taste, bis mein Mülltext auf der übernächsten Seite verschwindet und schreibe was besseres. Klappt bei mir jedesmal.

 

Und was auch ein sehr destruktives Phänomen ist: Trauere deinen vergangenen Geniestreichen nicht hinterher.

Ich habe meine besten Texte wohl vor mehr als 10 Jahren geschrieben. Wenn ich mich heute daran messe, ist das nur frustrierend. Manche Rekorde sind wie im Sport für kleine Ewigkeiten. Am Anfang hast du beim Schreiben eine steile Lernkurve. Aber die wird immer flacher. Es geht also nicht so weiter, dass du dich permanent steigerst. Das muss man einfach akzeptieren. Dann hast du ganz am Anfang (ich rede über etwa fünf bis zehn Jahre) einen großen Fundus an ungeschütften Ideen in deinem Hirn: Songs, die du noch nicht komponiert hast; innere Bilder, die du noch nicht zu Papier gebracht hast; Fantasien und Geschichten und Erlebnisse, die du noch zu nichts verarbeitet hast. Irgendwann sind die Minen mal ausgebeutet und die Reservoirs füllen sich nur langsam wieder auf. Das ist schlecht für überraschende Geniestreiche.

Andererseits: Erstens ist die Vergangenheit vor allem in der Erinnerung schön. Wenn ich mir manche supergeilen Texte von vor 20 Jahren noch mal durchlese, dann ist das heute ernüchternd. Oder erleichternd - wie man es sehen möchte. Und selbst, wenn die ganz großen Würfe irgendwie seltener werden oder scheinbar gar nicht mehr gelingen - das Handwerk beherrsche ich nun besser, die Qualität ist im Durchschnitt nicht schlechter geworden.

Und der letzte Punkt: Deine eigene Meinung zu deinen Kreativleistungen ist doch im Prinzip am scheißegalsten. Du weißt, dass deine letzte Idee nicht so sonderlich originell war. Du weißt, dass du dir den letzten Text wie eine ungepellte Kastanie aus der Nase gezogen hast. Du weißt, dass du eine gammelige, schon dreimal verworfene Idee aus einem C-Movie nur oberflächlich verändert hast. Du bist mit deinem Machwerk total unglücklich. Aber mir als Leser ist deine Meinung und sind deine Gedanken doch vollkommen wumpe. Ich gehe frisch und frei an deinen Text ran und mache mir ganz eigene Gedanken dazu. Und die können gewaltig von allem abweichen, was du dir dazu gedacht hast.

Ich habe vor Jahren dazu mal einen interessanten Test gemacht: Durch einen Zufall hatte ich mal in vier Tagen einen aufmerksamen Zuhörer, der vier verschiedene Texte von mir angehört hat. Einer war supergenial, zwei ganz in Ordnung und der letzte musste einfach nur rechtzeitig fertig werden und war mir kurz vor peinlich. Ich machte für mich im Kopf eine Rangfolge und bat meinen Zuhörer, das auch zu machen. Seine war komplett andersrum als seine. Und ausgerechnet mein buckliges, aussätziges, kreatives Kind hatt ihn geradezu tief innerlich bewegt. Seitdem sortiere ich mein eigenes Geschmacksurteil über meine kreative Arbeit anders ein. Und bin auch bei subjektiv mauen Resultaten ganz zuversichtlich.

Schreib einfach auch mal was Schlechtes und lass es auf die Welt los. Mal sehen, wie es sich schlägt.

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