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Was ist schwarz? Was ist weiß?


Adjana

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Bevor wir uns weiter an dem Spezialfall Weißer Hexer aufhalten, interessiert mich die allgemeine Deutung der Begriffe.

 

Das Midgard-Regelwerk sieht bei Hexern die Aufteilung in schwarz, grau und weiß vor. Es empfiehlt für Spielfiguren den Grauen Hexer, aber man begegnet auch immer mal wieder den anderen beiden.

 

Schwarze Hexer haben Mentoren, die der Menschheit feindlich gesinnt sind - üblicherweise Dämonen. Weiße Hexer haben eine Gottheit oder einen Diener der Götter zum Mentor. Als Beispiel stehen im Arkanum die Wennofer, die "Ewig Guten".

 

Steht weiß im Gegensatz zu schwarz? In diesem Fall wären Götter, die weißen Hexern als Mentoren dienen, der Menschheit generell freundlich gegenüber - und nicht jeder Gott würde für Weiße Hexer taugen. Dann müsste man sich generell überlegen, welche der Götter überhaupt als "gut" durchgehen.

 

Oder ist es eine rein regeltechnische Einteilung? Dann könnten auch finstere Chaosgötter Weiße Hexer haben?

 

Generell ist mir die Einteilung weiß / schwarz unsympatisch, weil sie mir so gar nicht zur Midgard-Götterwelt zu passen scheint. Aber es gibt sie nun mal. Wie seht ihr das?

 

Gruß von Adjana

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Ich glaube die moralische Einteilung in weiß, grau und schwarz darf nicht unter modernen Gesichtspunkten gesehen werden, sondern muss auf die jeweiligen Voraussetzungen angepasst werden.

Zudem darf man nicht vergessen, dass Hexer durch die Mentoren eine sehr flexible Klasse ist, deren Lernschema abänderbar ist und somit die gegebenen Lernschemata nur typische Beispiele sind.

 

Ein Hexer ist für mich ein arkaner Zauberer (im Gegensatz zu Priestern und Druiden die göttliche Magie bzw. Dweomer wirken) der durch einen übersinnlichen Mentor unterrichtet wird.

Der Mentor verlangt dafür eine gewisse Gegenleistung und Verteidigung der eigenen Interessen durch den Hexer.

 

- Im Fall eines weißen Hexers dessen Mentor mit den verehrten Göttern in Verbindung steht bedeutet das in der Regel, dass die mit der Religion verknüpften Verhaltensregeln vorbildhaft eingehalten werden. In anderen Fällen hingegen kann der weiße Hexer als "Streiter Gottes" gesehen werden und die Verhaltensregeln (oder einige Aspekte daraus) sind nicht ganz so wichtig.

Da verehrte Götter der Menschheit generell wohl gesonnen sind, werden auch die durch sie auferlegten Verhaltensregeln als "gut" angesehen. Dadurch ist die Bezeichnung "weiß" gerechtfertigt.

Midgard hat allerdings eine nette Eigenheit: Götter ändern sich entsprechend dem Glauben ihrer Anhänger. Glauben also viele Menschen plötzlich daran, dass Sklavenhaltung "falsch" ist, so wird sich auch die von den Göttern gewollte Verhaltensweise dahingehend ändern. Provokant gesagt ähnelt diese Eigenheit unserer eigenen Religion/Kultur in der sich die akzeptierte Verhaltensweise auch ohne göttliches Zutun über die Zeit geändert hat. Aber auch unsere Kultur kennt "weiße Hexer" (Heilige) die mitunter an der bestehenden Verhaltensweise gerüttelt haben.

 

- Der graue Hexer hat im Allgemeinen einen Mentor dem die Menschheit egal ist (ihr also weder böses noch gutes wünscht) oder der Menschheit zwar prinzipiell wohl gesonnen eingestellt ist, aber keine Authoritätsansprüche geltend machen will.

 

- Der Mentor des schwarzen Hexers ist hingegen ein Wesen (inkl. Gottheit) das die Menschheit versklaven oder gar ausrotten will. Dementsprechend wäre die natürliche Verhaltensweise eines schwarzen Hexers destruktiv. In der Praxis ist es ihm natürlich nicht immer möglich diese böse Verhaltensweise voll auszuleben. Es gibt nur wenige Kulturen (KTP, Myrkgard-Nahulitan) in denen diese Verhaltensweisen akzeptiert werden.

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Ich glaube die moralische Einteilung in weiß, grau und schwarz darf nicht unter modernen Gesichtspunkten gesehen werden, sondern muss auf die jeweiligen Voraussetzungen angepasst werden.

Zudem darf man nicht vergessen, dass Hexer durch die Mentoren eine sehr flexible Klasse ist, deren Lernschema abänderbar ist und somit die gegebenen Lernschemata nur typische Beispiele sind.

 

Ein Hexer ist für mich ein arkaner Zauberer (im Gegensatz zu Priestern und Druiden die göttliche Magie bzw. Dweomer wirken) der durch einen übersinnlichen Mentor unterrichtet wird.

Der Mentor verlangt dafür eine gewisse Gegenleistung und Verteidigung der eigenen Interessen durch den Hexer.

 

- Im Fall eines weißen Hexers dessen Mentor mit den verehrten Göttern in Verbindung steht bedeutet das in der Regel, dass die mit der Religion verknüpften Verhaltensregeln vorbildhaft eingehalten werden. In anderen Fällen hingegen kann der weiße Hexer als "Streiter Gottes" gesehen werden und die Verhaltensregeln (oder einige Aspekte daraus) sind nicht ganz so wichtig.

Da verehrte Götter der Menschheit generell wohl gesonnen sind, werden auch die durch sie auferlegten Verhaltensregeln als "gut" angesehen. Dadurch ist die Bezeichnung "weiß" gerechtfertigt.

Midgard hat allerdings eine nette Eigenheit: Götter ändern sich entsprechend dem Glauben ihrer Anhänger. Glauben also viele Menschen plötzlich daran, dass Sklavenhaltung "falsch" ist, so wird sich auch die von den Göttern gewollte Verhaltensweise dahingehend ändern. Provokant gesagt ähnelt diese Eigenheit unserer eigenen Religion/Kultur in der sich die akzeptierte Verhaltensweise auch ohne göttliches Zutun über die Zeit geändert hat. Aber auch unsere Kultur kennt "weiße Hexer" (Heilige) die mitunter an der bestehenden Verhaltensweise gerüttelt haben.

 

- Der graue Hexer hat im Allgemeinen einen Mentor dem die Menschheit egal ist (ihr also weder böses noch gutes wünscht) oder der Menschheit zwar prinzipiell wohl gesonnen eingestellt ist, aber keine Authoritätsansprüche geltend machen will.

 

- Der Mentor des schwarzen Hexers ist hingegen ein Wesen (inkl. Gottheit) das die Menschheit versklaven oder gar ausrotten will. Dementsprechend wäre die natürliche Verhaltensweise eines schwarzen Hexers destruktiv. In der Praxis ist es ihm natürlich nicht immer möglich diese böse Verhaltensweise voll auszuleben. Es gibt nur wenige Kulturen (KTP, Myrkgard-Nahulitan) in denen diese Verhaltensweisen akzeptiert werden.

 

 

Hallo Freunde! :wave:

 

Die Ausführungen von Tellur sind ausgezeichnet und finden meine volle Zustimmung!!!:thumbs:

 

Gruß

Torfinn

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Nur nochmal fürs Protokoll, weil hier einige immer reflexartig "keine modernen Moralvorstellungen!" schreien: Darauf zielt meine Frage ausdrücklich nicht ab. :notify:

 

Midgard zeigt einige Beispiele, in denen Götter nicht so handeln, wie ihre Anhänger das gern hätten oder wie sie daran glauben. Als Beispiel sei die Gottwerdung Rhadamantus' auf Myrkgard genannt, oder auch das Zitat aus dem DFR, dass Götter manchmal Weiße Hexer ernennen, um verkrustete religiöse Strukturen aufzubrechen.

 

Das legt für mich nahe, dass Götter manchmal andere Werte oder Ziele haben als ihre Gläubigen. Das wiederum lässt mich vermuten, dass "gut" für einen Gott etwas anderes bedeuten kann als für einen Menschen. Ob "gut" dann unserer heutigen Moral oder irgendeiner anderen entspricht, wissen wir nicht, und ich würde meinen, dass es vom Gott abhängig ist.

 

Gruß von Adjana

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Midgard unterscheidet streng zwischen "normalen" Göttern, die "ihren Gläubigen mehr oder weniger wohl gesonnen sind", und Chaos- oder Dämonengöttern plus ein paar Spezialfällen (ARK S. 63f.). Die Unterscheidung ist nicht nur eine regeltechnische; sie schlägt sich z. B. auch in der Aura nieder, welche die Diener und Geschöpfe der Götter besitzen (ARK S. 113).

 

Weiße Hexer sind die Diener von Göttern (oder von diesen untergeordneten Wesen), die eine göttliche Aura besitzen, also alle außer Chaosgöttern (plus Dämonengöttern und Spezialfällen). Chaosgötter (finstere Aura) dagegen haben Schwarze Hexer als Diener (siehe ARK S. 48, rechte Spalte).

 

Was die "philanthropische" Einstellung angeht, so scheint mir die bereits zitierte Wendung von entscheidender Bedeutung, dass die normalen Götter "ihren Gläubigen mehr oder weniger wohl gesonnen sind". Chaosgötter sind solche, die auch ihren eigenen Gläubigen gegenüber feindlich gesinnt sind; sie nutzen diese, um Macht zu gewinnen, sind aber nicht wirklich an deren Wohlergehen interessiert.

 

"Gute" Götter dagegen interessieren sich für das Wohlergehen ihrer eigenen Gläubigen, aber nicht unbedingt für dasjenige der gesamten Menschheit - was verständlich ist, da ihre Natur ja durch den Glauben ihrer Anhänger beeinflusst wird und diese nur allzu oft das Wohl ihres eigenen Volkes über dasjenige der gesamten Menschheit stellen (wie das ja auch auf unserer Welt gang und gäbe ist).

 

Gruß

Pandike

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Midgard zeigt einige Beispiele, in denen Götter nicht so handeln, wie ihre Anhänger das gern hätten oder wie sie daran glauben. Als Beispiel sei die Gottwerdung Rhadamantus' auf Myrkgard genannt, oder auch das Zitat aus dem DFR, dass Götter manchmal Weiße Hexer ernennen, um verkrustete religiöse Strukturen aufzubrechen.

 

Das legt für mich nahe, dass Götter manchmal andere Werte oder Ziele haben als ihre Gläubigen. Das wiederum lässt mich vermuten, dass "gut" für einen Gott etwas anderes bedeuten kann als für einen Menschen. Ob "gut" dann unserer heutigen Moral oder irgendeiner anderen entspricht, wissen wir nicht, und ich würde meinen, dass es vom Gott abhängig ist.

Man sollte nicht vergessen: Für einen Gott gehört es zu seinen ureigensten Interessen, die Anzahl seiner Gläubigen zu mehren oder zumindest nicht zu vermindern, genauso wie die Intensität des Glaubens an ihn.

 

Insofern kann z.B. ein von der Priesterschaft ausgerufener "heiliger Krieg" (ich gehe jetzt mal von der Verfolgung machtpolitischer Interessen aus) durchaus gegen die Interessen der Gottheit sein (z.B., weil viele Gläubige dabei sterben.)

 

Eine Gottheit sollte daran interessiert sein, dass es ihren Anhängern gut geht. Und daran, dass sie ihre Glaubensintensität aufrecht erhalten oder vertiefen.

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Midgard zeigt einige Beispiele, in denen Götter nicht so handeln, wie ihre Anhänger das gern hätten oder wie sie daran glauben. Als Beispiel sei die Gottwerdung Rhadamantus' auf Myrkgard genannt, oder auch das Zitat aus dem DFR, dass Götter manchmal Weiße Hexer ernennen, um verkrustete religiöse Strukturen aufzubrechen.

 

Das legt für mich nahe, dass Götter manchmal andere Werte oder Ziele haben als ihre Gläubigen. Das wiederum lässt mich vermuten, dass "gut" für einen Gott etwas anderes bedeuten kann als für einen Menschen. Ob "gut" dann unserer heutigen Moral oder irgendeiner anderen entspricht, wissen wir nicht, und ich würde meinen, dass es vom Gott abhängig ist.

 

Gruß von Adjana

 

Ist das so?

Nur weil die religiöse Institution gerne hätte, dass ihre Schäfchen so handeln müssen diese nicht zwingend damit konform gehen.

Wenn die breiten Massen daran glauben dass Midgard eine Kugel ist, auch wenn die Kirche stur behauptet es wäre flach, dann wird ein Gott des Pantheons wahrscheinlich einen weißen Hexer aussenden, der "die verkrusteten religiösen Sturkturen" davon überzeugt, dass Midgard eine Kugel ist.

Ich spreche den Göttern nicht eine gewisse Eigeninitiative ab, aber diese ist generell im Rahmen dessen, was die Gläubigen gerne hätten.

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Die Frage ist auch, geht es Sklaven aus Sicht der Götter schlecht? Also schlecht im Vergleich mit den Krankheiten auf Midgard oder schlecht im Vergleich zu Hunger und anderem Elend.

 

Eine Gottheit sollte daran interessiert sein, dass es ihren Anhängern gut geht. Und daran, dass sie ihre Glaubensintensität aufrecht erhalten oder vertiefen.
Man darf auch nicht vergessen, wen die Sklaven eigentlich anbeten. Die valianischen Sklaven auf den großen Gütern (als Beispiel für eine Gruppe von Leuten, die im irdischen Vergleich die römischen Sklavenaufstände mitgetragen haben) sind entweder Ausländer oder hängen den Baales Valianes an. Ausländer sind uninteressant, die Feldarbeiter werden Alpanu genauso um ihren Segen bitten wie freie Bauern es auch machen würden und Tin dürfte kaum davon betroffen sein. Also haben sowohl Alpanu als auch Tin wenig Anlass für einen Wechsel der Verhältnisse. :dunno:

 

Solwac

Bearbeitet von Solwac
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Im Fall eines weißen Hexers dessen Mentor mit den verehrten Göttern in Verbindung steht bedeutet das in der Regel, dass die mit der Religion verknüpften Verhaltensregeln vorbildhaft eingehalten werden. In anderen Fällen hingegen kann der weiße Hexer als "Streiter Gottes" gesehen werden und die Verhaltensregeln (oder einige Aspekte daraus) sind nicht ganz so wichtig.

Da verehrte Götter der Menschheit generell wohl gesonnen sind, werden auch die durch sie auferlegten Verhaltensregeln als "gut" angesehen. Dadurch ist die Bezeichnung "weiß" gerechtfertigt.

 

Bevor hier Missverständnisse auftreten: Mentoren von weißen Hexern sind niedere Götter, niedere Gottheiten oder himmlische Diener der Götter. Die Mentoren stehen also immer in Verbindung mit einem Gott/einer Gottheit.

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@Solwac: Die Sklaven gehören in den anderen Strang und haben nichts mit meiner Fragestellung zu tun.

 

Meine Frage war: Was bedeutet "weiß"? Was bedeutet "schwarz"? Wenn weiß bedeutet "alles außer Chaos" - wofür das Arkanum meiner Meinung nach spricht - dann habe ich ein Problem damit, es als Gegensatz zu "schwarz" = "menschenfeindlich" anzusehen. Aber vielleicht ist das wirklich nur ein Problem der Nomenklatur?

 

Wenn "weiß" im weitesten Sinne "menschenfreundlich" bedeutet, muss man meines Erachtens davon ausgehen, dass ein Weißer Hexer deutlich menschenfreundlicher ist als andere Gläubigen. Er ist, wie gesagt, die höchst seltene Ausnahme, die mit ganz klaren Zielen in die Welt geschickt wird. Also kein normaler, flexibler Abenteurer irgendwo im Graubereich.

 

Gruß von Adjana

Bearbeitet von Adjana
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Meine Frage war: Was bedeutet "weiß"? Was bedeutet "schwarz"? Wenn weiß bedeutet "alles außer Chaos" - wofür das Arkanum meiner Meinung nach spricht - dann habe ich ein Problem damit, es als Gegensatz zu "schwarz" = "menschenfeindlich" anzusehen. Aber vielleicht ist das wirklich nur ein Problem der Nomenklatur?

 

Ich habe ja schon im anderen Strang die Problematik existenzieller Bedürfnisse von Göttern angesprochen. Die sieht so aus, dass "weisse" Götter ihre Anhänger brauchen. Sie brauchen Menschen, sollten also eher menschenfreundlich sein. Insofern sehe ich keinen Widerspruch.

 

Vielleicht gibt es auch Götter, die nicht in dieses Schema passen. "richtige" Götter, die aber für das Chaos stehen z.B. (Drais kommt mir da in den Sinn).

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Bei der Gleichung "weiß = menschenfreundlich" habe ich das Problem, dass damit leicht eine universalistische Moral anklingt, die ich auf Midgard allenfalls dem Vraidoskult und ähnlich erleuchteten Nischengemeinschaften zugestehen würde. Für die meisten Menschen Midgards und damit auch für ihre Götter dürfte "weiß" eher bedeuten, dass es dem Überleben ihres Stammes, ihrer Nation oder ihrer wie auch immer gearteten Gemeinschaft förderlich ist.

 

Vielleicht kommen wir der Sache näher, wenn wir "weiß = bewahrend" und "schwarz = zerstörend" setzen. "Weiße" Götter und ihre Diener setzen sich für die Bewahrung Midgards und ihrer Kulturen ein, während finstere Gottheiten die Weltordnung umstürzen und Midgard und ihre Bewohner ins Chaos stürzen wollen (DFR S. 20). Dies passt auch zur Entstehungsgeschichte der Götter, die ja geschaffen wurden, um Midgard vor den Einflüssen anderer Ebenen zu schützen (ARK S. 58).

 

In ihrem bewahrenden Aspekt sind die "weißen" Götter sicher auch als "menschenfreundlich" zu bezeichnen - allerdings ist es weniger das einzelne Individuum, um das es ihnen geht, sondern der Fortbestand der ganzen Menschheit, und da zählt das Individuum wenig. Bestes Beispiel sind sicher die Götter Nahuatlans, die trotz aller Menschenopfer weiterhin als "Lichtgötter" zählen (NAH S. 45).

 

Gruß

Pandike

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Wenn weiß bedeutet "alles außer Chaos" - wofür das Arkanum meiner Meinung nach spricht - dann habe ich ein Problem damit, es als Gegensatz zu "schwarz" = "menschenfeindlich" anzusehen. Aber vielleicht ist das wirklich nur ein Problem der Nomenklatur?

Möglicherweise. Schwarz sehe ich aber auch nicht unbedingt als menschenfeindlich, sondern eher als anarchistisch und chaotisch. Siehe dazu auch die Artikel "Auf den Spuren des Anarchen" und "Das Wesen des Anarchen" aus GB 54.

 

Das Böse im Midgard Sinne sucht die Zerstörung aller Ordnung. Das muss nicht unbedingt die Zerstörung des Lebens sein, denn das Leben (und die Anbetung) ist ja Voraussetzung für Götter. Aber eine Welt voller Chaos und Angst, das ist das Paradies, für Chaosgötter.

 

Wenn "weiß" im weitesten Sinne "menschenfreundlich" bedeutet, muss man meines Erachtens davon ausgehen, dass ein Weißer Hexer deutlich menschenfreundlicher ist als andere Gläubigen. Er ist, wie gesagt, die höchst seltene Ausnahme, die mit ganz klaren Zielen in die Welt geschickt wird. Also kein normaler, flexibler Abenteurer irgendwo im Graubereich.

Nö, weiße Hexer sind weiß. Quasi Persil gewaschen. Aber... sie verfolgen in erster Linie die Ziele ihrer Gottheit. Das heißt nicht, dass sie nicht töten dürfen. Es sollte nur mit den Zielen des jeweiligen Mentors übereinstimmen oder die Ziele zumindest nicht verhindern.

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Moin mrolf,

 

Bevor hier Missverständnisse auftreten: Mentoren von weißen Hexern sind niedere Götter, niedere Gottheiten oder himmlische Diener der Götter. Die Mentoren stehen also immer in Verbindung mit einem Gott/einer Gottheit.

 

hat sich das mit M4 geaendert?

 

Der Fuest der Flamme ist ein Elementar und unterrichted Weis und Grau. Der Habicht unterrichtet Weis und die Kraehe Schwarz. Lawarandi ist ein Daemon aus den nahen Chaos ebenen und unterrichted Weis.

 

Um nur mal ein paar Beispiele (Hexenzauber und Druidenkraft pp28ff) fuer Hexermentoren zu nennen die aus dem Weis=Gott und Schwarz=Daemon rausfallen.

 

Ich denk mal dass es sowohl bei den weissen als auch bei den schwarzen Extremisten und moderate gibt. So wird es wohl einen Unterschied geben zwischen einem Eurynomos Hexer und einem Kraehen Hexer. Ersterer ist in den Augen der meisten boese, letzter wirkt nur schwarze Magie. Und um die Sklavenfrage anzusprechen: Eocan MacArdoch alias Jokamadorus wuerde nie seinen weissen Hexern erlauben Herrschaft auszuueben, waerend Hippolat als valianisches Laran Anhaengsel warscheinlich nichts gegen Sklaverei hat, so lange es den Pferden gut geht.

 

ciao,Kraehe

Bearbeitet von Kraehe
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Wenn "weiß" im weitesten Sinne "menschenfreundlich" bedeutet, muss man meines Erachtens davon ausgehen, dass ein Weißer Hexer deutlich menschenfreundlicher ist als andere Gläubigen.

Ich glaube fast, dass "weiß" auf Midgard eben nicht vollständig mit "menschenfreundlich" gleichgesetzt werden kann. Midgard ist eine Welt in der das Böse wirklich greifbar existiert: Da laufen Ghule und Vampire und Geister und finstere Dämonen rum und die werden alle fleißig von schwarzen Hexern und Finstermagiern unterstützt.

Dementsprechend sind hier schon mal alle gut oder "weiß", die sich explizit dem Kampf gegen diese Mächte der Finsternis verschreiben. Wenn also jemand auszieht um bei jeder Gelegenheit kompromisslos Untote zu vernichten, ist er schon mal recht gut dabei.

 

Bei religiösen Figuren kommen da noch ein paar Verhaltensregeln dazu und wenn sie diese einhalten, sind sie Diener eines weißen Gottes ("weiß" eben deshalb, weil dieser Gott keine Untoten etc. losschickt, um die Menschen zu vertilgen).

Aber diese Verhaltensregeln sind je nach Gottheit unterschiedlich. Während alle weißen Götter sich in ihrer Ablehnung der finsteren Mächte sehr einig sind, haben sie doch z.T. sehr unterschiedliche Vorstellungen von der richtigen Art zu Leben. Ob ein Priester des XY also z.B. besonders nett zu einem Krüppel ist, hängt von den Lehren des XY ab. Und wenn XY eben meint, dass der Krüppel ruhig Krüppel bleiben soll, so lange das Feuer im Herd nicht ausgeht und der Geist nebenan mal gebannt wird, dann wird unser "weißer" Priester wohl auch genau das tun.

 

Aber, glücklicherweise ist das Leben ja recht vielfältig. So gibt es eben sehr viele weiße Götter auf Midgard, da ist auch mal der eine oder andere so richtig "nette" Gott dabei. Eben einer, der nicht nur deswegen "gut" heißt, weil er nicht so richtig "böse" ist.

Außerdem kann es durchaus sein, dass sich auch ein prinzipiell nur mittelprächtiger Gott ein paar so richtig freundliche und wohltätige Diener hält und so quasi sein Gewissen beruhigt (das könnten z.B. wHx sein).

Und schließlich haben auch die Diener der Götter einen sehr eigenen Willen: Wie wir es auch von unseren irdischen Religionen kennen, gibt es auch innerhalb eines Glaubenssystems verschiedene Leute, die sich auf verschiedene Aspekte konzentrieren. Die einen Priester verbrennen lieber Ungläubige, andere verbrennen lieber Weihrauch und singen fromme Lieder dabei. Wieder andere gehen in die Armenviertel einer Stadt und füttern dort die Waisenkinder durch. Wieder andere treiben das Geld für den nächsten großen Tempel auf, andere halten ermüdende Moralpredigten usw.

 

Das heißt also, dass es JEF in seiner weisen Voraussicht schon so eingerichtet hat, dass es neben den vielen Grautönen sogar verschiedene Schattierungen von "weiß" gibt. Eine unglaublich "gute" Tat von ihm ;)

 

Grüße,

Arenimo

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Moin mrolf,

 

Bevor hier Missverständnisse auftreten: Mentoren von weißen Hexern sind niedere Götter, niedere Gottheiten oder himmlische Diener der Götter. Die Mentoren stehen also immer in Verbindung mit einem Gott/einer Gottheit.

 

hat sich das mit M4 geaendert?

 

Weiße Hexer stehen im Dienste einer Gottheit, und ihr Mentor ist ein himmlisches Wesen.

und

Die seltenen Weißen Hexer stehen im Dienste einer Gottheit. Ihr übernatürlicher Mentor ist manchmal ein niederer Gott oder eine niedere Gottheit, meist aber ein himmlischer Diener der Götter
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Hallo zusammen!

 

Moderne Ansichten einfließen zu lassen ist genauso widersinnig (oder eben nicht) wie die Historie einfließen zu lassen.

 

Götter sind von ihren Gläubigen abhängig, was mit Göttern wird, die die Gunst ihrer Gläubigen verlieren, schildert der Meister der Sphären recht anschaulich. Wenn aber noch etwas aus den Beschreibungen dort klar wird: sie führen ein Eigenleben, das einigermaßen losgelöst vom Leben der Gläubigen stattfindet.

 

"Lichte" Götter leben von der Anbetung, "dunkle" von der Furcht der Anhänger. Erstere stehen bei MIDGARD vor allem für "Ordnung", letztere für "Chaos".

 

Und in dem Gewuschel muss man seinen Weg irgendwie finden :dunno:

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Moin,

 

Moin mrolf,

 

hat sich das mit M4 geaendert?

 

Weiße Hexer stehen im Dienste einer Gottheit, und ihr Mentor ist ein himmlisches Wesen.

und

Die seltenen Weißen Hexer stehen im Dienste einer Gottheit. Ihr übernatürlicher Mentor ist manchmal ein niederer Gott oder eine niedere Gottheit, meist aber ein himmlischer Diener der Götter

 

Es wurde in diesem Rahmen darauf verzichtet, jeden einzelnen Gott hier aufzulisten, der zum Lehrmeister eines Weißen Hexers werden könnte - diese Wesen werden bereits in DFR und den einzelnen Kulturenbeschreibungen

 

Wenn ich HuD richtig verstehe, so stellt die Liste in HuD eine unvollstaendige Erweiterung der moeglichen Mentoren zum DFR. Die Frage ist: Ist HuD jetzt nicht mehr gueltig? Und was passiert dann mit den Hexern die ein Totem aus HuD haben? Prados, oder irgendjemand der 100% Regelfest ist: Muss ich mein HuD jetzt als Ketzerei verbrennen?

 

ciao,Kraehe

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Das interessiert mich nun doch. Ich bin bislang davon ausgegangen, daß die neuen Regeln aus M4 gelten, gerade, weil auch hier im Forum mehrmals darauf hingewiesen wurde, daß nur ein kleiner Teil von Hexenzauber & Druidenkraft offiziellen Status hat. Elementarwesen (z.B. Fürst der Flamme) und Dämonen (z.B. Lawarandi) sind doch keine himmlischen Diener, Götter oder Gottheiten. Wie sollen sie sich also ins Bild einfügen?

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