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Künstliche Intelligenz und Rollenspiel - allgemeine Gedanken über eine zunehmende Verbindung

Hervorgehobene Antworten

Vor 6 Minuten, Akeem al Harun schrieb:

KI Slop ist aktuell überall ein Thema, es würde mich wundern, wenn Rollenspiel davon nicht berührt werden würde.

Ich hoffe das Gegenteil wird der Fall sein. KI Unterstützung beim Leiten z.B. Ich mach das schon jetzt. Namenslisten ausspucken, mal schnell ne Familie mit Background erstellen.

Das funktioniert am Spieltisch ad hoc noch nicht richtig gut. Hauptsächlich, weil ich tippen muss. Eine KI, die mein Anliegen aus dem gesprochenen Kontext versteht wäre genial.

Vor 9 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Ich hoffe das Gegenteil wird der Fall sein. KI Unterstützung beim Leiten z.B. Ich mach das schon jetzt. Namenslisten ausspucken, mal schnell ne Familie mit Background erstellen.

Das funktioniert am Spieltisch ad hoc noch nicht richtig gut. Hauptsächlich, weil ich tippen muss. Eine KI, die mein Anliegen aus dem gesprochenen Kontext versteht wäre genial.

Na ja, ich habe explizit von KI Slob gesprochen. Ich lasse mich auch, soweit es geht, von KI beim Rollenspiel unterstützen. Ich erstelle Bilder von SpF und NSpF, ich lasse mich von der KI dabei unterstützen, Abenteuer vorzubereiten. Am Spieltisch selbst habe ich KI noch nicht direkt genutzt, schließe das aber für die Zukunft nicht aus.

Ich sehe es aber im Sinne der vorherigen Diskussion durchaus als problematisch, wenn Rollenspielmaterial massenhaft und ohne Qualitätskontrolle veröffentlicht wird.

Wie bei allen Tools, die einem scheinbar das Denken abnehmen, gibt es eine Menge Leute, die das genau so tun.

1 Stunde her, Hornack Lingess schrieb:

KI im Rollenspiel, zb bei drivethrough: https://youtu.be/P6W7-mXhLGU?si=DKmb6XO7T04N-02n

Hat am 13. Oktober schon hier jemand gepostet ;)

Das was ich heute morgen schrieb schlägt auch in diese Kerbe nur eben für eine andere Sorte "Schriftliche Publikationen" - wenn sich große Verlage schon nicht mehr wehren können dann ist es doch auf Drivetrhough noch schlimmer - und ja in der SWR Publikation wird auch keine Lösung gefunden, sicher Amazon reagierte dann auf nachfrage und hat !eines! der KI-Schund-Bücher entfernt.

Ich glaube jedenfalls nicht das "der Markt das regelt", weder Amazon noch drivethrough hat wirklich ein interesse daran ihre Verkäufe zu reduzieren.

Bleibt noch die Sache mit den Rechten,... habe ich - der ein Abenteuer(Buch, Song, Bild, Video, etc) komplett von durch eine KI schreiben und publizieren lasse - auch die Rechte daran? Da könnte ja auch das andere was ich angeschrieben habe interessant sein.

Vor 9 Minuten, Irwisch schrieb:

Bleibt noch die Sache mit den Rechten,... habe ich - der ein Abenteuer(Buch, Song, Bild, Video, etc) komplett von durch eine KI schreiben und publizieren lasse - auch die Rechte daran? Da könnte ja auch das andere was ich angeschrieben habe interessant sein.

Die Frage kam schon auf Seite 1 dieses Stranges auf.

Bearbeitet ( von Einskaldir)

  • 1 Monat später...

KIs sind einfach zu offensichtlich.

Ich fragte sie nach Namen für Verdächtige in einem Mordfall. Und was kommt als Antwort? "Alrik", der DSA-Name schlechthin. Für ein Midgard-Abenteuer. Da kann ich ihn auch gleich "Mörder" nennen...

Bearbeitet ( von Hornack Lingess)

Zeit: 19.3.2023 um 17:40, Abd al Rahman schrieb:

Nicht nur Kanon. Ich stelle mir gerade vor eine AI mit den Regelwerken und Quellenbände zu füttern. Und beim Leiten drauf zuzugreifen: "Mach mir mal einen Jäger, Grad 5 nach Midgard M5 Regeln aus Alba als NSC mit einem Absatz Hintergrundgeschichte." Sowas geht auch gut beim Leiten und kann Leuten helfen die nicht sonderlich gut darin sind was zu improvisieren.

Könnte sein, daß die AI Dir sagt, daß das Material urheberrechtlich geschützt ist und daher ein no-no.

Könnte aber wohl eine Frage der Zeit sein, bis z.B. so eine Firma wie Wizards of the Coast für D&D, was in der 5e (2024) nicht mal mehr als PDF kommerziell erhältlich ist, sondern nur noch gedruckt oder als Teil von Virtual Table Tops, AI für solche Zwecke in eine VTT Umgebung - selbstverständlich für zu zahlenden Abo-Preis - integriert.

Francesco di Lardo

Zeit: 19.3.2023 um 17:50, Abd al Rahman schrieb:

Kinderbücher mit AI generierten Illustrationen gibt.

Es werden schon ganze Bücher mit AI gemacht.

16 Stunden her, Francesco di Lardo schrieb:

Nicht nur Kanon. Ich stelle mir gerade vor eine AI mit den Regelwerken und Quellenbände zu füttern. Und beim Leiten drauf zuzugreifen: "Mach mir mal einen Jäger, Grad 5 nach Midgard M5 Regeln aus Alba als NSC mit einem Absatz Hintergrundgeschichte." Sowas geht auch gut beim Leiten und kann Leuten helfen die nicht sonderlich gut darin sind was zu improvisieren.

Könnte sein, daß die AI Dir sagt, daß das Material urheberrechtlich geschützt ist und daher ein no-no.

Könnte aber wohl eine Frage der Zeit sein, bis z.B. so eine Firma wie Wizards of the Coast für D&D, was in der 5e (2024) nicht mal mehr als PDF kommerziell erhältlich ist, sondern nur noch gedruckt oder als Teil von Virtual Table Tops, AI für solche Zwecke in eine VTT Umgebung - selbstverständlich für zu zahlenden Abo-Preis - integriert.

Ich glaub' wir werden das noch erleben, dass Firmen ihre eigenen, mit ihrem Material trainierten, KIs zur Verfügung stellen.

Vor 26 Minuten, Ma Kai schrieb:

Ich glaub' wir werden das noch erleben, dass Firmen ihre eigenen, mit ihrem Material trainierten, KIs zur Verfügung stellen.

Das glaube ich auch.

Die Firmen brauchen ja nicht einmal unbedingt dazu eine eigene KI zu entwickeln, sondern können diese als Dienstleistung einkaufen (wie einen Cloud-Speicher etwa), wobei dann ihr urheberrechtliches Material im Rahmen des Vertrages und des KI-Trainings ihnen exklusiv "gesichert" bleibt.

Um dann das ganze Geld wieder hereinzuholen, muß natürlich am Ende der Endkunde zahlen, wofür die Abo-Modelle und Nutzungsmodelle natürlich groß dabei sein werden. Hier zahlt der Endkunde (ob er nun konkret nutzt oder nicht) und ihm "gehört" - im Gegensatz zum guten alten physischen Abenteuerband oder von mir aus auch noch wie bei der physischen DVD, auf der man ehemals das Computerspiel kaufte und was dann jeweils ins eigene Eigentum überging.

Ich selbst hege eine tiefe Abneigung gegen solche Geschäftsmodelle und meide sie daher irgendmöglich wie die Pest.

Francesco di Lardo

Na ja, man hätte ja in diesem Sonderfall eine echte Gegenleistung. Allgemein aber bin ich Deiner Meinung und suche das ebenfalls nach Möglichkeit zu vermeiden.

  • 1 Monat später...

Gestern gab es einen Live-Talk zu den Auswirkungen von GenAI und LLMs auf die deutsche Rollenspielverlage bei OrkenspalterTV auf Twitch. Heute schon ist es als Konserve auf YouTube:

Generativer KI und die deutschen Rollenspielverlage | YouTube

Dabei waren: Andrea Rick (Plotbunny Games), Daniel Neugebauer (System Matters), Jan Christoph Steines (Pegasus Spiele), Benjamin Struck-Zimmermann (Vortex-Verlag), Patric Götz (Uhrwerk Verlag) und Jan Wagner (Ulisses Spiele).

War eine sehr spannende Diskussion, auch im Chat. Von den beteiligten Verlagen setzt nur Ulisses in bestimmten Bereichen (Übersetzung) GenAI ein, bei den anderen gab es verschiedene Abstufungen. Verlage, die aktiv auf GenAI-Einsatz setzen, hatten sie vor dem Talk keinen Kontakt gefunden, es kann aber sein, dass es dann einen weiteren Talk mit solchen Verlagen gibt, sollten sich welche finden, die da Interesse daran haben.

Vor 45 Minuten, Kazzirah schrieb:

Gestern gab es einen Live-Talk zu den Auswirkungen von GenAI und LLMs auf die deutsche Rollenspielverlage bei OrkenspalterTV auf Twitch. Heute schon ist es als Konserve auf YouTube:

Generativer KI und die deutschen Rollenspielverlage | YouTube

Dabei waren: Andrea Rick (Plotbunny Games), Daniel Neugebauer (System Matters), Jan Christoph Steines (Pegasus Spiele), Benjamin Struck-Zimmermann (Vortex-Verlag), Patric Götz (Uhrwerk Verlag) und Jan Wagner (Ulisses Spiele).

War eine sehr spannende Diskussion, auch im Chat. Von den beteiligten Verlagen setzt nur Ulisses in bestimmten Bereichen (Übersetzung) GenAI ein, bei den anderen gab es verschiedene Abstufungen. Verlage, die aktiv auf GenAI-Einsatz setzen, hatten sie vor dem Talk keinen Kontakt gefunden, es kann aber sein, dass es dann einen weiteren Talk mit solchen Verlagen gibt, sollten sich welche finden, die da Interesse daran haben.

Was Übersetzungen angeht ist das ein verlorener Kampf. Persönlich halte ich das nicht für schlimm. Berufe ändern sich, manche fallen weg. Ich bin Entwickler. KI hat auch bei mir zu großen Veränderungen geführt. Ist halt so wenn der Fortschritt galoppiert.

7 Stunden her, Abd al Rahman schrieb:

Was Übersetzungen angeht ist das ein verlorener Kampf. Persönlich halte ich das nicht für schlimm. Berufe ändern sich, manche fallen weg. Ich bin Entwickler. KI hat auch bei mir zu großen Veränderungen geführt. Ist halt so wenn der Fortschritt galoppiert.

Ich denke, den Teil mit dem Verändern bestreitet niemand. Allerdings teile ich nicht deine Überzeugung, dass das Aussterben von Übersetzern als Beruf unvermeidlich sei. Der Beruf ändert sich. Nicht erst seit GenAI, DeepL gibt es ja auch schon länger. Es hängt halt immer ab vom Anspruch an das Ergebnis.

Für schlechte Übersetzungen braucht es schon lange keine menschliche Intervention mehr. Und die Grenze verschiebt sich. Von einer gute Übertragung eines literarischen Textes sind wir aber weit weg.

Wir sind aktuell in einer Phase, wo noch vor allem ausprobiert wird, was möglich ist.

Das ist ähnlich wie während der Technikeuphorie nach Entdeckung der Radioaktivität. Damals gab es sehr beliebte Dinge wie Radonzahnpasta und Radonwasser. Hat sich beides auf Dauer nicht durchgesetzt. Röntgenmedizin schon.

Ist grad ähnlich. Es gibt eine neue Technologie, fast alle sind fasziniert, nicht alle verstehen, was da wirklich hinter ist. Ideale Zeit für die Schlangenölverkäufer.

Ja, Übersetzungen ändern sich. Für viele Fälle, gerade wo es weniger um Konsistenz, Nuancen und Semantik geht, reicht eine maschinelle Übersetzung, anderswo, gerade in sensiblen Bereichen, wird es schwerer.

Wir sind noch nicht soweit, dass man GenAI-Übersetzungen, selbst bei gutem Grounding, vertrauen kann. Selbst Ulisses muss die Texte nachlektorieren, weil GenAI schlicht das Thema nicht versteht. Das ist inhärent in der Technologie. GenAI kann kein Modell der Wirklichkeit erstellen und von anderen Modellen, z.B. einer Welt 'Midgard' überscheiden. Menschen können das intuitiv. (Manche besser, andere schlechter, aber sie können es).

Es gibt auch KI-Modelle, die darin sehr gut sind, solche Modelle zu abstrahieren, aber die können dafür nicht, was GenAI aktuell so faszinierend macht.

Es mag, ich vermute auch: wird, in der Zukunft KI-Modelle geben, die näher am menschlichen Denken sind, aber GenAI ist da immer noch weit weg davon. Trotz aller beeindruckenden Fortschritte in der Mustererkennung.

Bearbeitet ( von Kazzirah)

Vor einer Stunde, Kazzirah schrieb:

Selbst Ulisses muss die Texte nachlektorieren,

Übersetzer und Übersetzungslektorat sind zwei verschiedene Dinge. Übersetzungen musst Du schon heute lektorieren. In Zukunft werden halt die Übersetzungen der KI lektoriert und nicht die Übersetzungen von Menschen.

Vor 7 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Übersetzer und Übersetzungslektorat sind zwei verschiedene Dinge. Übersetzungen musst Du schon heute lektorieren. In Zukunft werden halt die Übersetzungen der KI lektoriert und nicht die Übersetzungen von Menschen.

In vielen Fällen ja, aber anders als du sehe ich nicht, dass damit Übersetzer generell überflüssig werden. Bei Mittelmaß sicher. Es wird sicher auch weniger benötigen, bzw diese haben mehr Zeit, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, wo der eigentliche Mehrwert erzeugt wird.

Aber eventuell würden wurde uns eh Teile der Diskussion sparen, wenn du den Talk gehört hättest, das ist da deutlich differenzierter, als du anscheinend vermutest. Da geht es nicht um Technikangst. Da geht es wenn um verschiedene Qualitätsansprüche. Da spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, ob man sich den Luxus leisten kann, auf den Einsatz zu verzichten, bzw höhere Kosten in Kauf zu nehmen, weil man sehr hohe Ansprüche an sein Produkt hat.

Andrea hat auch gute Beispiele gebracht, wie man tolle Produkte preisgünstig ohne teuren Zukauf schaffen kann. Schau dir mal das Fanzine Darvo zu Monsterhearts an. Besteht vollständig auf freien Stockfotos und Bildspenden. Das war faktisch sogar billiger als mit GenAI.

Vor 2 Minuten, Kazzirah schrieb:

Aber eventuell würden wurde uns eh Teile der Diskussion sparen, wenn du den Talk gehört hättest, das ist da deutlich differenzierter, als du anscheinend vermutest.

Ich habe ihn mir gestern Nacht komplett angeschaut.

Edit: Ich hätte mir jemanden in dem Talk gewünscht, der fachlich von KI Ahnung hat. Der Talk war gut, aber mir hat da etwas Expertise gefehlt.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

Und ja, ich hätte mir sehr gewünscht, wenn auch einer der kleineren Verlage, die stärker auf GenAI setzen, wie DDD oder Dieseldrachen, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben.

Aber es ist schon auffällig, dass es da durchaus auch eine wirtschaftliche Begründung gibt, dass aktuell der Einsatz von GenAI in einer kleinen Branche mit enger Kundenbindung zu einem Reputationsrisiko führt, es also wichtig ist, wie deine Kundschaft dazu steht. In der alten Midgard-Community scheinen da sehr viele eher offen zu sein, für andere sieht es deutlich anders aus.

Das wird sich sicher normalisieren, nur niemand kann heute sagen, was das neue Normal sein wird, wenn der erste Sturm durch ist.

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