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MIDGARD - Generelle Kritik an M5-Regeln und Welt


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vor 12 Minuten schrieb Roumorz:

Meine Kritik an M5 nach vielen Jahren Midgard und anderen Systemen:

  1. Es wurde mit M5 verpasst, das Kampfsystem spannender zu gestalten. Insbesondere Initiative-Bewegung-Handlung ist ein Konzept, dass wirklich JEDEN neuen Spieler verwirrt und meiner Erfahrung nach ganz viele abschreckt (und ich versuche viele Spieler für Midgard zu gewinnen). Eine auf klassischen Kampfrunden basierendes Kampfsystem hätte Midgard gut getan. Zudem wären einfache, schlanke Regeln für spezielle Kampfmanöver, z.B. Entwaffnen, Zu-Fall-bringen, Defensives Kämpfen usw. hilfreich gewesen, um dem Kampf mehr Tiefgang zu verleihen. 
  2. Ich verstehe schon den Ansatz, dass man Angst hatte vor übermächtigen Zauberern. Aber auf den ersten Geraden überhaupt nützlich zu sein, ist bei Zauberern schon sehr situativ. Als Spieler ist man extrem auf den Spielleiter und die Verfügbarkeit von Spruchrollen/Ogamstäben angewiesen, ansonsten gibt es hier kaum Fortschritt. Hier gibt es für mich nur zwei Möglichkeiten: Mehr Zauber zu Spielbeginn oder mächtigere Zauber bei Spielbeginn.
  3. Die Kleinteiligkeit der Grade ist extrem nervig und erscheint mir im Vergleich zu früher wenig hilfreich. Das 15-Grad-System war hilfreich, um die Stärke eines Feinde einzuschätzen. Heute kann ein Grad 7-Charakter jedoch deutlich "stärker" sein als ein Grad 11-Charakter - PP und ES machen´s möglich.
  4. Die Lernlisten (selbst die aufbereiteten Lernlisten) sind nach wie vor eine Wissenschaft für sich. Für Neulinge ist dieses System absolut undurchsichtig. Hier wünsche ich mir M4 zurück - oder sogar ein noch übersichtlicheres System wie z.B. in DSA5. Fähigkeitskategorie, Preis, Gold, fertig.
  5. Eine der Stärken des Systems sind die kritischen Treffer und Fehler. Sie sind aber für meinen Geschmack zu heftig. Gerade neue Spieler finden das sehr frustrierend, wenn die eigene Figur vom Abenteuer de facto ausgeschlossen wird, weil sie mehr als ein Drittel der LP durch einen kritischen Treffer verloren haben. Das ist nicht spielerfreundlich (und um die geht´s ja nun mal).
  6. M5 macht nach wie vor den Fehler, sehr hohe Attribute sehr stark zu belohnen, wenngleich dies durchaus bei SchB und AusB etwas abgeschwächt wurde. Ich würde mir dasselbe für AnB, AbwB und ZaubB wünschen.
  7. Aussehen ist nach wie vor ein nutzloses und spielirrelevantes Attribut. Abschaffen... 
  8. Ich finde das Fähigkeitssystem eigentlich toll, allerdings fehlen mir im sozialen Bereich klarer abgegrenzte Fähigkeiten (z.B. Überzeugen, Einschüchtern, Täuschen). Mir fehlt eine Fähigkeit wie Sagenkunde vs. Geschichte (Landeskunde ist mir hier zu grob).
  1. Wirklich? Was sind denn da so die Schwierigkeiten? Das ist eins der Dinge, die ich eigentlich recht unkompliziert finde.
  2. Ich finde es nicht sehr schlimm, aber es geht besser.
  3. Zustimmung!
  4. Hm, das sagen viele... Ich kenne M4 gar nicht, hab aber die Regeln hier. Und für mich ist es vollkommen unklar wie man da überhaupt was lernen soll, während ich die Tabellen in M5 schön strukturiert finde. Aber gut, meine Freunde kapieren es auch alle nicht, also scheint was dran zu sein...
  5. Das kann auch so manches Abenteuer ruinieren, wenn plötzlich der beste Krieger seinen Arm nicht mehr heben kann...
  6. Auch wenn das stimmt, was du erzählst, finde ich es nicht schlimm. Manch einer ist eben besser :dunno: Anders wäre es doch langweilig, oder? Und Rollenspiel wird nicht nur über Werte gemacht, du bist mit schlechten Werten ja nicht handlungsunfähig
  7. Es stört aber nicht und wenn sich jeder sein Lieblingsaussehen wünschen könnte, wäre das doch langweilig, oder? Um ein schlechtes Aussehen kann man auch eine schöne Geschichte spinnen...
  8. Auch da stimme ich dir zu

Ist der Strang überhaupt zum Diskutieren gedacht oder nur als Sammlung?

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vor 2 Stunden schrieb Roumorz:

Meine Kritik an M5 nach vielen Jahren Midgard und anderen Systemen:

- Es wurde mit M5 verpasst, das Kampfsystem spannender zu gestalten. Insbesondere Initiative-Bewegung-Handlung ist ein Konzept, dass wirklich JEDEN neuen Spieler verwirrt und meiner Erfahrung nach ganz viele abschreckt (und ich versuche viele Spieler für Midgard zu gewinnen). Eine auf klassischen Kampfrunden basierendes Kampfsystem hätte Midgard gut getan. Zudem wären einfache, schlanke Regeln für spezielle Kampfmanöver, z.B. Entwaffnen, Zu-Fall-bringen, Defensives Kämpfen usw. hilfreich gewesen, um dem Kampf mehr Tiefgang zu verleihen.

 

Würdest du bitte mal genauer erläutern, was du damit meinst?

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Die Kritik am Kampfsystem kann ich nachvollziehen. Die meisten Kämpfe sind recht statisch. Es wird sich einmal bewegt und der Rest des Kampfes ist sehr statisch. Die Leute stehen auf der Stelle und bewegt wird sich meistens nur, wenn eine Figur Kampfunfähig wird. Kämpfe können auch dynamischer sein, das erschließt sich einem aber nicht sofort, bzw. hat gleich Nachteile. die vielen Spielern keinen Spass machen. Andere Systeme bieten mehr Dynamik, mehr Bewegung im Kampf. 

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Bei aller berechtigter Kritik an Midgard (oder auch anderen Regelsystemen, die folgende Aussage kann man auch verallgemeinern) verstehe ich eine Sache nicht: warum wird so oft gefordert, Midgard möge mehr so sein wie System X oder Y oder den "modernen Strömungen" folgen? Eines der interessanten Dinge beim Rollenspiel ist doch gerade, dass es unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Ansätzen gibt. Gäbe es das eine perfekte System, das alle gleichermaßen anspricht, gäbe es wohl nur noch das eine.

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Vielleicht sollte man den Begriff "Kritik" durch "Anregung(en)" ersetzen. Welche Anregungen bestehen Eurerseits, um M5 zu verbessern? Dies könnte in X-Jahren in Midgard-X einfließen. Schließlich sind Dinge endlich und können sich weiterentwickeln. 

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Das Lernsystem sollte vom Gold entkoppelt werden. Die Verknüpfung des Lernens als "Regelmechanismus" mit er Ingame-Währung behindert und verhindert Rollenspiel sowie Charakterkonzepte. Ein Mehrwert existiert indes nicht. 

Weitere Hintergründe hier:

https://www.midgard-forum.de/forum/topic/37906-virtuelles-lerngold-version-von-yon-attan/

und

https://www.midgard-forum.de/forum/topic/37898-virtuelles-lerngold/

Mfg  Yon

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vor 13 Minuten schrieb Yon Attan:

Das Lernsystem sollte vom Gold entkoppelt werden. Die Verknüpfung des Lernens als "Regelmechanismus" mit er Ingame-Währung behindert und verhindert Rollenspiel sowie Charakterkonzepte. Ein Mehrwert existiert indes nicht. 

Weitere Hintergründe hier:

https://www.midgard-forum.de/forum/topic/37906-virtuelles-lerngold-version-von-yon-attan/

und

https://www.midgard-forum.de/forum/topic/37898-virtuelles-lerngold/

Mfg  Yon

Auch wenn ich verstehe, dass das viele Leute nervig finden, ist es für mich einer der Gründe, Midgard zu spielen. Kein sehr großer, aber dennoch ein nicht unbedeutender.

Edited by Patrick
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Die Statik der Kämpfe (nach der ersten Rund gibt es praktisch keine Bewegung mehr) und fehlende Kampftaktiken/optionen stören mich. Ich möchte unterschiedliche Konzepte (Mantel und Degen oder Bleckbüchse) noch klarer abgebildet haben und plastischer dargestellt haben. Es muss ja nicht gleich KiDo sein, aber irgendwas, was bei den Kämpfern noch mal eine qualitative Verbesserungsmöglichkeiten der Kampfoptionen mit sich bringt.

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vor 15 Stunden schrieb Abd al Rahman:

Die Kritik am Kampfsystem kann ich nachvollziehen. Die meisten Kämpfe sind recht statisch. Es wird sich einmal bewegt und der Rest des Kampfes ist sehr statisch. Die Leute stehen auf der Stelle und bewegt wird sich meistens nur, wenn eine Figur Kampfunfähig wird. Kämpfe können auch dynamischer sein, das erschließt sich einem aber nicht sofort, bzw. hat gleich Nachteile. die vielen Spielern keinen Spass machen. Andere Systeme bieten mehr Dynamik, mehr Bewegung im Kampf. 

... ich habe den Eindruck, dass das vor allem an der Kontrollzone liegt. Die damit verbundenen Regeln, machen eine Dynamil sehr schwer und beinhalten hohe Gefahren. M.E. würden sowohl die SC als auch die NSC eher fliehen, wenn es nicht so gefährlich wäre.

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vor 53 Minuten schrieb Eleazar:

Die Statik der Kämpfe (nach der ersten Rund gibt es praktisch keine Bewegung mehr) und fehlende Kampftaktiken/optionen stören mich. Ich möchte unterschiedliche Konzepte (Mantel und Degen oder Bleckbüchse) noch klarer abgebildet haben und plastischer dargestellt haben. Es muss ja nicht gleich KiDo sein, aber irgendwas, was bei den Kämpfern noch mal eine qualitative Verbesserungsmöglichkeiten der Kampfoptionen mit sich bringt.

Ja, das hat Charme. Es gibt aber natürlich Systeme, die entsprechende (erweiterbare) Kampfoptionen haben - daurch werden Kämpfe aber natürlich nicht gerade einfacher (zu handhaben). Auch bei hochgepriesenen Alternativen wie Savage Worlds musste bei uns sehr häufig während der Kämpfe im Regelwerk nachgesehen werden. Etwas, das mir den Spaß verringert.

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vor 14 Minuten schrieb ohgottohgott:

Ja, das hat Charme. Es gibt aber natürlich Systeme, die entsprechende (erweiterbare) Kampfoptionen haben - daurch werden Kämpfe aber natürlich nicht gerade einfacher (zu handhaben). Auch bei hochgepriesenen Alternativen wie Savage Worlds musste bei uns sehr häufig während der Kämpfe im Regelwerk nachgesehen werden. Etwas, das mir den Spaß verringert.

Klar, einen Tod muss man sterben. Wären vielleicht optionale ExpertInnenregeln eine Lösung? Die dürften dann nicht über Erfahrungspunkte, sondern eventuell über Grade laufen. Spielt man dann zwischendrin oder auf einem Con ohne die Experti-Regel, hat die Figuren eben diese Optionen nicht, aber es sind auch keine Erfahrungspunkte dafür ausgegeben werden. Es gibt dann eventuell ein Vorgespräch wie vor jeder neuen Doppelkopf-Runde.

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vor 20 Minuten schrieb ohgottohgott:

Ja, das hat Charme. Es gibt aber natürlich Systeme, die entsprechende (erweiterbare) Kampfoptionen haben - daurch werden Kämpfe aber natürlich nicht gerade einfacher (zu handhaben). Auch bei hochgepriesenen Alternativen wie Savage Worlds musste bei uns sehr häufig während der Kämpfe im Regelwerk nachgesehen werden. Etwas, das mir den Spaß verringert.

Ehrlich gesagt gibt es wenig Systeme bei denen ich häufiger bei Kämpfen in die Regeln schauen muss wie bei Midgard. M5 ist da etwas besser als M4, aber wenn ich kämpfe regelkonform abbilden will, muss ich häufig nachlesen. Hut ab, wenn Du das ohne Nachschlagen schaffst. 

Edited by Abd al Rahman
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Ich würde mir in dem Zusammenhang zwei Dinge wünschen.

Zum ersten mehr Optionen für den Kampf. Entwaffnen, Umwerfen, Treten, Blenden, Klinge an den Hals und zum Aufgeben zwingen, Bewegungsaktionen usw... Vor allem damit Kämpfer in höheren Graden neue Aktionen bekommen.

Waffen, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Gerne auch kombiniert mit Punkt 1. Mich stört zum Beispiel, dass der Säbel weniger Schaden macht als ein Langschwert. Außer aus Fluffgründen gibt es keinen Sinn den Säbel zu nehmen. Wenn der Säbel als Ausgleich einen anderen Vorteil hätte, würde der Säbel auch mit weniger Schaden an Attraktivität gewinnen.

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vor 28 Minuten schrieb daaavid:

Ich würde mir in dem Zusammenhang zwei Dinge wünschen.

Zum ersten mehr Optionen für den Kampf. Entwaffnen, Umwerfen, Treten, Blenden, Klinge an den Hals und zum Aufgeben zwingen, Bewegungsaktionen usw... Vor allem damit Kämpfer in höheren Graden neue Aktionen bekommen.

Waffen, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Gerne auch kombiniert mit Punkt 1. Mich stört zum Beispiel, dass der Säbel weniger Schaden macht als ein Langschwert. Außer aus Fluffgründen gibt es keinen Sinn den Säbel zu nehmen. Wenn der Säbel als Ausgleich einen anderen Vorteil hätte, würde der Säbel auch mit weniger Schaden an Attraktivität gewinnen.

Das sind beides Punkte, die mich auch stören. Beim ersten Punkt muss ich zwar sagen, dass einige der Aktionen, die du nennst, mir etwas zu kleinteilig wären, aber außer beidhändigem Kampf (und vielleicht Fechten) kann der Krieger für den Kampf nichts machen als seine Waffen hochzulernen. Da fehlen mir so Sachen wie mehr Schaden, dafür Abzug auf den Angriff, Kampffinten oder ähnliches. Oder auch ein zweiter Schlag. Aber das wird bei Midgard nicht kommen, jedenfalls gehe ich nicht davon aus.

Beim zweiten Punkt stimme ich dir voll und ganz zu.

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vor 1 Stunde schrieb Abd al Rahman:

Ehrlich gesagt gibt es wenig Systeme bei denen ich häufiger bei Kämpfen in die Regeln schauen muss wie bei Midgard. M5 ist da etwas besser als M4, aber wenn ich kämpfe regelkonform abbilden will, muss ich häufig nachlesen. Hut ab, wenn Du das ohne Nachschlagen schaffst. 

... da hast Du mich (leider) überinterpretiert, Dein Umkehrschluss gilt für mich so nicht. Ich wollte nur SW anführen, weil das System bei Einigen als so einfach gilt und es IMHO nicht ist. Ich selbst schaue (je nach Gruppe) recht selten Regeln nach und arbeite mit meinem Grundverständis von Midgard. Einen Unterschied zwischen M5 und M4 sehe ich da nicht.

Wenn man - wie Du - regelkonform sein will, gibt es wohl kaum jemanden, der bei M nicht nachschauen muss (es gibt zwar einige recht Selbstbewusste, die behaupten, nicht nachsehen zu müssen, aber von denen habe ich auch schon welche bei Fehlern erwischt :nono:)

Ich würde mir erhoffen, dass es zu meinen Lebzeiten eine M-Version gibt, die die Notwendigkeit des Nachschauens dratsisch reduziert. Nach M5 (in das ich viel Hoffnung gesetzt hatte) bin ich da jedoch sehr skeptisch.

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vor 1 Stunde schrieb daaavid:

Ich würde mir in dem Zusammenhang zwei Dinge wünschen.

Zum ersten mehr Optionen für den Kampf. Entwaffnen, Umwerfen, Treten, Blenden, Klinge an den Hals und zum Aufgeben zwingen, Bewegungsaktionen usw... Vor allem damit Kämpfer in höheren Graden neue Aktionen bekommen.

Waffen, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Gerne auch kombiniert mit Punkt 1. Mich stört zum Beispiel, dass der Säbel weniger Schaden macht als ein Langschwert. Außer aus Fluffgründen gibt es keinen Sinn den Säbel zu nehmen. Wenn der Säbel als Ausgleich einen anderen Vorteil hätte, würde der Säbel auch mit weniger Schaden an Attraktivität gewinnen.

... und das Ganze leicht umsetzbar - ein Traum ... .... wird es wohl bleiben.

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