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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?

Hervorgehobene Antworten

7 Stunden her, Panther schrieb:

Stimme zu.

In erster Linie ist es das Regelwerk, was kleinhält und dann

in zweiter Linie die Gruppe, die keine Regelerweiterungen, vereinbart, die das obige verhindert

In dritter Linie der SL, der Probleme mit Abenteuern für hochgradige SCs hat. Dann kommt es zu Vermeidungshandlungen, ach ich will gar nicht hochgradig spielen/leiten.

Immer dran denken, dass nicht alle Spieler dies kleinhalten überhaupt wahrnehmen oder wenn, es als nicht negativ oder schlimm ansehen. "Ist halt so"

<< Passus unten ist vieleicht negativer formuliert als man es könnte, Panther, alleine empfinde ich es auch zum teil mittlerweile (auch andere Posts hier) als SL-Bashing oder hier nun Regelwerk-Bashing deswegen: >>

Stimme nicht zu. Wenn du dich durch das Regelwerk kleingehalten fühlst dann spielts du vieleicht nicht das richtige Regelwerk.

Ich muss eh immer wieder schmunzeln wenn ich hier in Midgard die Powergamer am diskutieren sehe.

Ich spiele Midgrad aus dem Grund weil es zumindest im Ansatz noch Bodenständig ist. Wenn jetzt das als "Spieler kleinhalten" begriffen wird dann,... warum spielst du nicht was anderes,...? (s.o.)

Etwas das mich bei dem "Ich fühl mich kleingehalten" vieleicht auch stört ist dieser "Ich" bezug. Also die Ego Perspektive - oder die Egoistische Perspektive? Denn wenn nur du alleine am Spieltisch das so siehts dann liegt das Problem vieleicht daran das du an diesem Spieltisch sitzts.

Wenn es alle am Spieltisch denken und ggf Bezüglich Vermeidungshandlungen - ja vieleicht, kann sein,... mir liegt auf der Zunge "Warum leitest dann du nicht für Hochgrader,... ach stimmt dann kannst du ja nicht selbst deine Hochgrader spielen,... ein Teufelskreis." - Auf der anderen Seite kann man auch Argumentieren: Es braucht Zeit um einen Hochgrader hochzuspielen und, zumindest bei uns war es immer so das wir nach einigen Jahren des Spielens (als die Figuren in höhere Grade kahmen) auch mal was anderes machen wollen. Vieleicht ein neues System, vieleicht ein neues Stetting vieleicht sogar mal wieder mit kleineren Figuren spielen.

Klar der meiste Krahm den ich hab dürfte Midgard sein aber ich hab bestimmt ein paar andere Systeme die ich ebenso gerne spiele - und in denen das powerlevel im vergleich zu Midgard exorbitant höher ist.

Ich finde die Schuld am Spieler kleinhalten auf das Regelwerk abzuladen ... merkwürdig, ... denn schliesslich hat man sich irgendwann mal darauf geeinigt das es das regelwerk ist das gespielt wird. Redet miteinander am Anfang - Session Zero wie es auf neudeutsch heisst, mache ich schon seit über vierzig Jahren hatte nurb jahrelang keinen Begriff dafür - und habt dann auch den Arsch in der hose zu sagen wenn euch etwas nicht passt - und wenn es das Regelwerk ist.

PPnP ist auch ganz Lustig,...

Oder versucht doch mal ein Spielleiterloses Rollenspiel - ich kann aber nicht versichern das du nicht auch dort kleingehalten werden kannst - aber zumindest nicht durch den nicht existenten SL,... was ich eher in frage stelle ob du da hochgradig spielen kannst - die wenigen SL losen RPS die ich kenne hatten nämich da auch ihre defizite (will sagen: keine Grade oder Level oder sowas).

Also ja irgendwie muss ich da mal den Spruch ablassen das man auch mal an die eigene Nase fassen soll und zumindest reflektieren was genau und wiso - und eben die Klappe aufmachen gegenüber den anderen am Spieltisch - nicht nur dem SL gegenüber aber vieleicht auch den anderen Spielern. Denn ja es kann manchmal durchaus sein das man selbst es ist der die Sache nur so sieht.

Ich persönlich empfinde ganz und gar nicht, das SC klein gehalten werden.

Für mich ist Midgard schon richtig gut und den letzten Ungleichgewichtskram kann man, wenn es Bedarf gibt, Hausregeln. Ich für mich brauch diese Hausregeln nicht

Ich wollte hier nur mal den Strang von 2011 weiterbringen.

SLs haben es echt schwer, woran man sich alles messen lassen muss vielleicht, früher war alles improvisiert und alle waren glücklich.

FAZIT vielleicht, @Abd al Rahman und andere, alles nicht so verkniffen sehen, tolerant einfach leiten und spielen, zusammen Spaß haben. Eine interessante Meta Diskussion war es auf jeden Fall für mich.

Menschen am Tisch sind unterschiedlich und haben an unterschiedlichen Dingen am meisten Spaß, aber man sitzt an einem Tisch.

Und ich kann da Spaß haben. Hoch- oder niedriggradig als SL oder Sp.

Bearbeitet ( von Panther)

  • 11 Monate später...
2 Stunden her, Eleazar schrieb:

In der Tat störe ich mich an dem Begriff, weil es niedere Motive unterstellt und von einer konkreten, einzelnen Entscheidung auf eine grundsätzliche Haltung hochrechnet und damit eine Unterstellung ist.

Nun ist das Wesen, an das @Läufer gedacht hat kein klassisches Riesenwesen wie z.B. der Sandwurm, sondern ein sehr spezielles. Und deshalb ist es total angemessen, dafür auch zu speziellen Lösungen zu kommen. Gerade, wenn es eine zweifach gute Entscheidung ist, die dem Spieler die Möglichkeit für seine Fertigkeit lässt und die nicht gleichzeitig das ganze Abenteuer kaputt macht. Deshalb ist es ein sehr guter Ansatz.

Und ja: Es ist grundsätzlich ein guter methodischer Ansatz, auf eine Spieleridee nicht spontan "Nein" zu sagen, sondern besser nach einem "Ja, aber" zu suchen. Dass es deshalb aber kein "Nein" geben darf und dass Spieler mit irgendwas, das kein "Ja " oder "Ja, aber" ist, nicht umgehen können, halte ich für verkehrt. Ab und zu mal ein "Nein" ist kein Drama und bringt ein Spiel auch weiter. Nur in eine andere Richtung.

Ich denke, es ist sinnvoller, hier zu antworten, weil das so langsam die Regelfrage verlässt.

Ich bin nicht sicher, was genau du mit "niederen Motiven" meinst, mir persönlich klingt das zu dramatisch. Ich will die Gründe, warum jemand eine Regel zum Nachteil der Spieler auslegt, gar nicht bewerten. Vielleicht hat der Spielleiter nur einen schlechten Tag. Da sehe ich kein "niederes Motiv", sondern nur eine gewisse Müdigkeit.

Wenn eine Regel oder eine Kombination aus Regeln, die beim Lesen nicht ganz eindeutig erscheinen, vom Spielleiter zum Nachteil der Spieler ausgelegt werden - und genauso empfinde ich den Vorschlag, Austreibung des Bösen auf Riesenwesen nicht zuzulassen - dann ist das erst mal "kleinhalten" von Spielern. Warum "kleinhalten"? Weil es eine Handlungsoption nimmt.

Dein Argument, man nehme die Option ja nicht den Spielern sondern der Spielwelt, halte ich aus den bereits genannten Gründen für nicht stichhaltig. Die Abenteuer, die Spieler bzw. deren Figuren erleben, beinhalten es ja genau, Bedrohungen für (Teile der) Spielwelt zu bekämpfen und zu beseitigen. Der Zauber Austreibung des Bösen ist für genau den Fall gemacht.

Den Vergleich mit Versteinern halte ich für unpassend. Die Zauberformel von Versteinern ist Verändern => Erde => Erde. Das heißt, der Körper des Opfers des Zaubers soll verändert werden. Entsprechend ist das im Bestiarium angeführte Argument mit der Körpermasse bei Riesenwesen gut begründet. Die Zauberformel von Austreibung des Bösen ist Bewegen => Magan => Feuer, in der Zauberbeschreibung steht außerdem, dass sich die Magie gegen den Astralleib richtet. Masse und Ausdehnung des physischen Körpers sind schlicht egal. Die Argumentation mit der Ausdehnung der Kugel in der physischen Welt spielt keine Rolle und das Zerquetschen des Zauberers in dieser Kugel, wenn er sich den Raum mit einem Riesenwesen teilt kleinlich und an den Haaren herbeigezogen.

Austreibung des Bösen birgt durch die Möglichkeit, dass das Opfer einen Freischlag erhält, wenn die Resistenz gelingt, ausreichend Risiken, dass der Zauber nicht als die "billige Allzweckwaffe" dient, wie es im Thema kolportiert wurde.

Es nicht zuzulassen, den Zauber gegen Riesenwesen anzuwenden, weil der Spielleiter eine andere Idee eines dramatischen Showdowns hatte oder weil er gerade mit der Fragestellung überfordert ist oder was auch immer der Grund sein mag, ist nichts anderes, als Spieler kleinzuhalten. Gönnt den Spielern ihren Erfolg. Auch wenn es mit vermeintlich billigen Zaubern oder Fertigkeiten passiert.

Ein Beispiel, das ich selbst erlebt habe: Auf einer Schifffahrt wurde die Gruppe von einem Riesenkraken (Grad 50) angegriffen. Zähmen ist hier praktisch ausgeschlossen, außer in (sehr) hohen Graden. 52 AP sind eine Menge Holz. Außer.... man ist Heiler und hat Zähmen auf seinem Heilerstab aufgeprägt. Dann kostet die Anwendung des Zaubers 1 AP, unabhängig vom Grad des zu verzaubernden Wesens. Das hat der Situation ein bisschen von der Dramatik genommen, aber als Spieler war das sehr befriedigend, die Situation mit dieser nie zuvor genutzten Möglichkeit entschärfen zu können.

55 minutes ago, Akeem al Harun said:

... mit dieser nie zuvor genutzten Möglichkeit entschärfen zu können.

Das ist in meinen Augen ein entscheidender Punkt.

Es gibt halt auch den umgekehrten Effekt: Ein Spruch/ein Artefakt wird zur Universallösung für jedes Problem. Das mag für kurze Zeit auch befriedigend sein, wird aber schnell langweilig.

Kleine Anekdote dazu: Mein Bruder, der eigentlich in anderen Systemen unterwegs war, spielte vor vielen Jahren mal in meiner damaligen Midgard-Gruppe als Ersatz für einen ausgefallenen Spieler mit. Sein Kommentar hinterher (sinngemäß): "Midgard ist langweilig. Man kann ja alle Probleme mit 'Austreibung des Bösen' aus der Welt schaffen."

Das hatte natürlich auch mit dem damaligen Setting zu tun und würde ich aus meiner nun langjährigen Erfahrung nicht bejahen. Trotzdem halte ich den Spruch für einen sehr häufig einzusetzenden Spruch. Und gerade in solchen Fällen, halte ich es für völlig legitim, wenn der Spielleiter (oder die Gruppe als Ganzes) nach Regelungen sucht, die die Spieler dazu zwingt, ihre Probleme mit neuen, kreativeren oder auch einfach nur spannenderen Mitteln zu lösen.

@Stephan Ich verstehe, was du meinst. Untote sind auch kein Problem mehr, wenn ein Druide mit Ring des Lebens im Spiel ist.

Aber vielleicht kann ein Spielleiter auch einfach mal andere, kreativere Herausforderungen stellen, als immer nur einen oder mehrere Dämonen.

Zeit: 12.10.2025 um 13:44, Einskaldir schrieb:

Und warum wurde es von Version zu Version immer schlimmer?

Wie begründest du diese deine These konkret?

Nach meiner Wahrnehmung boten die Entwicklungen immer mehr Freiheiten in den Klassen, im Herstellen, in der Enwicklung, bei den Fertigkeiten.

Zauberer können immer weniger, Zauber sind weniger stark, Spieler Figuren können etwas nicht nur noch NSF, Zauber wurden in der Dauer verschlechtert , es gibt keine nicht bösen Kampfzauber mehr,

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