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Eleazar

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Alle Inhalte erstellt von Eleazar

  1. Wie willst du eine Ungerechtigkeit, die offenbar so empfunden wird, durch Buchführung entkräften? Gruß von Adjana Indem sich eine "gefühlte" Ungerechtigkeit als "faktische" Gerechtigkeit darstellt. Eine Empfindung ist ja erst einmal nur eine Vermutung aufgrund eines Eindrucks, den man gewonnen hat. Abd überprüft offenbar, ob dieser Eindruck der Realität entspricht und kommt zu dem Eindruck: Nein!
  2. Wieso sollte das Grundlage der EP-Verteilung für "gutes Rollenspiel" sein? Du kannst doch an jeden Spieler individuelle Maßstäbe ansetzen. Dann könntest du auch jeden Spieler auf dem "Niveau" bestärken und fördern, auf dem er gerade ist. Dann kriegt der ganz Schüchterne eben auch mal die Punkte, wenn er freiwillig drei Sätze gesagt hat*, während der Vielredner nach seinem bühnenreifen aber doch irgendwie wiederholten Monolog leer ausgeht. Du lobst die Fussballspieler ja auch dafür, dass sie sich in dem Rahmen des ihnen möglichen anstrengen. *vorausgesetzt, dass das in der Gruppe "gutes Rollenspiel" wäre.
  3. Weil mich das langsam nervt, dass hier in der Diskussion immer wieder die Ungerechtigkeits - oder Wiesollichdaseigentlichbeurteilen-Karte gespielt wird: Hat eingentlich schon mal jemand in seiner Gruppe die Frage aufgeworfen, was in der Gruppe als "gutes Rollenspiel" angesehen wird und eine Diskussion darüber geführt, welches "gute Rollenspiel" mit AEP belohnt werden soll? Ich habe es nicht getan, aber den Eindruck gewonnen, dass ich den Konsens im allgemeinen gut treffe. Oftmals gebe ich solche Punkte für Szenen, an denen wir viel Freude gehabt haben, für die die Figur im oder durch das Spiel aber keine Belohnung erhalten hat, wodurch sie eventuell eher sogar benachteiligt worden ist. Da hat keiner was dagegen.
  4. Darauf bezog ich mich am Anfang. Und dann im weiteren darauf, dass ich nach dem Lesen deiner Beiträge den Eindruck habe, dass du jede Bewertung des Spiels deiner Mitspieler immer im Sinne einer Anmaßung oder unter der Gefahr eines Missbrauches siehst. Aber darum geht es bei einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Instrument "EPs für gutes Rollenspiel" überhaupt gar nicht und solange du dies einseitig mit dieser Brille siehst, braucht man sich mit dir über dieses Thema nicht zu unterhalten. Beim Fußball loben sich Spieler auch für gute Leistungen untereinander, zollen Anerkennung, um das Team zu besserer Leistung zu bringen. Und selbst der Trainer belohnt so einzelne Leistungen. Ähnlich ist die Vergabe von AEP in diesem Zusammenhang zu sehen. Mit Smpathiepunkten oder Geschmacksentscheidungen eines SLs nach seinen Vorlieben hat das nichts zu tun.
  5. @ Stephan: Ich glaube nicht, dass Ironie hier sehr weiterhilft und es geht ja nicht um die Benotung einer Person (oder ihrer Kleidung oder ihres Deos oder ihrer sympathischen Art), sondern um die Belohnung einer "erwünschten" Spielweise. Ich sehe das nicht so, dass diese erwünschte Spielweise der SL aufgrund seiner Launen oder individuellen Vorlieben festschreibt, sondern dass er diese Leitlinien aus dem Gruppenkonsens abliest. Und dann kann ich selbst als nicht "belohnter" Spieler gut damit leben, dass ein anderer Spieler AEP dafür bekommt, dass er einen Spielspiel pflegt und fördert, den wir alle gemeinsam schätzen. Und wenn ich mal dein Zerrbild eines ungerechten, sozialblinden, egomanen Spielleiters ernst nehmen würde, selbst dann wäre die EP-Vergabe ja wohl das geringste Problem. Wer derart seine "Lieblinge" hat und bevorzugt, wie du es als Negativbild voraussetzt, der wird einzelne Spieler bei jeder Reaktion der Spielwelt bevorzugen und andere benachteiligen. Das Problem liegt nicht bei der EP-Vergabe für gutes Rollenspiel (besser: "dem Gruppenkonsens entsprechend gewünschtes Rollenspiel"), sondern eventuell beim Spielleiter. Es ist halt kein Instrument für zwischenmenschliche Grobmotoriker, okay. Aber das war es dann auch. Ansonsten ist es eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Möglichkeiten, EPs zu bekommen. Ich würde das Gespräch mit dem SL suchen, warum er eventuell "gutes Rollenspiel" belohnen will, aber die Gruppe seine Entscheidung nicht mitträgt. Weiß er nicht, was seine Spieler wünschen? Es macht wenig Sinn, dem Hammer die Schuld zu geben, wenn man sich auf den Finger gehauen hat.
  6. ... wenn ich von der bestehenden Spielregel ausgehe (und wovon sollte man sonst als Normalzustand ausgehen?), dann bügelt die pauschale Punktevergabe was glatt, was so von der Ausgangslage aus betrachtet überhaupt nicht glatt sein sollte. Man kann ja gerne seine eigene Meinung / Sonderregel / abweichende Regelauslegungspraxis zum Standard definieren, aber meiner Meinung nach macht das die Kommunikation nur unnötig schwierig und zieht bloß eine Kette von Missverständnissen nach sich. Unabhängig von meiner persönlichen Meinung, die ich zu diesem Thema habe, bedeutet das nicht, dass der Standard eine gute Lösung sein muss. Aber wir sollten davon ausgehen, wenn wir Vergleiche anstellen.
  7. Ich gehe davon aus, dass meine Spieler in dem Punkt ehrlich zu mir sind. Ich bin es als Spieler auch. Die meisten meiner Spieler brauchen Unterstützung beim Ausbauen, so dass sich da kaum eine Gelegenheit ergäbe. Genau so notiere ich die neuen EPs und rechne sie auch zusammen. Es müsste dann also schon jemand gezielt falsche Zahlen aufschreiben. Andererseits stelle ich mich auch nicht kleinlich an: Wenn zum Lernen eines 500 EP-Zaubers am Ende 5 ZEP fehlen, dann kriegt ein Spieler sie schon mal geschenkt oder er nimmt dafür 5 KEP. Wenn ein Spieler an die Gradgrenze kommt, aber es nicht mehr ganz für das Steigern der AP reicht, dann kriegt er die 20 AEP als "Vorschuss" usw. Es gibt einfach bei einer ganz und gar strengen EP-Abrechnung und Abenteuern, in denen man nicht alle Nase lang lernen kann, manchmal ganz unzufrieden stellende Konstellationen. Das kann man als SL aber entschärfen. Im Zweifelsfall verteilt man ja wahrscheinlich eh nur EPs, die man vorher irgendwann mal vergessen hatte.
  8. Ein Freund antwortete auf die Frage immer mit einem: "Das kann man nicht erklären, aber das wird dir gefallen. Komm am nächsten Mittwoch mal vorbei!" So hat er viele Menschen bekehrt und vor Einsamkeit und öder Freizeitzeitverschwendung bewahrt.
  9. Wenn man gedacht hätte, dass der Ergänzungsband sowieso von jedem Quellenbuchkäufer mitgekauft werden würde, dann hätte man das QB einfach ein paar Seiten dicker gemacht. Und aus Verlagssicht musste man in jedem Fall verhindern, dass das Quellenbuch vor den Ergänzungsbänden ausverkauft sein würde - wer würde sich schon die Ergänzung ohne das Buch kaufen? So ist der Ergänzungsband das, was es ist: Eine Sahneschnitte für alle Zwergenfans, die sich promt damit eindecken sollten (gesollt hätten haben müssen), die es dann irgendwann nicht mehr gibt. Dass das pdf dann so schnell kommt, ist aus meiner Sicht ein schneller, so nicht zu erwartener Service des Verlags.
  10. Ersatzhandlungen ist ein Fachbegriff aus dem Deutschunterricht und bedeutet, dass man ersatzweise zu eigenen Handlungen auch aus Handlungen, die man in eine Lektüre liest, was lernen kann. Im Prinzip gilt das Gleiche auch für das Rollenspiel, wobei hier natürlich die Aufgabe des Pädagogen darin läge, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Punkte zu richten.
  11. @ Bruder Buck: Deswegen sehe ich gerade drei Grundsätze, nach denen EPs vergeben werden sollen: Ein Teil der EPs wird pauschal vergeben (sei es nun wegen der Spielzeit oder Überlandreisen oder allgemein, alle betreffende Ereignisse oder Punkte für die gemeinsame Lösung eines Abenteuers oder ein Klacks Pauschal-EP vom SL oben drauf): Diese Punkte stellen eine Grundversorgung der Abenteurer da und federn extremes Würfelpech in einer Spielsitzung etwas ab. Ein Teil der EPs wird nach Erfolg vergeben: Gelungene Treffer und EWs belohnen den Spieler dafür, dass er seine Spielfigur einer gefährlichen Situation ausgesetzt hat (z.B. Kampf) oder dass er sie nützliche Sachen lernen lassen hat. Die Zahl der EPs unterscheidet sich wegen der verschiedenen Einsatz- und Durchhaltemöglichkeiten niedrig- und hochgradiger Spielfiguren, was ein angepasstes Aufsteigen ermöglicht als eine allein gleichförmige EP-Vergabe. Der Spieler mag schlafen, seine Spielfigur löst dann aber eventuell das Abenteuer, weil die GFP gut eingesetzt waren. Ein dritter Teil der EPs werden für besondere Leistungen eines Mitspielers gemäß des Gruppenkodexes vergeben. "Gutes Rollenspiel" ist die Spielweise, die die Mehrzahl der Spieler gerne haben und gerner erleben wollen. Genauer baucht man es nicht zu definieren. Alle drei Teile der EP-Vergabe sind für sich allein betrachtet problematisch. Gemeinsam werden die jeweils anderen Schwächen aber ausgebügelt. Ich kann damit gut leben.
  12. Die Spieler, insbesondere die Spielleiter erhalten eine Anreiz, ihre Phantasie zu nutzen, um sich Abenteuer auszudenken und eigene Spielwelten zu entwerfen. Dazu entwickeln sie selbst die Motivation zu lesen, zu schreiben, zu planen ...
  13. Die Spieler lernen durch eine pädagogische Begleitung im Spiel und im Nachdenken über das Spiel alternative Verhaltensweisen kennen. Solches Verhalten kann spielerisch ausprobiert werden.
  14. Online-Rollenspiele sind bei vielen Jugendlichen sehr beliebt. P&P Rollenspiel kann an diesem Interesse an Fantasy und imaginärem Abenteuer anknüpfen. Jugendliche können zum Besuch eines JuZes motiviert werden, wo sie vielfältigere und umfangreichere soziale Kontakte knüpfen könnten, als Zuhause vor dem Bildschirm. Durch die Teilnahme eine Pädagogen könnten diese sozialen Kontakte begleitet werden.
  15. Angeregt von diesem Strang: http://www.midgard-forum.de/forum/showthread.php?t=27263 möchte ich mal Beispiele und Gedanken zum pädagogischen Nutzen von Fantasy-Rollenspielen z.B. in der Jugendarbeit z.B. in Freizeitzentren sammeln. Es geht mir zuerst einmal ums Sammeln und Erläutern solche Argumente und weniger um die Diskussion darüber, ob sie stichhaltig sind oder nicht oder doch. Kurz und knapp: Welche Argumente kann man einem Sozialpädagogen im Jugendzentrum nennen, warum er eine Rollenspielrunde anbieten sollte.
  16. Ich würde gerne (in einem anderen Strang) von dir hören, wie du konkret Midgard in deiner Arbeit einsetzt, was du dir davon versprichst und welche Erfahrungen du machst. In Bezug auf das Spiel selbst und auf die Cons laufen hier immer wieder Diskussionen, wie man neue Spieler für Midgard gewinnen kann. Wenn du also gerade ein begründetes Konzept erarbeiten solltest, was Rollenspiel pädagogisch an Jugendzentren bringen könnte, dann wäre das doch mal ein Ansatzpunkt, konkret Werbung zu machen und Informationen auszustreuen (z.B. Einsteigerpakete für JuZe, Einblickswochenenden für Cons usw.). Wenn man einen Sozialarbeiter dafür gewinnen können, dass er Midgard in seiner Arbeit im Jugendzentrum einsetzt, dann produziert er fortwährend potentielle Neukunden. Wenn er den Besuch eines Cons als Fortbildung angeben könnte ... Nur mal so aus der Hüfte geschossen.
  17. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das am Ende passt, aber ich bin mal den umgekehrten Weg vom Fantasy-Rollenspiel(leiter) hin zum pädagogischen Rollenspiel incl. Gewaltprävention usw. gekommen. Da kam ich dann raus bei Literatur wie Augusto Boal. Theater der Unterdrückten und Ingo Scheller. Szenisches Spiel In jedem Fall bin ich mir sicher, dass man im Fantasy-Rollenspiel Kompetenzen erwerben kann, die man dann übertrage kann. Und sei es nur so was simples wie: Wenn man im Spiel eine andere Person mit einem anderen Verhalten spielen kann, dann kann man im Prinzip auch eigenes Verhalten ändern, bzw. hat man einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Tolles Thema. Viel Erfolg.
  18. Mein Sonstiges wäre - und das ist der Grund, woran es grundsätzlich bei mir hapert: Ich hatte ein freies Wochenende und ich habe nicht mit der Familie verbracht. Eine gute Umfrage!
  19. Thema von Degas wurde von Eleazar beantwortet in Neues im Forum
    Papi ist auch einer!
  20. Thema von Degas wurde von Eleazar beantwortet in Neues im Forum
    Nur um mal meinen Ton in dieser Diskussion klarzustellen: - Ich habe in Beispielen Klischees bemüht (BMW-Fahrer) usw. um mein Anliegen zu verdeutlichen. Weder habe ich was gegen BMWs noch deren Fahrer. Nehmt diese Beispiele einfach ein bisschen mit Humor. - Was mich in der Diskussion annervt, sind platte Behauptungen, dass so etwas "einfach nicht funktioniere" oder Unterstellungen, die nicht dem von mir Geschriebenen entsprechen. Dass dieses System zumindest unter gewissen Bedingungen funktioniert (und nicht nur, wo sich alle ehh schon lieb haben), habe ich anhand von realen Beispielen belegt. Wer trotzdem behauptet, dass das allgemein nicht gehen kann, wird durch die Realität widerlegt. Das ärgert mich. - Das ganze System beruht auf Freiwilligkeit. Wer sich dem nicht anschließt, kann deswegen kein asoziales Arsch sein. - Lediglich wer sich in als förderwürdig einstuft, obwohl er selbst denkt, dass er es nicht ist, der handelt unsozial und betrügt damit die Allgemeinheit. Wenn Bill Gates den Normalpreis zahlen will, dann soll er das.
  21. Thema von Degas wurde von Eleazar beantwortet in Neues im Forum
    Sein nicht-böser Zwilling hat mir gestern eine völlig vernünftige und höfliche PN geschickt. Das soll die von Dir kritisierte Ausdrucksweise nicht entschuldigen, aber zeigen, daß der Mensch dahinter zumindest auch anders kann. (vielleicht könnte man auch Adjanas Beitrag nach hierher verschieben?) Also ganz ehrlich: Wenn in dem Strang jeder, dem die Idee nicht gefällt durch die Blume als assoziales Pack bezeichnet wird, dann darf man auch mal deutlicher werden. Was hast du denn für Blumen? Ich möchte meine Beleidigungen, wenn ich Lust dazu habe, lieber klar und deutlich selbst aussprechen. Ich habe freiwillige Zahlungen aufgrund von Selbsteinschätzungen ins Spiel gebracht. Unsozial ist, wenn überhaupt derjenige, der nur den geförderten Preis bezahlen würde, obwohl er sich selbst in Wirklichkeit einer der anderen Kategorien zurechnet. Schon erstaunlich, was ein Vorschlag zu freiwilligen Mehrzahlungen bei manchen so auslöst - aber egal, immer munter drauf! Und man kann den Vorschlag durchaus sehr doof finden und trotzdem sozial sein. Bleibt mal auf dem Teppich!
  22. Das ist doch hier wieder einmal ein typischer Konflikt zwischen Realismus und Regelmechanik. Ich bezweifle mal, dass eine Spielfigur auch nur annähernd ihren LP-Stand zuverlässig auch nur annähernd einschätzen kann. Ich hatte es selber mal mit dem Rücken, konnte mich kaum mehr bewegen und erlebte Schmerzen, von denen ich bis dahin keine Vorstellung hatte (Die Konsequenzen des Zaubers "Schmerzen" waren ein Fliegenschiss dagegen.). Der Arzt gab mir eine Spritze und danach war ich wieder fit. Ich würde mal sagen, dass ich 0 LP Verlust hatte. Wie viele Leute glauben bei einem heftigen Schnupfen, sie wären fast schon am sterben? Wie viele Leute halten sich für nahezu gesund, haben sich aber nur bereits daran gewöhnt, dass sie krank sind. Und dann braucht man nur mal mit ein paar Rettungssanitätern mal zusammen ein Bier trinken und zuhören, wenn die ihre Gruselgeschichtenkiste aufmachen: Leute mit abgetrennten Gliedmaßen, die keine Schmerzen haben und sich für vollkommen gesund halte. Leute mit inneren Verletzungen, die zuerst noch fit erscheinen und dann quasi mitten im Satz tot umfallen ... Ich bezweifle, dass jemand selbst in einem Schadensfall, seinen "LP-Stand" zuverlässig einigermaßen sicher einschätzen kann. Ein Arzt könnte das vielleicht oder eben auch nicht. Insofern sind erzählerische Ausmalungen des LP-Stands als Ersatz für nüchterne Zahlen eigentlich genau so konstruiert oder unrealistisch wie die Zahlenangabe selbst. Und wenn man jetzt auch noch den LP-Stand quasi mit einzelnen Code-Wörtern aufschlüsselt, dann kann man es halten, wie ein Dachdecker. Letztlich könntest du wahlweise den LP-Stand auch auf englisch durchgeben. Das ist genau so dicht an der Realität wie die beiden anderen Varianten. Dann würde ich doch sehr dafür plädieren, dass ich den LP-Stand meiner Figur immer konkret weiß. Eine der Grundkonstanten bei Midgard ist doch ja wohl, dass ein Spieler seine Figur möglichst am Leben erhält. Wie sollte er das machen, wenn ihm die dafür wichtigste Information vorenthalten wird? Wo ist der Spielspaßgewinn dabei, wenn "Es geht dir sehr schlecht" auch keine realistischere Zustandsbeschreibung als "4 LP" ist? Der einzige Grund, Spieler über ihren LP-Stand im Unklaren zu lassen, wären besondere Situationen, die aus dem Spiel heraus entstanden sind (z.B. die Spielfigur trägt ein Heldenschwert, das ihn vollkommen schmerzunempfindlich macht - dann wird er im Kampf viele Verletzungen gar nicht registrieren oder falsch einschätzen). In dem Fall hätte diese Sonderbehandlung einen Mehrwert für das Spiel (der Spieler muss überlegen, ob er dass +3/+3-Schwert bei diesen Nebenwirkungen wirklich nutzen will). Grundsätzlich gehört es mit zum Spiel, dass der Spielfigur unrealistischer Weise gewisse abstrakte Charakterdaten bewusst sind: Ich kenne meine Eigenschaften, meine Erfolgschancen und die AP- und LP-Stände, um aufgrund meiner Daten die Spielfigur agieren lassen zu können.
  23. Also, ich empfinde die SG-Vergabe nach SL-Laune deutlich subjektiver und spielentscheidender als das Verteilen von mal hier und dort 20 AEP. Im Zweifelsfalle entscheidet da ein SL über das Überleben oder Sterben der Figur seines Lieblingsspielers. Was sind da im Unterschied schon ein paar Erfahrungspunkte! Gerade dieser Vorschlag müsste doch die Bedenkenträger aufheulen lassen. Ich habe, wie gesagt überhaupt keine Probleme, wenn ein SL ein paar Punkte freihändig vergibt, um eine gewisse Spielweise zu belohnen und damit ja auch zu fördern. Er sollte es nur bewusst und im Sinne der Gruppe tun. Jede Gruppe hat irgendeinen meist unausgesprochenen Konsens. Der regelt auch, welche Art von Rollenspiel gefördert wird. Wenn die Gruppe sich darüber im Klaren ist und der SL die Anreize setzt, die die Spieler haben wollen, dann ist doch alles in Butter. Dann wird in einer Gruppe der dramatische Beim-Waffenkauf-Dauerlaberer die Punkte kriegen, in der anderen das Kampfschwein, das in seiner magischen Ritterrüstung mit Heiltranksinfusator sein Leben riskiert und in der letzten der stille Mitspieler, der nicht aus sich rauskommt, aber irgendwie dazu gehört und halt eben immer nur die Punkte vom Gabentisch bekommt. Das ist alles jeweils für die Gruppe kein Problem. Vielleicht ist es ja ein Segen, weil man darüber überhaupt erst ins Gespräch kommt und seine Art als Gruppe mit Vergnügen zu spielen überhaupt erst mal findet. Reizvoll finde ich die Idee, dass die Gruppe selbst entscheidet, wer wieviel Punkte bekommt. Man kann es ja reglementieren: Einer kriegt 40, einer 30, einer 20 und alle anderen 10. Die Punkte sind fast nebensächlich. Viel entscheiden ist das Nachdenken darüber, was den Leuten am Tisch Spaß macht.
  24. Ich sehe den Spielwitz eher in Abnutzungsabenteuern, wo die Herausforderung für die Spieler nicht unbedingt in der jeweils aktuellen Konfrontation, sondern in der Summe der Konfrontationen und der allmählichen Verschlechterung der Überlebensbedingungen und der Anpassung der Strategien daran liegt. In Alba wahrscheinlich nicht notwendig, sich darüber Gedanken zu machen, aber wir haben in unserer Kampagne auf einer eigenen Welt eine sehr lange Verfolgungsjagd auf den Spuren eines Bösewichts gemacht und da kam dann schon die Frage auf: Machst du einen Umweg in die nächste Stadt, um deine Rüstung zu ersetzen oder bleibst du direkt auf dem Fersen und flickst nur das Nötigste zusammen (interessanter Nebeneffekt: Gewisse Handwerksberufe wurden auf einmal wichtig). In einem anderen Abenteuer waren sie dann quasi undercover in einem Nichtmenschenreich unterwegs. Anfangs hatten sie eine Ausrüstung, die keine Wünsche offen ließ. Am Ende beim großen Showdown taten sich Lücken auf. Das machte den Ausgang um so spannender. Weiterhin hat ein Spieler tatsächlich darüber nachgedacht, ob er auf diese Reise in die Eiswüste irgendwie eine zweite PR mitnehmen könnte. Will sagen: Abnutzung kann ein spaßfördernder Faktor im Spiel werden. Weiterhin ergeben sich weitere Differenzierungen beim Rüstungsnutzen: Schwere Rüstungen haben gemäß der Forumsmeinung keinen großen Nutzen. Bei unserer Hausregel wurden sie dadurch interessanter, dass auch nach längeren Kämpfen oder einer Reihe von Kämpfen immer noch ein gewisser Rüstungsschutz vorhanden blieb, wohingegen so manche Lederrüstung inzwischen komplett den Geist aufgegeben hatte. Die offizielle Regelung finde ich hingegen zu digital: Zig Kämpfe übersteht die Rüstung ohne Schramme und dann ist sie mit einem Schlag kaputt. Blöd! - vor allem auch deshalb, weil der Schaden an der Rüstung vermutlich in einem Augenblick passiert, wenn man eh ganz andere Sorgen hat.
  25. Wir hatten mal eine Sonderregelung, nach der eine Rüstung alle 5 schwere Treffer (oder vergleichbare Ereignisse) einen Lebenspunkt weniger schützte. Aus jedem Dokument waren entsprechende Kästchen angebracht, die weggestrichen wurden. Niemand musste irgendwas nachschlagen. Diese Rüstungen konnten notdürftig oder von fachkundiger Hand wieder geflickt werden. Eigentlich eine schöne Regel, gerade bei längeren Reisen. In der aktuelle Runde sind wir davon abgegangen, weil wir in einem Federstrich alle Hausregeln über Bord geworfen haben

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