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  1. Letzte Stunde

  2. Abd al Rahman ist ein M3, M4 und ein M5 Character. Unter M4 war er schon über Grad 15. M5... Ich müsste nachschauen. Irgendwas zwischen 50 und 60.
  3. Heute

  4. Thema von Leif Johannson wurde von Leif Johannson beantwortet in Alba
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  5. Thema von Leif Johannson wurde von Leif Johannson beantwortet in Alba
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  6. Thema von Leif Johannson wurde von Leif Johannson beantwortet in Alba
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  7. Zu meinem Verständnis @Abd al Rahman : Dein Zauberer Abd al Rahman ist ein M4 Charakter? Es ist laange her, daß ich einen Magier M4 gespielt habe, der Grad 8 oder 9 war. Hier war auch mein Eindruck, daß dieser einem gleichrangigen Kämpfer überlegen war (obgleich die Magier in niedrigen Graden m.E. sehr schwach waren, weil sie AP zum Zaubern UND Überstehen von Schaden brauchten, wobei sie davon gleichzeitig weniger hatten, als die Kämpfer). Wenn ich mir jetzt meinen M5 Charakter (Hexerin, begonnen mit Grad 1), der sich noch in geringen Spähren bewegt, so stelle ich fest, daß die AP-Situation besser zu sein scheint, als beim frühen M4 Magier, ebenso die "Fähigkeit" in den anfänglichen Skills. Mir springen allerdings bei M5 nicht ausgesprochen effektive Kampfzauber ins Auge, wie man sie etwa D&D fände. Für M5 sehe ich hier auf den ersten Blick eher die Rolle des "Unterstützers" im Kampf. Francesco di Lardo
  8. Meine Gruppe hat zwei Initiativen ergriffen, die anderen auch nützen könnten: in Sachen Mondscheinlavendel wollen sie Don Erengars Problem dadurch lösen, dass sie dessen Geschäftspartner an der Anreise hindern - er soll auf dem Weg von nymphomanischen Damen "überfallen" und mit Schlaftrunk dazu gebracht werden, dass er einen Tag zu spät kommt. Sie haben dazu die Diebesgilde beauftragt (Zarzamoras Leute). Mir gefällt dieser Ansatz so gut, dass er vermutlich klappen wird (es gibt ja a priori nichts, worauf ich jetzt noch die Abenteurer würfeln lassen könnte, da der konkrete Ablauf aus ihren Händen genommen ist - sie haben das sozusagen delegiert). Man freut sich bereits darauf, wie rot der Sekretär werden wird, wenn er berichten muss, warum er nicht rechtzeitig angekommen ist. um an die Sklavin Faydé, oder zumindest Informationen über sie, heran zu kommen, haben die Abenteurer Kaufinteresse geheuchelt. So haben sie erfahren, wo sie trainiert/festgehalten wird. Der Sekretär des Caballero Don Rapedas, etwas überfordert damit, dass sich eine Weise Frau offenbar am Sklavenhandel beteiligen möchte, hat die heiße Kartoffel weiter gegeben, indem er ihr einen Geleitbrief ausgestellt und den Weg zum Landgut (Strecke etwas mehr als ein halber Tag) beschrieben hat. Da ich das Landgut von Don Caladas im Abenteuer anlässlich eines früheren Besuchs der Abenteurer bereits "verbraucht" habe, müsste ich mir Don Rapedas' - vermutlich erheblich größeres und beeindruckenderes - Anwesen noch einfallen lassen - mal sehen, ob die Abenteurer tatsächlich dorthin wollen. Immerhin kriegen sie als nächstes das Ansinnen des Traurigen Bepo vorgesetzt, insofern wird ihnen auch ohne diese Nebenhandlung nicht langweilig werden... Für den Traurigen Bepo habe ich übrigens abweichend vom Abenteuer von der seither weiter entwickelten KI noch ein Bild machen lassen, das meine persönliche Vorstellung von ihm besser trifft. Hier ist es:
  9. Thema von Akeem al Harun wurde von Chichén beantwortet in Stammtische
    Schön war es mit insgesamt 7 Freaks. Nächster Termin: 10. November 2026, 19:00 h Kulturforum (Kufo), Essen Steele (Karte bei GoogleMaps) Zusagen (3) Chichén Zeno Thufir
  10. WERBUNG: Und wieder etwas Werbung für einen kleinen, feinen deutschen Rollenspielverlag, mit einem aktuellen, spannenden Funding: Plotbunny lokalisiert Pasión de las Pasiones. Es ist Drama pur. Die Spieler schlüpfen in verschiedene Rollen innerhalb einer lateinamerikanischen Telenovela. Das heißt: verwickelte Romanzen, heimtückische Intrigen und bittere Konflikte in einer Geschichte voller atemberaubender Wendungen, die vor überhöhtem Drama nur so überquillt! Engine dahinter ist Powered by The Apocalypse.
  11. Mittlerweile gibt es die Subskription auch beim kleinen Spieleladen, wem das lieber ist. Abonnenten dort bekommen das Buch ohnehin zum Subskriptionspreis. Rainer
  12. Thema von Leif Johannson wurde von Leif Johannson beantwortet in Alba
    Burg Moderfels soll etwa so aussehen. ARKANES ZIELREGISTER · CLAN McCANNIX VI · 03 · 3418 · 0772 · +004 · 91-44-06Vollständige Zielsignatur S₆ / M₀₃ / 3418 : 0772 : +004 / Σ914406 Koordinate Bedeutung VI Ebene 6 – Midgard 03 Sphärische Weltkennung 3418 Arkane Ost-West-Position 0772 Arkane Nord-Süd-Position +004 Höhenversatz des Ankerpunktes 91-44-06 Magische Ortssignatur
  13. Thema von Leif Johannson wurde von Leif Johannson beantwortet in Alba
    Die Bilder sind etwas zu hübsch geworden und seine Kleidung ist viel einfacher, aber was solls.
  14. Thema von Leif Johannson wurde von Leif Johannson beantwortet in Alba
    Offizielles Clansymbol der McCannix
  15. Thema von Leif Johannson wurde von Leif Johannson beantwortet in Alba
    Anmerkung: Der Clan der Mc Cannix ist KEIN offizieller Clan gemäß QB Alba. Regelfetischisten mögen sich bitte mit Enthusiasmus anderen Einträgen zuwenden und bessere als diesen erstellen. So oder so ähnlich hat es sich abgespielt... Die Chronik des Merric NesselDie Geschichte eines unfreien Jungen aus Alba, der nichts besaß außer seiner Angst, einem bescheidenen Verstand und der ungewöhnlichen Gabe, mit den Schatten zu flüstern. Eine Charakterchronik Prolog – Ein Mann, den niemand bemerken sollteEs gibt Männer, deren Namen in den Hallen der Könige widerhallen. Männer, deren Schwerter Schlachten entscheiden, deren Weisheit ganze Völker rettet oder deren Zauberkunst selbst mächtige Magier in Erstaunen versetzt. Merric Nessel gehörte nicht zu ihnen. Er war klein, schmächtig und von einer wenig ansprechenden Erscheinung. Sein dünnes, strähniges Haar hatte die unentschlossene Farbe sehr schmutzigen Strohs, seine Nase war etwas zu groß für sein schmales Gesicht, und seine Augen lagen tief in ihren Höhlen. Seine Schultern waren leicht gekrümmt, als erwarte er ständig einen Schlag. Er konnte schlecht laufen, noch schlechter kämpfen und besaß weder die Geschicklichkeit eines Diebes noch die Gewandtheit eines Akrobaten. Seine körperlichen Voraussetzungen waren bestenfalls geeignet für den Dorfdeppen. Auch sein Verstand war keineswegs außergewöhnlich. Er begriff manches etwas schneller als gewöhnliche Knechte und wusste einige Dinge zu verbinden, die anderen entgingen. Doch von einem Gelehrten trennte ihn eine ganze Welt. Merric war auch kein besonders mutiger Mann. Er war auch kein besonders guter Mann. Aber er hatte eines gelernt: Wer lange genug überlebt, bekommt vielleicht irgendwann die Gelegenheit, sein Schicksal zu ändern. Und manchmal genügt eine einzige Gelegenheit. Erstes Kapitel – Das Kind im Graben (0–6 Jahre)Merric wurde nicht geboren. Zumindest nicht nach allem, was die Menschen auf dem Hof Dornweid im südlichen Alba wussten. Er wurde gefunden. An einem kalten Herbstmorgen entdeckte der Schweinehirte Oswin McCintal einen kleinen Säugling in einem Weidenkorb, der halb unter einem umgestürzten Karren am Rand eines Entwässerungsgrabens verborgen lag. Das Kind war in ein grobes Leinentuch gewickelt. Es schrie nicht mehr. Seine Lippen waren blau, und der alte Hirte hielt es zunächst für tot. Doch als Oswin den Korb anhob, öffnete das Kind die Augen. Niemand wusste, woher es kam. Vielleicht war seine Mutter eine Magd gewesen, die ihre Schwangerschaft verbergen wollte. Vielleicht gehörte es einer fahrenden Gauklerfamilie, die es nicht ernähren konnte. Vielleicht war es das uneheliche Kind eines Adeligen. Auf dem Hof wurden zahlreiche Geschichten erzählt, aber niemand machte sich die Mühe, ihnen nachzugehen. Der Verwalter Brennan erklärte das Kind kurzerhand zum Eigentum des Hofes. Da es auf dessen Grund gefunden worden war und niemand Ansprüche erhob, sollte es als unfreier Knecht aufwachsen. Seinen Namen erhielt es von der alten Köchin Eilin, die sich seiner eher sehr widerwillig annahm. Merric, weil ihr der Name gefiel. Nessel, weil der Korb zwischen Brennnesseln gelegen hatte. Und er ja kein Teil des Clans der McCintal war. Aus seiner Vergangenheit blieb ihm nur eine kleine, unscheinbare Kupferscheibe. Sie war an einer dünnen, verknoteten Schnur befestigt und zeigte auf einer Seite drei eingeritzte Striche. Eilin bewahrte sie auf, obwohl sie behauptete, das Ding sei völlig wertlos. Merric überlebte die ersten Winter nur knapp. Er war häufig krank, litt unter Husten und Fieber und konnte erst spät sicher gehen. Die anderen Kinder liefen ihm davon, und selbst einfache körperliche Arbeiten erschöpften ihn. Einmal versuchte er, einem älteren Jungen nachzueifern und auf das Dach des Schweinestalls zu klettern. Er fiel herunter, brach sich den Arm und wurde dafür verprügelt, weil er drei Tage nicht arbeiten konnte. Danach kletterte er niemals wieder freiwillig auf ein Dach. Schon als kleines Kind entwickelte Merric eine Gewohnheit, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Er beobachtete Menschen. Er merkte sich, wer freundlich war, wer log, wer schnell wütend wurde und wer sich durch ein Kompliment besänftigen ließ. Nicht aus besonderer Klugheit.Sondern weil die richtige Einschätzung eines Menschen darüber entscheiden konnte, ob er am Abend mit vollem Magen oder mit blauen Flecken schlafen ging. Zweites Kapitel – Ein Junge ohne Wert (7–12 Jahre)Auf Dornweid hatte jeder seinen Platz. Die starken Jungen wurden auf die Felder geschickt. Die geschickten halfen den Handwerkern. Die hübschen Mädchen fanden Beschäftigung im Herrenhaus. Merric eignete sich für beinahe nichts. Er ließ Werkzeuge fallen, stolperte über seine eigenen Füße und konnte kaum einen vollen Wassereimer tragen. Beim Dreschen war er so langsam, dass die anderen über ihn lachten. Beim Holzsammeln verlief er sich. Als er einmal versuchte, ein Huhn einzufangen, stürzte er in den Misthaufen. Brennan MacOrdan nannte ihn gelegentlich „den teuersten nutzlosen Knecht Alb as“. Am schlimmsten war für Merric jedoch nicht die Arbeit. Es war seine Angst.Wenn der Verwalter schrie, begann er zu zittern. Wenn die anderen Jungen kämpften, versteckte er sich. Wurde jemand zu Unrecht beschuldigt, hielt Merric meistens den Mund. Einmal beobachtete er, wie sein einziger Freund Jerrik wegen eines verschwundenen Silberrings geschlagen wurde. Merric wusste, dass der Ring hinter einem Fass lag. Er hatte ihn am Vortag dort gesehen. Aber er sagte nichts. Er fürchtete, selbst beschuldigt zu werden. Jerrik trug die Narben noch Jahre später. Merric vergaß diesen Tag niemals. Das einzige Glück seiner Kindheit war Eilin. Die alte Frau war nicht besonders liebevoll. Sie schimpfte viel, schlug ihm gelegentlich mit einem Kochlöffel auf die Finger und beschwerte sich unablässig über sein mangelndes Geschick. Aber sie gab ihm zusätzliches Brot, wenn er Hunger hatte. Und sie brachte ihm heimlich einige Buchstaben bei. Eilin konnte selbst nur mühsam lesen. Vor vielen Jahren hatte sie einem reisenden Schreiber gedient und einige Kenntnisse aufgeschnappt. Merric lernte langsam, aber beharrlich. Zunächst erkannte er nur Namen und Zahlen. Später konnte er einfache Sätze entziffern. Mit zwölf Jahren verstand er etwas, das sein Leben verändern sollte: Die Aufzeichnungen des Hofes enthielten Dinge, die nicht zusammenpassten. Es wurden größere Mengen Korn verkauft, als offiziell geerntet worden waren. Manche Abgaben erschienen zweimal. Und die Namen verstorbener Knechte standen weiterhin auf den Listen der zu versorgenden Arbeiter. Merric sagte niemandem etwas. Er hatte gelernt, dass ein Geheimnis, das nur einem selbst gehörte, manchmal wertvoller war als Silber. Drittes Kapitel – Die Frau ohne Schatten (13–15 Jahre)Im dreizehnten Lebensjahr begegnete Merric der ersten Person, die etwas Besonderes in ihm erkannte. Es war keine große Zaubermeisterin. Keine berühmte Hexe. Nicht einmal eine besonders angesehene Frau. Sie nannte sich Maerwynn und verdiente ihren Lebensunterhalt als reisende Flickschneiderin, gelegentliche Wahrsagerin und vermutlich auch als Diebin oder gelegentlich als Prostituierte. Sie kam im Spätherbst nach Dornweid und erhielt die Erlaubnis, einige Wochen in einem verlassenen Nebengebäude zu wohnen. Merric musste ihr Wasser bringen und Brennholz sammeln. Eines Abends bemerkte er etwas Merkwürdiges. Maerwynn saß vor einer Kerze, doch ihr Schatten fiel nicht dorthin, wo er hätte liegen müssen.Als sie seinen Blick bemerkte, lächelte sie. „Du siehst also genauer hin als die meisten.“ Merric erschrak und ließ den Wasserkrug fallen. Maerwynn lachte. In den folgenden Wochen stellte sie ihm ungewöhnliche Fragen. Sie ließ ihn Gegenstände verstecken, einfache Rätsel lösen und winzige Veränderungen in einem Raum erkennen. Merric war selten besonders gut. Aber er gab nicht auf, wenn ihn niemand dabei beobachtete. Eines Tages erklärte sie ihm, dass Magie nicht ausschließlich großen Gelehrten oder mächtigen Hexen vorbehalten sei. Manche Menschen besäßen nur einen winzigen Funken der Gabe. Merric gehörte dazu. Seine magische Begabung war so schwach, dass Maerwynn zunächst zweifelte, ob eine Ausbildung überhaupt sinnvoll wäre. Er konnte weder nennenswerte Kräfte entfesseln noch längere magische Wirkungen aufrechterhalten. Ein einfacher Zauberversuch ließ ihn schwitzen und verursachte ihm heftige Kopfschmerzen. Doch Maerwynn hatte Geduld. Sie zeigte ihm, wie sich Licht und Wahrnehmung auf subtile Weise beeinflussen ließen. Wie eine dunkle Ecke dem Auge tiefer erscheinen konnte, als sie tatsächlich war. Wie Magie einem Menschen helfen konnte, übersehen zu werden. Nicht unsichtbar. Nicht unverwundbar. Einfach nur weniger bemerkenswert. Merric war begeistert. Er übte, wenn er allein war. Anfangs misslangen fast alle Versuche. Einmal löschte er versehentlich eine Öllampe, statt deren Licht zu dämpfen, und musste sich im Dunkeln tastend aus einem Vorratsraum befreien. Ein anderes Mal erzeugte er einen verräterischen Lichtschimmer, der ihn beinahe seine Stellung kostete. Doch nach zwei Jahren beherrschte er einige wenige Kunstgriffe zuverlässig genug, um sie in günstigen Situationen einzusetzen. Maerwynn bezeichnete ihre besondere Art der Ausbildung als den Weg der Schattengänger. „Du wirst niemals ein großer Krieger sein, Merric. Vielleicht auch niemals ein großer Zauberer. Aber das bedeutet nicht, dass du hilflos bleiben musst.“ Dann, eines Morgens, war sie verschwunden. Ihr Lager war leer, ihre wenigen Besitztümer fort. Sie hinterließ ihm nur ein kleines, abgegriffenes Holztafeln bemalt mit Kohle mit Übungen und eine Nachricht: „Die Schatten sind kein Zuhause. Vergiss das nicht.“ Merric verstand den Satz damals nicht. Viertes Kapitel – Der Preis der Freiheit (16–18 Jahre)Mit sechzehn Jahren wurde Merric in das Rechnungszimmer des Hofes versetzt. Nicht, weil man ihm vertraute. Sondern weil er lesen konnte und für körperliche Arbeiten wenig taugte. Der Verwalter ließ ihn einfache Listen abschreiben, Vorräte zählen und Rechnungen sortieren. Merric machte Fehler. Er schrieb Zahlen falsch, verwechselte Namen und brauchte lange, um schwierige Texte zu verstehen. Aber er bemerkte weiterhin Unstimmigkeiten. Brennan MacOrdan unterschlug regelmäßig einen Teil der Abgaben, die dem eigentlichen Grundherrn zustanden. Merric entdeckte das nicht durch einen genialen Einfall. Er fand zufällig zwei verschiedene Abrechnungen derselben Ernte. Danach begann er, weitere Aufzeichnungen zu vergleichen. Über Monate hinweg fertigte er heimlich Abschriften an. Seine schwache Magie half ihm gelegentlich dabei, ungesehen im Rechnungszimmer zu bleiben. Häufiger musste er sich allerdings einfach unter einem Tisch verstecken oder so tun, als putze er den Boden. Als Merric siebzehn war, starb Eilin. In ihren wenigen Habseligkeiten fand er die Kupferscheibe aus seinem Weidenkorb.Sie hatte sie all die Jahre aufgehoben. Außerdem entdeckte er einen winzigen, zusammengefalteten Zettel. Darauf standen nur drei Worte: „Nicht dem Vater.“ Merric starrte lange auf die ungelenken Buchstaben. Er wusste nicht, ob Eilin sie selbst geschrieben oder zusammen mit dem Kind gefunden hatte. Aber zum ersten Mal fragte er sich ernsthaft, ob seine unbekannten Eltern vielleicht versucht hatten, ihn vor etwas zu schützen. Im folgenden Jahr kam die Gelegenheit, die sein Leben verändern sollte. Ein Beauftragter des Grundherrn kündigte eine Rechnungsprüfung an. Brennan wurde nervös. Merric wusste, dass die gefälschten Bücher ihn vernichten konnten. Doch er wusste auch, dass eine bloße Anschuldigung durch einen unfreien Knecht ihm selbst wahrscheinlich nur eine Auspeitschung einbringen würde. Also tat er etwas, das ihn beinahe den Mut kostete. Er verhandelte. Er bot Brennan die belastenden Abschriften gegen eine schriftliche Freilassung an. Brennan lachte ihn zunächst aus und drohte ihm Prügel an. Merric wich zurück. Er weinte sogar. Doch er erklärte mit zitternder Stimme, dass eine Abschrift bereits an einem sicheren Ort liege und im Falle seines Verschwindens einem Geistlichen übergeben würde. Das war gelogen. Es gab nur seine eigenen Papiere. Merric hatte noch nie zuvor eine so große Lüge ausgesprochen. Er schlief in jener Nacht kaum. Drei Tage später erhielt er seine Freilassungsurkunde. Brennan hatte die Zustimmung seines Herrn eingeholt, indem er den Vorgang als Abfindung für einen kränklichen, unbrauchbaren Knecht darstellte. Die Urkunde wurde vor Zeugen ausgefertigt. Merric musste seine wenigen Ersparnisse dafür hergeben. Aber er war frei. Mit achtzehn Jahren besaß Merric Nessel zum ersten Mal sein eigenes Leben. Als er Dornweid verließ, hatte er zwei Hemden, schlechte Schuhe, Maerwynns Holzscheiben und seine Kupferscheibe. Er hatte kein Pferd. Kein Geld. Keine Freunde, die ihn begleiteten. Und große Angst vor der Welt. Am Abend des ersten Tages kehrte er beinahe um. Nur der Gedanke an Brennan hielt ihn davon ab. Er kehrte nie wieder an diesen Ort zurück. Die Freiheit und ein neuer Name Nachdem er sich vom Dorf weit genug entfernt hatte (und man sich sowieso nicht an ihn erinnern würde), betrat er eine Herberge: Auf der Freilassungsurkunde stand noch Merric Nessel, doch schon bei seinem ersten Aufenthalt in einer größeren Stadt stellte er sich anders vor. Und sein Kilt war so dreckig, dass man wirklich nichts erkennen konnte. „Rodric“, erklärte er dem Herbergswirt als dieser nach seinem Namen fragte. „Rodric wer?“ Merric dachte nach. Er hatte sein Leben lang gehört, was aus ihm niemals werden würde. Kein Krieger. Kein Held. Kein reicher Kaufmann. Schon gar kein Mann von Rang. Und ein eigener Clan? Das war so lächerlich, dass er beinahe darüber lachen musste. „Rodric McCannix“, sagte er schließlich. Der Wirt schrieb den Namen auf, ohne ihn weiter zu beachten. Rodric hingegen betrachtete den Eintrag mit einer Zufriedenheit, die er sich selbst nicht erklären konnte. Er hatte sich soeben einen Namen gegeben, der klang, als gehöre er zu einer angesehenen albischen Familie. Niemand ahnte, dass diese Familie nicht existierte. Am wenigsten Rodric selbst ahnte, welche Schwierigkeiten ihm diese kleine Anmaßung eines Tages bereiten würde. Fünftes Kapitel – Das erste Gold (18–21 Jahre)Rodric erreichte die südlichen Handelsstraßen völlig erschöpft. Er verdiente zunächst einige Kupferstücke als Schreibergehilfe, Botenjunge und gelegentlicher Stallknecht. Mehrfach wurde er betrogen. Ein Händler bezahlte ihn überhaupt nicht. Ein Wirt verlangte für eine schlechte Schlafstatt das Doppelte des vereinbarten Preises. Ein Straßenräuber nahm ihm beinahe seine gesamte Habe ab. Seine Freiheit fühlte sich häufig wie eine andere Form des Elends an. Dann begegnete er drei Abenteurern. Der erste war ein albischer Söldner namens Garran, ein breitschultriger Mann mit wenigen Zähnen und großem Appetit. Die zweite war eine erainnische Heilerin namens Siobhan. Der dritte war der zwergische Schatzsucher Borin Eisenfaust, der ständig behauptete, schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die drei suchten jemanden, der lesen und einfache Aufzeichnungen führen konnte. Rodric bot seine Dienste für Unterkunft, Verpflegung und einen kleinen Anteil möglicher Funde an. Garran betrachtete ihn zweifelnd. „Kannst du kämpfen?“ „Nein.“ „Laufen?“ „Nicht besonders schnell.“ „Reiten?“ „Noch nie versucht.“ „Bei den Göttern, wozu bist du dann gut?“ Rodric überlegte. „Ich esse nicht viel.“ Borin lachte so heftig, dass er beinahe an seinem Bier erstickte. Sie nahmen ihn mit. Das erste gemeinsame Abenteuer führte zu einem verlassenen Wachtturm, in dessen Keller angeblich alte Münzen verborgen lagen. Rodric erwies sich als ausgesprochen schlechter Abenteurer. Er stolperte über Geröll, verlor seine Fackel und bekam beim Anblick eines bewaffneten Räubers solche Angst, dass er sich hinter einem umgestürzten Schrank verkroch. Während Garran kämpfte und Borin eine verschlossene Tür aufbrach, lag Rodric zitternd im Staub. Allerdings entdeckte er unter dem Schrank eine schmale Öffnung im Mauerwerk.Dahinter lagen mehrere Münzrollen und ein kleines, mit Silber beschlagenes Kästchen. Der Fund war mehr wert als alles, was Rodric in seinem bisherigen Leben besessen hatte. Sein Anteil betrug achtunddreißig Goldstücke. Er zählte sie siebenmal. In der folgenden Nacht schlief er mit dem Geldbeutel unter dem Kopf. Er hatte solche Angst, bestohlen zu werden, dass er kaum ein Auge schloss. Später hatte er immer noch kein Gefühl für Geld und Geiz ist ihm fremd. Es folgten weitere Reisen. Rodric entwickelte sich nicht zum Helden, aber er lernte, sich nützlich zu machen. Und zu überleben. Er führte Buch über gemeinsame Ausgaben, entzifferte Inschriften, verhandelte mit Wirten und erkannte manchmal, wann ein Fremder etwas zu verbergen versuchte. In Kämpfen versteckte er sich weiterhin, wann immer es möglich war. Seinen ersten Kampf verbrachte er unter einem Tisch. Im zweiten ließ er vor Schreck seinen Dolch fallen. Beim dritten gelang es ihm immerhin, nicht laut zu schreien. Trotzdem erwies er sich gelegentlich als nützlich. Besonders erfolgreich war er allerdings beim zufälligen Auffinden von Wertsachen. Einmal entdeckte er in einer verlassenen Festung eine verborgene Geldkassette, weil er sich vor einigen Untoten in einem Wandschrank versteckt hatte. Ein anderes Mal fiel er bei der Flucht vor Räubern in einen trockenen Brunnen. Dort fand er eine kleine Sammlung alter Münzen. Seine Gefährten behaupteten zunehmend, Rodric habe das Glück eines betrunkenen Halblings. Einmal rettete er Garran das Leben, indem er dessen Verfolger durch einen kleinen magischen Kunstgriff für einen Augenblick ablenkte. Ein anderes Mal versagte seine Zauberei völlig, und Siobhan musste ihn aus einer brennenden Scheune ziehen. Er war weder unerschrocken noch verlässlich mutig. Aber die anderen begannen zu verstehen, dass auch ein ängstlicher Mann gelegentlich am richtigen Ort sein konnte. Einer seiner ersten Aufträge führte ihn nach Waeland, um magische Zaubermaterialien zu liefern und zu besorgen. Wie gefährlich das war, wurde ihm viel später klar. Wer Rodric begegnet, sieht zunächst nichts Außergewöhnliches. Einen schmächtigen, etwas unscheinbaren Mann in guter, aber unauffälliger Reisekleidung. Er spricht leise, vermeidet Streit und lässt stärkeren Persönlichkeiten häufig den Vortritt. Er lacht über schlechte Scherze, um niemanden zu beleidigen, und stimmt manchmal einer Meinung zu, die er gar nicht teilt. Er ist leicht einzuschüchtern und lässt sich gelegentlich zu Entscheidungen überreden, die er später bereut. Seine Zauberei bleibt begrenzt. Seine körperlichen Fähigkeiten sind gering. Sein Mut kommt meistens erst dann zum Vorschein, wenn alle anderen Möglichkeiten restlos erschöpft sind. Doch er besitzt mittlerweile etwas, das ihm niemand mehr nehmen kann. Er kennt die Welt. Er hat ferne Länder gesehen, gefährliche Ruinen betreten und Menschen getroffen, die mächtiger, klüger und besser waren als er. Er hat Freunde gewonnen. Gold verdient. Fehler begangen (reichlich - und Narben davon getragen). Menschen enttäuscht. Und gelegentlich etwas richtig gemacht. Unter seiner Kleidung trägt er noch immer die kleine Kupferscheibe mit den drei eingeritzten Strichen. Er weiß nicht, wer seine Eltern waren. Vielleicht waren sie bedeutende Menschen. Vielleicht waren sie nichts weiter als zwei verzweifelte Unfreie. Rodirc hat inzwischen aufgehört, davon zu träumen, dass eines Tages ein mächtiger Vater erscheint und ihn als verlorenen Sohn anerkennt. Manchmal allerdings nimmt er die Scheibe hervor und betrachtet sie lange. Dann fragt er sich, was die Worte auf Eilins Zettel bedeutet haben könnten. „Nicht dem Vater.“ Irgendwo auf Midgard könnte jemand die Antwort kennen. Und vielleicht wird Rodric eines Tages den Mut finden, danach zu suchen. Bis dahin zieht er weiter. Von Herberge zu Herberge. Von Ruine zu Ruine. Von einem Abenteuer zum nächsten. Nicht, weil er die Gefahr liebt. Sondern weil er gelernt hat, dass hinter der nächsten Wegbiegung manchmal etwas liegt, das selbst einem Mann wie ihm ein besseres Leben ermöglicht. Und wenn ihn jemand fragt, weshalb er ausgerechnet den Weg eines Abenteurers gewählt habe, antwortet Rodric gewöhnlich: „Ich wollte eigentlich nur ein wenig Geld verdienen. Irgendwie ist dann alles aus dem Ruder gelaufen.“ Sechstes Kapitel – Der blaue Vogel von Corrinis (21–24 Jahre)Rodric kam schließlich nach vielen weiteren Reisen und Abenteuern nach Corrinis. Die geschäftige Stadt mit ihren Händlern, Gelehrten und Zauberkundigen überwältigte ihn. Hier begegneten sich Menschen unterschiedlichster Herkunft. Hier konnte jemand, der keinen bedeutenden Namen und keinen mächtigen Clan hinter sich hatte, zumindest versuchen, seinen Platz zu finden. Rodric fand Unterkunft in einer bescheidenen Herberge und begann, einen Teil seines Goldes für Unterricht auszugeben. Zum ersten Mal in seinem Leben konnte er jemanden dafür bezahlen, ihm etwas beizubringen. Es war ein ungewohntes Gefühl. Besonders faszinierte ihn die Gilde des Blauen Vogels. Die Magiergilde von Corrinis war für ihn zunächst ein ehrfurchtgebietender Ort. Schon der Gedanke, ihre Hallen zu betreten, ließ ihn nervös werden. Auch gerade nach der Erfahrung mit dem Auftrag der Lieferung nach Waeland. Er konnte kaum glauben, dass man ihn dort überhaupt anhören würde. Schließlich stellte er sich einem älteren Gildenmitglied vor und bat um Unterweisung. Der Mann ließ ihn einige seiner Kenntnisse vorführen. Rodric scheiterte bei zwei von vier Versuchen. Beim dritten geriet er so durcheinander, dass er den vorbereiteten Zaubervorgang abbrechen musste. Immerhin gelang es ihm beim letzten, eine kleine Wirkung sauber hervorzubringen. „Dein Talent ist bemerkenswert gering“, stellte der Gildenmagier Argyle trocken fest. Rodric senkte den Kopf. „Ja, Meister.“ „Und deine theoretischen Kenntnisse sind lückenhaft.“ „Ja, Meister.“ „Weshalb sollten wir dich unterrichten?“ Rodric schwieg lange. Dann antwortete er: „Weil ich für das, was ich noch nicht weiß, bezahlen kann. Und weil ich gelernt habe, nicht aufzugeben, nur weil ich etwas nicht gleich verstehe.“ Der Magier musterte ihn. Schließlich seufzte er. Rodric durfte wiederkommen. Es folgten Jahre mühsamen Lernens. Er war kein begabter Schüler. Andere verstanden in wenigen Tagen, wofür er Wochen benötigte. Mitunter wurden seine Zauberversuche von jüngeren Schülern belächelt. Er hatte auch nicht den Ehrgeiz, ein großer Meister zu werden. Oft wünschte er sich schlicht, wenigstens nicht der schlechteste Schüler im Raum zu sein. Doch er war zuverlässig bei einfachen Aufgaben, zahlte seine Gebühren und übernahm Arbeiten, denen andere aus dem Weg gingen. Die älteren Gildenmitglieder erkannten schließlich, dass Rodric zwar kein großer Zauberer werden würde, seine Fähigkeiten als Schattengänger jedoch durchaus von Nutzen sein konnten. Besonders bei diskreten Nachforschungen und der unauffälligen Beschaffung von Informationen erwies er sich als brauchbar. Nach mehreren Jahren, unter Fürsprache eines Gildenmitglieds und nach einer bescheidenen Prüfung seiner Kenntnisse, wurde Rodric als Mitglied aufgenommen. Er erhielt das Recht, das Zeichen der Gilde des Blauen Vogels zu führen. Böse Zungen behaupteten die Gilde würde nun in die Gilde zum Blauen Chaos umbenannt, aber das waren nur Gerüchte. Rodric betrachtete das kleine Abzeichen lange. Es war nicht besonders wertvoll. Aber zum ersten Mal in seinem Leben gehörte er einer Gemeinschaft an, deren Mitgliedschaft nicht durch Geburt, Zwang oder Besitz bestimmt war. Er hatte selbst darum gebeten. Und man hatte ihn angenommen. An diesem Abend kaufte er eine Flasche Wein. Er trank nur zwei Becher davon.Den Rest verschenkte er, weil ihm vom Alkohol schlecht wurde und er einfach fast nichts verträgt. Etwa Fünftausend Goldstücke für einen einzigen Zauber Rodric hatte bis dahin nur einige kleinere magische Kunstgriffe erlernt. Seine Begabung blieb äußerst schwach, und selbst vergleichsweise einfache Zauber bereiteten ihm Schwierigkeiten. Doch schon früh faszinierte ihn ein ganz bestimmter Zauberspruch von dem er gehört hatte: Reise zu den Sphären. Es war weder ein wirkungsvoller Kampfzauber noch ein alltäglicher Schutz gegen Schwerter oder Pfeile. Es war eine Möglichkeit, die Grenzen der bekannten Welt zu verlassen und andere Sphären und Welten zu erreichen. Für einen Mann wie Rodric besaß dieser Gedanke einen unwiderstehlichen Reiz. Er konnte sich nicht darauf verlassen, einen Gegner zu besiegen. Er konnte nicht darauf vertrauen, schneller zu laufen als seine Verfolger. Aber vielleicht konnte er eines Tages einfach an einen Ort verschwinden, an dem ihn niemand mehr finden würde. Ein erfahrener Lehrmeister verlangte die gewaltige Summe von 5.000 Goldstücken für die Unterweisung (plus EP). Rodric zahlte. Fast sein gesamtes bis dahin erworbenes Vermögen war damit verschwunden. Der Lehrmeister wollte zunächst glauben, sein neuer Schüler habe bereits umfassende magische Kenntnisse. Als er erfuhr, dass Rodric kaum mehr als einige Schattenkunstgriffe beherrschte, war er entsetzt. „Ihr wollt die Sphären bereisen und könnt nicht einmal die Grundlagen sauber ausführen?“ „Ja, Meister.“ „Weshalb um alles in der Welt?“ Rodric überlegte eine Weile. „Weil ich lieber sehr weit fort wäre, wenn etwas wirklich Gefährliches geschieht.“ Der Lehrmeister schloss die Augen. „Fünftausend Goldstücke“, murmelte er. „Für einen Feigling.“ Es dauerte lange, bis Rodric den Zauber einigermaßen beherrschte. Zahlreiche Übungen misslangen, und bei seinem ersten ernsthaften Versuch bereute er die gesamte Investition. Aber schließlich gelang es. Sein Lehrmeister musste währen der Zauberdauer ihm Kraft spenden, da seine eigene Kraft nicht ausreichte. Damit hatte Rodric McCannix einen der ungewöhnlichsten Zauber seines Lebens erlernt, lange bevor er zahlreiche weit einfachere magische Fähigkeiten beherrschte. Seinen Gefährten erschien dies völlig widersinnig. Rodric selbst hielt es für eine seiner besten Entscheidungen. Er hatte schließlich niemals behauptet, vernünftig mit Geld umgehen zu können (Buchhaltung ist das eine - das Geld nicht auszugeben etwas anderes). Sein ungewöhnlicher Kenntnisstand führte allerdings zu einigem Staunen. Es war den Gildenmagiern nicht leicht zu erklären, weshalb ein Mann, der mit einfacheren Zaubern Probleme hatte, bereits eine Ausbildung in der Sphärenreise absolviert hatte. Ein Gildenmeister bezeichnete ihn einmal als „magisch falsch herum ausgebildet“. Dennoch gewann Rodric im Lauf der Jahre das Vertrauen einiger Gildenmitglieder. Er erledigte Aufträge, bezahlte seine Verpflichtungen und vermied es weitgehend, Schwierigkeiten zu verursachen. Schließlich wurde er vollwertiges Mitglied der Gilde des Blauen Vogels. Für Rodric war dies ein Ereignis von außerordentlicher Bedeutung. Er hatte zum ersten Mal eine angesehene Gemeinschaft gefunden, die ihn nicht wegen seiner Herkunft oder seiner körperlichen Schwächen ablehnte. Das Zeichen des Blauen Vogels trug er fortan mit einigem Stolz. Dass seine neuen Kollegen seinen Namen McCannix für einen etwas unbekannten albischen Clannamen hielten, empfand er als angenehmen Nebeneffekt - und er war stolz auf seine Tarnung. Alba am Rand des Abgrunds Jahre später kehrte Rodric nach Alba zurück. Er hatte inzwischen auch einen ständigen Begleiter Argyle, den er auf einem Skalvenmarkt in Eschar mit Gld befreit hatte. Inzwischen hatte er zahlreiche Länder bereist, mehrere gefährliche Abenteuer überlebt und ein durchaus ansehnliches Vermögen erworben. Er war noch immer eher klein, schwach, wenig geschickt und nicht besonders mutig. Aber er hatte gelernt, dass Informationen gelegentlich mehr wert sein konnten als Waffen. In Alba herrschte König Beren Mc Beorn. Der König galt als entschlossener, stolzer und keineswegs nachsichtiger Herrscher. Zwischen mehreren einflussreichen Clans hatten sich gefährliche Spannungen aufgebaut. Alte Feindschaften zwischen dem Roten und dem Schwarzen Haus drohten erneut aufzuflammen. Ein Streit um Landrechte, Erbansprüche und angeblich gebrochene königliche Zusagen entwickelte sich zu einer politischen Krise rund um eine Hochzeit. Bewaffnete Gefolgschaften wurden zusammengezogen. Es kam zu Überfällen und Vergeltungsaktionen. Schließlich wurde ein hochrangiger Unterhändler ermordet. Alles deutete darauf hin, dass Männer aus dem Umfeld des Königs für die Tat verantwortlich seien. Mehrere Clans des Schwarzen Hauses drohten daraufhin mit offenem Aufstand. Der König seinerseits war entschlossen, jede Rebellion niederzuschlagen. Alba stand vor einem Bürgerkrieg. Rodric befand sich zu dieser Zeit in Beornanburgh und interessierte sich zunächst überhaupt nicht für die Angelegenheit. Politische Konflikte zwischen mächtigen Adeligen erschienen ihm als etwas, das ein vernünftiger Mensch möglichst aus sicherer Entfernung betrachten sollte. Leider geriet er durch einen Auftrag der Magiergilde in den Besitz einiger Schriftstücke, deren Inhalt ihn stutzig machte. Die Dokumente enthielten Anweisungen und Bestätigungen, die angeblich aus dem königlichen Umfeld stammten. Rodric bemerkte einen Widerspruch. Eine der Nachrichten war zu einem Zeitpunkt abgefasst worden, zu dem ihr angeblicher Verfasser nachweislich an einem ganz anderen Ort gewesen war. Er untersuchte weitere Unterlagen und stellte fest, dass mehrere Unterschriften verdächtig ähnlich waren. Rodric war nicht besonders klug. Aber er hatte sein halbes Leben mit Listen und Rechnungen verbracht. Und er erkannte eine schlechte Fälschung, wenn er eine sah. Ein sehr widerwilliger Retter des KönigreichsRodric versuchte zunächst, die Unterlagen anonym weiterzugeben. Das misslang. Dann bemühte er sich, einen einflussreichen Gildenmagier zu überzeugen. Dieser nahm die Sache zwar ernst, verlangte jedoch zusätzliche Beweise. Bei der Suche danach geriet Rodric zwischen die Fronten zweier Geheimdienste. Er wurde verfolgt, bedroht und einmal beinahe ermordet. Mehrfach dachte er daran, Alba einfach zu verlassen. Doch inzwischen war ihm klar geworden, dass hinter der Krise eine gezielte Verschwörung steckte. Eine kleine Gruppe ehrgeiziger Adeliger und ihrer Verbündeten wollte einen Bürgerkrieg auslösen, um aus dem anschließenden Machtvakuum Nutzen zu ziehen. Die vermeintlichen königlichen Befehle waren gefälscht. Der Mord an dem Unterhändler sollte die Feindschaft endgültig entfachen. Rodric gelang es mithilfe seiner Gefährten, einen der beteiligten Boten aufzuspüren und belastende Schriftstücke sicherzustellen. Dabei erwies sich seine Schattenmagie als hilfreich, auch wenn er bei einer Gelegenheit beinahe entdeckt wurde, weil er in einem Versteck niesen musste. Die entscheidende Schwierigkeit bestand nun darin, die Beweise rechtzeitig an die richtigen Personen zu bringen. Rodric nahm Kontakt zu einem königlichen Beamten auf, der ihn schließlich vor einen engen Vertrauten des Königs führte. Was danach geschah, sollte später in verschiedenen Fassungen erzählt werden. In einigen Geschichten war Rodric ein brillanter Unterhändler. In anderen ein Meister der Schatten, der eigenhändig die Intriganten entlarvte. Die Wahrheit war weniger beeindruckend. Rodric hatte schreckliche Angst. Er brachte seine Beweise vor, stammelte mehrfach, verwechselte zwei Namen und ließ eine wichtige Schriftrolle zu Boden fallen. Aber die Dokumente waren echt. Und sie kamen gerade noch rechtzeitig. König Beren ließ die wichtigsten Beteiligten festsetzen und ermöglichte den rivalisierenden Clans, die Anschuldigungen vor Zeugen zu überprüfen. Die Mobilisierung wurde gestoppt. Die Verhandlungen dauerten noch Wochen, doch aus dem drohenden Bürgerkrieg wurde ein mühsam beigelegter politischer Konflikt. Alba blieb ein Krieg erspart, der möglicherweise Tausende das Leben gekostet hätte. Rodric hatte dem Königreich einen außerordentlichen Dienst erwiesen. Als König Beren ihn erstmals persönlich empfing, erklärte er: „McCannix, Ihr habt meiner Krone und meinem Volk einen großen Gefallen erwiesen. Was immer man über Euch sagen mag – heute steht Ihr in meiner Schuld.“ Rodric verbeugte sich tief. Der König meinte selbstverständlich, dass er in Rodrics Schuld stand. Rodric bemerkte die sprachliche Ungenauigkeit nicht. Später sollte sich zeigen, dass es für beide Seiten besser gewesen wäre, wenn der König damals eine sehr konkrete Belohnung festgesetzt hätte. Die heilige Rolle und der größte Betrug AlbasRodric durfte sich einige Tage am Königshof aufhalten. Er erhielt Zugang zu Teilen des Palastes, wurde zu einem Festmahl eingeladen und durfte Gesprächen beiwohnen, die gewöhnlich Adeligen vorbehalten waren. Dort begegnete er einem älteren Hofschreiber, der mit der Verwaltung wichtiger Urkunden betraut war. Der Mann erzählte ihm unter anderem von der Heiligen Rolle der albischen Adelsfamilien. Dieses alte, unersetzliche Pergament enthielt die Namen der anerkannten Clans und Adelsgeschlechter des Reiches. Es war nicht nur eine Aufzeichnung. Es besaß eine tiefe religiöse, geschichtliche und rechtliche Bedeutung. Über Generationen hatten Könige und geistliche Würdenträger seine Gültigkeit bestätigt. Ein darin anerkannter Clan konnte nicht ohne Weiteres aus der Ordnung des Königreiches entfernt werden. Eine eingetragene Abstammung war weit mehr als nur ein Name auf Papier. Rodric hörte aufmerksam zu. Dann fragte er: „Und wenn nun jemand einen neuen Clan eintragen wollte?“ Der Schreiber lachte. „Dann müsste er zuerst einen König dazu bringen, ihn anzuerkennen.“ „Natürlich“, antwortete Rodric. Er dachte lange über diese Auskunft nach. In Wahrheit verstand er die komplizierten Rechtsverhältnisse nur teilweise. Aber eine Vorstellung hatte sich in seinem Kopf festgesetzt. Seit Jahren nannte er sich McCannix. Weshalb sollte dieser Clan nicht tatsächlich existieren? Ein paar Tage später suchte er den Hofschreiber erneut auf. Diesmal brachte er eine Flasche ausgezeichneten Weins und einen größeren Beutel Gold mit. Es dauerte mehrere Gespräche, bis der Schreiber verstand, was Rodric verlangte. Und noch länger, bis er bereit war, seine Bedenken gegen eine beträchtliche Summe Goldstücke einzutauschen. Rodric zahlte schließlich ein kleines Vermögen (alles, was er noch hatte). Dafür ergänzte der Schreiber auf der Heiligen Rolle, zwischen zwei alteingesessenen Familien, einen neuen Eintrag: Rodric war außerordentlich zufrieden. Er hatte weder einen Plan zur Machtergreifung noch die Absicht, dem König zu schaden. Er wollte eigentlich nur zu einem richtigen Clan gehören. Und vielleicht eines Tages behaupten können, er stamme aus einem alten Adelsgeschlecht. Dass dies ein schwerer Angriff auf die geheiligte Rechtsordnung Albas war, begriff er nicht vollständig. Er dachte vielmehr, es werde wohl niemandem auffallen. Schließlich war McCannix ein vergleichsweise unscheinbarer Name. Und er hatte ihn schon seit vielen Jahren getragen. Der Zorn des KönigsEs fiel auf. Schon wenige Tage später bemerkte ein anderer Beamter den ungewöhnlichen Eintrag. Nachforschungen ergaben, dass ein Clan McCannix in keiner der ergänzenden Aufzeichnungen existierte. Der bestochene Schreiber wurde verhört. Er gestand. Und König Beren Mc Beorn geriet in eine Wut, die selbst seine engsten Berater erschreckte. Man fürchtete, er könnte dauerhaft zum Bären werden. Rodric wurde in den Palast befohlen (unsanft vorgeführt). Er glaubte zunächst, der König wolle ihn erneut für seine Verdienste ehren. Als zwei bewaffnete Gardisten ihn in einen abgeschlossenen Raum führten, wurde ihm allerdings etwas mulmig. Der König erwartete ihn allein. Auf einem Tisch lag eine beglaubigte Abschrift des fraglichen Eintrags. Er blickte ihn lange an. „McCannix.“ „Majestät.“ „Ihr habt Euch in die Heilige Rolle des Königreiches eintragen lassen.“ Rodric schluckte. „Ja, Majestät.“ „Ihr habt einen königlichen Schreiber bestochen.“ „Nun …“ „Habt Ihr?“ „Ja, Majestät.“ Der König stand auf. „WISST IHR ÜBERHAUPT, WAS IHR GETAN HABT?“ Rodric wich zurück. „Ich dachte, es würde niemandem auffallen.“ Es war möglicherweise die schlechteste Antwort, die er hätte geben können. Der König betrachtete ihn fassungslos. „Ihr habt an der heiligsten Urkunde des albischen Adels herumpfuschen lassen, und Eure Erklärung ist, dass es niemand bemerken sollte?“ Rodric nickte vorsichtig. Beren griff nach einem schweren silbernen Becher. Für einen Augenblick sah es so aus, als wolle er ihn dem Schattengänger an den Kopf werfen. Stattdessen stellte er ihn mit solcher Gewalt auf den Tisch, dass der Wein überschwappte. „Wisst Ihr, dass ich Euch dafür töten lassen kann?“ „Ja, Majestät.“ „Und wisst Ihr, weshalb Ihr noch lebt?“ Rodric schüttelte den Kopf. „Weil Ihr vor wenigen Wochen mein Königreich vor einem Bürgerkrieg bewahrt habt!“ Der König atmete schwer. „Jeder andere Mann wäre längst tot.“ Rodric sagte nichts. Seine Knie zitterten. Er dachte ernsthaft darüber nach, ob er seinen Zauber Reise zu den Sphären noch rechtzeitig wirken könnte. Zauberdauer 30 Minuten - Verdammt. Doch selbst wenn es ihm gelang, würde ihn das wohl für immer von Alba trennen. Dann sprach der König weiter. „Die Heilige Rolle kann nicht ersetzt werden. Sie darf nicht vernichtet und nicht neu angefertigt werden. Ein solcher Eingriff würde die Legitimität aller darauf verzeichneten Geschlechter in Zweifel ziehen.“ Beren deutete auf die Urkunde. „Und Euer verfluchter Name steht jetzt darauf!“ Rodric senkte den Blick. Der König setzte sich. „Mir bleiben also zwei Möglichkeiten.“ Er hob den ersten Finger. „Ich lasse Euch wegen Eures Verbrechens hinrichten. Damit endet dieser lächerliche neue Clan, ehe er überhaupt eine Zukunft hat.“ Dann hob er den zweiten. „Oder ich akzeptiere den Eintrag und damit Euch als meinen Vasallen.“ Es folgte eine lange Stille. Rodric war kreidebleich. Dann fiel ihm ein Gedanke ein. Kein besonders genialer Gedanke. Aber einer, der möglicherweise sein Leben retten konnte. Die Stimme des Roten Hauses„Majestät?“ Der König sah ihn an. „Was?“ „Der Clan McCannix gehört doch zum Roten Haus.“ „Das weiß ich! Ihr habt es schließlich selbst eintragen lassen!“ „Ja, Majestät.“ Rodric räusperte sich. „Und das Rote Haus steht treu zur Krone.“ Der König verengte die Augen. „Worauf wollt Ihr hinaus?“ Rodric nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Nun … wenn Ihr mich als Vasallen anerkennt, dann habt Ihr doch einen weiteren königstreuen Clan.“ Beren schwieg. „Und wenn ich eines Tages an den Ratssitzungen teilnehmen dürfte, dann hättet Ihr dort immer meine Stimme.“ Der König starrte ihn an. Rodric sprach hastig weiter: „Ich meine, Majestät, ich bin Euch doch ohnehin zu Dank verpflichtet. Und Ihr habt mir das Leben gerettet. Also … wenn Ihr mich leben lasst. Und Ihr könnt sicher sein, dass ich Euch niemals widersprechen werde. Jedenfalls nicht bei etwas Wichtigem.“ Ein weiterer Augenblick verging. Dann begann der König zu lachen. Nicht freundlich. Nicht herzlich. Es war das erschöpfte, ungläubige Lachen eines Mannes, der soeben verstanden hatte, dass er von einem völlig unscheinbaren Betrüger in eine absurde Lage gebracht worden war. „Ihr wollt also behaupten“, fragte Beren schließlich, „dass es für mich besser ist, Euch als Adeligen anzuerkennen, weil ich dadurch eine zusätzliche Stimme in meinem Rat gewinne?“ „Ja, Majestät.“ „Eine Stimme, die mir ohnehin zustimmt?“ „Unbedingt, Majestät.“ Der König betrachtete Rodric noch einmal. Ein kleiner, unansehnlicher Mann mit krummen Schultern, zitternden Händen und einem Gesicht, das eher an einen nervösen Buchhalter als an einen albischen Clanlord erinnerte. Dieser Mann hatte das Königreich vor einem Bürgerkrieg bewahrt. Und anschließend die Heilige Rolle des Adels fälschen lassen, weil er offenbar gern einen besseren Familiennamen besitzen wollte. Es war ungeheuerlich. Es war lächerlich. Und es war, zumindest politisch betrachtet, nicht einmal völlig unvernünftig. Beren schloss die Augen. „Bei allen Göttern, McCannix. Ihr seid der größte Narr, der mir jemals begegnet ist.“ Rodric schwieg. Dann entschied der König: „Also gut. Ihr sollt Euren verfluchten Clan bekommen.“ Rodric atmete auf. „Vielen Dank, Majestät!“ „Dankt mir nicht zu früh.“ Der Lord des stinkenden Sumpfes - Das königliche GeschenkKönig Beren hatte keineswegs die Absicht, Rodrics Frechheit unbelohnt zu lassen. Allerdings verstand er unter Belohnung etwas anderes als sein neuer Vasall. In den königlichen Besitzungen nahe Beornanburgh befand sich ein Gebiet, für das sich seit Jahrzehnten niemand mehr ernsthaft interessierte. Ein ausgedehntes, sumpfiges Niederland mit wenigen armen Siedlungen, morastigen Wegen, Mücken, Krankheiten und einer halb zerfallenen Burg. Die Festung war einst zur Sicherung einer alten Handelsstraße errichtet worden. Inzwischen führte kaum noch ein brauchbarer Weg durch die Gegend. Mehrere Türme waren eingestürzt, das Hauptgebäude war feucht und teilweise unbewohnbar, und einer der Keller stand ständig unter Wasser. Die Mauern waren voller Risse. Der Brunnen schmeckte nach Moder. Das Burgtor hing schief in seinen Angeln. Die Einheimischen nannten den Ort schlicht Burg Moderfels. Offiziell lautete der Name noch immer Burg Grauwacht, doch niemand verwendete ihn. Der König ließ Rodric zu sich rufen. „Ihr wolltet ein Clanoberhaupt sein, McCannix. Also sollt Ihr auch Land besitzen, wie es einem Clanoberhaupt zusteht.“ Rodrics Augen leuchteten. „Land, Majestät?“ „Eine Burg.“ Rodric war sprachlos. Eine Burg! Er, der einst im Schweinestall geschlafen hatte! „Mit den umliegenden Ländereien“, ergänzte der König. Rodric verbeugte sich tief. „Majestät, ich weiß nicht, wie ich Euch danken soll.“ Der König lächelte zum ersten Mal seit ihrer letzten Begegnung. Es war kein besonders freundliches Lächeln. „Das werdet Ihr noch herausfinden.“ Wenige Wochen später erreichte Rodric seine neue Burg. Als er sie sah, blieb er stehen. Eine Mauer war eingestürzt. Das Dach des Hauptturmes fehlte. Im ehemaligen Burghof standen knietief schlammiges Wasser und Schilf. Aus dem Torhaus wuchs eine kleine Birke.Ein alter Mann, der sich als Verwalter vorstellte, erklärte, dass von den ursprünglich vier Türmen immerhin noch anderthalb standen. Rodric betrachtete lange das Bauwerk. Dann fragte er: „Gehört das wirklich alles mir?“ „Ja, Mylord.“ „Auch der Sumpf?“ „Der gesamte Sumpf, Mylord.“ Rodric seufzte. Er wusste inzwischen, dass der König sich für seinen Spaß an ihm gerächt hatte. Aber etwas Seltsames geschah. Je länger er die Ruine betrachtete, desto mehr begann sie ihm zu gefallen. Sie war hässlich. Schwach. Heruntergekommen. Niemand hatte sie haben wollen. Rodric kannte dieses Gefühl. „Nun gut“, sagte er schließlich. „Dann werden wir sehen, ob man daraus noch etwas machen kann.“ Fisch, Skunk und IltisNoch vor der förmlichen Belehnung stellte sich die Frage nach dem Wappen des neuen Clans. Rodric hätte gern einen stolzen Adler, einen Löwen oder wenigstens einen Falken gewählt.Doch der König hatte andere Vorstellungen. „Ein neuer Clan benötigt ein ordentliches Wappen“, erklärte Beren während einer Audienz. „Selbstverständlich, Majestät.“ „Und ich habe bereits eines festlegen lassen.“ Dem königlichen Herold wurde ein Pergament überreicht. Er entfaltete es. Darauf befand sich ein roter Schild. In seiner Mitte prangte ein silberner Fisch. Zu beiden Seiten standen ein Iltis und ein schwarz-weiß gestreiftes Stinktier, ein exotischer Skunk aus fernen Ländern. Rodric betrachtete das Wappen. „Ein … Fisch?“ „Ihr besitzt große Sümpfe, McCannix“, erklärte der König. „Dort gibt es Fische.“ „Ja, Majestät.“ „Und Iltisse.“ „Gewiss, Majestät.“ „Der Skunk erschien mir ebenfalls passend. Ein kleines Tier, das große Gegner durch seinen Gestank vertreibt.“ Einige Höflinge begannen zu kichern. Rodric verstand die Anspielung. Der König fuhr fort: „Drei Tiere, die wahrlich nicht als edel gelten. Aber jedes von ihnen besitzt die bemerkenswerte Eigenschaft, unter widrigen Umständen zu überleben.“ Er ließ sich wieder auf seinen Thron nieder. „Ich halte das für ausgesprochen angemessen.“ Rodric musterte die Zeichnung erneut. Ein Fisch. Ein Iltis. Ein Skunk. Es hätte schlimmer kommen können. Zumindest war keines der Tiere für besondere Tapferkeit bekannt. Das passte zu ihm. Er verbeugte sich. „Ein treffendes Wappen, Majestät.“ Der König schnaubte. Und so erhielt der Clan McCannix sein bis heute ungewöhnliches Wappen. Clan McCannix Haus: Rotes Haus Treue: Königstreu Hauptsymbol: Silberner Fisch / Schildhalter: Skunk und Iltis Stammsitz: Burg Moderfels Clanoberhaupt: Rodric McCannix Inoffizieller Wahlspruch, der sich bald unter den Burgbewohnern verbreitet: „Klein, aber schwer loszuwerden.“ to be continued...
  16. Kennt Ihr eigentlich Dr. Mark Benecke? Zum Thema KI und Bewusstsein gab es dort in den letzten Tagen zwei - wie ich finde - bemerkenswerte und überaus sehenswerte Beiträge auf seinem Tante-Tube- Kanal: https://youtu.be/EypeFFG4eNU?si=hsQoAjL4Wn8ybfCE https://youtu.be/28NOBDjqDRc?si=En6k9pDe0FMoWNEx
  17. Es gibt schon Schaden (aufgeschrammte Haut, Druckmarken ...), nur bei allem, was ein Mensch normalerweise trägt, nichts, was sich in AP und LP ausdrückt. Und da Rüstungen ja als Schutz gegen Draufhauen gebaut werden, und der Fall 'Überdruck von Innen' eher ignoriert wird, finde ich diesen vereinfachenden Regelmechanismus passend Wenn etwas speziell dafür gedacht ist, nicht nachzugeben, dann ist auch Schaden Angemessen
  18. Nein, nur da einen magischen Schutz hineinzulesen, ist willkürlich (bzw. eher dem erkennbaren Wunsch geschuldet, Verkleinern möge doch bitte Schaden anrichten). Wenn du unbedingt Verkleinern als Schadenszauber haben willst, dann mach das doch mit deiner Gruppe klar.
  19. Wen es interessiert: Tracing the thoughts of a large language modelAnthropic's latest interpretability research: a new microscope to understand Claude's internal mechanisms
  20. Ich arbeite noch nicht auf deinem Niveau mit Chattie, lasse mir aber auch meistens direkt Dateien für Obsidian von ihm erstellen. Sowohl fürs Rollenspiel als auch z. B. Urlaubsplanung.
  21. Was mich da weghaut: Anthropic muss ihre eigene Software untersuchen um herauszufinden was sie eigentlich in ihrem Innersten macht. Sie untersuchen ihr Modell in etwa so, wie Forscher Gehirne und Bewusstsein untersuchen.
  22. Deswegen "nur" in Anführungszeichen. Das ist ja genau das Thema mindblowing.
  23. Das stimmt schon lange nicht mehr Anthropic konnte in Claude einen J-Space nachweisen. Das ist sowas wie ein Zugangsbewusstsein. Das dürfte auch für andere Frontiermodelle gelten.
  24. Da wäre ich auch gerne wieder mit dabei, mit Gwonc Silberhain, einem Gnomen-Thaumaturgen auf Grad 12. Gespielt hat er bereits „Die Weissagung der Dyade“ und „Der Grund des Todes“. Gruß StefanD
  25. Thema von Leif Johannson wurde von Läufer beantwortet in Alba
    Quentin gehört niemals zu 'den meisten' Einer der vielen Gründe dafür

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