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Binden des Vertrautens - was tun im Alter?

Hervorgehobene Antworten

Ich setze mal das gegenteilige Extrem zu Anjanka:

 

Ein schwarzer Hexer nutzt einfach seine Umgebung aus, um das Optimale für sich selbst herauszuholen. Dementsprechend geht er auch mit seinem Vertrauten um. Er ist sich möglicherweise auch bewusst, dass ein Vertrauter eine Schwachstelle sein kann (s. Folgen bei Tod des Vertrauten) und "entledigt" sich seines Vertrauten, wenn er mit ihm in Verbindung gebracht wird (bei passender Gelegenheit). Der Vertraute ist für ihn nur ein Machtinstrument mehr, auf dem er spielen kann.

Wenn ich das mit einer Partnerschaft verglichen habe, meinte ich damit nicht, dass ein Hexer eine sexuelle Beziehung zu seinem Vertrautem hat!

Es ging nur um die sehr tiefe Verbundenheit. Der Vergleich mit dem Pferd hinkt meiner Meinung aber stärker.

 

Ich habe leider nicht H&D zur Hand, weiß also nicht 100% wie dort die Verbindung zu Vertrauten definiert wird. Bei DSA ist es allerdings eher so wie Anjanka und ich das sehen, aber das hier ist natürlich nicht DSA.

 

Warum eine Ratte? Nunja, eine Ratte ist intelligent, sozial und neugierig. Und da sich das Wesen/Charakter von Vertrautem und Hexe i.d.R ähneln, würde das passen.

Zumal man sich mit Tiergestalt wohl am ehesten in sein Vertrautentier verwandeln würde und ich als Ratte durch kleine Löcher schlüpfen kann, gut im klettern bin und weniger Nahrung brauche. Zusätzlich kann man einen gemütlichen, bequemen und warmen Schlafplatz ohne Probleme im Rucksack mit sich tragen und sich abends immer in eine Ratte verwandeln.

Außerdem ist eine Ratte so klein, dass man sie überall mit hinnehmen kann. Eine tiefe Erdspalte in die man nur per Seil kommt - ich bin dabei mit meinem Vertrauten. Da hat es die Katzenhexe, auch wenn ich da das Wesen interessanter finde, das nachsehen bzw. es wird schwieriger.

 

Von den Fähigkeiten auch ganz interessant wäre das Eichhörnchen; die können ihren Schwanz als Fallschirm benutzen. Aber bei denen habe ich noch nichts über das Wesen rausgefunden und daher scheiden sie aus.

@Aliena: Irgendwie verwechselst Du Tiergestalt mit Binden des Vertrauten.

Nein, aber anscheinend werfe ich die Rollenspielsysteme durcheinander.

 

Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben Hexen keine besonders enge Bindung zu ihrem Vertrauten und das Tier repräsentiert auch keine Charaktereigenschaften. Deshalb kann es auch (fast) jedes x-beliebige Tier sein.

Warum gehört denn zu einer Hexe immer ein Vertrauter? Ist ja letztendlich nur zum spionieren da. Selbst in der Beschreibung der Hexe im Buch der Magie oder im Buch der Abenteurer ist von Vertrauten nicht die Sprache. Und BdV ist auch kein Pflichtzauber.

 

Bei Tiergestalt hingegen hat der Zauberer eine besondere spirituelle Bindung zu einer Tierart (das wird sich also wohl in einem ähnlichen Charakter ausdrücken oder man wurde als Kind schonmal von so einem Tier gerettet).

Demzufolge würde ich annehmen, dass man die Tierart auf jeden Fall kennt.

Den Fylgie selber kennen muss man ja nicht, aber man weiß/vermutet, dass er die Gestalt des Tieres annimmt.

 

Nach folgender Quelle http://auswertung.midgard-forum.de/wiki/index.php/Schutzgeister,_%22Schutzengel%22_f%C3%BCr_Kinder nimmt der Schutzgeist die Gestalt des Schützlings an.

Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben Hexen keine besonders enge Bindung zu ihrem Vertrauten und das Tier repräsentiert auch keine Charaktereigenschaften. Deshalb kann es auch (fast) jedes x-beliebige Tier sein.
Für mich ist ein Vertrauter ein besonderes Tier für den Zauberer, aber es hat nichts spezielles mit der Tierart zu tun. Der tägliche Umgang mit dem Vertrauten wird aber seine Spuren hinterlassen, z.B. wenn eine Elster gerne etwas klaut, das Frettchen besonders neugierig ist usw.

 

Warum gehört denn zu einer Hexe immer ein Vertrauter?
Tut es das? Der Zauber ist halt ein Grundzauber und für nur einen Punkt im Lernschema zu bekommen. Damit bietet sich das Lernen an. Aber das ist eher ein regeltechnischer Vorteil als eine rollenspielerische Pflicht. Der Vorteil ist halt ziemlich groß, deshalb fällt mir auf Anhieb kaum ein Hexer ohne Vertrauten ein (bei ein oder zwei bin ich mir nicht sicher, zumindest im gemeinsamen Abenteuer spielte er keine Rolle).

 

Bei Tiergestalt hingegen hat der Zauberer eine besondere spirituelle Bindung zu einer Tierart (das wird sich also wohl in einem ähnlichen Charakter ausdrücken oder man wurde als Kind schonmal von so einem Tier gerettet).

Demzufolge würde ich annehmen, dass man die Tierart auf jeden Fall kennt.

Den Fylgie selber kennen muss man ja nicht, aber man weiß/vermutet, dass er die Gestalt des Tieres annimmt.

Eine Fylgie ist bei schamanistischem Glauben durch das Totem von "klein auf" festgelegt und wohl auch bekannt. Bei druidischem Glauben hingegen muss ein Zauberer nicht unbedingt informiert sein und entdeckt quasi erst bei Erlernen "sein" Tier. Allerdings sind hier die Vorgaben nicht sehr umfangreich und man kann viel interpretieren.

 

Nach folgender Quelle http://auswertung.midgard-forum.de/wiki/index.php/Schutzgeister,_%22Schutzengel%22_f%C3%BCr_Kinder nimmt der Schutzgeist die Gestalt des Schützlings an.
Das ist eine schöne Zusammenfassung einer Idee hier im Forum, hat aber keinen offiziellen Status. Man kann es also übernehmen, ist aber nicht dran gebunden.

 

Solwac

Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben Hexen keine besonders enge Bindung zu ihrem Vertrauten und das Tier repräsentiert auch keine Charaktereigenschaften. Deshalb kann es auch (fast) jedes x-beliebige Tier sein.

Ja, es kann fast jedes Tier sein, solange es klein ist (nicht mehr als 10 kg Gewicht) und innerhalb einer bestimmten Intelligenzspanne bleibt.

 

Stell Dir den Vertrauten vielleicht als einen Freund vor. Bei manchen ist diese Freundschaft lose, bei anderen absolut eng, vielleicht sogar so eng, daß sich die/der Hexe® nach dem Tod seines tierischen Gefährten keinen Neuen mehr sucht.

 

Warum gehört denn zu einer Hexe immer ein Vertrauter?

Das ist nicht der Fall. Meine Hexe hat keinen Vertrauten und auch nicht den entsprechenden Zauber.

Ist ja letztendlich nur zum spionieren da.

das ist so nicht richtig. Ein Vertrauter kann spionieren. Er kann aber auch Hilfe holen, Botschaften überbringen, seinem menschlichen Gefährten bei anderen Dingen behilflich sein, etc.

 

Und BdV ist auch kein Pflichtzauber.

was verstehst Du unter Pflichtzauber? Keinem Charakter wird vorgeschrieben, irgendetwas zwingend lernen zu müssen. (Von Volksfertigkeiten bei der Charaktererschaffung mal abgesehen.)

 

Bei Tiergestalt hingegen hat der Zauberer eine besondere spirituelle Bindung zu einer Tierart (das wird sich also wohl in einem ähnlichen Charakter ausdrücken oder man wurde als Kind schonmal von so einem Tier gerettet).

Demzufolge würde ich annehmen, dass man die Tierart auf jeden Fall kennt. Den Fylgie selber kennen muss man ja nicht, aber man weiß/vermutet, dass er die Gestalt des Tieres annimmt.

Jein. Charaktere schamanistischen oder druidischen Glaubens können eine besondere spirituelle Bindung an eine Tierart haben. Wobei diese Verbindung mit der Geisterform besteht, nicht mit den realen Tieren! Ein Totemtier Wolf schützt einen (Tiermeister und Schamanen ausgenommen) nicht vor Angriffen durch ein Wolfsrudel.

In schamanistischen Kulturen wird das Totem bekannt sein. Allerdings wohl weniger durch spektakuläre Ereignisse als vielmehr durch Geburt, also Familienlinie oder weil der Schamane des Stammes das Totem eines Kindes erforscht und verkündet.

Ob ein Fylgie bekannt ist, hängt sehr von der Umgebung ab, in der ein Mensch aufwächst. Vielleicht ist es ein Stammesfylgie, dann ist es bestimmt bekannt. Vielleicht aber ist sein Umfeld zwar druidischen Glaubens, hat aber mit Fylgies nicht viel zu schaffen. Dann erfährt der Charakter sein Fylgie durch Meditation, Vision oder beim Erlernen von Tiergestalt.

 

Nach folgender Quelle http://auswertung.midgard-forum.de/wiki/index.php/Schutzgeister,_%22Schutzengel%22_f%C3%BCr_Kinder nimmt der Schutzgeist die Gestalt des Schützlings an.

Dies ist eine sehr hübsche Beschreibung und Ausdeutung von Schutzgeistern, hat aber mit dem, was das Regelwerk unter Fylgie versteht nicht viel gemeinsam. Nach dem Regelwerk ist ein Fylgie ein tierischer Geist. Die in dem Artikel beschriebenen Schutzgeister kommen aber auch in Kulturkreisen mit göttlichem Glauben vor und sind nicht zwingend tierische Geister.

  • 16 Jahre später...
Zeit: 7.9.2009 um 14:07, Anjanka schrieb:

Eine Notlösung, da alles andere schon extrem kaltblütig wäre: Wer zieht denn noch weiter auf Abenteuer, wenn er gerade seine geliebte Katze verloren hat, die ihn fast 20 Jahre lang begleitet hat? Für meine Figuren wäre das ein Grund, die Abenteurerlaufbahn aufzugeben.

Natürlich ganz Deine Entscheidung für Deinen Charakter.

Halte ich aber allgemein für überhaupt nicht überzeugend.

Gerade Charaktere, die naturaffin sind (und daher evtl. besonders häufig mit der "Vertrauten" Thematik befaßt), sind sich bewußt, daß Sterben Teil der Natur ist. Weniger naturaffine Charaktere dürften das eher noch prosaischer sehen. Wieviele Mäuse hat die "vertraute" Katze gefressen in ihrem Leben? Es ist nun mal so, daß die Mücke, die in die Kerze fliegt, tot ist. Hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, das ist nun einmal der Gang der Dinge.

Warum ein Charakter, der 20 Jahre lang auf Abenteuer war und dabei vermutlich Dutzende, wenn nicht weit mehr, Menschen, Humanoide und sonstige Tiere und Kreaturen umgebracht hat, nun ausgerechnet wegen seiner altersschwach gewordenen Katze so ergriffen ist, daß er fortan "sein altes Leben" an den Nagel hängt, erschließt sich mir nicht.

Francesco di Lardo

Vor 37 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Natürlich ganz Deine Entscheidung für Deinen Charakter.

Halte ich aber allgemein für überhaupt nicht überzeugend.

Gerade Charaktere, die naturaffin sind (und daher evtl. besonders häufig mit der "Vertrauten" Thematik befaßt), sind sich bewußt, daß Sterben Teil der Natur ist. Weniger naturaffine Charaktere dürften das eher noch prosaischer sehen. Wieviele Mäuse hat die "vertraute" Katze gefressen in ihrem Leben? Es ist nun mal so, daß die Mücke, die in die Kerze fliegt, tot ist. Hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, das ist nun einmal der Gang der Dinge.

Warum ein Charakter, der 20 Jahre lang auf Abenteuer war und dabei vermutlich Dutzende, wenn nicht weit mehr, Menschen, Humanoide und sonstige Tiere und Kreaturen umgebracht hat, nun ausgerechnet wegen seiner altersschwach gewordenen Katze so ergriffen ist, daß er fortan "sein altes Leben" an den Nagel hängt, erschließt sich mir nicht.

Francesco di Lardo

Vertraute bieten eine Menge Platz für Rollenspiel. Da zwischen zwei Abenteuern aber Lücken entstehen, müssen diese irgendwie gefüllt werden. Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur bei der Glaubhaftigkeit gibt es Unterschiede.

Vor 54 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Natürlich ganz Deine Entscheidung für Deinen Charakter.

Halte ich aber allgemein für überhaupt nicht überzeugend.

Gerade Charaktere, die naturaffin sind (und daher evtl. besonders häufig mit der "Vertrauten" Thematik befaßt), sind sich bewußt, daß Sterben Teil der Natur ist. Weniger naturaffine Charaktere dürften das eher noch prosaischer sehen. Wieviele Mäuse hat die "vertraute" Katze gefressen in ihrem Leben? Es ist nun mal so, daß die Mücke, die in die Kerze fliegt, tot ist. Hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, das ist nun einmal der Gang der Dinge.

Warum ein Charakter, der 20 Jahre lang auf Abenteuer war und dabei vermutlich Dutzende, wenn nicht weit mehr, Menschen, Humanoide und sonstige Tiere und Kreaturen umgebracht hat, nun ausgerechnet wegen seiner altersschwach gewordenen Katze so ergriffen ist, daß er fortan "sein altes Leben" an den Nagel hängt, erschließt sich mir nicht.

Francesco di Lardo

in unserem Midgard gibt es "Altersheime" / Gnadenhöfe fpr alte Vertraute und Gefährten, die von Tiermeistern finanziert werden...

Mein Batracho ist mit 65 Jahren also 45 Jahre Midgard-Spiel schon bei der dritten Generation seiner Vertrauten... Ja irgendwann ziehe ich niht mehr mit alterschwachen Katzen los! Das kann ich nicht verantworten als Tm!

Vor 8 Minuten, Panther schrieb:

in unserem Midgard gibt es "Altersheime" / Gnadenhöfe fpr alte Vertraute und Gefährten, die von Tiermeistern finanziert werden...

Mein Batracho ist mit 65 Jahren also 45 Jahre Midgard-Spiel schon bei der dritten Generation seiner Vertrauten... Ja irgendwann ziehe ich niht mehr mit alterschwachen Katzen los! Das kann ich nicht verantworten als Tm!

Ich glaube, die Charaktere sind womöglich auch ein wenig die Spiegel der Spielerschaft.

In unserer heutigen Wohlstandswelt in Deutschland wird halt viel mehr Aufhebens um Haustiere im Sinne von "Schoß- und Streicheltieren" gemacht, als etwa in ärmeren Regionen der Welt, wo es in erster Linie darauf ankommt, Nutzen und Nahrung aus den Tieren zu ziehen. Ebenso wie auch bei uns in Deutschland diese Aspekte vor nicht langer Zeit noch vielmehr im Fokus standen.

Ich will es mal so sagen: Zu Zeiten meines Urgroßvaters konnte man vermutlich kein "Katzenfutter" kaufen. Als ich Kind war, schon. Allerdings gab's zu meiner Kindheit noch kein "Sheba senior - für die ältere Katze". Ebenso war es vor nicht allzulanger Zeit auch nicht ungewöhlich, daß man einen Kanninchenstall hatte und die Kinder die Tiere so liebgehabt haben und gestreichelt wie heute. Beim nächsten Fest war aber trotzdem dann eins im Kochtopf und aus dem Fell hat man irgendwas Nützliches gemacht. Dürfte heute seltener vorkommen.

Auch wenn das nachfolgende Beispiel zugegebener Weise an den Haaren herbeigezogen ist:
Ich glaube, daß ein afghanischer Hirte, der Midgard spielen würde, für seinen Charakter nicht auf die Idee kommen würde, einen Gnadenhof für alternde tierische Vertraute einzurichten.

Francesco di Lardo

Vor 3 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Ich glaube, die Charaktere sind womöglich auch ein wenig die Spiegel der Spielerschaft.

In unserer heutigen Wohlstandswelt in Deutschland wird halt viel mehr Aufhebens um Haustiere im Sinne von "Schoß- und Streicheltieren" gemacht, als etwa in ärmeren Regionen der Welt, wo es in erster Linie darauf ankommt, Nutzen und Nahrung aus den Tieren zu ziehen. Ebenso wie auch bei uns in Deutschland diese Aspekte vor nicht langer Zeit noch vielmehr im Fokus standen.

Ich will es mal so sagen: Zu Zeiten meines Urgroßvaters konnte man vermutlich kein "Katzenfutter" kaufen. Als ich Kind war, schon. Allerdings gab's zu meiner Kindheit noch kein "Sheba senior - für die ältere Katze". Ebenso war es vor nicht allzulanger Zeit auch nicht ungewöhlich, daß man einen Kanninchenstall hatte und die Kinder die Tiere so liebgehabt haben und gestreichelt wie heute. Beim nächsten Fest war aber trotzdem dann eins im Kochtopf und aus dem Fell hat man irgendwas Nützliches gemacht. Dürfte heute seltener vorkommen.

Auch wenn das nachfolgende Beispiel zugegebener Weise an den Haaren herbeigezogen ist:
Ich glaube, daß ein afghanischer Hirte, der Midgard spielen würde, für seinen Charakter nicht auf die Idee kommen würde, einen Gnadenhof für alternde tierische Vertraute einzurichten.

Francesco di Lardo

realismus

Die Midgard Welt ist unsere Fantasy Welt.... Wenn mein Tiermeister nun mal so REICH ist, dass er sich sowas wie einen Gnadenhof leisten kann und er mMn rollentypisch sich um seine Gefährten Gedanken macht und sie beschützt, dann ist der Schluss zum Gnadenhof nicht weit...

PS: Fun Fact: Batracho hat nur einen Gefährten in einer Session verloren, so mit Schock und was so dazu gehört.... Die anderen 6 Tiere sind alle in Rente gegangen.

Wir reden hier von einem Vertrauten, nicht einem beliebigen Tier.

Die Bindung ist extrem eng. Daher auch die Möglichkeiten und die Konsequenzen. Dem Hexer dürfte sein Vertauter im Zweifel näher stehen als seine Gefährten.

Daher finde ich manche Vergleiche doch etwas merkwürdig. Der "Lauf der Natur", das heißt, das eigene Beuteverhalten und der damit verbunde Tod hat doch nichts mit dem Schmerz zu tun, der mit dem Tod des Vertrauten verbunden ist. Ich nehme doch mal an, dass eine Spielfigur, die jahrelang mit anderen Figuren gereist ist, auch einigermaßen betroffen vom Tod eines Gefährten wäre und nicht sagt "Ach halb so wild. Der hat ja auch auch selbst genügend Leute im Laufe seine Lebens über die Klinge springen lassen." Sowas würde ich also antisoziale Persönlichkeitsstörung einordnen. Gut... Passt sicher auch zu so manchem Hexer.

4 Stunden her, Solwac schrieb:

Vertraute bieten eine Menge Platz für Rollenspiel. Da zwischen zwei Abenteuern aber Lücken entstehen, müssen diese irgendwie gefüllt werden. Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur bei der Glaubhaftigkeit gibt es Unterschiede.

Das kann ich unterschreiben.

Francesco di Lardo

2 Stunden her, Einskaldir schrieb:

Die Bindung ist extrem eng. Daher auch die Möglichkeiten und die Konsequenzen. Dem Hexer dürfte sein Vertauter im Zweifel näher stehen als seine Gefährten.

Ich würde dies im Zweifel genau anders herum vermuten. Das hängt, so glaube ich, nicht unerheblich vom Zauberer ab, der einen Vertrauten gebunden hat.

Jemand hatte irgendwo schon erwähnt, daß ein schwarzer Hexer das weitaus egoistischer und "pragmatischer" sehen könnte, als etwa ein Druide oder Schamane.

Und es hängt davon ab, was man als maßgeblichste Elemente der Bindung ansieht:
Ist es das emotionale Band? Da schlägt m.E. im Zweifel der "Mensch" das "Tier", mit dem ich jeweils ein Dutzend Jahre durch dick und dünn gegangen bin.
Ist es das magische Band? Dieses besteht im "besonders engen" Sinne ja nur zwischen Zauberer und Vertrautem und nicht vergleichbar mit einem der Gefährten.

Man könnte also argumentieren, daß die schwerwiegenden Folgen des Todes eines Vertrauten sich in erster Linie aus dem Zerreißen der magischen Komponente ergeben, als aus der emotionalen. Demnach wäre es plausibel, wenn die negativen Konsequenzen des Todes eines Vertrauten schwerer wiegen, obgleich der betroffene Zauberer einem menschlichen Gefährten näher steht, als einem Tier.

Vielleicht stützt diese Argumentation folgender Gedanke:
Man nehme einfach den "gebundenen Vertrauten" aus der Gleichung heraus. Stattdessen haben wir nun den Charakter, der ein dutzend Jahre zusammen mit einem menschlichen Gefährten und einem Hund Abenteuer durch dick und dünn durchstanden hat. Der Verlust von wem würde - im Durchschnitt (nicht im möglicherweise begründeten Einzelfall) - den Charakter vermutlich schwerer treffen?

Ich würde auf den Verlust des Menschen tippen.

Mein Fazit wäre dementsprechend:
Allgemein trifft auf der emotionalen Ebene im Zweifel der Verlust des Menschen schwerer als der des Tieres.
Im Einzelfall kommt es immer auf den speziellen Charakter an - da ist alles möglich.

Francesco di Lardo

"Durch die entstandene Seelenverwandtschaft hängt das Tier an seinem Herrn, wird ihm nicht davonlaufen und ihn nach Kräften verteidigen, wenn er angegriffen wird. Ein Zauberer kann gleichzeitig nur einen Vertrauten haben."

Liest sich für mich stärker als ein Werkzeug.

Immerhin muss ich eine enge Bindung, die zu einem Silberfaden führt, über einen Monat aufbauen.

Welcher Zauberprozess dauert denn vergleichsweise lang? Mir ist keiner bekannt.

Bearbeitet ( von Einskaldir)

Vor 26 Minuten, Einskaldir schrieb:

"Durch die entstandene Seelenverwandtschaft hängt das Tier an seinem Herrn, wird ihm nicht davonlaufen und ihn nach Kräften verteidigen, wenn er angegriffen wird. Ein Zauberer kann gleichzeitig nur einen Vertrauten haben."

Liest sich für mich stärker als ein Werkzeug.

Immerhin muss ich eine enge Bindung, die zu einem Silberfaden führt, über einen Monat aufbauen.

Welcher Zauberprozess dauert denn vergleichsweise lang? Mir ist keiner bekannt.

"Tiere haben dagegen eine ausgesprochen starke Anima und außerdem auch einen Astralleib, meist aber keine Seele. Eine Ausnahme bilden nur die intelligentesten Tiere mit einer tierischen Intelligenz von 90 oder höher wie beispielsweise höhere Affen, Delphine oder Dunkelwölfe, die in gewissem Maß zur Selbsterkenntnis fähig sind."
(Arkanum S. 30 rechte Spalte 4. Absatz)

Da kann man die Frage stellen, wie Seelen miteinander "verwandt" sein können, wenn die eine Seite gar keine Seele hat.
Ich denke, wir können halbwegs sicher davon ausgehen, daß die meisten "Vertrauten" keine tIn von 90 haben, sondern stattdessen öfters unter diesem Wert liegen.

Weiter oben:

"Auf der niedrigsten Ebene steht die tierische Seele oder Anima, die Quelle der niederen Instinkte. ...

Die Druiden Vesternesses setzen die tierische Seele mit dem Mondgeflecht gleich, dem immateriellen Netz empyrëischer Fäden, das den ganzen Körper durchzieht. In den Magiergilden des Westens hat sich dafür der Name Argyriston, d.h. Silbernetz, eingebürgert. Zur Anima gehört auch das Nemargyrion, der Silberfaden, der den Astralleib des Zauberers bei einer Reise der Seele mit dem Körper verbindet (s. S. 105)."
(Arkanum S. 30 rechte Spalte 1. Absatz)

Wie aus ARK S. 30 rechte Spalte Abs. 4 hervorgeht, sollte man präziser Weise eher von der Anima, als von der einer tierischen Seele sprechen. Dementsprechend wäre es ebenso präziser, von einer enstandenen Anima-Verbindung/Verflechtung vom Tier zu seinem Herren zu reden, als von einer Seelenverwandschaft.

Folglich muß aber auch ich meine Ausdrucksweise präzisieren und sollte daher nicht von der "magischen Verbindung" sprechen, sondern von der Verflechtung der empyrëischen Fäden, also gewissermaßen die "Anima-Infrastruktur" oder die "Verbindung der Astralleibe von Zauberer und Tier durch das Nemargyrion" als entscheidendem Faktor anstelle einer Seelenverwandschaft, wie wir sie im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen.

Francesco di Lardo

Vor 19 Minuten, Einskaldir schrieb:

Ich habe den Zauber wörtlich zitiert.

Und ich ebenso das Arkanum mit der Angabe, daß Tiere unter tIn 90 keine Seele haben.

Wir haben also wieder einmal einen Fall, in dem die Regeln von Midgard nicht wirklich präzise und vollständig konsistent sind.
In diesem Fall womöglich gar widersprüchlich.

Und jetzt?

Einerseits kann man in solchen Fällen das Ergebnis vorweg nehmen:
Es kommt (nur) auf den Spielleiter an.

Denn, wie kürzlich schon anderswo durchgespielt, gibt es keine "offizielle" oberste Regelinstanz (mehr). Midgard Online ist offline. @Prados Karwan , der die Rolle, wenn ich es recht verstanden habe, früher einmal ausgefüllt hat, hat sie niedergelegt.

Andererseits kann man sich natürlich unabhängig davon trotzdem Gedanken machen, argumentieren und theoretisieren.
Dies kann dann Grundlage für Spielleiter oder andere Spieler sein, die sich mit derselben Frage befassen (oder befassen werden), sich ihr eigenes Urteil zu bilden, vielleicht teils basierend auf Gedanken der einen oder und anderen Seite(n), auf die sie selbst eventuell nicht gekommen wären.
Um dann am Ende für ihre individuelle Spielrunde entsprechend zu entscheiden.

Was wir hier also eigentlich tun, ist theoretisches Sparring in Regelauslegung, ohne daß einer von uns (außer als SL in seiner eigenen Spielrunde) tatsächlich "Richter" sein könnte. Also im Grunde exakt das, wofür es ein Midgard-Forum gibt. Ich finde, das ist auch gut so.

Ich glaube, damit bin ich auch nicht allein, sondern wage einmal die Vermutung, daß Du als Fachanwalt, für den letztlich Regelauslegung, Subsumption und Argumentation eine Lebensentscheidung zuvorderst für das "echte Leben" gewesen ist, durchaus aufgeschlossen dafür bist. Vermutlich nicht umsonst treffen wir hier deshalb "spielerisch" aufeinander, was ich - zumindest von meiner Seite - auch gar nicht als "Gegeneinander" verstehe.

Francesco di Lardo

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