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Amerikanische Rollenspielwelt nutzt den Namen "Midgard"! Legale Konsequenzen?
Ich sage es mal so: Danke für den Hinweis! Elsa wird jetzt entscheiden, ob und was sie deswegen unternehmen kann/wird. Sie weiß sicherlich am besten, ob ihre Rechte hier betroffen sind. Oder sie kennt jemanden, der das ganz genau weiß. Der Rest ist eigentlich nicht unser Bier und schon gar kein Grund, sich deswegen in die Haare kriegen.
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waffenloser Kampf - nützlich oder unbalanciert?
@ Stephan und BF: Ja, theoretisch ist Waloka eine feine Sache, aber bringt ihr das euren Figuren bei? Ich habe eben noch mal nachgeschaut. Es gibt bei der Charaktererschaffung keine Möglichkeit, an Waloka zu kommen, außer über die Waffenfertigkeiten. Dort rangiert er außer für den As immer in der teuersten Kategorie. Für die meisten Zauberer ist er gar nicht zu kriegen oder liegt bei 8 oder 9 Lernpunkten und damit jenseits von Gut und Böse. Ergo werden wohl potentiell As, Sö und Kr sich Waloka am Anfang leisten können. Wenn ich die Meuchelregel richtig verstanden habe, taugt Waloka z.B. nicht zum Meucheln - blöd für den As. Die Grundkenntnisse sind mit am teuersten und das für die Zauberer x4 - dafür erwirbt man sich aber nur zwei Waffenfertigkeiten als Option, die im normalen Nahkampf suboptimal sind. Wird der Zauberer da zugreifen? Ich würde es nicht so sehen, wie ihr. Nicht unter den momentanen Bedingungen.
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waffenloser Kampf - nützlich oder unbalanciert?
Ich musste eben schnell weg und war mit meinem letzten Beitrag etwas kurz: Realismusargumente interessieren mich bei meiner Frage überhaupt nicht. Die Schwierigkeitsstufen, der EW und der Schaden sind doch eh nur Konstrukte und es ist doch überhaupt nirgends festgelegt, wie der Effektivitätsfortschritt eines erhöhten EW sich bei verschiedenen Waffen "realistisch" zeigen sollte. Für mich ist allein von Interesse, ob ihr der Meinung seid, dass es sich bei Midgard "lohnt", Waloka zu lernen. Ich würde diese Frage verneinen und damit erfüllen die momentanen Regelungen zum Waloka ihren Zweck nicht: Eine Fertigkeit, die nicht interessant ist, kann gestrichen werden. Wie könnte man das Kosten/Nutzen-Verhältnis verbessern? Eine Lösung ist bereits genannt: Lernkosten runter. Doch im Prinzip ändert das nicht viel. Waloka hat dann immer noch etliche Nachteile gegenüber anderen "Waffen" und nur in extrem seltenen Spielsituationen einen definitiven Nutzen. Als Primärwaffe taugt er nie, bei den zweiten und dritten Waffen gibt es genug Kandidaten, die günstig sind und mehr können. Und Waloka scheint vom Stil her nicht dazu bestimmt, der xte Waffenskill zu sein, den ein Krieger auch noch mit hochzieht. Aber was könnte das Kosten/Nutzen-Verhältnis verbessern? Mir schwebt Folgendes vor: Ein paar Hemmnisse können ersatzlos gestrichen werden: Gezielte Treffer werden möglich; Meucheln/Betäuben ist möglich; Abwehrbonus auch beim Kampf mit anderen Waffen. Die Begrenzung auf TR sollte man ruhig beibehalten. Gegebenenfalls könnte man maßgeschneiderte Lederrüstungen vorschlagen. Die Lernkosten könnten ebenfalls so bleiben oder falls ihr das so seht, um 1 oder 2 Kategorien erleichtert werden. Vielleicht ist das nicht mal nötig. Tatsächlich würde Waloka damit für leichtgerüstete, hochbewegliche Kämpfer interessant werden, die damit ihre Abwehr unterstützen. Für Krieger würde die Attraktivität in jedem Falle steigen. Klar würde das ein paar Kampftechniken des KiDo ersetzen. Ja und - dem KiDoka entsteht kein Nachteil, weil er die Vorteile ebenfalls kostenlos dazu bekommt. Ich könnte mir was Vergleichbares zum KiDoka außerhalb von KTP vorstellen, aber das ist schon ein anderes Thema.
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waffenloser Kampf - nützlich oder unbalanciert?
Ich fragte nach den Kosten/Nutzen-Verhältnis.
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waffenloser Kampf - nützlich oder unbalanciert?
Allgemeine Einschätzung: Ich halte die vielen Einschränkungen, die Waloka gemäß der Regeln im Vergleich zu anderen Waffen mit sich bringt in Blick auf die exorbitanten Kosten, für reichlich überzogen. Es gibt den einen Vorteil, dass man seine bloße Hand tatsächlich überall dabei hat. Aber ansonsten ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis absolut grottig. Negativ: Geringer Schaden, höchstens TR, Abwehrbonus nur im Waloka, keine gezielten Treffer, keinen Einsatz vom Pferd aus ... wahrscheinlich würde mir noch mehr einfallen. Seht ihr das ähnlich oder haltet ihr den Waloka für ausgewogen?
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Akzeptable Artefakte
Ich bin an sich zurückhaltend mit der Vergabe von Artefakten, insbesondere von besonderen Artefakten. Aber das hat mit dem gewohnten Spielstil zu tun und dem Unwillen einer Übersättigung der Spieler oder einer Überladung der Abenteurer vorzubeugen. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit mächtigen Artefakten gemacht, wenn sie entweder einen gewichtigen Nachteil oder aber eine hohe ABW hatten. Ich als Spieler hebe mir Artefakte mit hoher ABW immer für einen Big Point auf. Manchmal ermutigt ein mächtiger Rettungszauber mich, waghalsige Situationen einzugehen. Ich hoffe zwar, den Gegenstand nicht benutzen zu müssen, könnte es aber tun. Gut finde ich auch mächtige Gegenstände, die im Spiel eine Rolle spielen können: Ein mächtiger Ring, der aber mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen mächtigen Dämon herbeiruft usw. Supermächtige Abenteurer aufgrund ihrer tollen Artefakten haben auf mich die gleiche Wirkung wie alte Knacker in Sportwagencabrios. Nein, nicht Neid!
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Stören Computer auf Midgard Cons
Wobei ich das eher als eine Frage der Vorbereitung und Übung ansehe; die Verzögerungen gibt es ja auch, wenn der SL in einer aktuellen Situation ein (physisches) Bild, ein Handout oder die Werte eines bestimmten NSC etc. heraussuchen muss. Ja und nein. Für einen normalen Spielabend habe ich eventuell als SL 10 Zettel oder Mappen, mit denen ich hantiere. Ein überschaubarer Rahmen, ich weiß, was ich habe und was ich nicht habe. Ich würde wahrscheinlich niemals während des Spiels das Zimmer verlassen, einen Bildband holen und dann ein Bild vorzeigen, an das ich bei der Vorbereitung nicht gedacht habe. Habe ich das Bild irgendwo auf dem Laptop, dann könnte es mir schon passieren, dass ich so ein Bild in meinen Dateien suche. Mal ganz davon abgesehen davon, dass ich das Rumzeigen von Bildschirmen auch nicht für die Weißheit letzten Schluss halte. Im Gegenteil: Von der Seite siehst du schlecht, rumgeben ist auch nicht immer eine Option, scheint ne Lampe oder die Sonne drauf, kannst du nicht viel erkennen und an einem großen Tisch ist der Eindruck präsentierter Bilder aus den hinteren Rängen auch nicht wirklich befriedigend. Viele solcher Präsentationen können schnell mal gut gemeint sein, aber nicht sonderlich überzeugend. In Kombination mit einem Beamer sieht das schon anders aus. Aber dann wünschte ich mir auch einen Trailer zur Einstimmung in eine Landschaft oder eine bestimmte Kultur. Und danach alle Macht den inneren Bildern.
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Stören Computer auf Midgard Cons
Ja ich auch. Ich würde es auch befremdlich finden, wenn der SL Liebesbriefe an seine Freundin schreibt während er leitet oder Gedichte auswendig lernt. Erstens will ich niemanden kontrollieren, sondern ich habe negative Erfahrungen gemacht, die ich in meine Position mit einbeziehe. Das tue ich mit Beobachtungen auch. Eindeutige Beobachtungen helfen mir da weiter als uneindeutige. Zweitens haben scheinbar Computer ein gewisses Ablenkungspotential, das herausragt. Mir ist noch nie aufgefallen, dass ein SL während des Spiels Liebesbriefe schreibt oder liest, oder einen Roman liest ... Beide digital bewaffneten SLs hingegen waren definitiv mit was ganz anderem beschäftigt, was sie noch so mit ihrem Computer anstellen konnten. Das ganze ohne einen feststellbaren Nutzen des Comuters. Gerade fällt mir ein, dass ich neulich den Computer selbst genutzt habe, um Musik einzuspielen. Auch hier waren die Ergebnisse nicht berauschend. Es ist ein Unterschied, eine Stimmung zu erzeugen oder auf einen Knopf "Stimmungserzeugung" zu drücken. Mag aber auch dran liegen, dass diese Gruppe bis dahin ohne Musikuntermalung sehr gut klargekommen ist.
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Stören Computer auf Midgard Cons
Mich stören Computer am Spieltisch. Ich bin da ein gebranntes Kind. Ich hatte zwei SL, die den Computer als Arbeitsgerät am oder neben dem Spieltisch genutzt haben und sie wirkten beide abwesend und nicht bei der Sache. Irgendwann wurde der Computer mitsamt der progammierten Tools und der gespeicherten Vorbereitung dann selbst zum Thema. Zumindest bei dem einem wurde ich das Gefühl nicht los, dass er zwischendurch an seinem Laptop - mal vorsichtig gesagt - mehr als nur das Nötigste gemacht hat. Ich muss auch sagen, dass ich mit technophilen "Guckmalwasichneueshabeundwasderalleskann"-Typen ein echtes persönliches Problem habe. Solche Leute sehe ich an sich lieber am Nachbartisch, damit ich über sie lästern kann. Nicht jeder, der einen Computer am Spieltisch nutzt, gehört deshalb zu dieser Gruppe. Aber wer dazu gehört, der hat seinen Computer am Tisch, ob er nun was nützt oder ob er stört - Hauptsache, er ist da. Mein Problem: Ich will am Spieltisch die Aufmerksamkeit meines SLs. Wenn er sich anders beschäftigt, will ich statt dessen wissen, womit er sich beschäftigt. Liest er ein Regelbuch, ist das selbsterklärend. Wühlt er in seiner Zettelsammlung, ist es das auch. Hängt er vor dem Computer, weiß ich nicht was er macht und wann es weitergeht. Mich nervt das unmittelbar. Neben dem wenigen Guten, was ein Computer am Spieltisch bewirken kann, bewirkt er nach meiner Meinung eine Menge Mikroverzögerungen, gerade bei gutgemeinten Nutzungen - mal eben noch ne Bilddatei aufmachen, mal eben noch einen Sound oder die passende Musik starten. Das stört den Fluss, wirkt die Stimmung ab und nervt. Dann ist der PC für mich in allererste Linie ein Arbeitsgerät, dass ich in meiner knappen Freizeit auch nicht noch am Wickel haben möchte. Unschlagbar positiv ist für mich der Computer für die Vorbereitung der Abenteuer. Ich arbeite quasi nur mit ausgedruckten Vorlagen. Da ich nur wenige, dann aber negative Erfahrungen gemacht habe, mag es sein, dass ich noch mal umgestimmt werde.
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Stören Computer auf Midgard Cons
Was macht die App denn besser? Man kann gegebenenfalls besser mogeln.
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Abschrecken von neuen Spielleitern
So isses! Für mich der Punkt, den Strang verloren zu geben.
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Abschrecken von neuen Spielleitern
Wenn ich Zinnfiguren anmalen möchte, dann tue ich das im stillen Kämmerlein. Ich erarbeite einen beklecksten Zinnklumpen und kann ihn mit den entsprechenden Bildern der Profis im Forum vergleichen. Ich weiß von vornherein, wo ich mit meinem Produkt in etwa stehe. Wenn ich Drehleier spielen möchte, dann übe ich im stillen Kämmerlein. Ich erarbeite mir ein Stück und eine gewisse Technik und kann mich mit entsprechenden MP3s anderer im Forum oder denen von den Profis vergleichen. Ich weiß von vornherein, wo ich mit meiner Kunst in etwa stehe. Beim Rollenspiel gibt es außerhalb von Cons weder halboffizielle Vorbilder noch irgendwelche verbindliche Standards noch gibt es die Möglichkeit, heimlich zu üben. Ich wüsste nicht einmal eine andere, weit verbreitete Disziplin, aus der man zuverlässig Erfahrungen aufs Rollenspiel übertragen könnte. Insofern muss ein neuer SL ins kalte Wasser springen und läuft Gefahr, sich live zu blamieren, ohne diese Gefahr vorher ausloten zu können. Diese Situation halte ich für einigermaßen einmalig. Und das produziert ein Unsicherheitspotential, das eben auch was besonderes ist. Hier liegt ein Unterschied. Das trifft nun auf "Expertendiskussionen" z.B. im Midgardforum, die ich eh nicht gerade für die Sternstunden des Forums halte. Es gibt kein "gutes Rollenspiel" gegenüber einem schlechten, weil das einzig taugliche Kriterium "Spaß" je nach Gruppe und Gruppenvertrag hier und dort ganz anders erzielt werden kann. Nichtsdestotrotz wird immer mal wieder um die "reine Lehre" gerungen und indirekt anderen gesagt, wie sie ihren Spaß zu generieren hätten. Und das eben nicht im Habitus eines Spielers/Spielleiters, der aus seinen Erfahrungen spricht und andere Erfahrungen gelten lässt, sondern im Habitus eines "Rechthabers", der das den anderen auch zeigt. Das ist geeignet, ein Klima zu erzeugen, dass man als SL einen bestimmten Spielstil zu pflegen hat und mit einer Abkanzelung zu rechnen hat, wenn man diesem Stil nicht nacheifert oder ihn nicht umsetzen kann oder gar auf anderem Wege Spaß haben möchte. All das hat wie gesagt leider überhaupt gar nichts mit den Inhalten oder dem Niveau der geführten Diskussionen zu tun, sondern mit einer "Ich-weiß-es-du-aber-nicht"-Haltung, die manchmal hier und anderswo in Rollenspielforen an den Tag gelegt wird. Und das kann verständlicherweise zur Folge haben, dass ich mich mit meinen unsicheren Spielleiterkünsten auf einem Con nicht ans Messer liefere, um mir eventuell von einem hier meinungsfreudigen Diskutanten mein verheerendes Urteil abzuholen. Oder ich mache mir die "hohen" Ansprüche zu eigen und vermeide die Gefahr, gegenüber Ansprüchen zu versagen, die meine Gruppe nicht einmal im Traum stellen würde. Beides blöd. Es ist eine Stilfrage. Und ich habe noch überzeugendes kein Argument gehört, warum Erfahrung in einer Sache die Rechtfertigung dafür ist, vom hohen Ross herab zu sprechen. Gut, Dieter Bohlen würde entsprechende Begründungen liefern können, ist aber selbst das beste Beispiel dafür, warum man es lassen sollte. Wenn ich meine Erfahrung aber nicht nutze, um eine hierarchische Überlegenheit darzustellen, dann können auch Anfänger mit Erfahrenen sachlich diskutieren und sich ernst- und angenommen führen. Dass man Neulinge auf der anderen Seite auch annehmen kann, ohne sie in Watte zu packen, sollte auch berücksichtigt werden. An beiden Enden der Skala besteht meiner Meinung nach Besserungsbedarf. Nein, ich habe und wollte keinen persönlich ansprechen, geben aber einen Eindruck wieder, der bei der Erörterung von "gutes/schlechtes Rollenspiel"-Themen bei mir immer wieder unangenehm hoch kommt.
- Umfrage - Was könnte dich motivieren auf einem Midgard Con zu Spielleiten?
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Muss jeder Spieler auch Leiten können?
Keiner muss. Ich kenne etliche Spieler, die auch keinen Spaß daran hätten, und manch einen, bei dem es wohl auch keinen Spaß machen würde. Insofern ist jeder Pflichtgedanke absurd.
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Spielleiter braucht Hilfe bei Umsetzung seiner Idee!
Wie es tatsächlich funktioniert, müssen die Abenteurer ja gar nicht wissen. Tatsache ist, dass es funktioniert. Lass sie sich doch ihre eigene Theorie machen. Wir haben mal einen Ballon zur Flucht aus einem Tal genutzt und uns vom Wind treiben lassen. Gesteuert wurde mit Naturkunde. Ansonsten wurden Richtung und Geschwindigkeit des Windes zufällig bestimmt. Wir hatten für eine bestimmte Anzahl von Tagen Wasser und Proviant und Brennmaterial dabei und das ganze spielte in der Wüste. Wir waren also darauf angewiesen, dass wir in die Nähe einer Ortschaft kamen, wo wir uns Kamele hätten kaufen können. Unsere Theorie: Das Feuer macht den Luftelementaren Angst, ein Teil von ihnen flüchtet nach oben in den Ballon hinein und hebt ihn dabei hoch. Unser Priester hatte noch die alternative Theorie, dass das alles Teufelskram wäre und sorgte dafür, dass aufgebrachte Bauern den Ballon am Ende in Stücke rissen. Beide Theorien halte ich für hinreichend plausibel.
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Was muss ich bei der Erarbeitung von hochstufigen Abenteuern (>Grad 8) beachten?
Ich denke, dass sich die Spieler auf einem Con da auch sehr entgegenkommend zeigen müssen. Es gibt einen angebotenen Motivationsgrund (der nicht gerade nur 200 GS betragen muss, sondern "Tue Gutes!" sein kann) und dann steigt man darauf ein oder man geht einen Crepes essen. Acht zum Teil unbekannte Leute einzeln zu bedienen, um das Abenteuer starten zu können, ist für eine einmalige Begegnung Zeitverschwendung. Die Bereitstellung von Lehrern ist eine Belohnung, die jedem schmecken dürfte. Andererseits schließen angemessene Belohnungen so manches Abenteuer aus. Manchmal wird es wie bei den Glorreichen Sieben um die Ehre gehen.
- Rüstungsschutz von Dingen
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Metadiskussion: Umfragen
Ja.
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"Wie leite ich eine Midgard-Runde"-Workshop auf dem Con?
Kann ich verstehen, das liegt aber an einer fragwürdigen Diskussionskultur, die hier manchmal gepflegt wird. Und dann ist es eine Typfrage: Mich würde es im voraus demotivieren, wenn ich mir vorstelle, dass nach dem Workshop auf dem Con oder hier im Forum besserwisserisch das Ergebnis zerpflückt würde. Hingegen könnte ich mir aus einer Diskussion im Vorfeld die Rosinen rauspicken. Aber das muss erstens gar nicht sein und kann man zweitens natürlich anders sehen. Ich habe jedenfalls bei allen, die sich zur Leitung des Workshops bereit erklärt haben, vollstes Vertrauen, dass sie da was Gutes präsentieren werden - durch das Auftreten im Forum, Mails, PNs usw. Nur auf alle Ideen kommt man u.U. nicht alleine, daher mein Vorschlag von vorhin. Aber egal wie, das wird schon was werden und ihr könnt ja auch, wenn ihr es wollt und es was nützt, Leute nach ihrer Einschätzung fragen, ohne dass das durchs ganze Forum laufen muss. Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg und begeisterte Resonanz.
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Umfrage - Was könnte dich motivieren auf einem Midgard Con zu Spielleiten?
Mal ganz theoretisch: Lob und Schulterklopfen von zufriedenen Spieler nach dem Abenteuer + ein ausgegebenes Bier. Alles andere ist nur Lametta. Die Sorge vor zu hohen Ansprüchen, Leuten die es anders gemacht oder besser gewusst hätten - überhaupt das Gefühl in eine Leistungsschau zu geraten und dort nicht mithalten zu können, würde mich abhalten. Das alles ist wie gesagt sehr theoretisch, da ich noch nie auf einem Midgard-Con gewesen bin. Ich weiß weder, wie ich meine SL-Künste im Vergleich einschätzen sollte, noch wie die Erwartungshaltung der Spieler ist.
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"Wie leite ich eine Midgard-Runde"-Workshop auf dem Con?
Gut, verstehe ich und ist in Ordnung so. Für mich bleibt die Frage, welche Strategie man fahren sollte, damit es nicht zu heißer Luft kommt. Ich sehe die Gefahr - aufgrund einschlägiger Erfahrungen mit Diskussionen hier im Form - dass die Workshopergebnisse im Anschluss erst mal zu heißer Luft zerredet werden könnten. Ich würde hier zuerst versuchen, einen (Minimal-)Konsens/Mehrheitsmeinung herstellen zu wollen, von dem man ausgehen kann. Denn irgendwann, wenn sich der Rauch lichtete, bildete sich im Forum meist eine Tendenz raus, die die überwiegende Mehrheit mitzutragen schien. Aber auch das ist nicht mehr als eine sehr private Einschätzung von mir. Ihr macht das schon! Präsentiert doch bitte im Nachhinein mal, was ihr gemacht habt und was rausgekommen ist. Das würde mich sehr interessieren.
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"Wie leite ich eine Midgard-Runde"-Workshop auf dem Con?
Beim Lesen dieses Stranges kommen frohe Erwartungen, aber auch Befürchtungen hoch. Erstens sollte sich der Workshop an "Anfänger" richten und sich deutlich auf die Grundlagen konzentrieren. Jeder erfahrenere Spielleiter hat noch seine Steckenpferde, die er reitet und wenn dieser Workshop von Rollenspieltheoretikern verschiedener Schulen gekapert wird oder der Einsatz von Tabletcomputern oder MP3-Playern zur Stimmungserzeugung diskutiert wird, dann sind Anfänger abgehängt. Zweitens würde ich wissen wollen, ob es auf Cons bestimmte Standards oder Konventionen gibt, die ein erfahrener SL, aber Anfänger-Con-SL zu bedenken hätte. Drittens würde ich das Coaching gerne kurzgehalten haben. Eine Stunde ist Maximum, damit nicht der Eindruck entsteht, dass man erst ein Grundstudium Rollenspielleitung absolvieren müsste. In einer Stunde kann es so viel Input geben, wie man erst mal aufnehmen kann. Danach sollte Praxis kommen, die man dann wieder reflektieren könnte. Viertens könnte die Praxis ein Teil des Workshops sein, bzw. sich als Abenteuer daran anschließen: Nach der Einführung kriegt jeder der Beteiligten eine kleine Sequenz eines Abenteuers, die er leiten soll. Dann hat er 20 Minuten Zeit zur Einarbeitung. Ich würde kein fortlaufendes Abenteuer nehmen, sondern in dem Fall die verhassten Zwischenerzählungen verwenden: Zum Beispiel 1. Szene: Auftragsvergabe in der Kneipe mit einer Nebenszene; Aufgabe: NPC rüberbringen 2. Szene: Überquerung einer Schlucht mit kaputter Hängebrücke und anschließendes Nachtlager mit unheimlicher Situation: Aufgabe: Naturbeschreibung, verschiedene Fertigkeiten abwickeln; Standardsituation inszenieren, Karte zeichnen 3. Szene: Dreiraum-Dungeon: Aufgabe: Dungeon ausrüsten; Kampf; Fertigkeiteneinsatz im Dungeon; Raumbeschreibungen, Karte zeichnen 4. Szene: Detektivabenteuer, in der letzten Gaststätte macht sich der Auftraggeber mit der Hilfe eines Koplitzens mit der Beute und ohne zu zahlen aus dem Staub: Aufgabe: Spuren legen, NPCs rüberbringen usw. Die Spielszenen werden mit kleinen Aufgaben und etwas Material vorbereitet, den Rest erledigt der Workshopper. Fünftens: Ich könnte mir vorstellen, dass wir ein Thesenpapier mit 10 Punkten zu den Basics des Rollenspiels hier diskutieren und fertigstellen. Natürlich traue ich denjenigen, die sich als Workshopleiter aus der Deckung gewagt haben, auch zu, das super zu machen. Aber ich vermute, dass eine Diskussion hier und jetzt darüber, was nun Grundlagen (und "gutes Rollenspiel") sind und was nicht, uns auf dem Con einige Irritationen erspart, die sonst unter den erfahreneren Spieler auf dem Con losgingen. Alles nur ein Vorschlag.
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Schadensbonus durch hohe Waffenfertigkeit statt durch hohe Geschicklichkeit
Ich sehe auch nicht, dass deine Hausregel das Spiel wesentlich komplizierter macht, aber ein bisschen. Und genau diese "bisschens" haben sich bei Midgard im Laufe der Jahre gesammelt und sind gerade für Neulinge geradezu zu einem Abschreckungsfaktor geworden. Vielleicht als Erklärung. Logik? Das Kampfsystem ist sehr abstrakt: Kampfrunden von 10 sec; recht geringer Schaden; reichlich ineffektiver Fernkampf ... da fehlt die Logik an etlichen Stellen weit offensichtlicher als in dem von dir angesprochenen Fall. Das alles zusammen bildet aber einen Regelmechanismus, der sehr gut passt. Und das ist entscheidend. Wenn dieser Mechanismus der Logik oder Realität nicht entspricht, dann ist das erst mal ein schwaches Argument, denn keinem ist gedient, wenn man ein realistisches, logisches, aber das Spiel abwürgendes Regelkonstrukt schaffen würde. So kommt bei vielen hier eine Haltung zustande, die in etwa so aussieht: Unlogik oder fehlender Realismus sind so lange hinnehmbar, wie sie den Spielablauf nicht negativ beeinflussen. Aber Logik und Realismus zählen nicht, sobald sie den Spielspaß hemmen. Seine persönlichen Schmerzgrenzen kann hier jeder selbst setzen, aber diese Diskussion wirst du in vielen Strängen wiederentdecken - gerade bei den Hausregeln. Außerdem haben wir eine Diskussion hinter uns, dass Midgard durch die oben beschriebene Evolution, in der über Jahre und Jahrzehnte eingefleischte Fans und Regelfüchse immer noch einen draufgesetzt haben - gerade auch mit dem von dir geäußerten Bedürfnis, einen etwas schwerfälligen Dinosaurier hervorgebracht hat, der tendentiell wohl eher erst mal abspecken sollte, zumindest im Regelkernbereich, der alle betrifft. Was mir noch auffällt und was du gar nicht gewichtest: Letztlich ist die Höhe des EW doch bereits absolut bestimmend für den Schaden: In einem Kampf über vier Runden triffst du statistisch mit +5 einmal, mit +10 zweimal und mit +15 dreimal. Anders betrachtet bedeutet +5 Schaden x1, +10 Schaden x2, +15 Schaden x3. Hinzu kommt, dass höhere EWs öfter zu den wesentlich gefährlicheren schweren Treffern führen. Was du willst, ist längst integriert. Und wenn dir die Bedeutung der Geschicklichkeit zu hoch ist, dann ist die Halbierung oder Streichung des entsprechenden Schadensbonus der einfachste Weg. Mir persönlich ist das Gewicht der Geschicklichkeit nicht zu hoch. Das liegt unter anderem daran, dass ich noch die M3-Zeiten vor Augen hatte, als es noch keine Gewandtheit gabt. Da waren die Vorteile einer extrem hohen Geschicklichkeit noch wesentlich heftiger - und ich hatte einen As mit Ge100.
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Schadensbonus durch hohe Waffenfertigkeit statt durch hohe Geschicklichkeit
@ Snow: Sorry, soll ich das, was du an Stephan schreibst, eigentlich auf mich beziehen? Dann frage ich mich, wieso der Ton so scharf ist. Zum Thema: Deine Hausregel verschiebt die Gewichte in dem Spiel (das tun alle Hausregeln) und zwar in eine Richtung, die ich nicht gut finde. Die Argumente stehen da. Du musst die Meinung ja nicht teilen. Ich beanspruche überhaupt keine Deutungshoheit, ich beziehe nur eine Position. Ich habe sogar geschrieben, in welches Konzept deine Regeländerung z.B. gut passen würde. Und es gibt hier im Forum Leute, die das mögen. Mal ganz abgesehen von allen persönlichen Vorlieben - ich würfele meine Figuren aus. Und da gibt es welche mit hoher Stärke, welche mit hoher Geschicklichkeit und welche mit hoher Gewandheit - manche habe auch mehrere hohe Eigenschaften. Wenn aber nur eine extrem hoch ist, dann ist es doch wahrscheinlich, dass derjenige mit einer sehr hohen Stärke z.B. Krieger wird und eine dicke Rüstung anlegt. Für mich ist das der Standardkrieger. Und diese Figur hätte nur Vorteile aus deiner Regeländerung (guter Schutz, schwere Waffe = viele KEP, billige Waffenskills = hoher EW, zusätzliche Schadensboni aus dem EW= noch mehr KEP ). Der Spitzbube hätte nur Nachteile. Um seinen alten Schadensbonus wiederzubekommen, wäre er gezwungen, vor allem in Waffenskills zu investieren. Dabei braucht er quasi jeden Punkt, um im Bereich seine Grundfähigkeiten eine halbwegs passable Figur abzugeben. Gleiches gilt für den Assassinen. Für weitere Typen in minderer Form. Diese Verschiebung gefällt mir u.a. nicht. Außerdem kann ich mit der Vorstellung, dass sich Spielfiguren was "verdienen" können, nur wenig anfangen. Spieler würfeln und das hat einen regeltechnischen Effekt. Für mich spielen Spieler und haben Spaß oder sie haben ihn nicht. Vor allem ist meiner Meinung nach der "Verdienst" in etlichen Situationen wirklich ungleich verteilt: Ein "Nachzügler" - z.B. durch Tod der Spielfigur - hechelt der eigenen Gruppe bei der KEP-Gewinnung stärker hinterher als bislang und sieht sich tendentiell gefährlicheren NPCs gegenüber als bislang, während er selbst im Vergleich zur jetzigen Situation harmloser ist. Also, das Risiko eines Erstgrads wird größer, die Belohnung (Gegner überwinden; KEP sammeln) gegebenenfalls absolut, in jedem Fall im Vergleich zu erfahreneren Figuren geringer. Für meinen Geschmack genau der unerwünschte Effekt. Wenn ich da was ändern wollte, dann so, dass Nachzügler schneller aufschließen, nicht langsamer. Wenn du allerdings meinst, dass extrem geschickte Spielfiguren zu sehr bevorteilt sind, dann halbiere doch einfach den Schadensbonus für Geschicklichkeit. Das ist in jedem Falle eleganter und schafft kaum neue Verwerfungen.
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Schadensbonus durch hohe Waffenfertigkeit statt durch hohe Geschicklichkeit
@Snow: Sobald eine Figur in einer höhergradigen Gruppe stirbt, wächst bei mir ein Erstgrad, vielleicht ein Zweitgrad nach und der hätte dann die Arschkarte. Im Übrigen gilt diese Sache ja auch für NPC contra PC und andersrum. Ich habe nichts gegen Krieger oder Söldner. Ich sehe nur nicht, dass die noch gepusht oder Sp im Kampf geschwächt werden müssen.