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Kann M6 die Midgard-Gemeinde zusammenhalten?

Hervorgehobene Antworten

Vor 10 Minuten, Bruder Buck schrieb:

.... Mithin ist das ja auch ein offensichtlicher Wechsel im Leitbild, das bei Pegasus sichtbar wird. Die Midgard-Community hier wird nicht mehr so wichtig genommen.... Pegasus als Verlag wird einen Pups tun, um die Community hier am Leben zu halten. Das haben sie die letzten Jahre eindrucksvoll bewiesen. M.E. haben sie mit ihren Aktionen bisher eher das Gegenteil getan. Wahrscheinlich ohne Absicht, aber das Ergebnis halte ich für verheerend. Die Bubble hier war nicht von Anfang an gegen LvD. Das hat sich als Reaktion auf das, was Pegasus getan, bzw. nicht getan hat, entwickelt. So meine Wahrnehmung.

Meine Wahrnehmung ist eine andere. Ich habe gerade @Michael M als offen und freundlich hier erlebt, obwohl ich persönlich den Ton Pegasus gegenüber manchmal als unnötig rau empfand.

Dass es die Redaktion nicht als Hauptaufgabe sieht, hier im Forum präsent zu sein, finde ich klar, aber wie oft ist denn JEF hier im Forum präsent gewesen? Branwen hat zu Verlagsdingen Stellung genommen, und das ist doch völlig ausreichend, ich sehe da keinen großen Wandel. Das Forum lebt von @Abd al Rahman und der Community, weder vom VFSF noch von Pegasus.

Ich habe mich als "Altspieler" oder "Bestandskunde" oder wie auch immer ihr es nennen wollt, immer eingeladen gefühlt, sei es zu den ersten Playtests der CONSpriracy oder mit den PTGs. Dass es Spieler gibt, die mit der Idee einer neuen Welt oder eines schlankeren Regelwerks nicht mitgehen möchten, ist okay, aber ich habe Michael nie sagen hören: "Oh Gott, hoffentlich bleiben die Altspieler weg, die braucht niemand."

Vor 49 Minuten, Ma Kai schrieb:

Wieso, gibt es Leute, die das nicht haben?

Aber wenn sich die dritte verkauft hat, dann wird sich nach deren Abverkauf auch die vierte entsprechend verkaufen. Und es ist ja nicht so, dass man nicht auch erst einmal in Abenteuern etwas machen könnte - siehe z.B. die Brut der Kröte oder Kampf um Alba.

Es gibt bestimmt Leute, die das nicht haben.

Alles andere ist eine Einschätzung seitens Elsa (und Pegasus). Ich habe da keine Hintergründe und muss einfach der Aussage von Elsa vertrauen.

Ob da noch andere Faktoren eine Rolle spielen, kann man natürlich spekulieren. Aber so was bleibt eben Spekulation.

Vor 25 Minuten, Widukind schrieb:

Meine Wahrnehmung ist eine andere. Ich habe gerade @Michael M als offen und freundlich hier erlebt, obwohl ich persönlich den Ton Pegasus gegenüber manchmal als unnötig rau empfand.

Du verwechselst hier Freundlichkeit, die ich nicht in Frage gestellt habe, mit Interesse. Und es ist mit der Zuständigkeit von Michael M überhaupt erst ein gewisses Interesse am Forum entstanden. So meine Wahrnehmung.

Vor 26 Minuten, Widukind schrieb:

Ich habe mich als "Altspieler" oder "Bestandskunde" oder wie auch immer ihr es nennen wollt, immer eingeladen gefühlt, sei es zu den ersten Playtests der CONSpriracy oder mit den PTGs. Dass es Spieler gibt, die mit der Idee einer neuen Welt oder eines schlankeren Regelwerks nicht mitgehen möchten, ist okay, aber ich habe Michael nie sagen hören: "Oh Gott, hoffentlich bleiben die Altspieler weg, die braucht niemand."

Es gibt "Dinge" welche hier nicht gesagt wurden. Von Michael habe ich auch eine hohe Meinung, aber es gibt zumindest eine Sache die mir bezüglich Pegasus persönlich übel aufgestoßen ist. (Ich werde dazu hier auch nichts (mehr) schreiben, darfst mich gerne auf einem Con unter vier Augen ansprechen, vieleicht - aber nur vieleicht werde ich etwas dazu sagen - zu anderen gründen aber sicher). An manchen Stellen, denke ich, muss er auch als Mittler fungieren etwa bezüglich der FanPolicy,... von der es auch nach jahren heißt das sie irgednwann kommen wird,... Da fühle ich mich persöhnlich mitlerweile einfach "hingehalten". Das hat aber er wohl gar nicht zu verantworten. (Die Axt "fehlende FanPolicy" ist aber u.a. auch etwas das mir sagt das an die "Altspieler" zumindest niemand öffentlich nachdenkt.) Ich mein Pegasus könnte mitlerweile sicherlich das ein oder andere unveröffentlichte M5 Abenteuer rausbringen das sicherlich noch irgendwo rumliegt.

Tja und dann gab es da noch den Exodus der anderen (sic!) Mitschreiber,... von dem ich nur genau das weiß das es den Exodus gab. Wenn man diese Menschen nach Gründen frägt wird da auch nicht viel gesagt. Ohne dies, hätte ich den ersten Absatz oben auch garnicht geschrieben und auch einfach die Klappe gehalten.

@Widukind Also ich spiele mit meiner alten Gruppe nur Midgard. Mit der anderen habe ich zuletzt Deadlands, dann Shadowrun, dann Shadowrun mit Savage Worlds-Regeln gespielt und als nächstes kommt Warhammer.

Vor 30 Minuten, Widukind schrieb:

Meine Wahrnehmung ist eine andere. Ich habe gerade @Michael M als offen und freundlich hier erlebt, obwohl ich persönlich den Ton Pegasus gegenüber manchmal als unnötig rau empfand.

Wenn man das Konzept des House of Change kennt, ist das Verhalten der Community gegenüber Pegasus nicht allzu überraschend. Was halt nicht ganz einfach ist, ist die Tatsache, dass sich diese Veränderung über einen langen Zeitraum hinzieht und wir gefühlt über einen langen Zeitraum "in der Luft hängen."

Natürlich hat Pegasus die bestehende Midgard Community an keiner Stelle explizit ausgeschlossen. Es waren ja auch führende Köpfe aus der Midgard Community an der Entwicklung beteiligt, bis es "kreative Differenzen" gab.

Ob M6 nun das Spielgefühl von M3 - M5 transportiert, da gibt es anscheinend unterschiedliche Ansichten drüber. Ich denke, dass allein die Tatsache, dass es weiterhin LP/AP gibt (und ein, zwei andere Mechanismen), führt nicht dazu, dass ich mich auf Damatu sofort "zu Hause" fühle. Midgard macht für mich noch viel mehr aus, als LP/AP.

Insofern fühle ich mich persönlich nicht allzu sehr "abgeholt" von Damatu (und Pegasus). Aber anscheinend ist ja das vorrangige Ziel, Midgard für neue Käuferschichten attraktiv zu machen. Das ist eine Sache, die ich total nachvollziehen kann. Ein besseres Timing (DSA hat ja anscheinend die eigene Community etwas "verprellt", D&D ist auch in Dauerdiskussion) wäre da sicher hilfreich, sprich: wenn schon 2023 etwas substanzielles rausgekommen wäre, wäre das sehr von Vorteil gewesen.

Aber hier stehen wir nun.

Bearbeitet ( von Akeem al Harun)

Vor 4 Minuten, Akeem al Harun schrieb:

Aber anscheinend ist ja das vorrangige Ziel, Midgard für neue Käuferschichten attraktiv zu machen. Da ist eine Sache, die ich total nachvollziehen kann. Ein besseres Timing […] wäre da sicher hilfreich, sprich: wenn schon 2023 etwas substanzielles rausgekommen wäre, wäre das sehr von Vorteil gewesen.

Ja. M6 ist viel zu spät mit was Spielwaren durch die Tür gekommen. Aber glaub mir, das ist jedem bei Pegasus bewusst.

Edit:

Midgard ist ohne neue Käuferschichten ein totes System. Und da ist es völlig egal wer sich um das System kümmert.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

Vor 7 Minuten, Akeem al Harun schrieb:

Wenn man das Konzept des House of Change kennt, ist das Verhalten der Community gegenüber Pegasus nicht allzu überraschend. Was halt nicht ganz einfach ist, ist die Tatsache, dass sich diese Veränderung über einen langen Zeitraum hinzieht und wir gefühlt über einen langen Zeitraum "in der Luft hängen."

Ja, es ist hier ganz klassisch zu verfolgen. Auch, wie schwer gutes Change Management ist. Viele hier scheinen irgendwo in der Phase 'Ablehnung' zu hängen, teilweise immerhin schon in einer der beiden 'Einsichten'.

Man kann die entsprechenden Stränge gut danach einordnen.

Vor 4 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Ja. M6 ist viel zu spät mit was Spielwaren durch die Tür gekommen. Aber glaub mir, das ist jedem bei Pegasus bewusst.

Das wäre zwar sicher gut gewesen, hätte die Reaktion aber auch nur maximal gedämpft.

So viel Ressourcen für Change Management hat ein Verlag wie Pegasus schlicht nicht. Professionelles Change Management ist leider teuer, gerade wenn so umfassende Änderungen kommen. Und das muss sich dann auch erst mal refinanzieren. Ich glaube nicht, dass diese Community das Potential hätte, ein mehrköpfiges Communitymanagementteam in Vollzeit zu refinanzieren. Das wäre aber Voraussetzung, um da weitgehend friktionsfrei durchzukommen.

Vor 2 Minuten, Akeem al Harun schrieb:

Wenn man das Konzept des House of Change kennt, ist das Verhalten der Community gegenüber Pegasus nicht allzu überraschend. Was halt nicht ganz einfach ist, ist die Tatsache, dass sich diese Veränderung über einen langen Zeitraum hinzieht und wir gefühlt über einen langen Zeitraum "in der Luft hängen."

Danke für den Hinweis.

Das Konzept, dass sich ja an den Trauerprozess nach Kübler-Ross anlehnt, funktioniert aber nur, wenn man einer Entwicklung nicht ausweichen kann und der allgemeine Fortschritt, das Ziel einigermaßen klar ist. Wenn jemand gestorben ist, musst du dich mit dem Verlust abfinden und ins Leben zurückfinden. Wenn du die Senderumstellung auf HD blöd findest, kannst du irgendwann kein Fernsehen mehr gucken. Wenn dein Arbeitgeber die Pforten schließt, wirst du dir eine neue Arbeit suchen müssen.

Das Haus of Change ist in Raum 1 und 2 relativ eindeutig, wenn der Change nicht von Anfang an begrüßt wird (war bei mir bei der Einführung von M2, M4 und M5 der Fall). Aber von da an kann alles Mögliche passieren. Vor allem aber kann der Change komplett abgelehnt und nicht vollzogen werden: Ich bleibe bei M5 und M6 kann mich mal. Ich wechsel zu DSA und M6 kann mich mal. Ich höre auf zu spielen, weil das eh keinen Sinn hat. ...

Dann zieht man quasi in ein anderes Haus und durchläuft da die Räume 3 und 4.

Ich reagiere aufgrund von Erfahrungen in einem ganz anderen Kontexr ein bisschen allergisch auf das Modell (und auch auf die Grafik da drunter), weil das oft herrschaftlich eingesetzt wird, um Änderungen nach dem "Friss oder stirb-Prinzip" durchzusetzen. Nach dem Motto: "Der wird sich schon damit abfinden, der braucht nur noch ein bisschen Zeit". Von oben herab wird diktiert, dass andere sich in ihre Pläne einfinden und das nachher auch noch gut finden müssen.

Dabei gibt es oft Alternativen: Das anvisierte Ziel kann zum Beispiel aufgrund von Widerständen noch mal verändert werden oder die Veränderung kann aufgrund von Widerständen modifiziert werden. Nicht, wenn jemand gestorben ist, aber in vielen anderen Fällen schon.

Dessen ungeachtet werden sicher alle in einiger Zeit ihren Frieden mit der Situation gemacht haben. Wie sie das tun und wie sie sich entscheiden, ist nun wieder maßgeblich für unsere Community.

Vor 2 Minuten, Kazzirah schrieb:

Ja, es ist hier ganz klassisch zu verfolgen. Auch, wie schwer gutes Change Management ist. Viele hier scheinen irgendwo in der Phase 'Ablehnung' zu hängen, teilweise immerhin schon in einer der beiden 'Einsichten'.

Man kann die entsprechenden Stränge gut danach einordnen.

Das wäre zwar sicher gut gewesen, hätte die Reaktion aber auch nur maximal gedämpft.

So viel Ressourcen für Change Management hat ein Verlag wie Pegasus schlicht nicht. Professionelles Change Management ist leider teuer, gerade wenn so umfassende Änderungen kommen. Und das muss sich dann auch erst mal refinanzieren. Ich glaube nicht, dass diese Community das Potential hätte, ein mehrköpfiges Communitymanagementteam in Vollzeit zu refinanzieren. Das wäre aber Voraussetzung, um da weitgehend friktionsfrei durchzukommen.

Vielleicht ist das Angebot einfach Schrott? Oder längst nicht so gut, dass ein großer Teil der Leute hier mitgehen würde?

Du unterstellst scheinbar, dass die Kritik an oder die fehlende Begeisterung für Damatu daran liegt, dass diejenigen psychologisch einen Veränderungsprozess nicht bewältigen können. Damit schiebst du den Schwarzen Peter auf die Kritikerseite. Dagegen möchte ich mich eigentlich verwahren.

Ich finde es ein bisschen lustig, dass da ein Fehler bei mir liegen sollte, wenn mir ein Produkt nicht gefällt, dass sich so essentiell und leider eben nicht im positven Sinne vom Vorgängerprodukt unterscheidet.

Ich sehe es so, dass Pegasus die Leute aussortiert hat oder die Zusammenarbeit mit ihnen beendet hat oder nicht mehr fortsetzen konnte, die eine eher evolutionäre, traditionswahrende Vision von M6 hatten. Ich war ganz am Anfang im Regelteam mit dabei. Das klang noch sehr verheißungsvoll. Auch sehr anders und durchaus mutiger als die Wechsel von 2 nach 3 nach 4 nach 5.

Wäre dieser Weg weiterverfolgt worden, wäre die Stimmung hier ne andere, was die Akzeptanz von M6 betrifft. Das hat aber nichts mit meiner Bereitschaft zu tun, mich auf Änderungen einzulassen oder was Neues auszuprobieren. Für mich ist das Angebot einfach sehr unattraktiv.

Vor 11 Minuten, Solwac schrieb:

Die Frage im Strangtitel kann man nur mit JA beantworten. Ob dieses Können auch realisiert wird, muss sich zeigen. Das Potenzial ist da.

Bist du neu im Forum? ;)

Vor 1 Minute, Eleazar schrieb:

Du unterstellst scheinbar, dass die Kritik an oder die fehlende Begeisterung für Damatu daran liegt, dass diejenigen psychologisch einen Veränderungsprozess nicht bewältigen können. Damit schiebst du den Schwarzen Peter auf die Kritikerseite. Dagegen möchte ich mich eigentlich verwahren.

Ist aber so. Was hat das mit schwarzem Peter zu tun? Ich kann psychologisch diverse Veränderungsprozesse nicht bewältigen. Hat was mit der sich rapide nähernden 60 in meinem Alter zu tun.

Vor 24 Minuten, Eleazar schrieb:

Ich reagiere aufgrund von Erfahrungen in einem ganz anderen Kontexr ein bisschen allergisch auf das Modell (und auch auf die Grafik da drunter), weil das oft herrschaftlich eingesetzt wird, um Änderungen nach dem "Friss oder stirb-Prinzip" durchzusetzen. Nach dem Motto: "Der wird sich schon damit abfinden, der braucht nur noch ein bisschen Zeit". Von oben herab wird diktiert, dass andere sich in ihre Pläne einfinden und das nachher auch noch gut finden müssen.

Kübler/Ross haben wir auch besprochen. ...und ja, diese Modelle sollen ein Hilfsmittel sein, zu verstehen, wann man wo und wie Menschen bei Veränderungen begleiten muss. Exit-Strategien sollten aber Teil der Lösungsmenge sein.

Bei dem Haus of Change Modell sollte man nicht vergessen das es immer eine Tür nach draussen gibt.

Vor 33 Minuten, Eleazar schrieb:

Vielleicht ist das Angebot einfach Schrott? Oder längst nicht so gut, dass ein großer Teil der Leute hier mitgehen würde?

Ich habe keine Aussage zur Qualität des Angebots gemacht. Es geht rein um Changemanagement. Für.die Phasen ist die Qualität irrelevant. Es geht vor allem um den Verlust des Vertrauten. Das ist an sich vergleichbar mit Trauerarbeit. Da werden auch diese Phasen durchlaufen.

Vor 36 Minuten, Eleazar schrieb:

Du unterstellst scheinbar, dass die Kritik an oder die fehlende Begeisterung für Damatu daran liegt, dass diejenigen psychologisch einen Veränderungsprozess nicht bewältigen können. Damit schiebst du den Schwarzen Peter auf die Kritikerseite. Dagegen möchte ich mich eigentlich verwahren.

Betonung liegt auf 'scheinbar'. Ich habe das nicht unterstellt.

Ich sehe auch keinen Schwarzen Peter oder irgendwelche Schuld. Ich fände es im Gegenteil ungewohnt, wenn es kein typisches Trauerverhalten gäbe. Und es ist auch völlig normal, dass diese Phasen der Bewältigung verschieden durchlaufen werden. (Und nein, am Ende steht sicher nicht volle Akzeptanz und Freude über das Neue. Aber sicher wird jede Person hier für sich ein neues 'normal' gefunden haben.)

Vor 41 Minuten, Eleazar schrieb:

Ich finde es ein bisschen lustig, dass da ein Fehler bei mir liegen sollte, wenn mir ein Produkt nicht gefällt, dass sich so essentiell und leider eben nicht im positven Sinne vom Vorgängerprodukt unterscheidet.

Es geht doch gar nicht um Schuld oder Fehler oder irgendwelches Blaming. dunno

Aber wenn es dir bei der Trauerbewältigubg hilft, sieh mich gerne als Buhmann.

Vor 43 Minuten, Eleazar schrieb:

Ich sehe es so, dass Pegasus die Leute aussortiert hat oder die Zusammenarbeit mit ihnen beendet hat oder nicht mehr fortsetzen konnte, die eine eher evolutionäre, traditionswahrende Vision von M6 hatten. Ich war ganz am Anfang im Regelteam mit dabei. Das klang noch sehr verheißungsvoll. Auch sehr anders und durchaus mutiger als die Wechsel von 2 nach 3 nach 4 nach 5.

Völlig legitime Sicht. Hat nur trotzdem nichts mit Phasen des Wandels oder der Trauerbewältigung zu tun.

Vor 45 Minuten, Eleazar schrieb:

Wäre dieser Weg weiterverfolgt worden, wäre die Stimmung hier ne andere, was die Akzeptanz von M6 betrifft. Das hat aber nichts mit meiner Bereitschaft zu tun, mich auf Änderungen einzulassen oder was Neues auszuprobieren. Für mich ist das Angebot einfach sehr unattraktiv.

Möglich. Aber auch das war zumindest nicht mein Thema.

Das neue Angebot abzulehnen ist ein völlig akzeptables und normales Ergebnis.

2 Stunden her, Widukind schrieb:

Was mir immer wieder auffällt:

Es scheint eine Besonderheit von MIDGARD-Spielern (zumindest von denen, die hier im Forum sichtbar sind) zu sein, dass ein großer Teil anderen Systemen gegenüber weit weniger aufgeschlossen ist. Natürlich gibt es großartige Ausnahmen, die auch ihre Erfahrungen mit anderen Systemen hier einbringen, aber es scheint einen großen Teil zu geben, die sich außer für MIDGARD (und ggfs. den verwandten System 1880, PR) kaum für andere Systeme interessieren.

Den Eindruck habe ich eigentlich nicht.

Mir scheint es so, daß viele hier diverse Systeme gespielt haben und nicht wenige auch unterschiedliche Systeme parallel spielen oder außer Midgard auch noch andere Arten von Spielen spielen. Das in einem Midgard-Forum sich naturgemäß jene tummeln deren Lieblingssystem dies ist oder dies vielleicht auch exklusiv spielen, überrascht auf der anderen Seite auch nicht.

2 Stunden her, Widukind schrieb:

Vielleicht liegt es an der Altersstruktur? Dadurch, dass das System schon sehr lange am Markt ist, spiele viele Spieler schon ziemlich lange MIDGARD, haben eine größere emotionale Bindung, sind vielleicht auch in einem Altern, in dem man nicht mehr die Zeit und oder Lust hat, viele andere Systeme auszuprobieren, geschweige denn sich dort "einzuarbeiten".

Spielt sicher eine Rolle. Wird so sein, daß mancher Midgard für so gut befunden hat, daß er zufrieden ist und keinen Anlaß sieht, das Gras auf der anderen Seite des Zauns für grüner zu halten.

So etwas wie eine emotionale Bindung zu einer Spielwelt gibt es sicher auch - kann ich zumindest für mich persönlich bestätigen: Für mich ist definitiv Tolkiens Mittelerde DIE Spielwelt - mit Abstand. Danach Hârn, obgleich ich nie Hârnmaster gespielt habe. Mit Blick auf Midgard - geht so, weil die Kulturen sich in meiner Wahrnehmung zu arg nah an den Kulturen unserer Erde orientieren. Bei Midgard sind es eher die "Spielerlebnisse". Für die D&D 5e Kampagne hat unsere SL eine eigene Spielwelt, die zugegebener Weise sehr gut ausgearbeitet ist und an der per se nach meinem Geschmack eigentlich auch nichts wirklich "falsch" wäre. Aber sie "packt" mich einfach nicht so.

Na ja, und "Katzenwesen"... Mich turnt das ab, anstatt Interesse zu wecken. Ich mag "geerdetes" Rollenspiel mit Spielerrassen, die entweder im Schwerpunkt Menschen sind oder doch nah dran, wozu ich Elben, Zwerge und Halblinge zähle, nicht aber Echsenmenschen, Gnome, Tieflinge (nebst sonst was für D&D Krams...) und auch nicht Katzenwesen. Zudem mag mein Bias gegen Katzenwesen dadurch verstärkt worden sein, daß im LARP die Leute, die Kender, Katzenwesen und so Zeug gespielt haben, mir zu oft als "anstrengend" in Erinnerung geblieben sind. In dieser Hinsicht in meinem Fall eben schlechte Karten für D1.

Das "Einarbeiten" ist ein sehr guter Punkt. Ich empfinde es in gewisserweise als "Overhead" zum eigentlichen Spiel, dem man sich eben stellen muß. Es ist nun nicht so, daß ich (auch umfangreiche und komplizierte) Regeln fürchte - sonst würde ich nicht ASL spielen. Doch wenn ich ein Spiel spiele, möchte ich es auch zumindest bis zu einem gewissen Grad regeltechnisch durchdringen. Das heißt für mich mehr, als nur einmal Kodex, Arkanum, Mysterium und Ars Armorum durchzulesen, was ich in Vorbereitung auf die neue M5 Runde gerade getan habe (oder vor drei Jahren gewissermaßen ähnliche vier Bücher für D&D 5e). Ist alles ganz interessant, nett und nicht schlimm - man braucht es ja schließlich, um vernünftig einen Charakter zu bauen und spielmechanisch sinnvoll steuern zu können. Doch am Ende bleiben die Regeln nur "Mittel zum Zweck" - und der Zweck ist das Spielen. Wenn ich also schon andere Wege mit beträchtlichem Aufwand etabliert habe, über die ich mich dem Spiel widmen kann, ist ein "da capo al fine" in meinen Augen etwas, daß man in Kauf nimmt, doch nichts, was eine Attraktion hätte.

Bei alledem sind die Regeln für mich allerdings nur ein untergeordneter Punkt, was das "Einarbeiten" angeht.
Die wirkliche Zeit geht beim Durchdringen der Spielwelt drauf - Midgard M5 hat vielleicht maximal 20cm Regalbreite an Regeln, wenn man noch Dunkle Mächte, Daimonomikon, Kräuterbüchlein hineinrechnet. Die Spielwelt hat dagegen ein Vielfaches. Mehr noch, daß ich das "Werkzeug" Regeln beherrschen möchte, will ich die tiefe Immersion in die Spielwelt. Ich will möglichst umfangreiches Wissen internalisiert haben, was ein Charakter, der auf der Spielwelt lebt, hätte. Das heißt nicht, daß ich jetzt alle Abenteuer oder Kampagnen durchlesen muß (was einen ggf. auch spoilern würde, falls man Kaufabenteuer spielen sollte). Aber z.B. ein Händler, der verschiedene Länder Midgards bereist hat, weiß eine ganze Menge über die Welt. Von mir aus auch ein Clankrieger, der Alba nie verlassen hat. Als Spieler möchte ich aber möglichst nah an das Charakterwissen heran, was dieser hat, wenn er auf Abenteuer auszieht. Das Gefühl, "Teil der Spielwelt" zu sein, ist es, was den eigenlichen Aufwand erfordert. Und was vor allem das eigentliche Spiel auch so sehr viel reicher macht in meinen Augen. Dieses Gefühl gewinnt man erst - oder zumindest besser - wenn man sich lange auf einer Spielwelt bewegt hat (von mir aus auch mit unterschiedlichen Charakteren) und mit ihr vertraut geworden ist.

Ich versuche es einmal so zu umschreiben:
Das schöne an einer Sprache ist es nicht, sie zu lernen, sondern sie zu beherrschen und zu sprechen. Ich will nicht ständig neue Spielwelten lernen, ich will sie "sprechen". Und dabei ist es mir lieber, daß ich eine oder sehr wenige Spielwelten "eloquent sprechen" kann, anstatt auf mehreren zu "kauderwelschen" und zu radebrechen.

3 Stunden her, Widukind schrieb:

Ob "MIDGARD - Die Legenden von Damatu" ein Erfolg wird, hängt wohl auch davon ab, ob es gelingt, diese Abkapselung ein Stück weit zu durchbrechen, vor allem wenn man bedenkt, dass ein Teil der bisherigen "Community" vielleicht nicht mehr auf M6 umsteigen mag.

Mit M6 könnte also die "Community" ein Stück jünger, bunter, aber auch verteilter werden und vielleicht ein bisschen mehr außerhalb des MIDGARD-Forums und der reinen MIDGARD-Cons stattfinden.

Ich glaube, Communities funktionieren wie folgt:

Eine Möglichkeit ist, daß man etwas "Neues" hat und sich dazu eine große Zahl von Leuten findet, die zu einer Community zusammenwächst. Sagen wir mal die europäische Besiedlung der USA - unter solchen Umständen funktioniert ein "Melting Pot".

Die andere Möglichkeit ist, daß man irgendetwas Bestehendes hat, was sich nur langsam schleichend verändert. Sagen wir mal "Good Old England".

Oder man hat eine bestehende Community, deren Angehörige nicht mit dem aufhören werden, was sie tun, wo aber nennenswerter Nachwuchs ausbleibt, um diese fortzuführen, weshalb sie schleichend vergeht. Etwa die Plattdeutsch-Sprechenden in Norddeutschland.

Was nicht so gut funktioniert ist, sehr unterschiedliche Dinge zusammenzuwerfen, sofern nicht eine Seite ein deutliches Übergewicht hat.
Hätten wir 50 D1-Spieler und 50 M5-Spieler, wäre mein Tipp, daß hier die Entwicklung eher zu getrennten Communities ginge und nicht zu einer gemeinsamen. Kommen eine Handvoll D1-Spieler zu der größeren M5-Gruppe dazu, dann werden die wohl in die M5-Community integriert ohne größere Schwierigkeiten. Sagen wir mal, für M5 wird langfristig nichts mehr publiziert und D1 wird ein voller Erfolg - dann würde sich die eine Ursprungs-Community womöglich schleichend wandeln. Dabei ist nicht allein die Frage, ob die M5 Leute gegenüber D1 offen sind, sondern nicht minder, ob die Zielgruppe von D1, die ja nicht dieselbe ist, wie für das alte M5, überhaupt Anschluß an letztere suchen wird oder ob diese ihr vielleicht zu fremd ist.

Francesco di Lardo

2 Stunden her, Bruder Buck schrieb:

Ja. Ich zum Beispiel. Ich bin kein Sammler. Mir reicht die neuste Ausgabe, um das Buch als Quellenmaterial zu nutzen.

Kann ich gut nachvollziehen.

Bin auch kein wirklicher Sammler und hatte aus ähnlichen Gründen wie Du bis vor Kurzem nicht mal M5 Regeln, weil nicht absehbar schien, daß ich M5 spielen würde. Wohl aber hatte ich M5 Quellenbücher, die man auch für M4 nutzen konnte und die es für M4 nicht gab.

Neuere Ausgaben eines bestehenden Quellenbuches hole ich mir nur dann, wenn es entweder deutlich verändert, erweitert und verbessert wurde. Oder - im Falle der besagten neuesten Alba-Ausgabe - weil ich nun doch M5 spiele und faul genug bin, das Ding zu kaufen anstatt eventuell die M4 Werte zu M5 umrechnen zu müssen, sollten mich meine M5-Wege mal nach Alba führen.

Francesco di Lardo

Vor einer Stunde, Abd al Rahman schrieb:

Ist aber so. Was hat das mit schwarzem Peter zu tun? Ich kann psychologisch diverse Veränderungsprozesse nicht bewältigen. Hat was mit der sich rapide nähernden 60 in meinem Alter zu tun.

Es ist immer die Frage, wann diese Theorie gezückt wird und welche Alternativen am Ende zur Debatte stehen.

Wenn ich von eine Bewältigungsprozess spreche, dann ist a) das Problem unausweichlich und b) das Ziel / die Aufgabe mehr oder minder unstrittig. Zumindest bei b) hätte ich in unserem Kontext deutliche Anfrage. Und dann wird das Anspielen dieser Theorie durchaus manipulativ, weil es Zwangsläufigkeiten voraussetzt oder Alternativlosigkeiten proklamiert, die es in gewissen Szenarien so gar nicht gibt.

Und ja, es gibt Veränderungsprozesse, die ich nicht oder schlecht bewältigen kann, denen ich mich aber stellen muss. Und es gibt Veränderungsprozesse, die ich anders angehe, als derjenige, der den Prozess initiiert hat, das von mir wünscht oder erwartet. Ich muss nicht in allem folgen, weil sich das wer anderes so gedacht hat.

Vor 3 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

... Dabei ist nicht allein die Frage, ob die M5 Leute gegenüber D1 offen sind, sondern nicht minder, ob die Zielgruppe von D1, die ja nicht dieselbe ist, wie für das alte M5, überhaupt Anschluß an letztere suchen wird oder ob diese ihr vielleicht zu fremd ist.

Francesco di Lardo

Naja, es kommt halt darauf an, ob jemand, der M6 spielt, sich in der "Community" willkommen fühlt. Und dabei ist die Frage, ob M6 ein System sein wird, das auf den MIDGARD-CONs ich sage mal "dazugehört", sicherlich wichtig. Genau wie es hier im Forum ja einen M6-Bereich gibt.

Ich glaube übrigens nicht, dass es eine Spaltung geben wird, solange die "Altspieler" das nicht aktiv betreiben. Schau dir doch an, welche Stränge hier im Forum am meisten Beteiligung haben, das sind nicht unbedingt welche, bei denen es darauf ankommt, welche MIDGARD-Version man spielt.

Und dass auch so tolle Forenmitglieder wie @dabba bei M6 aktiv sind, gibt mir viel Hoffnung.

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