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Kurze Lernpausen versus lange Lernpausen

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller
Vor 16 Minuten, DiRi schrieb:

...einen allgemeinen Blick auf Situationen am Spieltisch zu werfen.

Auch das. Mit beeinflusst durch den von @Einskaldir und @Hornack Lingess geäußerten Frust, den sie beim Lernen empfinden. Es sind also nicht nur ingame Pausen gemeint, sondern auch die Zeit am Spieltisch. Sitzt man nur ein paar Minuten über das Regelwerk vertieft, weil ein Gruppen-SC gerade "Balancieren" während der Schiffs-Überfahrt lernen will, oder sitzen alle stundenlang am Tisch und wälzen ihre Charakterbögen oder Tabellen, weil sie für ihre SC ein ganzes Bündel von Fertigkeiten oder Zaubern lernen.

Vor 25 Minuten, Bruder Buck schrieb:

Auch das. Mit beeinflusst durch den von @Einskaldir und @Hornack Lingess geäußerten Frust, den sie beim Lernen empfinden. Es sind also nicht nur ingame Pausen gemeint, sondern auch die Zeit am Spieltisch. Sitzt man nur ein paar Minuten über das Regelwerk vertieft, weil ein Gruppen-SC gerade "Balancieren" während der Schiffs-Überfahrt lernen will, oder sitzen alle stundenlang am Tisch und wälzen ihre Charakterbögen oder Tabellen, weil sie für ihre SC ein ganzes Bündel von Fertigkeiten oder Zaubern lernen.

Gibt’s was schöneres? inlove

Ok, ich übertreibe natürlich. Aber ich mach das wirklich sehr gerne. Ich glaub da spricht der alte Gamer aus mir, der sich stundenlang in Theorycrafting vergraben kann.

Vor 24 Minuten, Panther schrieb:

Doch , in M5 gibt es konkrete Lernzeitregeln

Diese Ansicht von dir könnte falsch sein. Vielleicht kannst du mir aber regeltextbasiert dein Widersprechen belegen, warum es hierzu konkrete Lernzeitregeln geben soll (Regeln in Abgrenzung zu groben Rahmenvorstellungen wie z.B. auf S. 155, linke Spalte unten im Kodex von M5 dargelegt). Ich schließe ja Irrtümer und/oder Fehldeutungen nie aus.

Jedenfalls sind für mich kurze (auch sehr, sehr kurze) Lernpausen, eben aber auch lange Lernzeiten nach Maßgabe der Spielleitung klar unter M5 möglich.

Vor 32 Minuten, Bruder Buck schrieb:

Sitzt man nur ein paar Minuten über das Regelwerk vertieft, weil ein Gruppen-SC gerade "Balancieren" während der Schiffs-Überfahrt lernen will, oder sitzen alle stundenlang am Tisch und wälzen ihre Charakterbögen oder Tabellen, weil sie für ihre SC ein ganzes Bündel von Fertigkeiten oder Zaubern lernen.


Ansonsten ist Midgard, wie wir alle sicherlich nur zu gut kennen, nie ein wirklich schnelles System am Spieltisch beim Rumblättern in diversen Regelbüchern gewesen, sollten indes nicht technische Lernhilfen genutzt worden sein, die das dann flüssig von der Hand haben gehen lassen

Auch wenn jetzt deine Formulierung "stundenlang" ggf da ein bisschen übertrieben im Ausdruck ist, stimme ich von der grundsätzlichen Aussagerichtung her mit dir überein.

Bearbeitet ( von DiRi)

7 Stunden her, Bruder Buck schrieb:

Ausgehend vom Thema Midgard ohne Gradsteigerungen bin ich drauf gekommen, unterschiedliche Herangehensweisen beim Lernen in der Gruppe nebeneinander zu stellen.

Man kann ja Lernen ins Spiel integrieren. Beispiel: Die Gruppe unternimmt eine Übersee-Seefahrt und kann an Bord entsprechend Bewegungs- und Seefahrtsfertigkeiten lernen. Das könnte in wenigen Minuten Spielzeit für je 1-2 Fertigkeiten abgehandelt werden.

Oder man lernt "nach dem Abenteuer". Beispiel: Die Gruppe rennt X Spielabende durch einen Dungeon. Nach dem Endkampf gegen den Ober-Boss kommt sie mit Schätzen beladen raus, geht in die nächste Stadt und macht erst mal ein paar Monate ingame Pause. Die Spieler haben hunderte von EP zu verlernen und alle sitzen beim nächsten Spielabend über den Regelwerken und ihren Charakteren, rechnen und fluchen, blättern in den Büchern und fragen sich, wo welche Tabelle ist.

Als SL, wenn ich einer Heimrunde eine Kampagne leite, mache ich eine Mischform aus beidem. Ich versuche, kleinere Lernmöglichkeiten im Abenteuer logisch zuzulassen. So dass am Ende einer Kampagne kein unüberwindlich scheinender Berg an EP und damit Möglichkeiten angehäuft ist und die Spieler den Frust beim Lernen bekommen. Aber ich kenne auch Lern-Abende, an denen gemeinsam gelernt wird. Die sollten aber nicht zu häufig sein, da die meist eher nicht so viel Spaß machen.

Wie handhabt ihr das?

Da nimmst du mir eins meiner Argumente gegen Steigern aus "meinem" anderen Strang raus. Die Lerndauer ist eines der Themen, die mich nerven. Das gilt jetzt für Kampagnen und nicht für jeweils abgeschlossene Abenteuer, zwischen denen genug Zeit vergeht.

Störend finde ich an der Lerndauer:

In einer Kampagne leben die Abenteurer in der Welt. Es gab da keine abgeschlossenen Abenteuer und keine Phasen, in denen sie einfach hätten (Lern)Urlaub machen können. Ich habe mir angewöhnt, ihnen überall, wo sie hingehen, mögliche Abenteuer zu präsentieren. Es gibt also eigentlich immer etwas zu tun und bei keinem von diesen Dingen steht dabei "hat noch 14 Tage Zeit, damit du in Ruhe dein Langschwert um einen Punkt steigern kannst". Natürlich könnten sie sich entscheiden, den entführten Ritter nicht zu suchen oder erst, nachdem sie gelernt haben, wie @Abd al Rahman beschreibt. Aber was wären das für Helden?

Dadurch ist es mir in der letzten Kampagne passiert, dass die Abenteurer Monatelang nichts gelernt haben. Irgendwann habe ich sie in den Karmodin geführt und sie konnten alles Lernen bei einem Spaziergang mit einem Lehrmeister erledigen. Zum Glück vergeht die Zeit in diesem Zauberwald "anders".

Die Lerndauer einfach ignorieren wollte ich aber auch nicht. Bzw. haben wir da nicht rechtzeitig vorher dran gedacht. Das hat den ein oder anderen Spieler schon ein wenig genervt. Das nächste Mal packen wir das in die Session 0.

Urlaub zum Lernen machen wäre doch unheldisch! Es gibt immer irgendwen oder irgendwas zu retten. Und währenddessen wird man immer schlauer und besser. ;)

Ohje, das leidige Thema Lernen
Da hatte ich als wir unsere Hausregeln überarbeitet haben auch eine lange Diskussion mit "unserer Welt" ( SL) Bis dahin wurde bei uns ganz klassisch gelernt - jeder für sich und unter meiner Aufsicht ^^ Mit dem wollte sich unser SL nicht rumschlagen und ich habe das ganz gut hinbekommen. Wir haben also nach einem Abenteuer oder eher nach 3-5 Abenteuern gelernt, es dauerte bei uns ewig bis man mal das Gold und die EP zusammenhatte um was sinnvolles zu steigern.
Was mich aber am meisten gestört hat, war immer die Interne Zeit die verstrich, da konnte auch schnell mal ein Jahr oder mehr ins Land ziehen. Sobald etwas teureres lernen wollte war der Charakter gleich Mitte 30. Und das Ende der Abenteurer Laufbahn war deutlich zu erkennen.
Wir haben uns nun geeinigt, das Fähigkeiten die man gelernt hat in einem Wochenende Workshop verbessert werden können und neue Fähigkeiten einen längeren Workshop von einer Woche benötigen.
Wie gut das Klappt, kann ich noch nicht sagen, da ich wieder mal an EP und Gols spare um meine Diebesfähigkeiten mit meinem Main zu verbessern, was immer nicht ganz so günstig zu verbessern ist^^

Ehrlich gesagt, wenn eine reale Person im Wochentakt "Abenteuer" erleben würde, also quasi ohne Lernpausen, dann wäre sie nach spätestens einem Jahr im tiefsten Burnout.

Aber daran ist ja auch - wie oben erwähnt - mein Versuch, Lernen in die Kampagne zu integrieren, bei "Schwarzonline" gescheitert. Die Zahlen sind einfach zu unterschiedlich. Abenteuer bemessen sich nach Stunden oder Tagen, Lernzeiten nach Wochen bzw. eher Monaten, wenn es richtig um was geht.

13 Stunden her, Hornack Lingess schrieb:

Aber was wären das für Helden?

Ja, wäre es. Nennt man „choose your own adventure“. In Kampagnen versuche ich es zu vermeiden den Spielern Abenteuer vorzusetzen. Das wäre für mich keine echte Kampagne, sondern eine Aneinanderreihung von Einzelabenteuern. Ich bevorzuge eine echte Sandbox. Ja, die Spielfiguren können überall was erleben, es gibt auch dringende Probleme um die man sich mal kümmern muss, aber ich kann mir schlecht eine Kampagne vorstellen, wo die Abenteurer ständig wie von der Tarantel gestochen als Feuerwehr durch die Gegend rasen.

Bei meiner großen Kampagne haben die Spieler z.B. mal zu mir gesagt: „SL, unsere Figuren fahren ans Meer und machen Urlaub“ also hab ich ein- oder zwei Abende (ich weiß nicht mehr wie lange) Strandurlaub geleitet. Oder die Figuren haben einem Dämonenkind beigebracht was Mensch sein bedeutet, indem sie für ein paar Jahre in einem Dorf gelebt haben und auf Familienleben gemacht. Das kam nicht von mir, das war die Entscheidung der Spieler.

Das stößt natürlich auf andere Herausforderungen, die wir als Gruppe lösen mussten. „Oh Gott, was ist wichtig, was sollen wir als Nächstes machen, wir wollen auch mal ein Problem abhaken.“, wenn die Kampagne neuralgische Punkte erreicht hatte. Die Gruppe drohte sich zu verzetteln. @Bruder Buck kann sich da sicher noch dran erinnern. Wir haben es so gelöst, dass ich den Spielern bei der Priorisierung geholfen habe. Das hört sich sehr technisch an, gab aber ein gutes „Weltgefühl“. Aber wie gesagt, das ist ja nicht ständig der Fall.

15 Stunden her, DiRi schrieb:

Diese Ansicht von dir könnte falsch sein. Vielleicht kannst du mir aber regeltextbasiert dein Widersprechen belegen, warum es hierzu konkrete Lernzeitregeln geben soll (Regeln in Abgrenzung zu groben Rahmenvorstellungen wie z.B. auf S. 155, linke Spalte unten im Kodex von M5 dargelegt). Ich schließe ja Irrtümer und/oder Fehldeutungen nie aus.

Ja, ich meine die für mich nicht groben sondern genauen Angaben auf KOD5, S155

Zeitaufwand beim Lernen

Wenn ein Abenteurer eine Fertigkeit oder einen Zauber neu lernen oder einen Fertigkeitswert verbessern will, kostet ihn das etwas Zeit. Am besten findet das Lernen nach Abschluss eines Abenteuers und vor Beginn des nächsten statt. Der Spielleiter kann aber jederzeit Ausnahmen zulassen, wenn die Spielerfiguren sonst zu lange warten müssten. Entsprechend entscheidet auch der Spielleiter, wie lange das Lernen dauert. Wenn er selbst keine anderen Vorstellungen hat, kann er sich grob an den folgenden Rahmen halten:
 2 Tage je TE beim Verbessern von Fertigkeitswerten,
 4 Tage je LE beim Lernen von Zaubern,
 6 Tage je LE beim Lernen neuer Fertigkeiten,
aber jeweils nicht mehr als 2 Monate.

Wenn du mit "grob" die von mir hervorgehobene Stelle meinst, sehe ich das so, das das die Klarstellung ist (eigentlich überflüssig), dass der SL und die Gruppe immer Hausregeln nutzen können.

wenn man das mal neu aufschreibt:

Zeitaufwand beim Lernen

Wenn ein Abenteurer eine Fertigkeit oder einen Zauber neu lernen oder einen Fertigkeitswert verbessern will, kostet ihn das etwas Zeit.
 2 Tage je TE beim Verbessern von Fertigkeitswerten,
 4 Tage je LE beim Lernen von Zaubern,
 6 Tage je LE beim Lernen neuer Fertigkeiten,
aber jeweils nicht mehr als 2 Monate. Der Spielleiter kann das aber jederzeit anders regeln.


Am besten findet das Lernen nach Abschluss eines Abenteuers und vor Beginn des nächsten statt.

Eigentlich und besonders bei hochgradigen Figuren ist es doch so:

Die Gruppe erlebt in kurzer Zeit ein intensives Abenteuer (Tage/Wochen) und lernt dann vor dem nächsten Abenteuer Monate lang in sauteuren Kursen irgendwelche Super-Fertigkeiten, die kaum ein normaler Bewohner Midgards kann. Dies lernen ist nun bestimmt mit 8h pro Tag kein Urlaub...

Super-Agenten haben auch kurze SpezialöEinsätze und danach dann wieder monatelang Ausbildung.

Von der Gesamtzeit kann man sagen: Teilzeit-Helden. Danach dann der schnöde Lern-Alltag (manche nennen das dann Urlaub/Erholung)

Bearbeitet ( von Panther)

Es steht da doch nur, dass Lernen etwas Zeit kostet und die SL die Lerndauer festlegt.

Ansonsten sehe ich da Vorschläge für die (ggf.unentschlossene) SL, wann und wie lange gelernt wird.

Wenn man natürlich noch die Lern-Goldkosten mitberücksichtigt, ist ein "man erlernt/steigert sofort/in Minuten/an 1 Tag alles Mögliche" sicherlich eher unpassend.

Ist für mich aber eine regelkonforme Auslegung.

Ausnahmen sind da penibal ausgelegt Spruchollen lernende Zauberer, da fest Tage vorgegeben werden.

Da bei Fertigkeiten die Tagesangaben ja nur ein Vorschlag sind, ist für mich bei Spruchrolle das auch als Vorschlag zu sehen.

Bearbeitet ( von seamus)
Spruchrole ergänzt

  • Ersteller
Vor 40 Minuten, Jürgen Buschmeier schrieb:

Bist du dir da sicher? 😉

@Jürgen Buschmeier Ja, kann ich. sly

Zum Inhaltlichen: Wenn ich immer wieder hier im Forum lese, wie Heimrunden jahrelang ihre Charaktere in einer Abfolge von Einzelabenteuern spielen lassen, so halte ich das Kampagnenspiel, wie wir es damals gemacht haben, in der konsequenten Art eher für die Ausnahme. Und es ist eine andere Art, zu spielen. Lange Lernpausen werden dann nicht nur zum gemeinsamen Steigern der Charaktere am Spieltisch genutzt, sondern eben auch zum Charakterspiel. Wie @Abd al Rahman beschreibt, haben wir damals auch mal einen Abend lang "Dorfleben" gespielt, während wir "nebenbei" unsere Charaktere gesteigert haben. In der Spielwelt sind dabei u.U. Monate oder gar Jahre vergangen.

Auf diese Weise sind Lernpausen nicht nur ein technisches Regel-Konstrukt, sondern Teil der fiktiven Charaktergeschichte. Und somit - für mich - nicht mehr so frustrierend, was das Wälzen der Tabellen angeht.

P.S: Die Herausforderung ist eine andere. Mehr als einmal saßen wir als Spieler am Spieltisch und haben gehirnt, was unsere Charaktere an Aufgaben als nächstes in Angriff nehmen wollen. Da kann nämlich dann auch Frust aufkommen. Und da war es auch für den SL eine Lernkurve, hier Hilfestellung zu geben. Denn die Charaktere leben ja 24/7 in ihrer Welt und nicht jede Woche / alle zwei Wochen einen Abend am Spieltisch.

P.P.S: Wenn man aber eine Idee hat, was die Gruppe als nächstes vorhat, kann man auch solche langen Lernpausen nutzen, mit den Charakteren gezielt Fähigkeiten zu lernen, die man mutmaßlich für diese neue Aufgabe brauchen könnte! Z.B. "wir wollen in die Festung des Feindes heimlich eindringen" => Zauber wie "Versetzen" oder "Elementwandlung" oder "Stille" lernen? Klettern steigern?

Bearbeitet ( von Bruder Buck)

… und wie löst Ihr das Problem, Lehrer zu finden? Wenn man sich die Spielwelt so anschaut, wird es schon bei mittleren Graden schwierig, dahingehend jemanden zu bekommen.

  • Ersteller
Vor 3 Minuten, ohgottohgott schrieb:

… und wie löst Ihr das Problem, Lehrer zu finden? Wenn man sich die Spielwelt so anschaut, wird es schon bei mittleren Graden schwierig, dahingehend jemanden zu bekommen.

Entweder ich ignoriere das als SL weitgehend, oder mache mir als SL vorab Gedanken, wo welche Lehrmeister sein könnten. Es könnten auch gottgleiche Entitäten als Lehrmeister für höhergradige Charaktere in Frage kommen. Oder große Organisationen, wie z.B. der Covendo. Oder eben das Selbststudium.

P.S: @ohgottohgott Erinnerst du dich noch ans Lernen bei der Rock-N-Zock Nachfolgekampagne, die ich geleitet habe? Da wart ihr auch schon Grad 30+ und ich kann mich nicht erinnern, dass ihr Probleme hattet, Lehrmeister zu finden?

Bearbeitet ( von Bruder Buck)

Vor 6 Minuten, ohgottohgott schrieb:

… und wie löst Ihr das Problem, Lehrer zu finden? Wenn man sich die Spielwelt so anschaut, wird es schon bei mittleren Graden schwierig, dahingehend jemanden zu bekommen.

Du kannst doch mehrere Lehrer verpflichten, es braucht nicht für jedes einen Experten. Und ein Lehrer muss nicht alles besser können als der Schüler, es reicht eine pädagogische Begleitung. Der 100m-Sprinter wird ja auch nicht vom Trainer geschlagen. Und oft werden Lehrmeister nur vermittelt, da wird die Logik nicht belastet.

Vor 7 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Warum ist das bei Dir/Euch so?

Es gab doch mal bei M1 die unsägliche Regel, dass man würfeln musste, ob man überhaupt einen Lehrer findet. Schleppt sich da eine Tradition durch?

Vor 10 Minuten, Eleazar schrieb:

Es gab doch mal bei M1 die unsägliche Regel, dass man würfeln musste, ob man überhaupt einen Lehrer findet. Schleppt sich da eine Tradition durch?

Ich vermute eher, dass es ist wie @Solwac sagt, dass man der Meinung ist, ein Lehrmeister muss das was man lernt besser beherrschen als man selbst.

Vor 51 Minuten, Bruder Buck schrieb:

Entweder ich ignoriere das als SL weitgehend, oder mache mir als SL vorab Gedanken, wo welche Lehrmeister sein könnten. Es könnten auch gottgleiche Entitäten als Lehrmeister für höhergradige Charaktere in Frage kommen. Oder große Organisationen, wie z.B. der Covendo. Oder eben das Selbststudium.

P.S: @ohgottohgott Erinnerst du dich noch ans Lernen bei der Rock-N-Zock Nachfolgekampagne, die ich geleitet habe? Da wart ihr auch schon Grad 30+ und ich kann mich nicht erinnern, dass ihr Probleme hattet, Lehrmeister zu finden?

… weil es so gewollt war - von Gottgleichem …

Vor 44 Minuten, Solwac schrieb:

Du kannst doch mehrere Lehrer verpflichten, es braucht nicht für jedes einen Experten. Und ein Lehrer muss nicht alles besser können als der Schüler, es reicht eine pädagogische Begleitung. Der 100m-Sprinter wird ja auch nicht vom Trainer geschlagen. Und oft werden Lehrmeister nur vermittelt, da wird die Logik nicht belastet.

Jetzt komm mir nicht mit Realismus. MW wurde es davon abweichend auf Midgard geregelt.

Vor 33 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Warum ist das bei Dir/Euch so?

Nicht bei mir. Ich ignoriere das. Wie erwähnt findet sich solche Hinweise in einigen - offiziellen - Abenteuern und Quellenbänden.

Vor einer Stunde, ohgottohgott schrieb:

… und wie löst Ihr das Problem, Lehrer zu finden? Wenn man sich die Spielwelt so anschaut, wird es schon bei mittleren Graden schwierig, dahingehend jemanden zu bekommen.

Eine sehr gute Frage: In Session 0 sollte sich die Gruppe einigen, wie sie das spielen wollen.

1) Die Lehrmeister müssen aktiv ingame gefunden werden (normalerweise sagt der SL am Ende eines Abenteuers dann: Ihr seit hier und hier könnt ihr XYZ lernen). Dann lernen alle Spieler ihre Figuren entsprechend hoch und wenn man sich dann zum nächsten mal trifft sagt jeder, wie lange er nach Regelwerk gebraucht hat, seine Kram zu lernen. Der SL kann dann sagen: a) Die Zeit ist nach Maximum vergangen oder b) kleiner (Hausregelung). Bei Einer Hausregelung ist meine Bitte jedesmal, das auch spielweltlogisch zu erklären, warum es ggfs schneller oder länger gedauert hat. War Magie im Spiel oder Zeit-Welt-sphären-Verzerrungen? c) Viele Gruppen sagen auch einfach (Midgard-Regeln sind hier uns egal: Hausregel 1 Woche, fertig)

2) Die Gruppe einigt sich, Lehrmeistersuche nicht ingame zu spielen, sondern outgame in der Art, das der gewünschte Lehrmeister immer automatisch gefunden wird und dass der Spieler sich die Dauer für die Suche selbst ausdenken darf (je exotischer des länger).

Ich habe beides erlebt, heutzutage spiele ich nur noch in Heimrunden, wo man sich auf 2) geeinigt hat. Dieses "Mikromanagement" (Suche nach Lehrmeister) wird als nicht Spaß machend abgelehnt.

Ich hatte auch schon mal den Fall, das die Gruppe meinen Char mehrere Sessions begleitet hat, weil mein Char auf der Suche nach einem Lehrmeister war.

Bearbeitet ( von Panther)

6 Stunden her, Abd al Rahman schrieb:

Ja, wäre es. Nennt man „choose your own adventure“. In Kampagnen versuche ich es zu vermeiden den Spielern Abenteuer vorzusetzen. Das wäre für mich keine echte Kampagne, sondern eine Aneinanderreihung von Einzelabenteuern. Ich bevorzuge eine echte Sandbox. Ja, die Spielfiguren können überall was erleben, es gibt auch dringende Probleme um die man sich mal kümmern muss, aber ich kann mir schlecht eine Kampagne vorstellen, wo die Abenteurer ständig wie von der Tarantel gestochen als Feuerwehr durch die Gegend rasen.

Bei meiner großen Kampagne haben die Spieler z.B. mal zu mir gesagt: „SL, unsere Figuren fahren ans Meer und machen Urlaub“ also hab ich ein- oder zwei Abende (ich weiß nicht mehr wie lange) Strandurlaub geleitet. Oder die Figuren haben einem Dämonenkind beigebracht was Mensch sein bedeutet, indem sie für ein paar Jahre in einem Dorf gelebt haben und auf Familienleben gemacht. Das kam nicht von mir, das war die Entscheidung der Spieler.

Das klingt super gut. Bei eurer wöchentlichen Spielfrequenz kann man auch mal einen Termin einschieben, an dem man Urlaub macht oder nur steigert. Wir spielen drei bis vier Mal im Jahr einen Tag lang. Da würden solche Termine die meisten Spieler eher nerven oder langweilen.

Bearbeitet ( von Hornack Lingess)

Zeit: 23.4.2026 um 09:56, Bruder Buck schrieb:

Aber ich kenne auch Lern-Abende, an denen gemeinsam gelernt wird.

Ich versuche das "so weit es geht"(*) auszugliedern. Steigern soll jeder zuhause machen, muss ich als SL nicht dabei sein. Absprechen kann man sich meinetwegen vor oder nach der eigentlichen Spielzeit.

(*) Ja, manchmal geht es aber eben nicht, gerade wenn ich Anfänger in der Runde habe oder Regelleghastgeniker die nach 100 Spielsitzungen z.b. immer noch fragen "was muss ich würfeln?" Dann gibt es eben doch die "Lern-Abende".

Wenn es aber so ist das die Gruppe sich nur ein paarmal im Jahr trifft würde ich das wirklich sehr gerne irgendwie ausgelagert haben. Ich hab jetzt auch nichts dagegen das man sich mal anderweitig trifft um einen Char zu steigern.

So der eine Aspekt,...

der andere Aspekt das die Spielfiguren irgendwann mal "Alt" werden, in M1-4 war bei uns nie so ein Thema da wir meistens früher mal wieder was neues gespielt haben. Die höchstgradigen Figruren bei uns waren so Grad 10. (M4). war also noch nicht gar so ein Thema.

Bearbeitet ( von Irwisch)

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