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Eierlegende Wollmilchsau (Achtung: bissig)


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Natürlich ist nicht das Problem, dass es neue Charakterklassen geben kann. aber manche spezielle Charakteridee muss nicht durch eine neue Spezialklasse abgebildet werden. Siehe hier z.B. den Kazmalmar oder den Arzt. Beide fallen in meinen Augen eher unter das Kompendiumsbeispiel des Ritters, der durch leichte Variierung gebildet werden kann.

Das gilt im Prinzip für fast jeden regionalen Spezialfall einer allgemeinen Charakterklasse.

 

Es irritiert mich zumindest oft durchaus, dass der Ruf nach einer komplett neuen Charakterklasse hier sehr leicht aufkommt. Ich habe dabei weniger Probleme damit, dass die Leute dabei ihre Phantasie einfließen lassen. Im Gegenteil! Aber muss es immer gleich etwas komplett Neues sein?

Ich meine: Eine neue Charakterklasse sollte immer erst am Ende eines Charakterentwurfs stehen. Wenn ich z.B. einen Arzt spielen möchte, dann schaue ich erst, ob ich meine Vorstellung nicht vielleicht mit einer bestehenden Charakterklasse abbilden kann. Mich hindert z.B. nichts daran, als Grundklasse den Magister zu nehmen, und mich selbst zu beschränken, indem ich mir keine magischen Zaubersprüche zubillige. Von der Grundrichtung her stimmt er jedenfalls sehr gut mit einem Arzt überein. Wenn ich dann individuell und mit dem SL agbesprochen einzelne Fertigkeiten in ihrer Wertigkeit anpasse, ist das völlig in Ordnung.

 

Eine neue Klasse zu begründen und hier auszuarbeiten geht aber deutlich weiter. Denn hier unterstelle ich gleich auch einen allgemeinen Bedarf. Und hier ist der Ruf nach Kanonstatus, wie Wurlfhere schon angemerkt hat, sehr schnell erhoben. Allerdings sind die meisten hier entwickelten Charakterklassen aus meiner Sicht nicht besonders ausgewogen, gerade weil die Notwendigkeit der neuen Klasse von Anfang an postuliert ist und weil in einem oft gruppendynamischen Prozess sich meist das "Höher, schneller, weiter-Syndrom" durchsetzt.

 

Also: Ich denke, dass das Problem nicht in der generellen Erstellung neuer Charakterklassen besteht, sondern in der scheinbaren Notwendigkeit, jede Spezialisierung in eine eigene Charakterklasse zu gießen.

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Also: Ich denke, dass das Problem nicht in der generellen Erstellung neuer Charakterklassen besteht, sondern in der scheinbaren Notwendigkeit, jede Spezialisierung in eine eigene Charakterklasse zu gießen.

Das wäre meiner Meinung nach ein gelungener Startpunkt für eine Diskussion über dieses Thema gewesen. :clap:

 

Was ich jedoch nicht verstehe, ist das plötzliche Gerede über einen Kanonstatus (blödes Wort). Werden alle Ideen zu den einzelnen Regionen auch so gesehen oder bilden sie nicht einfach einen Ideenpool?

 

Und was den Bedarf der neuen Klassen angeht: Wenn nur einige wenige den Bedarf haben, schließt dies eine Kreation aus? Wie viele Stimmen müssen da sein, bevor so eine Idee ausgearbeitet werden kann, ohne das eine Missionierung unterstellt wird? Welches Problem gibt es nur durch die Existenz dieser Vorschläge?

 

Beim Arzt sehe ich übrigens keine neue Klasse. Offenbar trifft hier der Wunsch eines Spielers nicht auf das Feedback wie z.B. beim Filou.

 

Solwac

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Für "stimmungsvolles Rollenspiel" muss ich keine Fertigkeiten und Zauber hin und her schieben.

Du nicht, andere vielleicht schon. Es gibt auch Leute, denen Schach Spaß macht und andere, die damit nichts anfangen können. Darf deswegen jetzt keiner mehr Schach spielen?

 

Es mag an mir liegen, aber m.E. hat Schach wenig mit "stimmungsvollem" Rollenspiel zu tun. Ungefähr so viel, wie nur dann "stimmungsvoll" rollen spielen zu können, wenn die Fertigkeiten und Zauber der Figur optimiert sind.

 

Rainer

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Es mag an mir liegen, aber m.E. hat Schach wenig mit "stimmungsvollem" Rollenspiel zu tun. Ungefähr so viel, wie nur dann "stimmungsvoll" rollen spielen zu können, wenn die Fertigkeiten und Zauber der Figur optimiert sind.

 

Rainer

Kommt drauf an, worauf sie optimiert sind. Wenn sie darauf optimiert sind, einen bestimmten Stereotypen darzustellen kann das stimmungsvoll sein. Wenn es nur um "höher, schneller, weiter" geht - um Kazzirah zu zitieren - hat das mit stimmungsvoll nichts zu tun.

 

Viele Grüße

Harry

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Geht es hier um stimmungsvolles Rollenspiel?

 

Da kommt es doch mehr auf die Mitspieler und SL an, denn um das Regelwerk oder gar die Characterklassen.

 

Prima Werte helfen mir gar nichts, wenn ich nicht ins Spiel komme. Und selbst mit verhagelten Würfen kann ich viel Spass haben, wenn die Gruppe passt.

 

Ein Character, der alles kann und alles weiss kann jede Gruppe sprengen. Das liegt aber dann mehr an der Persönlichkeit des Spielers denn an den Werten.

 

Zumindestens in meinen Augen. Und auch die eierlegende Wollmilchsau kann durch den Spielleiter die Grenzen aufgezeigt bekommen. Wenn er sich nicht der Spielwelt anpasst, wird er zurechtgestutzt, landet im Kerker oder am Galgen.

 

Ich verstehe ja, dass sich Menschen, die viel Arbeit in das Regelwerk gesteckt haben, dieses auch gewürdigt haben wollen. Aber es gibt auch welche, die dieses Regelwerk weiterentwickeln wollen - in meinen Augen ist das in Ordnung.

 

Auf Cons kann es dann zu Problemen kommen. KanThaiPan Character in Alba sind aber auch nicht sehr beliebt. Genauso wenig wie ein hochstufiger Magier in einer niedriggradigen Gruppe.

 

Ich habe bisher meistens den niedriggradigsten Magier der Gruppe geführt. Durch meine Vorstellungen von ihm war er nicht oder nur sehr eingeschränkt überlebensfähig.

 

Überlebt hat er i.d.R. nur durch ein wenig Wohlwollen des Spielleiters und der Rest der Gruppe.

 

Inzwischen ist er ein wenig optimierter, weil es Spielleiter gibt, die Wert darauf legen, dass die Character auch mal was reissen kann. Da wurde ich also dazu angehalten, gerade die Waffenfähigkeiten zu steigern.

 

Zur Waffe greift dann aber mein Magier auch nur dann, wenn er gar keinen anderen Ausweg (und das kann ein Fluchtweg sein) sieht.

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Ungefähr so viel, wie nur dann "stimmungsvoll" rollen spielen zu können, wenn die Fertigkeiten und Zauber der Figur optimiert sind.

 

Rainer

 

Hmm... kann ich JEF unterstellen, dass er die Standard-Charakterklassen in Midgard im Hinblick auf Ausgewogenheit, Spielbarkeit, Entwicklungsmöglichkeiten etc. optimiert hat und dass die von ihm vorgenommene Optimierung durchaus zum stimmungsvollen Spiel beiträgt? Können deswegen nur Spieler, die ausschließlich auf Standard-Charaktere zurückgreifen, "stimmungsvoll" spielen? Worin besteht der Unterschied, wenn ein Midgard-Autor eine Charakterklasse "erschafft" und wenn ein Normalsterblicher hier im Forum das Gleiche tut? (Und ich erwarte jetzt eine andere Antwort als: Wenn's der Midgard-Autor tut, ist es offiziell.)

 

Wenn ich - nach Midgard-Standard-Regeln - "stimmungsvoll" einen Druiden spielen will, erschaffe ich keinen Spitzbuben, wenn ich einen Krieger spielen will, erschaffe ich keinen Heiler. Wenn ich einen Wildläufer spielen will, erschaffe ich keinen Tiermeister. Wenn ich eine eierlegende Wollmilchsau spielen will, erschaffe ich keine Bleiente. Ich nehme mal an, das tut auch sonst keiner und jeder kann nachvollziehen, worauf ich hinaus will.

 

Ein von mir erschaffener Charakter stellt die Basis meines Spiels dar, mit seinen anfänglichen Werten und Fähigkeiten, aber auch mit seinen Entwicklungsmöglichkeiten, und wenn ich einen Charakter erschaffen muss, der nichts mehr mit meiner Vorstellung von ihm zu tun hat, endet da für mich auch die Möglichkeit, den Charakter "stimmungsvoll" 'rüberzubringen. Und das kann durchaus auch etwas mit einem optimierten Lernschema zu tun haben.

 

:agadur:Ja, ja, im Alter von 60 Jahren habe ich dann endlich meinen ersten Zauberspruch Feuerfinger gelernt, gerade noch rechtzeitig, bevor ich mich zur Ruhe gesetzt habe. War schon schade, dass ich das während der großen Trollwanderung damals annoduffzich noch nicht konnte...

 

Grüße,

Yarisuma

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Von Eröffnungsposting her dachte ich (nicht alleine) das wird ein Strang der das Charakterklassendesign überspitzt karikieren soll. Dann war das wohl anders gemeint und wurde angemerkt. Kann man dann auch gleich reinschreiben. Mir gefällt es nämlich nicht, wenn ich mir dann so vorkommen soll, als wäre ich zu doof gewesen das zu erkennen.

 

Zu den Charakterklassen: Ich spiele mit meinen Freunden noch immer nach M2 und erstaunlicherweise haben wir keine Probleme passende Charakterklassen für unsere Figuren zu finden.

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Geht es hier um stimmungsvolles Rollenspiel?

 

Sagen zumindest einige der Verfechter der optimierten Abenteurertypen. Dann wird's wohl stimmen. Dass es um's Optimeiren selbst geht, wurde ja kategorisch ausgeschlossen.

 

Rainer

 

Hi Olafsdottir,

 

worauf willst du eigentlich hinaus?

 

Deine regelmäßigen Sticheleien halten zwar die Diskussion am laufen, machen sie aber keinesfalls produktiver.

 

Vielleicht könntest du ja mal als Midgardoffizieller kurz den Wert des Kompendiums mit Regeln zur Charaktererschaffung erläutern, wenn deren Nutzung nicht als offiziell wünschenswert gesehen wird. Schadensbegrenzung?

 

In dem Zusammenhang könntest du bitte auch einmal eine kritische Würdigung (darf selbstkritisch sein, denn darin bist du ja im Gegensatz zu uns große Klasse) zu der Charakterklasse des Schattenwebers (inclusive der neuen "exclusiven" Zauber), im Verhältnis zum Filou schreiben. :prados:

 

Wenn es dir jetzt zu anstrengend wird tut es mir leid aber umgedreht geht es mir auch auf den Keks. :keks:

 

Ciao

Birk :crosseye:

 

Edit meint ich sollte noch hinzufügen, dass ich die Meinung teile, dass die Erschaffung einer "neuen" Charakterklasse am Ende eines kreativen Prozesses zu einer Thematik steht und nicht ihr Anfang sein sollte.

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Ich glaube mitunter liegt das Problem in der Definition von Klasse und Beruf. Ein Beruf ist etwas, was ich erlernt habe. Ob ich es gerne tat und ob ich ihn noch ausübe, steht auf einem anderen Blatt. Die Klasse definiert für mich auch eine gewisse grundsätzliche Geisteshaltung und Einstellung zu vielen Bereichen des (Abenteurer-)Lebens. Grundätzlich sollte ich mir anschauen, ob es eine bestehende Klasse gibt, die meine eigentliche Haltung wiederspiegelt. Anschließend kann ich diese nach meinen Bedürfnissen noch in gewissem Rahmen anpassen - z.B. geeigneter Beruf, allgemeine und spezielle Fertigkeiten. Wenn ich z.B. Arzt sein will, muss ich unterscheiden, ob ich lediglich den Beruf ausüben oder die Geisteshaltung, Anderen zu helfen besitzen will. Wenn es nur um den Beruf geht, dann wähle ich ihn halt und muss damit leben, dass ich mich mit Erster Hilfe und Heilkunde vielleicht nicht ganz so leicht tue (z.B. Glücksritter als Standardfähigkeit), wie andere. Sehe ich es als meine Haltung an, dann werde ich höchstwahrscheinlich Heiler, da ich bestimmt aus Gesprächen, Geschichten oder Sagen gehört habe, dass man auch Magie zur Heilung einsetzen kann - warum also auf diese Möglichkeit verzichten? In diesem Fall bedarf es für mich keiner eigenen Charakterklasse.

 

Es kann jedoch auch der Fall sein, dass man mit einer neuen Charakterklasse vermeintliche Lücken im System stopfen möchte. Allgemein fehlen mir bei MIDGARD noch ein paar (leicht abgeschwächte) Kämpfer, die auch ein (klein) wenig Magie beherrschen. Im DFR gibt es z.B. nur 3 dieser Gattung - Ba (nicht jedermanns Sache), Or (mitunter nicht genug moralisch flexibel) und den Tm. Es gibt aber schon allein ebensoviele verschiedene Barbaren (BN, BS, BW). Und im Kompendium sind bis auf den Magister und (mit Einschränkungen) der Fian die Anderen auch nicht so brauchbar (Hj = fanatisch, der Rest schon größtenteils zu mächtig, "andersartig" oder mir persönlich "unangenehm" - speziell Elfen- und Gnomenfiguren). Für "Neulinge" sind jedoch solche Typen besonders von Interesse, können sie doch so ein wenig in das Magiesystem schnuppern. Gerade hier sehe ich durchaus noch Handlungsbedarf, was eigene Klassen betrifft.

 

Allgemein betrachte ich Beiträge im Forum, die über das Regelwerk hinausgehen, als Anregung für andere und gleichzeitig die Wunschbezeugung, die Idee in der Gemeinschaft zu verbessern. Unabhängig meines eigenen Standpunktes zu einzelnen Beiträgen, stellen diese immer eine Bereicherung dar. Wenn sich dann aber Leute in solche Diskussionen "einmischen", die diese Ideen kategorisch ablehnen, packt mich manchmal die Wut. Man muss nicht immer seine Meinung kundtun und sollte manchmal nur reden (=schreiben), wenn man auch was zu sagen hat. Niemand wird gezwungen auch nur irgendetwas hier aus dem Forum, ja gar aus dem Regelwerk, für sich und seine Gruppe übernehmen zu müssen.

 

Und was gefällt mir nicht an neuen Klassen(-Diskussionen) hier im Forum?

Am ehesten regt mich die Diskussion über die Anzahl der Grund-, Standard- und Ausnahmefähigkeiten auf. Die Nützlichkeit (Häufigkeit der Anwendung) ist aber doch letztendlich für das Gleichgewicht ein entscheidender Faktor und nicht die Anzahl. Gebe ich einer Klasse "Ballista bedienen", "Katapult bedienen" und "Kampf in Schlachtreihe" als Grundfertigkeit, einer anderen nur "Beidhändiger Kampf", dann steht die Anzahl für mich in keinem Verhältnis zur Nützlichkeit.

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In dem Zusammenhang könntest du bitte auch einmal eine kritische Würdigung (darf selbstkritisch sein, denn darin bist du ja im Gegensatz zu uns große Klasse) zu der Charakterklasse des Schattenwebers (inclusive der neuen "exclusiven" Zauber), im Verhältnis zum Filou schreiben. :prados:

 

Die Chance, dass ich auf diesen Tonfall reagiere, ist eher gering.

 

Rainer

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In dem Zusammenhang könntest du bitte auch einmal eine kritische Würdigung (darf selbstkritisch sein, denn darin bist du ja im Gegensatz zu uns große Klasse) zu der Charakterklasse des Schattenwebers (inclusive der neuen "exclusiven" Zauber), im Verhältnis zum Filou schreiben. :prados:

 

Die Chance, dass ich auf diesen Tonfall reagiere, ist eher gering.

 

Rainer

 

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück.

 

Manche Sprichwörter bewahrheiten sich immer wieder...

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Ach je. Also gut, zum Mitschreiben:

 

Neue Charakterklassen sind Hausregeln, ob sie nun vorgeben, unter den Richtlinien des Kompendiums erschaffen zu sein oder nicht. Hausregeln, das sollte eigentlich jeder wissen, der länger als drei Tage in diesem Forum ist, interessieren mich so rein gar nicht.

 

Hausregeln entstehen von Spielerseite aus häufig (ich wiederhole: häufig; damit meine ich nicht: "immer") durch Unzufriedenheit mit den Regeln, die als Benachteiligung der eigenen Figur empfunden werden, weil das System einfach die tollen Ideen, die man so hat, gar nicht zulassen möchte. Das haben wir hier oft genug gesehen und oft genug diskutiert. Also werden tolle Charakterklassen erschaffen, die diese Nachteile nicht haben. Als "Spielbalance" wird dann vorgeschoben, dass Sachen gestrichen werden, an denen der betreffende Spieler gerade kein Interesse hat.

 

Ist ja alles schön und gut, aber es sollte als das verkauft werden, was es ist. Mehr hat Hornack nicht gesagt, und mehr habe ich nicht gesagt. Ich habe es nur etwas direkter gesagt, da hinter der "Spielspaß"-Argumentation die Gleichung "Charakter mit weniger Beschränkungen = höherer Spielspaß" steckt. Von dieser Idee halte ich nichts. Damit müsst ihr leben. Ansonsten hat Hornack in seinem Beitrag beim Kazmalmar ja schon alles, was zum Verhältnis zwischen Hintergrund und Regelbastelei zu sagen ist, gesagt.

 

Mich persönlich interessieren weder der Filou noch der Kazmalmar noch irgend etwas anderes aus dem selbstentworfenen Bereich. Von daher werde ich es auch nicht kommentieren, weil ich es für unnötig halte. Wenn andere das nicht für unnötig halten, sei ihnen das unbenommen.

 

Ich find's halt irgendwo drollig, dass Hornack und ich nicht sagen dürfen, dass etwas unausgegoren und überflüssig ist, weil dann sind wir ja böse und unterdrücken andere Meinungen, während die, die auf der "anderen Seite" der Argumentationskette stehen, gar nicht böse sind und gar nicht andere Meinungen unterdrücken wollen, wenn sie entweder Hornacks Eingangsbeitrag gar nicht erst Ernst nehmen oder, wenn sie dann doch dazu gezwungen werden, ihn mit "Spielspaß"- und sonstigen Argumenten als unzulässig bezeichnen wollen.

 

Das ist so... doppelmoralig. Aber das hat ja hier noch nie jemanden gestört. Und was dann Anwürfe wie die von Birk sollen, ist mir absolut schleierhaft, da er nicht die geringste Qualifikation hat, solche Aussagen zu meinem Verhalten zu treffen. Ich beurteile ihn ja auch nicht nach seinen Beiträgen.

 

Rainer

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Auch auf die Gefahr hin, dass mich der hochoffiziellste Bannstrahl aller Bannsträhle trifft: in unserer Gruppe nehmen das Regelwerk und legen es aus wie wir es wollen, "und nicht wie die Herren das wollen" ;). Letztlich betreiben wir ständig Optimierungen, aber wir eifern damit doch nur JEF nach, der von M0 bis M4 auch ohne Unterbrechung schamlos optimiert hat.

 

Des Pudels Kern: die Optimierungen zielen doch oftmals darauf ab Midgard noch etwas schöner zu machen als es jetzt schon ist. Was könnte daran falsch sein? Das Charakterklassen- und Berufesystem hat mal zwischendurch so seine Schwächen und so lässt sich hin und wieder die Figur - die einem da gerade so vorschwebt - nicht in das Midgard-System pressen (Anm.: das Regelwerk kann aber auch nicht alle 10^129 Ideen aller 10^6 Midgard-Spieler abdecken - geht nicht). Man bastelt deshalb ein wenig rum und postet vielleicht seine Ideen hier skrupellos in dieses Forum zur Diskussion. Ziemlich dreist eigentlich. Und dabei wollte man nur einen Beitrag zu «Stilvollem Rollenspiel» leisten.

 

Ergo: weiter optimieren! :thumbs:

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Mir geht es hier weniger um das was gesagt wird, als vielmehr um das wie. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand keine neuen Charakterklassen will, aber mich als Weichei zu beschimpfen und andere Sachen zu unterstellen, das brauch ich mir nicht gefallen lassen.

 

Wäre von anfang an ein Posting gekommen wie dein letztes, wäre hier einiges anders gelaufen, auch wenn ich immer noch daraus schließe, das du keine der ernsthaft ausgearbeitet Charakterklassen näher betrachtet hast, denn es werden nicht nur ein paar Fertigkeiten gestrichen die den Spieler eh nicht interressieren, sondern es wurde ähnlich vorgegangen wie bei den Klassen im Kompendium. Wie bereits mehrfach erwähnt treffen eure Argumente auf jeden spieler zu, denn allein dadurch dass man sich für die zum Hintergedanken des gewünschten Abenteurers am besten passende Klasse entscheidet wird eine optimierung vorgenommen, denn man wählt jene, die die Grundfertigkeiten hat die man will und die Fertigkeiten die man nicht will nur als ausnahmefertigkeit, oder kann irgendeiner von euch behaupten, das er immer mit nen Würfel auswürfelt, welche Klasse er jetzt wählt?

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Wäre von anfang an ein Posting gekommen wie dein letztes, wäre hier einiges anders gelaufen

 

Du bist seid vier Jahren im Forum (nur zweieinhalb Wochen nach mir eingestiegen) und hast erst jetzt von meiner Haltung zu Hausregeln erfahren???

 

Die Weicheier sind ein Übertrag aus dem früheren Strang zum Umgang mit Tod, Verletzung usw. von Spielerfiguren. Hat dort auch keinen gestört. Warum also jetzt?

 

Rainer

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Ich find's halt irgendwo drollig, dass Hornack und ich nicht sagen dürfen, dass etwas unausgegoren und überflüssig ist, weil dann sind wir ja böse und unterdrücken andere Meinungen, während die, die auf der "anderen Seite" der Argumentationskette stehen, gar nicht böse sind und gar nicht andere Meinungen unterdrücken wollen, wenn sie entweder Hornacks Eingangsbeitrag gar nicht erst Ernst nehmen oder, wenn sie dann doch dazu gezwungen werden, ihn mit "Spielspaß"- und sonstigen Argumenten als unzulässig bezeichnen wollen.

Ich habe kein Problem damit, wenn jemand mit den hier diskutierten neuen Klassen nichts anfangen kann. Und genauso kann ich verstehen, wenn jemand aus Prinzip nicht nach neuen Klassen strebt. Schließlich habe ich bisher alle meine Figuren mit den offiziellen Klassen erschaffen und sehe für mich als Spieler derzeit auch keinen weiteren Bedarf.

 

Wenn es hier eine vernünftige Diskussion über das Thema geben soll (und anscheinend ist der Bedarf ja da), dann hätte ich mir einen Beitrag wie den von Kazzirah als Ausgangspunkt gewünscht.

 

Der polemische Tonfall von Hornacks Eröffnungsbeitrag hat neben einer gewissen Verschwampfung auch dazu geführt, dass der Sinn dieses Strangs von jedem Schreiber anders gesehen wurde.

 

Wenn dann diverse Fragen nicht beantwortet werden ist es schwer, inhaltlich auf die sehr allgemein gehaltenen Unterstellungen zu antworten. Alles mit der Bemerkung abzuqualifizieren, es würde ja nur optimiert, ist halt nicht hilfreich.

 

Solwac

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Um was geht es hier eigentlich? Hornack gehen neu entworfene Abenteurertypen zum großteil auf den keks. Was macht er? Er eröffnet einen ironischen Strang zu dem Theme. Was um alles in der Welt ist da denn schlimm dran? Ich mag viele der neuen Klassen, bzw. die Ideen die dahinterstecken, andere nicht.

 

Genauso wie Lob und "Mehr davon" Rufe erlaubt sind, ist Kriitik ebenfalls erlaubt.

 

Viele Grüße

hj

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Neue Charakterklassen sind Hausregeln, ob sie nun vorgeben, unter den Richtlinien des Kompendiums erschaffen zu sein oder nicht. Hausregeln, das sollte eigentlich jeder wissen, der länger als drei Tage in diesem Forum ist, interessieren mich so rein gar nicht.
Rainer, wenn Du kategorisch gegen Hausregeln bist (was übrigens nicht jeder weiß), dann solltest Du Dich nicht an einer Diskussion über das Für und Wider einer bestimmten Hausregel (in diesem Fall "Neue Charakterklassen") beteiligen. Das ist nicht böse gemeint. Deine Haltung verhindert nur von vornherein, dass Dich die Befürworter überzeugen könnten.

 

Hornack hingegen unterstelle ich, dass er mit seinem - vielleicht etwas zu polemisch geratenen - Eingangsposting wirklich eine ernsthafte Diskussion zum Thema "Sinn und Unsinn neuer Charakterklassen" anstossen wollte.

 

Herzliche Grüße,

Triton

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Auch auf die Gefahr hin, dass mich der hochoffiziellste Bannstrahl aller Bannsträhle trifft: in unserer Gruppe nehmen das Regelwerk und legen es aus wie wir es wollen, "und nicht wie die Herren das wollen" ;). Letztlich betreiben wir ständig Optimierungen, aber wir eifern damit doch nur JEF nach, der von M0 bis M4 auch ohne Unterbrechung schamlos optimiert hat.

 

Niemand, auch der heilige JEF nicht, wird jemals jemandem verbieten eine Hausregel zu schaffen, bzw. Unstimmigkeiten in den Regeln auszubügeln die er darin sieht. Es ist aber durchaus (siehe mein letztes Posting) im Sinne dieses Forums, dass man auch der Meinung sein darf an MIDGARD so wenig wie möglich zu ändern, bzw. zu sagen wenn man eine Idee für unausgegoren hält.

 

Viele Grüße

hj

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Ich habe nicht den Eindruck, dass man das darf. Als Hornack das das letzte Mal vor Eröffnung dieses Stranges versucht hat (beim Haifischkrieger), fiel man über ihn her, weil er es wagte, den Abenteurertyp für unsinnig und unausgewogen zu halten. Deshalb (hallo Triton) seine Reaktion hier.

 

Mich stören weniger die neuen Klassen, sondern das Verstecken hinter dem "Spielspaß", der ohne diese neuen Klassen nicht so hoch sei. Und das beständige Abstreiten, dass dem so sei.

 

Rainer

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Wäre von anfang an ein Posting gekommen wie dein letztes, wäre hier einiges anders gelaufen

 

Du bist seid vier Jahren im Forum (nur zweieinhalb Wochen nach mir eingestiegen) und hast erst jetzt von meiner Haltung zu Hausregeln erfahren???

 

Die Weicheier sind ein Übertrag aus dem früheren Strang zum Umgang mit Tod, Verletzung usw. von Spielerfiguren. Hat dort auch keinen gestört. Warum also jetzt?

 

Rainer

 

1. Ich bin seit 4 Jahren im Forum, und? Ich lese deshalb nicht jedes deiner Postings und lerne es auswendig. Ich bin seit zumindest 2 Jahren nur noch sehr sporadisch aktiv im Forum und lese nicht jeden Thread der hier eröffnet wird. Mein kommentar über dein Posting war übrigens eigentlich eher auf den Stil bezogen, es war freundlicher, konstruktiver, und keine reine Provokation.

 

2. Ich habe den von dir genannten Strang jetzt nicht gelesen. Aber hätte man mich dort direkt angesprochen und als Weichei beschimpft (und hier hab ich mich direkt angesprochen gefühlt) und mir unterstellt nicht aufs Spielgleichgewicht zu achten, und das ohne sinnvoller Begründung oder Argumentation, sondern nur um zu Provozieren, (und meinem Eindruck nach will Hornack nichts anderes hier tun, anders kann ich Postings wie "Getroffene Hunde bellen..." nicht verstehen), dann hätte ich mich auch dort darüber beschwert.

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Hi Olafsdottir,

 

Wenn ich dich beleidigt habe tut es mir leid. :blush:

Insgesamt mag aber die Ausdrucksweise in diesem Strang kein Paradebeispiel für eine konstruktive Diskussion gewesen sein.

Wenn ich mich in einer Grundsatzdiskussion mit einer bissigen und agressiven Wortwahl konfrontiert sehe, dann sehe ich für mich keinen Grund selber hinter dem Berg zu halten. Ich geh dann einfach davon aus, dass mein Gegenüber diese Art der Auseinandersetzung zur besseren Profilbildung der Positionen schätzt. Ansonsten ist diese Art der Diskussionsführung eher nicht mein Stil.

 

Ich hoffe du hattest bezüglich deiner Wortwahl nicht den Eindruck, dass du versucht hast eine freundliche, ruhige und konstruktive Diskussionsatmosphäre aufzubauen :uhoh: , dann hätte ich dich allerdings gründlich missverstanden.

 

Grundsätzlich:

Ich habe noch nie einen Hausregelcharakter gespielt und werde es vorraussichtlich auch nicht tun. Selbst die Kompendiumscharaktere Hexenjäger, Fian und alle Doppelklassencharaktere (Schattenwirker und Thanaturg) gefallen mir zum selber spielen nicht (ich mag es mit Ecken und Kanten).

 

Das heißt aber nicht, dass ich der Sache an sich ablehnend gegenüber stehe. Ich habe wunderbare und fantasievolle Hausregelcharaktere erlebt und unnütze und langweilige "klassische" Charaktere. Entscheidend ist im Bezug auf den Vorwurf der Charakteroptimierung nicht die Klasse, sondern die Idee. Wenn sich ein Spieler über maximale Werte definiert (sog. Wertemonster), dann kann auch ein Waldläufer ein rollenspielerischer Albtraum sein.

 

Wenn ich einen Hausregelcharakter entwerfe, dann ist dem in der Regel eine Auseinandersetzung mit einer Thematik vorrausgegangen, die sich letztendlich auch in einen Charakterklassenentwurf ergiessen kann, zur Verdeutlichung oder Abrundung des Konzeptes.

 

Mir persönlich ist es nicht wichtig, ob es für solche Sachen eine eigene Charakterklasse gibt oder nicht. Manchmal erleichtert eine solche Charakterklasse die Identifikation mit dem Konzept. Ich hatte den Eindruck, als sei dies ein offiziell erwünschter Effekt, denn man kann z. B. einen Hexenjäger auch prima mit einem Magier spielen (ich kenn da einen sehr gelungen Fall). Daher hat mich die Fundamentalkritik speziell von deiner Seite sehr überrascht :o: .

 

Bezüglich des Haifischkriegers, den du konkret ansprachst, habe ich nichts gegen Kritik einzuwenden gehabt (die übrigens von Dengg aufgebracht worden war), sondern versucht konstruktiv damit umzugehen. Wenn nur die Kritik nicht konstruktiv, sondern per se ablehnend ist, ohne dies konkretisieren zu können, dann wird es kompliziert. Insgesamt war der Entwurf mehr als Teaser für das Minangpahit Unterforum gedacht... :?: ...möglicherweise ein Schuss in den Ofen.

Ich habe die Kritik jedoch selbstkritsch reflektiert und mit dem Gedanken gespielt die komplette Klasse zu streichen. In diesem Zusammenhang will ich aber auch nicht ausschließen, dass meine Diskussionsführung in dem besagten Strang alles andere als in Musterbeispiel der entspannten und ruhigen Leitung war (in dem Augenblick war es halt erstmal mein Baby :) ).

 

Grundsätzlich steht es natürlich im Rahmen dieses Forums jedem frei zu schreiben was er will. Man sollte sich dann auch umgedreht nicht wundern, wenn andere etwas gereizt auf ebenso unausgegorene Kritik reagieren.

Nur mal eben kritisieren, weil es gerade so gut passt, ist in der Regel genauso ärgerlich wie stillose oder langweilige Ideen. Wenn also Kritik vorgebracht wird, dann geht man meiner Meinung nach auch die Verpflichtung ein, die weitere Arbeit konstruktiv zu begleiten bzw. die Kritik zu fundieren.

Entweder mit geeigneten Vorschlägen oder, wenn man merkt, dass der andere nicht an meinen Ideen oder Sichtweisen interessiert ist, mit einem Rückzug aus dem Strang...

 

So genug geschwafelt, das Thema ist jetzt für mich erledigt... :lookaround::rueckzug:

 

Ciao

Birk :crosseye:

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