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Elfen- und Schwarzalbenkongress

Hervorgehobene Antworten

An Llwynn

"Ich bin ganz und gar nicht deiner Meinung. Wir schützen nicht die, die naiv bleiben wollen. Wir schützen uns und das sollte alles sein. Ich möchte eigentlich auch nicht versuchen sie zu ändern, nur manchmal macht mich ihr blinder Blick krank..."

"Wenn Euch das was aus Eurem Volk wird so egal ist, welche Motivation habt Ihr überhaupt noch Isaldorin?"

Shayleigh hebt zu einer Antwort an, scheint es sich jedoch anders zu überlegen. Dann richtet sie das Wort an Llwynn:

 

Es gibt vieles, das zu fürchten sich lohnt - und doch kann diese Furcht im nächsten Augenblick nichtig sein...

 

Shayleigh

An Woolf gewandt:

 

"Ich gehe ihnen bzw. euch normalerweise aus dem Weg. Ich könnte es gar nicht länger ertragen, ohne krank zu werden."

 

Dannn dreht sich Isaldorin zu Llwynn um:

 

"Vielleicht ist es mir manchmal nicht ganz so egal wie ich es im Moment hier sage.....Doch scheint mir in den meisten Momenten jegliche Hoffnungen umsonst und unnötig..."

Der Spötter hat den Kopf schief gelegt und staunend der Wortflut Bryns gelauscht. Manchmal hat er dabei gelächelt, mehrmals irritiert geblinzelt, aber nicht einmal den Menschen aus den Augen gelassen:

 

"Das ist so eine Sache mit Euch Sterblichen, immer macht Ihr soviele Worte, je weniger Ihr wisst...

In einem hast Du recht: Auch wenn kein einziger Mensch auf Midgard mehr wohnte, würde ich niemals in Lumpen gehüllt Löcher im Wald graben und das dann Weisheit nennen...aber genug der Ironie:

 

Nicht nur die Menschen besitzen kollektives Wissen, doch das gesamte Wissen der Menschen stammt aus zweiter Hand.

Dagegen ist nichts zu sagen, die Unsterblichen halfen dereinst gern, doch was ist der Dank der Schüler?

Abgeschnittene Ohren...

 

Das Ihr so kurz nur lebt ist kein Indiz für Zusammenarbeit, erst recht nicht für Todesmut.

Freier in Euren Entscheidungen werdet Ihr dadurch auch nicht, der Tod bläst Euch stets in den Nacken...

 

Ein Mensch kann zur Not in einem Jahr so viel Wissen erwerben wie ein Unsterblicher in zwanzig?

Darüber kann ich nur lachen!

 

Ich schließe mich Isaldorin an: Fast möchte ich meinen, die Unsterblichen sollten doch endlich von den Menschen lernen, doch was nur?

 

Bryn, Du sprichst von Deinesgleichen, doch übersiehst Du, daß alle Menschen, die sich vertrauensvoll an die Unsterblichen wenden, von ihrer eigenen Art verfolgt und an die Ränder der Welt gedrängt werden!

 

Die Menschen sind eben nicht bereit, irgendetwas, irgenjemanden neben sich zu dulden.

Sie sind wie grausame Kinder, die das ganze Haus verwüsten und dabei etwas lallen von dem Willen der Götter.

Sie reden von Weisheit und verstopfen sich zugleich die Ohren, um tatsächliche Weisheit nicht zu hören.

Tief im Süden gibt es heimatlose Schwärme von Insekten, die alles fressen, was nicht fliehen kann oder zu schwach ist, sich zu wehren.

Die Menschen verhalten sich ebenso, nur, daß sie ihr Verhalten mit dem Mantel der Religion verbrämen.

 

Sie leben Zerstörung, sie feiern den Krieg und nennen ihn Glauben.

 

Warum ist der Mensch so?

 

Weil er nicht die Weisheit der Liebe versteht.

Der Mensch stößt die liebende Hand, die ihn leiten will, weg!

 

Dadurch wurde er kopflos und erfuhr die Angst.

Erschuf sich Götzenbilder, die ihm helfen sollen, Wege aus der Angst zu finden.

Genau das tue ich:

Wenn der Schüler den liebenden Lehrer nicht zu würdigen vermag, muß der Lehrer andere Wege gehen.

Ich lehre die Menschen Wege aus der Angst.

Unter meiner Anleitung lernen sie, nicht die Unsterblichen zu hassen und für das eigene Schicksal verantwortlich zu machen, sondern für sich selber zu sorgen, den Tod zu akzeptieren und ihr Leben auszufüllen mit dem, was ihrer Natur am Nächsten liegt:

Dem Streben nach Gold und Macht!

 

Ich verderbe sie nicht, ich gebe ihnen das, was sie fordern!"

 

 

Ihr Lehrt die Menschen also "Wege aus der Angst", indem ihr einzelnen zeigt, wie man zu Macht und Reichtum kommen kann?

 

Das nennt ihr Wege aus der Angst???

 

Was ist für einen Menschen denn bedrohlicher und angstmachender, als sich über eine Masse von seinesgleichen zu erheben, die einem den Aufstieg erst möglich gemacht hat, durch Abgaben, Untertänigkeit, geduldiges Ertragen.

Solche Menschen vereinsamen in der Regel, und sie beginnen, dem einfachen Volke gegenüber mißtrauisch zu werden.

Um sich zu beruhigen, streben sie nach noch mehr Macht, um mögliche Aufstände niederzuschlagen.

Und was das entscheidenste ist: sie beginnen den Tod zu fürchten, sie opfern ihr Fehu, daher wollen sie auch so werden wie ihr Schwarzalben, und suchen nach Wegen, unsterblich zu werden.

Sie bannen den Tod, indem sie anderen Menschen ihre Jugend rauben.

 

Dadurch erst, das Menschen nicht dem Weg der Elfen, sondern dem des Anarchen gefolgt sind, sind diese grausamen Kulturen erst entstanden.

Sind die Seemeister und das valianische Imperium überhaupt denkbar ohne das

Vorbild Arrachtischer oder Schwarzalbischer Hexereien?

Hätten sich einzelne Menschen derart über ihresgleichen erheben können, ohne die chaotischen Zauberkünste, die das Gleichgewicht dieser Welt stören?

 

Und sind diese rigorosen, machtgierigen Kulte wie die Kirgh Albai nicht viel zu radikale, aber vielleicht unausweichliche Antworten auf die Auswüchse schwarzmagischen Größenwahns?

 

Was Isaldorins Bemerkung betrifft, was ihr "unsterblichen" von uns Menschen lernen könnt: Bleibt euren ursprünglichen Tugenden treu und legt alles ab, was Euch der Anarch gelehrt hat.

Die Menschen können die schwarze Magie weitaus effektiver nutzen als Alfarabkömmlinge. Menschliche Beschwörer, Magier, Hexer bringen nicht nur unendliches Leid über ihresgleichen, sie formen dieses Leid auch zu einer Waffe, die die ganze Welt in den Abgrund zu reißen vermag, wenn keine Gegenkräfte vorhanden wären.

Auch wenn der Glaube an gute Mächte den Menschen bisweilen blind macht für feine Unterschiede und auch zu größenwahnsinnigem Machtstreben verführen kann, so ist dieser Glaube doch bei weitem nicht so gefährlich, wie das Streben nach Reichtum, Wissen und Macht, das sich von keiner Moral, und von keinem Mitgefühl oder Erbarmen mehr in die Schranken weisen lässt.

 

Als Druide ärgert es mich natürlich, daß Heiligtümer wie Vanasfarne, Monanmuir oder Prioresse,

wo einst heilige Bäume standen, nunmehr von klobigen Mauern eingeschlossen sind.

Aber besser, daß diese Orte der Lebenskraft von Feinden schwarzer Magie genutzt werden, als das dort Chaosgottheiten, Erzvampieren oder Todlosen

gehuldigt wird.

Shayleigh scheint Ihre Worte mit Bedacht zu wählen, als sie antwortet:

 

Ich glaube, dass jedes Lebewesen vor irgendetwas Angst hat - als Beispiel nehmen wir die Tiere:

Alle Tiere fürchten das Feuer, und doch kommt es in bestimmten Situationen vor, dass sie Ihre Furcht überwinden... meist in einer lebensbedrohlichen Lage als einzigen Ausweg....

 

Sie schaut Bryn an, als sie fortfährt:

 

Das Fehu, von dem Ihr sprecht, und das den Menschen innewohnt, ist wahrscheinlich nichts weiter als der Wunsch nach Unsterblichkeit. Die Angst vor dem vergessen werden lässt Menschen ihre Angst vor dem Tod überwinden. In entscheidenden Situationen opfern Menschen ihr Leben in der Hoffnung, dass sie - auch über ihren Tod hinaus - der Welt durch die Lieder der Barden in Erinnerung bleiben. Denn solange die Welt ihrer gedenkt, sind sie unsterblich...

 

Shayleighs Blick wandert zu den an dem Kongress teilnehmenden Alben und verweilt dann bei Isaldorin und dem Spötter:

 

Könnt Ihr Euch vorstellen zu lieben? Ich glaube, dass Ihr diese Gefühlsregung fürchtet, denn sie machen den Liebenden schwach. Um die Stärke nicht zu verlieren, verbieten sich viele jedwede Gefühle...

 

Die azurblauen Augen der Elfe fixieren kurz die Augen Llwynns, doch sie wendet den Blick wieder ab, als sie mit leiserer Stimme fortfährt:

 

Egal was ich zur Zeit fürchte - am größten ist die Furcht davor, dass alle Menschen dieser Welt einmal so werden könnten, wie jene es sind, die Euer Leid verursachten... um dies zu verhindern, sollten alle Bewohner Midgards zusammenarbeiten - egal ob Elf, Alb oder Mensch...

 

Einem aufmerksamen Beobachter ist nicht entgangen, dass Shayleigh es scheinbar nicht gewohnt ist, solch lange Reden zu halten. Schweigend nimmt sie wieder Platz.

Ja, gähnt nur, Spötter.

Müde? Das ist ein typisches Zeichen für blasierte Schläfrigkeit, die fast allen Schwarzalben und leider auch vielen Elfen zu eigen ist.:sleep:

Ihr verschlaft nur, wie es scheint, die sich rasch ausbreitenden Folgen der Werke euresgleichen.

Ihr schiebt die Grausamkeit Seemeisterlicher Herrschaft und deren Folgen allein der menschlichen Unvernunft in die Schuhe? Haben diese Knechter von Luft und Wasser alles auf eigene Faust herausgefunden? Sind sie einfach so von selbst vom Schamanismus zur Beschwörung, zur Paktiererei und zur systematischen Erforschung chaotischer Energien übergegangen? Haben die Naturgeister ihre Schutzbefohlenen etwa ermutigt, sie selbst überflüssig zu machen und den Menschen die Mittel in die Hand gegeben, die natürliche Balance zu kippen?

 

Ihr habt überhaupt nichts damit zu tun?

Shayleighs Gesichtszüge versteinern, als sie antwortet:

 

Habt Ihr etwa schon mal etwas von elfischen Seemeistern gehört?

Bryn lächelt kurz, als er Shayleigs Worte vernimmt

 

Tja, Teilweise habt ihr recht, daß Todesmut mit der Sehnsucht nach Unsterblichkeit, eher aber mit dem Wunsch, nicht vergessen zu werden, zusammenhängt. Aber diese Unterscheidung muß sein:

 

Das Streben nach Unsterblichkeit ist etwas anderes, als das streben nach Ruhm und Überliefertwerden. Ein Hexer, der die Jugend anderer Menschen aussaugt, um den Tod zu bannen, ist ein Frevler. Ein Krieger aber, der gefährliche Taten begeht, um in Liedern überliefert zu werden, ist ein Held.

 

Unsere Freiheit kommt ja gerade daher, das wir unsere Sterblichkeit akzeptieren.

Es hat schon auch mit Furcht zu tun.

 

Aber schwerer als die Furcht, vergessen zu werden wiegt die Furcht vor dem Altern. In meiner Heimat überwinden nicht alle diese Furcht, und stellen sich dem Altwerden, da die Reife des menschlichen Herbstes mit Schmerzen und Demütigungen teuer erkauft wird.

Da flüchten sie lieber in den Heldentod.

Uns Menschen ist der tollkühne Wagemut so bedeutsam, daß wir auch andere Wesen danach beurteilen. Daher haben unter den Alfarabkömmlingen vor Allem die Coraniaid unseren Respekt gewonnen. Ein ganzes Volk läßt sich von ihnen sogar beherrschen, da sie in der Schlacht in der ersten Reihe mitkämpfen und

sich leicht zu waghalsigen Unternehmungen hinreißen lassen.

 

Elfische Seemeister? Nein, die Elfen, die ihren Tugenden treu geblieben sind, haben doch nichts mit dem Valianischen Imperium zu tun. Wie kommt ihr blos darauf? Ich sprach doch lediglich davon, das die Menschen nicht die ersten waren, die mit den dunklen Künsten spielten, woraus bitterer Ernst wurde.

Shayleighs Gesichtszüge finden langsam den gelassenen Ausdruck wieder:

 

Ich wollte nur sicher gehen, dass Ihr Eure Quellen richtig interpretiert habt...

Llwynn legt Shayleigh tröstend die Hand auf die Schulter als er sagt:

"Eure größte Furcht teilen wir alle auf die eine oder andere Weise. Nur können und wollen einige von uns nicht warten. Ihr Elfen hofft darauf, dass sich die Menschen ändern und zur Vernunft kommen. Wir beschleunigen dies durch unser Eingreifen.

 

Ich hoffe für Euch, dass Ihr erleben könnt, dass Menschen, Elfen und Alben Verständnis füreinander haben und einander respektieren.

 

Wenn dieser Tag gekommen ist, bin ich endlich überflüssig auf dieser Welt."

Bei den letzten Worten rinnt eine einzelne Träne Llwynns Wangen herunter während sein Blick an Shayleigh vorbei ins Leere geht.

Ich glaube, mir fällt ein möglicher Platz in dieser Welt für euch ein, Llwynn:

Tretet in die Dienste erainnischer Fürsten, weiser Frauen, oder versucht, bei den Fianna aufgenommen zu werden.

Kämpferische, wagemutige Elfen können die Herzen der Menschen leichter gewinnen als in den Wäldern zurückgezogen lebende Weise.

Llwynn schaut Bryn mit amüsiertem Blick an.

 

"Glaubt Ihr wirklich, dass ich dort gut aufgehoben bin? Ich, der ich ganze Familien auslösche? Ich habe zwar gesagt, dass ich ein friedliches Zusammenleben wünsche, und das war nicht gelogen, aber ich habe bisher noch keinen Menschen getroffen, dessen Tugenden mich überzeugt hätten. Verwechselt Wunschträume nicht mit Realität."

Shayleighs Blick spiegelt leichtes Entsetzen wieder, als sie die Worte Llwynns vernimmt - scheinbar hatte sie ihn unterschätzt. Erst wendet sie sich an Bryn:

 

Fianna nehmen keine Nichtmenschen in ihre Reihen auf...

 

Dann an Llwynn:

 

Ich fürchte, ich verstehe Eure Motivation nicht. Ihr gebt an, nicht genau zu wissen, wie Ihr hier in unsere Gegend gelangt seid. Wahrscheinlich standet Ihr zu sehr unter Schock, um genau zu wissen was Ihr die nächsten Stunden, Tage, vielleicht sogar Wochen getan habt. Ihr konntet nicht abstreiten, dass die Menschen hier nicht ganz so sind, wie an jenem Ort, von dem Ihr kamt. Warum löscht Ihr dann hier ganze Familien aus, die nichts mit Eurem Schicksal zu tun haben und hatten? Glaubt Ihr nicht, dass durch solche Handlungen der Haß der Menschen auf die Elfen und Alben noch geschürt wird? Ja, Elfen und Alben - denn ich möchte bezweifeln, dass der Großteil der Menschen eine Unterscheidung wagen kann...

 

Shayleigh

"Ich töte nicht wahllos, haltet mich bitte nicht für so kopflos. Ich reise umher und wähle mein Ziel mit Bedacht. Ich teste meine Gegner, bevor ich zuschlage.

 

Und ja, ich töte immer die ganze Familie. Denn nur dann ist mein Vorgehen sinnvoll. Warum sollte ich Kinder verschonen, nur damit Sie mich in 10 Jahren jagen? Das wäre wenig vielversprechend. Ich würde einen nicht endenden Kreislauf beginnen. Das ist aber nicht Sinn meiner Aufgabe.

Ich räche diejenigen, die sich nicht wehren können oder wollen.

 

Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen das ich keine Zeugen zurücklasse. Einen Hinweis auf uns würde ich nie zulassen.

 

Die Unterscheidung zwischen Elfen und Alben muß der Mensch nicht kennen. Er weiß ja auch, dass es böse und gute Menschen gibt. Warum schert er uns dann über einen Kamm?"

Schade.

Und ich dachte, euer Schmerz könnte Heilen in einem Land, wo Menschen und Elfen zu einem einzigen Volk verschmolzen sind.

Wart ihr jemals im Lande Nathirs? Haltet ihr dieses Land etwa für eine Legende?

 

Es scheint mir so, daß ihr euch die Verhältnisse im Land Erainn gar nicht vorstellen könnt. Ihr solltet es wirklich tun, auch, wenn an euren Händen bereits das Blut zahlreicher unschuldiger Menschen klebt.

In Erainn sind auch nicht alle Fürsten reinen Herzens. Ich kann mir vorstellen, daß der eine oder andere sich einen fähigen Assasinnen halten würde, ohne sich nach dessen Vergangenheit zu erkundigen.

Zumindest könntet ihr auf diese Art ein neues Leben anfangen, in einer Umgebung, in der ihr von eurem krankhaften Menschenhass geheilt werden könntet.

Ich rate euch hingegen nicht, in das Birkenland zu gehen, und mit eurem Verhalten den Konflikt zwischen den "Verwilderten" und den nordalbischen Clans weiter anzuheizen.

 

Denn die Jahrhunderte haben gezeigt: Massenmord und Sippenhaft sind keine

Maßnahmen, um Menschen beizukommen. Dadurch werden sie nur schlimmer.

Und ihre Zahl wird auf lange sicht dadurch auch nicht geringer, eher führt das dazu, daß diese Menschen ihre Frauen und Kinder ängstlich überbehüten, hinter hohen Mauern einsperren, wodurch sich ihre Städte und Festungen in

Brutstätten verwandeln, die immer mehr Menschen hervorbringen.

Aber solche, die nie erfahren haben, was Freiheit ist und sich bedingungslos starken Kriegern unterwerfen.

Diese starken Krieger setzen alles daran, ihre Heimstätten zu verteidigen und die Mörder ihresgleichen zu jagen. Eine todesmutige, zu allem entschlossene Kriegergesellschaft entsteht, und die Machtverhältnisse verschieben sich immer mehr zugunsten der Männer. Der Männer, die die Kriege überleben, und da es in solchen Gesellschaften einen permanenten Frauenüberschuss gibt, werden die Krieger mehrere Frauen haben, deren Lebensinhalt darin besteht,

möglichst viel Nachwuchs zu gebären.

Je mehr Menschen ermordet werden, desto stärker vermehren sie sich!

Vielleicht wissen in eurem Fall die Nachbarn eurer Opfer nicht, wer für die geheimnisvollen Morde verantwortlich ist, aber, ist das nicht noch schlimmer?

 

Werden dann nicht vielleicht unschuldige dafür verantwortlich gemacht, und zu unrecht verfolgt? Kann man die Menschen dadurch verbessern, daß man sie in Angst und Schrecken versetzt?

 

Die oben genannten Reaktionen sind nicht bei allen Völkern zu beobachten.

Nicht bei Völkern, wo man Rücksicht auf Schwächere nimmt und

die Menschen Kampfeskraft nicht als die einzige Qualität ansehen, und wo Konflikte nicht gleich bis auf Leben und Tod geführt werden.

In Erainn zum Beispiel gehen Coraniaid und Fürsten mit gutem Beispiel voran

und tragen ihre Konflikte oft nur untereinander aus, ohne daß sich ihre Gefolgsleute an der Auseinandersetzung beteiligen. Ihr Gefolge stellt sich zwar

bewaffnet gegenüber, beschränkt sich aber darauf, seine Fürsten anzufeuern, die sich einen spannenden Zweikampf liefern.

In Clanngadarn wird es auch bisweilen so gehandhabt, leider nicht immer.

Aber eine Folge davon ist, daß Blutvergiessen seltener vorkommt, nur bei Kriegen gegen Orcs und andere Bedrohungen, oder bei Kriegen gegen Nachbarvölker. Die Besatzung Ywerddons hat leider den unangenehmen Nebeneffekt, daß Tod und Geburt immer häufiger werden und die Achtung vor dem Leben dem strategischen Kalkül zum Opfer fällt, und die Menschen sich von dem Weg der Elfen entfernen.

 

Am weitesten fortgeschritten ist der Prozeß der Männerherrschaft in den Wüstenregionen im Süden, wo der Kampf um knappes Wasser diese Entwicklung begünstigte.

 

Ansonsten ist bei all jenen Völkern, die zu oft in Kriege verwickelt sind, die ständig einen hohen Blutzoll fordern, diese Tendenz zu beobachten.

 

In Alba sind solche Bestrebungen bei den Mitgliedern der Irenfist zu finden, die Frauen geringschätzen und nur daran denken, wie sie möglichst viele Soldaten aufstellen können, um ihr Territorium zu vergrößern.

Ein leises, trockenes Lachen erklingt.

"Selbst die Ältesten in diesem Raupengarten zeigen doch, wie weit entfernt sie noch vom Stadium eines Schmetterlings sind. Ihr werdet Niriel nicht kennen, doch Niriel kennt euch länger als ihr euch selbst. Ich sehe eure Herzen und was dort erlischt, stimmt mich traurig.

Ihr sprecht über Menschen?

Wirklich?

Sprecht ihr nicht vielmehr über eure Furcht und eure Angst, eure erbärmliche Feigheit vor dem, was nicht mehr ist und was ihr euch verzweifelt zurückwünscht?

Nein, ihr begreift nichts.

Die Menschen - von Zeit zu Zeit seh ich sie gern, doch hüte ich mich, mit ihnen zu brechen, weder das Brot noch die Verbindung. Ich töte auch nicht den Hund, der das Haus bewacht, noch die Katze, die Mäuse jagt, schließlich erfüllen sie ihre Aufgaben - für MICH. Und so auch die Menschlein.

Sie leben viel zu kurz, um zu begreifen, was sie tun. Unsere Aufgabe ist es, sie glauben zu lassen, sie wüssten es.

Begreift, dass sie nichts wissen noch vermögen, wenn wir es nicht zulassen.

Verzagt nicht und streitet nicht - solange der Achatturm steht und die Spinnen weben, existiert der Geist unserer Völker - unseres Volkes - noch."

Der feingliedrige Schwarzalb, unter dessen Augen sich dunkle Ränder zeigen und der wirkt, als sei er aus einem Alptraum erwacht, wirft aus fiebrigen Augen einen Blick in die Runde.

"Raupen ..."

Dann wirft er einen zerbrochenen Magierstab in das Rund, um den eine einzelne metallischblaue Strähne gewickelt und verknotet ist.

"Ihr werdet verstehen. So wie ich verstand."

Als Llwynn die blaue Haarsträhne entdeckt, weiten sich seine Augen. Er zuckt merklich zusammen und fängt an zu zittern. In seinen Augen ist blankes Entsetzen zu sehen.

Ein leises, trockenes Lachen erklingt.

"Selbst die Ältesten in diesem Raupengarten zeigen doch, wie weit entfernt sie noch vom Stadium eines Schmetterlings sind. Ihr werdet Niriel nicht kennen, doch Niriel kennt euch länger als ihr euch selbst. Ich sehe eure Herzen und was dort erlischt, stimmt mich traurig.

Ihr sprecht über Menschen?

Wirklich?

Sprecht ihr nicht vielmehr über eure Furcht und eure Angst, eure erbärmliche Feigheit vor dem, was nicht mehr ist und was ihr euch verzweifelt zurückwünscht?

Nein, ihr begreift nichts...

"

 

Zurückzuwünschen brauche ich mir nichts, im heimatlichen Clanngadarn.

Ein rauhes Nordland, indem wir zwar bisweilen von der Macht des EISES bedrängt werden, wo die meisten Menschen aber noch nicht vergessen haben, daß sie frei sind.

Eure Verbreitung von Lügen, Angst und Schrecken, wodurch ihr schon viele Völker unterworfen habt, drang bisher nicht in den Norden, jedenfalls konntet

ihr noch nicht die Herzen der Nordvölker vergiften.

Selbst die Waelinger, die nicht die elfischen Weisheiten übernommen haben, konnten sich ihren unabhängigen Geist bewahren.

 

Und seit bedankt,Shabraxa, Spötter, Niriel, Lwynn, Isaldorin und Dunkelklinge,

daß ihr so viel von euren Plänen und Strategien ausgeplaudert habt. Das wird

uns und alle anderen noch freien Völker davor bewahren, ein ähnliches Schiksal zu erleiden. Außerdem, alle Schwarzalben, seien sie auch noch so mächtig, wären gut beraten, zu ihren alten Pfaden der Tugenden zurückzukehren. Die Geister, die ihr gerufen habt, eure Menschlichen Schüler, die euch längst übertroffen haben in ihrer Verdorbenheit, werden zwar auf absehbare Zeit nicht besiegt werden können. Aber an den Rändern der Welt, im äußersten Norden, Westen, Süden und Osten, in unzugänglichen Bergen und Wäldern, werden unverdorbene Völker überleben, die den Sturz der finsteren Mächte erleben werden. Sie werden das kommende Zeitalter prägen.

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