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Elfen- und Schwarzalbenkongress

Hervorgehobene Antworten

Der Spötter lauscht beiden, dann meint er süffisant:

 

"Bedenkt, liebe Shayleigh:

Befriedigung ist die Schwester des Glücks, manchmal kann der Weg zum Einen über das Andere führen....bedenkt unser aller Alter und Weisheit, die wir den Menschen voraus haben...sie sind schwach, sie leben kurz, sie wissen nichts und glauben viel!

 

Sie wollen nicht von uns lernen, außer durch Furcht vor der Überlegenheit!

Sie achten nichts, wovor sie sich nicht fürchten, und wenn sie etwas fürchten, suchen sie Schutz davor bei ihren Göttern!

 

Genaugenommen tue ICH das Gute, indem ich sie zurück auf den Pfad der Tugend bringe...mit meinen Mitteln! Ihr solltet das Alles mit etwas mehr...Gelassenheit und Humor sehen, liebste Shayleigh..."

 

Selbstzufrieden lehnt er sich zurück...betrachtet seine Finger und lächelt. Wieder ohne jede Gefühlsregung. Er strahlt eine fast spürbare Kälte aus.

Shayleigh schüttelt leicht den Kopf - dann zuckt sie die Schultern:

 

Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, allerliebster Isaldorin, konnten wir Euren Erfahrungsschatz bisher noch nicht beurteilen. Hinzu kommt, dass ich nicht meinen Platz und die Glaubenswelt anderer Lebewesen beurteilt habe, sondern meine ganz persönliche, subjektive Sicht der Dinge darlege. Und ob die von mir getroffene Entscheidung die richtige war, sollte meines Erachtens nicht Eure Sorge sein.

 

Nach diesen Worten wendet sich die Elfe an "den Spötter":

 

Fast macht Ihr mich neugierig: Würdet Ihr vielleicht näher definieren, was den "Pfad der Tugend" Eurer Meinung nach auszeichnet?

 

An Llwynn gewandt fährt sie fort:

 

Erkennt Ihr jetzt, warum sich Menschen eher ändern als Schwarzalben?

 

Shayleigh

LLwynn denkt über das gesagt nach und nickt dann.

 

"Ja, ich denk eich weiß was Ihr sagen wollt Shayleigh.

 

Sicher können sich Menschen ändern. Aber sie wollen es nicht.

 

Die Menschen kriechen vor dem Mächtigen und treten den Unterlegenen. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

 

Wenn Ihr einem Menschen Eure Macht zeigt, demonstriert, dann fürchtet er Euch. Furcht führt unweigerlich zu Haß und Neid.

 

Die Schwarzalben tuen nichts anderes als die Menschen Ihr eigenen Fehler wie einen Spiegel vorhalten. Vielleicht versteht Ihr das nicht, aber denkt darüber nach.

 

Ich habe es jedenfalls zu oft erlebt, dass die Menschen den Dolch zücken, sobald man Ihnen den Rücken zuwendet, als dass ich dies noch einmal zulassen würde."

zu Woolf gewandt:

 

"Ja, Ihr habt recht. Irgendwann werde ich mich für mein Verhalten vor jemandem rechtfertigen müssen. Aber bis dies geschieht, werde ich die Menschen weiterhin bekämpfen wo ich kann, selbst wenn es meinen Tod bedeutet."

Der Spötter hat eine Weile gelauscht, das Kinn auf die Faust gestützt. Der Siegelring funkelt, er ist ein ausgesuchtes Stück, ebenso, wie seine Kleider dezent aber geschmackvoll sind.

 

Nun erhebt er wieser seine sanfte und doch kalte Stimme:

 

"Lwynn, mein Freund, Du wirst Dich niemals rechtfertigen MÜSSEN, höchstens WOLLEN. Doch vor wem? Vor einem...Gott? Sicher nicht...

 

Alles, was zählt, ist die Kraft des Lebens, wild und gefährlich, kraftvoll und geschmeidig!

Sie bricht sich Bahn, sie durchströmt alles!

Geht es Euch nicht auch so, daß Ihr sie mit jedem Tage mehr in Euch spürt?

Hört Ihr nicht dieses Rufen?

 

Woolf, Du nennst mich hochmütig?

Wohl wahr, doch nicht mehr als Du, der Du die Menschen an die Hand nehmen und leiten willst...wie überaus großmütig! Doch begründest Du Dein Recht darauf mit dem Vorsprung an Weisheit, mit der Macht der Unsterblichkeit.

Das ist nicht hochmütig?

 

Du betrachtest sie wie kleine Kinder, doch das sind sie nur einen Augenblick lang!

Du drehst ihnen ein paar lumpige Jahre den Rücken zu, und schon sind sie stärker als Du und faseln von Göttern.

Wieder ein paar Jahre später sind sie tot...

In dem Maße, wie in uns die Kraft wächst, verliert der einzelne Mensch sie, und zwar sehr schnell.

 

Sie sterben wie die Fliegen und sie werden trotzdem immer mehr.

Sieh es realistisch, Woolf, und auch Du, Sharleigh:

Während Du einen änderst, wachsen drei andere auf, die Dir den Schädel einschlagen wollen.

 

Es gibt nur einen Weg: Wir müssen sie beherrschen!

 

Denn wißt Ihr, was ihr wahrer Gott ist?

 

DIES!

Damit kriegen wir sie!"

 

Er steht auf und zeigt ein Goldstück in die Runde.

Llwynn wendet sich an den Spötter:

 

"Ihr habt mich nicht ganz verstanden glaube ich. Ich will mich nicht vor jemandem rechtfertigen. Aber ich glaube, dass ich mich einmal, wie jeder andere auch, vor jemandem für seine Taten rechtfertigen muss."

Woolf wendet sich an den "Spötter" und an Isaldorin, "Und wenn der letzte Mensch versklavt, der letzte Zwerg gefoltert, der letzte Gnom ausgebeutet wurde, werdet Ihr feststellen, das Ihr Euren Seelenfrieden immer noch nicht gefunden habt."

Woolf wendet sich an den "Spötter" und an Isaldorin, "Und wenn der letzte Mensch versklavt, der letzte Zwerg gefoltert, der letzte Gnom ausgebeutet wurde, werdet Ihr feststellen, das Ihr Euren Seelenfrieden immer noch nicht gefunden habt."

[offtopic]

:lol::lol::lol::lol::lol::lol:

 

Ich wusste doch ich habe dich richtig eingeschätzt! [/offtopic]

 

Woolf`s Bemerkung entringt Isaldorin nur ein müdes Lächeln.

"Jetzt schon zu winseln bringt euch nichts....."

Nur wenn sich Woolf mit Shayleigh unterhält, steht er auf. Für die Bemerkungen die er Isaldorin oder dem "Spötter" gibt, dreht er sich nur kurz um. Diesmal schaut er Isaldorin etwas mit einem vollkommen ausdruckslosen Blick länger an und sagt "Ich empfinde weder Freude noch Genugtuung, wenn ich einen Dämonen besiegt habe und genausowenig emfpinde ich Angst bevor ich mich im stelle. Doch bei Euren Worten überkommt mich ein leichtes Gefühl der Trauer."

 

...Sie sterben wie die Fliegen und sie werden trotzdem immer mehr.

Sieh es realistisch, Woolf, und auch Du, Sharleigh:

Während Du einen änderst, wachsen drei andere auf, die Dir den Schädel einschlagen wollen.

 

Es gibt nur einen Weg: Wir müssen sie beherrschen!

 

Denn wißt Ihr, was ihr wahrer Gott ist?

 

DIES!

Damit kriegen wir sie!"

 

Er steht auf und zeigt ein Goldstück in die Runde.

 

"Damit Kriegen wir sie" Pfffff,

Nicht alle Menschenvölker sind in der Beziehung gleich. Einzelne kann man durch die Verheißung von Reichtum locken, aber, was soll das denn bringen?

Solche Menschen sind doch eine Plage.

Gold macht nicht satt, Gold macht nur Appetit auf mehr.

Shayleigh nickt Woolf und Llwynn kurz zu. Dann richtet sie das Wort an den Spötter:

 

Auch mit Gold kann man sich nicht alles und jeden kaufen. Wenn ihr schon die Götter ansprecht, dann wißt Ihr auch, dass es gerade in ihrem Gefolge genug Fanatiker gibt, die in eines Gottes Namen alles auf sich nehmen würden.

 

...und an Isaldorin gewandt:

 

Wollt Ihr mir die Antwort schuldig bleiben? Im Gegensatz zu meinen Ansichten, scheinen die Euren wirklich interessant zu sein...

 

Shayleigh

Llwynn wendet sich an Shayleigh:

 

"Aus dem bisherigen Gespräch lässt sich deuten, dass Ihr und Isaldorin Euch schon länger kennt. Mich wundert es etwas, dass Eure Meinungen so weit differieren. Vielleicht könntet Ihr mich einmal aufklären, damit ich diesem Teil des Gespräches besser folgen kann. Mich würde interessieren, weshalb Ihr so unterschiedlicher Meinung seid, Shayleigh.

 

Im übrigen muss ich Euch widersprechen. Eure Ansichten sind keineswegs uninteressant. Ich würde gerne mehr darüber erfahren.

 

Andererseits muß ich Euch natürlich Recht geben, auch ich finde es kümmerlich, wenn er sich nicht zu Eurer Frage äussert. Vielleicht hat er ja Angst?"

 

Dabei geht ein abschätzender Blick von Shayleigh zu Isaldorin mit eínem kalten, grausamen Lächeln im Gesicht.

Bei Woolfs Worten hebt der Spötter leicht eine Braue...seine Antwort begleitet er mit sparsamen Gesten:

 

"Lieber Woolf, daß Ihr uns ständig mit Eurem Rücken sprechen laßt, ist ein äußerst ungebührliches Verhalten. Aber das nur nebenbei...

 

sagt, Woolf, wer ließ Euch wissen, ich sei auf der Suche nach meinem Seelenheil?

Sucht IHR etwa das Eure? Habt Ihr Eure Wurzeln vergessen?

 

Und das Gefühl, das Ihr Trauer nennt, ist es nicht tatsächlich der Stich, den Euch die Wahrheit in seinen Worten versetzt?

Ich gönne Euch das Glück, bisher von den Menschen verschont worden zu sein; Ihr kennt solche, die sich noch nicht gegen Euch wenden.

Isaldorin hatte dieses Glück anscheinend nicht, er geht den Weg, der Euch noch bevorsteht.

 

Es ist einer von zwei Wegen, der andere führt in den Tod.

Seht doch selbst, wie die Menschen Euch die Luft abschnüren:

Sie roden Eure Wälder und drängen Euch zusammen, und was macht IHR?

Die wilde Schar, lachhaft!

 

Wir sollten sie nicht bekämpfen, sie sind zu zahlreich.

Irgendwann aber werden sie SO zahlreich sein, daß sie auch den letzten der Wälder abholzen werden, und dann?

 

Sind wir uns denn wenigstens einig, daß die Unsterblichen niemals die Knechte der Menschen sein werden?

 

Bryn, kann ich mir EINEN Menschen kaufen, kann ich sie mir ALLE kaufen. Billig beginne ich und steigere mich im Angebot!

Und nicht nur Geld biete ich ihnen, auch Ruhm, Macht und Gefolge.

 

Die paar, die wirklich nicht käuflich sind, müssen beiseite treten.

 

Am Meisten jedoch, wie Dich, liebe Sharleigh, interessiert mich Isaldorins Plan!

Sprich, Bruder, vielleicht unterstütze ich Dich..."

 

Er beugt sich erwartungsvoll vor.

Spötter, du kommst aus den Küstenstaaten, wo es eine Menge käuflicher Menschen gibt.

Dieses Volk ist sehr weit fortgeschritten in seiner Verdorbenheit.

Teirnon, mein Lehrer, begegnete einst einem Kartographen aus Diatrava, den es nach Dinas Taran verschlagen hatte, und den besonders interessierte, wo Gold zu finden ist. Er war recht gesprächig und meinte, als Teirnon ihn nach seinen Beweggründen fragte: "Wir Küstenstaatler leiden an einer Krankheit des Herzens, die nur mit einem Mittel kuriert werden Kann: Mit Gold!"

 

Klar, jedes Volk bringt auch goldgierige Menschen hervor, auch meins, die Twyneddin. Jedoch sind sie nicht so verdorben wie die Küstenstaatler.

Die Gier nach Gold löst bei uns eine andere Dynamik aus:

 

In den Küstenstaaten sind reiche Menschen hoch angesehen, und wenn jemand reich ist, so stachelt der Neid andere an, es ihnen gleichzutun und ebenfalls reich zu werden.

Der Reiche wird aber quasi als Heiliger, Unantastbarer angesehen. Reichtum hat den Ruch von Heiligkeit, und um reich zu werden, berauben Küstenstaatler nicht die Reichen, das wäre auch viel zu schwer, da Reichtum gleichzeitig Macht bedeutet, in einem Land, in dem alles käuflich ist. Man beraubt liebr die , die sich nicht wehren können, das einfache Volk.

 

In Clanngadarn hingegen gibt es unter den Menschen noch ein Ideal von Gemeinschaft, und Gemeinschaftsbesitz. Und es gibt das Ideal der Großzügigkeit. Reiche sind nur dann angesehen, wenn sie viel verschenken.

Goldgier gesteht man bei uns auch den einfachen Leuten zu, wenn zum Beispiel reiche Fremde in unser Land kommen, finden sie Gastfreundschaft vor, aber auch eine gewisse Form der Fürsorge. Was will der Fremde denn mit dem Schweren Gold, das behindert doch bloss seine Weiterreise....

Nein, aber die Fortsetzung, ist sie nicht offensichtlich?

 

Fremde überlegen sich dreimal, ob sie mit Gold beladen durch Clanngadarn ziehen. Mir ist da noch so eine Begebenheit in Erinnerung, wo ein gewisser Mabod ap Math eine mit Schätzen beladene Abenteurergruppe die Heimreise etwas erleichtern wollte. Wer schwer verwundet und erschöpft nach der Plünderung eines Hügelgrabs zurück in die Heimat will, sollte schliesslich nicht allzuviel mit sich herumschleppen, sonst erreicht man am Ende die sichere Raststätte nicht mehr.

 

So fürsorglich sind da Twyneddische Sippen, das sie jedem Reisenden das Gepäck erleichtern, der zuviel mit sich herumschleppt.

Und: besser von Twyneddin überfallen werden, als von Orks.

 

Konsequenz: Es lohnt sich in Clanngadarn nicht, Reichtümer anzuhäufen.

Wer nicht gerade eine schwereinnehmbare Burg und loyale Herdtruppe zu seinem Schutz hat, wird kaum Schätze anhäufen können.

Und selbst dann gibt es immer die Möglichkeit, durch Intrigen, List oder einfach Diebstahl an das Gold zu kommen.

 

Sprich: Wer reich ist, bleibt es nicht lange. Reichtum stachelt nicht dazu an, den Habsüchtigen nachzueifern, sondern, es den Reichen wegzunehmen.

Ich denke da nur an MANDRAD´s Sprichwort.

Rege Anteilnahme am Eigentum anderer ist eben eine Tugend von Nordleuten.

@"Spötter", Isaldorin, Lwynn:

 

Wo Menschen ein ungebrochenes Ideal von Gleichheit und Gemeinschaft haben, ist eine "höhere"

Kulturentwicklung nur schwer möglich, und somit werden diese Menschen auch zu keiner Gefahr für die Elfen.

Bleibt jedoch die Frage im Raum, ob dieser Menschenschlag langfristig wird Bestand haben gegenüber der sogenannten Hochkultur.

Wenn ihr, "Spötter", mit eurer Strategie Erfolg haben solltet, könnt ihr die Dämonen, die ihr beschworen habt, noch bändigen?

 

Ist es da nicht besser, den Menschen zu helfen, ihre Unverdorbenheit zu bewahren, so wie es Woolf anstrebt, oder wie es den Druiden aufgetragen wurde?

An Bryn gewandt sagt Woolf "Mich wundert sowieso wie schwach der 'Spötter', Isaldorin und Lwynn wohl sind, das sie sich von Menschen derart bedroht fühlen."

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