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Elfen- und Schwarzalbenkongress

Hervorgehobene Antworten

Aber kannst Du verhindern, daß sich Deine Schüler in Tyrannen verwandeln, die andere Menschen zu Sklaven machen, oder andere Völker an den Rand der

Ausrottung bringen, mit den bekannten Folgen?

 

Niriel:

Wenn es notwendig und sinnvoll ist: jederzeit. Das ist der Unterschied zwischen uns und euch.

"Bryn, eine blumenreiche Sprache entströmt Deinen wohlgeformten Lippen, Deine Zunge reiht behende Stürme, Vulkane, ja Felsen gar zu einem Gebirge der Macht, das zu errichten Du uns unterstellst!

 

Doch nicht meine Worte sind es, die Du so poetisch nutzest...

 

Nichts von alledem habe ich gesagt, Druide!

Eben habe ich Dir erklärt, daß ich keine Schüler habe, daß ich kein Wissen vermittle, sondern Befehle erteile, Wünsche äußere und Anregungen gebe.

 

Mein Gefolge ist weit davon entfernt, sich als Herrscher zu betrachten.

Es hat gelernt, daß meine Entscheidungen die richtigen waren.

Ich lehre sie selbstverständlich etwas, jedoch keine Massenmorde!

Ich habe Dir mehrmals erklärt, daß ich die Menschen nicht bekämpfe, hörst Du nicht zu oder willst Du mich nicht verstehen?

Stößt Du gar an Deine Grenzen, kann ich Dir helfen?"

Grrrrh, ihr Narren! erscheint eine Stimme aus der Ecke des Saal... Welch Diskussion! Seht ihr denn nicht, dass Diejenige, welche den Zwist zwischen euch heraufbeschwört hat von uns gegangen ist?!

 

Die knöcherige Gestalt in der Ecke räuspert sich...

 

Warum diskutiert ihr? Ist dies der Elfen- und Schwarzalbenkongress zu dessen Beiwohnen ich solch eine lange und ausdauerreibende Reise ich aufgenommen habe???

 

Wir wissen doch genau, wer das herrschende Volk auf dieser unserer Welt ist! Menschen sind unsere Untertanen... Dort wo sie sich noch aufbäumen, sollen sie von unseren Brüdern und Schwestern niedergeschmettert werden. Dies ist ihr Schicksal... Das Schicksal ihres ganzen Volkes!

 

WIR, das Volk der ewig Erhabenen, haben ihnen alles über die Magie der Dweomer (dabei wirft die dunkle Gestalt einen hasserfüllten Blick Richtung Bryn) beigebracht. SIE werden uns nie besiegen!

 

Nach diesen Worten hüllt sich die fremde, hagere Gestalt wieder in die Dunkelheit des Raumens und wartet auf weitere Äußerungen...

"Wenn Deine Reise so beschwerlich war, ehrt uns Dein enthusiastischer Auftritt umso mehr!

Wem soll unser Beifall gelten?

 

Mich nennt man den Spötter, ich bin ein großer Genießer der darstellenden Künste..."

 

Er erhebt sich und nickt dem Neuankömmling zu:

 

"Soeben führen wir einen Disput, in den Dein Einwand sich ganz wunderbar fügt.

Du mußt wissen, ich versuche mich gerade in der Kunst druidischer Spontanpoesie...

 

Dieser Mensch meint, alle Menschen sollten frei und unbeschwert durch Wälder springen wie Rehe im Frühjahr.

Er vergißt dabei leider genau das:

Die Natur des Menschen, sich einen Herrscher zu suchen.

Wen, wenn nicht uns? Götter? Menschen sogar? Das ging noch nie lange gut.

Aber uns wirft er vor, Zwietracht zu säen...Vulkane aus Macht ausbrechen zu lassen, solche Dinge..."

 

Er greift sich gespielt an die Stirn:

 

"Wäre ich ein Mensch, müßte ich Dich jetzt niederstrecken, Bryn...

Denn Deine Worte träfen mich tief ins Herz!

So aber..."

 

Er macht eine leicht abschätzige Geste und setzt sich wieder, nicht bevor er seinen Umhang geglättet hat, bequem hin.

Druidische Spontanpoesie?! Hah! Was ist das? Ein weiteres Werk der schwächlichen, menschlichen Dweomerkunst?

 

Enntäusche micht nicht, Spötter!

 

Dabei neigt der Neuamkömmling sein verborgenes Gesicht ein wenig mehr in die Runde und schaut den Spötter innig an...

 

Menschlein, wie Rehe in den Wäldern?! Wissen sie nicht zu gut, dass Crom Cruach allgegenwärtig ist? Wir, wir wissen doch, wer die Vulkane der Menschen sind, oder?!Niemals werden Menschen sich frei in unseren Wäldern bewegen können. Weder die sich in Vollkommenheit suchenden menschlichen Druiden, noch die freien Geister ihres niederen Volkes!

 

Er schaut zu Boden, fasst sich an die Seite, als hätte er eine schwere Verletzung mit sich zu tragen... Dabei schaut er alle Anwesenden mit einem hasserfüllten Blick an:

 

Ihr wisst doch alle genau, dass die Menschen mit ihrer absonderlichen Kunst unsere Magie für sich beanspruchen. Von wem kommt diese Magie? Ohne uns, das Volk der Erhabenen, hätten die Menschen ihre Fähigkeiten niemals so erlangen oder gar erweitern können. Sind nicht wir diejenigen, die die Macht der Natur auf diese Welt brachten? Versuchen sie doch, dass was wir geschaffen, zu heiligem oder unheiligem Leben erweckt und gestärkt haben, für sich zu beanspriuchen?

 

Nieder mit allen die es wagen, unsere Welt, unsere Geschichte für sich darzulegen oder gar zu regieren!

 

Die in eine schwarze, verzierte Lederrüstung und indigo-blaue Gewänder gekleidete Gestalt erhebt sich und spricht ausnahmslos alle Anwesenden mit ernster Stimme an:

 

Was sind die Menschen, als dass sie es wagen, über unser Volk und unsere Heimat in den Wäldern zu richten oder gar es für sich und ihre niedere druidische Kunst zu beanspruchen???

 

Sein Blick wandert durch die Runde und bleibt letztendlich bei Bryn stehen. Er lehnt sich zurück und wartet wissbegierig die Reaktionen der Anwesenden ab....

 

Sprecht!

Shayleigh lässt ihren Blick durch Runde schweifen, bis sie zuletzt Woolf einen fragenden Blick zuwirft. Dann richtet sie ihr Wort freundlich an ihren Vorredner:

 

Willkommen in unserer Runde.

 

Leicht nickt die Elfe dem Schwarzalben zu. Dann schaut sie auf seine bezeichnete Seite:

 

Habt Ihr Beschwerden?

 

Shayleigh

Der neuhinzugekommene Schwarzalb schaut Shayleigh kurz an und mustert sie...

 

Sei gegrüßt, meine verlorene Schwester... (dies sagt er zischend mit einem leicht hasserfüllten Unterton) Sagen wir es so: ich hatte auf dem Weg zu diesem Kongress einen kleinen Disput. (Dabei kann er sich ein leicht diabolisches Grinsen nicht verkneifen...)

 

Dann schwenkt sein Blick wieder zu Bryn...

Der Spötter blickt zu dem Neuankömmling und meint:

 

"Nun, die Liebe, die Shayleigh und Woolf einem Jeden antragen, wird nur bedingt erwidert. Das ist uns allen bewußt.

 

Der unbeherrschte Haß jedoch, den Lwynn und anscheinend auch Du, verehrter Namenloser, versprüht, ist auch keine Lösung.

 

Der Weg liegt in der Selbstbeherrschung, um als Vorbild voranzugehen.

Unbeherrschte Gefühle machen uns den Menschen gemein.

 

Hier, trink davon gegen den Schmerz in der Seite..."

 

Er wirft eine kleine Lederflasche mit elegantem Schwung hinüber.

Niriel (mit Blick auf den Neuankömmling)

Die Höflichkeit scheint in letzter Zeit ein wenig nachgelassen zu haben ... oder ist es die schiere Furcht vor jenen, die Ihr unterlegen nennt und die von den Eintagsfliegen als Seemeister bezeichnet werden, die es Euch so schwer macht, uns Euren Namen zu nennen?

Gleichwohl kann es sein, dass Euer Ziel das richtige ist: In Euren Worten erkenne ich, dass Ihr einer der Suchenden seid ... wenige sind wir, fürwahr...

Isaldorin blickt den Neuankömmling mit nicht zu verkennender Verachtung an.

 

"Wenn ihr immer so unhöflich wie ein zwergischer Schlammwühler euren Gegenüber begegnet, so wundert es mich nicht, dass ihr einen kleinen Disput hattet."

 

Mit einem Blick über die Anwesend fügt Isaldorin hinzu:

"Nunja, ich wußte ja, dass wir nicht so wenige sind, dennoch macht mich die Zahl von euch schon ein wenig hoffnungsvoller......euch wird sowas wohl nicht passen....Brynn "

Ebenfalls galant fängt der Neuankömmling die zugeworfene Flasche und wirft dem Spötter einen wohlwollenden Blick zu. Hab Dank, Spötter! Ich gehe davon aus, dass ich von dir nichts zu fürchten habe, richtig? (ernst fragend)

 

Zur Runde:

Höflichkeit?! Oh, verzeiht mir, liebe Anwesenden! (antwortet der Neuankömmling mit ironischem Unterton...) In der Tat, meine Vorstellung blieb bisher aus... und so wird es auch bleiben. Ich habe nicht den langen Weg bis an diesen Ort auf mich genommen, um neue Freunde zu gewinnen. Vielmehr liegt mein Ansporn allein darin, auf diesem Kongress dafür einzustehen, wer das wahre, herrschende Volk ist.

 

Zu Isaldorin mit finsterem Blick:

Zwergischer Schlammwühler?! Wagt es nicht... Nein, zu kostbar ist mein Atem dafür. Die Worte wären nur Verschwendung. Immerhin stammen wir ja vom gleichen Volk!

 

 

Wieder in die Runde schauend und mit dem Blicke bei Niriel hängen bleibend:

Ah, du bist also Niriel... Ich habe schon viel von dir gehört. Es ist mir eine Ehre deine Bekanntschaft zu machen. (Er beugt leicht sein Haupt.) Interessant, interessant.

 

Die Seemeister sind schon lange kein Grund mehr für mich oder auch alle anderen unseres Volkes zu zittern. Zu weit entfernt liegt ihr Einflussbereich. Der Grund für meinen Hass ist die sich immer weiter ausbreitende Brut der Menschen. Zu unvollkommen und fehlerhaft ist ihre Entwicklung. Sie nehmen uns, den Schwarzalben die Luft zum atmen. Ihre Migration stiehlt uns den Lebensraum... Leider sind wir zu noch wenige. Noch!

Ebenfalls galant fängt der Neuankömmling die zugeworfene Flasche und wirft dem Spötter einen wohlwollenden Blick zu. Hab Dank, Spötter! Ich gehe davon aus, dass ich von dir nichts zu fürchten habe, richtig? (ernst fragend)

...

Der Spötter verbeugt sich, wie die Diener es tun, aber mit einem Augenzwinkern.

Dann richtet er sich lächelnd auf:

 

"Würde ich Dich vergiften? ....nein.

DICH würde ich herausfordern: Trink ohne Sorge."

Bei den Worten des Neuankömmlings schnaubt Shayleigh leise, aber verächtlich. Ernst, mit besorgtem Gesichtsausdruck und einem scharfen Unterton der Stimme spricht sie ihn an:

 

Wenn Ihr die Meinung vertretet, dass der Einflussbereich der Seemeister zu weit entfernt liegt, dann frage ich Euch woher das (sie deutet auf den Stab mit der blauen Haarstähne) dort kommt (ein fragender Blick trifft Niriel)... Ich warne Euch: Gegner, die unterschätzt werden, haben Euch schon fast besiegt...

 

Sie schaut den Spötter an und ihre Stimme klingt wieder freundlich:

 

Ich trage nicht jedem die Liebe an, Herr Spötter, ich bin der Meinung, dass man das Leben achten sollte.

 

Danach wendet sie sich doch noch einmal an den Neuankömmling:

 

Da Ihr die Unhöflichkeit besitzt, Eure Vorstellung auszulassen, teilt dem Kongress doch wenigstens mit, wie Ihr genannt werden möchtet. Ich für meinen Teil würde gerne so höflich sein, Euch mit einem Namen anzusprechen. Leider entnehme ich Euren Worten auch, dass Ihr nicht viel für uns Elfen übrig habt. Möchtet Ihr mir Eure Seite zeigen, damit ich mir das Ergebnis Eures "Disputs" anschauen kann? Diesbezüglich könnte ich Euch vielleicht helfen...

 

Shayleigh

Bei den Worten Shayleighs schüttelt Isaldorin nur fassungslos seinen Kopf.

"Ihr seid unverbesserlich, was? Wieso versucht ihr allen und jedem zu helfen?? Ihr solltet euch selbst helfen! Seht doch, was aus unserem einstmals so großem Volk geschehen ist.........durch Heuchler, wie ihr eine seid ist es so weit gekommen......."

Shayleigh hebt die Augenbrauen:

 

Und was bitte heuchele ich?

Was "aus unserem einstmals so großen Volk" geworden ist? Das fragt Ihr mich? Seht Euch doch an...

 

Shayleigh

Das fragt ihr euch, Shayleigh? Und ihr, Isaldorin?

Es ist doch wirklich bezeichnend für das überlegene Wissen der "Unsterblichen",

daß sie ,die Edlen wie die Dunklen, jeweils glauben, das ursprüngliche Wesen ihrer Art zu verkörpern, und das, obwohl sie bei weitem genug Zeit hätten, die Wahrheit zu erforschen.

Vielleicht ist es so, daß die Wahrheit für viele zu demütigend wäre, für ihren...Stolz.

 

Ein sterblicher Mensch aber, den das Altern von jeglichem törichten Stolz reinwaschen kann, hat keine Hemmungen, die Wahrheit über seine Art zu suchen.

"Bryn, eine blumenreiche Sprache entströmt Deinen wohlgeformten Lippen, Deine Zunge reiht behende Stürme, Vulkane, ja Felsen gar zu einem Gebirge der Macht, das zu errichten Du uns unterstellst!

 

Doch nicht meine Worte sind es, die Du so poetisch nutzest...

 

Nichts von alledem habe ich gesagt, Druide!

Eben habe ich Dir erklärt, daß ich keine Schüler habe, daß ich kein Wissen vermittle, sondern Befehle erteile, Wünsche äußere und Anregungen gebe.

 

Mein Gefolge ist weit davon entfernt, sich als Herrscher zu betrachten.

Es hat gelernt, daß meine Entscheidungen die richtigen waren.

Ich lehre sie selbstverständlich etwas, jedoch keine Massenmorde!

Ich habe Dir mehrmals erklärt, daß ich die Menschen nicht bekämpfe, hörst

Du nicht zu oder willst Du mich nicht verstehen?

Stößt Du gar an Deine Grenzen, kann ich Dir helfen?"

 

Um noch einmal auf Dein Hilfsangebot zurückzukommen:

Ich habe ja nur versucht, Dir und Lwynn gleichzeitig zu antworten.

Von Massenmorden hast du nie etwas gesagt, das stimmt.

Wohl aber Lwynn.

Ich wollte euch beiden nur veranschaulichen, durch meine blumige Sprache, mit der ich eure Andeutungen zu illustrieren versuchte,

was einerseits das Morden bei den Menschen auslösen kann,

andererseits das Streben nach Reichtum und Macht.

Es ist vielleicht so, daß mir noch nicht ganz klar geworden ist, was genau Du, Spötter, mit den Menschen anstellst.

Du sprachst davon, daß, wenn Du Dir einen Menschen kaufen kannst, Du

Dir irgendwann alle wirst kaufen können.

 

Darüber würd´ ich gern mehr erfahren, es übersteigt mein gegenwärtiges Vorstellungsvermögen, jedenfalls begreife ich nicht, was daran gut sein soll für das Netz der Lebenskraft, wenn ein Schwarzalb die Menschliche Gier nach Gold anstachelt??? :confused:

 

 

Nebenbeibemerkt:Seid wann hält ein Schwarzalb das bärtige Mundwerk eines Menschen für wohlgeformt? Das habe ich bis jetzt noch von keinem gehört... :pappaschwampf:

"Ganz einfach allerliebste Shayleigh, ihr heuchelt Interesse. Vorgeschobenes Interesse an der Heilung der Welt. Merkt ihr nicht, wie ihr euch selbst unterjocht? Ihr seid das zitternde Weib, das den Siegern der Schlacht die Wunden heilt, nachdem diese das eigene Volk, den Mann und die Kinder erschlagen haben...."

 

Isaldorin dreht sich Bryn:

"Ja sicher haben wir genug Zeit um alle Geheimnisse unseres Daseins und die Wahrheit unserer Existenz zu erforschen. Wir haben schon einen weiten Schritt dahin unternommen..."

Niriel, des Neuankömmlings Antwort aufgreifend

Fürwahr, es ist eine Ehre. Ich bin allerdings nicht sicher, ob ich diese sachliche Feststellung gleichermaßen erwidern könnte, selbst wenn ich mich Eures Namens erinnerte...

Eure Taten jedenfalls haben meine Ohren und Augen noch nicht erreicht, nicht in einer Form jedenfalls, die Euch identifizieren hülfe.

Gleichwohl: Wir stehen doch alle auf der gleichen Seite, auch wenn wenige es nicht erkennen und wenige es nicht wahrhaben wollen.

Zu viele versteifen sich darauf, wir seien schwach, doch Schwäche ist kein Zustand des Geistes, in dem wir handeln sollten. Auch physisch trifft der Begriff nicht zu. Schwäche, wie sie einige hier zu empfinden scheinen, entsteht allein aus Orientierungslosigkeit, Angst und Unwissen.

Seht nicht die Sterblichen an, seht in euch selbst und erkennt, wo eure Wurzeln und wo eure Bestimmung liegt. Sucht dieses Wissen und wartet suchend auf den Erfolg eurer Suche.

 

Ein langer, scheinbar besorgter Blick Niriels streift die Anwesenden und richtet sich dann auf einen imaginären Punkt in der Ferne.

Was nützt Euch, Isaldorin, alle Zeit der Welt, wenn ihr sie nicht nutzt, um nach eurem Ursprung und nach eurer Bestimmung zu suchen?

Was nützt Euch die Wahrheit, wenn sie eurem Stolz im Wege ist?

 

Und was hindert uns Menschen im Allgemeinen, und uns Druiden im Speziellen daran, durch Gewissenhaftigkeit, Vertrauen und Respekt vor dem Alter Wissen und Wahrheiten zu überliefern, so daß es unwichtig wird, ob jemand nur hundert Jahre, oder hunderttausend und mehr Jahre erleben kann?

 

Zumahl das Wissen bei uns nicht durch Selbstverliebtheit und Hochmut einzelner entstellt wird, wenn wir nicht gerade so töricht sind, nach Unsterblichkeit zu streben.

"Ihr missversteht mich Bryn. Ich habe gesagt, wir sind schon einen weiten Schritt in die richtige Richtung gegangen. Wir nutzen unsere Zeit, seid unbesorgt. Was ihr hingegen tut, nunja das ist eure Sache und bedarf eigentlich nicht meiner Aufmerksamkeit....."

"Das kommt darauf an, wer hier überhaupt versucht den anderen zu verstehen."

 

Ein schelmisches Grinsen zeigt sich auf Isaldorins Gesicht.

 

"Aber lassen wir das. Ich frage mich noch immer, wie ihr, als Druide eine derart einseitige Meinung haben könnt. Habt ihr schlechte Erfahrungen gemacht? Ich hörte von Druiden, die sich einem besseren Pfade zugewandt haben."

 

Wieder zeigt Isaldorin ein nahezu unverschämtes Grinsen....

"Wohl gesprochen, Niriel!

Besinnt Euch auf Euch selbst, auf Eure Stärke!

Werdet eins mit der ungezügelten und wilden Kraft des Lebens!

Spürt die Gelassenheit, die aus Wissen und Gewissheit entsteht!"

 

Er wendet sich wieder an Bryn, fein lächelnd:

 

"Nun, die Etikette verbietet mir, Deinen Mund so zu beschreiben, wie ich ihn sehe,

Deine Worte so zu beschreiben, wie ich sie höre.

Man nennt mich den Spötter, Bryn, nicht den Schmeichler.

Wie willst Du Wissen von vielen Generationen erwerben?

Du wirst nicht an der Fülle der Überlieferungen scheitern, sondern an Deiner eigenen, kurzen Lebensspanne.

Ihr Menschen sind nicht zum Wissen geboren, Ihr lebt einfach zu kurz.

 

Außerdem leidet Ihr unter einem schwachen Gedächtnis:

Sogar Dir muß ich alles haarklein erläutern, und zwar mehrfach, obwohl Du unter Deinesgleichen sicherlich als "weise" giltst.

Genauso sieht Euer "Lernen" aus, stumpf wiederholt Ihr die Worte Eurer "Meister", bis sie endlich in Eure kleinen Geiste gebrannt haben.

Wie wollt Ihr auf diese Weise Wissen erwerben, wo doch die Grundlage allen Wissens das Denken ist?

 

Euer zweites großes Problem ist der Zwang, zu jemandem aufsehen zu müssen.

Dieser Jemand muß den Menschen ihre Ängste erklären und sie anleiten.

Doch nur der satte Mensch hört zu.

Er vertraut diesem Jemand, weil er unter seiner Herrschaft keinen Hunger leidet,

weil seine Macht wächst und die Entscheidungen dieses Jemandes sich als weitblickend erweisen.

Dieser Jemand bin ich."

 

Bei Isaldorins Worten muß der Spötter mitlachen.

Hab Dank, Spötter! Der Neuankömmling öffnet die Lederflasche und nimmt einen kräftigen Schluck...

 

Zu Shayleigh mit leicht angwiderter Stimme:

Elfin! Deine Hilfe benötige ich nicht... Niemals würde ich eine schwächliche Schwester an meine Wunden lassen, niemals könntet ihr sie heilen.

 

Wenn es denn deine verlorene Seele doch beruhigt, werde ich mich vorstellen: Mein Name ist Sinthoras Dunkelklinge. Genug der Höflichkeit in dieser scheinheiligen Runde? (alle Anwesenden nacheinander fragend anblickend)

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