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Elfen- und Schwarzalbenkongress

Hervorgehobene Antworten

Zu Brynn:

 

Der Weg, welchem ihr folgt, ist nicht der Wahre. Tief in eurem Inneren könnt ihr es spüren... Verlockend ruft die düstere Stimme in eurer Seele. Hört ihr sie? Vernehmt ihr sie, so wie alle anderen, die ihr bereits folgen? Niemand kann sich von ihr lossagen...

 

Bald, schon sehr bald werdet auch ihr erkennen!

Wie Du Dich entlarvst, mit Deiner Selbstgewissheit, Spötter.

 

Wenn man über die Verirrten in ihrer Selbstdarstellung nicht so viel über sie lernen könnte, wäre es in der Tat für einen Sterblichen wie mich Zeitverschwendung, sich mit ihnen zu beschäftigen. Aber sie bringen sich ab und zu in Situationen, aus denen sie aus eigener Kraft nicht wieder herausfinden, diese verlorenen Kinder Realtaileanns. Da ist es zu Deinem und dem Glück anderer

Schwarzalben die Bestimmung einzelner Sterblicher, ihr Fehu einzusetzen, um Euer ansonsten ziemlich hoffnungsloses Schicksal abzuwenden, das nur Vernichtung heißen könnte, hättet ihr niemanden, der sich für Euch einsetzt.

 

Wer spricht denn von einem Zwang, zu jemandem aufsehen zu müssen?

Das sind nur Deine Worte, so wie Du Deine verdummten und pervertierten, öberflächlichen Knechte siehst, die in einem Land leben, wo es unter den Menschen kaum noch Gemeinschaftsgefühl gibt, das über gemeinsame Idole hinausgeht.

 

Wenn Du von Menschen redest, meinst Du Menschen ohne Fehu,

deren Mythen und Überlieferungen von Lügen entstellt sind, die keinen Respekt mehr vor den Alten haben, die glauben, wenn sie nur immer nach vorne schauen, immer nur neues

wagen, würden sie schon irgendwann ein unbesiegbares Reich schaffen, ein gelobtes Land finden, irgendwann zu Allwissen, zu Allmacht gelangen.

 

Diese Menschen streben aber nicht aus freien Stücken, sie Streben aus Not, aus Verzweiflung, sie wollen ständig Veränderungen, Neuerungen, Fortschritt,

weil sie in ihrem Leben keinen Halt mehr finden, kein Gleichgewicht haben.

Ihr Geist ist vom Chaos durchdrungen, von dämonischen Ideen verseucht.

Sie haben den ewiggleichen Kreislauf des Werdens und Vergehens durchbrochen, glauben sie.

 

In Wahrheit haben sie nur das gesunde Maß und eine lebendige Tradition verloren, schlittern von Katastrophe zu Kathastrophe, pendeln hin und her zwischen einerseits dem skrupellosen Streben nach den Geheimnissen dämonischer Magie und andererseits selbstgeißelnder Frömmelei und Wissensfeindlichkeit,

zwischen ausschweifender Wollust und prüder Leibfeindlichkeit

zwischen künstlerischer Vervollkommnung und Bilderstürmerei,

zwischen Mangel und Überfluss,

zwischen extremer Armut und verschwenderischem Luxus.

zwischen Macht und Ohnmacht.

 

Diese Menschen sind schon so tief gesunken, daß ihnen SCHWARZALBEN wie Lichtgestalten erscheinen, von denen sie sich nicht etwa einen neuen Einklang mit der Natur versprechen, sondern, sie wollen so werden wie sie, was aber mit ihrer Bestimmung als Menschen nicht das geringste zu tun hat.

 

Niemand kann von sich behaupten, frei zu sein, wer nach Herrschaft, Wissen und Reichtum strebt. Denn diese "Freiheit" ist erkauft mit der Unfreiheit anderer, die dafür bezahlen müssen, die dafür unters Joch kommen, und die dieses Joch nicht bis in alle Ewigkeit dulden werden.

 

Ich habe nie behauptet, daß ihr Schwarzalben die finstersten aller Kreaturen auf Midgard seid. Ihr tut mir nur leid, daß eure Vollkommenheit so abscheulich entstellt ist durch das Streben nach Macht und Herrschaft. Der Anarch hat euch vergiftet, euch eure innere Harmonie, eurer SEIN geraubt, und durch ein haltloses Chaos ersetzt, dessen Auswirkungen ihr zu kontrollieren meint, was euch aber nur eure Selbstverherrlichung suggeriert.

 

Glaubt jetzt aber nicht, daß ich, Bryn ap Ywain, irgendwelchen Verirrten aus dem Rancudin oder aus Leonessischen Städten oder sonstwoher zu Hilfe komme, das werden andere Menschen tun müssen, falls ihr das Glück haben solltet, daß sich jemand eurer erbarmt.

Mein Leben ist der Rettung der "Verwilderten" gewidmet, und es ist nicht gewiß, ob dieses Unterfangen nicht zum Scheitern verurteilt ist.

Sinthoras Dunkelklinge, seid willkommen, ich habe euch gewißlich lang genug nicht zur Kenntnis genommen.

Ja, ich kenne den Ruf, ich kenne die Macht Crom Cruachs. Sie ist eine Teil dieser

Welt, wie das Verfaulen, das Töten, das Besiegen, das Unterwerfen, das Rebellieren, das Nehmen.

Diese Macht ist nur ein Teil der Lebenskraft. Der Widerpart zum Heilen, zum Blühen, zum Gedeihen, zum Geben.

Gäbe es nur das eine, wäre auf Dauer kein Leben mehr möglich, denn jeder Baum wächst auf Humus, auf abgestorbenen, vermoderten Pflanzen.

Niriel:

Ah, ja! Sinthoras!

Nie gehört.

Trotzdem: Auch du verspürst den Ruf, und das macht dich zu einem erleuchteten Wesen. Sei willkommen, solange du dich so fühlst.

Der Spötter blickt nachdenklich zu Bryn:

 

"Hmmm, Deine Rede vorhin war besser, geschickter aufgebaut und treffender im Schluß.

Diese eben war ein wenig überhastet, unausgeglichen und in der Spannung nicht konsequent."

 

Plötzlich hört Bryn die Stimme des Spötters dicht an seinem Ohr flüstern, sie hat etwas meditatives und unendlich geduldiges:

 

"Rede mit dem Atem, Bryn, laß die Worte fließen wie einen Bach.

Ein Bach umfließt die Hindernisse, er reibt sich nicht an ihnen auf...

Spüre Deinen Atem, Bryn, spüre das Leben in Dir...

Und jetzt sprich in Ruhe, Bryn."

Shayleigh lächelt bei den Worten Isaldorins:

 

Nach einer heilen Welt zu streben ist fast ebenso zum Scheitern verurteilt, wie das Streben nach Vollkommenheit - gerade Ihr solltet das wissen... Dennoch vertrete ich die Auffassung, dass jedem Elf die notwendige Heilung zukommen sollte, sofern diese nicht zurückgewiesen wird. Denn - um bei Bryns Worten zu bleiben - die Menschen vermehren sich sowieso von alleine wie Hasen... Ich weiß jedoch nicht, warum mich diese Ansicht selbst unterjocht....

 

Nach diesen Worten wendet sich die Elfe Niriel zu; mustert diesen von Kopf bis Fuß und versucht dann seinen Blick festzuhalten:

 

Wahrscheinlich habt Ihr recht...

 

eine lange Pause folgt diesen Worten, bis Shayleigh den begonnenen Satz beendet:

 

...und ich fürchte den Tag, an dem wir dies erkennen müssen.

 

Shayleigh

Bryn springt auf, macht einen Satz nach Hinten, vom Spötter weg, der ihm zu nahe gekommen war, und richtet das Wort an Shayleigh:

 

Ich fürchte, junge Elfe, ihr habt einiges noch nicht begriffen. Es gibt Menschen, die im Gleichgewicht bleiben, die nicht zur "Heuschreckenplage" werden, die wissen oder ahnen, welchen Preis sie zahlen müßten, würden sie nach Macht und Größe streben wie die Seemeister oder die aranischen Feuerbeschwörer. Vielleicht werden diese Menschen eines Tages untergehen, vielleicht auch nicht. Ihr Elfen solltet diesen Menschen beistehen, ihnen helfen,

nicht auch noch zur Plage für die Mittelwelt zu werden, zum Wohle aller Kreatur.

 

Wieso blos entnehmt ihr meinen Worten, daß die Menschen diese unseligen Wege

sowieso gehen würden, unaufhaltsam, von sich aus? Ich wollte nur aufzeigen, was diese Wege für Ursachen haben können, damit ihr die Menschen besser verstehen lernt.

Habt ihr nie von dem twyneddischen Sprichwort gehört:

"Kuhfladen wird breiter, wenn man drauftritt"?

 

Ist es nicht das schlechte Gewissen, was die Schwarzalben zu der Ansicht bringt, die Menschen gingen diesen Weg aus eigenem Antrieb?

Wollt ihr euch wirklich dieser bequemen wie gefährlichen Ansicht anschliessen,

daß euresgleichen nichts mit der menschlichen Tragödie zu tun hat?

 

Ist mit dem Volk der Schlange, oder mit den Twyneddin, nicht die Möglichkeit

gegeben, daß vielleicht einige Völker am Rand der Welt unter elfischer Anleitung einen anderen Weg werden gehen können?

Müssen die immer wieder erfolgenden Rückschläge denn zur Resignation führen, gibt es nicht einen Mittelweg zwischen dem Kampf gegen die Mächte der Finsternis und dem Einklang mit dem Netz der Lebenskraft,

kann nicht beides gelingen?

 

Wenn ihr den Menschen helfen wollt, und somit auch aller übrigen Kreatur, da das Schicksal dieser Welt in den Händen der Menschen liegt,

so bedenkt, daß die menschliche Sterblichkeit sowohl Segen als auch Fluch ist.

Sie ist ein Segen, wenn die Menschen innere Balance, inneren Frieden haben, sie wird aber zum Fluch, wenn die Ängste der Menschen überhand nehmen.

Heilt die menschlichen Ängste, sie sind der größte Feind.

Sinthoras mit mürrischer Stimme zu Bryn:

 

 

Elender Philosoph... Reden, wohl wahr, das könnt ihr! Aber mehr seh ich hinter eurem fadenscheinigen Äußeren, was ihr vorgebt zu sein, nicht! Es war schon immer die Schwäche der Menschen, alles in Worte fassen zu müssen und sich somit eine Erklärung für ihr jämmerliches, niederes Dasein zu schaffen.

 

Taugt ihr, Bryn ap Ywain, auch zu mehr? Ist eure einzige Erfüllung das Schwingen sinnloser, leerer Worte über Sinn und Unsinn des vergehenden Lebens??

 

Große Worte! Hah, mehr auch nicht...

 

(dabei schüttelt er den Kopf)

Eure Verachtung ist es, sie trifft mich wie ein Peitschenschlag, sie spricht meine Ängste und meine Wut an.

Wer den Menschen wegen seiner Sterblichkeit verachtet und verspottet, sorgt mit dafür, daß der Mensch nach Unsterblichkeit strebt, oder danach, daß die Zahl der sterblichen immer größer wird, da der Tod, wenn er als Grauenhafte Fratze beschworen wird, durch die schiere Anzahl gebannt werden soll.

 

Ihr wollt uns Menschen erniedrigen, uns in die Nähe der Orcs bringen. Wir sollen in ständiger Angst leben, damit ihr uns beherrschen könnt.

"Bryn, niemand hat je die Menschen für ihre Sterblichkeit verspottet und verachtet!

 

Die Menschen verstehen es nur so.

Sie werden verspottet und verachtet für ihre Einbildung, es den Unsterblichen gleichzutun.

 

Ach, und ich liebe rustikale Sprichwörter, ich kenne auch ein passendes:

Der Bock ist auch mit Hut kein Gärtner!

 

Oder dieses:

Ein Esel bleibt immer ein Langohr.

 

Und natürlich seid Ihr Menschen den Orks ähnlicher als den Unsterblichen.

Das ist keine Beleidigung, sondern eine Tatsache, die sich aus der Lebensform ergibt."

Zu Bryn:Ich will niemanden beherrschen oder erniedrigen, zu geschunden ist meine dunkle Seele. Zu sehr mit Hass gegen alles Lebendige gefüllt und dennoch sucht sie nur die ewige Ruhe...

 

Ach, ihr Menschen...

 

Ihr Menschen könnt euch egötzen an eurer kurzen Lebensspanne. Euer Leben verwelkt nach einigen Jahrzehnten, unseres bleibt aber bestehen und wir sind dazu verdammt immer wieder aufs neue euch wachsen zu sehen. Mit jedem neuen Menschen strebt ihr zwar nach mehr Vollkommenheit und gar vielleicht sogar Unsterblichkeit, dennoch bleibt ihr auf eurer Stufe ewig stehen.

 

Es ist einfach euer Schicksal, welches ihr niemals zu ändern im Stande sein werdet.

 

Dennoch hätte ich von euch Menschen mehr Weitsicht erwartet, als dass ihr glaubt eine Vielzahl Eurer könnte gegen den Tod bestehen...

Wieder einmal beweist ihr, Sinthoras, das es mit dem Schwarzalbischen Scharfsinn nicht so weit hersein kann.

Aber, recht bedacht, laufe ich gerade Gefahr, denselben Fehler zu begehen, wie ihr es tut, ihr und einige Andere, die sich in dieser endlosen Runde geäußert haben, nämlich, alle Angehörigen einer Art in einen Topf zu werfen.

 

Um Euch uns Menschen besser verständlich zu machen, beschreibe ich sie vergleichend zu eurer Situation, vielleicht beginnt ihr dann zu begreifen:

 

Menschen haben von Natur aus keine besondere Angst vor dem Tod, jedenfalls weitaus weniger als ihr ewig jugendlichen, da euer Körper ein unvergängliches Geschenk ist, und ihr theoretisch dem Tod niemals begegnen müßtet.

Unsere Ängste sind im Normalzustand nicht stärker, als das es zur Erhaltung unserer Art notwendig wäre.

Nur dann, wenn das Gleichgewicht von Geburt und Tod zugunsten des Todes zu kippen droht, werden wir vorsichtiger, aber niemals so vorsichtig wie ihr Alfarkinder, da der Tod am Ende zu jedem von uns kommt, und das Leben immer unangenehmer wird, je länger wir uns dem Tod entziehen.

 

Das Leben ist euch geschenkt worden, uns wurde es nur geliehen.

Wir können es aber weitergeben, und wir können unser Wissen weitergeben an neue Generationen, wir müssen das tun, um wiederkehren zu können.

 

Bei euch ist der Zwang zur Fortpflanzung und zur Überlieferung nicht so vordringlich, ihr könnt euch damit Zeit lassen.

Bei uns ist die Generationenfolge eine störanfällige Angelegenheit, sie wird immer schwieriger, je komplexer die menschliche Kultur ist.

 

Wenn ihr wollt, das die Menschen sich bessern und wieder lernen, mit Rücksicht auf ihre Mitgeschöpfe zu leben, so stärkt den einfacheren, natürlicheren Völkern den Rücken, verhindert aber, daß sie ihr Menschsein verabscheuen und so werden wollen, wie ihr es seid. Vorbild könnt ihr ihnen nur dann sein, wenn ihr euer Leben für sie riskiert, oder euch mit ihnen vermischt. Dann werden die Menschen Neid und Hass gegen euch verlieren und ihr könnt Frieden schliessen.

Niriel (halblaut sinnierend, wobei sein Blick über die Menge streift und einen klitzekleinen Augenblick länger als nötig an Bryn haften bleibt)

Und dabei gibt es so ... effiziente ... Wege, unsinniges Zeug plappernede Menschen zum Schweigen zu bringen ...

Bryn schaut wie zufällig in die Richtung Niriels, als sich die Blicke treffen, erstarrt er kurz, nach einer kurzen Pause steht er auf, wendet sich ab und verlässt die Runde

Nach einiger Zeit ertönt eine Stimme hinter Niriel:

 

"Offensichtlich hat er zuviele Morddrohungen vernommen, der Ärmste..."

 

Eine in barbarisch anmutender Lederkleidung gehüllte, bleiche Gestalt löst sich aus den Schatten, und betritt den Gesprächskreis.

 

"Was für eine ungeduldige, närrische Wut ihr doch an den Tag legt, ich muß sagen, Niriel, ihr enttäuscht mich. Warum den lästigen Vielredner nicht einfach aussitzen? Die paar Dekaden, die er noch Unsinn verbreiten kann..."

Mag sein, daß er Euch mit seinen menschlichen Verrücktheiten auf die Nerven ging. Ich kam erst vor kurzem zurück, hörte nur noch seine letzte Rede, wo er sich anmaßte, an unserem Scharfsinn zu zweifeln.

 

Aber, was ist denn daran so verrückt, sich in Todesmut zu üben? Ist das nicht ein herrlicher Rausch, sich einer Gefahr auszusetzen? Ist das nicht ein schwindelerregender Nervenkitzel, in die Nähe der Vergänglichkeit zu gelangen?

Im Blutrausch, im Schlachtengetümmel? Kennt ihr nicht die dunkle Lust, euer ewiges Leben auf´s Spiel zu setzen? Ist das nicht ein Gefühl von....Freiheit, so nahe an einem tiefen Abgrund entlangzubalancieren?

Hach, Bryn... Und ein weiterer Beweis für die Schwäche des menschlichen Fleisches. Viel zu vergänglich und ungeduldig!

 

Sinthoras blickt Bryn nach und wendet dann seinen Blick wieder an alle Anwesenden... Zu Niriel, leicht spöttisch:

 

Wurden hier etwa Morddrohungen ausgesprochen, werter Niriel?! Wenn die Menschen schon nicht mit der Wahrheit leben können, so tut er Recht daran, die Flucht zu ergreifen...

 

Wobei ich aber glaube, dass dies nicht das Letzte war, was wir ihm gehört haben...

 

Dabei schweift Sinthoras' Blick wieder in die Richtung, in die Bryn verschwunden ist.

Mag sein, daß er Euch mit seinen menschlichen Verrücktheiten auf die Nerven ging. Ich kam erst vor kurzem zurück, hörte nur noch seine letzte Rede, wo er sich anmaßte, an unserem Scharfsinn zu zweifeln.

 

Aber, was ist denn daran so verrückt, sich in Todesmut zu üben? Ist das nicht ein herrlicher Rausch, sich einer Gefahr auszusetzen? Ist das nicht ein schwindelerregender Nervenkitzel, in die Nähe der Vergänglichkeit zu gelangen?

Im Blutrausch, im Schlachtengetümmel? Kennt ihr nicht die dunkle Lust, euer ewiges Leben auf´s Spiel zu setzen? Ist das nicht ein Gefühl von....Freiheit, so nahe an einem tiefen Abgrund entlangzubalancieren?

Ja, dieses Gefühl, meine Teure...

 

Sicherlich kennt jeder unseres Volkes dieses Gefühl, aber ist es für uns nicht dennoch etwas anderes? Wissen wir Schwarzalben nicht unsere Fähigkeiten besser einzuschätzen als die Menschen? Erlangen wir dadurch nicht trotzdem den Vorteil, den uns unsere Rasse gewährt?

 

Wenn wir uns in Todesmut wälzen, so kann man diese Gefühl niemals mit dem eines Menschen vergleichen... Sie bilden es sich nur ein, aber WIR fühlen es!

 

(mit einer kleinen Verbeugung zu der aus dem Schatten tretenden, Sinthoras noch unbekannten Gestalt...)

Ja, mir scheint, wir kennen uns noch nicht. Ihr müßt gekommen sein, nachdem ich abgereist war. Diese Verblendeten gingen mir zu weit in ihren Vorwürfen, und sie wollten einfach nicht zuhören.

Da ich sowieso einige Stammesangelegenheiten im heimatlichen Birkenland zu klären hatte, kehrte ich dieser Runde erst einmal den Rücken. Ich sehe mit Freuden, daß sich soviele Erleuchtete inzwischen hier eingefunden haben.

 

Doch fürchte ich, ihr macht euch ein etwas zu vereinfachtes Bild von den Menschen. Ihr scheint zu starke Berührungsängste zu haben.

Wir "Verwilderten" haben da so unsere Erfahrungen mit ihnen, wir leben in einem ziemlich leicht zugänglichen Waldland, würde der Schrecken und dunkle Legenden, die das Bro Bedwen umranken, nicht die meisten von ihnen fernhalten.

 

In unser Land kommen nur die mutigsten Menschen, jene, die sich von keiner Gefahr für Leib und Seele abschrecken lassen. Unter ihnen gibt es ware Recken, Prächtige Kerle und Schildmaiden, starke, beinahe ebenbürtige Gegner, mit denen

sich zu messen eine wahre Freude sein kann.

Ob im Zweikampf, oder am Marterpfahl, immer wieder beweisen sie eine leidenschaftliche Zähigkeit, die so manchen stubenhockenden, sich in tiefen Felshöhlen verkriechenden Zauberling, ob nun Erleuchtet oder Verblendet,

zutiefst beschämen sollte.

Auch im Liebesspiel ist die menschliche Kraft eines echten Recken weitaus erquicklicher als die eines schmalschultrigen, übervergeistigten Zauberlings...

 

letzteres begleitet von einem hämischen Grinsen und spöttischem Seitenblick richtung Niriel

:D

Zu Niriel, leicht spöttisch:

Wurden hier etwa Morddrohungen ausgesprochen, werter Niriel?!

 

Niriel:

Morddrohungen? So ein Unsinn! Zum einen drohe ich nie, es ist mehr ein sachliches Abwägen, eine Wahrscheinlichkeitsabwägung von Sachverhalten, Ankündigungen, Hochrechnungen ... so etwas. Zum anderen ist Mord doch etwas ganz anderes, nicht wahr? Die willentliche Lebensbeendigung eines intelligenten Wesens seitens eines anderen intelligenten Wesens. Und diese Definition trifft hier doch nicht zu, nicht wahr? Dort ein Mensch, hier ein intelligentes Lebewesen.

Der Spötter sieht erst jetzt wieder zurück...

 

"Schade, daß er ging...er war nicht schlecht für einen Menschen.

Ich hätte ihn gern in meine Dienste genommen, er ist neugierig, wie sie alle..."

 

Ein verträumtes Lächeln überzieht kurz sein Gesicht, abschätzig und prüfend:

 

"Oh, wie apart!

Diese rustikale Tracht steht Euch ausgezeichnet, meine Liebe.

Ich rieche förmlich die Wälder, kann Euch um Pfähle tanzen und reihenweise Ritter flachlegen sehen...

Herrlich, den ganzen Tag nur spielen...

 

Oder irre ich mich? Ich möchte Euch nicht beleidigen, nichts läge mir ferner!"

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