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Drachenmann

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  1. Eine Betonung des Kampfes sehe ich eigentlich nur im zeitlichen Mehraufwand für die taktischen Ansagen der Runde.Und den würde ich gerne in Kauf nehmen für mehr Mantel- und Degenflair in den Küstenstaaten (und Valian). Allerdings hast Du recht, wenn ich mir vorstelle, wie sehr die taktischen Feinheiten ins Kraut schießen könnten, sobald verschiedene Stile auch für andere Waffen erarbeitet werden. Es gab ja mal einen entsprechenden Ansatz für Anderthalb- und Zweihänder, von dem ich auch begeistert war. Und dann ziehen auch sicher Morgenstern und Hellebarde nach, usw. Von daher kann ich Deine Bedenken nachvollziehen...
  2. Danke für Deine weitere Erklärung, Serdo. Den kl. Schild des morischen Stils hatte ich ihm Tran als Buckler missverstanden, dadurch wurde für mich die Sache unschlüssig. Sorry für meine Leseschwäche. Wenn ich Dich also richtig verstehe, kann meine Figur, wenn sie alle Stile beherrscht und mit Rapier und Klingenfänger bewaffnet ist, bis auf den morischen alle vier Fechtstile ausführen (inkl tevarrisch), mit Fuchtel statt Rapier immerhin noch den corischen und den serenischen? Wenn der Klingenfänger denn einen regulären Parierdolch mit dieser Sonderfunktion darstellt, sollten er und der corische Stil sich geradezu blitzartig in den Küstenstaaten mit ihrem regen Austausch und Handel ausbreiten. Dass es (noch) nicht so ist, sehe ich wie beim tevarrischen Stil einzig darin begründet, wie jung das Fechten insgesamt auf Midgard ist (DFR S.140). Deshalb war ich über die geringe Verfügbarkeit der Waffe verwundert. Hast Du eigentlich auch einen "candranorischen Stil" in Planung?
  3. Sehr schöne Idee, das Fechten zu verfeinern! Ich finde, Du hast die Fertigkeiten sehr griffig gehalten. Das macht sie nachvollziehbar und einfach in der Anwendung. Nachfragen: Mir ist nicht ganz klar, inwieweit Du generell zwischen Rapier und Fuchtel bei den einzelnen Stilen unterscheidest? Sind alle bis auf den morischen mit beiden Waffen durchführbar oder nur mit dem Rapier? Zumindest der morische Stil sollte m.M.n. auch mit einer Fuchtel statt des Krummsäbels möglich sein... Außerdem frage ich mich, warum der Klingenfänger ausschließlich in Corua geschmiedet werden sollte, reicht es nicht als Einschränkung, wenn diese Fechtart nur dort gelehrt wird? Grüße
  4. Naja, zum Würfeln muss ich die Tasse nicht wegnehmen bzw kann den Bogen wieder herumdrehen, schließlich ist er ja nicht am Tisch festgeklebt. Schwierige Frage nach der Selbsteinschätzung des Auftretens am Tisch... Ich glaube, auf Cons und in Runden mit unbekannten Spielern spiele ich die Figur sehr viel mehr in ihren Stärken und Schwächen aus: In Situationen, von denen sie keine Ahnung hat, bin ich sehr viel passiver als zuhause, gebe dann aber Vollgas, wenn sie in ihrem Element ist. (...) So gesehen habe ich wenig Schwierigkeiten, mir Spielanteile zu sichern. Sorry, verstehe ich nicht: Je aktiver ich als Spieler meine Figur führe, umso länger werden doch die entsprechenden Situationen ausgespielt, jedenfalls meistens. In bunt zusammengewürfelten Gruppen und/oder solchen, in denen Spieler und SL einander unbekannt sind, loten sich doch alle Beteiligten erst einmal aus. Und besonders der SL ist doch froh, wenn sofort einer am Tisch auf ein Situationsangebot anspringt. Also hat in einer solchen Gruppe die Figur eines aktiven Spielers auch eben mehr Spielanteile als die eines Spielers, dessen letzte Worte vor der Tiefschlafphase sind:"Weckt mich, wenn was passiert.." Oder verstehe ich Deine Frage falsch? Um ehrlich zu sein und um bei Deinem Beispiel vom Beschwörer zu bleiben, der als Händler auftritt: Ich mache es genauso, wie Du in Deinem nächsten Zitat beschreibst. Dem SL erzähle ich unter vier Augen von meinem Vorhaben, dann habe ich natürlich eine entsprechende Geschichte und selbstverständlich passende Handelsware parat, die ich notfalls den anderen Figuren präsentieren kann (ja, auf dem Ausrüstungsbogen, das ist existenziell). Im Spiel versuche ich, den Schein zu wahren, suche Wiederverkäufer oder Handelspartner für ein fiktives oder tatsächliches Handelshaus und/oder versuche, meinen Schrott zu verramschen, auch an die Figuren der Mitspieler. Im besten Fall ist der Händler sowieso die dauerhafte Tarnidentität der Figur, dann sollte das Ganze auch solange glaubhaft über die Bühne gehen, bis die restlichen Spieler zu Tode genervt abwinken und um Verkaufsgespräche outgame bitten. Dafür nehme ich in Kauf, relativ viele Würfelchancen zu verpassen, was gerade bei den Kernkompetenzen eines Beschwörers ja auch nicht so arg viel ausmacht. Das funktioniert übrigens auch unabsichtlich, wenn meine Figur tatsächlich und völlig offensichtlich mit sperriger Handelsware unterwegs ist, die durchaus ihrem Beruf entspricht und die sie an den Mann bringen will: Einmal auf Bacharach hat mir der SL eine unfassbare Summe in den Rachen gestopft, damit ich bitte endlich aufhöre, ständig diese drei Pferde an den Mann zu bringen, zweimal Streitross, einmal Packpferd, alle drei fertig ausgebildet und mit Werten auf Anfrage. (Du erinnerst Dich, die Pferde hatte ich in Deinem Urruti-Abenteuer gefangen, das Abrichten ging mehr als gut aus...) Als Tarnung wäre die Sache eine Riesennummer gewesen, und meine Figur hätte in Wirklichkeit sogar ein Nekromant sein können... Sein Abenteurertyp hat nämlich keine Sau am Tisch interessiert: Dicke Arme+Fellweste+Röckchen+Großmaul = albischer Pferdeabrichter. Punkt. Du weißt doch, wie es ist: Die Leute wollen besch****** werden, und gerade wenn Du todernst dabei bleibst, wird Dir der allergrößte Müll geglaubt! Ab jetzt begebe ich mich auf dünnes Eis, weil ich noch nie einen Beschwörer gespielt habe, sondern auf ihn von einem Spitzbub und einem Schattenweber schließen muss: Kommt es dann im weiteren Abenteuerverlauf dazu, dass gerade die Kernfertigkeiten meiner Figur massiv gefragt sind und alle anderen am Tisch versagt haben, hat meine Figur im ersten Schritt ein oder zwei "passende Artefakte" dabei, die sie aber "nicht so gern herzeigen möchte" und sie deshalb lieber erst mal für sich alleine anwendet... Das macht natürlich den Rest der Figuren extrem neugierig und kann besonders dann haarig werden, wenn dogmatische Gutwesen in der Gruppe vertreten sind. Aber meistens sind dann schon ein paar Stunden vergangen und meine Figur geht für den Rest trotz erwachenden Misstrauens auch weiterhin als grundsätzlich vertrauenswürdig durch. Nach Überleben des ersten folgt der zweite Schritt, das "zufällige" Liegenlassen oder Herunterfallen eines Gegenstandes, der schlagartig für alle Beteiligten den eigenen Figurentyp aufklärt. Ein Dietrichbund, oder, um beim Beispiel zu bleiben, das Kästchen mit der bunten Beschwörerkreide etwa. (Gibt es die? Egal, Du weißt, was ich meine...) Eleganter ist natürlich, eine Situation abzuwarten, in der sogar der anwesende Oberdogmatiker nicht mehr herummault, wenn die Figur ganz selbstverständlich ihr illegales Werkzeug zückt. Denn sonst käme die Gruppe nicht weiter und das Abenteuer wäre in Gefahr Der einzig kritische Moment, wenn man es dermaßen auf die Spitze treibt, ist der EW... Ich weiß nicht, ob Figuren in ihrem Typ wirklich so einfach einzuschätzen sind. Für z.B. meinen Albai (ich fürchte, Du erinnerst Dich an ihn) ernte ich immer wieder schräge Blicke, wenn ich ihn als Glücksritter oute. Von Krieger über Söldner und Händler bis zum verkappten Magister mit niedrigem Zt war schon sehr viel dabei, was ihm über den ganzen Abend unterstellt worden war. Einmal sogar Hx, bis der SL den Mitspieler aufklärte, dass ein Schlachtross für einen Vertrauten dann doch zu groß sei. Kenne ich auch und finde beides total bescheuert und stimmungstötend.Schließlich spiele ich eine Figur mit Persönlichkeit und keinen Würfelbecher mit Fertigkeiten-Etikett. Finde ich noch blöder, genau wie Du. Man kann ja darüber reden, warum der SL fürchtet, eine Fertigkeit könnte ihm das Abenteuer zerschießen, dann allerdings frage ich mich:In was für einem Abenteuer und bei was für einem SL bin ich denn da gelandet? Wobei ich (als SL) von dieser Aussage manche selbstgestrickte Fertigkeiten und vor allem Artefakte ausnehmen muss, aber das ist ja hier nicht die Frage... Grüße
  5. Schwierige Frage nach der Selbsteinschätzung des Auftretens am Tisch... Ich glaube, auf Cons und in Runden mit unbekannten Spielern spiele ich die Figur sehr viel mehr in ihren Stärken und Schwächen aus: In Situationen, von denen sie keine Ahnung hat, bin ich sehr viel passiver als zuhause, gebe dann aber Vollgas, wenn sie in ihrem Element ist. Damit hoffe ich, mein manchmal dominantes Auftreten etwas abzufedern. Aus demselben Grund sage ich im Vorfeld jedem unbekannten SL, dass ich gerne rede und aktiv bin und mir von ihm wünsche, dass er mir bitte direkt sagt, wenn es zuviel wird. So gesehen habe ich wenig Schwierigkeiten, mir Spielanteile zu sichern. Gerade auf Cons wechsele ich häufiger auf die Spielerebene, um den anderen das Auftreten meiner Figur zu erklären, besonders nach einer Einführung wie:"Ihr seid jetzt seit X Wochen gemeinsam unterwegs und habt euch kennengelernt..." Ich finde, dann bin ich meinen Mitspielern und dem SL ein paar Werkzeuge für den Umgang mit meiner Figur schuldig, um das Spiel zu beschleunigen und auch, um Irritationen zu vermeiden. Ja, mit Sicherheit, alleine schon deshalb, weil m.M.n. in Heimrunden die Gefahr besteht, dass die Figur in den Hintergrund und die Spielerpersönlichkeit in den Vordergrund tritt. Entweder stelle ich meine Kaffeetasse auf das Feld mit dem Abenteurertyp, oder ich drehe den Charakterbogen gleich ganz um.Das mache ich solange, bis ich überzeugt davon bin, dass meine Sitznachbarn zwischen Figurenwissen und Spielerwissen unterscheiden können. Oder, bis ich mir klar ist, dass niemand außer mir meine Handschrift lesen kann. Grüße
  6. Oh Mann, Du hast ja recht, aber Du kennst mein Temperament... was keine Entschuldigung sein soll, die kam ja eben schon. Bis zu diesen zwei bis fünf Zeilen, wegen denen ich gemeldet wurde, war ich zutraulich und pflegeleicht, und danach auch wieder. Und keineswegs ausfallend! Vielleicht ein wenig provokant, das könnte schon sein... Ich wollte mit meiner Überspitzung nur zeigen, wie die zitierten Zeilen bei mir ankamen und was sie in mir auslösten. Hätte ich das ausführlich erklären müssen, wäre mal wieder ein Roman daraus geworden, der weit OT gelandet wäre und den Rahmen gesprengt hätte. Wie gesagt habe ich keine Ahnung, was sich daraus in dem Strang entwickelt hat. Aber egal, was es war: Das wollte ich sicher nicht, und ich hätte mich weiterhin auch nicht mehr daran beteiligt! Das hatte ich ja direkt darauf in meinem Dreizeiler dargelegt. Aber noch einmal zur Bekräftigung: Du hast völlig recht! Grüße
  7. Ich weiß zwar nicht, was dort heute morgen passierte, habe jedoch eine dumpfe Ahnung, von welchen beiden Postings der Kindergarten ausging. Wenn es sich so entwickelte, wie ich mir gerade vorstelle, muss ich für meine drei (fünf?) Zeilen und die daraus entstandene Arbeit um Entschuldigung bitten. Von mir ebenfalls vielen Dank, hj! Grüße
  8. Stimmt nicht ganz, der (also mein) Hund hätte ja sowieso gemusst. Und dabei wäre ich zwangsläufig dem Nachbarn in seinem Helau-Aufzug über den Weg gelaufen. Der Kippenautomat kam einfach erschwerend hinzu... Aber im Großen und Ganzen habt Ihr ja recht mit dem Rauchen. Doch was soll ich tun? Irgendwie muss ich meine Nerven doch beruhigen, bei solchen Nachbarn!
  9. Hallo Bro, bestimmt ist noch eine von den Kleinen frei. Brauchst Du eine Katze?
  10. Drachenmann und ich meinen das selbe, wir haben Deinen Beitrag nur unterschiedlich interpretiert. Jepp. Und Dein Beispiel ist ganz klar anschaulicher als meins.
  11. Ja und nein.Wenn die Abenteurer immer nur abenteuerwichtige NSC kennenlernen, werden sie irgendwann nur noch von Informant zu Informant hetzen und sich einen Dreck um die Stimmung kümmern, die Du versuchst aufzubauen. Wenn sie aber niemals wissen, ob jemand wichtig oder unwichtig ist, lassen sie zwangsläufig die ganze Sache weniger hektisch angehen. Außerdem hast Du, wenn Du sie auch Nebenpersonen kennenlernen lässt, immer Tipgeber für Durststrecken auf Lager, wenn die Spieler mal nicht weiterwissen. Vielleicht treffen sie ja ganz zufaellig einen jungen Mann, der :rolleyes:heisst...so in der Art? Genau. Stell es Dir wie beim Fußball vor:Dein Pass an die Spieler ist ein junger Mann, der aus irgendeinem Grund interessant wirkt, z.B. aufgeregt, seine Kleidung ist unordentlich. Die Spieler nehmen den Ball an und fragen nach. Dann improvisierst Du, machst aus dem jungen Mann einen mit einem Beruf, der ihn für die Gruppe erinnerungswürdig machen könnte, etwa Polizeireporter. Im Moment aber ist er verwirrt, weil er sich mit seiner Freundin gestritten hat, bedankt sich für das wohlwollende Interesse der Abenteurer, gibt ihnen seine Karte und eilt weiter. Kurze Begegnung mit Flaire, und einen Kontakt für später haben Du und Deine Spieler auch.
  12. Ja und nein.Wenn die Abenteurer immer nur abenteuerwichtige NSC kennenlernen, werden sie irgendwann nur noch von Informant zu Informant hetzen und sich einen Dreck um die Stimmung kümmern, die Du versuchst aufzubauen. Wenn sie aber niemals wissen, ob jemand wichtig oder unwichtig ist, lassen sie zwangsläufig die ganze Sache weniger hektisch angehen. Außerdem hast Du, wenn Du sie auch Nebenpersonen kennenlernen lässt, immer Tipgeber für Durststrecken auf Lager, wenn die Spieler mal nicht weiterwissen.
  13. Zuerst mal mit stimmungsvollen Stadtbeschreibungen. Gerade zu Anfang des Abenteuers sollte nicht ständig und dauernd etwas passieren, die Spieler müssen sich doch erst einmal zurechtfinden, die Stadt selber einschätzen lernen.Wie ticken die Einwohner so, wie freundlich oder unhöflich sind sie in welchem Viertel, was gibt es wo für welchen Preis einzukaufen? Ist die Stadtwache eher hilfsbereit oder tendenziell flott mit dem Knüppel? ... eigentlich wiederhole ich nur, was Leachlain zwei Beiträge weiter oben geschrieben hat, merke ich gerade... (edit: drei Beiträge, Tellur war schneller... und schreibt ebenfalls etwas ähnliches.) Im Zweifel frag einfach vorher Deine Gruppe, ob sie von Anfang an Action haben wollen oder sich erst einmal in Ruhe umschauen möchten.
  14. So viel koennt ich zur Abenteuervorberietung gar nicht schreiben! Jeder fängt mal klein an! Und Drachenmann hat ja nicht gesagt, wie groß er schreibt . Lass dich ja nicht abschrecken, denn es gibt keine "Mindestseitenzahl" für gute Abenteuer und was du aufschreiben solltest, hängt sehr von dir selber ab. (...) Um Gottes willen, abschreckend wollte ich bestimmt nicht wirken, im Gegenteil:Alleine für die Grundrisse eines dreistöckiges Haus mit Keller gehen vier Seiten drauf, dazu kommt die Raumliste, macht schon vier. Die Mindmaps halte ich gern übersichtlich, und handschriftlich schreibe ich bestimmt nicht in 5Pt. Ich hoffe, das nimmt Dir etwas von Deinem Schreck...
  15. So viel koennt ich zur Abenteuervorberietung gar nicht schreiben! Wie gesagt: mit allem drum und dran. Und Seiten, nicht Blätter!
  16. Danke für das Kompliment, es ist aber nach wie vor 1:1 Sayahs Idee! Ich habe lediglich aus dem weitläufigen Verwandten einen Bruder gemacht, das zusätzliche Element Seelenheil eingebracht und den Auftrag konkreter umrissen, das ist alles. Genaugenommen habe ich Sayahs Ansatz nur ausgeschmückt. Grüße
  17. @ Mai Kai: Ich halte mich für einen Durchschnitts-SL. Und reichlich ausführlich sind ja unter zehn Seiten nicht gerade. Aber Du hast insofern recht, dass ich erst mal reden und das Abenteuer laufen lassen kann, um hinterher ingame irgendwie die Kurve zu kriegen. Die Frage ist doch hierbei: Schreibe ich für meine Anwendung, oder will ich das Abenteuer anderen zugänglich machen. Bisher ging es in diesem Strang nur um eigene Zwecke. Und dafür, denke ich, hat jeder seine eigene Form, den Papierkram so kurz zu wie möglich zu halten. Jedenfalls halte ich das für erstrebenswert... ... und so hatte ich Prof. Anthony MacDonovans Frage verstanden. Grüße
  18. Leute, bitte! Eleazar fragte nach einer anderen, positiven und eigenständigen Definition des Typen Söldner, die über den lediglich geldgierigen (und deshalb unzuverlässigen und minderwertigen) Krieger hinausgeht. Ist die Frage so schwer zu verstehen? Eure Grundsatzdiskussionen in orientalischer, chinesischer, mittelalterlicher und phantastischer Literatur in allen Ehren...
  19. Sayahs zweiter Vorschlag, leicht abgewandelt und fortgesetzt: Christos und Alexos Papaneikes sind Brüder. Beide gründeten vor Jahrzehneten - wo auch immer - ihr gemeinsames Handelsunternehmen. Doch während Christos immer skrupelloser in seiner Gier nach Reichtum wurde, distanzierte sich Alexos zunehmend von dem Geschäftsgebaren seines Bruders. Immer häufiger kam es zum Streit, der manchmal auch handgreiflich ausgetragen wurde, denn beide Brüder neigten zu cholerischen Ausbrüchen und Tätlichkeiten. Nach einer besonders wüsten Schlägerei suchte Christos Trost im Alkohol, während Alexos ziellos durch die Straßen streifte und sich plötzlich im Tempel Larans wiederfand. Was sich dort in jener Nacht Alexos offenbarte, wurde nie bekannt. Doch am nächsten Morgen überschrieb er Christos seine gesamten Geschäftsanteile, bat ihn um Vergebung und flehte seinen Bruder inständig um Läuterung an. Danach trat er in die Dienste Larans, wo er seine Erfüllung fand. Christos dagegen schlug die Ermahnungen seines Bruders in den Wind und führte sein Geschäft nun alleine wie gewohnt weiter - bis neulich: Im Traum erschien ihm sein Bruder Alexos und forderte ihn auf, seine geschändeten Gebeine in die Obhut der Deis Valianis zurück zu führen. Dies diene ihrer beider Seelenheil, denn Laran werde diesen Dienst vergelten. Christos könne so dafür sorgen, dass Alexos den Weg zu seinem Herrn finde und dadurch einen Teil seiner eigenen Schuld am Elend der von ihm Betrogenen abtragen, auf die persönliche Fürbitte Alexos' hin. Doch müsse Christos höchstselbst die Gebeine des Bruders und Priesters überführen, um in den Genuss dieser Gnade des Kriegsgottes zu kommen. Christos Papaneikes ist zwiegespalten: Einerseits würde seiner Reputation als Kaufmann sehr dienlich sein, wenn er für ein würdiges Mausoleum seines verstorbenen Bruders, den angesehenen Laran-Priester aufkäme. Andererseits ist Christos von den wiederholten und mehr als eindringlichen Träumen (s. MdS > Traumgestade, spirituelle Gefilde) in seiner Selbstsicherheit und geschäftsmännischen Überheblichkeit durchaus erschüttert worden. Nun erst ist der Kaufmann Christos aus seiner Gier erwacht und hellhörig geworden, da auch er nicht jünger wird. Allerdings wird er nicht über Nacht vom Saulus zum Paulus, also schickt er erst einmal eine Bande von Abenteurern auf die Suche nach weiteren Informationen, zumal die ganze Angelegenheit nicht nur die Priesterschaft Larans, sondern auch die der Culsu interessieren dürfte. Außerdem ist Christos als Pragmatiker nicht daran interessiert, seine Geschäfte auf unabsehbare Zeit ruhen zu lassen, nur um möglicherweise einem Hirngespinst hinterher zu rennen. Die Abenteurer sollen also die Gebeine von Alexos Papaneikes finden und sicherstellen, dass es die echten sind. Anschließend sollen sie das ganze Knochengeraffel einpacken und irgendein möglichst repräsentatives Ausrüstungsstück dazulegen. Wenn das alles erledigt ist, sollen sie Christos Papaneikes bescheid geben, sich mit der Lieferung an einen verkehrsgünstigen Punkt begeben und auf die Ankunft ihres Auftraggebers warten. In einem nahegelegenen Tempel des Laran sollen sie weiterhin die Echtheit der Gebeine bestätigen und bei Zufriedenheit Christos' die Überführung eskortieren, gesellschaftsfähiges Verhalten und gepflegte Erscheinung vorausgesetzt. Bei Wegfall der beiden letzten Punkte erfolgt die Bezahlung nach der Bestätigung der Echtheit und nach Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserklärung, um die Öffentlichkeitswirksamkeit der Überführung und das eingesetzte Kapital nicht zu gefährden. Grüße
  20. Ist es das Grab seines tragischerweise kürzlich verstorbenen Kollegen, oder ist es schon älter? Wie hoch in der Kulthierarchie stand denn der Beerdigte und war er ebenfalls ortsansässig? Fragen über Fragen...
  21. Hmm, dann sind wahrscheinlich die meisten meiner Abenteuer nur Skizzen, aber dennoch reproduzierbar, auch wenn manche recht komplex sind. Für zwölf Stunden Spielzeit habe ich meine NSC, einen Zeitstrahl, ein oder zwei Mindmaps, meine beiden Soziogramme, vielleicht mal ein paar Grundrisse und eine grob zusammengehauene Liste mit AEP für Teilergebnisse und bestimmte Erkenntnisse.Fertig. Ah, ein bis drei Seiten handschriftlichen Text noch. Dennoch steckt in diesem Vorbereitungsergebnis eine ganze Menge Hintergrundarbeit, weil ich ja im Vorfeld das Gesamtsetting, in dem das Abenteuer spielt, ebenfalls erarbeitet habe, wenn auch vor längerer Zeit. Das ist aber groß genug, um diverse Plots darin zu spielen, und richtig fertig wird es niemals sein. Deshalb setze ich mich auch immer dran, unabhängig von Abenteuervorbereitungen. Ich hatte mal wieder einen Gedanken übersprungen: Meine Aussage "vertane Zeit" bezog sich darauf, einen oder zwei Lösungswege generalstabsmäßig durchzuplanen und sich dann auf diese(n) zu versteifen.Wenn ich das tue, muss ich ja zwangsläufig die Spieler mit der Brechstange davon abhalten, meine Planung zu verlassen. Und da hört für mich einfach der Spaß auf. Völlig logisch, dass ich als SL aber mehr als eine leise Ahnung davon haben sollte, wie das Setting funktioniert. Das steht außer Frage! Deshalb war ja mein Vorschlag, vor der Raumverteilung solche Gebäudeteile und Funktionen auf die folgenden Stockwerke zu übertragen, bei denen Fehler besonders leicht auffallen:Treppen, Kamine, Leitungsverlauf. Bei kleinen Unstimmigkeiten: EW:Baukunde würfeln lassen und irgendwas von Statik und tragenden Wänden faseln. Und wenn's gar nicht mehr anders geht, entweder, wie Du sagst, den Fehler zugeben, oder tatsächlich einen Geheimgang improvisieren. Ich mag es schon, wenn die Spieler mich bei solchen kleinen Nachlässigkeiten erwischen und einen Nutzen davon haben, schließlich nutze ich als SL ihre kleinen Schlampigkeiten ebenso aus... Grüße
  22. Sorry, aber mit dem Rauchen aufzuhören hilft mir bei diesem Anblick auch nicht, eher weniger.
  23. Morsche, meine Antwort kommt aus dem Bauch und ohne jeden Anspruch auf z.B. Spielgleichgewicht. Du weißt aber schon, was früher auf abgelegenen Almen mit Schafen und Ziegen passierte, wenn der Hirte sich einsam fühlte? Warum soll es nicht möglich sein, dass die Trollmutter ihr Kind dem Vater vor die Schwelle legt, weil es unter Trollen keine Chance hätte? Zu schwächlich, zu klein, zu... ja: hässlich usw. Ich halte diese Alternative für wesentlich glaubwürdiger... Die In würde ich gar nicht mal so drastisch einschränken (61?), eher mehr die Gw, da ich mir die Figur sehr ungelenk vorstelle (50?). Gs brauchst Du zwar für den Angriffsbonus, aber auch für viele Fertigkeiten, die Fingerspitzengefühl erforden. Da die Figur aber wohl eher Hände wie Klodeckel hat, wäre ich auch hier für eine Obergrenze. Zt würde ich drastisch deckeln und ihm dafür abgestufte Boni für die Resistenzen geben: Geist-2, Körper+2, Umgebung 0. Ko finde ich zu wenig, würde ich wie St auf mindestens 81 setzen. Warum eine pA von höchstens 85?Ich persönlich halte eine solche Erscheinung für äußerst beeindruckend, auch wenn Du gegen eine hohe In bist. Es kommt halt selten zu Situationen, in denen sie zum Tragen kommt, wenn aber der Brutaltrupp gefragt ist, der sich mit einfachen Dreiwortsätzen Respekt verschafft: Wer, wenn nicht Ox ist dann der Mann der Stunde? Logisch. Ich meine, höher als "Volk" sollte einfach nicht möglich sein. Und die Hintergrundgeschichte einer solchen Figur sollte immer mit diesen oder ähnlichen Worten beginnen:"Ich stamme aus einer sehr einsamen Gegend und meine Kindheit war erbärmlich. Später hatte ich auch nicht viel zu lachen, das hatte aber auch keiner von denen, die mit Steinen nach mir warfen. Also hatte in unserem Dorf keiner mehr was zu lachen, darum musste ich gehen, als mein Vater (meine Mutter) sich mein Essen nicht mehr leisten konnte..." Ich kann mich Saidon nur anschließen: Warum dunkle Sprache? Finde ich unlogisch, wenn nicht sogar heikel, nachdem die Figur unter Menschen aufgewachsen ist. Sehr stylish. Den Biss würde ich ja gegen Klauenangriff tauschen, ist aber Geschmackssache. Haha, kleiner Scherz. Nein, im Ernst, nachvollziehbar ist beides. Im Handgemenge überkommen die Figur eben ihre trollischen Wurzeln und sie wird sehr gefährlich. Allerdings ist eine solche Überreaktion in der menschlichen Gerichtsbarkeit eher tolerabel, wenn es sich um einen fiesen Krallenschlag handelt, der als verunglückter Faustschlag kaschiert werden kann: Der Angeklagte hat nun mal besonders robuste Fingernägel und arbeitet ja auch z.B. als Köhler, Bergmann oder Schlachter, was will man da erwarten, wenn er angegriffen wird? Wenn aber dem Gegner in der Kneipenschlägerei erst einmal der Hals mit den Zähnen aufgerissen wurde, wird es auch für den besten Anwalt schwierig. Vor allem, wenn der Angeklagte daneben sitzt und von allen Beteiligten betrachtet werden kann. Denk nur mal an Frankensteins "Monster", der arme Kerl könnte in seiner Freizeit auch Sonette schreiben - aber was bringt es ihm vor Gericht? Grüße

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