Alle Inhalte erstellt von Akeem al Harun
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Was sind bzw. wie funktionieren Sandboxen?
Man plant überhaupt nicht, das ist der Trick. Du hast keine Plots im engeren Sinne, sondern nur Trigger. Mal als Beispiel: Die Gruppe ist in einer Stadt. Sie stolpert über einen Mordfall. Die Gruppe entscheidet, ob sie darauf eingeht, oder auch nicht. Geht sie nicht darauf ein, bekommen sie vielleicht einen Diebstahl mit. Wieder entscheidet die Gruppe. Geht sie auch darauf nicht ein, sehen sie vielleicht den Überfall einer Jugend-Gang auf eine hilflose, ältere Frau. Jetzt stell dir mal vor, du hättest drei Plots vorgeplant. Das wäre viel zu viel Arbeit. Daher gehst du hin und hast ein paar NSpF an der Hand, die in die aufgezählten Fälle involviert sein können. Der Plot ergibt sich daraus, auf was die Spieler eingehen, wie sie vorgehen und aus dem Wesen der NSpF, die an der jeweiligen Handlung beteiligt sind. Zentraler Punkt der Spielleitervorbereitung ist nicht mehr "der Plot" , sondern die NSpF, ihre Wesensarten und Handlungsmotive. PS: Die Trigger können auch wesentlich weniger offensichtlich sein, als die oben angeführten Beispiele. Das kann der mysteriöse Fremde sein, der in der Taverne sitzt oder jemand, der die Gruppe verfolgt, was sie bemerken oder auch nicht. Hier kommt auch wieder das legendäre "Flag Framing" ins Spiel. Gute Trigger sind solche, von denen du weißt, dass sie die Gruppe interessiert. Der Ermittler springt vielleicht sofort auf den Mordfall an. Der ehrenhafte Krieger auf die alte Frau, die von der Jugend-Gang bedroht wird usw. Bitte beachte: auch dies sind wieder nur platte, weil offensichtliche Beispiele. Die Welt kann noch viel komplizierter sein.
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Was sind bzw. wie funktionieren Sandboxen?
Dann ist ein klassisches Dungeon ohne dramaturgische Trigger, einfach nur mit Monstern und schätzen eine Sandbox? Es ist räumlich umrissen und die Spieler können darin tun und lassen was, sie wollen. Schätze, es kommt darauf an, wen du fragst. Wie bei vielen Begriffen der Rollenspieltheorie, gibt es auch hier verschiedene Definitionen. ...und meiner Meinung nach kann auch ein Dungeon eine Sandbox sein, ist es aber nicht zwangsläufig.
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Was sind bzw. wie funktionieren Sandboxen?
Es geht darum, dass du den Spielern eine mehr oder weniger in sich geschlossene Lokation anbietest und sie sich frei darin bewegen können. Ein klassisches Beispiel ist ein Detektivabenteuer in einer Stadt. Das kann man aber auf jedes belibige Szenario anwenden. Nur ist es beim Reiseabenteuer eher nicht klassisch - aber dennoch möglich.
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Einflussnahme des SL auf Diskussionen der Spieler
In der Geisterbahn rechnet man ja auch mit Geistern, die hervorsprignen, trotzdem wird man in gewisser Weise überrascht. Die Situation war schon etwas spezieller. Dieses Ding ist nämlich vorher genau dorthin gerannt, wo ich ihm langsam und aufmerksam hinterher bin.
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Einflussnahme des SL auf Diskussionen der Spieler
Das ist für mich Kleinkariertheit auf Seiten des Spielers. Ich hatte mal eine Situation, wo ich (angesagt!) vorsichtig um die Ecke gegangen bin, weil ich um die Ecke eine Gefahr erwartet habe. Unsinnigerweise wurde ich trotz meiner Ansage von dem, was ich da erwartet habe (und was mir auch tatsächlich entgegen sprang) überrascht.
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Einflussnahme des SL auf Diskussionen der Spieler
@Widukind: Natürlich ist das Situationsabhängig. Ich bezog mich auf Situationen, wo die Figuren zum Beispiel Zeit haben, sich auf den Endkampf vorzubereiten.
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Einflussnahme des SL auf Diskussionen der Spieler
Ehrlich gesagt halte ich davon nicht viel. Die Spieler sind eben doch die Spieler und nicht die Figuren. Dinge, die den Figuren offensichtlich sind, weil sie es vor Augen haben, fallen den Spielern erst spät oder gar nicht ein. Daher läuft eine Planung sicher auch in zeitlicher Hinsicht auf der Spielwelt anders ab als in der Realität. Das einzige, was ich in diesem Zusammenhang für statthaft halte ist eine Gesprächsmoderation, wenn man merkt, dass sich die Diskussionen im Kreise drehen. @Roumorz: So, wie du es beschreibst, erscheint es mir nicht so, als würdest du Railroading betreiben. Aber wie du selbst schreibt kommt der Spieler, der dir das vorwirft aus der Ecke ganz anders gearteter Rollenspieler. Daher ist das Empfinden dafür, was Railroading ist und was nicht sicher unterschiedlich. Was du meiner Meinung nach tun kannst, ist dich mit der Runde oder wenigstens dem einen Spieler zu einem Gespräch zusammen zu finden und das außerhalb des Spiels zu klären. Ich habe auch die Tendenz, mich in solche Gespräche einzumischen, ganz besonders, wenn sie offensichtliches übersehen. Ich halte das in einem gewissen Rahmen für in Ordnung. Solange es eben nicht dahin ausartet, dass alles zwingend nur auf den roten Faden zurückführt.